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Ziviler Ungehorsam

  • Verrückter
  • 13. September 2015 um 00:39
  • Zum letzten Beitrag
  • Verrückter
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    14. November 2012
    • 13. September 2015 um 00:39
    • #1

    Also die Hindus mochten eher passiven Widerstand, wenn ich mich recht entsinne. Und was sagte Buddha zu zivilem Ungehorsam? Gibt es dazu allgemeine Aussagen, die unabhängig von kultureller Prägung eine Bedeutung haben?

  • nyalaana
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    • 13. September 2015 um 02:33
    • #2

    Soweit ich weiss, wurde er zu Königshäusern eingeladen und hat dort dann auch die Herrschenden Belehrt. Er kam ja selbst auseinem Königshaus.
    Mir ist nichts davon bekannt, dass er Ratschläge erteilte wie man Herrscherhäuser, Regierungen oder Staatsgebilde stürzt.
    Ich bin aber kein Palikanonspezialist, dort weiss man sicher genauers.

    Veilleicht war ja die Einführung von einem Bettelorden inklusive Frauenbettelorden schon revolutionär genug?

  • nibbuti
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    • 13. September 2015 um 10:53
    • #3
    Verrückter:

    Also die Hindus mochten eher passiven Widerstand, wenn ich mich recht entsinne.

    da bin ich nicht sicher:

    Zitat


    ARJUNA SPRACH *
    4.Wie soll ich hier in diesem Kampf den Bhîshma und den Drona auch,
    Die beide ich verehren muß, mit scharfen Pfeilen greifen an?

    5.Weit besser, die hochwürd'gen Lehrer schonen
    Und Bettlerbrot auf dieser Erde essen!
    Denn töt' ich sie, ob sie auch schätzelüstern,
    Mit Blut befleckt fortan wär' meine Speise!

    6. Wir wissen's nicht, was mehr uns würde frommen, –
    Wenn wir die Sieger – wenn wir die Besiegten?
    Was soll das Leben uns, wenn wir getötet
    Die Kuru-Söhne, die dort vor uns stehen?

    7. Die jammervolle Lage bricht mein Wesen,
    Die Pflicht verwirrt sich mir, – ich muß dich fragen:
    Was wär' die bessere Entschließung? sag mir's!
    Dein treuer Schüler bin ich, – lehre du mich!

    8. Nicht seh ich, was den Gram mir je verscheuchte,
    Der meine Sinne ganz ausdörren müßte, -
    Erlangt' ich auch der Erde reichste Krone,
    Ja bei den Göttern selbst die Oberherrschaft;

    SAÑJAYA SPRACH *
    9. So sprach der Ringellockige, der Held, zum ew'gen Gott gewandt;
    Ich will nicht kämpfen! – also rief noch einmal er, dann war er still.

    10. Doch lächelnd sprach zu ihm darauf, als er ihn so voll Kleinmut sah,
    Inmitten beider Heeresreihn der heilige Krishna dieses Wort:

    KRISHNA SPRACH *
    11. Du redest gut, allein du klagst um die, die nicht beklagenswert,
    Nicht Tote noch auch Lebende beklagt jemals der Weisen Schar.

    12. Nie war die Zeit, da ich nicht war, und du und diese Fürsten all,
    Noch werden jemals wir nicht sein, wir alle, in zukünftger Zeit!

    13. Denn wie der Mensch in diesem Leib Kindheit, Jugend und Alter hat,
    So kommt er auch zu neuem Leib, – der Weise wird da nicht verwirrt.

    14. Der Atome Berührung nur ist kalt und warm, bringt Lust und Leid,
    Sie kommen, gehen, ohn' Bestand, – ertrage sie, o Bhârata!

    15. Der weise Mann, den diese nicht erregen, o du starker Held,
    Der Leid und Lust gleichmütig trägt, der reift für die Unsterblichkeit.

    16. Es gibt kein Werden aus dem Nichts, noch wird zu Nichts das Seiende!
    Die Grenze beider ist erschaut von denen, die die Wahrheit schaun.

    17. Doch wisse, unvergänglich ist die Macht, durch die das All gewirkt!
    Des Ewigen Vernichtung kann bewirken niemand, wer's auch sei.

    18. Vergänglich sind die Leiber nur, – in ihnen weilt der ew'ge Geist,
    Der unvergänglich, unbegrenzt – drum kämpfe nur, du Bhârata!

    Bhagavad Gita, 2. Kapitel

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    (interessant ist hier auch die Zuflucht zu Wiedergeburt für den weiteren Verlauf der Schlacht)

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    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    3 Mal editiert, zuletzt von nibbuti (13. September 2015 um 11:53)

  • nibbuti
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    • 13. September 2015 um 11:24
    • #4
    Verrückter:

    Und was sagte Buddha zu zivilem Ungehorsam? Gibt es dazu allgemeine Aussagen, die unabhängig von kultureller Prägung eine Bedeutung haben?

    ja, die gibt es:

    Zitat

    Nicht Narren zu folgen, sondern Weisen zu dienen,
    Gute Menschen zu verehren - das bringt Glück.

    Im richtigen Land, am richtigen Ort zu leben,
    Durch gute Taten erworbener Verdienst und
    Richtiges Bemühen - das bringt Glück.

    Ehrlich und offen sein, tüchtig und diszipliniert
    Und achtsam auf die eigenen Worte - das bringt Glück.

    Die Eltern unterstützen, liebevoll sein zum Lebenspartner,
    Die Arbeit ungestört verrichten - das bringt Glück.

    Wohltätig sein und gut, freundlich zu den Verwandten
    Und das Beste geben - das bringt Glück.

    Vermeiden von unheilsamen Taten,
    Sich nicht berauschen
    Und unermüdlich die Aufgaben zu erfüllen - das bringt Glück.

    Andere zu achten, bescheiden sein
    Zufrieden, dankbar und sich Zeit zu nehmen
    Zum Hören weisen Lehren - das bringt Glück.

    Geduldig sein und milde,
    Die Gesellschaft guter Menschen suchen,
    Sich Zeit zu nehmen für weise Gespräche - das bringt Glück.

    Verzicht und tugendhafte Taten,
    Erkenntnis der Wahrheit und danach leben - das bringt Glück.

    Einen Geist zu haben, der nicht bewegt wird vom Auf & Ab
    Der Welt, der ohne Sorge ist, frei von Leidenschaft
    Und voller Frieden - das bringt Glück.

    Wer das verwirklicht, der ist unüberwindlich,
    Dem geht es gut und
    Der gelangt zum höchsten Glück (Nibbana).

    Mangala Sutta

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    uvm.

    z.B. auch dass Ordinierte sich nicht in weltliche (zivile, bürgerliche) Belange wie Politik einmischen sollten, die Stelle habe ich gerade nicht parat

    allerdings muss man sich hierbei vergegenwärtigen, dass der Begriff „ziviler Ungehorsam“ beim indischen Anwalt-Politiker Gandhi geborg wurde, der sich auf den amerikanischen Grundschullehrer-Philosophen Thoreau bezog, der es primär auf Steuer- & Gebührenvermeidung anwandte

    besser finde ich persönlich seine Ausführungen zu Abgeschiedenheit & Brotbacken ohne Hilfsmittel wie Hefe

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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