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Zazen Frage

  • medi1210
  • 17. August 2016 um 16:28
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  • medi1210
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    • 17. August 2016 um 16:28
    • #1

    Hallo,

    ich bin ein purer Anfänger beim zazen.
    Wenn ich sitze und ich merke das ich in Gedanken bin, was ist dann genau zu tun?
    Reicht das wenn ich merke das ich in Gedanken bin und mich dann einfach wieder auf die " Wand " konzentriere?

  • Zenman
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    • 17. August 2016 um 19:29
    • #2

    Ich bin schon ein wenig über "Anfänger" hinaus, wenn auch nicht viel.

    Während ich sitze, beobachte ich den Atem. Wie die Luft an der Nasenspitze vorbei fliesst - erst rein, dann raus, dann Pause, dann wieder rein, etc.

    Ich versuche den Rücken möglichst gerade zu halten, das entspannt den unteren Bauchbereich und dann atmet es sich von alleine so, dass sich nur der Bauch hebt, nicht die Brust. Das ist Zwerchfellatmung, dadurch füllt sich die Lunge besser. Ich merke, dass durch ganz kurzes Einatmen die Lunge schon sehr, sehr voll wird.

    Wenn ich merke, dass ich "in Gedanken" bin, dann gehe ich einfach zurück zum Atem.

    Hilfsweise kann man Atemzüge zählen, von 1 bis 10 und dann wieder von vorn. Einmal Ein- und Ausatmen: eins, nochmal Ein- und Ausatmen: zwei, usw.

    Wir haben in unserem Körper einen Geist, der die Dinge als gut oder schlecht unterscheidet. Obgleich unser Körper stirbt, lebt der Geist weiter.

    Das ist ganz sicher nicht das Buddha-Dharma. - Dogen Zenji

  • medi1210
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    • 17. August 2016 um 20:03
    • #3

    Hallo Zenman,

    irgendwie hab ich das anderst gelesen.

    Die schreiben dass man sich vor eine weisse Wand setzen soll und dann nur auf die Wand schauen soll. Irgendwann schaut man dann so wie durch die Wand durch. Also es würde alles wie verschwimmen.

    Vielleicht heisst die Technik auch nicht Zazen was ich meine?

  • Morpho
    Gast
    • 17. August 2016 um 20:17
    • #4

    medi2010: "und dann nur auf die Wand schauen soll. Irgendwann schaut man dann so wie durch die Wand durch. Also es würde alles wie verschwimmen"

    Hab ich noch nie gelesen. Wo soll das stehen ? Der Blick ist gesenkt und 'ruht'
    (entspannt) Weiß ist nur eine Hilfe (reizarm), es muss aber keine weiße Wand sein. Man sitzt 'gegen die Wand' oder 'in den Raum' gewandt.

  • Festus
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    • 18. August 2016 um 00:36
    • #5
    medi1210:

    Hallo,

    ich bin ein purer Anfänger beim zazen.
    Wenn ich sitze und ich merke das ich in Gedanken bin, was ist dann genau zu tun?
    Reicht das wenn ich merke das ich in Gedanken bin und mich dann einfach wieder auf die " Wand " konzentriere?


    Wenn du bemerkst, das du in Gedanken bist, dann ist das schon viel wert.
    Auf die Wand brauchst du dich nicht zu konzentrieren, sie läuft dir nicht weg. :)
    Hast du die Möglichkeit in einer Gruppe mit einem Lehrer zu üben?

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
    (Obaku)

  • Zenman
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    • 18. August 2016 um 08:11
    • #6
    medi1210:

    Hallo Zenman,

    irgendwie hab ich das anderst gelesen.

    Die schreiben dass man sich vor eine weisse Wand setzen soll und dann nur auf die Wand schauen soll. Irgendwann schaut man dann so wie durch die Wand durch. Also es würde alles wie verschwimmen.

    Vielleicht heisst die Technik auch nicht Zazen was ich meine?

    Je nachdem, welcher der beiden Hauptrichtungen im Zen-Buddhismus man sich verpflichtet fühlt, sitzt man entweder mit dem Gesicht zur Wand, oder mit dem Rücken zur Wand. Gesicht zur Wand - das ist die Soto Schule. Umgekehrt wird Rinzai draus.

    Was du beschreibst ist mir noch nicht bekannt als Technik. Wer hat dir sowas erzählt? Das hat m.M.n. nicht mehr viel mit Zazen zu tun.

    Wir haben in unserem Körper einen Geist, der die Dinge als gut oder schlecht unterscheidet. Obgleich unser Körper stirbt, lebt der Geist weiter.

    Das ist ganz sicher nicht das Buddha-Dharma. - Dogen Zenji

  • ARYA DHARMA
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    • 18. August 2016 um 17:12
    • #7
    medi1210:

    Hallo Zenman,

    irgendwie hab ich das anderst gelesen.

    Die schreiben dass man sich vor eine weisse Wand setzen soll und dann nur auf die Wand schauen soll. Irgendwann schaut man dann so wie durch die Wand durch. Also es würde alles wie verschwimmen.

    Vielleicht heisst die Technik auch nicht Zazen was ich meine?

    Hallo medi,

    das mit dem "durch die Wand schauen" war ja nur eine Beschreibung, damit du nicht hin und her blinzelst. Man kann es nicht genau erklären, was mit "offenem Blick" gemeint ist...man ruht halt quasi auf einer Stelle, ohne sie bewusst zu fokussieren...das kommt aber alles mit der Zeit.

    Und "vor der Wand sitzen" ist jetzt auch kein Muss, nur weil Bodhidharma das gemacht hat. Es erleichtert aber die Meditation.

  • Max
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    • 18. August 2016 um 22:03
    • #8
    IkkyuSan:
    medi1210:

    Hallo Zenman,

    irgendwie hab ich das anderst gelesen.

    Die schreiben dass man sich vor eine weisse Wand setzen soll und dann nur auf die Wand schauen soll. Irgendwann schaut man dann so wie durch die Wand durch. Also es würde alles wie verschwimmen.

    Vielleicht heisst die Technik auch nicht Zazen was ich meine?

    Hallo medi,

    das mit dem "durch die Wand schauen" war ja nur eine Beschreibung, damit du nicht hin und her blinzelst. Man kann es nicht genau erklären, was mit "offenem Blick" gemeint ist...man ruht halt quasi auf einer Stelle, ohne sie bewusst zu fokussieren...das kommt aber alles mit der Zeit.

    Und "vor der Wand sitzen" ist jetzt auch kein Muss, nur weil Bodhidharma das gemacht hat. Es erleichtert aber die Meditation.

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    Wenn man längere Zeit auf einen Punkt starrt, verschwimmt ja dann irgendwann das Bild, weil man nicht wirklich fokussiert. Ist das in Ordnung oder muss man immer einen "klaren Blick" haben? Ich habe das eigentlich immer so gemacht, dass ich auf einen Punkt geschaut habe und der eben die ganze Zeit mehr oder weniger verschwommen war, da unfokussiert. >.>

  • Festus
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    • 18. August 2016 um 22:32
    • #9
    Max:

    ....
    Wenn man längere Zeit auf einen Punkt starrt, verschwimmt ja dann irgendwann das Bild, weil man nicht wirklich fokussiert. Ist das in Ordnung oder muss man immer einen "klaren Blick" haben? Ich habe das eigentlich immer so gemacht, dass ich auf einen Punkt geschaut habe und der eben die ganze Zeit mehr oder weniger verschwommen war, da unfokussiert. >.>


    Bei uns ist es so, das wir den Übenden sagen, den Blick ca 1m vor sich auf den Boden fallen lassen. Es wird nichts fokussiert, die Augen sind halb geöffnet. Wenn man zu müde wird, kann es helfen, den Blick zu heben und geradeaus zu schauen. Auch hier wird nichts fokussiert. Brillenträger werden gebeten, die Brille abzunehmen. Das hilft beim Nicht-Fokussieren. :)

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    • 19. August 2016 um 21:36
    • #10

    Ok, vielen Dank!

    nun kann es los gehen :)

  • ARYA DHARMA
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    • 20. August 2016 um 14:37
    • #11
    Max:
    IkkyuSan:

    Hallo medi,

    das mit dem "durch die Wand schauen" war ja nur eine Beschreibung, damit du nicht hin und her blinzelst. Man kann es nicht genau erklären, was mit "offenem Blick" gemeint ist...man ruht halt quasi auf einer Stelle, ohne sie bewusst zu fokussieren...das kommt aber alles mit der Zeit.

    Und "vor der Wand sitzen" ist jetzt auch kein Muss, nur weil Bodhidharma das gemacht hat. Es erleichtert aber die Meditation.


    Wenn man längere Zeit auf einen Punkt starrt, verschwimmt ja dann irgendwann das Bild, weil man nicht wirklich fokussiert. Ist das in Ordnung oder muss man immer einen "klaren Blick" haben? Ich habe das eigentlich immer so gemacht, dass ich auf einen Punkt geschaut habe und der eben die ganze Zeit mehr oder weniger verschwommen war, da unfokussiert. >.>

    Ja genau, der Blick wird weiter. Dieses Fokussieren kann man schon anfangs machen, widerspricht aber im Gesamtbild der ZenMeditation, da Fokussierung etwas mit Wollen und Anstrengung zu tun hat. Dieses "verschwimmen" des Blicks ist normal und tritt ein, wenn der Fokus eben aufhört - dann heißt es, genau so zu verharren.

    LG!

  • medi1210
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    • 20. August 2016 um 18:51
    • #12

    Danke Ikkiyu San!

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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