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DBU beschließt Ausschlussverfahren gegenüber Diamantweg

    • Tibetisch
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  • Ichbinderichbin
  • 29. April 2019 um 11:36
  • Geschlossen
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Ichbinderichbin
    Gast
    • 29. April 2019 um 11:36
    • #1

    Ich bin mir sicher, dass es einige hier im Forum interessieren wird, was sich auf der vergangenen Mitgliederversammlung der Deutschen Buddhistischen Union ereignet hat.

    DBU beschließt Ausschlussverfahren gegenüber Diamantweg

  • Phoenix
    Gast
    • 29. April 2019 um 12:26
    • #2

    Ich persönlich bin nicht glücklich über diese Entwicklung, da ich nicht sehe das so die bestehenden Probleme gelöst werden.

    Die Kontroverse wird im Prinzip nur verlagert, denn auf europäischer Ebene verbleibt der Dachverband Diamantweg auch weiterhin in der EBU.

    Vielleicht läßt sich diese Trennung auf nationaler Ebene aber zur Zeit einfach auch nicht vermeiden, manchmal hat es ja auch Vorteile, wenn ein Konflikt mal ein bischen aufgekocht wird.Nur übertreiben sollten wir es mit solchen deutschen Sonderwegen lieber nicht.;)

  • Noreply
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    • 29. April 2019 um 12:32
    • #3

    Oh bitte nich auch hier: Wir warten auf eine Entscheidung auf Europäischer Ebene. Weltebene, Universeller Ebene.

  • Avalokiteshvara
    Gast
    • 2. Mai 2019 um 11:15
    • #4

    Gut so ich weiß dies wurde mit deutlicher Merheit beschlossen und halte eine folgende Verweisung aus der DBU deshalb für sehr wahrscheinlich.

  • Fragender
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    • 3. Mai 2019 um 00:53
    • #5

    Meine Meinung: Der Diamantweg sollte bleiben! Die DBU sollte alle Buddhisten in Deutschland repräsentieren, auch die, die vielleicht etwas seltsame Ansichten haben.

    Die DBU ist kein Club der Rechtgläubigen, sondern ein Dachverband, der das äußerliche Bekenntnis zum Buddhismus in seiner ganzen Bandbreite abbilden muß.

  • Phoenix
    Gast
    • 3. Mai 2019 um 07:16
    • #6

    Fragender

    Ich würd halt nicht sagen "das äußerliche Bekenntniss" sondern "das grundlegende Bekenntniss", aber das wir es mit Häresiedebatten nicht übertreiben sollten, da bin ich auch ganz sicher.

    :rad: :buddha::zen:

  • Phoenix
    Gast
    • 3. Mai 2019 um 07:50
    • #7

    Genau genommen nicht wegen dem falschen Glauben sondern wegen der falschen Auslegung.;)

    Aber wir müssen das hier nicht noch mal aufrühren; wenn man Ole Verstöße gegen grundlegende buddhistische Grundsätze nachweisen könnte, hät ich auch nichts gegen einen Ausschluß. Ein politisches Ausschlußverfahren führt in meinen Augen aber nicht ins Nirvana sondern in die Wüste.:grinsen:

    Aber scheinbar müssen wir da wohl durch. Leztlich ist ja alles irgendwie Geist.:rainbow:

  • Ichbinderichbin
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 10:58
    • #8
    Fragender:

    Meine Meinung: Der Diamantweg sollte bleiben! Die DBU sollte alle Buddhisten in Deutschland repräsentieren, auch die, die vielleicht etwas seltsame Ansichten haben.

    Die DBU ist kein Club der Rechtgläubigen, sondern ein Dachverband, der das äußerliche Bekenntnis zum Buddhismus in seiner ganzen Bandbreite abbilden muß.

    Es geht nicht darum, einen "Club der Rechtsgläubigen" zu bilden und die DBU muss schon gar nicht "Buddhismus in seiner ganzen Bandbreite abbilden". Der zweck der DBU ist in der Satzung niedergelegt. Nur diesem ist sie verpflichtet.

    Die DBU ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Buddhisten in der Verfassung eines eingetragenen Vereins. Zweck dieses Zusammenschlusses ist laut Satzung u.a. folgender: "Die DBU fördert die Rahmenbedingungen für die Bewahrung, Darlegung und Praxis der Lehre des Buddha auf der Grundlage des Bekenntnisses". Satzung, Buddhistisches Bekenntnis und Leitbild bilden die Basis der Zusammenarbeit der verschiedenen Mitgliedsgruppen in der DBU. Ole Nydahl – aber auch Funktionäre und andere Mitglieder des BDD – haben diese gemeinsame Basis verlassen.

    In zahlreichen Beispielen ist inzwischen erschöpfend ausgeführt, dass Nydahl zu den Themen Flüchtlinge, interreligiöser Dialog und Mitgefühl die Überzeugung der DBU nicht teilt. Diese Überzeugungen nähren sich aus buddhistischer Ethik und verdichten sich im Diktum „Zum Wohle aller Wesen“. Nydahl fällt stattdessen durch rechtspopulistische Rhetorik auf. Er äußert sich rassistisch und vernetzt sich mit europäischen Neo-Rechtsradikalen. Er baut Stupas, die gegen eine herbeiphantasierte afrikanische Bedrohung schützen sollen und empfiehlt seinen Anhängern, Schießen zu lernen.

    Dies steht nicht nur im Widerspruch zu den eingangs erwähnten Leitlinien, die sich die DBU selbst gegeben hat, sondern beschädigt auch das Ansehen der DBU in Öffentlichkeit und dem Ansehen des gesamten Buddhismus im Westen massiv und macht die Arbeit, den Vereinszweck, der DBU damit unmöglich.

    Nydahl und die BDD-Funktionäre handeln nicht nur nach außen destruktiv, sondern auch nach innen, in die buddhistische Community hinein. Ratlos machen mich beispielsweise die Desinformationskampagnen des BDD. Man schreckt sogar vor Lügen nicht zurück. Und die juristischen Einschüchterungsversuche gegen Kritiker, die die von Herrn Nydahl und vom BDD selbst eingeforderte Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen, sind völlig inakzeptabel.

    Deshalb darf der Diamantweg demnächst ohne DBU sein Unwesen treiben.

    Einmal editiert, zuletzt von Ichbinderichbin (4. Mai 2019 um 11:05)

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 12:02
    • #9

    Es ist genau diese Haltung, das rechtskonservative Grundeinstellungen als populistisch verunglimpft werden, wärend linkes Gedankengut als humanistisch und glückbringend eingestuft wird,die ich für äußerst fragwürdig halte.

    Und die angeblichen Einschüchterungsversuche des BDD sind im großen und ganzen nur eine logische Folge einer sehr unsachlich gegen die Person Ole Nydahl geführten Kampagne.

    Ich finde es nach wie vor sehr unangemessen,wie sich die DBU gegenüber Lama Ole Nydahl positioniert.Aber bevor hier noch lange herumgestritten wird, ist es vielleicht tatsächlich besser ,man hält für eine Zeitlang etwas Abstand zueinander ein. Dafür könnte man sich aber die ganzen Schuldzuweisungen sparen, und der ganze öffentliche Wirbel wäre auch nicht notwendig. Ich hab jedenfalls nicht den Eindruck, das hier wirklich im Sinne einer gemeinsamen Sangha gehandelt wird, sondern das es eher darum geht ,die eigene überlegene Position als solche durchzusetzen.

    Sowas kommt aber ganz sicher nicht das erste mal so vor nicht mal unter Buddhisten. Und im Ergebniss ist das Ganze vielleicht auch gar nicht so negativ.

    Der BDD kann sich dann wieder mehr seiner Hauptaufgabe widmen, die Übertragung der Karma Kagyu Tradition mit Leben zu füllen,

    und die DBU kann sehen ,wie sie ihre hoch gesteckten humanistischen Ziele mit der realen Welt in Einklang bringt.

    Eine Welt in der niemand mehr schießen lernen muß wird es in absehbarer Zukunft jedenfalls noch nicht geben.

    Ich wäre jedenfalls schon glücklich, wenn in Europa auch in zwei oder drei Generationen noch Dharma praktiziert werden kann, ohne das man dafür so und so viele soziale Bonuspunkte braucht, oder man sich zuerstmal mit den jeweiligen Clanchefs im Viertel darauf verständigen muß, ob das öffentliche zur Schau stellen von Buddhas überhaupt noch zeitgemäs ist.

    Mögen Mitgefühl und Weisheit auch weiterhin die Herzen der Menschen berühren und durchdringen.

    :vajra: Phönix

    3 Mal editiert, zuletzt von Phoenix (4. Mai 2019 um 12:27)

  • Sudhana
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    • 4. Mai 2019 um 13:35
    • #10
    Phoenix:

    Es ist genau diese Haltung, das rechtskonservative Grundeinstellungen als populistisch verunglimpft werden, wärend linkes Gedankengut als humanistisch und glückbringend eingestuft wird,die ich für äußerst fragwürdig halte.

    Es geht überhaupt nicht um "rechts" oder "links". Es geht um Ethik, um karmisch unheilsames Handeln. Wer gegen Menschen anderer ethnischer Herkunft oder anderer Religion hetzt, wie es Herr Nydahl seit vielen Jahren tut und wer solche Hetze gut heisst und unterstützt, wie es seine Anhänger tun, der handelt unheilsam. Die karmischen Konsequenzen solchen Handelns haben sich nicht nur in der deutschen Geschichte gezeigt - wenn auch dort in extremem Ausmaß - sie haben sich leider auch in der Geschichte des Buddhismus oft genug gezeigt. Aktuell zeigen sich solche Konsequenzen beispielsweise in der ethnischen Säuberung in Myanmar. Nicht alleine, aber mit verursacht durch chauvinistische Hassprediger im Gewand buddhistischer Lehrer.

    Man kann sich nicht glaubwürdig von solchen Vorgängen wie der Verfolgung und Vertreibung der Rohingya in Myanmar distanzieren, wenn man selbst in einer religionspolitischen Organisation mit Menschen zusammenarbeitet, die eifrig dabei sind, hierzulande dieselben karmischen Ursachen zu setzen, die für solche Katastrophen mitverantwortlich sind.

    Dass damit die ethischen Grundsätze, auf die sich die Mitglieder der DBU festgelegt haben, verletzt werden, ist offensichtlich. Konkret: "nicht unwahr oder unheilsam zu reden" - und genau dies tut Ole Nydahl seit vielen Jahren mit seinen pauschalen Verunglimpfungen, Beleidigungen und Verleumdungen von Menschen islamischen Glaubens. Er schürt damit Angst und Hass, für die es keine rational nachvollziehbaren Gründe gibt.[lz]

    Kommen wir auf "unsere" 20.000 Muslime zurück, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als potentielle Gefahr eingestuft werden. Wieviele Muslime insgesamt in Deutschland leben, ist schwierig zu beziffern, wie dieser Artikel in der ZEIT verdeutlicht. Frau Merkels 4 Millionen waren sicherlich zu niedrig angesetzt - nehmen wir der Einfachheit halber die dem Einen oder Anderen möglicherweise weniger fake-news-verdächtige Schätzung der AfD von 5 Millionen. Das macht ziemlich genau 6 % der Bevölkerung Deutschlands aus; zumindest für mich ist das weit entfernt davon, mir Angst vor einer "Islamisierung des Abendlandes" einzujagen. Vor allem, wenn man sich bewusst macht, dass die ca. 20.000 Islamisten, die den Verfassungsschützern Sorgen bereiten (was ja auch in Ordnung ist, das ist schließlich deren Job), gerade einmal 0,4 % der in Deutschland lebenden Muslime ausmachen - die anderen 99,6 % sind also laut Verfassungsschutz kein "Islamismuspotential" sondern überwiegend mehr oder weniger gut integriert (und entsprechend unauffällig), leben häufig schon in zweiter, dritter und vierter Generation in Deutschland, viele haben die deutsche Staatsbürgerschaft, zahlen in Renten- und Sozialkassen ein, leisten ihren Anteil am Bruttosozialprodukt usw. usf. .... Wenn man sich jetzt noch einmal bewusst macht, dass die 20.000 'Problemfälle' unter den Muslimen in Deutschland gerade einmal 0,24 Promille der Bevölkerung ausmachen, dann bleiben als plausible Erklärung für islamophobe Sprüche eigentlich nur pathologische Paranoia oder hetzerische Demagogie. Die Geistesgifte Verblendung und Hass.

    (Zitat von hier)[/lz]

    Es geht mithin nicht um politische Meinungen, es geht um ganz konkret um Rechte Rede. Und auch darum, dass viele Anhänger Ole Nydahls, wie auch hier im Forum deutlich wird, offensichtlich keine besonders deutliche Vorstellung davon haben, was Rechte Rede ist und was nicht. Es ist sehr zu hoffen, dass ein Ausschluss des BDD aus der DBU zumindest den Einen oder Anderen ein wenig nachdenklich stimmt und seine Mitgliedschaft dort überdenken lässt.

    Grundbedingung für die Mitgliedschaft in der DBU ist nicht nur das Lippenbekenntnis zu diesem Grundsatz:

    "Zu allen Lebewesen will ich unbegrenzte Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut entfalten, im Wissen um das Streben aller Lebewesen nach Glück" - sondern auch ein Handeln und Verhalten, das zeigt, dass es einem damit Ernst ist. Zu "allen Lebewesen" gehören nicht zuletzt auch Muslime. Selbstredend auch Diamantwegler und Ole Nydahl. Ihre Verblendung darf unsere Geisteshaltung gegenüber anderen Lebewesen nicht beeinträchtigen. Aber das bedeutet nicht, dass wir uns nicht von ihrem daraus erwachsenden unheilsamem Handeln mit Sprache, Geist und Körper deutlich distanzieren sollten und dass wir uns nicht einer Zusammenarbeit mit diesen Wesen verweigern dürfen.

    Der Beschluss von immerhin 3/4 der Delegierten der DBU, ein Ausschlussverfahren gegen den BDD einzuleiten, zeigt deutlich, dass man sich nicht länger eine Mitverantwortung für das Agieren des BDD zumuten lassen will. Herrn Nydahl und seinen Freunden und Weggefährten sei es weiterhin gegönnt, öffentlich ihre Ansichten zu äußern, so lange sie im Rahmen der gesetzlich garantierten Meinungsfreiheit bleiben. Aber nicht alles, was gesetzlich erlaubt ist (und die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Herrn Nydahl letztes Jahr haben gezeigt, dass er nicht weit von der Grenze des gesetzlich Erlaubten entfernt ist), ist auch karmisch heilsam. So mögen sie zukünftig ihre Meinung weiterhin frei äußern - aber ohne weiterhin die anderen, in der DBU vertretenen Buddhisten in Deutschland dafür in Mithaft zu nehmen.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Ichbinderichbin
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 14:02
    • #11

    Lieber Phoenix,

    Danke für Deine Wortbeiträge in diesem Thread. Danke, weil sie so entlarvend sind. Zunächst erkenne ich bei Dir gleichsam „gleichgeschaltete“ Rhetorik. Du verwendest Argumente, die sehr typisch für Diamantwegler sind. Wie auswendig gelernt. Es wird von Nydahlisten perpetuel wiederholt:

    - Trennung wäre ein deutscher Sonderweg

    - Man kann Nydahl „Verstöße gegen grundlegende buddhistische Grundsätze“ nicht „nachweisen“

    - Ausschlussverfahren ist politisch motiviert

    - Wer sagt eigentlich, dass man als Buddhist links sein muss?

    - Es wird eine unsachliche Kampagne gehen Nydahl geführt

    - Opfer-Inszenierung


    Inhaltlich muss ich erwidern, dass es nicht um eine rechtskonservative Grundeinstellung bei Nydahl und Freunden geht, sondern nachweislich um Rassismus. Er äußert sich menschenverachtend rassistisch und seine Anhänger stimmen zu. Begründet wird das u.a. mit einer Dystopie, die Du hier auch zum Besten gibst: „Ich wäre jedenfalls schon glücklich, wenn in Europa auch in zwei oder drei Generationen noch Dharma praktiziert werden kann, ohne das man dafür so und so viele soziale Bonuspunkte braucht, oder man sich zuerstmal mit den jeweiligen Clanchefs im Viertel darauf verständigen muß, ob das öffentliche zur Schau stellen von Buddhas überhaupt noch zeitgemäs ist.“

    Aber um all das geht es bei der Diskussion um einen Rauswurf des BDD aus der DBU gar nicht. Es ist einfach – wie schon ausgeführt – eine Satzungsfrage. Die DBU hat sich Leitlinien gegeben, gegen die eine Gruppe (der Diamantweg) wiederholt verstösst und sich auch sonst daneben benimmt. Alle Bitten und Aufforderungen diesen Kurs zu korrigieren, wurden vehement zurückgewiesen. Deshalb wollen die anderen Kinder einfach nicht mehr mit Kevin im gleichen Sandkasten spielen. Und das ist das gute Recht der anderen Kinder.

    Ich wünsche Dir, Phönix, jedenfalls von ganzem Herzen, dass Du Dich einer kritischen Selbstreflexion nicht verschliesst und irgendwann erkennst, dass die Gruppe, in der Du Dich befindest, nicht der richtige Weg sein kann. Für Niemanden. Es gibt auch Gruppen in der Karma Kagyu Tradition, die ohne Rassismus und Sektenstrukturen auskommen.

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 14:02
    • #12

    Während ich v.a. Sudhana hier weitestgehend zustimme, doch zu dieser einen Aussage von "Ichbinderichbin" ein Kommentar

    Ichbinderichbin:

    Er baut Stupas, die gegen eine herbeiphantasierte afrikanische Bedrohung schützen sollen und empfiehlt seinen Anhängern, Schießen zu lernen.

    Die Stupas wurden nicht von ihm alleine ersonnen. Da waren hohe tibetische Lamas dabei, die sie auch haben bauen lassen und sie eingeweiht haben. Meines Wissens handelt es sich um Stupas, die generell den Buddhismus in Europa schützen sollen. Wenn man sich anschaut, dass der in Griechenland - vermutlich von radikalen orthodoxen Christen - einmal niedergebrannt wurde, dann kann man sich ausmalen, dass die Konflikte um die es geht weit über irgendeine singuläre Bedrohung hinausgehen.

    Wenn wir so weiter machen, in Europa, und nicht mit der Ausbeutung des afrikanischen Kontinents und der Zerstörung des Klimas aufhören, dann ist in der Tat zu befürchten, dass die Zahl der Flüchtlinge noch ganz andere Dimensionen erreichen wird, als wir das jetzt erleben. Das hat dann aber nichts mit dem Islam zu tun. Im Grunde ist es zu einem grossen Teil von uns selbst mitverursacht. Dennoch muss man sich fragen, ob deswegen die Aufnahmekapazitäten wirklich unbegrenzt sind. Gerade wenn schon bei kleinen Gruppen, die sich in Deutschland integrieren, die Angsttrommel einer herbeiphantasierten "Umvolkung" geschlagen wird.

    Was das Schiessen angeht; ON war ja schon immer jemand, für den militärische Überlegungen eine Rolle spielten. In vergangenen Leben, nach eigener Aussage, könnte er in Tibet mit der Waffe gekämpft haben. Sowas würde ja auch prägenden Charakter haben, wenn man schon einmal erlebt hat, wie der Buddhismus in einem Land weitestgehend zu einer Touristenattraktion degradiert wurde. Solche Erfahrungen, oder auch nur einen Einblick in solche Erfahrungen durch Besuche in Tibet, haben wohl die wenigsten von uns.

    Ich glaube aber nicht, dass normale Bürger jenseits der Staatsgewalt oder einem sportlichen Schützenverein schiessen lernen sollten. Zu viele Waffen in den Händen von Zivilisten haben bisher noch keinem Land gut getan. Und die Kombination von Paranoia und dem Gefühl, sich mit der Waffe verteidigen zu müssen, führt nicht zu mehr Sicherheit, sondern zu mehr Unsicherheit. Die Zahl gewalttätiger rechtsextremer Straftaten ist in Deutschland ERHEBLICH höher, als die Zahl islamistischer Straftaten usw. Das sollte zu denken geben.

    Wir brauchen m.E. eine friedliche Koalition der Integrationswilligen gegen Gewalt und Extremismus jeder Herkunft. Und die Waffengewalt in der Hand des Staates mit angemessener Politik und sinnvollen Mandaten dahinter. Keine Spaltung von Gesellschaftsgruppen, die sich bereits weitestgehend gut und friedlich mit einander integriert haben.

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 14:05
    • #13
    Ichbinderichbin:

    Er äußert sich menschenverachtend rassistisch und seine Anhänger stimmen zu.

    Seine Aussagen sind zum größten Teil nicht rassistisch, aber es gibt vereinzelt solche Aussagen, die diese Grenze überschreiten und so verstanden werden können. Viele, wenn nicht die meisten, Schüler stimmen Rassismus nicht zu. Zu viele nehmen solche Aussagen aber hin.


    [lz]

    Er scheint die Bedürfnisse mancher Neueinsteiger*innen in den Buddhismus zu erfüllen, die mit seinen politischen Ansichten und seinem persönlichen Habitus zufrieden sind (oder sich damit zufriedengeben, diesen Aspekt zu ignorieren).

    Kritik am Diamantweg / Ole Nydahl[/lz]

    Ichbinderichbin:

    dass die Gruppe, in der Du Dich befindest, nicht der richtige Weg sein kann. Für Niemanden. Es gibt auch Gruppen in der Karma Kagyu Tradition, die ohne Rassismus und Sektenstrukturen auskommen.

    [lz]

    Im Lichte der traumatischen Erfahrungen der auch unter dem Hashtag #metooguru bekannt gewordenen Skandale um Organisationen wie Shambhala und Rigpa stellt sich die Frage, ob es tatsächlich gerechtfertigt ist, den Diamantweg auf dieselbe Stufe zu stellen wie diese umstrittenen Bewegungen, wie es die Journalistin Mechthild Klein 2017 getan hat. Die Wirklichkeit ist möglicherweise weniger sensationsträchtig – der Diamantweg ist ein komplexes Phänomen, weder schwarz noch weiß. Aus wissenschaftlicher Sicht müssen wir uns gegen zu stark vereinfachende Aussagen wehren.

    Kritik am Diamantweg / Ole Nydahl[/lz]

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 14:25
    • #14

    Hi Sudhana,

    die staatanwaltlichen Ermittlungen gegen Ole letztes Jahr haben doch nur gezeigt, das die öffentliche Wahrnehmung in Sachen Volksverhetzung zur Zeit reichlich verzerrt ist.

    Ich finde es jedenfalls erschreckend, das es heutzutage schon ausreicht sich als Islamkritiker zu positionieren, um wegen Volksverhetzung angezeigt zu werden, während auf der anderen Seite offen Israel und Judenfeindliche Äußerungen wohl zur Meinungsvielfallt dazu gehören.Immerhin ist da aber Hopfen und Malz noch nicht verlohren,so wurden die Ermittlungen gegen Ole ja eingestellt. Viele andere Verfahren können da aber leider nicht einfach eingestellt werden.

    Die Sache mit der rechten Rede ist da schon etwas verfahrener. Mein Kritik punkt ist es jedenfalls , das manche Buddhisten hier reklamieren die rechte Rede für sich beanspruchen zu können.

    Ole hällt sich ganz sicher nicht an die Regeln politischer Korrektheit, aber seine Grundpositionen sind ehrlich und durch und durch vom Boddhisativageist durchdrungen. Manches was er sagt gefällt mir zwar auch nicht, aber es ist mir allemal noch lieber wie die plakative Bauchladenmoral, die leider auch in buddhistischen Kreisen ziemlich weit verbreitet ist.


    Ob nun Oles Islamkritik historisch gesehen notwendig ist ,oder ob es notwendig ist Ole aus der DBU auszuschließen , damit das Ansehen des Buddhismus in Deutschland nicht beschädigt wird, da wird es in Zukunft sicherlich Menschen geben die das besser beurteilen können, wie wir beide das im Moment tun können.

    Ich hab aber halt den Eindruck , die Spaltung die sich durch unsere Geselschaft zieht macht auch vor dem Buddhismus keinen halt.

    Und da zu sagen "Ole ist es Schuld" , finde ich reichlich dünn argumentiert.

    :rad: Phönix

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 14:39
    • #15

    @kilaya

    für mich sind Ole´s Aussagen zwar oft schon sehr Islamkritisch, so das ich wenig dagegen einzuwenden habe, wenn man ihm das auch als Islamfeinlichkeit auslegt, die ganze Rassismusdiskusion finde ich bei Ole aber völlig an der Sache vorbei, und sie zeigt mir persönlich ,wie schlecht viele seiner Kritiker Ole überhaupt kennen.

    Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind ein Stückweit bevorzugt, kann man das halt entweder als Mutterliebe oder auch als verdeckten Rassismus interpretieren. Ole geht es darum den Dharma zu lehren, und er hat Schüler jeder nur erdenklichen Hautfarbe.

    :vajra: Phönix

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 14:53
    • #16

    @Ichbinderichbin,

    wenn ich Buddhismus ohne Sektenstrukturen und Rassismus praktizieren will , kann ich genau so weitermachen,wie ich das schon seit über zwanzig Jahren praktiziere.:rad:

    Wenn ich Rechthaberei und linksradikale Zerplitterung verwirklichen will ,kann ich mir ja noch mal überlegen irgendeine eigene buddhistische Gruppe aufzumachen.;)

    -Das es speziell im Vajarajana ein gewisses Problem mit Sektierertum gibt möchte ich aber gar nicht ganz abstreiten. Ich hab mich aber ausgiebig damit beschäftigt und für mich einen recht konstruktiven Umgang damit gefunden. Mit dem Problem der Ideologisierung des Buddhismus hab ich mich auch schon viel beschäftigt. Da hab ich aber noch nicht immer einen erfreulichen Umgang damit gefunden.

    _()_ Phönix

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    • 4. Mai 2019 um 15:02
    • #17
    Phoenix:

    für mich sind Ole´s Aussagen zwar oft schon sehr Islamkritisch, so das ich wenig dagegen einzuwenden habe, wenn man ihm das auch als Islamfeinlichkeit auslegt, die ganze Rassismusdiskusion finde ich bei Ole aber völlig an der Sache vorbei, und sie zeigt mir persönlich ,wie schlecht viele seiner Kritiker Ole überhaupt kennen.

    macht er denn konkrete Äußerungen über Anghörige verschiedener Rassen, wie es z. B. Rudolph Steiner tat? Oder geht ausschließlich um den Islam und dabei wäre es egal welche Hautfarbe die Person hat, könnte auch deutsche Vorfahren haben, damit diese Person potentiell bedrohlich für.... für was noch mal genau? ist? Für den Budhismus?

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    • 4. Mai 2019 um 15:17
    • Offizieller Beitrag
    • #18

    Die Begrifflichkeiten sind sehr unscharf. Früher wurde als "Rassist" ein Anhänger einer Rassentheorie bezeichnet. Heute wird auch jemand der andere wegen ihrer Herkunft oder Kultur abwertet als rassistisch bezeichnet.

    Wenn man sein eigenes Land über andere stellt ( weil es das eigene ist) so wie eine Mutter ihr Kind über andere stellt, so finde ich, dass dafür der ( etwas angestaubte) Begriff Chauvismus der treffenste ist. Aber bei Ole Nydahl geht es nicht nur um Chauvinismus sondern es treten ja einige sehr gängige Klischees und Vorurteile auf.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 15:18
    • #19

    Turmalin 1,

    ich kann mich erinnern ,das er mal Textstellen von Gampopa zitiert hat, wo es darum geht ,das Menschen die in Wüstenregionen leben ein schwieriges Karma haben; und Ole verallgemeinert auch und spricht von Menschen aus den warmen Ländern.

    Aber was er ganz sicher nicht macht ist ,das er mehr auf die Hautfarbe oder sonstige äußere Merkmale von Menschen achtet, als auf die Gesammtheit einer Person.Ich hab es jedenfalls nie erlebt, das Ole jemanden irgendwie abwertent behandelt hat, weil er nicht deutsch oder dänisch genug aussah.

    Und von gesammelten Weisheiten a la Rudolf Steiner hält er auch nicht viel. Ich denke man kann Ole viel eher vorwerfen, das er vieles von dem was sagt, am nächsten Tag schon wieder ganz anders erzählt, als da man ihn ins Raster Chefideologe pressen kann.

    Beim Thema Islam ist er allerdings konsequent. Da sagt er schon seit mittlerweile 50 Jahren, das es da noch richtig Ärger geben wird.

    _()_

  • Turmalin 1
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    • 4. Mai 2019 um 15:21
    • #20
    Phoenix:

    Ole verallgemeinert auch und spricht von Menschen aus den warmen Ländern.

    was sagt er über diese Menschen?

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 15:21
    • #21

    "Rassismus" ist nach neuerer Definition ja nicht nur ein Begriff für biologische Rasseideen, sondern auch für die Abwertung rasseähnlicher Strukturen wie Religionen usw.

    Ich sage aber auch bewusst "vereinzelt" denn das meiste, was da zusammengetragen wird, ist nicht per Definition rassistisch, kann einem aber bei flüchtigem Lesen so vorkommen. Hier in der Sammlung ist eigentlich nur #21 (s.u.) klar rassistisch. Alles andere muss einem trotzdem nicht gefallen...

    Zitatesammlung – Nydahl und der Islam


    [lz]

    "Auch Jahrhunderte nach der Trennung von den Umgebungen, in denen ihre Verhaltensmuster für das Überleben einen Sinn hatten, schaffen die Leute noch die Gesellschaften und bauen die Häuser, die ihren Genen über Jahrtausende eingeprägt wurden. Die überwältigenden Kinderscharen vor allem jener Ausländerkulturen, die ihre Frauen durch ständiges Schwangersein gefügig halten, brachten schon den Leistungsdurchschnitt der Schulklassen erheblich nach unten und wie überall, wo Bevölkerungsgruppen sich im falschen Film fühlen, wuchs die Jugendkriminalität und die Frauenhäuser waren voll.“ „Über alle Grenzen – Lama Ole Nydahl“, S. 396f., 2011[/lz]

    Dass man wegen der genetischen Disposition bestimmte Dinge nicht kann, pauschal nur weil jemand aus einem bestimmten Land kommt oder einer Religion angehört, ist schon eine krude These. Die man auch durch die Mehrheit der Menschen, die sich hier gut integriert haben, leicht wiederlegen kann.

    Das "sich im falschen Film fühlen" kann ja auch passieren, weil Menschen in eine fremde Kultur kommen und in dieser nicht willkommen sind und daher auch keine positive Identifikation entwickeln können. Wenn sie dann auch noch keine gleichen Chancen bekommen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Kriminalität eine starke Rolle spielt und die Identifikation mit der Herkunftskultur gesucht wird. Das ist aber nicht genetisch verursacht, sondern Auswirkung genau so einer pauschalen Ablehnung, wie ON sie demonstriert.

  • user9999
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 15:24
    • #22

    Ich stimme dir größtenteils zu, kilaya. Zwei Dinge möchte ich aber aufgreifen:

    kilaya:

    Was das Schiessen angeht; ON war ja schon immer jemand, für den militärische Überlegungen eine Rolle spielten. In vergangenen Leben, nach eigener Aussage, könnte er in Tibet mit der Waffe gekämpft haben. Sowas würde ja auch prägenden Charakter haben, wenn man schon einmal erlebt hat, wie der Buddhismus in einem Land weitestgehend zu einer Touristenattraktion degradiert wurde. Solche Erfahrungen, oder auch nur einen Einblick in solche Erfahrungen durch Besuche in Tibet, haben wohl die wenigsten von uns.

    Erst mal eine Frage: Wenn er in Tibet schon mal mit der Waffe gekämpft hat, ist meine (ernst gemeinte) Frage: Wofür oder Wogegen?

    Er wurde 1941 geboren, da kann er es nicht wirklich erlebt haben (so verstehe ich deinen Gebrauch der Vergangenheitsform), denn vor 1941 war Tibet noch keine Touristenattraktion.

    So wichtig ich es auch finde, den Diamantweg nicht als alleinige Organisation herauszugreifen, die Kritik hervorruft, finde ich es dennoch etwas what-aboutistisch (:grinsen:), als Antwort auf das Zitat von ichbinderichbin, direkt auf Rigpa oder Shambhala zu verweisen.

    Das unterstelle ich dir übrigens nicht persönlich, aber beide Zitate so untereinander haben für mich diesen Geschmack.

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 15:34
    • #23

    Da steht ja "in vergangenen Leben" - also zuletzt gegen die chinesische Invasion. Er berichtet, als Kind immer wieder heftige Träume von Krieg in Bergregionen gehabt zu haben, wo die Menschen - im Rückblick betrachtet - eher asiatisch ausgesehen haben, und beides: Berge und asiatische Menschen waren zu der Zeit in Dänemark so nicht zu sehen. Also der Krieg in einem vergangenen Leben, die Degradierung des Buddhismus in Tibet zu einer Touristenattraktion hat da angefangen. Das Weitere dann bei den Reisen in diesem Leben zu sehen... Sein Lehrer musste auch aus Tibet fliehen usw.

    Zitat

    finde ich es dennoch etwas what-aboutistisch (:grinsen:), als Antwort auf das Zitat von ichbinderichbin, direkt auf Rigpa oder Shambhala zu verweisen.

    Dabei ging es mir ja nicht darum, zu sagen dass andere schlimmer sind, sondern dass in der zitierten wissenschaftlichen Bewertung dem Sektencharakter des Diamantwegs widersprochen wird. Auch eine spezifisch darauf abzielende Untersuchung in Bayern hat dem Diamantweg keinen Sektencharakter attestiert. Deswegen würde ich mit dem Begriff "Sekte" vorsichtig umgehen, die Strukturen geben das nicht her. Man könnte damit berechtigte Kritik sogar schwächen, denn wenn man an einer Stelle übertreibt, könnten Leser geneigt sein, auch andere Darstellungen als Übertreibung zu empfinden.

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 15:37
    • #24
    Turmalin:
    Phoenix:

    Ole verallgemeinert auch und spricht von Menschen aus den warmen Ländern.

    was sagt er über diese Menschen?

    Da sagt er zum Beispiel, das die Menschen in den warmen Ländern zu viele Kinder bekommen und es deshab so viel Probleme mit Armut und Gewalt dort gibt. Das ist natürlich so nicht gerade sozialwissenschaftlich fundiert argumentiert, trift aber leider zu.

    Für mich ist es jedenfalls kein Rassimus darauf aufmerksam zu machen, das ungebremstes Bevölkerungswachstum ein sehr ernstes Problem ist.

    Ungebremstes Wettrüsten ist natürlich auch ein Problem. Wie man diese Probleme lösen kann wissen wir natülich alle nicht, aber Probleme ignorieren ist in meinen Augen keine Lösung.

    :zen:

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 15:43
    • #25
    Phoenix:

    Da sagt er zum Beispiel, das die Menschen in den warmen Ländern zu viele Kinder bekommen und es deshab so viel Probleme mit Armut und Gewalt dort gibt.

    Es ist ja v.a. umgekehrt: die Menschen bekommen so viele Kinder, WEIL es so viel Armut und Gewalt gibt. v.a. Armut, denn die Kinder sind die Absicherung für das Alter, und viele Kinder überleben einfach auch nicht. D.h. gegen das Bevölkerungswachstum kann man am besten angehen, indem alle Menschen in allen Ländern die gleichen Chancen bekommen. Natürlich sind dann Gewohnheiten nicht sofort weg, natürlich ist daraus teilweise eine "Kultur" entstanden, wo die Not zur Tugend gemacht wurde. Deswegen braucht es Geduld. Es ist aber garantiert keine "genetische Disposition" die verlangt, dass egal wie lange Menschen aus diesen Ländern bessere Chancen bekommen und andere Lebensumstände kennen, sich ihr Verhalten dennoch nicht ändern könne.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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