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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Loslassen. Zufriedenheit. Leidfreiheit.

  • gbg
  • 6. August 2016 um 18:38
  • Zum letzten Beitrag
  • hedin02
    Gast
    • 8. August 2016 um 11:11
    • #26
    Sunu:


    Sich das Feiern verwehren wäre sicher auch der falsche Weg. Das wäre ja eine ablehnende Haltung.. aber sein Glück davon abhängig machen, wäre denke ich auch der falsche Weg...weil es eine begehrende Haltung wäre....Deshalb feiere ich die Feste wie sie fallen...

    Wobei der Zufriedene nichts zu feiern hat...........

  • Stero
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    • 8. August 2016 um 12:38
    • #27
    hedin02:

    Wobei der Zufriedene nichts zu feiern hat...........


    Das ist korrekt, weil "der Zufriedene" als "der Bedürfnislose" verstanden werden kann und dem Bedürfnislosen eine ganz natürliche distanzierte Nicht-Involviertheit zueigen ist.

  • Sunu
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    • 8. August 2016 um 13:36
    • #28

    Der Bedürfnisslose ist nicht der Zufriedene, sondern der Tote.

  • Noreply
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    • 8. August 2016 um 15:15
    • #29
    Sunu:

    Der Bedürfnisslose ist nicht der Zufriedene, sondern der Tote.

    Der Gier-, Hass-,Gaubenslose ist das Leben selbst.

  • gbg
    Themenautor
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    • 8. August 2016 um 21:20
    • #30
    hedin02:
    Sunu:


    Sich das Feiern verwehren wäre sicher auch der falsche Weg. Das wäre ja eine ablehnende Haltung.. aber sein Glück davon abhängig machen, wäre denke ich auch der falsche Weg...weil es eine begehrende Haltung wäre....Deshalb feiere ich die Feste wie sie fallen...

    Wobei der Zufriedene nichts zu feiern hat...........

    Wenn ich vorher mit meiner Frau schon zufrieden, Vater geworden wäre, dann hätte ich aber ordentlich Grund zu feiern.

    Wir nehmen alles im Leben als Selbstverständlichkeit. Das ist es aber nicht. Leben bedeutet Entwicklung.

  • Yofi
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    • 8. August 2016 um 22:44
    • #31
    Zitat

    Wenn ich vorher mit meiner Frau schon zufrieden, Vater geworden wäre, dann hätte ich aber ordentlich Grund zu feiern.

    Wäre man mit der Freude zufrieden, sähe man keinen Anlass dazu, sie nach außen zu tragen.

  • hedin02
    Gast
    • 8. August 2016 um 23:15
    • #32

    Zufriedenheit ist kein Ereignis das man feiern könnte.
    Zufriedenheit ist ein Zustand, in dem das Verlangen nach Sinnenlust mehr oder weniger abwesend ist.

  • Sunu
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    • 8. August 2016 um 23:49
    • #33

    ...wenn es um Sinneslust geht würde ich gar nicht von Zufriedenheit reden, sondern von Befriedigung. Unter Zufriedenheit verstehe ich etwas anderes. Zufriedenheit ist für mich Akzeptanz. Dazu zählt auch die Akzeptanz, dass ich als Mensch Bedürfnisse habe, die sich u.a. auf die Sinnesebene beziehen. Feiern z.b., Freude ausdrücken gehört dazu.....aber zur Zufriedenheit gehört auch die Akzeptanz, dass die Sinneslust im Prinzip nicht befriedigt werden kann bzw. immer nur kurzfristig befriedigt werden kann . Man kann damit durchaus zufrieden leben... In Frieden leben, mit all seinen menschlichen Facetten, die zum Leben gehören...Es ist ja alles nichts absolutes...nichts wirklich ernstes ...alles nur eine Frage der Perspektive...

  • Yofi
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    • 9. August 2016 um 00:13
    • #34
    Zitat

    A.IX.34 Ein Glück jenseits der Gefühle - 3. Nibbānasukha Sutta

    ...

    »Wie kann denn, o Bruder, ein Glück dort bestehen, wo es keine Gefühle mehr gibt?«

    -»Darin, o Bruder, besteht ja gerade das Glück, daß es dort keine Gefühle mehr gibt.

  • Sunu
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    • 9. August 2016 um 00:54
    • #35

    Und was denkst Du ist damit gemeint ? Das eine Person glücklich ist, die überhaupt keine Gefühle mehr hat...oder das Glück auf einer anderen Ebene verwirklicht wird, als auf der Gefühlsebene?

  • Noreply
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    • 9. August 2016 um 02:07
    • #36
    Yofi:
    Zitat

    A.IX.34 Ein Glück jenseits der Gefühle - 3. Nibbānasukha Sutta

    ...

    »Wie kann denn, o Bruder, ein Glück dort bestehen, wo es keine Gefühle mehr gibt?«

    -»Darin, o Bruder, besteht ja gerade das Glück, daß es dort keine Gefühle mehr gibt.


    Darin, o Bruder, besteht ja gerade das Glück, daß es dort keine Emotionen mehr gibt. Die Gefühle sind einfach nur Gefühle ohne Gedankliche Verknüpfungen, eben ohne Emotionen.

  • Spacy
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    • 9. August 2016 um 05:56
    • #37
    Ellviral:

    Darin, o Bruder, besteht ja gerade das Glück, daß es dort keine Emotionen mehr gibt. Die Gefühle sind einfach nur Gefühle ohne Gedankliche Verknüpfungen, eben ohne Emotionen.


    Nur mal so zum Verständnis: Wenn ein Gruppe Gorillas oder Elefanten um ein totes Gruppenmitglied trauert, sind das dann Gefühle oder Emotionen?

  • Yofi
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    • 9. August 2016 um 07:58
    • #38

    Das ist Leid, auch Tiere sind ihm unterworfen. Wie im Gleichnis mit dem Pfeil kann es auf zwei unterschiedliche Arten erlebt werden.

    So wie es aussieht, akzeptieren Tiere alles, was ihnen geschieht.

  • Monikamarie
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    • 9. August 2016 um 08:34
    • #39

    Für mich bedeutet Zufriedenheit, mit mir in Frieden sein. Das hat natürlich Auswirkungen auf mein Umfeld. Wer mit sich in Frieden ist, akzeptiert das Leben und die Lebewesen so wie sie sind. Sonst hätten wir ja niemals Grund zufrieden zu sein, denn die alltäglichen Vorkommnisse können nicht zufrieden machen, mit einer gewalttätigen Welt kann ich nicht zufrieden sein.
    Der einzige Weg in Frieden zu leben, ist in Frieden mit sich selbst zu leben. Ich habe noch nicht einmal das Recht, zufrieden mit anderen zu sein, denn ich bin doch kein Maßstab. Bin ich aber in Frieden mit mir, dann kann ich auch loslassen. Loslassen ist aber auch Lassen von Leid und alles lassen, was es ist.
    _()_ Monika

  • Sunu
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    • 9. August 2016 um 08:56
    • #40
    Yofi:

    Das ist Leid, auch Tiere sind ihm unterworfen. Wie im Gleichnis mit dem Pfeil kann es auf zwei unterschiedliche Arten erlebt werden.

    So wie es aussieht, akzeptieren Tiere alles, was ihnen geschieht.

    Es sieht so aus und um das wirklich beurteilen zu können müsste man wahrscheinlich ein Tier sein, aber ich denke Tiere akzeptieren nicht, sondern sie haben keine andere Ebene außer der Gefühlsebene zur Verfügung. Ihnen bleibt nichts anderes übrig ausser dort zu agieren, dass ist etwas anderes als Akzeptanz.

  • hedin02
    Gast
    • 9. August 2016 um 08:58
    • #41

    Es gibt zwei Arten (wurzelbedingt) von Glück und Freude im menschlichen Geist:

    1. Glück und Freude als mögliches Ergebnis von Anhaftungen. (Begehren)
    2. Glück und Freude als Ergebnis von Nicht-Anhaftung (Zufriedenheit)

    Wenn kein Begehren/Anhaften mehr vorhanden ist, dann würde man das "Nirwana" nennen; sozusagen eine nachhaltige Glückseligkeit/Zufriedenheit.

  • Sunu
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    • 9. August 2016 um 10:00
    • #42
    hedin02:

    Es gibt zwei Arten (wurzelbedingt) von Glück und Freude im menschlichen Geist:

    1. Glück und Freude als mögliches Ergebnis von Anhaftungen. (Begehren)
    2. Glück und Freude als Ergebnis von Nicht-Anhaftung (Zufriedenheit)

    Wenn kein Begehren/Anhaften mehr vorhanden ist, dann würde man das "Nirwana" nennen; sozusagen eine nachhaltige Glückseligkeit/Zufriedenheit.

    ..wobei Anhaftung nicht nur durch starkes Begehren verwirklicht wird, sondern auch durch starke Ablehnung....

  • Sunu
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    • 9. August 2016 um 10:19
    • #43

    Es waren mal drei Schäfer, die je sich je einen Schäferhund anschafften.... Der erste Schäfer war der Auffassung, dass sein Hund keine Bedürfnisse zu haben hat...und schlug ihn um sie ihm auszutreiben bei jeder Gelegenheit.
    Der zweite Schäfer war der Auffassung das sein Hund wohl am besten wisse was gut für ihm sei und ließ ihn machen was er wollte.
    Der dritte Schäfer kannte die Bedürfnisse des Tieres und akzeptierte diese, dachte aber auch das diese von selber kein Maß kennen ... So ging er auf die Bedürfnisse des Hundes ein und setzte ihnen gleichzeitig auch bewusst Grenzen.....

    Welcher Schäfer hatte am Ende wohl den besten Hund ?

  • hedin02
    Gast
    • 9. August 2016 um 21:09
    • #44
    Sunu:


    ..wobei Anhaftung nicht nur durch starkes Begehren verwirklicht wird, sondern auch durch starke Ablehnung....

    Jedes mit irgendeinem karmisch gewirkten Bewusstsein verbundene Gefühl ist für Begehren eine Bedingung auf die Weise eines Entscheidenden-Anlass; egal ob das Gefühl angenehm, leidhaft oder indifferent ist. Denn sogar leidhaftes Gefühl kann eine Bedingung für Begehren sein, denn durch leidhaftes Gefühl bedingt, können das Verlangen und Begehren nach Glück entstehen.

    Führer durch den Abhidhamma Pitaka

  • Yofi
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    • 9. August 2016 um 23:03
    • #45
    Sunu:
    Yofi:

    Das ist Leid, auch Tiere sind ihm unterworfen. Wie im Gleichnis mit dem Pfeil kann es auf zwei unterschiedliche Arten erlebt werden.

    So wie es aussieht, akzeptieren Tiere alles, was ihnen geschieht.

    Es sieht so aus und um das wirklich beurteilen zu können müsste man wahrscheinlich ein Tier sein, aber ich denke Tiere akzeptieren nicht, sondern sie haben keine andere Ebene außer der Gefühlsebene zur Verfügung. Ihnen bleibt nichts anderes übrig ausser dort zu agieren, dass ist etwas anderes als Akzeptanz.

    Wir müssen uns nur erinnern.

  • Morpho
    Gast
    • 9. August 2016 um 23:32
    • #46

    Hey Hedin. Ich bin so unruhig in letzter Zeit. Wie sagt man: umtriebig.... Das wird ja "gern" mit mangelnder Sittlichkeit in Verbindung gebracht, aber ich hab das Gefühl da ist noch was "untendrunter". So richtig was eingetrübtes. Was meinst du ?

  • Yofi
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    • 10. August 2016 um 07:50
    • #47
    hedin02:

    Jedes mit irgendeinem karmisch gewirkten Bewusstsein verbundene Gefühl ist für Begehren eine Bedingung auf die Weise eines Entscheidenden-Anlass; egal ob das Gefühl angenehm, leidhaft oder indifferent ist. Denn sogar leidhaftes Gefühl kann eine Bedingung für Begehren sein, denn durch leidhaftes Gefühl bedingt, können das Verlangen und Begehren nach Glück entstehen.

    Führer durch den Abhidhamma Pitaka

    Ja das gibt es zweierlei Zufriedenheit, einmal wenn man sich vom karmisch Bedingten treiben lässt und keinen Widerstand leistet, oder eben wenn man sich auf den Pfad begibt und den Prozess erkennt.

    Morpho:

    Hey Hedin. Ich bin so unruhig in letzter Zeit.

    Wie kann ein anderer das für dich tun?

    Grüße

  • hedin02
    Gast
    • 10. August 2016 um 08:28
    • #48
    Morpho:

    Hey Hedin. Ich bin so unruhig in letzter Zeit. Wie sagt man: umtriebig.... Das wird ja "gern" mit mangelnder Sittlichkeit in Verbindung gebracht, aber ich hab das Gefühl da ist noch was "untendrunter". So richtig was eingetrübtes. Was meinst du ?

    Ich will niemanden belehren, wenn du das meinst,............
    .....aber meines Mitgefühls kannst du dir sicher sein 8)

  • Spacy
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    • 10. August 2016 um 08:54
    • #49
    Yofi:

    Wir müssen uns nur erinnern.

    Sollten wir nicht vielmehr dasjenige vergessen, welches uns das "Urwissen" zu leben verunmöglicht?

  • Morpho
    Gast
    • 10. August 2016 um 10:30
    • #50

    @hedin: du kannst "die basis" immer so gut zusammenfassen, deswegen frag ich dich. deine karma"analyse" hab ich überm schreibtisch hängen. ich hätte gern einen ratschlag von dir. weil deine analyse neutral ist.

    Zitat

    Jedes mit irgendeinem karmisch gewirkten Bewusstsein verbundene Gefühl ist für Begehren eine Bedingung auf die Weise eines Entscheidenden-Anlass; egal ob das Gefühl angenehm, leidhaft oder indifferent ist.

    eben.
    mich hat eine "indifferente" triebhafte unruhe gepackt. ich glaub ja, die ist rein körperlich, aber das kann ich ja nicht vom "bewusstseinszustand" trennen. nicht ?! was sagt der abidhamma dazu ? - ich meine vom lösungsansatz her.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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