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Verhältnis zu Buddha

  • Buddhina
  • 21. November 2017 um 18:37
  • Zum letzten Beitrag
  • Buddhina
    Themenautor
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    16. April 2012
    • 21. November 2017 um 18:37
    • #1

    Guten Abend!

    Mich würde mal interessieren, wie Euer Verhältnis zum Buddha sich darstellt.
    Ist er für Euch (lediglich) eine Darstellung Eurer eigenen potentiellen Buddhaschaft?
    Oder ist es jemand, mit dem Ihr sprecht? Den Ihr als als real (weil ansprechbar) wahrnehmt?
    Würdet Ihr ihn zum Beispiel um Hilfe bitten in spirituellen Fragen?
    Ich sehe da in meiner Meditationsgruppe sehr unterschiedliche Herangehensweisen, daher wollte ich hier mal nachfragen!

    Ich bin sehr gespannt auf Eure - bestimmt sehr unterschiedlichen - Antworten!

    Viele Grüße, Buddhina

    „Du wirst morgen sein, was Du heute denkst.“ Buddha

  • kilaya
    Gast
    • 21. November 2017 um 19:01
    • #2

    Für mich ist der Buddha / sind die Buddhas / sind die Buddhaaspekte Darstellungen meiner eigenen (potentiellen) Buddhaschaft. Trotzdem sind sie für mich "lebendige Felder" - aber nicht im Sinne einer "Person" mit der ich reden kann. Obwohl ich das so sehe, gehe ich manchmal spielerisch mit den Dingen um und kommuniziere - wenn auch nicht im Sinne von "reden" - oder richte Wünsche an bestimmte Gottheiten. Dabei bin ich mir bewusst, dass da niemand "kommen und meine Wünsche erfüllen" wird. Aber ich erlebe durchaus, dass Dinge auf einmal in Bewegung kommen oder ich inspiriert bin, die Dinge zu tun mit denen ich selbst auf die Umsetzung dieser Wünsche hinarbeiten kann. Oder ich mache die Erfahrung, dass der Wunsch sich dabei in Wunschlosigkeit auflöst. Diese "Wünsche" können sich auf weltliche Dinge ebenso beziehen wie auf spirituelle Fragen.

  • mukti
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    • 21. November 2017 um 21:36
    • #3

    Hallo,

    der Buddha ist für mich der höchste Lehrer. Ich kann ihn nicht um Hilfe bitten oder mit ihm sprechen, aber seine Lehre ergründen und mich an Nachfolger wenden. Ich glaube an das Potential der Erleuchtung in mir selber.

    Mit Metta, mukti.


  • kilaya
    Gast
    • 21. November 2017 um 22:29
    • #4

    [mod]

    Ich würde gerne einen Vorschlag für diesen Thread machen - wenn die Threaderstellerin damit einverstanden ist, wie wäre es wenn jeder seine Sichtweise schildert, aber niemand die Sichtweise der anderen kommentiert oder in Frage stellt? Wenn Du damit einverstanden bist, würde ich das entsprechend moderieren.[/mod]

  • fotost
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    • 22. November 2017 um 00:07
    • #5

    Schöne Frage..

    Ich verehre in Buddha die Lehre, aber besonders eine Haltung sich kritisch mit Fragen auseinanderzusetzen, nicht dogmatisch an Themen heranzugehen - letztlich Ehrlichkeit gegenüber mir selbst, auch wenn es manchmal unangenehm ist.

    Dazu spielt es am Ende keine besondere Rolle, ob Buddha als Person wirklich gelebt hat oder ob 'seine' Schriften von einem anonymen Komitee verfasst worden sind. Die Haltung, der Geist dahinter ist entscheidend.

    Trotzdem, wenn ich an einer Buddhafigur vorbeigehe berühre ich sie gelegentlich kurz respektvoll mit den Fingerspitzen und manchmal (selten) 'rede' ich mit Buddha, als ob er im Raum wäre.

    Natürlich nicht laut - ich bin doch nicht seltsam :grinsen:

  • nabnab
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    • 22. November 2017 um 08:36
    • #6

    Als Anhänger der "Wahren Schule vom Reinen Land" (Shinran) - und wahrscheinlich auch entsprechend geprägt durch meine christliche religiöse Primärsozialisation und meine evolutionsfreundliche Grundeinstellung - pflege ich einen sehr persönlichen und vertrauensvollen Umgang mit Buddha Amida. Ob das im strengen Sinn der Lehre "richtig" ist, kann ich nicht sagen - ich weiß nur, dass es mir hilft.

    Eine gewisse Legitimation für meinen Ansatz leite ich aus der Evolution religiöser Vorstellungen ab: Ich sehe hier eine Entwicklung von einer völlig unberechenbaren, unnahbaren und pure Angst verbreitenden Allmacht über ein kalkulierbar richtendes (gerechtes), mit kalter Buchhaltermentalität ausgestattetes Wirkprinzip zu einem bedingungslos liebenden, mitfühlenden und sich meiner Unfähigkeit erbarmenden "Gegenüber", dem ich mich in allen meinen Ängsten und Nöten anvertrauen kann.

    Ob dieses "Gegenüber" nun eine "Person" ist? Ich weiß es nicht. Ist es wichtig?

  • Noreply
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    • 22. November 2017 um 10:51
    • #7

    Mein Verhältnis zu Buddha ist das zu einem Menschen der mir viel geholfen hat mein Leiden zu erkennen und zu vermindern. In ihm habe ich jemanden gefunden der mir deutlich macht das es um Verstand geht, das nur der Verstand befreien kann von Vorstellungen. Das Leiden das er verursacht hat ist auch nicht unerheblich, das verzweifelte Versuchen ihm, wenigstens ihm, mit religiöser Hingabe zu begegnen. Er bleibt ein "Herr" von dem jede glaubende Annäherung verweigert wird. Für mich ein zutiefst Ehrlicher Mensch. Ein Mensch auf der Suche nach dem Grund warum er so ist wie er ist. Einer der ihn gefunden hat und nur darüber berichtet.

  • jianwang
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    • 22. November 2017 um 13:23
    • #8

    Gibt es Buddha?


    PS: (bitte nicht antworten auf die Nicht-Frage - schlimm, das man dies schreiben muss _()_ )

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Leon
    Gast
    • 22. November 2017 um 14:52
    • #9

    Für mich ist Buddha
    = Tibetischer Buddhismus

    = der Augenblick den ich

    atme :rainbow:


    LG :sunny:

  • Monikamarie
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    • 22. November 2017 um 15:52
    • #10

    Für mich ist Buddha ein Mensch, der etwas erreicht hat, was den meisten Menschen nicht möglich scheint. Seine Erkenntnisse sind klar und durchdringend, frei von Schnörkeln, eher nüchtern, sehr einfach eben, aber unbequem.
    Durch seine Lehre hat sich meine Sicht auf die Welt total verändert. Ihm und den Überlieferern seiner Lehre bin ich dankbar.
    Ich spreche nicht mit ihm, denn er ist nicht mehr. In Not bete ich, weil es mir gut tut, aber nicht zu ihm oder jemand anderen, sondern einfach so. Früher habe ich zu Gott gebetet und viel Wunder und Hilfe erlebt und erhalten. Wer oder was immer das ist, was größer ist als wir, eine Energieform o.ä. - wer weiß.
    _()_ Monika

  • Sudhana
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    • 22. November 2017 um 19:09
    • #11

    Buddhas Übung und Erwachen vor zweieinhalb Jahrtausenden sind Ursache und Wirkung meiner Übung und meines Erwachens. Hinreichend Grund und Anlass, sich gelegentlich dankbar daran zu erinnern. Z.B. mit einer Verbeugung oder Niederwerfung vor einer symbolischen Darstellung des Erwachten oder indem man seine Übung explizit durch Rezitation eines Eko ihm widmet und 'sich' ihrer damit entledigt. Mehr tut da nicht not - ansonsten ist der lebende Buddha doch von größerer Bedeutung als der tote.

    ()

    OM MONEY PAYME HUNG

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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