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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Eine Regel aus dem Pali-Kanon/Vinaya?

  • Sungi
  • 27. Januar 2019 um 10:21
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  • xxx
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    • 29. Januar 2019 um 19:54
    • #51

    Meine Lieben

    Bitte vermischt nicht dauernd die beiden Wege, die man als Buddhist einschlagen kann:

    1. Hauslosigkeit -> Ordinierte Nonne/Mönch

    2. Haushälter -> "Bürgerliches Leben" als Buddhist

    Die beiden Kategorien benötigen sich gegenseitig, Buddhismus funktioniert nur so.

    Wenn wir hier Gender-Fragen oder Fragen zur sexuellen Orientierung besprechen, dann solltet ihr bitte diese beiden Wege unterscheiden.

    Die sexuelle Orientierung ist auf beiden Wegen vollkommen unerheblich.

    Der achtfache Pfad gibt für Haushälter (Laien) keine "rechte" oder "falsche" Sexualität vor. Die Sila fordern lediglich, dass sexuelle Handlungen im Einklang mit allgemein akzeptierten Sitten ausgeübt wird: Nicht in der Oeffentlichkeit, nicht gegen den Willen eines/einer beteiligten etc.

    Die sexuelle Orientierung für Mönche erst recht nicht relevant, da jede Art von Geschlechtsverkehr sowieso zum sofortigen Ausschluss aus der Mönchsgemeinschaft führt. Jede Art von Geschlechtsverkehr ist eine der 4 Handlungen die eine Nonne/Mönch zu Fall führen (= Ausschluss aus der Mönchsgemeinschaft):


    [lz]

    Welcher Mönch auch immer die Schulungs- und

    Lebensregeln der Mönche auf sich genommen hat und ohne

    sich von den Schulungsregeln losgesagt zu haben, ohne

    seine Schwäche offenbart zu haben, Geschlechtsverkehr

    ausübt, wenn auch nur mit einem weiblichen Tier, der ist zu

    Fall gekommen und von der Gemeinschaft ausgeschlossen.

    Yo pana bhikkhu, bhikkhūnaŋ sikkhāsājīvasamāpanno,

    sikkhaŋ apaccakkhāya,

    dubbalyaŋ anāvīkatvā, methunaŋ dhammaŋ

    patiseveyya, antamaso tiracchānagatāya’pi,

    pārājiko hoti asaŋvāso.[/lz]

    Aus "Patimokkha" übersetzt von Bikkhu Nanadassana

  • Sungi
    Gast
    • 29. Januar 2019 um 20:05
    • #52
    Bakram:

    Die sexuelle Orientierung für Mönche erst recht nicht relevant, da jede Art von Geschlechtsverkehr sowieso zum sofortigen Ausschluss aus der Mönchsgemeinschaft führt. Jede Art von Geschlechtsverkehr ist eine der 4 Handlungen die eine Nonne/Mönch zu Fall führen (= Ausschluss aus der Mönchsgemeinschaft):

    Genau aus dem von dir genannten Grund bin ich ja so verunsichert darüber. Einerseits ist die Orientierung des Mönches ja egal, da er sowieso keinen Geschlechtsverkehr hat, trotzdem wird er aber kategorisch abgelehnt und darf kein Mönch werden und gilt somit als Haushälter, auch wenn er noch so willig wäre dem Orden beizutreten und darin ernsthaft zu praktizieren.

    Als bürgerlich/häuslich lebender Mensch mache ich mir dann wiederum Gedanken ob ich zumindest als Laie denn überhaupt fähig bin anständig zu praktizieren, wenn ich ja einen derartig bezeichnenden Makel habe, dass ich von der Ordination schon völlig ausgeschlossen werden muss.

  • xxx
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    • 29. Januar 2019 um 20:11
    • #53

    Dann gibt es noch weniger streng geahndete sexuelle Verstösse, die von Mönchen begangen werden können:

    1. Willkürlich [herbeigeführter] Samenerguß, außer während

    eines Traumes, {ist ein Vergehen, welches das} anfängliche

    und folgende Zusammentreten des Ordens erforderlich

    macht.

    2. Welcher Mönch auch immer, befallen {von Begierde}

    und mit {von Begierde} verführten Gedanken, mit einer

    Frau in körperlichen Kontakt kommt, die Hände oder den

    (Haar-) Zopf hält, oder den einen oder anderen Körperteil

    anfasst, begeht ein Vergehen, welches das anfängliche und

    folgende Zusammentreten des Ordens erforderlich macht.

    3. Welcher Mönch auch immer, befallen von Begierde und

    mit von Begierde verführten Gedanken, eine Frau mit unanständigen

    Worten umwirbt, so wie ein junger Mann eine

    junge Frau mit Worten umwirbt, die mit Geschlechtsverkehr

    zusammenhängen, begeht ein Vergehen, welches das anfängliche

    und folgende Zusammentreten des Ordens erforderlich

    macht.

    4. Welcher Bettelmönch auch immer, befallen von Begierde

    und mit von Begierde verführten Gedanken, in Gegenwart

    einer Frau den Vorteil der Bedienung seines eigenen Wunsches

    durch mit Geschlechtsverkehr zusammenhängender

    Rede preist: "Schwester, wenn eine Frau einem sittlichen,

    gutmütigen, den Reinheitswandel führenden Mann, wie ich

    es bin, mit diesem Geschlechtsakt dient, so ist unter allen

    Diensten dies der Beste!", begeht ein Vergehen, welches das

    anfängliche und folgende Zusammentreten des Ordens erforderlich

    macht.

    5. Welcher Mönch auch immer als Vermittler auftritt und

    die Absicht eines Mannes einer Frau meldet, oder die Absicht

    einer Frau einem Mann, entweder zu Ehestand oder zu

    außerehelichem Verhältnis, wenn auch nur für einen Augenblick,

    begeht ein Vergehen, welches das anfängliche und

    folgende Zusammentreten des Ordens erforderlich macht.

    Einmal editiert, zuletzt von xxx (29. Januar 2019 um 20:31)

  • xxx
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    • 29. Januar 2019 um 20:23
    • #54
    Sungi:

    Einerseits ist die Orientierung des Mönches ja egal, da er sowieso keinen Geschlechtsverkehr hat, trotzdem wird er aber kategorisch abgelehnt und darf kein Mönch werden

    Das stimmt nicht. Es gibt nur 13 definierte behindernde Zustände, auf die der Orden keinen Einfluss hat, die eine Ordination als Mönch ausschliessen. Die sexuelle Orientierung gehört nicht dazu:


    [lz]

    Ā: Dieses ist für dich die Zeit für die Wahrheit,

    die Zeit für die Wirklichkeit. Während man dich in

    der Mitte des Ordens über etwas Vorliegendes befragt,

    sollst du auf Vorhandenes: 'Ich habe!' antworten, auf nicht

    Vorhandenes: 'Ich habe nicht!' antworten. Sei nicht in Verlegenheit,

    schaue nicht finster drein.

    Sie werden dich folgendermaßen befragen:

    Hast du eine von diesen Erkrankungen?

    1) Aussatz?

    SĀ: "Ich habe keinen, Ehrwürdiger Herr!"

    2) Ekzeme, (Geschwüre)?

    SĀ: "Ich habe keinen, Ehrwürdiger Herr!"

    3) Weißflecklepra?

    SĀ: "Ich habe keinen, Ehrwürdiger Herr!"

    4) Tuberkulose, (Schwindsucht)?

    SĀ: "Ich habe keinen, Ehrwürdiger Herr!"

    5) Epilepsie?

    SĀ: "Ich habe keinen, Ehrwürdiger Herr!"

    6) Bist du ein Mensch?

    SĀ: "Ich bin, Ehrwürdiger Herr!"

    7) Bist du ein Mann?

    SĀ: "Ich bin, Ehrwürdiger Herr!"

    8) Bist du ein freier Mann?

    SĀ: "Ich bin, Ehrwürdiger Herr!"

    9) Bist du schuldenfrei?

    SĀ: "Ich bin, Ehrwürdiger Herr!"

    10) Bist du nicht im Staatsdienst?􀂹17

    SĀ: "Ich bin nicht, Ehrwürdiger Herr!"

    11) Hast du die Erlaubnis deiner Eltern?

    SĀ: "Ich habe, Ehrwürdiger Herr!"

    12) Hast du das zwanzigste Lebensjahr vollendet?

    SĀ: "Ich habe, Ehrwürdiger Herr!"

    13) Sind deine Schale & Gewänder vollständig?

    SĀ: "Sie sind, Ehrwürdiger Herr!"

    Wie heißt du?

    SĀ: "Ehrwürdiger Herr, Ich heiße XY"

    Wie heißt dein Unterweiser?"

    SĀ: "Ehrwürdiger Herr, mein Unterweiser heißt XY"

    Wenn SĀ rein von den 13 'Behindernden Zuständen' ist, wird nun der Wortlaut der Handlung verlesen, und damit wird SĀ hochordiniert, bzw. ein Bhikkhu, falls keiner im Orden dagegen ist.[/lz]

    Aus patimokkha

    2 Mal editiert, zuletzt von SPK (20. November 2019 um 23:55) aus folgendem Grund: Quelle ergänzt

  • Sungi
    Gast
    • 29. Januar 2019 um 20:31
    • #55

    Also sind derartige Regeln entgegen der Aussagen der anderen doch nicht kanonisch zu rechtfertigen? Den Sinn der oben genannten Aufnahmeregeln ist ja offensichtlich.

  • Sudhana
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    • 29. Januar 2019 um 21:59
    • #56

    xxx zitiert hier lediglich die Formel der Ordinationszeremonie (upasampadā). Wobei diese zu den hier diskutierten Bestimmungen des Vinaya nicht in Widerspruch steht. Die entscheidende Frage ist hier die 7. Wer den von mir verlinkten Artikel von Peter Jackson gelesen und verstanden hat, könnte wissen, dass der Vinaya von 4 Geschlechtern ausgeht.[lz]

    The Vinaya identifies not two but four gender types, proscribing monks from having sexual relations with any of these four. The four gender types are male, female, ubhatobyanjanaka and pandaka. The latter two Pali terms are used to refer to different things in different sections of the canon and I attempt to define them precisely in the next section. But broadly it can be said that ubhatobyanjanaka 6 refers to hermaphrodites, while pandaka 7 refers to male transvestites and homosexuals.[/lz]

    Wer also die 7. Frage bejaht, erklärt damit, nicht intersexuell und nicht homosexuell zu sein (kein ubhatobyanjanaka und auch kein pandaka). Verneint er diese Frage, darf er nach Vinaya nicht ordiniert werden.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Grashuepfer
    Gast
    • 29. Januar 2019 um 22:05
    • #57

    Danke für die Klarstellung.

    Ich hoffe, dass wir uns alle einig sind, dass diese konkrete Vorschrift bzw. Unterscheidung als überholt anzusehen ist.

    Wie sieht man das denn in Südost-Asien?

    2 Mal editiert, zuletzt von Grashuepfer (29. Januar 2019 um 22:13)

  • Himmelsbaum
    Gast
    • 29. Januar 2019 um 23:29
    • #58
    Sudhana:

    Wer also die 7. Frage bejaht, erklärt damit, nicht intersexuell und nicht homosexuell zu sein

    Ich bin mir nicht sicher, ob dies richtig interpretiert ist. Nach Thanissaros Buddhist Monastic Code II sind nicht alle pandaka von der hohen Ordination ausgeschlossen:

    Thanissaro (2007): The Buddhist Monastic Code II, S. 188:


    According to the Commentary, there are five kinds of pandakas, two of whom do not come under this Prohibition [of full Ordination, upasampada]: voyeurs and those whose sexual fever is allayed by performing fellatio.

  • xxx
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    • 30. Januar 2019 um 00:34
    • #59
    Sudhana:

    Wer also die 7. Frage bejaht, erklärt damit, nicht intersexuell und nicht homosexuell zu sein (kein ubhatobyanjanaka und auch kein pandaka). Verneint er diese Frage, darf er nach Vinaya nicht ordiniert werden.

    _()_

    Diese strube Schlussfolgerung erscheint mir sehr stark an den Haaren herbeigezogen. Als ob ein homosexueller Mann, kein Mann sei und eine homosexuelle Frau keine Frau. Die sexuelle Orientierung hat doch nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun.

    Intersexualität ist eine körperliche Behinderung, welche ebenso wenig mit der sexuellen Orientierung zu tun hat.

    Aus der Frage 7 des Ordinationsritus (bist du ein Mann ?) solche Schlüsse zu ziehen, erscheint mir schon sehr homophob.

    3 Mal editiert, zuletzt von xxx (30. Januar 2019 um 00:41)

  • Sudhana
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    • 30. Januar 2019 um 01:41
    • #60
    Bakram:

    Diese strube Schlussfolgerung erscheint mir sehr stark an den Haaren herbeigezogen.

    Offensichtlich hast Du den Artikel Professor Jacksons immer noch nicht zur Kenntnis genommen. Falls doch, hätte ich gerne ein paar Gegenargumente von Dir gelesen. Der akademische Ruf Peter Jacksons als eines ausgewiesenen Fachmanns gerade auf diesem Gebiet ist mir bekannt - über Deine Qualifikation weiss ich nichts. Ich bitte also um Verständnis, dass ich für meinen Teil Professor Jacksons ausführliche Darlegung nicht "an den Haaren herbeigezogen" finde und nicht stattdessen Dir blinden Glauben schenke. Eine Widerlegung kann man Deine Einlassung ja nicht gerade nennen. Einmal davon abgesehen, dass Du ohne Not einen Widerspruch zwischen der Vinaya-Bestimmung, dass pandaka nicht upasampadā empfangen dürfen, und der upasampadā-Formel konstruierst - also einen Widerspruch innerhalb des Vinaya.

    Bakram:

    Die sexuelle Orientierung hat doch nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun.

    Es geht bei pandaka auch nicht um "biologisches Geschlecht", sondern um gender. Solche Geschlechterrollen sind kulturell bestimmt. Profesor Jackson verweist da hinsichtlich Thailand auf die hier in diesem Thread schon angesprochenen Kathoey.Ein ähnliches Beispiel sind im heutigen Indien die Hijra, übrigens seit 2014 dort auch offziell rechtlich als "drittes Geschlecht" anerkannt. Und der Vinaya ist nicht nur Zeugnis einer räumlich weit entfernten Kultur, sondern auch einer, von der uns mehr als zwei Jahrtausende trennen. Dass diese außer von Mann und Frau noch von zwei weiteren gendern ausgeht ist immer noch weniger erstaunlich als das Postulieren von Schlangenwesen (nagas), die sich als Menschen tarnen - in diese Richtung zielt ja die 6. Frage der upasampadā-Formel.

    Bakram:

    Aus der Frage 7 des Ordinationsritus (bist du ein Mann ?) solche Schlüsse zu ziehen, erscheint mir schon sehr homophob.

    Können wir bitte sachlich bleiben? Homophob sind allenfalls Theravada-Fundamentalisten, die unter Berufung auf die pandaka-Bestimmung des Vinaya Homosexuellen upasampadā verweigern. Sicherlich nicht Professor Jackson oder ich.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Sudhana
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    • 30. Januar 2019 um 02:00
    • #61
    Old Man Pamokkha:

    Nach Thanissaros Buddhist Monastic Code II sind nicht alle pandaka von der hohen Ordination ausgeschlossen:

    Über die fünf Typen findet man auch bei Jackson etwas, der da Bunmi Methangkun (den mittlerweile verstorbenen Vorsitzenden der Abhidhamma Foundation in Bangkok) zitiert, der sich wiederum auf den Abhidhammapitaka bezieht. Freilich ohne nähere Quellenangabe - aber die fehlt ja anscheinend auch bei Thanissaro.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Frieden-und-Freude
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    • 30. Januar 2019 um 06:11
    • #62

    Ich empfehle noch einmal den englischsprachigen Wikipedia-Artikel, dessen Lektüre die oben stehende Diskussion überflüssig gemacht hätte.

    Mit bestimmten Ausnahmen ist Homosexualität oder Hermaphoditismus gemäß Vinaya ein Ausschlusskriterium. Auch die Lehre von den 4 Geschlechtern wird erwähnt:

    Frieden-und-Freude:

    Laut englischer Wikipedia gelten bestimmte Formen abweichender sexueller Orientierung tatsächlich als Grund, jemand nicht in den Orden aufzunehmen.

    Das wird im Text auf Vinaya-Regeln zurückgeführt. Der Ursprung des Verbots liege darin, dass ein Ansehensverlust des Ordens befürchtet wurde.

    [lz]


    "Within the earliest monastic texts such as the Vinaya (c. 4th century BCE), male monks are explicitly forbidden from having sexual relations with any of the four genders: male, female, ubhatovyanjañaka and paṇḍaka; various meanings of these words are given below. Later, the Buddha allowed the ordination of women, forbade ordination to these other types of people, with exceptions to a few particular types of paṇḍaka.[12] The Buddha's proscriptions against certain types of people joining the monastic sangha (ordained community) are often understood to reflect his concern with upholding the public image of the sangha as virtuous; in some cases, this is explicitly stated. Social acceptability was vital for the sangha, as it could not survive without material support from lay society.[13]

    Ubhatovyanjañakas


    The word ubhatovyanjañaka is usually thought to describe people who have both male and female sexual characteristics: hermaphrodites[14] (intersex). In the Vinaya, it is said that ubhatovyanjañaka should not be ordained, on account of the possibility that they would entice a fellow monk or nun into having sex.[15]

    Paṇḍakas


    The paṇḍaka is a complex category that is variously defined in different Buddhist texts. In the earliest texts, the word seems to refer to a socially stigmatized class of promiscuous, passive, probably transvestite men, who were possibly prostitutes with other males.[16][17] Paisarn Likhitpreechakul argue that these men are grouped together as special types of those suffering impotence due to seminal absence/deficiency rather than gender roles.[18]

    Paṇḍaka are categorized with others who are also excluded from ordination; either those with physical abnormalities such as deafness or dwarfism, or those who have committed crimes.[19] "The Story of the Prohibition of the Ordination of Pandaka" from the Vinaya explains that the ban is a response to the example of a monk with an insatiable desire to be sexually penetrated by men, who requested and received this from some animal handlers, who then in turn related the incident to the wider community and brought disgrace upon the sangha.[20][21]"

    Buddhism and sexual orientation - Wikipedia

    [/lz]

    Alles anzeigen

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • Himmelsbaum
    Gast
    • 30. Januar 2019 um 18:52
    • #63
    Sudhana:
    Old Man Pamokkha:

    Nach Thanissaros Buddhist Monastic Code II sind nicht alle pandaka von der hohen Ordination ausgeschlossen:

    Über die fünf Typen findet man auch bei Jackson etwas, der da Bunmi Methangkun (den mittlerweile verstorbenen Vorsitzenden der Abhidhamma Foundation in Bangkok) zitiert, der sich wiederum auf den Abhidhammapitaka bezieht. Freilich ohne nähere Quellenangabe - aber die fehlt ja anscheinend auch bei Thanissaro.

    _()_

    Daher habe ich auch bewusst vorsichtig formuliert: "Ich bin mir nicht sicher...". Die Quellenangabe habe ich bei Bhikkhu Sujato gefunden, freilich nur für pabbaja, aber ich denke gleiches folgt dann für die upasampada.

    Sujato: Auszugsübersetzung von Mahāvagga-aṭṭhakathā 1. Mahākhandhakaṃ:


    Paṇḍakobhikkhaveti ettha āsittapaṇḍako usūyapaṇḍako opakkamikapaṇḍako pakkhapaṇḍako napuṃsakapaṇḍakoti pañca paṇḍakā.

    “Monk pandaka” means: In this context there are five pandakas: the “sprinkled pandaka”, the “jealous pandaka”, the “castrated pandaka”, the “periodical pandaka”, the “genderless pandaka”.

    Tattha yassa paresaṃ aṅgajātaṃ mukhena gahetvā asucinā āsittassa pariḷāho vūpasammati, ayaṃ āsittapaṇḍako.

    Therein, one whose passion is satiated by being sprinkled with semen after having taken the genitals of another in the mouth is a “sprinkled pandaka”.

    Yassa paresaṃ ajjhācāraṃ passato usūyāya uppannāya pariḷāho vūpasammati, ayaṃ usūyapaṇḍako.

    One whose passion is satiated by the arising of jealousy when seeing the transgression of others is a “jealous pandaka”. (Note: I translate according to the normal meaning of usūya, but here obviously “voyeur” is more idiomatic. )

    Ekacco pana akusalavipākānubhāvena kāḷapakkhe paṇḍako hoti, juṇhapakkhe panassa pariḷāho vūpasammati, ayaṃ pakkhapaṇḍako.

    And someone who due to the power of the ripening of unwholesome kamma is a pandaka on the waning lunar cycle, but whose passion is satiated in the waxing cycle should be known as a periodical pandaka.

    Yassa upakkamena bījāni apanītāni, ayaṃ opakkamikapaṇḍako.

    One whose testicles have been surgically removed is a castrated pandaka.

    Yo pana paṭisandhiyaṃyeva abhāvako uppanno, ayaṃ napuṃsakapaṇḍakoti.

    And one who at the time of rebirth manifested no gender is a “genderless pandaka”.

    Tesu āsittapaṇḍakassa ca usūyapaṇḍakassa ca pabbajjā na vāritā, itaresaṃ tiṇṇaṃ vāritā.
    Of these, the sprinkled pandaka and the jealous pandaka are not prevented from going forth, while the remaining three are.


    Tesupi pakkhapaṇḍakassa yasmiṃ pakkhe paṇḍako hoti, tasmiṃyevassa pakkhe pabbajjā vāritāti kurundiyaṃ vuttaṃ.

    It is said in the Kurundi commentary that the periodical pandaka is only prevented from going forth on the half of the lunar cycle when they are pandakas.


    Yassa cettha pabbajjā vāritā, taṃ sandhāya idaṃ vuttaṃ – ‘‘anupasampanno na upasampādetabbo upasampanno nāsetabbo’’ti.
    This was said (in the canonical passage on which this is commenting) in reference to those in this context whose going forth is prevented: “If they have no taken ordination they should not be ordained, and if they have ordained they should be expelled."

    Alles anzeigen

    Weiter zitiert Sujato aus Dvemātikāpāḷi Pārājikakaṇḍo, einem späten Vinaya-Kommentar, im Kontext der hohen Ordination:


    [lz]

    Tesu āsittapaṇḍakañca usūyapaṇḍakañca ṭhapetvā opakkamikapaṇḍako napuṃsakapaṇḍako paṇḍakabhāvapakkhe ṭhito pakkhapaṇḍako ca idha adhippeto.
    Of these, leaving aside the sprinkled pandaka and the jealous pandaka, what is referred to here is the castrated pandaka, the genderless pandaka, and the periodical pandaka so long as the period lasts.[/lz]


    Allerdings weicht der anthropologische Buddhismus häufig von der Texttradition ab. Vor allem ist es hier die kommentarielle Textradition und nicht die kanonische. Anbei noch ein etwas "merkwürdiges" Youtube-Video im Kontext des thailändischen Buddhismus. Den Jungen wurde offensichtlich die Novizenweihe zugestanden und werden jetzt im Anstand unterrichtet:

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  • Himmelsbaum
    Gast
    • 30. Januar 2019 um 19:18
    • #64
    Bakram:

    solche Schlüsse zu ziehen, erscheint mir schon sehr homophob.

    Das geht ja mal gar nicht, hier Sudhana Homophobie vorzuwerfen.

  • Sungi
    Gast
    • 30. Januar 2019 um 19:32
    • #65

    Schade dass das Video gesperrt wurde, das hätte mich doch sehr interessiert.

    Gilt diese Zuordnung als "pandaka" denn nur für den der das genannte auch aktiv praktiziert oder für alle die manchmal derartige Gedanken haben?

    Da steht ja nur etwas von Passion.

    Die eigentliche Frage ist ja leider noch offen, hat es für einen Homosexuellen weniger Wert zu praktizieren als bei anderen oder lässt man sie nicht ordinieren weil der Orden dann nicht mehr unterstützt wird weil die Leute das aus irgendwelchen Gründen nicht glutheißen.

  • Grashuepfer
    Gast
    • 30. Januar 2019 um 19:39
    • #66
    Old Man Pamokkha:

    Das geht ja mal gar nicht, hier Sudhana Homophobie vorzuwerfen.

    Er ist da sicher solcher Umtriebe gänzlich unverdächtig. Aber ich glaub, dass so ein haltloser Vorwurf auch an ihm abperlt.

    Sungi:

    Die eigentliche Frage ist ja leider noch offen, hat es für einen Homosexuellen weniger Wert zu praktizieren als bei anderen oder lässt man sie nicht ordinieren weil der Orden dann nicht mehr unterstützt wird weil die Leute das aus irgendwelchen Gründen nicht glutheißen.

    Hm. Die sehr gute Ausgangsfrage war ja: "Was steht hierzu im Palikanon?". Die wurde ja gut beantwortet, auch wenn es hinsichtlich der vier Geschlechter wohl unterschiedliche Auffassungen gibt.

    Aber ich stimm dir zu, und darum hatte ich ja auch schon danach gefragt: wie läuft das heute ab? Was machen zeitgenössische Theravada-Kloster (und -Praktizierende) in Europa bzw. in SO-Asien aus diesen antiken und, sagen wir mal eingestaubten, Vorgaben?

    Einmal editiert, zuletzt von Grashuepfer (30. Januar 2019 um 19:53)

  • Himmelsbaum
    Gast
    • 30. Januar 2019 um 20:19
    • #67
    Sudhana:

    Bunmi Methangkun (den mittlerweile verstorbenen Vorsitzenden der Abhidhamma Foundation in Bangkok) zitiert, der sich wiederum auf den Abhidhammapitaka bezieht.

    Ich habe jetzt selber eine Suchanfrage für den Abhidhammapitaka vorgenommen. Der Begriff 'paṇḍakā*' findet sich im:

    - Kathavatthu im Kontext des Samenergusses eines arahant. Dort heißt es, ein pandaka kann, gleich wie Kinder und deva, keinen Samenerguss haben.

    - Vibhanga im Kontext der Almosenrunde. Dort heißt es, bei pandaka und anderen Personentypen sollte man keine Almosen sammeln.

    Das war es im Abhidhammapitaka. Ich habe dann die Suchanfrage erweitert auf die Abhidhamma-atthakatha und dort gibt es nur einen Treffer im Samohavinodani, dem Vibhanga-Kommentar. Dort wird der Almosengang-Kontext erläutert.

  • Max Schenzle
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    • 30. Januar 2019 um 20:21
    • #68
    accinca:
    kesakambalo:

    Hi, weil ich es gelesen habe, weiß ich es auch! Es gibt auch ab und zu Hintertürchen zu den Assagen!

    Dein "Lesen" kenne ich. Wenn du nicht genau angeben kannst wo das

    im PK stehen soll, mit genauem Text, ist es nichts wert.

    Ich lese den PK seit 1972 und das menschliche Gedächtnis kann sich viel merken aber nicht immer wo das stand. Ich war über diese Äußerung selbst sehr erstaunt.

  • Himmelsbaum
    Gast
    • 30. Januar 2019 um 20:22
    • #69
    Sungi:

    Schade dass das Video gesperrt wurde, das hätte mich doch sehr interessiert.

    Warum sich das Video als Einbettung in Buddhaland nicht abspielen lässt, ist mir nicht klar. Klickst du im Video-Kasten auf 'Auf YouTube ansehen' spielt es ab.

    Sungi:

    hat es für einen Homosexuellen weniger Wert zu praktizieren ...

    Das muss man wohl am besten durch eigene Praxis herausfinden. _()_

  • Grashuepfer
    Gast
    • 30. Januar 2019 um 21:03
    • #70
    Old Man Pamokkha:
    Sungi:

    hat es für einen Homosexuellen weniger Wert zu praktizieren ...

    Das muss man wohl am besten durch eigene Praxis herausfinden. _()_

    Ist doch ganz einfach: Wenn man in einer Sangha ist, wo das ein großes Thema ist, dann dürfte das die Praxis erschweren. Ob es weniger Sinn macht, sei dahin gestellt, das kommt dann auf die Ausmaße an. Wenn eine Gemeinschaft wirklich diese Unterscheidung und Wertung bzgl. der vier Geschlechter wörtlich nimmt, und man kann, sollte man sich wohl eine andere Sangha suchen. Sowas dürfte hoffentlich eine große Ausnahme bleiben. Notfalls müsste man es verschweigen / aushalten, wenn man keine Alternative hat.

    Ansonsten dürfte das ja herzlich egal sein. Wenn man HaushälterIn ist, sowieso. Und wenn mensch monastisch leben will, dann ist die Enthaltsamkeit ja ohnehin geboten, wie du auch schon sagtest, @Sungi.

  • accinca
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    • 30. Januar 2019 um 22:22
    • #71
    kesakambalo:

    Ich lese den PK seit 1972 und das menschliche Gedächtnis kann sich viel merken aber nicht immer wo das stand. Ich war über diese Äußerung selbst sehr erstaunt.

    Hier scheint dich dein Gedächnis auf voller Breite im Stich gelassen zu haben.

    Wenn du aber nicht weißt wo was stand, dann mußt du halt suchen bis du es

    gefunden hast anstatt irgend was zu behaupten. Sonst könnte ja jeder alles behaupten.

  • User19823
    Gast
    • 31. Januar 2019 um 04:19
    • #72
    Sungi:

    Als bürgerlich/häuslich lebender Mensch mache ich mir dann wiederum Gedanken ob ich zumindest als Laie denn überhaupt fähig bin anständig zu praktizieren, wenn ich ja einen derartig bezeichnenden Makel habe, dass ich von der Ordination schon völlig ausgeschlossen werden muss.

    @Sungi, magst du mal schreiben, warum dich das Thema so packt?

    2000 Jahre alte Ordensregeln, die in der damaligen Kultur Ordination von Mönchen bei Homosexuellen verbieten und ein paar wenige Klöster in Asien, die diese 2000 Jahre alte Kultur in Auszügen immer noch weiterleben wollen; wie kommst du zu der Schlussfolgerung, du seist deshalb als Laie nicht fähig, anständig zu praktizieren?

    Gehe ich richtig in der Annahme, daß du homosexuell bist und dich durch diese Regel (aus dem Altertum) verletzt fühlst? (Zumindest wirkt das so auf mich.)

    Wir haben uns in Sachen Homosexualität positiv weiterentwickelt - hat ja lang genug gedauert - und du misst dich jetzt an moralischen Einstellungen des Altertums?

    Das alles ist auf keinen Fall als Vorwurf gedacht(!), sondern aus Mitgefühl. Ich würde dich gerne aus diesen Gedanken/Gefühlen etwas rausholen ...

    Wenn tatsächlich heutzutage ein buddhistisches Kloster oder eine buddhistische Gemeinschaft mich nur wegen meiner sexuellen Ausrichtung nicht aufnehmen würde, käme mir der Gedanke, daß diese Gruppe für meine Entwicklung ganz sicher nicht die richtige ist.

  • Xyz
    Gast
    • 31. Januar 2019 um 04:46
    • #73

    Eine persönliche Antwort wäre dies dann wohl erst Recht....Vollkommen unwichtig....🙄🙏

  • void
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    • 31. Januar 2019 um 07:35
    • Offizieller Beitrag
    • #74
    Sungi:

    Als bürgerlich/häuslich lebender Mensch mache ich mir dann wiederum Gedanken ob ich zumindest als Laie denn überhaupt fähig bin anständig zu praktizieren, wenn ich ja einen derartig bezeichnenden Makel habe, dass ich von der Ordination schon völlig ausgeschlossen werden muss.

    Ich glaube, die Regeln gehen hauptsächlich von dem "organisatorisches Problem" aus: Das Ziel ist, den Orden zu einer " sexualitatsfreien Zone" zu machen. Bei Heterosexuellen geht das über Geschlechtertrennung. Während diese Massnahmen bei Homosexuellen ja nicht klappt und man langfristig damit rechnen muss, dass daraus Störungen erwachsen können.

    Ich fürchte ihnen ist da einfach nichts eingefallen, wie man da eine "sexualitätsfreie Zone" etablieren kann. Und weil ihnen das Ziel den Orden sexualitätsfrei zu halten, wichtiger war als die homosexuellen Mönchsanwärter, wurden letztere abgewiesen. Wobei ich mir vorstellen kann, das das in der Realität vielleicht pragmatischer gehandhabt wurde und man Lösungen fand.

    Während das für Laien - wo man überhaupt keine Sexualitätsfreiheit durchsetzen muss, eher egal ist auf welches Geschlecht sich das Begehren richtet.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Xyz
    Gast
    • 31. Januar 2019 um 09:50
    • #75

    Und wenn ‚Heteros’ auf zb alte Socken oder so standen ging man wohl gleich barfuß oder man versuchte mit Heteros und alten Socken achtsamer um zu gehen...,könnte ich mir vorstellen...🙏

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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