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Frage an die Diamantwegler

  • user9999
  • 7. Mai 2019 um 16:41
  • Geschlossen
  • Zum letzten Beitrag
  • user9999
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 16:41
    • #1

    Mir ist ein unterschiedlicher Sprachgebrauch aufgefallen. Gibt es einen Grund, warum (mir ist es bisher nur im Diamantweg begegnet) von "Liebevolle Augen", "Befreierin", "Unbegrenztes Leben" und "Diamantgeist" gesprochen wird statt Chenrezig, Tara, Amitayus oder Vajrasattva zu sagen?

    Ich frage aus dem Grund, weil mir aufgefallen ist, dass Guru Rinpoche und Amitabha auch weiterhin GR und Amitabha waren.

  • kilaya
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 16:58
    • #2

    Der Grund ist einfach, die Namen einzudeutschen. Sie wurden in die jeweilige Landessprache übersetzt. So wie ja auch die Tibeter die Namen aus dem Sanskrit ins Tibetische übersetzt haben. Man könnte ja auch fragen, warum "Chenrezig" und nicht "Avalokiteshvara", oder warum Dorje Sempa statt Vajrasattva usw. Amithaba ist "Grenzenloses Licht", tib. Öpame; Amitayus ist tib. Tsepame.

  • user9999
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 17:01
    • #3

    Das war mir schon klar, dass das die deutschen Übersetzungen sind. :grinsen: Mir ist es eben aufgefallen, dass Amitabha und GR in diesem besonderen Fall nicht "übersetzt" waren. Amitabha hat dann auch den deutschen Namen, wie ich jetzt weiß, wie steht es mit Guru Rinpoche?

    Bzw. gibt es Buddhas, die ihre Sanskrit-Namen behalten oder wird alles immer ins Deutsche übersetzt?

    Edit: Ich schaue gerade einen Film, in dem mir das so krass auffällt. Tatsächlich bleibt Guru Rinpoche Guru Rinpoche oder Padmasambhava.

    Einmal editiert, zuletzt von user9999 (7. Mai 2019 um 17:23)

  • kilaya
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 17:23
    • #4

    Guru Rinpoche ist ja ein Ehrentitel, hiesse "Kostbarer Lehrer"...

    Im Großen und Ganzen werden glaube ich alle Buddhaformen übersetzt, die auch tatsächlich in der Praxis verwendet werden. Es wird aber nicht durchgängig von allen immer so verwendet. Eher so, dass sowohl deutsche, als auch tibetische, als auch Sanskrit-Namen benutzt werden.

    Unabhängig davon finde ich auch interessant, dass man meist von Dzogchen und Mahamudra redet, obwohl es ja Dzogchen und Chagchen oder Maha Ati und Mahamudra sein müsste. Wobei "Grosse Vollkommenheit" und "Grosses Siegel" auch sehr gebräuchlich sind.

  • user9999
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 19:00
    • #5

    @kilaya: Meine Güte, ich sehe die zwei e`s im Weg erst jetzt. Kannst du bitte den Titel ändern? Danke. :oops:

    Also. Jetzt bewege ich mich auf dünnem Eis, weil ich nicht weiß, ob "sambhava" nun "geboren" heißt (gibt es hier Sanskrit-Kundige?)

    Aber er wird ja oft als "der Lotusgeborene" bezeichnet. Deswegen fiel mir das auf. Es ist ungewohnt für mich zu hören und eine nicht uninteressante Erfahrung. Geht um einen Film, den ich gerade schaue. :grinsen:

    Danke dir erst mal für deine Antwort!

  • Phoenix
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 19:25
    • #6

    Hi @svea,

    eigentlich hat kilaya schon das Wichtigste erklärt.

    Öpame ist der Buddha Grenzenloses Licht, oder halt Amitaba. Alle drei Begriffe werden im Diamantweg verwendet,

    aber Ole legt halt wert darauf das möglichst viel in die jeweiligen Muttersprachen übersetzt wird.

    Na ja ,und Guru Rinpoche wird halt nicht übersetzt, Karmapa auch nicht. Jede Regel hat halt auch ihre Ausnahmen.(:

    _()_ Phönix

  • Nyinje ☼ 7. Mai 2019 um 19:39

    Hat den Titel des Themas von „Frage an die Diamantweegler“ zu „Frage an die Diamantwegler“ geändert.
  • kilaya
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 19:42
    • #7

    Ich denke es geht weniger um Ausnahmen, als vielmehr darum, dass historische Personen eher mit ihrem Titel oder Eigennamen benannt werden.

    "sambhava" heisst geboren, ja, es ist ja auch ein Titel, und da würde es keinen Sinn machen, es nicht wörtlich zu übersetzen. Dass "Padma" der Lotus ist, ist ja bekannt.

  • user9999
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 20:16
    • #8

    Gut, da könnte man jetzt sagen, wenn Ole gern alles in der Muttersprache hat, dann kann es dann auch gern der Lotusgeborene sein. :grinsen:

    Aber ich denke, habe schon verstanden, wie es gemeint und gedacht ist. :D

    Vielen Dank euch beiden!

  • Lucky Luke
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 20:18
    • #9
    svea:

    Gut, da könnte man jetzt sagen, wenn Ole gern alles in der Muttersprache hat, dann kann es dann auch gern der Lotusgeborene sein. :grinsen:

    Aber ich denke, habe schon verstanden, wie es gemeint und gedacht ist. :D

    Vielen Dank euch beiden!

    Muttersprache? Er ist doch Däne. Also alles auf Dänisch ? :grinsen:

  • kilaya
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 20:22
    • #10

    In Dänemark auf Dänisch, in Frankreich auf Französisch, in den USA auf Englisch, in Russland auf Russisch usw.

  • user9999
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 20:26
    • #11

    Entschuldigung, das mag off topic sein, aber all diese Namen auf Dänisch fände ich glaube ich sehr bezaubernd.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 20:26
    • #12
    kilaya:

    In Dänemark auf Dänisch, in Frankreich auf Französisch, in den USA auf Englisch, in Russland auf Russisch usw.

    ich hatte in seiner Muttersprache gelesen :roll: nicht in "der" Muttersprache :erleichtert:

  • Lucky Luke
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 20:42
    • #13
    svea:

    Entschuldigung, das mag off topic sein, aber all diese Namen auf Dänisch fände ich glaube ich sehr bezaubernd. wub.gif

    Was heißt denn Chenrezig auf Dänisch? :?

  • user9999
    Gast
    • 7. Mai 2019 um 20:46
    • #14

    Kannst du bei google translate finden, ich kann es hier nicht reinkopieren. Da kannst du dann auch auf den kleinen Lautsprecher drücken, dann hörst du es auch. :D

  • Dawa
    Gast
    • 8. Mai 2019 um 06:10
    • #15

    Finde das Ganze recht mekrwürdig, gerade deswegen, weil ja den Namen und besonders den Wurzelsilben besondere Eigenschaften zugeschrieben werden, was dann bei der Visualisation wieder wichtig wird:?

    Aber sie würden meine "Praxis" bestimmt auf merkwürdig finden:erleichtert:

  • Phoenix
    Gast
    • 8. Mai 2019 um 08:37
    • #16
    svea:

    Entschuldigung, das mag off topic sein, aber all diese Namen auf Dänisch fände ich glaube ich sehr bezaubernd. wub.gif

    Was meinst du wie bezaubernd es war Hannah auf Dänisch zuzuhören. :moon:

    :rainbow:

  • Amdap
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    1. November 2012
    • 8. Mai 2019 um 11:02
    • #17

    @svea:

    Mir ist ein unterschiedlicher Sprachgebrauch aufgefallen. Gibt es einen Grund, warum (mir ist es bisher nur im Diamantweg begegnet) von "Liebevolle Augen", "Befreierin", "Unbegrenztes Leben" und "Diamantgeist" gesprochen wird statt Chenrezig, Tara, Amitayus oder Vajrasattva zu sagen?

    Ich frage aus dem Grund, weil mir aufgefallen ist, dass Guru Rinpoche und Amitabha auch weiterhin GR und Amitabha waren.

    Jede Gruppe, die lieber unter sich bleiben will, entwickelt ihre eigene Sprache. Das habe ich jahrzehntelang beobachtet.

    Amdap

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • kilaya
    Gast
    • 8. Mai 2019 um 13:55
    • #18
    Amdap:

    Jede Gruppe, die lieber unter sich bleiben will, entwickelt ihre eigene Sprache. Das habe ich jahrzehntelang beobachtet.

    Damit hat das nun wirklich gar nichts zu tun. Es ist ja keine eigene Sprache, sondern eine direkte Übersetzung der Namen in die jeweilige Landessprache. So wie es auch die Tibeter gemacht haben, als die Texte nach Tibet kamen. Marpa wurde ja als "der Übersetzer" bekannt, ein echter Held, der dafür gefeiert wird, weil er so die Lehre den einfachen Menschen zugänglich gemacht hat. Niemand würde auf die Idee kommen, Marpa als "Sektierer" zu schimpfen, der eine "eigene Sprache" entwickelt hätte.

    Ich würde es vergleichen mit dem Prozess, die christliche Lehre aus dem Lateinischen ins Deutsche zu übersetzen, damit sie nicht nur "Eingeweihten" direkt zugänglich ist.

    Genauso wurden auch alle Meditationen übersetzt, damit man versteht, was man tut, statt Pujas auf tibetisch zu singen usw. Bis auf wenige Ausnahmen, wo es so viel mehr auf den Klang usw. ankommt, dass man es gelassen hat. Mahakala-Puja, das gesamte Phowa usw. sind z.B. auf tibetisch. Mantras bleiben natürlich tibetisch. In Mantras sind auch die Namen der Buddhas nicht übersetzt, so dass man schon den wichtigen Klang nicht verliert.

  • Phoenix
    Gast
    • 8. Mai 2019 um 14:07
    • #19
    kilaya:
    Amdap:

    Jede Gruppe, die lieber unter sich bleiben will, entwickelt ihre eigene Sprache. Das habe ich jahrzehntelang beobachtet.

    Damit hat das nun wirklich gar nichts zu tun. Es ist ja keine eigene Sprache, sondern eine direkte Übersetzung der Namen in die jeweilige Landessprache. So wie es auch die Tibeter gemacht haben, als die Texte nach Tibet kamen. Marpa wurde ja als "der Übersetzer" bekannt, ein echter Held, der dafür gefeiert wird, weil er so die Lehre den einfachen Menschen zugänglich gemacht hat. Niemand würde auf die Idee kommen, Marpa als "Sektierer" zu schimpfen, der eine "eigene Sprache" entwickelt hätte.

    Ich würde es vergleichen mit dem Prozess, die christliche Lehre aus dem Lateinischen ins Deutsche zu übersetzen, damit sie nicht nur "Eingeweihten" direkt zugänglich ist.

    Genauso wurden auch alle Meditationen übersetzt, damit man versteht, was man tut, statt Pujas auf tibetisch zu singen usw. Bis auf wenige Ausnahmen, wo es so viel mehr auf den Klang usw. ankommt, dass man es gelassen hat. Mahakala-Puja, das gesamte Phowa usw. sind z.B. auf tibetisch. Mantras bleiben natürlich tibetisch. In Mantras sind auch die Namen der Buddhas nicht übersetzt, so dass man schon den wichtigen Klang nicht verliert.

    ich mach das jetzt auch mal so : 5x :like:

  • user9999
    Gast
    • 8. Mai 2019 um 15:44
    • #20
    kilaya:

    Marpa wurde ja als "der Übersetzer" bekannt, ein echter Held, der dafür gefeiert wird, weil er so die Lehre den einfachen Menschen zugänglich gemacht hat. Niemand würde auf die Idee kommen, Marpa als "Sektierer" zu schimpfen, der eine "eigene Sprache" entwickelt hätte.

    Als Ergänzung am Rande, nicht als Gegenrede zu deinem Beitrag: Für den Dharma wurde tatsächlich ein "eigenes Tibetisch" entwickelt. Klar. Es mussten ja Worte für etwas völlig Neues gefunden werden. Es gibt ein "Dharma-Tibetisch" und ein "Alltags-Tibetisch". Das scheint auch so verschieden zu sein, dass Menschen, die Tibetisch gelernt haben, nicht unbedingt Dharma übersetzen können, weil ihnen wichtige Teile der Sprache fehlen.

    Aber auch im Deutschen ist es ja so, dass viele Menschen, die nicht im Dharma sind, einfach erst mal komisch gucken, wenn man von Lhakang, Abisheka, Bumpa oder auch Silas oder Paramitas spricht.

    Eine normale Entwicklung, würde ich sagen. *shrug*

    kilaya:

    Mantras bleiben natürlich tibetisch.

    *klugscheiß* Sanskrit. :grinsen:

    Tibetisch ausgesprochen. Das ist dann fast so etwas wie tibetische Mantras. :grinsen:

  • kilaya
    Gast
    • 8. Mai 2019 um 16:07
    • #21

    Ja, die Aussprache wurde teilweise deutlich verändert, und die Namen der Buddhas z.B. wurden auf tibetisch übersetzt. z.B. "OM VAJRASATTVA..." oder "OM BENDSA SATO..." - insofern ist es schon mehr als eine andere Aussprache, oft eine Mischform im Grunde...

  • user9999
    Gast
    • 8. Mai 2019 um 17:06
    • #22

    Nein.

    Es hat mit der Aussprache zu tun und ist keine Übersetzung. Auch keine Mischform. Was würde eine teilweise Übersetzung auch für einen Sinn ergeben? (Das ist eine rhetorische Frage).

    Mantras wurden aus dem Sanskrit übernommen. Die Tibeter haben mit der Aussprache mancher Wörter Schwierigkeiten (so erklären es auch die tibetischen Lamas) und haben sie "eintibetischt". Aber nicht übersetzt. Es ist eine Sache der unterschiedlichen Aussprache.

    Edit:

    kilaya:

    und die Namen der Buddhas z.B. wurden auf tibetisch übersetzt. z.B. "OM VAJRASATTVA..." oder "OM BENDSA SATO..."

    Vajrasattva, auch von manchen in ihrer Muttersprache als Übersetzung "Diamantgeist", heißt auf Tibetisch nicht "Benza Sato" sondern Dorje Sempa, was der Sanskrit-Bedeutung von Vajra und Sattva entspricht.

    Dann hätte es konsequenterweise Om Dorje Sempa damtzig...statt Om Benza sato samaya...heißen müssen.

    4 Mal editiert, zuletzt von user9999 (8. Mai 2019 um 17:16)

  • kilaya
    Gast
    • 8. Mai 2019 um 19:22
    • #23

    Du hast recht. :) Ich hatte "Bendza Sato" nie als tibetische Aussprache von "Vajrasattva" verstande; dass Dorje Sempa der tibetische Name ist, war mir natürlich klar, ich hatte es im Mantra für eine Umschreibung gehalten.

  • Dawa
    Gast
    • 8. Mai 2019 um 20:56
    • #24

    Nur so als kleine OT Anekdote:

    Als wir letztes Jahr in Japan waren, war neben einem unserer Hostels eine "Alt Garrely". Hat weng gedauert bis ich geschnallt hab was das ist...:rofl:

  • U123N
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    • 9. Mai 2019 um 08:34
    • #25

    Und was ist das? Dänisch? :?

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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