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  1. Buddhaland Forum
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Buddhismus im realen Leben

  • Son
  • 19. August 2017 um 09:28
  • Zum letzten Beitrag
  • Festus
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    • 20. August 2017 um 17:44
    • #26
    Son:

    Hallo Festus,

    Zitat

    „Wenn gelästert wird, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ich will mit lästern oder nicht. Wenn ich nicht will, mache ich es auch nicht. Und ich habe es auch nicht nötig, mein Verhalten mit Buddhist sein oder irgendetwas anderem zu begründen. Ich lästere einfach nicht mit.“

    Ja, das ist ein Zugang, der halt in der Praxis nicht sehr oft funktioniert, wenn jemand in mein Büro kommt, egal ob ein Mitarbeiter oder ein Vorgesetzter ist es in der Praxis nicht möglich gar nicht Stellung beziehen, ich mein, ich kann schon schweigen, aber dann überprüfen die mich auf Diensttauglichkeit.

    Die Idee mit dem Schweigen ist gut, lässt sich aber nicht in allen Situationen einsetzen, bei unwichtigen Gesprächen ja, bei direkter Konfrontation mit konkreten Problemstellungen nicht.
    Ich arbeite als Kontrollinstrument in meiner Firma, ein sehr dankbarer Job… - es ist also meine Aufgabe Missstände aufzuzeigen bzw. werden sie an mich herangetragen, also Abgrenzung ist hier nicht einfach. Ich kann die Missstände übersehen ist eine Möglichkeit, meist versuche ich sie dahingehend zu lösen, dass ich sie persönlich anspreche, dann passiert das in friedvoller Atmosphäre, wenn Abteilungsleitungen oder Führungskräfte mit konkreten Problemstellungen kommen werde ich schon involviert dahingehend nichts zu sagen nicht möglich....


    Das ist doch schon mal ein "Mehr" an Hintergrundinformationen. :)

    Also, nicht mit lästern heißt nicht zu schweigen. Du kannst das Gespräch immer wieder auf die Sachebene bringen. Du kannst z.B. das Instrument des aktiven Zuhören nutzen.

    Herr Müller kommt zu dir und sagt: "Also der Meier, dieser Arsch, da klappt das nie. Er gibt keine Infos weiter und setzt Anweisungen nicht um. Seine Arbeitsabläufe sind total chaotisch. Aber was soll man von so einem auch schon erwarten. Der ist doch...........Da kann ja nichts klappen."
    Und nun kommst du: " Habe ich sie richtig verstanden, dass sie mit Herrn Meier unzufrieden sind? Sie vermissen eine konstruktivere Zusammenarbeit.
    Und was an den Arbeitsabläufen würden sie verbessern?"


    Nur mal so als Beispiel. Zeige dem Kollegen, dass du ihn ernst nimmst, ihm zuhörst, ohne auf Geläster einzugehen. Und zur Not sage auch in aller Deutlichkeit, was du von Geläster hältst.

    Ein deutliches Wort hilft da manchmal mehr als lange Erklärungen. :grinsen:
    Ich war einige Zeit Betriebsratvorsitzender. Das übt ungemein.
    Außerdem hatte ich einmal eine Vorgesetzte, die das Lästern sehr gut beherrschte. Ich arbeite in einer Arztpraxis. Im pflegerischen Bereich duzen wir uns alle, auch die Pflegedienstleitung. Nur die Ärzte, die Chefs in der Praxis, werden gesiezt. Eins Tages habe ich unserer Pflegedienstleitung bei einer Sitzung vor allen Anwesenden untersagt, mich weiter zu duzen. Danach hatte ich Ruhe.

    Ich halte es für wichtig, seine Grenzen zu erkennen und auch durchzusetzen.

    Zitat

    Nein, habe ich nicht, oder vielleicht doch, doch das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, meine Probleme sind nicht dienstlicher Natur und das kann ich trennen!


    Toi toi toi

    Zitat

    Was meinst du mit meinen Defiziten, ich bin dort um meine Arbeit zu erledigen, dafür werde ich bezahlt, ich suche keine Freundschaften, aber wenn ich gewisse für meine Arbeit notwendigen Informationen nicht bekomme, kann ich meine Arbeit nicht machen und dann interessiert es leider niemand, warum ich meine Arbeit nicht erledigen konnte, weil so ist das SYSTEM


    Du kannst auch auf der Sachebene versuchen Informationen zu bekommen. Du kannst dir Dinge von Kollegen zeigen oder erklären lassen und dann nachfragen ob es auch anders geht, ob der Kollege Verbesserungsvorschläge hat.
    Wäre vielleicht interessant, sich nach dem obigen Gespräch mal mit Herrn Meier zu unterhalten, ihn mal nach seiner Arbeit zu fragen; ob er zufrieden ist wie es ist, ob er Verbesserungsvorschläge hat. Und wenn du Ideen hast, was anders laufen könnte, kannst du ja versuchen, ihn dafür zu begeistern.
    Und manchmal sind Mitarbeiter einfach nicht qualifiziert. Dann muss da nach Möglichkeiten gesucht werden, im Positiven wie im Negativen.

    Und wenn ein SYSTEM zu belastend ist und sich nicht verändern lässt, dann gibt es sicher auch andere System. Es gibt viele Mütter mit schönen Töchtern.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
    (Obaku)

  • Son
    Gast
    • 20. August 2017 um 18:46
    • #27

    Hallo Festus,

    Dein Zugang ist ein sehr sachlicher und Guter, das kann ich mir vorstellen, dass so etwas funktionieren könnte, wobei mir werden Informationen oft in Sekunden mitgeteilt, also da habe ich oft wenig Reaktionszeit, trauriger weise ist das so, weil es meine Führungskräfte nicht interessiert. Ich versuche seit Jahren ein Bewusstsein zu schaffen des Mitgefühls bzw. vor allem des Verstehens, bin aber kläglich gescheitert.

    Wie gesagt, wenn es zu einer konstruktiven Kommunikation kommt ist dein Beispiel sehr hilfreich, weil wie gesagt, so kann man durchaus agieren ohne anzuecken, man nimmt Fahrt aus dem negativen Gespräch.

    Ich nehme jeden Menschen und Kollegen ernst und zu sagen, was ich von Geläster halte ist nicht ganz einfach, weil da wird dann Stimmung gemacht gegen mich und das ist auch nicht angenehm, weil wenn man seine ganze Abteilung dann gegen sich hat, wird die Zusammenarbeit wohl nicht leichter. Aber nochmal kommt auf die Situation drauf an, den Mut dazu habe ich generell schon.
    Ich kann auch sehr direkt sein, wobei immer eine Frage wie ernst man das nimmt.

    Dass du jemand das Du-Wort entzogen hast finde ich nicht kindisch sondern mutig, weil das würde ich auch oft gerne, ich habe kein Problem wenn man mich duzt, wenn man mich normal behandelt, wenn man mir schlecht gesinnt ist, dann mag ich das gar nicht. Ich bin auch kein Freund des Du-Worts in meiner Firma, aber es ist leider fast üblich.

    Wie gesagt, danke für deine Art von Lösungsansätzen, die auch wertvoll sind und durchaus machbar.
    Gewisse Informationen bekomme ich nur von einem Mitarbeiter, der eben zuständig ist, wenn der nicht kooperiert, dann kann ich nicht jemand anders fragen, es gibt keine Doppelbesetzungen letztendlich, das ist auch Teil dieses Systems und vor allem das System wird sich nicht ändern und will sich nicht ändern.

    Also du siehst es ist schon eine gewisse Abhängigkeit da, wenn man da mit einem Mitarbeiter ein Problem hat, dann ist es leider schwer lösbar, weil wie gesagt auch die Vorgesetzten leider nicht eingreifen.

    Wenn mir zu Ohren kommt, dass gegen einen Mitarbeiter vorgegangen wird, versuche ich immer auch seine Meinung zu hören, sofern ich die Kompetenz dazu habe, heißt, dass es mir letztendlich erlaubt wird, die zweite Seite anzuhören.

    Ich kann nur kompensieren in dem Bereich, wo ich Entscheidungsgewalt habe, das ist nur ein kleiner Teil.

    Für mich gibt es leider nur dieses System, ich bin ein Gefangener des Systems, ich kann da nicht raus, ich bin zu alt und würde keine Arbeit mehr bekommen – das wiederum würde meine Existenz nicht nur gefährden sondern letztendlich so weit angreifen, dass es ein normales selbst bestimmtes Leben nicht mehr möglich wäre, LG Son

  • Holzklotz
    Gast
    • 21. August 2017 um 11:23
    • #28

    Hallo Son,

    nur mal ein Schuss ins Blaue...
    könnte es sein, dass ein tiefer liegendes Problem ist, dass Du Dir wünschst, dass das reale Leben genau so friedlich ist wie das Leben auf dem Kissen und dass Du Dich innerlich gegen diese offensichtliche Diskrepanz auflehnst, die Dir ja ständig unter die Nase gerieben wird?
    Falls da nichts dahinter steckt, dann bitte gleich wieder vergessen :)

    (So ging es mir jedenfalls ziemlich lange bei der Arbeit und die ganzen Detailsorgen ließen sich im Endeffekt auf ein Grundproblem zurück führen)

  • fotost
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    • 21. August 2017 um 12:33
    • #29
    Holzklotz:

    Hallo Son,

    nur mal ein Schuss ins Blaue...
    könnte es sein, dass ein tiefer liegendes Problem ist, dass Du Dir wünschst, dass das reale Leben genau so friedlich ist wie das Leben auf dem Kissen und dass Du Dich innerlich gegen diese offensichtliche Diskrepanz auflehnst, die Dir ja ständig unter die Nase gerieben wird?
    Falls da nichts dahinter steckt, dann bitte gleich wieder vergessen :)

    (So ging es mir jedenfalls ziemlich lange bei der Arbeit und die ganzen Detailsorgen ließen sich im Endeffekt auf ein Grundproblem zurück führen)

    Recht guter Sch(l)uß... :grinsen:

    Das reale Leben ist nicht friedlich. Es ist nicht nett und es steht im Widerspruch zum 'Leben auf dem Kissen'
    Genau darum. Es geht darum, (hier und jetzt und ganz real) diese Widersprüche zu erkennen und zu benennen.

    Das Leben im Formenkreis (das reale Leben) ist mit Leid verbunden. Es ist nicht 'Leiden' - Unfug! (Ich habe soviel Spaß, wie ich mir selbst erlaube ;)
    Das reale Leben ist einfach dauerhaft, untrennbar, nicht auflösbar mit Leiden verquickt, solange es nicht verstanden wird!

    Für jeden Einzelnen - es gibt Auswege. Es gibt Freiheit.

  • Noreply
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    • 21. August 2017 um 13:50
    • #30
    fotost:
    Holzklotz:

    Hallo Son,

    nur mal ein Schuss ins Blaue...
    könnte es sein, dass ein tiefer liegendes Problem ist, dass Du Dir wünschst, dass das reale Leben genau so friedlich ist wie das Leben auf dem Kissen und dass Du Dich innerlich gegen diese offensichtliche Diskrepanz auflehnst, die Dir ja ständig unter die Nase gerieben wird?
    Falls da nichts dahinter steckt, dann bitte gleich wieder vergessen :)

    (So ging es mir jedenfalls ziemlich lange bei der Arbeit und die ganzen Detailsorgen ließen sich im Endeffekt auf ein Grundproblem zurück führen)

    Recht guter Sch(l)uß... :grinsen:

    Das reale Leben ist nicht friedlich. Es ist nicht nett und es steht im Widerspruch zum 'Leben auf dem Kissen'
    Genau darum. Es geht darum, (hier und jetzt und ganz real) diese Widersprüche zu erkennen und zu benennen.

    Das Leben im Formenkreis (das reale Leben) ist mit Leid verbunden. Es ist nicht 'Leiden' - Unfug! (Ich habe soviel Spaß, wie ich mir selbst erlaube ;)
    Das reale Leben ist einfach dauerhaft, untrennbar, nicht auflösbar mit Leiden verquickt, solange es nicht verstanden wird!

    Für jeden Einzelnen - es gibt Auswege. Es gibt Freiheit.

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    Vielleicht auch die Freiheit die unperfekte Welt als das zu sehen was sie ist, sie ist Perfekt weil sie nicht Perfekt ist. Ich nehme das Unperfekt als Unperfekt und weiss das das nur meine Meinung ist. :nosee::nohear::nospeak:

  • Karnataka
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    • 21. August 2017 um 14:05
    • #31

    Hallo,

    zum Verständnis spezifischer Probleme der mittleren Leitungsebene kann ich nicht viel beisteuern. Kann mir aber vorstellen, dass von den Mitarbeitern automatisch viel Kritik kommt, wenn Unzufriedenheit, Frustration da sind, manchmal spielen vielleicht auch Unterforderung oder Neid eine Rolle. Von der höheren Ebene sind Erwartungen da, aber vermutlich wenig Unterstützung dabei, unangenehme Entscheidungen umzusetzen. Im übelsten Fall gibt es wenig Mitgefühl für Betroffene.

    Allgemein sind die üble Nachrede und Mobbing ein wichtiges Thema, auch für mich. Daher hänge ich eine lange Wurst an theoretischen Überlegungen an, ohne Anspruch, strukturellen Probleme oder dem Umgang mit sehr destruktiven Verhaltensweise dadurch gerecht werden zu können.

    Philosophisch gesehen bin ich der Auffassung, dass das Verteilen von Achtung und Missachtung der Schlüssel ist, um zu verstehen, wie „Gesellschaft“ überhaupt funktioniert. Gesetze geben ja nur einen groben Rahmen für menschliches Verhalten. Der missachtende Tratsch scheint mir also eingebettet in das, was ein Soziologe wie Niklas Luhmann als die tatsächlich beobachtbare „Moral“ bezeichnet.

    Grundsätzlich schafft der Wunsch nach Anerkennung den Ehrgeiz, Ziele zu verwirklichen und Leistungen zu erbringen. Die Sorge vor Missachtung schafft Druck, sich angemessen zu verhalten. Diese Motivation wird besonders deutlich, wo größere Gemeinschaften miteinander zu tun haben. Da das Leben in der Großgruppe praktisch nur mehr im Arbeitsleben existiert, Großfamilien und Dorfgemeinschaften kaum noch Bedeutung zukommt, findet sich auch dort das Problem des Mobbings, würde ich sagen. Im anonymen städtischen Leben kann man dagegen kaum - wie die Redewendung sagt - sein Gesicht verlieren.

    Buddhistisch interpretiert fällt mir zum permanenten Spiel von Achtung und Missachtung innerhalb menschlicher Gemeinschaften die grundsätzliche Leidhaftigkeit ein, wonach es eben keinen bleibenden Zustand gibt, der keinerlei Anlass zur Frustration bereithalten würde. Vielleicht hilft dies, Toleranz gegenüber problematischen Situationen zu entwickeln?

    Um mit missachtenden Tratsch im Arbeitsleben einigermaßen gut zurecht zu kommen, sind beide Seiten, die aktive und die passive, zu bedenken. Einmal geht es um eine grundsätzliche Anerkennung für andere, wie wir sie ja auch uns selbst gegenüber schätzen. Naturgemäß sollte dies im Zusammenleben funktionieren und Zurückhaltung honoriert werden. Immer die Schuld bei anderen zu suchen, scheint dagegen ein Grundübel.

    Zweitens sollte ich meine Arbeit, soweit dies möglich ist, wirklich okay leisten. Dies stärkt mich gegenüber möglicher Missachtung, wogegen mich Schuldgefühle zusätzlich belasten.

    Diese banale Logik sollte helfen, den destruktiven Tratsch einzuengen, oder? Die Frage ist, wieweit es gelingt, den inneren Wert der Anerkennung anderer Menschen und eigener Werte auch dann aufrecht zu halten, wenn Missachtende um ihre Macht wissen, etwa die Kooperation zu verweigern. Vermutlich gibt es auch einen gerechtfertigten Zorn, um soziale Angelegenheiten ins Lot zu bringen!

    Hm... Einschränkend ist aus Sicht der Ethik des DL immer zu sagen, dass eigene Empfindungen die Wahrnehmung von Menschen und Situationen sehr verfälschen können. Man sieht nur noch die negativen Aspekte, die die eigene Ablehnung bestätigen. Dies lässt auch alle Schuld ausschließlich bei den anderen suchen. Ob diese Empfindungen übertrieben und realitätsfern sind, spielt kaum noch eine Rolle.

    Der DL rät, zwischen dem Menschen und seinem Verhalten zu unterscheiden. Am Einfachsten scheint mir jedenfalls, wenn Abstand möglich ist. Sofern aus längerer Zusammenarbeit klar wird, dass gewisse Dynamiken immer neu auftreten, scheint mir doch prophylaktisch den Status des Einzelgängers nicht unattraktiv, sage ich mal, um sich sinnlose Erregungen zu ersparen. Oder täusche ich mich?

    Abschließend noch eine Überlegung, die nicht unbedingt das Arbeitsleben betrifft: Zwischen Gefühlen besteht ein Zusammenhang, lehrt der DL. Geduld gilt als Mittel gegen Zorn, Zufriedenheit gegen Gier und so weiter. In diesem Sinn misstraue ich dem Stolz. Er ist praktisch immer mit der Vorstellung von Anerkennung durch andere verbunden, scheint mir. Um also ein wenig mehr Autonomie gegenüber dem permanenten Spiel von Achtung und Missachtung entwickeln zu können, sollten wir auch dem trügerischen Hochgefühl eines solchen Stolzes weniger Raum geben, scheint mir. :?

  • Holzklotz
    Gast
    • 21. August 2017 um 14:12
    • #32
    Ellviral:

    Vielleicht auch die Freiheit die unperfekte Welt als das zu sehen was sie ist, sie ist Perfekt weil sie nicht Perfekt ist. Ich nehme das Unperfekt als Unperfekt und weiss das das nur meine Meinung ist. :nosee::nohear::nospeak:


    Oder: sie ist vollkommen, obwohl wir sie nicht perfekt finden :)

    Trotzdem weiß auch jeder, der länger den Weg geht, dass man das nicht mit dem Kopf entscheiden kann und Vollkommenheit einfach behauptet oder sich einredet. Das kann auch manchmal ganz schön zermürbend sein (und muss es wahrscheinlich auch)
    Da wo wir uns wehren wissen wir aber, dass wir unser Übungsfeld gefunden haben und das ist eigentlich das Wichtigste, weil der Weg so wieso nie zu Ende ist. Wir dürfen nur nicht aufhören mit dem Üben.

  • Son
    Gast
    • 21. August 2017 um 14:13
    • #33

    Hallo,

    das reale Leben ist unsere künstlich geschaffene Wirklichkeit, das hat aber nichts mit dem Leben wie es ist zu tun. In der Welt wie sie seit Millionen von Jahren besteht, hat unsere Realität keinen Platz, aber gut, das werde ich nicht ändern.

    Ich wundere mich, dass mich scheinbar wenige verstehen, lebt ihr im Paradies oder fernab jeder künstlichen Realität?

    Nein, es ist nicht mein persönliches Problem, wenn ich damit ein Problem habe, dass Menschen krank gemacht werden durch bewusste Bösartigkeit von anderen, aber für diese Menschen ist es ein Problem, weil sie leiden auch ungern oder sterben früh, weil was passiert denn, wenn man jahrelang mit Negativität in Form von Bösartigkeit "beschossen" wird, es zeigt irgendwann Wirkung und der Mensch wird krank, das ist auch viel schlimmer als die Lästerei, weil die bekommt derjenige, den es betrifft ja nicht mit.

    Nochmal ich schreibe aus meiner persönlichen Erfahrung in meiner Arbeit und da hat das System und in anderen Unternehmen vermutlich auch - soll man wegsehen, wenn anderen massiv unrecht getan wird, nur weil man selbst in Ruhe gelassen wird? Gut, eine mögliche Strategie, ein wenig egoistisch zwar, aber eine gute Überlebensstrategie oder mit dem Strom schwimmen.

    Wobei ich will nicht unfair sein, es waren wirklich einige gute Anregungen und Ideen dabei, wie mit diesen Dingen umzugehen ist, weil ändern kann ich ja nur mich, die anderen zweifelsohne nicht und das werde ich auch so akzeptieren, muss ich ja wohl, LG Son

  • Son
    Gast
    • 21. August 2017 um 14:22
    • #34

    Nun, wie sieht denn die Übung aus, wenn neben dir Menschen so behandelt werden, dass sie krank werden? Gleichmut? Vor allem, wenn man keine Möglichkeit hat es zu beeinflussen, weil einem das System aufzeigt, dass wenn du dagegen etwas tust, es dir selbst so ergehen wird?

    Es mögen manche anders sehen, das ist mir klar, aber dass wir sagen oder tun dürfen, was wir für richtig halten ist eine Illusion. Versucht mal, wenn ihr in einem Arbeitsprozess seid zu sagen, was ihr wirklich denkt, kann gut gehen, kann aber auch falsch ankommen.

    Wo kann ich denn sagen, was ich denke und fühle? Gewisse Themen werden ja auch bewusst von unseren so freien Medien totgeschwiegen. Deshalb nochmal, wo ist denn die so gelobte Meinungsfreiheit.

    Wenn ich einen Leserbrief schreibe über ein kritisches Thema und der würde veröffentlicht werden, was er ohnedies nicht würde, aber da könnte es dann durchaus sein, dass jemand vor meiner Tür steht.

    Man kann ja nicht mal zu Hause die Wahrheit sagen, seiner Partnerin, Partner - kann man ja, aber ist oft nicht empfehlenswert, wenn man in Frieden leben will.

    Buddhismus ist eine tolle Glaubensausrichtung und ein Pfad, aber den Buddhismus im Alltag zu leben heißt auch sehr offen zu sein ausgenutzt zu werden aufgrund der Gutmütigkeit des Glaubens bzw. der Regeln, LG Son

  • Noreply
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    • 21. August 2017 um 14:31
    • #35
    Holzklotz:
    Ellviral:

    Vielleicht auch die Freiheit die unperfekte Welt als das zu sehen was sie ist, sie ist Perfekt weil sie nicht Perfekt ist. Ich nehme das Unperfekt als Unperfekt und weiss das das nur meine Meinung ist. :nosee::nohear::nospeak:


    Oder: sie ist vollkommen, obwohl wir sie nicht perfekt finden :)

    Trotzdem weiß auch jeder, der länger den Weg geht, dass man das nicht mit dem Kopf entscheiden kann und Vollkommenheit einfach behauptet oder sich einredet. Das kann auch manchmal ganz schön zermürbend sein (und muss es wahrscheinlich auch)
    Da wo wir uns wehren wissen wir aber, dass wir unser Übungsfeld gefunden haben und das ist eigentlich das Wichtigste, weil der Weg so wieso nie zu Ende ist. Wir dürfen nur nicht aufhören mit dem Üben.

    Das was ist ist auf dem Weg zwischen den Extremen, Perfekt und Unperfekt, das sind die Endpfähle der Strecke. irgendwann pendelt sich die Rennerei in einer relativ breiten Mitte zwischen den Pfählen ein. Unperfekte Perfektion.

  • Holzklotz
    Gast
    • 21. August 2017 um 14:54
    • #36
    Son:

    Nein, es ist nicht mein persönliches Problem, wenn ich damit ein Problem habe, dass Menschen krank gemacht werden durch bewusste Bösartigkeit von anderen, aber für diese Menschen ist es ein Problem, weil sie leiden auch ungern oder sterben früh, weil was passiert denn, wenn man jahrelang mit Negativität in Form von Bösartigkeit "beschossen" wird, es zeigt irgendwann Wirkung und der Mensch wird krank, das ist auch viel schlimmer als die Lästerei, weil die bekommt derjenige, den es betrifft ja nicht mit.

    Nochmal ich schreibe aus meiner persönlichen Erfahrung in meiner Arbeit und da hat das System und in anderen Unternehmen vermutlich auch - soll man wegsehen, wenn anderen massiv unrecht getan wird, nur weil man selbst in Ruhe gelassen wird? Gut, eine mögliche Strategie, ein wenig egoistisch zwar, aber eine gute Überlebensstrategie oder mit dem Strom schwimmen.

    Wobei ich will nicht unfair sein, es waren wirklich einige gute Anregungen und Ideen dabei, wie mit diesen Dingen umzugehen ist, weil ändern kann ich ja nur mich, die anderen zweifelsohne nicht und das werde ich auch so akzeptieren, muss ich ja wohl, LG Son


    Meinst Du das geht nur DIR so?
    Wir leben ALLE auf dieser Welt und müssen damit klar kommen.

    Noreply
    Ich hab nur "Vollkommenheit" genommen, weil Perfektion immer Ansichtssache ist und von der Perspektive abhängt. Meine perfekte Welt wäre für Dich unperfekt und anders rum. Es geht doch eher darum, den Maßstab fallen zu lassen, anstatt auf der Skala herum zu pendeln.

  • Noreply
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    • 21. August 2017 um 15:37
    • #37
    Holzklotz:
    Son:

    Nein, es ist nicht mein persönliches Problem, wenn ich damit ein Problem habe, dass Menschen krank gemacht werden durch bewusste Bösartigkeit von anderen, aber für diese Menschen ist es ein Problem, weil sie leiden auch ungern oder sterben früh, weil was passiert denn, wenn man jahrelang mit Negativität in Form von Bösartigkeit "beschossen" wird, es zeigt irgendwann Wirkung und der Mensch wird krank, das ist auch viel schlimmer als die Lästerei, weil die bekommt derjenige, den es betrifft ja nicht mit.

    Nochmal ich schreibe aus meiner persönlichen Erfahrung in meiner Arbeit und da hat das System und in anderen Unternehmen vermutlich auch - soll man wegsehen, wenn anderen massiv unrecht getan wird, nur weil man selbst in Ruhe gelassen wird? Gut, eine mögliche Strategie, ein wenig egoistisch zwar, aber eine gute Überlebensstrategie oder mit dem Strom schwimmen.

    Wobei ich will nicht unfair sein, es waren wirklich einige gute Anregungen und Ideen dabei, wie mit diesen Dingen umzugehen ist, weil ändern kann ich ja nur mich, die anderen zweifelsohne nicht und das werde ich auch so akzeptieren, muss ich ja wohl, LG Son


    Meinst Du das geht nur DIR so?
    Wir leben ALLE auf dieser Welt und müssen damit klar kommen.

    Noreply
    Ich hab nur "Vollkommenheit" genommen, weil Perfektion immer Ansichtssache ist und von der Perspektive abhängt. Meine perfekte Welt wäre für Dich unperfekt und anders rum. Es geht doch eher darum, den Maßstab fallen zu lassen, anstatt auf der Skala herum zu pendeln.

    aber wie willst Du die Skala verlassen wenn Du die Enden nicht kennst. Wie willst Du in den Strom eintreten wenn Du nicht erkennst das es der Strom ist und nicht seine Ufer? Maßstäbe kann ich nur dann fallen lassen wenn ich Beide Extreme kenne. Die Mitte hat kein Maß. Kennst Du "Apfelmännchen"? Nur in diesen winzigen Bereich gibt es eine ungeheure Vielfalt, da ist der Strom, die Mitte und das Feld in dem das Apfelmännchen, erscheint sind die Extreme. Der Rand des Männchen ist die Unvollkommene Vollkommenheit.

  • Holzklotz
    Gast
    • 21. August 2017 um 16:03
    • #38
    Ellviral:

    aber wie willst Du die Skala verlassen wenn Du die Enden nicht kennst. Wie willst Du in den Strom eintreten wenn Du nicht erkennst das es der Strom ist und nicht seine Ufer? Maßstäbe kann ich nur dann fallen lassen wenn ich Beide Extreme kenne. Die Mitte hat kein Maß. Kennst Du "Apfelmännchen"? Nur in diesen winzigen Bereich gibt es eine ungeheure Vielfalt, da ist der Strom, die Mitte und das Feld in dem das Apfelmännchen, erscheint sind die Extreme. Der Rand des Männchen ist die Unvollkommene Vollkommenheit.


    das ist zu kompliziert um wahr zu sein :)

  • Son
    Gast
    • 21. August 2017 um 16:04
    • #39

    Hallo Karnataka,

    danke für deine ausführliche Betrachtung, vor allem für deinen doch starken Realitätsbezug, vielleicht weil wir im gleichen Land leben? Ich weiß es nicht. Tratsch und Lästern über andere ist eines, nicht gut keine Frage, aber effektiv anderen bewusst zu schaden ist für mich eine andere Kategorie, eigentlich hätte ich das zum Hauptthema machen müssen, weil auf dieses Problem wurde eher wenig eingegangen.

    Vielleicht lebe ich zu sehr in der Realität als in der Spiritualität? Ganz einfach nochmal ausgedrückt, wie du es auch gesagt hast, Mobbing kann eigentlich eher nur in größeren "Räumen" stattfinden, wie in großen Firmen, Schulen, jetzt ganz modern Facebook und soziale Netzwerke.

    Mein Thema ist das reale Leben, reale Arbeitsleben. Ähm, ich weiß nicht, aber es regt mich schon auf, wenn andere Menschen bewusst in seelische bzw. körperliche Krankheiten getrieben werden, die teilweise auch ziemlich schlecht enden, da hört sich mein Mitgefühl und Verständnis auf.

    Es ist wie du sagst auch viel Missgunst im Spiel, aber auch Freude am Schlechtgehen des Anderen, noch tragischer finde ich, unter dem Motto Only bad News are good News - ich suche das Leid der Anderen nicht, es ist wie gesagt Teil meiner Arbeit, die an mich herangetragen wird. Und ja, ich selbst habe auch genug Probleme, aber die sind wie sie sind, darüber möchte ich nicht klagen.

    Wie du geschrieben hast die Führungskräfte, also die ganz oben in der Hierarchie sind, die agieren überhaupt "schmerzbefreit" - da gibt es kein Mitgefühl, es ist auch egal, ob jemand todkrank ist, tot oder was es sonst noch an Schicksalsschlägen geben mag. Die interessiert gar nichts, weil eben keine Zeit für so kleine Probleme wie das Mitarbeiter sehr leiden.

    Wer nicht funktioniert wird ausgetauscht, das ist unsere Arbeitswelt heute, gnadenlos. Und ich sehe es so, dass nicht immer beide Seiten schuld sind an einer Situation, sondern, dass es durchaus auch mal ziemlich einseitig sein kann.

    Wie gesagt, für mich ist alles gesagt, ich habe den Kernpunkt gesagt, es geht eigentlich um Menschenleben von dem ich spreche und die sind mir nicht egal, LG Son

  • Noreply
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    • 21. August 2017 um 16:13
    • #40
    Holzklotz:
    Ellviral:

    aber wie willst Du die Skala verlassen wenn Du die Enden nicht kennst. Wie willst Du in den Strom eintreten wenn Du nicht erkennst das es der Strom ist und nicht seine Ufer? Maßstäbe kann ich nur dann fallen lassen wenn ich Beide Extreme kenne. Die Mitte hat kein Maß. Kennst Du "Apfelmännchen"? Nur in diesen winzigen Bereich gibt es eine ungeheure Vielfalt, da ist der Strom, die Mitte und das Feld in dem das Apfelmännchen, erscheint sind die Extreme. Der Rand des Männchen ist die Unvollkommene Vollkommenheit.


    das ist zu kompliziert um wahr zu sein :)

    Wenn man es sieht und erfährt fallen einem unendlich viele Worte ein die es nicht sagen können. Die Worte sind kompliziert die Sache ist super einfach.

  • jianwang
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    • 21. August 2017 um 16:39
    • #41

    Da vor uns und in uns ist die Welt, doch in deren Verwirrtheit und Verwirrung ist die absolute Wahrheit.
    Sieh diese Wahrheit und keine Wirrnisse werden Dich noch erreichen.

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Son
    Gast
    • 21. August 2017 um 18:24
    • #42

    Danke dir jianwang!!! LG Son

  • jianwang
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    5. Mai 2017
    • 21. August 2017 um 20:28
    • #43

    Noreply
    Ja, ich finde die seltsamen Attraktoren als eine interessante Sache. Die unbegrenzte Tiefe des "Apfelmännchen", die logische Unfassbarkeit der Kochschen Kurve oder die praktische Unlösbarkeit des Zcirpinski-dreieck.

    Und doch ist es einfacher als die Leere in der Fülle der Welt zu erkennen.

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
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  • ARYA DHARMA
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    • 21. August 2017 um 20:28
    • #44
    Son:

    Hallo ikkyu San,

    Danke, dass du/ihr Euch so zahlreich an dem Beitrag beteiligt, weil es sind für mich einige sehr wertvolle Dinge dabei, wo ich mir denke, sie auszuprobieren bzw. in mein Alltagsleben zu integrieren.

    Recht zu haben ist mir nicht wichtig, wenn andere Menschen Dinge gleich sehen bestätigt es mich aber, dass nicht nur ich dieses Gefühl habe.

    Mit Menschen, die von etwas überzeugt sind und derlei kenne ich doch Einige diskutiere ich gar nicht, entweder ich sage nichts oder eben bejahe es, auch wenn es Blödsinn ist, wenn ich es nicht bejahe oder gar nichts sage beginnt eine Diskussion. Dies gilt allerdings nur für nicht wichtige Themen wie für mich Politik oder was auch immer. Es macht ja nur Sinn zu diskutieren, wenn jemand bereit ist von seinem Standpunkt abzurücken, wenn das nicht der Fall ist, wozu?
    In deinem Fall finde ich die Taktik zu schweigen und kein aha oder ja oder was auch immer zu sagen eine gute Strategie, wie du sagst, sie wird nicht beliebt machen, aber das ist ja auch nicht mein Ziel, ich möchte einfach in Ruhe gelassen werden mit negativen Dingen, die irgendjemand behauptet und mich gar nicht betreffen.

    Wie gesagt mit deinem Beitrag fange ich viel an, weil es viele Ideen bzw. Möglichkeiten vorgibt, die mir so nicht so vor Augen waren, es so zu lösen.

    Auch dein zweiter Ansatz den finde ich sehr interessant, nämlich den Grund, warum du glaubst, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft heute so sind, der ist wirklich gut für mich nachzuvollziehen und schlüssig, nämlich dass die Menschen das widergeben, was sie aufsaugen und das ist leider viel Mist, durch die zig-TV-Kanäle, die wirklich ein sehr bescheidenes Niveau haben bis auf wenige Ausnahmen, dann die Printmedien und letztendlich auch das Internet usw. – wobei ich verstehe, wenn ich gewisse Privatsender einschalte, warum die Menschen so sind, ich wollte jetzt ein anderes Wort schreiben, habe es mir aber überlegt.

    Weißt du Menschen waren in meiner Jugend schon deutlich anders, das behaupten zwar alle Generationen dass früher alles besser war, aber durch die Nichtdigitalisierung bzw. das nicht vorhandene Angebot an Möglichkeiten in allen Bereichen war es einfach ruhiger und auch die Menschen waren ruhiger.

    Ich lese schon seit Jahren keine Zeitungen mehr, schaue kaum fern, nur Sport und wenig Internet, am Handy gar nichts, nur telefonieren und das selten. Also ich versuche die Dinge so zu nützen, dass sie mir helfen und nicht umgekehrt.

    Aber all das was ich angeprangert habe ist, wie du sagst auch für einen selbst eine große Herausforderung, nämlich achtsam zu sein und nicht selber in solche Muster zu verfallen oder eben Teil davon zu werden in dem man keine Grenzen setzt.

    LG Son

    PS: Ich beantworte jeden Beitrag extra.

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    Hallo Son,

    gut, freut mich das was hängenbleibt.

    Es gibt sogar eine Lehrrede des Buddha (Spezialisten können die ja anfügen^^), die besagt, dass die Quelle von Unwissenheit BEGINNT bei schlechtem Umgang. Schlechter Umgang findet man an jeder Ecke, in jeder Familie, in jedem Fernsehkasten, in jedem Handy. Dies steht auch für die Wichtigkeit von Achtsamkeit - wie du ja schreibst, dass du die Dinge nutzen möchtest, dass sie dir helfen.

    Ansonsten ist die Gesellschaft natürlich in einem vollkommen desolaten Zustand. Hier bietet es sich halt an, den "Idealismus" fahren zu lassen, wofür ich auch einige Jahre brauchte, mit Anfang 20 undenkbar, da will man die Welt verändern. Doch wenn man die Illusion von "Ich" und "mein" verstehen lernt, dann fallen diese ganzen Sachen weg. Denn "meine Welt" ist eben nicht "meine Welt", sondern einfach nur "Welt". Und die verhält sich so, wie sie eben ist. Man kommt kaum noch zu den Leuten durch, die Aufmerksamkeitsspannen liegen im Sekundenbereich, das Handy ist immer am Start. Das ist Unwissenheit/aviija im höchsten Maße. Da sollte man dann irgendwann auch realistisch (nicht idealistisch) hinschauen - die Lehre des Buddha ist schwer zu verstehen, noch schwerer umzusetzen - wer macht sich freiwillig die Mühe? Selbst in den größten Leidsituationen fragt man nicht nach einem Ausweg - ein leichter, ja, Medikamente, Drogen, Suff usw. Doch die wenigsten werden sich der Lehre des Buddha zuwenden. Man kann nicht jeden "retten", auch wenn das ein Boddhisattva Ideal ist.

  • Carneol
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    • 21. August 2017 um 22:22
    • #45
    Ellviral:
    Holzklotz:


    das ist zu kompliziert um wahr zu sein :)

    Wenn man es sieht und erfährt fallen einem unendlich viele Worte ein die es nicht sagen können. Die Worte sind kompliziert die Sache ist super einfach.


    Zoom ins Apfelmännchen

    Wenn wer mal selber basteln möchte: http://www.mathematische-basteleien.de/apfelmaennchen.htm

    Im erwachten Herzen leuchtet jede Farbe. (Jack Kornfield)

    Einmal editiert, zuletzt von Carneol (21. August 2017 um 22:55)

  • Noreply
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    • 21. August 2017 um 22:49
    • #46
    Carneol:
    Ellviral:

    Wenn man es sieht und erfährt fallen einem unendlich viele Worte ein die es nicht sagen können. Die Worte sind kompliziert die Sache ist super einfach.


    Zoom ins Apfelmännchen

    Wenn man sich so einen Zoom ansieht muss man immer bedenken das führt in immer kleinere und tiefere Tiefen, immer Kleiner immer Tiefer. Wer will eine erste Ursache finden?

  • jianwang
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    • 22. August 2017 um 06:55
    • #47

    Noreply

    tretet zurück, bis der Attraktor nur noch ein Punkt in gleichfarbige Fläche ist und versucht, dies zu erfassen.

    _()_

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  • jianwang
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    • 22. August 2017 um 09:09
    • #48
    Son:

    Nein, es ist nicht mein persönliches Problem, wenn ich damit ein Problem habe, dass Menschen krank gemacht werden durch bewusste Bösartigkeit von anderen, aber für diese Menschen ist es ein Problem, weil sie leiden auch ungern oder sterben früh, weil was passiert denn, wenn man jahrelang mit Negativität in Form von Bösartigkeit "beschossen" wird, es zeigt irgendwann Wirkung und der Mensch wird krank, das ist auch viel schlimmer als die Lästerei, weil die bekommt derjenige, den es betrifft ja nicht mit.

    Doch Du machst es zu Deinem persönlichen Problem, weil Du darunter leidest. Auch darunter, das Du nicht (wie in den Gelübden gesagt) Jedem helfen kannst.
    Dies ist eindeutig Gier.

    Woher nimmst Du die Gewissheit, das Du helfen kannst? Woher nimmst Du die Gewissheit, das denen wirklich geschadet wird? Weil sie "früher sterben"? Das kann es nicht sein. Was ist früh, was ist spät? Das sie leiden?

    Dazu als Denkanstoss von mir:
    Woher willst Du wissen, das die "Geschädigten" nicht nur ihrem eigenen Kharma-resultaten unterliegen? Wenn man den Begriff des Kharma ernst nimmt geschieht Nichts ohne Ursache, auch wenn diese vielleicht nicht sofort sichtbar ist.

    Wirklich helfen könntest Du nur den Leidenden, indem Du sie lehrst, ihr Kharma anzunehmen und damit ihr Leiden zu verstehen. Doch kannst Du dies wirklich? Wollen Sie dies wirklich?

    Ich könnte mir vorstellen, das diese Gier des Helfenwollens Deine Praxis beeinflusst, ja regelrecht vergiftet.

    Meine Worte bedeuten nicht, Alles Negative bei Anderen einfach mit Gleichmut zu übergehen. Hilf, wenn Du helfen kannst, doch leide nicht, wenn Du nicht helfen kannst. Das ist wahrer Gleichmut.

    _()_

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  • Noreply
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    • 22. August 2017 um 11:13
    • #49
    jianwang:

    Noreply

    tretet zurück, bis der Attraktor nur noch ein Punkt in gleichfarbige Fläche ist und versucht, dies zu erfassen.

    _()_

    ? Dann wachsen die Strukturen mit entgegen.

  • accinca
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    • 22. August 2017 um 11:24
    • #50
    Son:

    Nein, es ist nicht mein persönliches Problem, wenn ich damit ein Problem habe, dass Menschen krank gemacht werden durch bewusste Bösartigkeit von anderen, aber für diese Menschen ist es ein Problem, weil sie leiden auch ungern oder sterben früh, weil was passiert denn, wenn man jahrelang mit Negativität in Form von Bösartigkeit "beschossen" wird, es zeigt irgendwann Wirkung und der Mensch wird krank, das ist auch viel schlimmer als die Lästerei, weil die bekommt derjenige, den es betrifft ja nicht mit.


    Ja, vielleicht hätte man sich nichts vormachen sollen
    und schon früher mit rauchen aufhören müssen und sich
    dem Rauch bösartiger Menschen die davon gut leben zu entziehen.
    Erst in letzter Zeit müssen sie sagen, das rauchen tödlich sein
    kann und es in vielen Fällen auch ist oder krank macht. Aber
    selbst als passiver Raucher hat man es schwer - "beschossen" durch
    Bösartigkeit. ;)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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