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Off Topic: Bardo des Leben ( war Kammatthana Leichenbetrachtung)

  • fotost
  • 4. November 2017 um 13:32
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  • Frieden-und-Freude
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    • 13. November 2017 um 13:32
    • #251
    Moosgarten:
    accinca:

    Ein Fleischleib und auch ein Geistleib (mano-maya-kāyo).


    Es gibt sie aber nicht extra, das ist der Punkt. Da helfen auch nicht die Bindestriche, die du da zusätzlich einsetzt. Das Ding heißt "manomayakāyo"

    accinca:

    Auch für den Buddha gab es ein Fleisch und Knochen -Leib und
    das wußte auch ein Buddha und auch ein Geistleib.
    Deine Behauptungen kann ich schon nicht mehr als Irrtum empfinden.


    Genau, deine Ignoranz besteht im Beharren darauf, ein einziges Ding in zwei separate, nicht, oder teilweise nicht voneinander bedingte Dinge aufzuspalten.
    Dass Du das nach 20 Jahren noch nicht checkst :eek:

    Das sind Fragen, die nicht nur zwischen Buddhisten, sondern auch in der abendländischen Philosophie seit Jahrtausenden kontrovers diskutiert werden, ohne dass es jemals einen dauerhaften Konsens gab.

    Wäre es nicht weiser, statt euch gegenseitig zu beleidigen, die Begrenztheit des menschlichen Verstandes in solchen Fragen in Erwägung zu ziehen?

    Man kann ja trotzdem pro und contra argumentieren und auf dieser Grundlage Vermutungen äußern, doch das bleiben stets Vermutungen.

    Da ist niemand im Besitz einer sicheren Wahrheit und es gibt keinen Grund, sich gegenseitig anzufeinden, oder?

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • Moosgarten
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    • 13. November 2017 um 13:47
    • #252

    Bin nur erstaunt 8).
    Und eigentlich nur dann n ganz klein bissel angefressen, wenn einer in einen Thread reingrätscht, ohne irgendwas zur Sache beizutragen.

  • Frieden-und-Freude
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    • 13. November 2017 um 13:56
    • #253
    Moosgarten:

    Bin nur erstaunt 8).
    Und eigentlich nur dann n ganz klein bissel angefressen, wenn einer in einen Thread reingrätscht, ohne irgendwas zur Sache beizutragen.

    Der Hinweis auf die Grenzen der Erkenntnis ist durchaus ein Beitrag zur Sache.
    Und aus der Erkenntniskritik folgt ein Plädoyer für intellektuelle Bescheidenheit. :)

    Das betrifft nicht nur den apodiktischen Stil der Diskussion hier, sondern auch die diesem Stil zugrunde liegenden Ansprüche auf sicheres Wissen.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • Online
    void
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    • 13. November 2017 um 14:09
    • Offizieller Beitrag
    • #254
    Moosgarten:
    accinca:

    Ein Fleischleib und auch ein Geistleib (mano-maya-kāyo).


    Es gibt sie aber nicht extra, das ist der Punkt. Da helfen auch nicht die Bindestriche, die du da zusätzlich einsetzt. Das Ding heißt "manomayakāyo" und das ist nur ein anderes Wort für "namarupa"; kāya ist im Pali eben nicht, wie du glaubst "Fleischkörper", sondern immer "Gruppierung", "Haufen", "Aggregate", also die Khandha im Ganzen.

    Die Frage ist, welchen Unterschied das letzendlich genau bedeutet. Die Khandas in ein köperliches Khanda und anonsten geistige Khandas zu gruppieren, ist ja zunächst mal legitim.

    Der Knackpunkt liegt für mich an folgender Stelle. Ich glaube, Du - Moosgarten - denkst in einer Weise die wissenschaftskonform ist. Auch da lassen sich Khandas bilden - "emergente" geistige Zustände exitieren parallel zu rein körperlichen Zuständen. Wobei - das ist das zentrale "Geistiges" nie ohne Köperliches auftritt, so wie ein Molekül nie unabhängig von Atomen auftritt oder eine Gesellschaft unabhängig von Individuen.

    Während bei "accinca" die Khandas (ohne Emergenzbeziehung) nebeneinander zu laufen scheinen. So als könne mal so eine "Emotion" unabhängig von einem Köper im Kontext eines reinen Geistköpers auftauchen.

    Habe ich das richtig zusammengefasst?

    Für mich stellt sich die Frage, wie Buddha das gesehen hat. Ich fände es gut, wenn die Sicht die ich Moosgarten unterstelle - die richtige wäre. Aber auf der anderen Seite kommen ja im PK auch alle möglichen köperlosen Wesenheiten bis hin zu Gespenstern und Nagas vor. Und da frage ich mich, ob da Buddha nicht ein Kind seiner Zeit war, und das so gesehen hat, dass es wirklich einen "feinsofflichen Geistköper" gab, der übernimmt, wenn der Fleischkörper den Abgang macht.

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    • 13. November 2017 um 14:16
    • #255

    Die Kandha in körperliche und geistige einzuteilen ist nicht nur nicht legitim sonder auch ein Verwässern der Lehre Buddha.

  • Online
    void
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    • 13. November 2017 um 14:54
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    • #256
    Ellviral:

    Die Kandha in körperliche und geistige einzuteilen ist nicht nur nicht legitim sonder auch ein Verwässern der Lehre Buddha.

    Also villeicht kann mir das ja jemand klären. So von meinem Grundverständnis sind die Khandas phänomnologisch gedacht: In meiner (und deiner) Wahrnehmung tauchen Phänomene auf ( Gedanken, Empfindungen usw) und die Einteilung in "5 Haufen" sind einfach eine Art die Phänomene die so auftauchen können zu sortieren.

    Aber wenn ich in die wikipedia schaue, dann sehe ich, dass es Leute gibt die das sehr anders sehen:

    Bei "rūpa" steht da:

      Der materielle Körper, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. Er besteht aus den vier Grundelementen (Festes, Flüssiges, Wärme und Bewegung) und weiterhin aus den von den vier Grundelementen abhängigen Körperlichkeiten (upadaya-rupa). Diese Gruppe beinhaltet also den ganzen inneren sowie äußeren Bereich der Materie nebst der Daseinsgruppe Körperlichkeit.Skandha

    Nach dieser denkweise umfasst es nicht nur erlebte "Körperlichkeit" sondern auf einmal soll es so objektive Sachen wie Sinnesorgane, Materie umfassen. Ich finde das sehr seltsam. Auf einmal klafft da innerhalb von "rūpa" auf einmal ein Spalt zwischen elebter Wirklichkeit und objektiven Gegebenheiten auf, als hätte jedemand bei Novemberwetter die Türe offen stehen gelassen. Liege ich da so falsch oder die Wikipedia?

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  • Raphy
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    • 13. November 2017 um 15:16
    • #257
    void:

    ...

    Für mich stellt sich die Frage, wie Buddha das gesehen hat. Ich fände es gut, wenn die Sicht die ich Moosgarten unterstelle - die richtige wäre. Aber auf der anderen Seite kommen ja im PK auch alle möglichen köperlosen Wesenheiten bis hin zu Gespenstern und Nagas vor. Und da frage ich mich, ob da Buddha nicht ein Kind seiner Zeit war, und das so gesehen hat, dass es wirklich einen "feinsofflichen Geistköper" gab, der übernimmt, wenn der Fleischkörper den Abgang macht.

    Hallo lieber void.

    Ich könnte mir das schon vorstellen. Dieser feinstoffliche Geistkörper würde allerdings nicht übernehmen, sondern zurückbleiben und ohne diesen bestimmten Fleischkörper weiter machen.

    Also dieser feinstoffliche Geistkörper wäre jetzt schon da und wäre Kernbestandteil des Körpers in seiner Gesamtheit und der Fleischkörper wäre eine grobe Hülle um den Gesamtkörper (also feinstofflicher Körper+Fleischkörper).

    Und trotzdem bedingen sich diese beiden Körper gegenseitig solange sie eine Einheit bilden. Wenn der Fleischkörper stirbt kann der feinstoffliche Körper aber trotzdem weiter leben. Vielleicht so ähnlich wie meine Körperhaare Bestandteile des Körpers sind und diesen auch mit bedingen und beeinflußen. Wenn ich die Körperhaare abrasiere stirbt deswegen der Körper nicht, aber die Haare lösen sich mit der Zeit auf. Oder man soll ja auch mit einer Niere weiter leben können. Wenn die Niere sich im Körper befindet, bedingt sie den Körper und beeinflußt ihn, wenn die Niere jedoch raus genommen wird, stirbt die Niere, falls sie nicht woanders eingesetzt wird. Aber der Körper als Gesamtheit lebt weiter.
    Es soll auch Tiere geben wo Körperteile nachwachsen können und beim Salamander sogar mehrfach amputierte Beine und sogar Teile ihrer inneren Organe (laut folgender Quelle) die vollständig nachwachsen.

    http://www.n-tv.de/wissen/Tiere-k…le16221526.html

    Auch hier vorher ein Bestandteil des Körpers der diesen mitbedingt und beeinflußt, aber trotzdem auch zurückgelassen werden kann, ohne dass der Kernkörper oder Gesamtkörper stirbt.

    Das sind natürlich alles nur Anhaltspunkte und reine Spekulation ob es sowas gibt wie feinstoffliche Körper, die dann übrig bleiben nach dem Tod des Fleischkörpers. Aber für völlig unmöglich halte ich das nicht. Aber könnte auch alles ganz anders sein.

    Liebe Grüße

    2 Mal editiert, zuletzt von Raphy (13. November 2017 um 15:32)

  • Moosgarten
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    • 13. November 2017 um 15:27
    • #258
    void:
    Moosgarten:


    Es gibt sie aber nicht extra, das ist der Punkt. Da helfen auch nicht die Bindestriche, die du da zusätzlich einsetzt. Das Ding heißt "manomayakāyo" und das ist nur ein anderes Wort für "namarupa"; kāya ist im Pali eben nicht, wie du glaubst "Fleischkörper", sondern immer "Gruppierung", "Haufen", "Aggregate", also die Khandha im Ganzen.

    Die Frage ist, welchen Unterschied das letzendlich genau bedeutet. Die Khandas in ein köperliches Khanda und anonsten geistige Khandas zu gruppieren, ist ja zunächst mal legitim.


    Ja, aber man sollte sich immer bewußt sein, dass es sich um eine nur gedachte Trennung handelt, also ein Modell, dass es uns gestattet, auch einzelne Funktionen geistig separat zu beleuchten, was aber nicht zu dem Schluss führen darf, dass sie auch separiert vorkommen.

    Zitat

    Der Knackpunkt liegt für mich an folgender Stelle. Ich glaube, Du - Moosgarten - denkst in einer Weise die wissenschaftskonform ist.


    Das naturwissenschaftliche Denken hat mir zwar geholfen, aber wirklich begriffen habe ich es erst durch buddhistische Praxis.

    Zitat

    Für mich stellt sich die Frage, wie Buddha das gesehen hat.


    Nach meiner persönlichen Erfahrung in asiatischen Ländern denken die Leute da überwiegend "integral" also ohne die typisch abendländische, nicht zuletzt christlich geprägte Trennung von "Geist" und Körper.
    Und m.E. kommt das auch in Pali-Suttas zum Ausdruck, in der Kommentarliteratur kann das aber schon mal anders aussehen. Die Frage ist dann, sind die Kommtentare stichhaltig oder nicht.

    Zitat

    Aber auf der anderen Seite kommen ja im PK auch alle möglichen köperlosen Wesenheiten bis hin zu Gespenstern und Nagas vor.


    Klar, indische Mythologie. Etwaig adaptiert.

    Zitat

    Und da frage ich mich, ob da Buddha nicht ein Kind seiner Zeit war, und das so gesehen hat, dass es wirklich einen "feinsofflichen Geistköper" gab, der übernimmt, wenn der Fleischkörper den Abgang macht.


    Wie gesagt, es gibt diese Ausdrücke (in Bezug auf den Menschen) im PK nicht.

  • Noreply
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    • 13. November 2017 um 15:41
    • #259
    void:
    Ellviral:

    Die Kandha in körperliche und geistige einzuteilen ist nicht nur nicht legitim sonder auch ein Verwässern der Lehre Buddha.

    Auf einmal klafft da innerhalb von "rūpa" auf einmal ein Spalt zwischen elebter Wirklichkeit und objektiven Gegebenheiten auf, als hätte jedemand bei Novemberwetter die Türe offen stehen gelassen. Liege ich da so falsch oder die Wikipedia?

    Da ist kein Spalt, die 5 Khandha können nur durch den Geist getrennt betrachtet werden. Gemeinsam ermöglichen diese beim Menschen den Geist der sie aufgespalten betrachten kann, doch verführt er auch dazu zu glauben das sie einzeln bestehen können. Es würde mich sehr wundern wenn Khadha ein Begriff ist der eine Mehrzahl hat. Die gibt es nur im Gesamtpaket, jede Aufspaltung und Erkennen das sie auch einzeln sind ist nicht die Lehre Buddha.

  • accinca
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    • 13. November 2017 um 16:52
    • #260
    Moosgarten:
    accinca:

    Ein Fleischleib und auch ein Geistleib (mano-maya-kāyo).


    Es gibt sie aber nicht extra, das ist der Punkt.


    Nach deiner Ideologie hast du sicher recht.
    Nach M 77 sind sie allerdings getrennt bzw. durch die
    Übungen die der Buddha lehrte werden und sollen die
    beiden Körper getrennt werden. So jedenfalls der Buddha
    auch wenn es dir nicht passt.

    Moosgarten:

    Das Ding heißt "manomayakāyo" und das ist nur ein anderes
    Wort für "namarupa"; kāya ist im Pali eben nicht, wie du
    glaubst "Fleischkörper", sondern immer "Gruppierung",
    "Haufen", "Aggregate", also die Khandha im Ganzen.


    Was du glaubst was ich glaube sind deine eigenen Produkte
    und die Haben mit dir mehr zu tun als mit mir.
    mano-maya-kāyo hatte ich extra mit Bindestiche geschrieben
    damit man das zusammengesetzte Wort besser versteht. Das
    heißt nämlich geist-gemachtes-kāyo. Geist gemacht und gestaltet
    ist dieses kayo. In diesem Zusammenhang ist also kayo ein Ergebnis
    von Geist und kein Fleischkörper wie du unterstellst das ich glauben würde.
    Wie gesagt in diesem Zusammenhang.

    Moosgarten:

    Genau, deine Ignoranz besteht im Beharren darauf, ein einziges Ding in zwei separate, nicht, oder teilweise nicht voneinander bedingte Dinge aufzuspalten.
    Dass Du das nach 20 Jahren noch nicht checkst :eek:


    Ich weiß du hältst dich für den großen Checker. Deswegen
    hast du dich auch so verrannt.

    2 Mal editiert, zuletzt von accinca (13. November 2017 um 17:33)

  • accinca
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    • 13. November 2017 um 17:21
    • #261
    void:

    Während bei "accinca" die Khandas (ohne Emergenzbeziehung) nebeneinander zu laufen scheinen. So als könne mal so eine "Emotion" unabhängig von einem Köper im Kontext eines reinen Geistköpers auftauchen.

    Habe ich das richtig zusammengefasst?

    Für mich stellt sich die Frage, wie Buddha das gesehen hat. Ich fände es gut, wenn die Sicht die ich Moosgarten unterstelle - die richtige wäre. Aber auf der anderen Seite kommen ja im PK auch alle möglichen köperlosen Wesenheiten bis hin zu Gespenstern und Nagas vor. Und da frage ich mich, ob da Buddha nicht ein Kind seiner Zeit war, und das so gesehen hat, dass es wirklich einen "feinsofflichen Geistköper" gab, der übernimmt, wenn der Fleischkörper den Abgang macht.

    Das hast du so schon richtig erkannt.
    Natürlich kommt es in diesem Zusammenhang
    jetzt nicht darauf an wie sich heute das einer
    zurecht denkt, sonder wie der Buddha das gelehrt hat.
    Hier wird ja nicht einmal unterschieden zwischen einem
    feinstofflichen körper aus dem dibbaloka mit
    dibba-cakkhu = himmlisches Auge und dibba-sotam =
    himmlisches Gehör usw. und einem reinen rein geistigen
    Dasein der a-rupa Welten in der es nach der Lehre nur
    Gefühl ohne Körper gibt.
    Der Punkt ist, das Mossgarten eine Buddhalehre haben möchte
    wie es sie nicht gibt.
    Er ist in das materialistische Weltbild dermaßen verwurzelt
    da er sich anscheinend den Buddha gar nicht anderes
    vorstellen kann als mit diesem materialistischen Sichtweisen.
    Deswegen versucht er die Lehre anzupassen nach seinen Vorstellungen.
    Wenn man das so sieht hier ist das geradezu eine Tragik der Verwirrung.
    Vielleicht würde ein längerer Aufenthalt in Indien was nützen.

  • Moosgarten
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    • 13. November 2017 um 17:37
    • #262
    accinca:
    Moosgarten:


    Es gibt sie aber nicht extra, das ist der Punkt.


    Nach deiner Ideologie hast du sicher recht.
    Nach M 77 sind sie allerdings getrennt ...


    Das ist vollkommen falsch, weil da steht "diesem Körper heraus einen anderen Körper erschafft" (mit Hilfe der Geisterkraft) . Von wegen "getrennt" - jeder kann das lesen und genau so verstehen, nur du erzählst immer wieder was da nicht steht.

    Moosgarten:

    Das Ding heißt "manomayakāyo" und das ist nur ein anderes
    Wort für "namarupa"; kāya ist im Pali eben nicht, wie du
    glaubst "Fleischkörper", sondern immer "Gruppierung",
    "Haufen", "Aggregate", also die Khandha im Ganzen.

    accinca:

    mano-maya-kāyo hatte ich extra mit Bindestiche geschrieben
    damit man das zusammengesetzte Wort besser versteht.


    Das wäre schon OK, wenn das nicht für dich der Anlaß wäre, zu vergessen unter welcher Bedingung das passiert: "diesem Körper heraus einen anderen Körper erschafft"

    Zitat

    Das heißt nämlich geist-gemachtes-kāyo.


    Das weiß ich doch, aber unter Bedingung "diesem Körper heraus einen anderen Körper erschafft"

    Zitat

    In diesem Zusammenhang ist also kayo ein Ergebnis
    von Geist und kein Fleischkörper wie du unterstellst das ich glauben würde.


    Das Ergebnis von Geist und einen (anderen) Körper. Das Ergebnis ist kein Fleischkörper, sondern wieder ein vollständiger Körper (namarupa), denn es heißt ja da: "dem keine Fähigkeit fehlt" (bei Neumann exakter "sinnenfällig"), also mit Bewußtsein, demnach nicht einfach "Stofflich". Guck in der Pali-Version nach!

    Und bei mir gibts erst keinen Fleischkörper, deshalb kann ich das auch nicht unterstellen.

  • accinca
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    • 13. November 2017 um 18:10
    • #263
    Moosgarten:

    Und bei mir gibts erst keinen Fleischkörper, deshalb kann ich das auch nicht unterstellen.


    Awa, du hast keinen Fleischkörper?
    Wie schreibst du denn hier wenn nicht mit
    Hilfe deines Fleischkörpers?

  • Moosgarten
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    • 13. November 2017 um 18:21
    • #264
    accinca:
    Moosgarten:

    Und bei mir gibts erst keinen Fleischkörper, deshalb kann ich das auch nicht unterstellen.


    Awa, du hast keinen Fleischkörper?
    Wie schreibst du denn hier wenn nicht mit
    Hilfe deines Fleischkörpers?


    Mit Hilfe meiner Lese- und Denkfähigkeit, was man ja kaum irgendwie unter "Fleisch" subsummieren kann, auch meine Finger sind nicht einfach "Fleisch" sondern bewegen sich entsprechend eines mentalen Gewohnheitsmusters, einer geistigen Fähigkeit, die man "Schreiben" nennt.

  • accinca
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    • 14. November 2017 um 00:13
    • #265
    Moosgarten:

    Mit Hilfe meiner Lese- und Denkfähigkeit, was man ja kaum irgendwie unter "Fleisch" subsummieren kann, auch meine Finger sind nicht einfach "Fleisch" sondern bewegen sich entsprechend eines mentalen Gewohnheitsmusters, einer geistigen Fähigkeit, die man "Schreiben" nennt.

    Der Fleisch und Knochenkörper:

    Zitat

    So aber, ihr Mönche, wacht der Mönch beim Körper über den Körper.
    «Weiter sodann, ihr Mönche: der Mönch betrachtet sich diesen Körper da von der Sohle bis zum Scheitel, den hautüberzogenen, den unterschiedliches Unreine ausfüllt:
    <Dieser Körper trägt einen Schopf,
    ist behaart,
    hat Nägel
    und Zähne,
    Haut und
    Fleisch,
    Sehnen und
    Knochen und
    Knochenmark,
    Nieren,
    Herz und
    Leber,
    Zwerchfell,
    Milz,
    Lungen,
    Magen,
    Eingeweide,
    Weichteile und
    Kot, hat
    Galle,
    Schleim,
    Eiter,
    Blut,
    Schweiß,
    Lymphe,
    Tränen,
    Serum,
    Speichel,
    Rotz,
    Gelenköl,
    Urin.>*
    «Gleichwie etwa, ihr Mönche, wenn da ein Sack, an beiden Enden zugebunden, mit verschiedenem Korne gefüllt wäre, als wie etwa mit Reis, mit Bohnen, mit Sesam, und ein scharfsehender Mann bände ihn auf und untersuchte den Inhalt: 'Das ist Reis, das sind Bohnen, das ist Sesam': ebenso nun auch, ihr Mönche, betrachtet sich der Mönch diesen Körper da von der Sohle bis zum Scheitel, den hautüberzogenen, den unterschiedliches Unreine ausfüllt.

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  • accinca
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    • 14. November 2017 um 00:29
    • #266

    Der Fleischkörper und das Bewußtsein.

    Zitat

    "Weiter sodann, Udāyī, hab' ich den Jüngern die Pfade gewiesen, auf deren Stegen meine Jünger also erkennen:
    'Das ist mein Leib, der gestaltet,
    aus den vier Hauptstoffen (dhātu) entstanden,
    von Vater und Mutter gezeugt, durch Speise und Trank entwickelt,
    dem Vergehn, dem Untergang, der Aufreibung, Auflösung, der Zerstörung
    verfallen ist, das hingegen ist mein Bewußtsein, daran gebunden, daran geknüpft.'

    "Gleichwie etwa, Udāyī, wenn da ein Juwel wäre,
    ein Edelstein,von reinem Wasser, achteckig, wohlbearbeitet,
    klar, durchsichtig, mit jeder Eigenschaft begabt, und ein
    Faden wäre daran befestigt, ein blauer, oder ein gelber,
    ein roter, oder ein weißer, ein grauer Faden;
    und es hätte ihn ein scharfsehender Mann um die Hand
    geschlungen und betrachtete ihn:
    'Das ist ein Juwel, ein Edelstein, von reinem Wasser,
    achteckig, wohlbearbeitet, klar, durchsichtig, mit jeder
    Eigenschaft begabt; und ein Faden ist daran befestigt,
    ein blauer, oder ein gelber, ein roter, oder ein weißer,
    ein grauer Faden':
    ebenso nun auch, Udāyī, hab' ich den Jüngern die Pfade gewiesen,
    auf deren Stegen meine Jünger also erkennen:
    'Das ist mein Leib, der gestaltet, aus den vier Hauptstoffen
    entstanden, von Vater und Mutter gezeugt,durch Speise und Trank
    entwickelt, dem Vergehn, dem Untergang, der Aufreibung, Auflösung,
    der Zerstörung verfallen ist; das hingegen ist mein Bewußtsein,
    daran gebunden, daran geknüpft.'

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    M 77 u.a.

  • Sunu
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    • 14. November 2017 um 01:50
    • #267

    Der Körper ist an die Luft die er atmet geknüpft. Trotzdem betrachte man die Luft als nicht zugehörig zum Körper. Weil die Sinne es so vermitteln...und nicht etwa, weil es der Realität entsprechen würde.
    Körper und Geist lassen sich sinnlich trennen, aber das entspricht genauso wenig der Realität. Alles ist bedingt entstanden...Nichts existiert unabhängig von irgendwas...Wie sollte da irgendein Geist unabhängig von jenen, diesem oder von welchem Körper auch immer existieren können...Wie sollte er unabhängig von Erde, Wasser, Luft ect. existieren können ?
    Das der Körper nicht unabhängig von der Luft existiert,ist leicht zu verstehen. Aber das die Luft nicht unabhängig vom Körper existiert...ist schwer zu verstehen.

  • Moosgarten
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    • 14. November 2017 um 02:10
    • #268

    @ accinca "Fleischkörper und Bewußtsein"

    Neumann übersetzt hier so, als wenn es einen prinzipiellen Unterschied, eine gewisse Unabhängigkeit geben würde.
    Dass das weder lexikalisch zwingend noch im Kontext zutreffend ist, wird bei Zumwinkel sichtbar.

    a) pali: pana könnte man zwar mit "hingegen" (adversiv) übersetzen, aber ebenso gut konklusiv (folgernd verbindend) oder einfach weiterführend verbindend (kopulativ).
    Letzteres ist hier der Fall, denn nach einer langen Ausführung über die rupa-Khandha kommt er zum Bewußtsein, das

    b) nicht nur „gebunden, daran geknüpft“ (Neumann) ist, sondern von diesem bedingt/abhängig ist. Zumwinkel: "davon getragen und damit aufs engste verbunden", pali: sita, paṭibaddha

    Unabhängigkeit ist nicht gegeben, deshalb besteht auch kein Gegensatz, die begriffliche Trennung ist rein systematisierend und nicht funktional.
    Vor allem kann nicht geschlossen werden, dass nach dem Zerfall der rupa-khandha irgendwas von den nama-khandha übrig bleibt, weil diese eben von rupa bedingt, davon getragen, damit aufs engste verbunden sind.

  • Sunu
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    • 14. November 2017 um 08:02
    • #269
    Moosgarten:


    Vor allem kann nicht geschlossen werden, dass nach dem Zerfall der rupa-khandha irgendwas von den nama-khandha übrig bleibt, weil diese eben von rupa bedingt, davon getragen, damit aufs engste verbunden sind.

    Mein Opa hat mich u.a. gelehrt, wie die Dinge, die meine Sinne wahrnehmen zu benennen sind. Dieser Geist lebt auch nach seinem Tod in mir fort, solange ich innerhalb der selben Rahmen lebe.

  • accinca
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    • 14. November 2017 um 08:29
    • #270
    Sunu:

    Der Körper ist an die Luft die er atmet geknüpft. Trotzdem betrachte man die Luft als nicht zugehörig zum Körper.


    In der Lehre ist das aber nicht so wenn jemand die
    Elemente Betrachtet ist der Körper darin eingeschlossen.
    Wie jemand der über das Weltmeer nachdenkt darin eingeschlossen
    auch alle Flüsse sind die darin einfließen heißt es.

  • accinca
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    • 14. November 2017 um 08:47
    • #271
    Moosgarten:

    @ accinca "Fleischkörper und Bewußtsein"
    Neumann übersetzt hier so, als wenn es einen prinzipiellen Unterschied, eine gewisse Unabhängigkeit geben würde.


    In der Tat ist das der Sinn und Ziel der Übung
    auch der alles als Elemente zu betrachten.
    Und auch die ganzen Übungen in Satipātthana
    soweit es die Übungen über den Körper anbelangt.

    Zitat

    "So wacht er nach innen beim Körper in der Betrachtung des Körpers,
    so wacht er nach außen beim Körper in der Betrachtung des Körpers,
    nach innen und außen wacht er beim Körper in der Betrachtung des Körpers.
    Er beobachtet wie der Körper entsteht, beobachtet wie der Körper vergeht,
    beobachtet wie der Körper entsteht und vergeht.
    'Ein Körper ist da': diese Achtsamkeit ist ihm nun gegenwärtig, soweit sie eben zum Wissen taugt, zur Besinnung taugt; und uneingepflanzt verharrt er, und nirgend in der Welt ist er angehangen. So aber, ihr Mönche, wacht der Mönch beim Körper in der Betrachtung des Körpers.


    Letztendlich soll ja die Identifikation und die
    Anhaftung an den Körper ganz überwunden werden durch
    diese Übungen. Denn das ist der Sinn.
    Durch diese Übungen soll der Körper zu einem äußerlichen
    Objekt werden wie jedes andere Objekt. "Das bin ich nicht,
    das gehört mir nicht, das ist nicht mein Selbst" ist das Motto.
    Ich verstehe auch gar nicht wie jemand sowas überlesen kann
    wenn er die Lehre ließt. Die Identifizierung ist ja der Grund
    das man denkt: "Der Körper bin ich" und wenn der Körper weg
    bin dann auch ich weg. Das Ziel der Lehre ist aber Aufhebung
    der Identifizierung.

  • accinca
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    • 14. November 2017 um 09:13
    • #272

    Und da wir hier bei der Leichenbetrachtung des Körpers
    sind die natürlich den gleichen Sinn hat:

    Zitat

    Weiter sodann, ihr Mönche: als hätte der Mönch einen Leib auf der Leichenstätte liegen sehen, ein Knochengerippe, fleischbehangen, blutbesudelt, von den Sehnen zusammengehalten; ein Knochengerippe, fleischentblößt, blutbefleckt, von den Sehnen zusammengehalten; ein Knochengerippe, ohne Fleisch, ohne Blut, von den Sehnen zusammengehalten; die Gebeine, ohne die Sehnen, hierher und dorthin verstreut, da ein Handknochen, dort ein Fußknochen, da ein Schienbein, dort ein Schenkel, da das Becken, dort Wirbel, da der Schädel; als hätte er das gesehn, zieht er den Schluß auf sich selbst: 'Und auch dieser Körper ist so beschaffen, wird das werden, kann dem nicht entgehn.'

    9. Weiter sodann, ihr Mönche: als hätte der Mönch einen Leib auf der Leichenstätte liegen sehn, Gebeine, blank, muschelfarbig; Gebeine, zuhauf geschichtet, nach Verlauf eines Jahres; Gebeine, verwest, in Staub zerfallen; als hätte er das gesehn, zieht er den Schluß auf sich selbst: 'Und auch dieser Körper ist so beschaffen, wird das werden, kann dem nicht entgehn.'
    "So wacht er nach innen beim Körper in der Betrachtung des Körpers, so wacht er nach außen beim Körper in der Betrachtung des Körpers, nach innen und außen wacht er beim Körper in der Betrachtung des Körpers. Er beobachtet wie der Körper entsteht, beobachtet wie der Körper vergeht, beobachtet wie der Körper entsteht und vergeht.
    'Der Körper ist da': diese Beobachtung ist ihm nun gegenwärtig, soweit sie eben zum Wissen taugt, zur Besinnung taugt; und uneingepflanzt verharrt er, und nirgend in der Welt ist er angehangen. So aber, ihr Mönche, wacht der Mönch beim Körper in der Betrachtung des Körpers.

  • hedin02
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    • 14. November 2017 um 09:53
    • #273
    void:


    Die Frage ist, welchen Unterschied das letzendlich genau bedeutet. Die Khandas in ein köperliches Khanda und anonsten geistige Khandas zu gruppieren, ist ja zunächst mal legitim.

    Nach dem Abhidhamma sind die Sinnenorgane, Augen, Ohren, Zunge usw., der Körperlichkeit („rupa“) zuzuordnen.
    Im Gegensatz dazu sind die Fähigkeiten: zu sehen, zu hören, zu schmecken usw., geistiger Art, also „nama“
    Genauso verhält es sich mit dem Atem:
    Der Atem (Luft) ist körperliches, also rupa.
    Die Atmung ist geistiges, also nama, weil sie geistigen Fähigkeiten entspringt

    Beide, Sinnenorgane und die Fähigkeiten der Sinnenorgane, ebenso die Atmung, gehen neben den Sinnengrundlagen (Farbe, Töne, Geschmäcker usw.), und dem Begrifflichen Konzept beim Tod eines menschlichen Individuums unwiederbringlich verloren.

    Grundlage bzw. Bedingung für das Entstehen eines neues Individuums sind karmische Ursachen (dazu zählen auch die verschiedenen Fähigkeiten), welche den physischen Tod überdauern.

    Werden die karmischen Ursachen "beseitigt", ist der Daseinszyklus eines Individuums unabdingbar unterbrochen.

  • jianwang
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    • 14. November 2017 um 10:02
    • #274

    Wieso kommt mir nur der Fundamentalismus in den Sinn ... ?

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Sunu
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    • 14. November 2017 um 10:06
    • #275
    accinca:
    Sunu:

    Der Körper ist an die Luft die er atmet geknüpft. Trotzdem betrachte man die Luft als nicht zugehörig zum Körper.


    In der Lehre ist das aber nicht so wenn jemand die
    Elemente Betrachtet ist der Körper darin eingeschlossen.
    Wie jemand der über das Weltmeer nachdenkt darin eingeschlossen
    auch alle Flüsse sind die darin einfließen heißt es.

    Eben

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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