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Alkohol

  • namaste17
  • 2. August 2015 um 09:36
  • Zum letzten Beitrag
  • Sôhei
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    • 17. September 2015 um 12:31
    • #51
    Losang Lamo:
    Zitat

    ..., n'est past?


    Na, ich hab mich nur so weit aus dem Fenster gelehnt, weil

    b) es sowas wie die fünf Silas gibt im Buddhismus, die man nicht befolgen muss, wenn man absolut nicht will, die aber ja wohl wenigstens erwägenswert sind für einen Buddhisten. Ich geruhte, die Diskussion hier vom Normalniveau etwas wegzuholen.

    c) Zu der von Dir zitierten Aussage kam ich gerade aufgrund meiner eigenen Lebenserfahrung. Alles durchgemacht in vielen Facetten, wirklich. "Erfahrung" hat nicht nur der, der weiß, wie es ist zu denken er bräuchte Alkohol für seine sogenannte Lebensqualität, sondern insbesondere sind Lebenserfahrungen wertvoll, wo man sich mal mit solchen Vorstellungen aktiv auseinandergesetzt hat.
    Ich hab's also nicht geschrieben, weil ich zu doof bin um zu wissen, wie sich ein Hängen am Rotweinchen anfühlt, sondern weil ich erfahren habe, wie schön es ist, solch eine Anhaftung aufzugeben. Das nenn ich Freiheit.

    Du hast wortwörtlich geschrieben, dass du nicht verstehst was so schwer sein soll, einfach mit dem Trinken aufzuhören. Das hat nichts mit dem zu tun was du jetzt auf einmal unter c) schreibst. Und diese Aussage ist es, von der ich behaupte, dass sie von wenig Lebenserfahrung zeugt.

    Ich habe das dann einfach weiter gesponnen: warum heißen die vier rechten Anstrengungen eigentlich Anstrengungen. Ist doch alles ganz einfach...

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 17. September 2015 um 13:34
    • #52

    Na gut, meine Aussage zeugt zwar nicht von mangelnder Lebenserfahrung, aber schon von meinen mangelnden rethorischen Fähigkeiten.
    "Ich verstehe nicht, was daran so schwer sein soll, wenn man den Verzicht denn mal wenigstens ausprobiert.", hätte ich vielleicht schreiben sollen. Oder so.
    Das sage ich aus Erfahrung. Es ist ganz leicht - und wenn es schwierig oder gar unmöglich ist, dann ist es sogar wichtig, das vor sich selber mal aufzudecken.
    Unter'm Strich ist also der Versuch, mal Ohne auszukommen, im einen wie im anderen Falle hilfreich.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Sôhei
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    • 17. September 2015 um 15:53
    • #53
    Losang Lamo:

    Na gut, meine Aussage zeugt zwar nicht von mangelnder Lebenserfahrung, aber schon von meinen mangelnden rethorischen Fähigkeiten.
    "Ich verstehe nicht, was daran so schwer sein soll, wenn man den Verzicht denn mal wenigstens ausprobiert.", hätte ich vielleicht schreiben sollen. Oder so.
    Das sage ich aus Erfahrung. Es ist ganz leicht - und wenn es schwierig oder gar unmöglich ist, dann ist es sogar wichtig, das vor sich selber mal aufzudecken.
    Unter'm Strich ist also der Versuch, mal Ohne auszukommen, im einen wie im anderen Falle hilfreich.

    Jetzt verstehe ich schon besser was du sagen wolltest! Denn das Aufhören ist halt in aller Regel alles andere als leicht - selbst wenn bereits ab und an der Wunsch da ist, nicht mehr zu trinken. Und so kommt es halt zu ungezählten Versuchen, mit mal mehr und mal weniger Erfolg. Je nach Trinker-Typ und Biographie ist das jahre- bis jahrzehntelange Arbeit, und für die "klassischen trockenen Alkoholiker" wird es vielleicht sogar nie leicht. Deshalb zählen die ja auch ihre Tage und brauchen ihre Treffen.

  • Tara4U
    Gast
    • 17. September 2015 um 16:43
    • #54

    Jemad, der Suchtkrank ist, und es geschafft hat, sich davon zu befreien hat meine Hochachtung und Respekt.

    Jemand, der meint "damit umgehen zu können" verschleiert oft vor anderen, besonders aber vor sich selbst seine Abhängigkeit.

    Jemand, der kathegorisch Alkohol ablehnt, und meint, den Stab über andere brechen zu müssen hat ein Problem.

    Ich selbst trinke und rauche. Bei weitem nicht mehr so viel wie früher. Fast gar nicht mehr. Warum ich es nicht ganz aufgebe? Warum sollte ich? Um mich in eine Kathegorie einzuordnen?
    Und jedes Mal, nachdem ich es genossen habe frage ich mich: jo, ganz nett, aber was hab ich nun davon?
    Aber das geht mir auch mit anderen Dingen so, gehört einfach mal so zum Gesamtpakt der Geistebeobachtung, denk ich mal.

  • Sôhei
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    • 17. September 2015 um 18:01
    • #55
    Sprite:
    Zitat

    Jemand, der kathegorisch Alkohol ablehnt, und meint, den Stab über andere brechen zu müssen hat ein Problem.

    Also hat Buddha ein Problem?

    Zitat

    Warum ich es nicht ganz aufgebe? Warum sollte ich?

    Mmh, ich frag mich gerade ob ich komplett im falschen Forum bin. Ja, warum solltest du? Bezeichnest du dich als Buddhist?

    Wieso solltest du im komplett falschen Forum sein?
    Ist es so wirklich schwer zu verstehen und zu akzeptieren, dass es unterschiedliche Sichtweisen und Deutungen bezüglich dessen gibt, wie Silas genau zu verstehen sind, und welche Bedeutung ihnen im Einzelnen beigemessen wird???

  • Sôhei
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    • 17. September 2015 um 18:10
    • #56
    Sprite:


    Also hat Buddha ein Problem?

    Der Buddha in deiner Vorstellung und nach dem du dich sehnst hat naürlich kein Problem gehabt. Der Mensch Buddha hingegen - wer weiß das schon.
    Ich habe das früher nie so richtig verstanden, aber mittlerweile kann ich nachvollziehen, wieso für Christen oftmals die Menschlichkeit Jesu eine so große Rolle spielt. Der war nämlich auch mal sauer, hat Angst gehabt etc. Nicht so ein imaginierter Superheld wie der Buddha mancher Buddhisten.

  • Anandasa
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    • 17. September 2015 um 18:12
    • #57
    Losang Lamo:

    Ich hab's also nicht geschrieben, weil ich zu doof bin um zu wissen, wie sich ein Hängen am Rotweinchen anfühlt, sondern weil ich erfahren habe, wie schön es ist, solch eine Anhaftung aufzugeben. Das nenn ich Freiheit.


    Genau, es geht die Freiheit.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Sôhei
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    • 17. September 2015 um 18:17
    • #58
    Sprite:
    Zitat

    Der Buddha in deiner Vorstellung

    Das ist nicht der Buddha in meiner Vorstellung, sondern der überlieferte, authentische Buddha, der die Silas formulierte und selbst danach lebte.

    Klar. :roll:

  • Tara4U
    Gast
    • 17. September 2015 um 18:19
    • #59
    Zitat

    Mmh, ich frag mich gerade ob ich komplett im falschen Forum bin. Ja, warum solltest du? Bezeichnest du dich als Buddhist?

    Ich versuche mich sehr, an der Lehre zu orientieren. Dabei folge ich nicht blind, sondern gleiche es mit meinem Leben ab, so, wie ich auch nicht mein Denken einstelle, nur weil ich gehorsam irgendwelchen von Menschen geschrieben Richtlinien folge, um mich "dazugehörig"zu fühlen, mich nicht einer Gruppe und deren Denkweise zu verschreibe.
    Ein kleiner Luxus, den ich mir beibehalte :)
    nein, ich bin kein Buddhist, vielleicht eine Buddhistin :lol:

    Und ich gebe LL recht...es ist schön, wenn man darauf verzichten kann.

    Wenn Du dadurch meinst, in einem falschen Forum zu sein, dann solltest Du überdenken, warum!

  • keks
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    18. Januar 2014
    • 19. September 2015 um 06:01
    • #60
    Tara4U:


    Und jedes Mal, nachdem ich es genossen habe frage ich mich: jo, ganz nett, aber was hab ich nun davon?

    Es hat gut geschmeckt, so wie wenn man ein Glas Osaft trinkt. Der letzte Osaft ist bei mir 6 Monate her :D die letzte Flasche Wein 7 Monate ? Eine geöffnete Flasche wird zeitnah leer gemacht sonst schmeckt es nicht mehr :lol:

    Bubu :clown::oops:

  • Tara4U
    Gast
    • 19. September 2015 um 07:21
    • #61
    keks:
    Tara4U:


    Und jedes Mal, nachdem ich es genossen habe frage ich mich: jo, ganz nett, aber was hab ich nun davon?

    Es hat gut geschmeckt, so wie wenn man ein Glas Osaft trinkt. Der letzte Osaft ist bei mir 6 Monate her :D die letzte Flasche Wein 7 Monate ? Eine geöffnete Flasche wird zeitnah leer gemacht sonst schmeckt es nicht mehr :lol:

    Was ich damit sagen wollte:
    Es ist für mich nur ein kurzer, momentaner Genuss, der mir jedoch nicht nur langfristig nix bringt, sondern mich auch in der Meditation behindert.

    Das mag man zwar wissen, aber es ist ein Schritt, zur Erkenntnis und zur Verinnerlichung.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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