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Individuen oder nicht?

  • Robin
  • 22. Oktober 2015 um 18:13
  • Zum letzten Beitrag
  • blue_aprico
    Gast
    • 31. Oktober 2015 um 09:55
    • #51

    du hälst also nix für wahr und wirklich, stero ? oder doch nicht etwa "rationale weltsicht" ? die wird doch nicht etwa bar inhärenter existenz sein, vorläufig wahr - für dich ? :D

    „Die Wirklichkeit sieht oft ganz anders aus als die Realität...“ :)
    (Berti Vogts – überliefert von Django Asül)


    Grüße
    Blue_

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (31. Oktober 2015 um 10:26)

  • Stero
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    18. Oktober 2015
    • 31. Oktober 2015 um 10:15
    • #52
    blue_aprico:

    du hälst also nix für wahr und wirklich, stero ? oder doch nicht etwa "rationale weltsicht" ? die wird doch nicht etwa bar inhärenter existenz sein, vorläufig wahr - für dich ? :D


    So wie es zahllose Individuen gibt, so gibt es zahllose Vorstellungen, die mit den Zeichenfolgen "wahr" und "wirklich" verbunden werden. Woher sollte ich also wissen, nach was du mich fragst?
    Wenn ich auch rationales Denken bevorzuge, so fehlt mir doch die Vorstellung, was eine "rationale Weltsicht" sein sollte. Und wenn du von "inhärenter Existenz" sprichst, was weiß ich, was du dir drunter vorstellst?
    Wenn wir jedoch der gleichen Konvention der Verwendung dieser Worte folgen würden, dann könnten wir uns darüber unterhalten ohne aneinander vorbeizureden. Jedoch ist es mir bislang nicht evident, dass wir der gleichen Konvention folgen würden.

    Einmal editiert, zuletzt von Stero (31. Oktober 2015 um 10:22)

  • bel
    Gast
    • 31. Oktober 2015 um 10:21
    • #53

    weils so schön ist, gleich noch mal:

    Zitat

    Wenn alle Dinge Buddhalehre sind, dann gibt es Verirren und Erwachen, Übung, Leben und Tod, alle Buddhas und leidende Wesen. Wenn die zehntausend Dinge ohne Ich sind, dann gibt es weder Verirren noch Erwachen, weder Buddhas noch leidende Wesen, weder Entstehen noch Vergehen. Da der Buddhaweg von Grund auf Überfluss und Mangel entspringt, gibt es Entstehen und Vergehen, Verirren und Erwachen, leidende Wesen und Buddhas. Doch obgleich sich dies sagen lässt, fallen die Blüten in sehnsüchtiger Liebe, und das Unkraut sprießt zu unserem Ärger, und das ist alles.

    Genjokoan

  • Sunu
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    • 31. Oktober 2015 um 11:37
    • #54

    Oder MMK 13.8

    Zitat

    Die Leerheit wurde von den Siegreichen, den Buddhas, als Zurückweisung jeglicher Ansicht gelehrt. Diejenigen aber, für welche die Leerheit eine Ansicht ist, die würden für unheilbar erklärt.

  • Sunu
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    7. Oktober 2015
    • 31. Oktober 2015 um 12:44
    • #55
    Stero:
    Sunu:

    Ein Individuum existiert also nicht ohne ein anderes Individuum.....Das heißt aber auch, dass es genau deswegen, letztendlich gar keinen Sinn mehr macht von Individuen zu sprechen.


    Alle Objekte des Wissens existieren in Abhängigkeit von anderen Dingen, aber macht es denn deswegen keinen Sinn mehr von ihnen zu reden? Wenn du in eine Bäckerei gehst und ein Brötchen willst, dann gibt es das Brötchen in Abhängigkeit von allem was nicht "Brötchen" genannt wird. Warum sollte es dann nicht Sinn machen zu sagen "Brötchen", wenn du gefragt wirst was du haben willst?
    Wenn Peter ein anderes Individuum ist als Paul, dann nennst du sie natürlich nicht "Indivduum", sondern sprichst sie mit Peter oder Paul an. Aber wenn du dir überlegst wie du beiden eine Freude machen kannst, dann ist es am besten, wenn du ihre individuellen Vorlieben kennst, weil sie Individuem sind und der eine nicht ein Clon des anderen. Was das eine Individuum erfreut, erfreut nicht notwendigerweise auch das andere.
    Oder du willst jemandem was erklären. Dann kommt deine Erklärung am ehesten so an, wird so verstanden wie du sie verstanden haben willst, wenn du auf die individuellen Neigungen und Fähigkeiten eingehen kannst. Dazu musst du aber anerkennen, dass es Individuuen gibt, denn sonst erzählst du jedem ohne Rücksicht auf seine individuellen Befähigungen das Gleiche und nur sehr wenige verstehen zufällig, was du meinst.

    Du bist nicht alleine auf der Welt. So wie du willst, dass auf deine individuellen Bedürfnisse Rücksicht genommen wird, so solltest du auf die der anderen Individuen Rücksicht nehmen. Ein Leugnen von Individuen ist da nicht angemessen.
    Und wenn du also zu dir selbst als Individuum stehst, also Selbstvertrauen hast und weißt dass du am besten weißt, was gut für dich ist, und damit das verkörperst, was ich als Individualist bezeichne, dann gestehst du ganz natürlich anderen ebenso ihren Individualismus zu, genau weil du als Individuum nicht ohne andere Individuen existierst und genau weil es Sinn macht von Individuen zu reden.

    Wenn du sagst

    Zitat

    Das heißt aber auch, dass es genau deswegen, letztendlich gar keinen Sinn mehr macht von Individuen zu sprechen.


    "letztendlich" hervorgehoben, betont - dann kannst du das nicht nur auf den Begriff "Individuen" beschränken, sondern musst sagen:
    "Das heißt aber auch, dass wenn es letztendlich gar keinen Sinn mehr macht von Individuen zu sprechen, dass es es genau deswegen letztendlich auch gar keinen Sinn mehr macht überhaupt zu sprechen."
    Denn wenn du die Sinnhaftigkeit sprachlichen Ausdrucks von "Letztendlichkeit" abhängig machen willst, dann verliert natürlich jeglicher sprachliche Ausdruck seinen Sinn, weil in oder hinter oder neben oder über oder unter oder zwischen den Zeichen und Lauten der Zeichen- und Lautfolgen von Sprache "letztendlich" nichts zu finden ist.

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    Es hat seinen Sinn in der Welt von unterschiedlichen Dingen zu sprechen, weil sie dort wirklich bzw. von unseren Sinnen unterscheidbar sind. Sie sind dort aber nur in gegenseitiger Abhängigkeit existent.
    Von Dieser Perspektive aus ( nämlich das sie nur in Abhängigkeit existieren) betrachtet, macht es aber wiederum tatsächlich keinen Sinn von unterschiedlichen Dingen zu sprechen bzw. Unterscheidungen zu treffen, weil eine Unterscheidung der Dinge so nicht mehr möglich ist. Deshalb ist es letztendlich sprachlich und gedanklich nicht möglich die " absolute Wahrheit" zu erfassen, zumal es ja nichts zu erfassen gibt....Schließlich befindet sich alles im Fluss D.h. Verändert sich von Moment zu Moment und damit auch die Wirklichkeit... Auch ist es hier problematisch von Veränderung zu sprechen, weil es dann auch etwas Unveränderliches geben müsste... Das ist mir bewusst.. Die Sprache erlaubt eben bestenfalls eine Annäherung an die "Wahrheit".
    Es ist einfach alles so, wie es ist... Von Moment zu Moment..... Da ist nichts Verstecktes...kein dahinter und nichts davor, daneben, darunter oder darüber.

    Liebe Grüße

  • Stero
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    • 31. Oktober 2015 um 13:52
    • #56
    Sunu:


    Es hat seinen Sinn in der Welt von unterschiedlichen Dingen zu sprechen, weil sie dort wirklich bzw. von unseren Sinnen unterscheidbar sind. Sie sind dort aber nur in gegenseitiger Abhängigkeit existent.
    Von Dieser Perspektive aus ( nämlich das sie nur in Abhängigkeit existieren) betrachtet, macht es aber wiederum tatsächlich keinen Sinn von unterschiedlichen Dingen zu sprechen bzw. Unterscheidungen zu treffen, weil eine Unterscheidung der Dinge so nicht mehr möglich ist. Deshalb ist es letztendlich sprachlich und gedanklich nicht möglich die " absolute Wahrheit" zu erfassen, zumal es ja nichts zu erfassen gibt....Schließlich befindet sich alles im Fluss D.h. Verändert sich von Moment zu Moment und damit auch die Wirklichkeit... Auch ist es hier problematisch von Veränderung zu sprechen, weil es dann auch etwas Unveränderliches geben müsste... Das ist mir bewusst.. Die Sprache erlaubt eben bestenfalls eine Annäherung an die "Wahrheit".
    Es ist einfach alles so, wie es ist... Von Moment zu Moment..... Da ist nichts Verstecktes...kein dahinter und nichts davor, daneben, darunter oder darüber.


    Ich stimme deinen Formulierungen größtenteils nicht zu, aber mehr will ich dazu auch nicht sagen. Würde ich aber gar nichts sagen, so könnte vielleicht der falsche Eindruck entstehen, ich stimmte deinen Formulierungen zu.
    Wie man sich sprachlich ausdrückt, hängt immer davon ab, aus welchen Quellen man selbst inspiriert wurde und wird und welche Quellen Gewissheit verursacht haben.

  • Noreply
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    • 31. Oktober 2015 um 14:28
    • #57
    Sunu:


    Es hat seinen Sinn in der Welt von unterschiedlichen Dingen zu sprechen, weil sie dort wirklich bzw. von unseren Sinnen unterscheidbar sind. Sie sind dort aber nur in gegenseitiger Abhängigkeit existent.
    Von Dieser Perspektive aus ( nämlich das sie nur in Abhängigkeit existieren) betrachtet, macht es aber wiederum tatsächlich keinen Sinn von unterschiedlichen Dingen zu sprechen bzw. Unterscheidungen zu treffen, weil eine Unterscheidung der Dinge so nicht mehr möglich ist. Deshalb ist es letztendlich sprachlich und gedanklich nicht möglich die " absolute Wahrheit" zu erfassen, zumal es ja nichts zu erfassen gibt....Schließlich befindet sich alles im Fluss D.h. Verändert sich von Moment zu Moment und damit auch die Wirklichkeit... Auch ist es hier problematisch von Veränderung zu sprechen, weil es dann auch etwas Unveränderliches geben müsste... Das ist mir bewusst.. Die Sprache erlaubt eben bestenfalls eine Annäherung an die "Wahrheit".
    Es ist einfach alles so, wie es ist... Von Moment zu Moment..... Da ist nichts Verstecktes...kein dahinter und nichts davor, daneben, darunter oder darüber.


    Bis auf ein paar Wortvorstellungen bin ich größtenteils mit dieser Formulierung einverstanden. Deine Ergebnisse hören sich an als ob "Warum es die Welt nicht gibt." zu den Texten gehört die du gelesen hast. -()-

  • Sunu
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    • 1. November 2015 um 01:39
    • #58
    Ellviral:


    Bis auf ein paar Wortvorstellungen bin ich größtenteils mit dieser Formulierung einverstanden. Deine Ergebnisse hören sich an als ob "Warum es die Welt nicht gibt." zu den Texten gehört die du gelesen hast. -()-

    Hallo Ellviral und miteinander,

    bisher hab ich das Buch nicht gelesen, ich habe aber gerade mal danach gegoogelt und es hört sich interessant an. Die Ähnlichkeiten zwischen Buddhismus (hier sei vorallem Madhyamaka genannt) und modernen Erkenntnistheoretischen Konzepten ist ja unverkennbar. Hier seien z.B. Maturana und Valera genannt. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Autopoiese
    Im Prinzip geht es dort um das bedingte Entstehen.
    Interessierten kann ich dazu das Buch " Der Baum der Erkenntnis " empfehlen.
    Auch der Quantenphysik werden ja immer wieder Ähnlichkeiten zu Buddhistischen Konzepten nachgesagt.
    http://www.raum-und-zeit.com/r-z-online/bib…buddhismus.html
    Die Bücher von dem hier erwähnten Christian Kohl, kenne ich bis jetzt auch nicht, aber es hört sich doch schonmal interessant an. Nur sollte ja zwischen dem ganzen Lesen und Schreiben, vor allem genug Platz für Praxis bleiben. in diesem Sinne

    Liebe Grüße

  • Stero
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    • 1. November 2015 um 14:26
    • #59
    Sprite:
    Zitat

    Da hat jemand, hier Sprite, eine Vorstellung, eine Idee und sagt aus, dass diese Idee, die er zuvor sprachlich ausgedrückt hat, als solche "wahr" sei, und mit dem "wahr Sein" ist gemeint, dass das Vorgestellte, die Idee, nicht etwa im Gehirn des so Sprechenden entstanden sei, sondern dem Gegenstand der Debatte innewohnen würde, also ihm 'inhärent' sei, also "in der Natur der Sache" läge, sein Wesen, seine Natur ausmache.

    Schulweisheit hoch 10.

    Woher weißt du denn so genau, dass eine Idee im Gehirn entsteht?

    Du kommst dir zwar schlau vor in deiner Argumentation, aber das ist alles angelesen, nachgeplappert, deine ganzen -ismen mit denen du rumschmeißt. Du bist intellektuell Stero. Jetzt kannst du entscheiden - mithilfe deiner gelobten Rationalität ob das jetzt ein Kompliment war.


    Hättest mal in der Schule aufgepasst, dann müsstest dich heute nicht in esoterische Irrationalitäten flüchten. ;)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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