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achtsam sein! ein paar anfänger fragen :)

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  • 11. März 2016 um 20:41
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  • Yofi
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    • 14. März 2016 um 10:07
    • #26
    Monikadie4.:

    Sich der Empfindungen bewusst zu sein, ist Achtsamkeit, ob sie nun heilsam oder das Gegenteil sind.

    Darunter leiden wir wohl alle aufgrund der Uwinssenheit, die einen Ausdruck in der Zuneigung bzw. Abneigung findet. Und deshalb geht es noch weiter - Achtsamkeit, die sich im Blickwinkel einer unparteiischen, an den Situationen des Alltags negativ-emotional nicht beteilgten Instanz äußert.

  • Anandasa
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    • 14. März 2016 um 10:10
    • #27
    RolfGe:

    Die Achtsamkeit ist dabei der Faktor in Dir, der wahrnimmt was gerade geschieht.


    Das sehe ich als sehr wichtigen Punkt an. Es geht darum den eigenen Geist unter Beobachtung zu halten und es zu erkennen, wenn sich Anhaftung oder Gier bildet.

    Zitat

    1) wie ist man / bzw. ist man aufmerksam, wenn man total in etwas versunken ist und nichts um sich herum mitbekommt?


    Man kann stark konzentriert sein, aber man lässt sich nicht von der Tätigkeit/Gegenstand/u.ä. "aufsaugen". Man behält sich Kapazitäten im Geist frei, so dass man neutral beobachten kann, was man tut und erkennen kann was Antrieb einer Tätigkeit ist. Sind Gedanken erkennbar, dass es daraum geht was besonders zu sein? Oder hat man nur Spaß an der geistigen Entspannung?

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • keks
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    • 14. März 2016 um 10:19
    • #28

    Konzentriertheit passt oftmals besser als achtsam. Jeder Mensch weiss dass er liegt wenn er liegt. Nur ist man dann eben oftmals mit den Gedanken wo ganz anders, dennoch weiss man intuitiv dass man liegt. Nicht nur Buddha wusste dass er liegt wenn er liegt. Er hat dann aber das liegen genossen und nicht ueber Geschirrspuelen nachgedacht.
    Fuer Achtsamkeit ist eine gute Tagesstruktur sinnvoll. Aufstehen, waschen, essen, Buddha sein Broetchen hinlegen und Andacht, dann erinnert man sich auch morgens sofort an Achtsamkeit. Im Berufsleben ist das oftmals schwer umsetzbar.

    Bubu :clown::oops:

  • Monikamarie
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    • 14. März 2016 um 11:44
    • #29
    Yofi:
    Monikadie4.:

    Sich der Empfindungen bewusst zu sein, ist Achtsamkeit, ob sie nun heilsam oder das Gegenteil sind.

    Darunter leiden wir wohl alle aufgrund der Uwinssenheit, die einen Ausdruck in der Zuneigung bzw. Abneigung findet. Und deshalb geht es noch weiter - Achtsamkeit, die sich im Blickwinkel einer unparteiischen, an den Situationen des Alltags negativ-emotional nicht beteilgten Instanz äußert.

    Ja, das ist natürlich perfekt.
    _()_

  • Noreply
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    • 14. März 2016 um 12:04
    • #30
    keks:

    Konzentriertheit passt oftmals besser als achtsam. Jeder Mensch weiss dass er liegt wenn er liegt. Nur ist man dann eben oftmals mit den Gedanken wo ganz anders, dennoch weiss man intuitiv dass man liegt. Nicht nur Buddha wusste dass er liegt wenn er liegt. Er hat dann aber das liegen genossen und nicht ueber Geschirrspuelen nachgedacht.
    Fuer Achtsamkeit ist eine gute Tagesstruktur sinnvoll. Aufstehen, waschen, essen, Buddha sein Broetchen hinlegen und Andacht, dann erinnert man sich auch morgens sofort an Achtsamkeit. Im Berufsleben ist das oftmals schwer umsetzbar.

    Gerade im Berufsleben ist es wichtig jemanden aus der Konzentration in die Achtsamkeit zu holen, ihn in die Achtsamkeit zu zwingen weg von der Konzentration , damit er lernt weder in die Extreme Konzentration/Achtsamkeit zu fallen noch sich fallen zu lassen, sondern dahin das er selber entscheiden kann wie hoch die Konzentration und oder die Achtsamkeit jetzt zu sein hat.
    (Im Yijing sind es die Zeichen Berg und See.)

  • Anandasa
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    • 14. März 2016 um 14:33
    • #31
    keks:

    Im Berufsleben ist das oftmals schwer umsetzbar.


    Dieser Satz hat mir auch gleich zu denken gegeben. Ich stimme dem insoweit zu als man im Beruf zu arbeiten und zu tun hat, dann auch Zeitdruck hat u.ä. Damit hat man keine idealen Voraussetzungen um die Achtsamkeit zu behalten.

    Ellviral:

    Gerade im Berufsleben ist es wichtig jemanden aus der Konzentration in die Achtsamkeit zu holen, ihn in die Achtsamkeit zu zwingen weg von der Konzentration , damit er lernt weder in die Extreme Konzentration/Achtsamkeit zu fallen noch sich fallen zu lassen, sondern dahin das er selber entscheiden kann wie hoch die Konzentration und oder die Achtsamkeit jetzt zu sein hat.
    (Im Yijing sind es die Zeichen Berg und See.)


    Das sehe ich auch so. Wenn man an der Arbeit etwas dringendes umsetzen muss geht dabei die Achtsamkeit wie bei einer Zen-Übung verloren. Insofern gebe ich keks hier recht. Aber wenn man es so gut versucht wie es geht, die Achtsamkeit zu behalten, hat es enormen Nutzen. Ich hatte z.B. eine Chefin, die alles tat was der Geschäftsführer wollte. Sie kam einem echt vor wie Daddy's Girl. Mit Achtsamkeit würde sie beobachten was sie macht und darauf kommen, dass sie so handelt um irgendein Mangelgefühl zu kompensieren. Dann kann man sich überlegen, ob dieses Mangelgefühl real ist. Wenn nicht, wo kommt es her? Problem abstellen. Oder ich hatte einen Projektleiter, der wahre Wutausbrüche hatte. Mind. 1x pro Woche. Grund war die Art und Weise wie das alte Management vom neuen Geschäftsführer in das 2.Glied zurückversetzt wurde. Das hat er nicht verkraftet. Ich selbst war mal sehr wütend über einen hintertriebenen Kollegen und habe mich so geärgert, dass ich vom Pressen mit dem Unterkiefer sogar Muskelschmerzen bekam. In all diesen Situationen hätten die Leute mit Achtsamkeit die Eingänge zu ihren Gedanken besser bewachen können und v.a. die Bildung eines Selbst verhindern können. Das aufgebaute Selbst (im Beruf sehr oft mit Selbstwertgefühl innerhalb der Guppe verbunden) erzeugt immer mehr Leiden je größer es aufgebaut wurde.

    Ich denke das Problem ist, dass die Lehren Buddhas schon auf die Mönche ausgerichtet ist. Funktioniert alles prima, wenn man im Kloster den ganzen Tag praktiziert und das Essen aus der Bevölkerung bekommt. Die Laien müssen dagegen für ihren Alltag selbst überlegen was sie tun müssen um die Achtsamkeit zu behalten. Ich denke ein Wechsel von Konzentration zu Achtsamkeit und zurück lässt sich ganz gut machen. Für Tätigkeiten, die man selbständig ausführen kann, ist man phasenweise sehr konzentriert. Dann holt man wieder die Achtsamkeit zurück, wenn man mit anderen Leuten redet oder noch einmal drüberschaut was man gemacht hat.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Monikamarie
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    • 14. März 2016 um 16:47
    • #32

    Als Chefsekretärin in einem großen Unternehmen musste ich während der Sitzungen auch Wortprotokoll führen, was bedeutete, dass ich mir immer der Wichtigkeiten bewusst sein musste. Außerdem musste ich gleichzeitig darauf achten, was um mich herum geschieht und z.B. in Hotels für ausreichend Getränke u.ä. sorgen. Achtsamkeit war da genau so wichtig wie die Konzentration auf hitzige Diskussionen und das Übertragen auf den Block.

    Auch als Mutter musste ich in der Lage sein, mich auf das Essenkochen zu konzentrieren und gleichzeitig meine kleine Tochter "im Auge zu behalten".

    Wer als Musiker in einem Orchester spielt, muss neben seiner Konzentration auf die Noten auch den Dirigenten im Blick behalten, sonst spielt er vielleicht seinen eigenen Rhythmus. Klingt sicher lustig :lol:

    Um nur einige Situationen zu nennen, in denen deutlich wird, dass beides im Alltag gleichzeitig möglich ist.

    Die Übung der Achtsamkeit im Sinne Buddhas hat zwar einen anderen Hintergrund, aber die Übung kann vom Alltag abgeleitet werden. Und da hier ein "Anfänger" gefragt hat, halte ich es für wichtig, Beispiele aus dem Alltag zu nehmen, damit überhaupt ein Gefühl dafür entstehen kann, was Achtsamkeit ist und wie sie sich unterscheidet. Vielleicht kommen auch Situationen hoch, in denen das bereits praktiziert, aber nicht realisiert wurde.
    _()_

  • accinca
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    • 14. März 2016 um 17:32
    • #33

    Wenn man das so ließt mit der gewöhnlichen weltlichen Achtsamkeit,
    dann versteht man vielleicht warum manche Übersetzer dieses Wort
    Achtsamkeit für "samma-sati" nicht benutzt haben sondern es mit
    "Wahrheitsgegenwart" übersetzten oder manche auch mit dem aufrecht
    halten der Wahrheit bzw. des Übungsobjekts bezeichneten.
    Ist doch von der Sache her klar, das diese Art der Achtsamkeit gemeint ist.

  • Monikamarie
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    • 14. März 2016 um 18:18
    • #34

    Ja, Wahrheitsgegenwart ist ein schöner Begriff. Aber um das zu realisieren, muss ich schon ein ganzes Stück gegangen sein oder aber entsprechende karmische Voraussetzungen, wie ein besonders achtsames Elternhaus gehabt haben.
    Ich kenne kaum Menschen - außer diejenigen, die sich mit der Lehre beschäftigen -, die sich unter diesem Begriff "Wahrheitsgegenwart" etwas vorstellen können.
    Und das ist ja wohl auch nicht so selbstverständlich, sonst würden nicht immer wieder diese Fragen im Forum auftauchen oder Diskussionen darüber geführt. Also so klar ist das alles nicht.
    _()_

  • accinca
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    • 14. März 2016 um 19:35
    • #35
    Monikadie4.:

    Ja, Wahrheitsgegenwart ist ein schöner Begriff. Aber um das zu realisieren, muss ich schon ein ganzes Stück gegangen sein oder aber entsprechende karmische Voraussetzungen, wie ein besonders achtsames Elternhaus gehabt haben.
    Ich kenne kaum Menschen - außer diejenigen, die sich mit der Lehre beschäftigen -, die sich unter diesem Begriff "Wahrheitsgegenwart" etwas vorstellen können.
    Und das ist ja wohl auch nicht so selbstverständlich, sonst würden nicht immer wieder diese Fragen im Forum auftauchen oder Diskussionen darüber geführt. Also so klar ist das alles nicht.
    _()_


    "Wahrheitsgegenwart" bedeutet nicht unbedingt "vollendete Wahrheitsgegenwart".
    Wenn jemand sich die Lehre gemäß in einer Übung übt, dann übt er sich auch in
    Wahrheitsgegenwart gemäß seinen Möglichkeiten.

  • Monikamarie
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    • 15. März 2016 um 08:32
    • #36
    accinca:


    "Wahrheitsgegenwart" bedeutet nicht unbedingt "vollendete Wahrheitsgegenwart".
    Wenn jemand sich die Lehre gemäß in einer Übung übt, dann übt er sich auch in
    Wahrheitsgegenwart gemäß seinen Möglichkeiten.

    Ja natürlich. Und wer das verinnerlicht hat und dem das in Fleisch und Blut übergegangen ist, der empfindet Leid, sobald das wahrheitsgemäße Gegenwärtigsein bedroht ist, z.B. durch Un-Achtsamkeit. Und schon merke ich auf, wenn ich ein gewisses Unwohlsein empfinde. Und sobald ich das merke, bin ich auch schon wieder in der Wahrheitsgegenwart.
    Wahrheitsgegenwart ist das totale Präsentsein im gegenwärtigen Moment.
    _()_

  • DeepSea
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    • 15. Juli 2016 um 22:22
    • #37

    Dass du verachtest, das macht dein Achten.

    Liebe Grüße

  • accinca
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    • 16. Juli 2016 um 08:46
    • #38
    Monikadie4.:

    Wahrheitsgegenwart ist das totale Präsentsein im gegenwärtigen Moment.
    _()_


    Wahrheitsgegenwart ist das Gegenwärtighalten des vom Buddha gelehrten dhamma wie
    es als Satipatthana beschrieben wird.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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