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Buddhimus ans Schicksal ?

  • Cravin
  • 25. Juli 2015 um 19:16
  • Zum letzten Beitrag
  • Cravin
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    • 25. Juli 2015 um 19:16
    • #1

    Hey,
    frage steht ja eigentlich schon oben.

    Ich habe einen Priester aus der Jodo shinshu gefragt und er meint: "Alles ist Ursache und Wirkung.Schicksal würde bedeutet, dass alles vorbestimmt ist. Das macht aber aus buddhistischer Sicht keinen Sinn. "

    Was sagt ihr dazu? Ich bin eigentlich sicher das Shingon und Tendai Mönche an das Schicksal glauben und auch Vorhersagen machen.

  • EinGedanke
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    • 25. Juli 2015 um 21:04
    • #2

    Frage dich einfach was ein solches Schicksal ausmachen würde. Wenn es das geben würde, durch was würde es zustande kommen bzw. von was soll es bestimmt werden?
    Worauf beruht dein Eindruck Shingon und Tendai Mönche würden an das Schicksal glauben?

  • Jinen
    Gast
    • 25. Juli 2015 um 22:07
    • #3

    Der Begriff Schicksal - Ming im chinesischen scheint mir viel weniger fatalistisch zu sein wie der westlichen Vorstellungen. (Und steht im engen zusammenhang mit Xing - der Wesensnatur). Es ist oft eher das von natur gegebene: (ming läßt sich auch als Leben (Der Akupunktur-Punkt Ming-Men wird z.B. meist als Tor des Lebens übersetzt) oder als Fügung übersetzen) Wir haben diesen Körper und diesen Geist, es geschieht ein ständiger Wandel, wir werden älter, kränker und sterben. Das ist Ming. In gewisser Weise vielleicht auch fatalistisch. Verschiedene Dinge stehen fest.
    Aber auch im frühen (also vorbuddhistischen) chinesischem Denken gab es die Vorstellung dem Schicksal zu entsprechen (quasi mit dem Fluss zu fließen) oder eben nicht. Rückkehr zur Bestimmung gilt als wichtiges Ziel bei Laozi z.B. Es gibt also durchaus die Vorstellung, der Bestimmung, dem Schicksal, dem natürlichen nicht zu entsprechen.
    Man kann z.B. sagen, das im Bereich der Erdanziehung zu leben, mein Schicksal ist. Das bedeutet aber nicht, das ich auf allen vieren kriechen muss. Aber es scheint mir sinnvoller zu sein, sie als feststehende Größe zu akzeptieren. Dann kann ich damit recht gut umgehen. Ähnlich ist es auch mit den anderen Dingen im Leben.

    Daher ist es vielleicht sinnvoll zu sehn, wenn Chinesen und Japaner von Schicksal reden, vielleicht etwas anderes gemeint ist, als wenn wir vom Schicksal reden.

    Ich denke auch wenn man von karma redet (inwieweit dieser begriff sinnvoll ist, ist zumindest unter säkularen Buddhisten ja umstritten) dann meiner Meinung nach nur leichte Modifikationen der Gesamtsituation gemeint sind. Du kannst ethisch rein leben und jeden Tag 18 Stunden meditieren (so man das kann), trotzdem wirst du alt und krank werden und sterben. Auch Buddha ging das nicht anders.

    Zitat

    »Stille« - so heißt die Rückkehr zum Schicksal.
    Die Rückkehr zum Schicksal - das ist die Stetigkeit.

    Laozi

  • EinGedanke
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    • 25. Juli 2015 um 22:24
    • #4

    Man muss nur unterscheiden, dass die buddhistische Karma-Sichtweise, die hinduistische Sichtweise, das westliche Verständnis was Schicksal ist und das chinesische Verständnis was Schicksal ist, vier verschiedene Dinge sind. Wobei es im chinesischen auch noch die konfuzianische Sichtweise gibt, die sich wahrscheinlich auch mit dem daoistischen Verständnis vermengt hat.

  • Cravin
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    • 25. Juli 2015 um 22:30
    • #5

    EinGedanke
    Ich bin mir sicher das es Hellsichtige Shingon bzw. Tendai Mönche gibt (bzw. habe ich davon gelesen) die den Menschen ihr Leben und/oder ihr Schicksal vorraus sagen, daher müssen doch die Mönchen dann doch selber daran glauben, oder etwa nicht ?

  • EinGedanke
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    • 25. Juli 2015 um 22:40
    • #6

    Hmm, das ist so eine Sache. Es könnte einerseits ein ritueller Brauch sein, irgendein kultureller Mist, wie die Idee in Thailand gutes Karma zu erzeugen indem man fragwürdige Rituale druchführt. Oder es sind tatsächlich erleuchtete Meister die über Siddhis verfügen. Wobei wenn es letzteres ist, es dann etwas wäre indem diese Meister das Netz aller Ursachen und Bedingungen erleben und dementsprechend Aussagen treffen könnten wie sich das Leben dieser Leute entfaltet sofern sie es nicht aktiv ändern. Was aber nicht bedeutet, dass eben dies das Schicksal dieser Leute sein würde.

    Der historische Buddha zeichnete sich dadurch aus, dass er die Umstände eines Menschen durchdrang und ihnen auf diese Weise hilfreiche Denkanstöße und Tipps geben konnte die diese Menschen wirklich gebraucht haben.

  • Cravin
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    • 25. Juli 2015 um 22:43
    • #7

    Okey Danke für deine Meinung :)

  • Monikamarie
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    • 26. Juli 2015 um 08:34
    • #8
    Cravin:

    Hey,
    frage steht ja eigentlich schon oben.

    Ich habe einen Priester aus der Jodo shinshu gefragt und er meint: "Alles ist Ursache und Wirkung.Schicksal würde bedeutet, dass alles vorbestimmt ist. Das macht aber aus buddhistischer Sicht keinen Sinn. "

    Was sagt ihr dazu? Ich bin eigentlich sicher das Shingon und Tendai Mönche an das Schicksal glauben und auch Vorhersagen machen.

    Hi Cravin,
    dass, was Dein Priester meint, denke ich auch. "Alles ist Ursache und Wirkung." Das genügt ja schon, das kann ich im täglichen Leben beobachten. Und diese Wirkung auf die Ursache ist auch veränderbar. Das, was ich vor vielen Jahren noch dachte und tat, zeigt sich in der Gegenwart. Also kann ich in der Gegenwart anders denken und handeln, so zeigt sich auch die entsprechende Wirkung in der Zukunft. Beim Schicksal hingegen gibt es überhaupt keine Möglichkeit einzugreifen.
    _()_ Monika

  • Monikamarie
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    • 26. Juli 2015 um 08:35
    • #9
    Cravin:

    EinGedanke
    Ich bin mir sicher das es Hellsichtige Shingon bzw. Tendai Mönche gibt (bzw. habe ich davon gelesen) die den Menschen ihr Leben und/oder ihr Schicksal vorraus sagen, daher müssen doch die Mönchen dann doch selber daran glauben, oder etwa nicht ?

    Ja, es gibt Hellsichtigkeit.
    _()_ Monika

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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