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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Loslassen. Zufriedenheit. Leidfreiheit.

  • gbg
  • 6. August 2016 um 18:38
  • Zum letzten Beitrag
  • Spacy
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    • 11. August 2016 um 00:57
    • #101

    Du hast Recht: es gibt keine Probleme.
    Es gibt nur das/sich Selbst.
    Allein, allein - und doch gefangen...

  • Stero
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    • 11. August 2016 um 01:00
    • #102
    Spacy:

    Es gibt nur das/sich Selbst.
    Allein, allein - und doch gefangen...


    Nun, das grade ist es nicht, wo Rationalität anlangt. Aber sei's drum ...

  • Morpho
    Gast
    • 11. August 2016 um 09:15
    • #103
    Yofi:

    In der Lehre (PK) steht ein wenig was anderes.

    Klar, da steht auch, dass Buddha einen Orden gegründet hat und dass die Leute da dauernd gemeinsam waren, bis auf Zeiten wo sie explizit Abgeschiedenheit aufgesucht haben. Und natürlich heißt es auch: Ich nehme Zuflucht zum Sangha. [/quote]

    Yofi:

    Es hat nicht viel Sinn Tatsachen zu ignorieren nur um eigene Zwecke durchzusetzen...



    Welche Zwecke sollten das deiner Meinung nach sein ?


    Yofi:

    das meine ich ganz allgemein, wir leben in keiner Welt der Heiligen. Einen Wahrnehmungsvorgang ohne Abwehr/Anhaftung bringen wir gar nicht zustande. Ist es ein Wunder,

    Das ist Unsinn. Das sind Trübungen und die sind nicht in Stein gemeißelt.

    Yofi:

    dass von so vielen Einsamkeit gefürchtet wird?

    Im Kanon steht "Einigkeit" ( mit sich im Reinen sein ) - dann kannst du auch (ganz) allein praktizieren, musst du aber nicht. Buddha warnt jedenfalls davor in Abgeschiedenheit zu verweilen, solange der Geist nicht "reif" dafür ist. Klöster und auf Entzug ausgerichtete Praxisorte sind ein guter mittlerer Weg. Überhaupt würde ich nicht auf Menschen herabschauen die Einsamkeit fürchten.

    Yofi:

    Ich kenne einige Lehrer im Tibetischen Buddhismus, die viele Jahre im Wald verbracht haben, weil das eine effiziente Methode ist Anhaftung und Abwehr zu überwinden. Entreizung ist doch sicher ein Begriff für dich...

    Ja, aber wenn du in Zurückweisung ( Menschen und Phänomene "reizen" mich ) in die Abgeschiedenheit gehst, dann ist die auch "in der Höhle" selbst auf dem Mond dein Genosse und dann ist vor allem auch nix mit Brahmavihara. Der Zweck der Abgeschiedenheit ist allein die (Selbst-)Läuterung.

    Yofi:

    Es kommt immer darauf an, welche Ziele man hat, und ob überhaupt. Es ist nicht schlimm anders zu denken und zu leben, so wie das eben dem eigenen Empfinden entspricht, nur verallgemeinern kann man die Denkweise nicht.

    Die einen empfinden noch die anderen sind klüger, - oder wie ist das zu verstehen ? "Verachte die sechs Staubsinne nicht"

  • Sunu
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    • 11. August 2016 um 11:32
    • #104

    Wie gesagt Pauschalitäten kann man da nicht treffen was Einsamkeit und Gemeinschafft betrifft. Für den einen mag das Eine und für den anderen das Andere heilsam sein.. Es ist aber nicht unbedingt so, dass das heilsamer ist, was sich im ersten Moment "besser" anfühlt. Medizin schmeckt oft bitter bevor sie wirkt.
    Ist man gesund und zufrieden ist das eine sowieso so gut wie das Andere ob es sich nun "kuscheliger" anfühlt oder nicht, ist da nicht so von Bedeutung..Geschmäcker sind halt verschieden und es lohnt sich nicht darüber zu streiten.. Ich habe, beziehungsweise meine Gefühlswelt hat übrigens eher einen Hang zu Einsamkeit...in der ich es mir auch Jahre bequem gemacht habe.... "Weitergebracht" hat mich aber dann erst , der "Sprung" ins Trubelige. Für den einen mag es umgekehrt sein für den anderen spielt das alles vlt. keine große Rolle.... Wichtig ist, dass man ehrlich zu sich selbst ist...was oft viel schwerer ist, als es sich anhört ...man steckt halt mitten drin und von dieser Perspektive aus gesehen, sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht. Hier ist Abstand gefragt um das Ganze überblicken zu können..... Und um den nötigen Abstand zu sich selbst zu gewinnen, ist Meditation meines erachtens ein hervorragendes Mittel.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 11. August 2016 um 12:02
    • #105
    Zitat

    Ist der Buddhismus richtig charakterisiert, wenn ich sage in ihm geht es um Zufriedenheit?
    Um Loslassen und damit um Freiheit von Leid?

    Nichts erwarten, nichts festhalten, nichts suchen - das ist Buddhismus in Kurzfassung :)

  • Noreply
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    • 11. August 2016 um 13:13
    • #106
    Sherab Yönten:
    Zitat

    Ist der Buddhismus richtig charakterisiert, wenn ich sage in ihm geht es um Zufriedenheit?
    Um Loslassen und damit um Freiheit von Leid?

    Nichts erwarten, nichts festhalten, nichts suchen - das ist Buddhismus in Kurzfassung :)


    Keine Erwartung, kein Suchen, kein Finden, alles berühren, aber kein Ergreifen.

  • Sunu
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    • 11. August 2016 um 14:04
    • #107
    Sherab Yönten:
    Zitat

    Ist der Buddhismus richtig charakterisiert, wenn ich sage in ihm geht es um Zufriedenheit?
    Um Loslassen und damit um Freiheit von Leid?

    Nichts erwarten, nichts festhalten, nichts suchen - das ist Buddhismus in Kurzfassung :)

    Das ist das Ziel ...welches bei der Ankunft aufhört Ziel zu sein.....da braucht es dann überhaupt keinen Buddhismus mehr...

  • Karnataka
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    • 11. August 2016 um 16:49
    • #108
    gbg:

    Ist der Buddhismus richtig charakterisiert, wenn ich sage in ihm geht es um Zufriedenheit?
    Um Loslassen und damit um Freiheit von Leid?

    Was fällt euch dazu ein?

    Viele Grüße

    Kommt darauf an. Für die uralte philosophische Strömung stimmt diese Charakterisierung vermutlich: Lass deine Wünsche los und du bist frei!

    Schon bald hat man aber nach meiner Ansicht bemerkt, dass es für ein echtes Mildern der übertriebenen Selbstbezogenheit und der damit verbundenen unheilsamen Geisteszustände eine Hinwendung zu den Mitmenschen braucht.

  • gbg
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    • 11. August 2016 um 16:56
    • #109
    Karnataka:

    Kommt darauf an. Für die uralte philosophische Strömung stimmt diese Charakterisierung vermutlich: Lass deine Wünsche los und du bist frei!

    Schon bald hat man aber nach meiner Ansicht bemerkt, dass es für ein echtes Mildern der übertriebenen Selbstbezogenheit und der damit verbundenen unheilsamen Geisteszuständen eine Hinwendung zu den Mitmenschen braucht.

    Hallo Karnataka,

    Wunsch und Angst sehe ich als Anfang und Ende des Bewusstseinsstromes, initiiert vom Willen über Denken, Fühlen, emotional sein und Stimmungen haben. Wünsche führen mindestens langfristig mE immer zu Stimmungen die Angst machen.

    Wenn man Wünsche durch die Erkenntnis ersetzt wie bedeutsam nach Eckhard Tolle, eine Blume sein kann, die sich in der Evolutionsgeschichte gegen nicht blühende Pflanzen durchsetzte und Vögel die sich in den Himmel erhoben und Kristalle, die unter hohem Druck entstanden aus gewöhnlichen Steinen, dann erahnt man mE etwas davon was Buddhanatur auch für uns bedeuten könnte, die wir so stark konkurieren.

    Lieben Gruß

  • Karnataka
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    • 11. August 2016 um 17:20
    • #110

    Schön geschrieben! Manche Tiere konkurrieren, entwickeln aber auf einer höheren Ebene zugleich Kooperation. Ebenfalls lieben Gruß!

  • Yofi
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    • 12. August 2016 um 11:02
    • #111
    Morpho:
    Yofi:

    Entreizung ist doch sicher ein Begriff für dich...

    Der Zweck der Abgeschiedenheit ist allein die (Selbst-)Läuterung.


    Gleich zweimal kann man dazu zitieren in S.38:

    Zitat

    2. Arahattapañhā Sutta

    (2) "Was da, Bruder, das Versiegen von Reiz, das Versiegen von Abwehr, das Versiegen von Verblendung ist, das nennt man Heiligkeit".

    12. Upādānapañhā Sutta

    (12)"Vierfaches Ergreifen, Bruder, gibt es: Ergreifen von Sinnlichem, Ergreifen von Ansichten, Ergreifen von Tugendwerk, Ergreifen von Selbstbehauptung. Das ist das vierfache Ergreifen, Bruder".


    Es geht also nicht darum, dass Menschen mehr oder weniger reizvoll wären, sondern um eine Funktion im Wahrnehmungsprozess.

    Morpho:

    "Verachte die sechs Staubsinne nicht"

    Morpho:

    Überhaupt würde ich nicht auf Menschen herabschauen die Einsamkeit fürchten.


    Ich höre mir deine Selbstgespräche gerne an, im Ernst. Allerdings interessiert mich auch, wo das hier zu finden ist: :arrow:

    Morpho:

    Buddha warnt jedenfalls davor in Abgeschiedenheit zu verweilen, solange der Geist nicht "reif" dafür ist.


    Oder ist es nur ein Therapeuten-Ratschlag?

    Morpho:

    Klöster und auf Entzug ausgerichtete Praxisorte sind ein guter mittlerer Weg.


    Also ist kerwa doch kein mittlerer Weg und man kann verzichten ohne dass einem Hass auf Menschen bescheinigt wird...

    Grüße

  • Morpho
    Gast
    • 12. August 2016 um 12:46
    • #112

    yofi:

    Zitat

    Oder ist es nur ein Therapeuten-Ratschlag?

    Die unheilsamen Zustände nehmen nicht ab, Böswilligkeit ( vyāpāda) zum Beispiel, oder sogar zu - es wird dann keine Sammlung erlangt und man soll man die Abgeschiedenheit verlassen; auch heißt es man solle dann gar keine (konzentrative Stille-)Meditation aufnehmen, sondern die Ursachen (Auslöser) erforschen; auch soll man sich dort anschließen, in dessen Gegenwart heilsame Sammlung & Achtsamkeit erlangt wird.
    Die Sutten hab ich jetzt nicht parat, aber ich erinnere mich an solche Aspekte. Im übrigen gibt es da keine Ausschließlichkeiten, Gemeinschaft hier, Einsamkeit dort, sondern man soll sich prüfen und dann immer der jeweiligen (eigenen) Situation entsprechend entscheiden.

    Was ist Kerwa ?

  • Yofi
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    • 12. August 2016 um 13:44
    • #113

    Schade, das wäre hilfreich. Ansonsten wird im gesamten PK dazu angeraten, stille Orte und einsame Orte aufzusuchen. NIcht nur da, ich denke z. B. an Chöd. Man tut es nicht gegen die Menschen, sondern für sie. Das ist nicht wie sich aus Böswilligkeit zurück zu ziehen. Auch muss man bei diesen Hass-Geschichten berücksichtigen, warum sie zustande kommen. Aus Unwissenheit, und weil Karmisches zum Wirken kommt und man keine Fähigkeit entwickelt hat damit angemessen umzugehen. Vorausgesetzt man hat eine gewisse Gleichmütigkeit erreicht, hat das zu Thematisieren mit Werten oder Moralisieren nichts zu tun, eher mit den Bestrebungen danach, behilflich zu sein. Anhand des Verschweigens kommt in dem Fall nicht viel rüber. Fähigkeiten zu erwerben ist ein schwieriger Weg, der eine Entwicklung darstellt, von der man aber nicht sagen kann, dass A auch B sein kann, das würde auch keinen Sinn ergeben.

    Kerwa und kirwa heißt auf fränkisch bzw. oberfränkisch: Kirchweih.

  • Morpho
    Gast
    • 12. August 2016 um 14:19
    • #114
    Zitat

    Schade, das wäre hilfreich. Ansonsten wird im gesamten PK dazu angeraten, stille Orte und einsame Orte aufzusuchen.


    Wie schon gesagt es gibt solche und solche Passagen und man sollte abwägen, und ich spreche auch nicht von der Notwendigkeit "Stiller Örtchen" ;) sondern eher von einem sich Isolieren, wobei man dann vielleicht nur wieder das aus den Belehrungen filtert was eben die Neigung unterstützt, was ja keine heilsame sein muss. Kirchweih - mittlerer Weg ? (Joke?)
    Chöd versteh ich leider auch nicht.

    Zitat

    Aus Unwissenheit, und weil Karmisches zum Wirken kommt und man keine Fähigkeit entwickelt hat damit angemessen umzugehen.

    Ja, stimmt, aber Dharma lehrt ja nun gerade nicht sich "abzufinden" und nachlassen, sondern Transformation, was wohl auch der Sinn von diesem Chöd sein könnte.

  • Raphy
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    • 12. August 2016 um 22:06
    • #115

    Hallo ihr Lieben,

    zum Thema völliger Rückzug in die Einsamkeit oder doch nicht, finde ich MN4 ganz interessant.

    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m004z.html - Majjhima Nikāya 4 - Furcht und Schrecken - Bhayabherava Sutta (Übersetzt von Kay Zumwinkel jetzt Mettiko Bhikkhu)

    http://www.palikanon.com/majjhima/m004n.htm - Majjhima Nikāya 4 - Furcht und Angst - Bhayabherava Sutta (Übersetzt von Karl Eugen Neumann)

    Da wird aufgezählt was alles geläutert sein muss, wenn man sich zurückzieht in die Wald-Einsamkeit.

    Interessant auch, dass diese Läuterung anscheinend dazu führt sich der Furcht und dem Schrecken in der Einsamkeit stellen zu können oder dafür zumindest Voraussetzung ist.

    Zitat

    ...

    20. "Ich erwog: 'Es gibt diese besonders glücksverheißenden Nächte am vierzehnten, am fünfzehnten und am achten des Halbmonats. Wie wäre es, wenn ich mich in solchen Nächten an so ehrfurchtseinflößenden, schreckenerregenden Plätzen, wie Obstgartenschreinen, Waldschreinen und Baumschreinen aufhielte? Vielleicht könnte ich jener Furcht und jenem Schrecken begegnen.' Und später hielt ich mich in solchen Nächten an so ehrfurchtseinflößenden, schreckenerregenden Plätzen, wie Obstgarten-Schreinen, Waldschreinen und Baumschreinen auf. Und während ich mich dort aufhielt, kam gelegentlich ein wildes Tier in meine Nähe, oder ein Pfau schlug einen Ast ab, oder der Wind raschelte in den Blättern. Ich dachte: 'Was nun, wenn jetzt Furcht und Schrecken kommen?' Ich dachte: 'Warum weile ich immer in Erwartung von Furcht und Schrecken? Wie wäre es, wenn ich jene Furcht und jenen Schrecken unterwürfe, während ich die Stellung beibehalte, in der ich mich befinde, wenn sie über mich kommen?'"

    "Während ich auf und ab ging, kam Furcht und Schrecken über mich; weder blieb ich stehen, noch setzte ich mich, noch legte ich mich hin, bis ich jene Furcht und jenen Schrecken unterworfen hatte. Während ich stand, kam Furcht und Schrecken über mich; weder ging ich auf und ab, noch setzte ich mich, noch legte ich mich hin, bis ich jene Furcht und jenen Schrecken unterworfen hatte. Während ich saß, kam Furcht und Schrecken über mich; weder ging ich auf und ab, noch stand ich auf, noch legte ich mich hin, bis ich jene Furcht und jenen Schrecken unterworfen hatte. Während ich lag, kam Furcht und Schrecken über mich; weder ging ich auf und ab, noch stand ich auf, noch setzte ich mich, bis ich jene Furcht und jenen Schrecken unterworfen hatte."

    ...

    Quelle: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m004z.html

    Während die Läuterung am Anfang der Sutta dazu führt unheilsame Furcht und Schrecken garnicht aufkommen zu lassen und Erleichterung darin zu finden im Wald zu wohnen.

    Zitat

    ...

    4. "Ich erwog so: 'Wann immer Mönche oder Brahmanen sich ungeläutert im körperlichen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurückziehen, dann rufen diese guten Mönche und Brahmanen aufgrund der Unzulänglichkeit ihres ungeläuterten körperlichen Verhaltens unheilsame Furcht und Schrecken hervor. Aber ich ziehe mich nicht ungeläutert im körperlichen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück. Ich bin geläutert im körperlichen Verhalten. Ich ziehe mich an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück als einer der Edlen mit geläutertem körperlichen Verhalten.' Weil ich in mir diese Läuterung des körperlichen Verhaltens erkannte, fand ich große Erleichterung darin, im Wald zu wohnen."

    5. "Ich erwog so: 'Wann immer Mönche oder Brahmanen sich ungeläutert im sprachlichen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurückziehen, dann rufen diese guten Mönche und Brahmanen aufgrund der Unzulänglichkeit ihres ungeläuterten sprachlichen Verhaltens unheilsame Furcht und Schrecken hervor. Aber ich ziehe mich nicht ungeläutert im sprachlichen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück. Ich bin geläutert im sprachlichen Verhalten. Ich ziehe mich an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück als einer der Edlen mit geläutertem sprachlichen Verhalten.' Weil ich in mir diese Läuterung des sprachlichen Verhaltens erkannte, fand ich große Erleichterung darin, im Wald zu wohnen."

    6. "Ich erwog so: 'Wann immer Mönche oder Brahmanen sich ungeläutert im geistigen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurückziehen, dann rufen diese guten Mönche und Brahmanen aufgrund der Unzulänglichkeit ihres ungeläuterten geistigen Verhaltens unheilsame Furcht und Schrecken hervor. Aber ich ziehe mich nicht ungeläutert im geistigen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück. Ich bin geläutert im geistigen Verhalten. Ich ziehe mich an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück als einer der Edlen mit geläutertem geistigen Verhalten.' Weil ich in mir diese Läuterung des geistigen Verhaltens erkannte, fand ich große Erleichterung darin, im Wald zu wohnen."

    7. "Ich erwog so: 'Wann immer Mönche oder Brahmanen sich ungeläutert in der Lebensweise an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurückziehen, dann rufen diese guten Mönche und Brahmanen aufgrund der Unzulänglichkeit ihrer ungeläuterten Lebensweise unheilsame Furcht und Schrecken hervor. Aber ich ziehe mich nicht ungeläutert in der Lebensweise an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück. Ich bin geläutert in der Lebensweise. Ich ziehe mich an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück als einer der Edlen mit geläuterter Lebensweise.' Weil ich in mir diese Läuterung der Lebensweise erkannte, fand ich große Erleichterung darin, im Wald zu wohnen."

    ...

    Quelle: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m004z.html

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    Liebe Grüße

  • Yofi
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    • 12. August 2016 um 22:35
    • #116

    Vielen Dank. Wer es wissenschaftlich mag:

    Vernunft = Achtsamkeit (wie in dem Fall ersichtlich)

    Zitat

    Vernunft hemmt Emotion

    30 Freiwillige wurden von den Forschern mittels Magnetresonanz-Tomografie untersucht. Ihre Aufgabe lautete, sich eigene aktuelle Gefühle zu vergegenwärtigen („Wie fühle ich mich?“) oder über sich nachzudenken („Wer bin ich?“). In der Bildgebung zeigte sich eine Aktivierung der Mittellinien-Regionen des Stirnhirns. Besonders interessant war jedoch, dass bewußtes Achten auf die Gefühle die Aktivität der Mandelkern-Region im Gehirn deutlich senkte. Diese Region steuert die emotionale Erregung und ist umso aktiver, je intensiver Erregungen wie etwa Angst empfunden werden.

    Dieser Zusammenhang ist für den Psychiater gut erklärbar. „Das Stirnhirn ist bei Vernunft aktiv und kann die Gefühle kontrollieren. Diese Region kann emotionale Areale des Gehirns und somit auch die Mandelkern-Aktivität hemmen.“ Somit werde die schnelle emotionale Verarbeitung reguliert und Überreaktion vermieden. „Selbstregulation durch den Einsatz der vorderen Hirnrinde kann als eine Errungenschaft der Evolution angesehen werden“, so Herwig.

    https://www.sein.de/bewusstes-wahr…-loest-sie-auf/

  • Yofi
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    • 12. August 2016 um 22:43
    • #117
    Morpho:

    Kirchweih - mittlerer Weg ? (Joke?)

    Das ist es ja, das ist der Ausgangspunkt gewesen: Ob das Feiern gehen ein mittlerer Weg ist weil man in dem Fall das Feiern weder ablehnt noch bejaht. Das würde aber doch praktisch bedeuten, dass man zwar hingeht, zu der Situation aber gelangweilte Miene macht... In dem Fall ergibt sich um so mehr die Frage, warum man überhaupt hingeht.

  • Sunu
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    • 13. August 2016 um 00:13
    • #118

    Die Mitte im Bezug auf Feiern liegt aber zwischen gelangweilt und exzessiv....

  • Morpho
    Gast
    • 13. August 2016 um 01:57
    • #119

    @ yofi: Der mittlere Weg ist eine Sichtweise. Die ist weder vernünftig noch unvernünftig, weder emotional noch nichtemotional, und, sie langweilt sich nie, noch ist sie fasziniert.
    Die Vernunft (das Maßhalten) in deinem Artikel hat einen Achtsamkeitsanteil, aber sie spaltet Nichtkonformes (Unliebsames) ab. Das hat Buddha verworfen, denn 'Hemmen' führt nicht zum Versiegen. Es ist wie mit einem Staudamm.

  • Yofi
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    • 13. August 2016 um 02:28
    • #120

    Emotional steht für Polarität. Ich meinte auch Indifferenz, die zwar als Gleichgültigkeit übersetzt werden kann, im Grunde aber nicht-emotional ist. Weder dies noch das. Das ist auch kein Sarkasmus. Der Schwerpunkt liegt in der Auflösung der Angst, wie aus dem PK zitiert.

    Es gibt etwas, das tut man, und anderes eben nicht. Ohne abzulehnen.

  • Morpho
    Gast
    • 13. August 2016 um 12:22
    • #121

    Ja gut, wenn ich Regelwerk in Bezug auf Tugend gewichte, dann geh ich nicht zu Feiern.

  • Max Schenzle
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    • 14. August 2016 um 12:51
    • #122

    Hallo,
    das mit der Leidfreiheit im Diesseits ist nicht zu verwirklichen. Einige positive Nebeneffekte sind jedoch nich auszuschließen. Erst im nächsten Leben zeigt sich inwieweit im lezten Leben positives Karma akkumuliert wurde.Die Leidfreiheit beginnt dann, falls man nicht mehr wiedergeboren wird.
    Solange der Mensch mit Materie verbunden ist, solange leidet er. Sariputto: Die objektiven Änderungen der Materie werden subjektiv als Leiden empfunden!``

    sakko

  • sati-zen
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    • 16. August 2016 um 19:34
    • #123

    So steht es geschrieben in den Schriftrollen, das ist korrekt wiedergegeben, jedoch sollte
    man die Fähigkeit haben die Welt auf paradoxe Art und Weise zu erleben passiert etwas ganz anderes.
    Dann wird Leid nicht etwas schmerzhaftes was man weg machen muss wie schlechtes Karma,
    sondern es wird ins Dasein integriert als ganz natürlicher und selbstverständlicher Prozess.
    In welchem Leben man sich dabei befindet ist sekundär, wichtig ist gutes Karma empfinden zu können.

  • Max Schenzle
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    • 20. August 2016 um 15:17
    • #124

    Hallo,
    es gibt vier Ziele der buddh. Lehre, von Lohiko: 1. Hörerschaft 2. Einmalwiederkehr 3. Nichtwiederkehr 4. Heiligkeit.
    Das oberste Ziel der Heiligkeit ist kein Diesseitiges Ziel,sondern der brahmaische Bereich.

    Man könnte Loslassen im buddh. Sinne interpretieren, indem man sich von den fünf Hemmungen verabschiedet, sie losläßt.
    1. Lebenswille 2. Wunsheswille 3. Hassengroll 4. Stolzer Unmut 5.Matte Müde.
    Zufriedenheit im buddh. Sinn ist ein wenig schwieriger in buddh. Terminologie
    umzusetzen. Bei den vier Schauungen ist der höchste, zu erreichende Punkt,
    Erweckung der freudlosen, leidlosen, gleichmütig, einsichen volkkommenen Reine`.`die vierte Schauung.

    Leidfreiheit ist in der Verbindung von Körper und Leuchtwesen nicht möglich.
    solange beide verbunden sind, im Leben, leidet der Körper. Manchmal mehr und manchmal weniger.
    Sariputto:`Die objektiven Änderungen der Materie werden subjektiv als Leiden empfunden.

    sakko

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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