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  1. Buddhaland Forum
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kann der buddhismus negativ verändern ?

  • Jessica1980
  • 25. August 2016 um 00:00
  • Zum letzten Beitrag
  • Spike130
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    • 25. August 2016 um 11:28
    • #26
    Jessica1980:

    ähm, ja, danke für die antwort, aber ich verstehe davon absolut nichts :shock:

    ich weiss auch nicht was genau sie macht. ich weiss nur das ihr zentrum in oder bei frankfurt am main ist.

    so wie sie uns immer erzählt geht es dort auch ziemlich gut "ab".

    sie spricht von partys, veranstaltungen, leute die sich näher kommen, usw.
    da sie optisch recht gut aussieht hat sie mir auch schon erzählt das mehrere leute versucht haben sie anzubaggern oder mit anderen leuten von dort zu verkuppeln ?

    ich mein, was ist das für eine gruppe ? partys ? anbaggern ? das klingt für mich ja eher nach mallorca als nach buddhismus :?

    das macht mir zusätzlich noch etwas sorgen.

    vor allem weil ihr die leute von dort auf einmal auch so wichtig geworden sind ( gute freundschaften, usw )

    ich glaube ich frage sie später mal was genau sie macht und kann es euch dann hier schreiben

    LG
    jessi

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    Klingt für mich sehr nach Diamantweg!

  • kilaya
    Gast
    • 25. August 2016 um 11:28
    • #27

    Hallo Jessica, lies mal das hier, da steht einiges drin, was Dir helfen könnte, den Zusammenhang zu verstehen: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=22&t=15786

    Und wenn Du Stero und gbgs "persönlichen Kleinkrieg" ignorierst, wird vielleicht auch noch was aus diesem Thread ;)

    kilaya

  • Spike130
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    • 25. August 2016 um 11:32
    • #28
    Jessica1980:

    alles ziemlich chaotisch hier :doubt:

    so, sie hat mir vorhin per whaatsapp geschrieben wo sie genau ist. sie geht nach frankfurt bornheim ins zentrum des diamantweges. wäre wohl eine der grössten in deutschland für buddhismus.

    wie ich schon in einem beitrag vorher geschrieben habe, finde ich ihre veränderungen nicht unbedingt alle positiv.

    sie ist einfach nicht mehr der mensch der sie mal war. nicht so wie sie erzogen wurde und wie sie durch ihre erfahrungen in ihrem leben geprägt wurde.

    ein wenig könnte man "krass ausgedrückt" sagen, sie wirkt wie gehirngewaschen :eek:

    ich denke sie wird irgendwie manipuliert dort. auch wie sie immer erzählt über die leute die mit ihr dort sind. klingt alles komisch. ich kenne sie seit der schulzeit und unsere freundschaft baute sich auf, aber auf einmal sind alle von dort "sehr gute" freunde.

    ich kann das nicht nachvollziehen.

    auch die veranstaltungen dort, wie sie mir mal erzählte. da werden partys geschmissen, alkohol getrunken, gegenseitig angebaggert, gekuschelt, usw.

    ich dachte sie erzählt mir was von mallorca :eek:

    ich finde halt sie soll aufpassen auf was sie sich da einlässt. ich kenne sie schon ewig, aber wie sie sich aktuell verändert, macht mir schon sorgen.

    Alles anzeigen

    Liebe Jessica,

    deinen Ausführungen folgend kann dies nicht wirklich Buddhismus sein. Da der Buddha selbst in den 5 Silas den Konsum von Alkohol als schlecht verurteilt: https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Silas.

    Ich denke auch du solltest mal in den Link von kilaya gucken da wurde das Thema schon sehr weit erörtert.Für diese Art von Kleinkrieg gibt es sonst auch die "Ignorieren" Funktion. Die wirkt manchmal wahre Wunder.

    Liebe Grüße

    Chris

  • kilaya
    Gast
    • 25. August 2016 um 11:37
    • #29

    Buddhismus hat viele Facetten und speziell im Vajrayana-Laienbuddhismus (Diamantweg ist eine deutsche Übersetzung davon, die für die Zentren von Lama Ole Nydahl steht) ist eine Kernlehre die Einheit von Erleuchtung und höchster Freude. "Höchste Freude" bedeutet, dass man einfach aus sich heraus glücklich ist, ohne dass dafür etwas bestimmtes passieren muss. Dennoch wird die "bedingte Freude" keineswegs abgelehnt. Diese Form des Buddhismus richtet sich an ganz bestimmte Typen von Menschen, die ihren Charakter natürlich nicht ablegen, sobald sie die Schwelle eines Zentrums übertreten. Dann werden, wie im Tantra generell üblich, die bereits vorhandenen Neigungen langfristig auf das eigentliche Ziel ausgerichtet. Man könnte auch sagen, Neigungen wie Begierde, Anhaftung usw. werden als Rohstoff für die Transformation genutzt. Das merkt man auch in den Zentren. Was Du nun aber beschreibst wirkt v.a. wie die erste grosse Begeisterung, die bei den meisten Leuten auftritt, wenn sie eine neue Spiritualität entdecken - der auch da mit der Zeit bei den meisten Leuten etwas Ernüchterung folgt. Du musst das nicht toll finden, das ist verständlich, aber wirklich Sorgen brauchst Du Dir auch nicht zu machen. ;)8)

    Zitat

    deinen Ausführungen folgend kann dies nicht wirklich Buddhismus sein. Da der Buddha selbst in den 5 Silas den Konsum von Alkohol als schlecht verurteilt:


    Das gilt im Tantra so nicht grundsätzlich. Dort wird man nur dann gezielt ein Gelübde ablegen, Alkohol zu vermeiden, wenn man sonst nicht vernünftig damit umgehen kann. Gegen einen Genuß mit gesundem Menschenverstand ist nichts einzuwenden. :)

    kilaya

  • Spike130
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    • 25. August 2016 um 11:47
    • #30
    Zitat


    Das gilt im Tantra so nicht grundsätzlich. Dort wird man nur dann gezielt ein Gelübde ablegen, Alkohol zu vermeiden, wenn man sonst nicht vernünftig damit umgehen kann. Gegen einen Genuß mit gesundem Menschenverstand ist nichts einzuwenden. :)

    kilaya

    Entschuldige das hatte ich nicht bedacht. Dennoch finde ich solche Feierlichkeiten in einem Zentrum doch eher Fragwürdig. Da grade ein Zentrum ja der Praxis dienen soll und meines Wissens nach hat der Buddha selbst gelehrt das grade Alkohol als Katalysator für das leiden dienen kann. Was nicht heißt das man generell Abstand nehmen soll aber doch wenigstens im Zentrum drauf verzichtet werden könnte. (: Meine bescheidene Meinung.

  • Jessica1980
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    • 25. August 2016 um 12:00
    • #31
    Zitat

    dass man einfach aus sich heraus glücklich ist, ohne dass dafür etwas bestimmtes passieren muss

    ja, genau sowas in der art erzählte sie mir vor kurzem auch. sie hatte in der vergangenheit einige schlechte beziehungen mit typen die entweder nur sex von ihr wollten oder sie nur als "vorzeigefrau" brauchten ( sie sieht halt wirklich gut aus ).

    ich denke das wird auch ein wenig der grund dafür sein das sie sowas macht. in der anfangszeit verschwieg sie mir ja wohin sie geht. erst nach 3 monaten zugehörigkeit sagte sie mir das sie sich für den buddhismus interessiert und meditation lernen will.

    und wegen oben. sie meinte mal sie ist glücklich und zufrieden und brauch eigentlich kein freund mehr an ihrer seite.

    was soll das ? sie hatte auch glückliche beziehungen gehabt und auf einmal sind ihr männer für eine beziehung nicht mehr wichtig ? ich erkenne sie echt nicht wieder. diese veränderungen sind meiner meinung nach, nicht gut

    was genau lernt man denn in diesem "diamntwegzentren" ? was ist das ziel was meine freundin da anstrebt ?

  • kilaya
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    • 25. August 2016 um 12:02
    • #32
    Spike130:

    der Buddha selbst gelehrt das grade Alkohol als Katalysator für das leiden dienen kann.


    Dass das so ist, sieht man ja an jeder Ecke; aber die Betonung liegt auf "kann". Entscheidend ist, dass der Geist im Rauschzustand eher selten achtsam und gesammelt ist - also der Meditation entgegenläuft. Aber wenn es maßvoll bleibt, sind das ja keine bleibenden Auswirkungen. Eine Sucht ist natürlich extrem kontraproduktiv.

    Spike130:

    Was nicht heißt das man generell Abstand nehmen soll aber doch wenigstens im Zentrum drauf verzichtet werden könnte. (: Meine bescheidene Meinung.


    Ich kann wieder nur aus meiner Erfahrung aus den 1990ern reden, aber da war es so, dass im normalen Betrieb Alkohol in den Zentrumsräumen nicht erlaubt war. Wer gerne nach der Meditation noch mit anderen ein Bier trinken wollte, ging halt in die nächste Bar o.ä. Ab und zu - vllt. 2x im Jahr - hatten wir eine Party im Zentrum, meist als Fundraiser und offene Veranstaltung. Wenn ein Zentrum Gesellschaftsräume hat, gibt es aber oft von den Meditationsräumen getrennte Räume, Küche oder sogar ein Cafe. Dort findet dann halt normales gesellschaftliches Leben statt. Man darf sich das also nicht so vorstellen, als würde ständig das Meditationskissen in der Ghompa als Bierablage genutzt oder jede Woche wilde Parties gefeiert. Was die Leute getrennt davon in ihrem Privatleben machen, ist aber eben das: ihr Privatleben.

    kilaya

  • kilaya
    Gast
    • 25. August 2016 um 12:06
    • #33
    Jessica1980:

    was genau lernt man denn in diesem "diamntwegzentren" ? was ist das ziel was meine freundin da anstrebt ?


    Das Ziel ist das gleiche wie immer im Buddhismus: Erleuchtung, Buddhaschaft. Auf welchen (Um)wegen auch immer man da hingelangt.

    Ansonsten geh doch einfach mal mit hin und mach Dir selbst ein Bild. Wenn Du Deinen kritischen Geist behältst und einfach nur mal schauen willst, was sie macht, was soll passieren? Dafür hast Du dann Informationen aus erster Hand ;)

    Hier wirst Du viele sehr verschiedene Meinungen hören, die alle aus dem jeweiligen Blickwinkel ihre Berechtigung haben.

    kilaya

  • Jessica1980
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    • 25. August 2016 um 12:10
    • #34

    was heisst den erleuchtung ? buddhaschaft ?

    sie meinte mal ihr ziel sei es dem buddhismus beizutreten und aus der kirche auszutreten ( christin ).

    manchmal denke ich auch sie macht das nur um etwas abwechslung in ihrem leben zu haben ( andere freunde, etc. )

    weil sie aktuell sich auch viel mit den leuten von dort trifft und ihre alten freunde ( und mich ) ein wenig hinten anstehen lässt.

    finde ich auch nicht normal :(

  • kilaya
    Gast
    • 25. August 2016 um 12:16
    • #35
    Jessica1980:

    was heisst den erleuchtung ? buddhaschaft ?


    Letztlich ist der Buddha für die meisten Buddhisten nicht sowas wie ein Gott, den man im Aussen anbetet, sondern sozusagen Vorbild dafür, wohin man sich entwickeln will und zu was man werden will. Dabei geht es natürlich nicht um Äußerlichkeiten sondern um den grundsätzlichen Geisteszustand ("Erleuchtung") den man dann auf seine eigene Weise ausdrücken kann.

    Jessica1980:

    sie meinte mal ihr ziel sei es dem buddhismus beizutreten und aus der kirche auszutreten ( christin ).


    Das ist kein Ziel sondern der erste Schritt. Das Ziel eines Christen ist es ja auch nicht, sich taufen zu lassen ;) Aber dieser erste Schritt kann natürlich für jemand erstmal wichtiger sein, als ein Bewusstsein darüber, worum es eigentlich geht. Gerade das andere, das was man nicht kennt, kann besondere Faszination ausüben. Darauf legt man dann auch erstmal den persönlichen Fokus. In die Mitte kommt man dann mit der Zeit meist ganz von selbst, will sagen: es stellt sich eine neue Balance ein und es wird wichtiger, wo es hingeht, als wovon man sich entfernt usw.

    Zitat

    weil sie aktuell sich auch viel mit den leuten von dort trifft und ihre alten freunde ( und mich ) ein wenig hinten anstehen lässt.

    finde ich auch nicht normal


    Das ist für Dich bestimmt nicht schön, aber "normal" ist das schon, wenn jemand sich für etwas Neues begeistert. Gerade wenn es etwas ist, das wie Religion und Spiritualität wirklich das ganze Sein anspricht. Genau darum geht es u.a. übrigens auch im "Nachbarthread" den ich oben verlinkt habe.

    kilaya

  • Spike130
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    • 25. August 2016 um 12:19
    • #36

    Und eine Grundeinsicht in den Buddhismus hat kilaya übrigens grade in diesem Bereich gepostet, eventuell wäre auch das was zum ersten herantasten für dich Jessica?


    Spike

  • kilaya
    Gast
    • 25. August 2016 um 12:21
    • #37
    Spike130:

    Und eine Grundeinsicht in den Buddhismus hat kilaya übrigens grade in diesem Bereich gepostet, eventuell wäre auch das was zum ersten herantasten für dich Jessica?


    Da weiss ich selbst grad gar nicht, was Du meinst ;)

  • Spike130
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    • 25. August 2016 um 12:23
    • #38

    Das könnte daran liegen das ich mich verguckt habe. (: Und nebenbei auch noch Arbeite ich meinte natürlich den gepinten Beitrag hier http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=22&t=709 der, Asche auf mein Haupt, von Nikaya ist.
    (Und in der Tat auch nicht mehr ganz Taufrisch :) )


    Spike

    Einmal editiert, zuletzt von Spike130 (25. August 2016 um 12:26)

  • Spike130
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    • 25. August 2016 um 12:26
    • #39
    Jessica1980:


    weil sie aktuell sich auch viel mit den leuten von dort trifft und ihre alten freunde ( und mich ) ein wenig hinten anstehen lässt.


    Das klingt nun allerdings etwas nach "Eifersucht" im weiteren Sinne. Eventuell solltest du an dieser Stelle nicht nur ihre sondern auch deine Motive ergründen. Machst du dir eventuell keine Sorgen das der Buddhismus (Diamantweg) sie negativ verändert sondern viel mehr das sie von dir und deinem Umfeld abtriftet?

    Verstehe dies bitte nicht als Angriff sondern als eine andere Sichtweise.

    Liebe Grüße

    Spike

  • Stero
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    • 25. August 2016 um 13:01
    • #40
    Jessica1980:

    ... sie meinte mal sie ist glücklich und zufrieden und brauch eigentlich kein freund mehr an ihrer seite.


    Wow! Die scheint ja wirklich auf dem super richtigen Weg zu sein, Chapeau!

    Jessica1980:

    was soll das ? sie hatte auch glückliche beziehungen gehabt und auf einmal sind ihr männer für eine beziehung nicht mehr wichtig ?


    Das zeigt, dass sie nun einen Vergleichsmaßstab hat, den sie vorher nicht hatte. Das nennt man auch "Entwicklung".

  • ARYA DHARMA
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    • 25. August 2016 um 13:17
    • #41

    Deine Freundin wird nie wieder so sein, wie du sie gerne hättest oder wie sie noch in deinem Kopf rumschwirrt.

    Menschen verändern sich, wo ist das Problem?

    Es liegt nicht an deiner Freundin, sondern an dir, da du dein (altes) Bild von ihr, das jetzt kräftig erneuert wird, nicht loslassen kannst.

    Da ist auch kein "Buddhismus" Schuld.

  • Spike130
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    • 25. August 2016 um 13:26
    • #42
    IkkyuSan:

    Deine Freundin wird nie wieder so sein, wie du sie gerne hättest oder wie sie noch in deinem Kopf rumschwirrt.

    Menschen verändern sich, wo ist das Problem?

    Es liegt nicht an deiner Freundin, sondern an dir, da du dein (altes) Bild von ihr, das jetzt kräftig erneuert wird, nicht loslassen kannst.

    Da ist auch kein "Buddhismus" Schuld.

    Da hast du recht. Jedoch war die Frage ja auch nicht wie sie ihre Freundin "resetet" sondern ob sich das ganze negativ auswirken kann. Ich finde im ersten Moment ist das doch sehr mitfühlend und daher positiv zu betrachten. Außerdem gibt es ja auch durchaus bestimmt Gruppen die mit dem Erhabenem Werbung machen und dann halt doch nur Misst anbieten. Da finde ich auch die Sorge erst einmal berechtigt und besser sie informiert sich hier und hinterfragt als durch die Gegend zu rennen und alle Buddhisten als Sekte darzustellen (Sekte im bösen Sinne versteht sich!!).

    Ich verstehe allerdings nicht wieso deine Antwort gleich so negativ ausfällt. Es ist doch besser sich kritisch mit der Lehre auseinander zu setzen als gar nicht oder?http://www.palikanon.com/angutt/a03_062-066.html#a_iii66

    Liebe Grüße

    Spike

  • ARYA DHARMA
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    • 25. August 2016 um 13:38
    • #43

    Hallo spike,

    Zitat

    Ich verstehe allerdings nicht wieso deine Antwort gleich so negativ ausfällt.

    Direkte Sprache.

    Zitat

    Jedoch war die Frage ja auch nicht wie sie ihre Freundin "resetet" sondern ob sich das ganze negativ auswirken kann. Ich finde im ersten Moment ist das doch sehr mitfühlend und daher positiv zu betrachten.

    Kann man so oder so sehen. Meist nennt man sich mitfühlend, obwohl man grämt, da einem die Freundin "entgleitet".

    Zitat

    Es ist doch besser sich kritisch mit der Lehre auseinander zu setzen als gar nicht oder?

    Die Jessica interessiert sich doch überhaupt nicht für die Lehre, weder will sie sich kritisch auseinandersetzen, sondern was durchscheint und was sie tatsächlich auch selbst schreibt ist:


    Zitat

    manchmal denke ich auch sie macht das nur um etwas abwechslung in ihrem leben zu haben ( andere freunde, etc. )

    weil sie aktuell sich auch viel mit den leuten von dort trifft und ihre alten freunde ( und mich ) ein wenig hinten anstehen lässt.

    finde ich auch nicht normal :(

    Das ist so Teeny mäßiges Gespräch. "Warum beachtet sie mich nicht mehr?".

    Dieser Post hat nur ein "Problem": Selbstzweifel und fehlende Alternativen.

  • fotost
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    • 25. August 2016 um 13:47
    • #44
    IkkyuSan:

    Deine Freundin wird nie wieder so sein, wie du sie gerne hättest oder wie sie noch in deinem Kopf rumschwirrt.

    Menschen verändern sich, wo ist das Problem?


    WOW..

    Ja, stimmt. Menschen verändern sich. Es kann Probleme geben. Was wäre, wenn ihre Freundin angefangen hätte Meth zu nehmen statt den Diamantweg zu gehen? Trotzdem mag ich die Idee - andere sind nicht dafür da, mein Bild der Welt zu erfüllen.

    IkkyuSan:


    Es liegt nicht an deiner Freundin, sondern an dir, da du dein (altes) Bild von ihr, das jetzt kräftig erneuert wird, nicht loslassen kannst.


    Stimmt. Man kann nichts festhalten. Keine Vorstellungen, keine Menschen. Auch kein altes Bild davon, wie Menschen früher einmal gewesen sind.

    IkkyuSan:

    Da ist auch kein "Buddhismus" Schuld.

    Buddhismus Schuld - doch schon, soweit man die Ideen, denen Jessicas Freundin folgt aus der Lehre direkt ableiten kann. Ja. Buddhismus Schuld.

  • Spike130
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    • 25. August 2016 um 13:48
    • #45

    Augenscheinlich hinterfragt Sie die Lehre bzw. eine praktizierende Gruppe. Die Beweggründe sind mir dabei erstmal egal. Selbst wenn es am Anfang nur um "Ego" Befriedigung geht kann es ja dennoch sein das Sie durch ordentliche Ratschläge Einsicht in und Interesse an der Lehre entwickelt. Ich weiß nicht wie Ihr es im Zen seht aber sollte es sich tatsächlich um die genannten Probleme handeln, die wie wir wissen, unheilsam sind. Sollten wir dann nicht gut daran tun ihr zu helfen? Statt Ihr harsch zu antworten das sich Dinge ändern?

    Klar klingt es sehr nach Eifersucht und damit verbundener Anhaftung. Aber wenn diese Beweggründe jemand verstehen sollte dann doch wir oder nicht? Und wer könnte Ihr besser bei der Überwindung helfen als wir? Vorausgesetzt sie wünscht dies. Meine Auffassung der Lehre ist das wen ich ein Haus sehe das Brennt ich nicht feststelle das das Feuer in der Küche ausgebrochen ist und die Löscharbeiten am besten Links beginnen sollten. Sondern ich gucke das ich helfen kann.

    Aber wie gesagt, dies ist nur meine Meinung.


    Liebe Grüße

    Spike

  • kilaya
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    • 25. August 2016 um 13:50
    • #46

    Es ist ja selten nur dies oder nur das. Ich denke da mischt sich etwas Eifersucht mit echter Sorge usw. Es ist immer komisch, wenn sich jemand auf einmal komplett neu orientiert. Das führt im gewohnten Umfeld immer zu Irritationen. Ob Familie oder Freundeskreis usw.

    Ich hatte damals das Glück, dass meine Partnerin und unsere Freunde gleichzeitig mit mir zum Buddhismus gewechselt* sind. Klar gab es eine gewisse gegenseitige Einflussnahme, aber vermutlich hatten wir einfach alle ohnehin die entsprechenden Interessen und Neigungen und es passte einfach. Meine Familie hat sich dafür aber sehr lange sehr schwer getan damit das zu akzeptieren. V.a. weil ich anfangs das Bedürfnis hatte, meine neuen Interessen sehr offensiv zur Schau zu stellen, umso mehr, je mehr Anpassung an mein Umfeld von mir erwartet wurde. ;)

    kilaya


    [hr][/hr]


    * Eigentlich war ich vorher schon aus der Kirche ausgetreten, hatte mich davon entfremdet, dann kam erst der neue Impuls etwas anderes zu versuchen...

  • Spike130
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    • 25. August 2016 um 13:55
    • #47
    kilaya:

    Es ist ja selten nur dies oder nur das. Ich denke da mischt sich etwas Eifersucht mit echter Sorge usw. Es ist immer komisch, wenn sich jemand auf einmal komplett neu orientiert. Das führt im gewohnten Umfeld immer zu Irritationen. Ob Familie oder Freundeskreis usw.

    Ich hatte damals das Glück, dass meine Partnerin und unsere Freunde gleichzeitig mit mir zum Buddhismus gewechselt* sind. Klar gab es eine gewisse gegenseitige Einflussnahme, aber vermutlich hatten wir einfach alle ohnehin die entsprechenden Interessen und Neigungen und es passte einfach. Meine Familie hat sich dafür aber sehr lange sehr schwer getan damit das zu akzeptieren. V.a. weil ich anfangs das Bedürfnis hatte, meine neuen Interessen sehr offensiv zur Schau zu stellen, umso mehr, je mehr Anpassung an mein Umfeld von mir erwartet wurde. ;)

    kilaya

    [hr][/hr]


    * Eigentlich war ich vorher schon aus der Kirche ausgetreten, hatte mich davon entfremdet, dann kam erst der neue Impuls etwas anderes zu versuchen...

    Ohja das kenne ich. Wobei meine Mutter nun auch noch für die Kirche tätig ist, was die Sache nicht leichter macht. Ich jedoch sehe sowohl die Fragen von Jessica als auch die meiner Mutter immer wieder als gern genommene Übung auf mich. Um meine Ansicht der Lehre zu überprüfen. Es hat schließlich auch seinen Grund das grade in Tibetischen Klostern viel Debattiert wird, da sich nur so die Lehre festigt. Außerdem: Wie fest wäre unsere Überzeugung wenn Sie von jedem Kritiker umgestimmt werden könnte?

    Gehe in diesem Fall komplett konform mit kilaya´s Ansichten.


    Übrigens mittlerweile sind die Gespräche mit meiner Mutter sehr Interessant da ich immer noch recht Bibelfest bin und Sie tatsächlich Zeitweise im Palikanon liest. Alleine schon um in Diskussionen schritt zu halten. :rofl:

  • ARYA DHARMA
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    • 25. August 2016 um 13:58
    • #48
    Zitat

    Ich weiß nicht wie Ihr es im Zen seht aber sollte es sich tatsächlich um die genannten Probleme handeln, die wie wir wissen, unheilsam sind. Sollten wir dann nicht gut daran tun ihr zu helfen? Statt Ihr harsch zu antworten das sich Dinge ändern?

    Wir haben halt zwei verschiedene Ansätze. Jeder Ansatz kann hilfreich sein.


    fotost:

    Zitat

    Ja, stimmt. Menschen verändern sich. Es kann Probleme geben. Was wäre, wenn ihre Freundin angefangen hätte Meth zu nehmen statt den Diamantweg zu gehen? Trotzdem mag ich die Idee - andere sind nicht dafür da, mein Bild der Welt zu erfüllen.

    Auch Meth hätte sie verändert. Alles kann verändern, wenn man Veränderung zulässt. Aber Stero hatte da Wahres gesagt...die Freundin geht schon den richtigen Weg, gerade weil es Gegenwind gibt.


    Zitat

    Buddhismus Schuld - doch schon, soweit man die Ideen, denen Jessicas Freundin folgt aus der Lehre direkt ableiten kann. Ja. Buddhismus Schuld.

    Ja ok. Buddhismus ist Schuld für die Veränderung der Freundin.

    Im Kontext ist dies aber nur ein beliebig austauschbarer Begriff. Es könnte auch "der neue Freund" oder "die neue Arbeit" sein.

  • Jessica1980
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    • 25. August 2016 um 14:18
    • #49

    irgendwie bestätigen manche aussagen hier meine kritischen zweifel was der "glaube" an eine gewisse sache auslösen kann.

    anscheind denke viele der Buddhismus ist das absolut beste und nichts geht da drüber.

    klingt alles doch sehr sektenartig.

    ich glaube ich muss meiner guten freundin mal mächtig die meinung stecken und sie vor die wahl stellen.

    entweder lässt sie es gut sein und bleibt so wie sie aktuell ist ( damit könnte ich leben ), aber wenn sie weiter so abdriftet, wie manche hier im forum drauf sind, dann komme ich mit so einer denkweise nicht mehr klar ( viele ihrer "alten" freunde übrigens auch nicht )

    bei drogen könnte man ja noch helfen und eingreifen, aber bei so spirituellem unfug leider nicht :(

  • Spike130
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    • 25. August 2016 um 14:25
    • #50
    Jessica1980:


    bei drogen könnte man ja noch helfen und eingreifen, aber bei so spirituellem unfug leider nicht :(


    Eine sehr krasse Aussage über eine Glaubensrichtung. Übrigens könnte es ja auch auf Ihrer Arbeit Spinner geben. Würdest du Ihr dann raten nie mehr zur Arbeit zu gehen oder eher sich nicht von den Spinnern einlulen zu lassen?


    Wenn du Sie einfach vor die Wahl stellst wird Sie dich als Aggressor ansehen, ich denke nicht das so etwas eure Bindung fördert. Außerdem finde ich es sehr spannend das du dir hier eine Meinung bilden kannst anhand von ein paar Kommentaren aber anscheinend nicht mit deiner Freundin offen darüber spricht bzw. mal selber nachsiehst. Das wäre für mich der erste Schritt. Du solltest aber durchaus überlegen ob du von einen Wenigen auf eine ganze Religion schließen solltest. Es gab da schon einige Menschen in Deutschland die dies taten. Die Folgen sollten allen noch bewusst sein. ;)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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