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Missbrauch im Theravada

  • Stawrogin
  • 21. September 2017 um 23:05
  • Zum letzten Beitrag
  • Sunu
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    • 23. September 2017 um 07:03
    • #26
    pamokkha:
    void:

    In Theravada Ländern werden Mönche sehr geehrt, sie haben also viel Autorität und "soziales Kapital".

    Und ein sehr enges Korsett, in dem sie sich zu bewegen haben. Der Theravada-Laie in Asien, Vorsicht Verallgemeinerung, sieht im Mönch zuvorderst das Feld für seinen Verdienst. Und er weiß auch, ein Mönch, der den Vinaya einhält wirft in dieser Hinsicht eine bessere Rendite ab als ein Schludrian. Daher fordern Laien dies manchmal schon von den Mönchen ein. Die Laien wissen, wie ein Mönch sich zu benehmen hat, bevor sie ihn mit viel sozialem Kapital ausstatten. Andernfalls ist er überwiegend nur ein Niedrig-Renditeträger.

    Es werden aber offensichtlich immer wieder mal Korruptionvorwürfe laut in Klöstern, z.T. geht es da um Millionensummen.
    Öffentlich bekommt der Laie das vielleicht auch erstmal gar nicht so mit. im Gegenteil, da wo viel Geld ist, muss auch viel Wahrheit liegen, schließlich wird da ja viel gespendet, also kann kein "Schludrian" am Werk sein...So mag dann gedacht werden. Wenn die Korruptionsvorwürfe ans Tageslicht geraten, sind natürlich viele Entsetzt aber was dann....? Es ist anscheinend auch gar nicht so einfach Mönche in Thailand strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen, weil sie angeblich strafrechtliche immunität genießen.... Ich weiß nicht ob das so stimmt? habe es aber schon öfter gelesen.

    https://www.handelsblatt.com/panorama/aus-a…n/13753012.html

  • Moosgarten
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    • 23. September 2017 um 07:44
    • #27
    Ellviral:
    accinca:


    Wer die Lehre des Buddha nur für eine "ganz gewöhnliche Religionen" hält,
    der hat sie allerdings noch nicht verstanden. Das allerdings die Menschen,
    sowie alle Wesen insgesamt im Angesicht von Alter, Krankheit und Tod alle
    als "arme Würstchen" bezeichnet werden könnten ist ein anderes Thema.

    Ich stimm Dir ja zu doch mache ich da einen Unterschied, wie bei allen Religionen. Die Lehren auf die sich Religionen gründen sind nie die Religion selber.


    Das sieht man schon daran, dass selbst "Buddhisten" so etwas wie eine reine ursprüngliche Lehre reklamieren, obgleich gerade sie wissen sollten, dass das was sie darunter verstehen, nur etwas durch paticcasamuppada Gefiltertes ist.
    Hier uneinsichtig zu sein, halte ich für einen schweren Fall ganz gewöhnlicher religiöser Hybris.
    Und natürlich ist Religion auch immer ein sozial-kulturelles Phänomen, wie man das trennen will bleibt mir auch unverständlich.

  • pamokkha
    Gast
    • 23. September 2017 um 09:07
    • #28
    Sunu:

    Es werden aber offensichtlich immer wieder mal Korruptionvorwürfe laut in Klöstern

    Ja, gerade die Dhammakaya-Bewegung ist immer mal wieder bzw. fast ständig deswegen in den Nachrichten. Und wegen anderen Dingen.

  • fotost
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    • 23. September 2017 um 13:36
    • #29

    Also, ich suche da nicht. Menschen sind zuallererst einmal Menschen und sie unterliegen den grundsätzlichen menschlichen Problemen.

    Aber, wenn ich suchen würde würde ich ganz einfach die englischsprachigen Foren von Expats in Thailand betrachten. Danach die Foren von Teutschen, die in Thailand leben und sich auch nach xx Jahren nicht um eine Integration scheren 8)

    Die sind bestimmt gute Quellen für Anfangsverdächtigungen. Ich bin ganz sicher, daß es in zweite Welt Ländern recht viele Probleme mit der Ausnutzung von 'Religion' gibt.

    Wenn es mit den eigenen Problemen hilft :grinsen:

  • mukti
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    • 23. September 2017 um 14:58
    • #30
    fotost:

    Also, ich suche da nicht. Menschen sind zuallererst einmal Menschen und sie unterliegen den grundsätzlichen menschlichen Problemen.


    Ja genau, und Freude am Fehlersuchen ist auch so eine menschliche Schwäche. "Die schlechte Nachricht ist die Bessere" - von der tagtäglichen medialen Überschwemmung mit Scheußlichkeiten aller Art bis zum Tratsch und Klatsch im Bekanntenkreis. Die Grenzen zwischen nüchterner Information und Schadenfreude verschwimmen schnell, so dass es sogar manchmal erscheint jemand ginge in einem Garten mit schönen Blumen und sähe nur den Fliegenschiß auf mancher Blüte. Eine selbsterhebende Variante der Schadenfreude hat Wilhelm Busch ja so ausgedrückt: "Ach da bin ich wirklich froh, denn Gottseidank, ich bin nicht so" :angel:

    Mit Metta, mukti.


  • Choenyi
    Gast
    • 24. September 2017 um 12:29
    • #31
    mukti:

    ...so dass es sogar manchmal erscheint jemand ginge in einem Garten mit schönen Blumen und sähe nur den Fliegenschiß auf mancher Blüte....

    :D:D:lol:
    :like: super Vergleich...

    ch. :star::)

  • accinca
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    • 24. September 2017 um 15:04
    • #32
    mukti:

    Eine selbsterhebende Variante der Schadenfreude hat Wilhelm Busch ja so ausgedrückt:
    "Ach da bin ich wirklich froh, denn Gottseidank, ich bin nicht so" :angel:


    Obwohl etwas unklar ist warum und welchen sog. "Gott" er danken möchte.
    Es ist ja auch schon etwas komisch einem unbekannten für etwas zu danken
    zu dem dieser "Angebliche" gar nichts beigetragen hat.

  • mukti
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    • 25. September 2017 um 02:06
    • #33
    accinca:
    mukti:

    Eine selbsterhebende Variante der Schadenfreude hat Wilhelm Busch ja so ausgedrückt:
    "Ach da bin ich wirklich froh, denn Gottseidank, ich bin nicht so" :angel:


    Obwohl etwas unklar ist warum und welchen sog. "Gott" er danken möchte.
    Es ist ja auch schon etwas komisch einem unbekannten für etwas zu danken
    zu dem dieser "Angebliche" gar nichts beigetragen hat.

    Nun Busch war erstens Humorist und zweitens lässt er das den Onkel Nolte sagen.

    Mit Metta, mukti.


  • Sudhana
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    • 25. September 2017 um 12:41
    • #34
    mukti:
    accinca:


    Obwohl etwas unklar ist warum und welchen sog. "Gott" er danken möchte.
    Es ist ja auch schon etwas komisch einem unbekannten für etwas zu danken
    zu dem dieser "Angebliche" gar nichts beigetragen hat.

    Nun Busch war erstens Humorist und zweitens lässt er das den Onkel Nolte sagen.

    Und drittens war Busch Anhänger Schopenhauers. Was er so von christlicher Religion hielt, wird deutlich, wenn man 'Die fromme Helene' liest (aus der das Zitat stammt) oder 'Der heilige Antonius von Padua'. Letztere Geschichte führte nach ihrer Veröffentlichung 1870 in Deutschland zu einem Prozess gegen Buschs Verleger, der allerdings mit einem Freispruch endete. In Österreich hingegen durfte die Geschichte erst 1902 veröffentlicht werden.

    ()

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Schroedinger
    Gast
    • 26. September 2017 um 10:29
    • #35
    mukti:
    fotost:

    Also, ich suche da nicht. Menschen sind zuallererst einmal Menschen und sie unterliegen den grundsätzlichen menschlichen Problemen.


    Ja genau, und Freude am Fehlersuchen ist auch so eine menschliche Schwäche.

    Das ist keine Schwäche, sondern dient dem Überleben, also eine Stärke.

  • mukti
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    • 26. September 2017 um 10:40
    • #36
    Tychiades:
    mukti:


    Ja genau, und Freude am Fehlersuchen ist auch so eine menschliche Schwäche.

    Das ist keine Schwäche, sondern dient dem Überleben, also eine Stärke.

    "Freude am Fehlerfinden" Habe ich im Zusammenhang mit Schadenfreude erwähnt. Inwiefern wäre das eine Stärke, die dem Überleben diene?

    Mit Metta, mukti.


  • Schroedinger
    Gast
    • 26. September 2017 um 11:09
    • #37
    mukti:
    Tychiades:

    Das ist keine Schwäche, sondern dient dem Überleben, also eine Stärke.

    "Freude am Fehlerfinden" Habe ich im Zusammenhang mit Schadenfreude erwähnt. Inwiefern wäre das eine Stärke, die dem Überleben diene?

    Schadenfreude ist ja die Freude an einem Schaden und da ist es üblich, dass man den Fehler zunächst nicht aufdeckt, damit überhaupt ein Schaden durch den Fehler entsteht. Der Fehler selbst ist ja nicht unbedingt ein Schaden - aber er kann zum Schaden führen. Deshalb empfindet man Schadenfreude erst, wenn der Schaden eingetreten ist.
    Überlebenswichtig hingegen ist es, wenn ich vor einem Schaden Fehler aufdecke und damit verhindere, dass Menschen zu Schaden kommen. Daher ist die Fähigkeit zur Unterscheidung, z.B. im Buddhismus von heilsam und unheilsam, ein Teil der Schulung. Irgendwo hat Buddha auch gesagt, dass es eben Probleme gibt, wenn man einen Unverständigen auf Fehler hinweist. Das hat der nicht gern. Insbesondere Menschen in sogenannten Führungspositionen, wie Lehrer, sind es gewohnt, andere zu unterweisen und haben es nicht gern, wenn sie auf etwas hingewiesen werden.
    Und genau das merkt man hier auch an der Art der Diskussion. Es wird lieber abgewiegelt. Aber um die Dinge wirklich zu ändern, brauche ich Transparenz und
    einen positiven Umgang mit Fehlern, denn Fehler an sich sind normal und werden erst zu einem Problem, also Schaden, wenn sie nicht aufgedeckt werden.

  • mukti
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    • 26. September 2017 um 11:35
    • #38
    Tychiades:


    Überlebenswichtig hingegen ist es, wenn ich vor einem Schaden Fehler aufdecke und damit verhindere, dass Menschen zu Schaden kommen.


    Verstehe, ja das macht natürlich Sinn. Auch wenn bereits Schaden entstanden ist sollte der zugrundeliegende Fehler aufgedeckt werden als Beitrag um weiteren Schaden zu verhindern und auch um davor zu warnen sich an Misständen überhaupt erst zu beteiligen. Das wäre dann auch der Zweck von Threads wie diesem.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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