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  1. Buddhaland Forum
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Karma Frage

  • Ritusa
  • 31. Mai 2017 um 20:15
  • Zum letzten Beitrag
  • accinca
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    • 3. Juni 2017 um 09:14
    • #26
    Anandasa:
    Zitat

    Gibt karma kranken menschen oder behinderten menschen selbst schuld weil sie im früheren leben schlecht waren? und ob juden im holocaust schlechtes karma abbauen mussten?
    Wenn ja wäre das sehr ungerecht


    Zur ersten Frage ist zu sagen, dass bei der Wiedergeburt im Buddhismus nicht die verstorbene Person in einem neuen Körper weiterliebt wie im Hinduismus. Zu der Frage Was genau wiedergeboren wird gibt es in diesem Forum viele Threads mit sehr vielen Antworten. Da aber nicht die Person wiedergeboren wird, gibt es gar keine Verbindung zu früheren Menschen, die in ihrem Leben schlecht gehandelt haben.


    Das ist ein Extrem das der Buddha so nicht gelehrt hat.
    Es hört sich so an als wollte einer der vor kurzem einen
    Raub begangen hat zum Richter sagen: "Vor kurzem noch,
    Herr Richter, war ich doch noch ein ganz anderer.
    Wegen der Unpersönlichkeit und der Vergänglichkeit.
    Mit dem habe ich nichts mehr zu tun, ich bin nicht die
    Person die das getan hat."

  • Noreply
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    • 3. Juni 2017 um 11:52
    • #27
    accinca:
    Anandasa:


    Zur ersten Frage ist zu sagen, dass bei der Wiedergeburt im Buddhismus nicht die verstorbene Person in einem neuen Körper weiterliebt wie im Hinduismus. Zu der Frage Was genau wiedergeboren wird gibt es in diesem Forum viele Threads mit sehr vielen Antworten. Da aber nicht die Person wiedergeboren wird, gibt es gar keine Verbindung zu früheren Menschen, die in ihrem Leben schlecht gehandelt haben.


    Das ist ein Extrem das der Buddha so nicht gelehrt hat.
    Es hört sich so an als wollte einer der vor kurzem einen
    Raub begangen hat zum Richter sagen: "Vor kurzem noch,
    Herr Richter, war ich doch noch ein ganz anderer.
    Wegen der Unpersönlichkeit und der Vergänglichkeit.
    Mit dem habe ich nichts mehr zu tun, ich bin nicht die
    Person die das getan hat."

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    Das stimmt doch! Die Person die dieses vorträgt vergisst aber das genau diese Rede Bestandteil der Person Räuber ist.

  • fotost
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    • 3. Juni 2017 um 12:20
    • #28
    accinca:

    ..
    Es hört sich so an als wollte einer der vor kurzem einen
    Raub begangen hat zum Richter sagen: "Vor kurzem noch,
    Herr Richter, war ich doch noch ein ganz anderer.
    Wegen der Unpersönlichkeit und der Vergänglichkeit.
    Mit dem habe ich nichts mehr zu tun, ich bin nicht die
    Person die das getan hat."

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    Der Ansatz ist richtig. Nie steigt der gleiche Mensch aus einem Fluß wie der, der hinein gestiegen ist.
    Die Folgerung, ich habe mit ihm nichts mehr zu tun ist allerdings falsch.

    Es gibt Verantwortung, es gibt Konsequenzen von Handlung, es gibt Karma.

  • Noreply
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    • 3. Juni 2017 um 13:29
    • #29
    fotost:
    accinca:

    ..
    Es hört sich so an als wollte einer der vor kurzem einen
    Raub begangen hat zum Richter sagen: "Vor kurzem noch,
    Herr Richter, war ich doch noch ein ganz anderer.
    Wegen der Unpersönlichkeit und der Vergänglichkeit.
    Mit dem habe ich nichts mehr zu tun, ich bin nicht die
    Person die das getan hat."

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    Der Ansatz ist richtig. Nie steigt der gleiche Mensch aus einem Fluß wie der, der hinein gestiegen ist.
    Die Folgerung, ich habe mit ihm nichts mehr zu tun ist allerdings falsch.

    Es gibt Verantwortung, es gibt Konsequenzen von Handlung, es gibt Karma.

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    Zitat

    es gibt Karma

    Meinst du damit Folgen von Handlungen/Auswirkungen oder Handlung? Karma heißt Handlung.

  • accinca
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    • 3. Juni 2017 um 13:39
    • #30
    fotost:
    accinca:

    ..
    Es hört sich so an als wollte einer der vor kurzem einen
    Raub begangen hat zum Richter sagen: "Vor kurzem noch,
    Herr Richter, war ich doch noch ein ganz anderer.
    Wegen der Unpersönlichkeit und der Vergänglichkeit.
    Mit dem habe ich nichts mehr zu tun, ich bin nicht die
    Person die das getan hat."

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    Der Ansatz ist richtig. Nie steigt der gleiche Mensch aus einem
    Fluß wie der, der hinein gestiegen ist.
    Die Folgerung, ich habe mit ihm nichts mehr zu tun ist allerdings falsch.
    Es gibt Verantwortung, es gibt Konsequenzen von Handlung, es gibt Karma.

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    Auf den Kontext kommt es an.
    Es ist zwar richtig das immer wieder neues entsteht aber eben wegen
    Kamma, weil auch immer neues getan wird aber die Folgen sind ja daran
    gebunden. Ein Tun der Taten ohne entsprechende Wirkungen gibt es nicht.
    Deswegen lehrte der Buddha:

    Zitat

    "Das aber nun, was du dort Böses begangen,
    hat nicht die Mutter getan und nicht der Vater,
    hat nicht der Bruder getan und nicht die Schwester,
    hat kein Freund und Genosse getan, hat kein Verwandter
    und Gevatter getan, hat kein Asket und Priester getan,
    hat keine Gottheit getan: du selber hast dort böse Tat getan,
    du selber hast die Ernte davon einzutragen.
    '"

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    M 130

  • fotost
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    • 3. Juni 2017 um 13:43
    • #31
    Ellviral:
    fotost:


    Es gibt Verantwortung, es gibt Konsequenzen von Handlung, es gibt Karma.

    Zitat

    es gibt Karma

    Meinst du damit Folgen von Handlungen/Auswirkungen oder Handlung? Karma heißt Handlung.

    Auf der untersten Ebene würde ich sagen Karma bedeutet, daß Handlungen Folgen haben.

  • Morpho
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    • 3. Juni 2017 um 13:52
    • #32

    "Auf der untersten Ebene" könnte man auch annehmen, das Strafe und Richter die Karmauswirkung darstellt, oder, wenn einer davon kommt, und das ist ja weit häufiger der Fall, dass da eben keine Auswirkung stattfindet.

  • Noreply
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    • 3. Juni 2017 um 14:29
    • #33
    Morpho:

    "Auf der untersten Ebene" könnte man auch annehmen, das Strafe und Richter die Karmauswirkung darstellt, oder, wenn einer davon kommt, und das ist ja weit häufiger der Fall, dass da eben keine Auswirkung stattfindet.

    Dichte dem Wort Karma doch nicht so viele Vorstellungen an. Handlung/en reicht doch vollkommen für all das andere gibt es doch genug Worte. Das sind doch alles nur Schutzbehauptungen um ja nicht erkennen zu müssen das Karma die Handlung ist die jetzt getan wird. Wird sie mir Gier, Hass, Verblenden getan dann ist das Dukkha und Dukkha erzeugt Karma, neue Handlungen die Dukkha beenden. Les dochmal die Erzählungen in denen Karma steht und ersetze es nur mit Handlung dann wird Dir der Irrende Sinn klar. Das ist ein geschicktes Mittel um Menschen zu knechten das es etwas gibt für das sie zu bezahlen haben sogar gutes Karma muss mit Wiedergeburt bezahlt werden. Les mal genau, es gibt keinen Ausweg für uns, nur Schuld selbst Gutes ist Schuld.

    Was heißt überhaupt #unterste Ebene# ich kann nur auf einer Ebene denken und die ist immer nur jetzt. Jedes erzeugen von Ebenen ist Verblendungen erschaffen.

  • Anandasa
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    • 3. Juni 2017 um 15:05
    • #34
    Morpho:

    "Auf der untersten Ebene" könnte man auch annehmen, das Strafe und Richter die Karmauswirkung darstellt, oder, wenn einer davon kommt, und das ist ja weit häufiger der Fall, dass da eben keine Auswirkung stattfindet.


    Wenn es keine Wirkung auf andere gibt, gibt es immer eine Wirkung auf einen selbst. Vor Gericht gelogen zu haben hat seine Rückwirkungen auf den eigenen Geist, der sich durch das Lügen eingetrübt hat. Man ist nicht mehr der Gleiche. Die Hemmschwelle nicht zu lügen ist ein Stück kleiner geworden. Das nächste Mal ist die Versuchung sich rauszulügen größer geworden. Die Rückwirkung der eigenen Gedanken und Taten auf den eigenen Geist ist immer vorhanden und gut zu beobachten.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Morpho
    Gast
    • 3. Juni 2017 um 17:10
    • #35
    Zitat

    Der zwanzigste indische Patriarch Jayata sagte einst zum Ehrwürdigen Kumâralabdha: ‚Obgleich meine Eltern üblicherweise Zuflucht zu den Drei Schätzen nehmen, waren sie oft Krankheiten und finanziellem Unglück ausgesetzt. Unser Nachbar wiederum, der ein candâla[1] ist, erfreut sich bester Gesundheit und Reichtum. Welches Glück hat er – und welches Unglück ich?‘ Der Ehrwürdige antwortete: ‚Dein Zweifel kann leicht zerstreut werden. Die karmische Vergeltung von Gut und Böse geschieht in drei Zeitabschnitten. Gewöhnliche Menschen, die Gütige jung sterben und Gewalttätige lange leben oder Heimtückische glücklich und Aufrichtige unglücklich sehen, denken, dass Kausalität nicht existiert und Glück und Unglück folglich nicht damit in Verbindung stünden. Sie sind sich nicht dessen bewusst, dass ein Schatten seiner Form so folgt wie ein Ton seiner Stimme. Das Gesetz der Kausalität wird selbst im Verlaufe von einer Milliarde Kalpas nicht vergehen!‘ Als er diese Worte hörte, wurde Jayata unmittelbar von seinem Zweifel hinsichtlich karmischer Vergeltung befreit."

    Die Frage ist, ob man diesen Gedanken ertragen kann oder sich lieber was ausdenkt in Bezug auf Karma. Mir stellt sich diese Frage nicht. Dem Karma und Dharma ist es wurscht was mir lieber wäre oder mit welchen "alternativen" Ansichten ( ersten zweiten dritten Grades, Ebene , pi pa po) ich grad mal besser klar komme. Ist Krankheit oder Behinderung karmische Auswirkung ? Unmittelbar oder in drei Zeitabschnitten ( diesem, dem nächsten, einem der folgenden Leben). Darüber mach ich mir keine Gedanken; ich denk einfach einfach nicht so förmlich, als dass ich Vipaka in Form einer Krankheit oder einer Behinderung festmache.

  • accinca
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    • 4. Juni 2017 um 08:16
    • #36

    Manche Menschen scheinen zu glauben, Kamma könne
    es nur geben wenn es ein Atta gäbe. Also der die
    Tat tut und da wo Folgen auftreten müßte zu es
    100% eine identisch Person (die sie mit dem Körper
    identifizieren) geben, sonst könne es kein Kamma sein.

  • xxx
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    • 4. Juni 2017 um 09:27
    • #37

    Karma ist unpersönliche Wirkung. Jede Tat, jede Bewegung ja sogar jeder Gedanke schafft Karma. Karma kann auf den Erzeuger wirken muss aber nicht.

    Diese ganze Diskussion zeigt vor allem eines: Da ist viel Persönlichkeitsansicht.

  • K-Dorje
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    • 4. Juni 2017 um 09:44
    • #38

    Könnte man einen kleinsten gemeinsamen Nenner formulieren, in etwa:
    Es ist nach buddhistischer Auffassung NICHT der Fall, dass ein Opfer von Gewalt ausschließlich Pech gehabt hat, dass es von dem Leiden befallen wurde. D.h., wir kommen eben nicht als weißes unbeschriebenes Blatt auf diese Welt?

  • mukti
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    • 4. Juni 2017 um 09:46
    • #39

    Als Kind besteht eine andere Identität als beim Erwachsenen, dennoch wird das als dasselbe Ich erlebt, weil der Körper einen kontunierlichen Bezugsrahmen herstellt.
    Als bestimmtes Wesen besteht eine andere Identität als bei dem Wesen vor dessen Geburt, dennoch kann es als dasselbe Ich erlebt werden, weil der Geist einen kontinuierlichen Bezugsrahmen herstellt.
    Die Handlung eines Kindes kann sich im Erwachsenen auswirken, die Handlung eines Wesens im nachfolgenden Wesen.

    Die Wiedergeburtslehre gab es schon vor dem Buddha, wobei der geistige Bezugsrahmen als ursprüngliche Identität aufgefasst wurde. Yogis hatten sich von der körperlichen Identifikation losgelöst und das wahrnehmende Bewusstsein als ewig unabhängiges Selbst aufgefasst.
    Als der Buddha bei der Erleuchtung vergangene Leben gesehen hat gab es keinerlei Identifikation mehr.

    Mit Metta, mukti.


  • xxx
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    • 4. Juni 2017 um 10:46
    • #40

    Um von Persönlichkeitsansicht weg zu kommen, würde ich mal sagen:

    Karma welches in deinem früheren Leben erschaffen wurde, wirkt heute nicht auf dich sondern unter Umständen auf eine andere Person, z.B deinen Nachbarn.

  • accinca
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    • 4. Juni 2017 um 11:10
    • #41
    Bakram:

    Um von Persönlichkeitsansicht weg zu kommen, würde ich mal sagen:
    Karma welches in deinem früheren Leben erschaffen wurde, wirkt heute nicht auf dich sondern unter Umständen auf eine andere Person, z.B deinen Nachbarn.


    Das hat der Buddha aber so doch nicht gelehrt.

  • Lucky Luke
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    • 4. Juni 2017 um 11:23
    • #42
    K-Dorje:

    Könnte man einen kleinsten gemeinsamen Nenner formulieren, in etwa:
    Es ist nach buddhistischer Auffassung NICHT der Fall, dass ein Opfer von Gewalt ausschließlich Pech gehabt hat, dass es von dem Leiden befallen wurde. D.h., wir kommen eben nicht als weißes unbeschriebenes Blatt auf diese Welt?

    :like:

  • Doris
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    • 4. Juni 2017 um 11:42
    • #43
    K-Dorje:

    Könnte man einen kleinsten gemeinsamen Nenner formulieren, in etwa:
    Es ist nach buddhistischer Auffassung NICHT der Fall, dass ein Opfer von Gewalt ausschließlich Pech gehabt hat, dass es von dem Leiden befallen wurde. D.h., wir kommen eben nicht als weißes unbeschriebenes Blatt auf diese Welt?


    Verstehe ich nicht.
    Du würdest also sagen, dass ein 3-monatiges Baby, das vergewaltigt wird, und dessen Eingeweide zerfetzt worden sind, ein bisschen selbst dafür verantwortlich ist?

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Anandasa
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    • 4. Juni 2017 um 12:40
    • #44
    accinca:
    Bakram:

    Um von Persönlichkeitsansicht weg zu kommen, würde ich mal sagen:
    Karma welches in deinem früheren Leben erschaffen wurde, wirkt heute nicht auf dich sondern unter Umständen auf eine andere Person, z.B deinen Nachbarn.


    Das hat der Buddha aber so doch nicht gelehrt.


    Das ist das Billiardkugel-Prinzip wie es im Theravada gelehrt wird. Weit weg von der Auffassung hierzu wie im Frühbuddhismus kann es wohl nicht sein.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Morpho
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    • 4. Juni 2017 um 13:02
    • #45
    Bakram:

    Um von Persönlichkeitsansicht weg zu kommen, würde ich mal sagen:
    Karma welches in deinem früheren Leben erschaffen wurde, wirkt heute nicht auf dich sondern unter Umständen auf eine andere Person, z.B deinen Nachbarn.

    Das ist doch voll unlogisch. Karma wirkt per Sinneskontakte auf "dich", als (Karma-)Vipaka.

    Zitat

    Wenn er in einer Welt wiedererschienen ist, die sowohl leidbringend, als auch nicht-leidbringend ist, berühren ihn sowohl leidbringende, als auch nicht-leidbringende Kontakte. Von sowohl leidbringenden, als auch nicht-leidbringenden Kontakten berührt, fühlt er sowohl leidbringende, als auch nicht-leidbringende Gefühle, Glück und Schmerz vermischt, wie im Fall der Menschen und einiger Himmelswesen

    MN57

  • accinca
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    • 4. Juni 2017 um 16:22
    • #46
    Anandasa:

    Das ist das Billiardkugel-Prinzip wie es im Theravada gelehrt wird.
    Weit weg von der Auffassung hierzu wie im Frühbuddhismus kann es wohl nicht sein.


    Wer hat dir das denn erzählt? Das jemand für andere Kamma machen kann, das
    gibt es nicht. Dann wäre ja Befreiung unmöglich.

  • Sunu
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    • 4. Juni 2017 um 16:24
    • #47
    K-Dorje:

    Könnte man einen kleinsten gemeinsamen Nenner formulieren, in etwa:
    Es ist nach buddhistischer Auffassung NICHT der Fall, dass ein Opfer von Gewalt ausschließlich Pech gehabt hat, dass es von dem Leiden befallen wurde. D.h., wir kommen eben nicht als weißes unbeschriebenes Blatt auf diese Welt?

    Da ist im Grunde gar kein Blatt, da sind nur Ursachen und Wirkungen...aber keine Täter und Opfer...keine Schuldigen und Unschuldigen...

  • Sunu
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    • 4. Juni 2017 um 16:26
    • #48
    Bakram:

    Um von Persönlichkeitsansicht weg zu kommen, würde ich mal sagen:

    Karma welches in deinem früheren Leben erschaffen wurde, wirkt heute nicht auf dich sondern unter Umständen auf eine andere Person, z.B deinen Nachbarn.

    Und der Nachbar ist dann keine Persönlichkeit?

  • K-Dorje
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    • 4. Juni 2017 um 18:44
    • #49
    Zitat

    Doris Rasevic-Benz schrieb

    K-Dorje hat geschrieben:
    Könnte man einen kleinsten gemeinsamen Nenner formulieren, in etwa:
    Es ist nach buddhistischer Auffassung NICHT der Fall, dass ein Opfer von Gewalt ausschließlich Pech gehabt hat, dass es von dem Leiden befallen wurde. D.h., wir kommen eben nicht als weißes unbeschriebenes Blatt auf diese Welt?


    Verstehe ich nicht.
    Du würdest also sagen, dass ein 3-monatiges Baby, das vergewaltigt wird, und dessen Eingeweide zerfetzt worden sind, ein bisschen selbst dafür verantwortlich ist?

    Im Prinzip wäre das tatsächlich eine Konsequenz. So formuliert klingt das furchtbar, andersherum formuliert aber findet sich diese These durchaus. Ich habe einige hohe Lamas erlebt (tib. Buddhismus), die sagten: 'Niemand kann dir etwas antun, zu dem du keine karmische Verbindung hast' . Dieser Satz hat mir oft geholfen, Ruhe zu bewahren und z.B. wenig Angst vor Terroranschlägen zu haben.

  • fotost
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    • 4. Juni 2017 um 20:09
    • #50
    K-Dorje:
    Zitat

    Doris Rasevic-Benz schrieb

    K-Dorje hat geschrieben:
    Könnte man einen kleinsten gemeinsamen Nenner formulieren, in etwa:
    Es ist nach buddhistischer Auffassung NICHT der Fall, dass ein Opfer von Gewalt ausschließlich Pech gehabt hat, dass es von dem Leiden befallen wurde. D.h., wir kommen eben nicht als weißes unbeschriebenes Blatt auf diese Welt?


    Verstehe ich nicht.
    Du würdest also sagen, dass ein 3-monatiges Baby, das vergewaltigt wird, und dessen Eingeweide zerfetzt worden sind, ein bisschen selbst dafür verantwortlich ist?

    Im Prinzip wäre das tatsächlich eine Konsequenz. So formuliert klingt das furchtbar, andersherum formuliert aber findet sich diese These durchaus. Ich habe einige hohe Lamas erlebt (tib. Buddhismus), die sagten: 'Niemand kann dir etwas antun, zu dem du keine karmische Verbindung hast' . Dieser Satz hat mir oft geholfen, Ruhe zu bewahren und z.B. wenig Angst vor Terroranschlägen zu haben.

    Hallo K-Dorje, das ist nicht persönlich gemeint, aber das klingt nicht furchtbar, sondern einfach nur widerlich.

    Der Spruch 'Niemand kann dir etwas antun, zu dem du keine karmische Verbindung hast' ist banal.

    Wenn ich jemandem einen Baseballschläger auf den Kopf schlage, stelle ich in diesem Augenblick eine karmische Verbindung her - Tat --> Wirkung. Und dabei ist es für das Opfer vollkommen gleichgültig, ob es sich um eine persönliche Rachetat handelt (es also eine frühere persönliche Beziehung gab) oder ob einfach ein weiterer Fall von Terror wie gestern in London vorliegt.

    Soll doch mal einer Deiner Lamas erklären, worin genau die karmische Verbindung der Terroristen zu jedem einzelnen ihrer Opfer bestanden hat. Bei 6 Millionen Holocaustopfern dann bitte auch...

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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