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Kurze Meditationseinheiten

  • Lucky Luke
  • 6. Dezember 2017 um 09:35
  • Zum letzten Beitrag
  • Lucky Luke
    Gast
    • 6. Dezember 2017 um 09:35
    • #1

    In der letzten Zeit schätze ich die Praxis von kurzen, dafür aber regelmäßig durchgeführten Shamatha Meditationen. Mittlerweile ist es auch so, dass ich relativ schnell in einen Zustand der geistigen Ruhe reinkomme. Früher brauchte ich mehr Zeit, den Kreislauf der Gedanken zu beruhigen. Da machte es Sinn, längere Einheiten zu meditieren.

  • jianwang
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    • 6. Dezember 2017 um 09:52
    • #2

    Was ist kurz, was ist lang?
    Jeder so, wie es für den Übenden richtig ist.

    Mancher sitzt "nur" 20 Minuten, mancher 60.
    Wichtig ist imho die Regelmässigkeit.

    Wie "beendest" Du Deine Meditation? Von allein oder per Wecker?

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Samten
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    • 6. Dezember 2017 um 10:03
    • #3

    20 min. sind "kurz",
    60 min. sind "lang".

  • Lucky Luke
    Gast
    • 6. Dezember 2017 um 10:11
    • #4
    jianwang:

    Was ist kurz, was ist lang?
    Jeder so, wie es für den Übenden richtig ist.

    Mancher sitzt "nur" 20 Minuten, mancher 60.
    Wichtig ist imho die Regelmässigkeit.

    Wie "beendest" Du Deine Meditation? Von allein oder per Wecker?

    _()_


    Ich beende die Meditation durch den Timer der Kaffeemaschine. :)

    Edit: Das Wasser blubbert durch die Maschine, es beginnt langsam nach Kaffee zu riechen...

  • Noreply
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    • 6. Dezember 2017 um 10:27
    • #5

    Was mich eigentlich interessiert ist: Was macht ihr, außer die körperliche Technik, während der Meditation? Was macht ihr mental, bewusst denkend oder eben nicht? Mich interessiert die Sitztechnik nur dann wenn sie ein Bestandteil der mentalen Tätigkeit ist.

    Was ist für euch der Hauptbestandteil eurer Meditation ohne den es eben keine Meditation ist?

  • Lucky Luke
    Gast
    • 6. Dezember 2017 um 10:32
    • #6
    Ellviral:

    Was mich eigentlich interessiert ist: Was macht ihr, außer die körperliche Technik, während der Meditation? Was macht ihr mental, bewusst denkend oder eben nicht? Mich interessiert die Sitztechnik nur dann wenn sie ein Bestandteil der mentalen Tätigkeit ist.

    Was ist für euch der Hauptbestandteil eurer Meditation ohne den es eben keine Meditation ist?

    Ich habe oben ja von Shamatha Meditation gesprochen. Kannst Du mit dem Ausdruck was anfangen?

  • jianwang
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    • 6. Dezember 2017 um 13:09
    • #7
    Samten:

    20 min. sind "kurz",
    60 min. sind "lang".

    Das siehst Du so. Ich kenne Musizierende, für die sind 10 Min lang.
    Und ich selbst habe schon länger als 60 min gesessen (Wenn ich den Wecker vergesse)

    Alles nur rein subjektiv

    _()_

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  • jianwang
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    • 6. Dezember 2017 um 13:14
    • #8

    Noreply
    was mach ich beim shikantaza ???
    Ein "Nickerchen" wie ein Neffe von mir sagte?
    Ne, einfach so rumsitzen ...

    _()_

    @Sherab
    Kann/sollte man alle tausende Meditationstechniken kennen?
    Sry, ich ich hab mich mit tibet Praktiken nicht beschäftigt.

    _()_.

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  • kilaya
    Gast
    • 6. Dezember 2017 um 14:45
    • #9
    jianwang:

    @Sherab
    Kann/sollte man alle tausende Meditationstechniken kennen?
    Sry, ich ich hab mich mit tibet Praktiken nicht beschäftigt.


    Shamata (formlos) ist wohl sehr nahe an Zazen dran. Die Dzogchen-Sicht an der Art, wie man im Zen den Alltag betrachtet.

    Im Grunde gibt es im tibetischen Buddhismus auch keine "tausenden Meditationstechniken" - nur sehr viele Varianten der gleichen Techniken, die individuellen Bedürfnissen entgegenkommen. Wenn man es sehr grob zusammenfasst, wären da:
    1. Shine/Shamata | Lagthong/Vipassana
    2. Tantrische Sadhanas (Visualisierung und Mantras)
    3. Die Ebene der Sicht, also Essenz-Mahamudra und Dzogchen
    4. Energieübungen / Yogas die auch mit dem Körper und seine Energien arbeiten.

  • Carneol
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    • 6. Dezember 2017 um 17:47
    • #10
    Ellviral:

    Was mich eigentlich interessiert ist: Was macht ihr, außer die körperliche Technik, während der Meditation? Was macht ihr mental, bewusst denkend oder eben nicht? Mich interessiert die Sitztechnik nur dann wenn sie ein Bestandteil der mentalen Tätigkeit ist.

    Was ist für euch der Hauptbestandteil eurer Meditation ohne den es eben keine Meditation ist?


    Aufmerksam zur Ruhe kommen. Meist gerade sitzend. :)

    Im erwachten Herzen leuchtet jede Farbe. (Jack Kornfield)

  • Lucky Luke
    Gast
    • 6. Dezember 2017 um 17:58
    • #11
    kilaya:

    Shamata (formlos) ist wohl sehr nahe an Zazen dran.

    Shamatha ist für mich vor allem ein Instrument zur Entwicklung von Geistesruhe.
    Ich benutze meistens den Atem als Meditationsobjekt. Ist das beim Zazen auch so?

    jianwang:

    @sherabKann/sollte man alle tausende Meditationstechniken kennen? Sry, ich ich hab mich mit tibet Praktiken nicht beschäftigt.

    Eine Meditationstechnik, die den Atem als Meditationsobjekt nutzt, kennt m.E. jede buddhistische Tradition, nur unterscheiden sie sich hinsichtlich der "Fachausdrücke".

    Die Dauer der Meditation ist bei mir sehr stark tagesformabhängig (vor allem: Wie habe ich geschlafen?) Das wichtige ist, dabei nie zu verkrampfen und Freude (Tatkraft bedeutet: "Freude am Heilsamen!") beim Meditieren zu haben. Diese Freude habe ich vor kurzem erst wieder neu entdeckt. :)

  • jianwang
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    • 6. Dezember 2017 um 18:33
    • #12

    @Sherab
    Nur als Hinweis.
    Shikantaza hat kein "Meditationsobjekt".
    Wenn der Sitzende sich auf den Atem konzentriert ( ob durch Zählen oder Folgen des Atems ) ist dies "nur" ein Hilfsmittel, den Affen im Geist zur Ruhe zu bringen. Es wird immer weniger "gebraucht" - ich z.B. nur nach einem sehr stressvollen Tag, wenn der Affe da oben im Quadrat springt. :clown:

    Darin liegen auch die Unterschiede zwischen komplentativer Meditation und Shikantaza. Wobei ich keine der Techniken als schlecht oder unnütz ansehe. Jeder, wie es am besten passt.

    _()_

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    • 6. Dezember 2017 um 18:34
    • #13
    Ellviral:

    Was mich eigentlich interessiert ist: Was macht ihr, außer die körperliche Technik, während der Meditation? Was macht ihr mental, bewusst denkend oder eben nicht? Mich interessiert die Sitztechnik nur dann wenn sie ein Bestandteil der mentalen Tätigkeit ist.

    Was ist für euch der Hauptbestandteil eurer Meditation ohne den es eben keine Meditation ist?

    Naja, beim sit-zen isses erstmal so, dass man den Körper durch die „Meditationshaltung" auf dem Kissen „ruhigstellt“…keine Ausflüchte in Aktivitäten erlaubt.
    Mental holt man sein Gewahrsein bei Ablenkung wie Gedanken, Emotionen etc. immer und immer wieder ins „Jetzt“ zurück, sprich zum Aus-Atem (weil der ja immer im „Jetzt“ stattfindet), ohne zu bewerten oder zu fixieren, das ist alles.
    Ohne „Loslassen“ wäre es keine Meditation.

  • fotost
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    • 6. Dezember 2017 um 18:51
    • #14
    Sherab Yönten:

    In der letzten Zeit schätze ich die Praxis von kurzen, dafür aber regelmäßig durchgeführten Shamatha Meditationen. Mittlerweile ist es auch so, dass ich relativ schnell in einen Zustand der geistigen Ruhe reinkomme. Früher brauchte ich mehr Zeit, den Kreislauf der Gedanken zu beruhigen. Da machte es Sinn, längere Einheiten zu meditieren.

    Schönes Thema!

    Hat Buddha meditiert? Regelmäßig und wie lange wenn?
    Das ist bestimmt kein Zynismus. Muß ein Buddha noch meditieren?

  • Tara4U
    Gast
    • 6. Dezember 2017 um 19:22
    • #15

    Früher, als ich noch ungestört ob der äusseren Einflüsse in meinem Erimitendasein habe meditieren können, gab es diese spontanen und kurzfistigen Meditationen wenn ich am Ufer meines Baches war, in welchem ich die Wäsche wusch oder die Kräuter auf den Wiesen sammelte, oder mich einfach der Fotographie hingab.
    Jetzt, in der Zivilisation habe ich eine ganze Weile, eine gefühlte Unendlcihkeit (1 Jahr :) ) diesen Impuls der spontanen kurzweiligen Meditation verloren.
    Zu viele alltägliche Sorgen zerrten und Schwuppdiwupp verlor ich meinen Kontakt zu mir selbst.Mittlerweile gelingen mir nun diese kurzweiligen Meditationen, zwar nicht in der Intensität, die sie einst waren, aber immerhin... sie gelingen, und sind sehr wertvoll, besonders, weil man (ich) so wieder in die Vogelflugperspektive des Daseins gelangt. Diese spontanen Meditationen helfen mir, meinen Geist zu betrachten und meine Gedanken im Anschluss zu dirigieren. Eine Art, die Gegenwart ohne störendes Ego zu betrachten.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 7. Dezember 2017 um 07:19
    • #16
    jianwang:

    @Sherab
    Nur als Hinweis.
    Shikantaza hat kein "Meditationsobjekt".
    Wenn der Sitzende sich auf den Atem konzentriert ( ob durch Zählen oder Folgen des Atems ) ist dies "nur" ein Hilfsmittel, den Affen im Geist zur Ruhe zu bringen. Es wird immer weniger "gebraucht" - ich z.B. nur nach einem sehr stressvollen Tag, wenn der Affe da oben im Quadrat springt. :clown:

    Darin liegen auch die Unterschiede zwischen komplentativer Meditation und Shikantaza. Wobei ich keine der Techniken als schlecht oder unnütz ansehe. Jeder, wie es am besten passt.

    _()_

    Natürlich. Jedes Meditationsobjekt ist nur ein "Hilfsmittel". Das ist auch bei der Shamatha Meditation so. Manchmal brauche ich es, manchmal nicht. Wenn ich es brauche, dann bewerte ich es nicht, sondern mache einfach weiter.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 7. Dezember 2017 um 07:23
    • #17
    fotost:
    Sherab Yönten:

    In der letzten Zeit schätze ich die Praxis von kurzen, dafür aber regelmäßig durchgeführten Shamatha Meditationen. Mittlerweile ist es auch so, dass ich relativ schnell in einen Zustand der geistigen Ruhe reinkomme. Früher brauchte ich mehr Zeit, den Kreislauf der Gedanken zu beruhigen. Da machte es Sinn, längere Einheiten zu meditieren.

    Schönes Thema!

    Hat Buddha meditiert? Regelmäßig und wie lange wenn?
    Das ist bestimmt kein Zynismus. Muß ein Buddha noch meditieren?

    Für meine Praxis sind solche Fragen nicht wichtig.

    (Die Meditation eines Buddha sieht wahrscheinlich so aus, dass es für ihn keinen Unterschied mehr ausmacht, ob er formal in der Meditation verweilt oder in der "Nicht Meditation". Er ist zu jeder Zeit im höchsten Maße "versunken" und perfekt in Rede, Körper und Geist).

  • Lucky Luke
    Gast
    • 7. Dezember 2017 um 07:26
    • #18
    Tara4U:

    Diese spontanen Meditationen helfen mir, meinen Geist zu betrachten und meine Gedanken im Anschluss zu dirigieren. Eine Art, die Gegenwart ohne störendes Ego zu betrachten.

    Ja, das hast Du sehr schön ausgedrückt, Tara.
    Für mich ist es darüber hinaus auch noch eine Möglichkeit, jeden Morgen erneut Zuflucht zu nehmen und an Bodhicita zu denken. Nach der Meditation gibt es noch eine kleine Widmung.

  • KarmaHausmeister 3. Juni 2022 um 14:06

    Hat das Thema aus dem Forum Meditation nach Buddhistische Praxis verschoben.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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