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Buddhismus und Theosophie

  • William101
  • 4. Juni 2019 um 23:20
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • William101
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    • 4. Juni 2019 um 23:20
    • #1

    Hallo an alle!

    Ich habe kurze Frage an euch.

    Was gibt es ähnliches zwischen Buddhismus und Theosophie?

    Danke im Voraus

    LG.Peter

  • jianwang
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    • 5. Juni 2019 um 14:38
    • #2

    [lz]

    Theosophy

    Substantiv, feminin [die]

    1. religiöse Lehre, nach der eine höhere Einsicht in den Sinn aller Dinge nur in der mystischen Schau Gottes gewonnen werden kann

    [/lz]

    Wo bitte ist der "Gott" im Buddhismus ?

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • kanshiketsu
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    • 5. Juni 2019 um 15:28
    • #3
    William101:

    Was gibt es ähnliches zwischen Buddhismus und Theosophie?

    Material zu buddhistischen Einflüssen auf theosophische Ideen findet sich z.B. hier:

    Materialien zum Neobuddhismus: Buddhismus und theosophische Bewegung 1879 bis 1888

    Das Tao ist nicht auf die Vereinigung mit den Menschen bedacht;
    wenn die Menschen auf nichts bedacht sind, vereinigen sie sich mit dem Tao.
    Yuanwu Keqin (1063 - 1135)

  • void
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    • 5. Juni 2019 um 15:31
    • Offizieller Beitrag
    • #4
    William101:

    Hallo an alle!

    Ich habe kurze Frage an euch.

    Was gibt es ähnliches zwischen Buddhismus und Theosophie?

    Theosophie und Buddhismus haben eine wechselvolle gemeinsame Geschichte:

    Wiki (Henry Steel Olcott):

    1875 lernten Olcott und Blavatsky das Buch Buddhism and Christianity kennen, eine Diskussion zwischen dem Buddhisten-Priester Migettuwatte Gunananda, und dem Methodisten-Missionar David de Silva auf Sri Lanka. Beide zeigten sich von der Argumentation des Buddhisten tief beeindruckt und sahen zahlreiche Parallelen zu ihrer TG. Im nun folgenden Briefwechsel mit Sri Lanka, solidarisierten sich die beiden Theosophen mit den Buddhisten und bezogen Position gegen die christliche Mission. Dieser Schriftverkehr wurde später ins singhalesische übersetzt und fand weite Verbreitung sowie großen Anklang unter den Buddhisten. In Entsprechung der theosophischen Lehre, setzte sich Olcott intensiv mit verschiedenen Religionen auseinander, wobei ihm die buddhistischen Philosophien gegenüber anderen als herausragend klar und geistvoll erschienen. Konsequenterweise trat er dann auch 1880 zum Buddhismus über.

    Der Buddhismus in Sri Lanka war damals in keinem guten Zustand, es gab viel Aberglauben und christliche Missionare bekehrten die Menschen. Der erwähnte Migettuwatte Gunananda Thera spielte eine wichtige Rolle innhalb eines buddhitischen Revival und die Unterstützung druch die Thesophen war da sehr positiv:

    Wiki (Buddhismus in Sri Lanka):

    Zum Ende des 19. Jahrhunderts begann eine landesweite buddhistische Bewegung, die im Land viele Anhänger fand. Einer der Hauptgründe war die Panadura-Debatte zwischen einem christlichen Priester und dem buddhistischen Mönch Migettuwatte Gunananda Thera, die Letzterer für sich entscheiden konnte. Infolgedessen wandten sich immer weitere Teile der Bevölkerung bewusster dem Buddhismus zu

    Die theosophische Gesellschaft war auch insofern wichtig, als sie durch ihre Schriften den Buddhismus im Westen populär machte, und darin nicht eine "sterbende Religion kolonialer Wilder" gesehen wurde sondern etwas Interessantes und Ernzunehmendes. Leider wurde dabei natürlich auch vieles mißverstanden und falsch transportiert. Durch die von den Thesophen angestossenen Popularisierung des Buddhismus, kamen die ersten Westler nach Asien, die den Buddhismus studieren und Mönche werden wollten.

    Wiki (Henry Steel Olcott):

    ...

    1885 besuchte Olcott erstmals Birma, wo er vom letzten König Thibaw Min empfangen wurde. In Rangun gründete er die Irrawady Theosophical Society, die ähnlich wie in Sri Lanka, eine stark buddhistische Prägung hatte. Insgesamt besucht er das Land 5-mal.

    ...

    1889 besuchte Olcott erstmals Japan. Als Gesandter der Buddhisten Sri Lankas, knüpfte er damit erste Kontakte zwischen südlichem und nördlichem Buddhismus. Seine zahlreichen Vorträge in mehr als 30 japanischen Städten, zum Teil vor Vertretern aller buddhistischen Richtungen im Land, hinterließen einen überaus positiven Eindruck, stärkten das Selbstbewusstsein der Buddhisten und führten zur Gründung mehrerer Verbände. Wichtigster Impuls war die Öffnung des japanischen Buddhismus, und in dessen Folge die Teilnahme an internationalen Treffen und später der Export von japanischen Ausprägungen wie z. B. Zen.

    Die theosphische Gesellschaft hatte also einerseits starken Anteil daran, dass der Buddhismus im Westen gesellschaftsfähig wurde. Und auch in der Hinsicht, dass sich asiatische Buddhisten nicht mehr als Teil einer vergehenden Kultur begriffen, sondern sich selbstbewußt als Lehrer des Westens sehen konnten und daran dachten, ihre Bücher in Englische zu übersetzten (mit den zahlreichen theosphieinteressierten gab es eine Markt) und daran denken konnte, westliche Schüler zu lehren.

    Die Theosophie bauten Brücken zwischen Ost und West, die zu einem regen Austausch führte. Auf der anderen Seite entstanden dadruch viele Missverständnisse, viele Mythen und Halbwahrheiten bis hin zum hanbüchene esoterischer Unsinn. Allerdings kam es dadruch auch zu viel konstruktiven Austausch.

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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