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Ayya Khema: Wie kann man im Theravada authorisiert werden?

  • micha
  • 11. Januar 2015 um 18:42
  • Zum letzten Beitrag
  • micha
    Gast
    • 11. Januar 2015 um 18:42
    • #1

    In einem anderen Themenbereich wurde Ayya Khema zitiert. Daraufhin recherchierte ich mal ein bisschen. Ich weiß, dass man Wikipedia nicht zuviel Wert beimessen darf, aber da fand ich folgende seltsame Behauptung, die zudem noch von ihr selbst stammen soll (der Artikel über sie ist wohl von jemandem aus ihrem Kreis verfasst):

    Zitat

    1983 suchte sie Matara Sri Nyanarama Mahathera (1901–1992) auf, einen hoch angesehenen singhalesischen Mönch und Meditationsmeister aus dem Tempel Mitirigala. Nach Ayya Khemas eigenen Angaben hat er, im Beisein von Bhikkhu Katukurunde Nyanananda (geb. 1940), ihre Meditationspraxis der meditativ verfeinerten Bewusstseinszustände (Jhana) als korrekt bestätigt und sie dazu autorisiert, diese meditative Entfaltung der Geistesruhe (samatha-bhavana) systematisch im Westen zu lehren.

    Wie ist das möglich? Im Palikanon ist eindeutig geregelt, dass es so etwas nicht gibt. "Wahrt euch selber als Leuchte, selber als Zuflucht, ohne andere Zuflucht, (wahrt) die Lehre als Leuchte, die Lehre als Zuflucht, ohne andere Zuflucht." (Dhiga Nikaya 16,2). Desgleichen Majjhima Nikaya 108. Eine Authorisierung dürfte es im Theravada nicht geben.

  • nibbuti
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    • 11. Januar 2015 um 19:04
    • #2

    Hi micha

    Theravada hat noch die Lehre des Buddha, aber nicht überall wird diese auch 1:1 befolgt

    Sri Lanka, Burma, Thailand, Laos, Cambodia haben alle ihre eigenen Traditionen & Authoritäten

    manche Menschen meinen eben Authoritäten oder Authorisierung zu brauchen, um neue Schüler zu 'angeln'

    der Buddha hingegen ist eher daran interessiert Schüler zu 'entlassen'

    so ist die Welt beschaffen

    Liebe Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • micha
    Gast
    • 11. Januar 2015 um 19:30
    • #3

    nibbuti, ich selbst glaube aber gar nicht, dass sie authorisiert wurde, sondern das erfunden hat. Der Grund ist, dass ich dem genannten Authorisierer (Nanarama) so etwas nicht unterstellen kann. Wenn du von verschiedenen Ländern sprichst, nenne doch bitte mal ein paar prominente asiatische Theravada-Länder, die das nachweislich machen, Lehrer entgegen Buddhas Anweisung authorisieren.

  • Jojo
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    • 11. Januar 2015 um 19:34
    • #4

    Hehe! :D
    Sicher eine schlimme Betrügerin.

  • nibbuti
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    • 11. Januar 2015 um 19:43
    • #5
    micha:

    nibbuti, ich selbst glaube aber gar nicht, dass sie authorisiert wurde, sondern das erfunden hat. Der Grund ist, dass ich dem genannten Authorisierer (Nanarama) so etwas nicht unterstellen kann. Wenn du von verschiedenen Ländern sprichst, nenne doch bitte mal ein paar prominente asiatische Theravada-Länder, die das nachweislich machen, Lehrer entgegen Buddhas Anweisung authorisieren.


    Hi micha

    das wäre ziemlich wild, wenn sie es tatsächlich erfunden hätte

    aber kA, ich kenne keinen Namarama und auch Ayya Khema ist mir nicht wirklich bekannt (habe nichts von ihr gelesen oder gelauscht)

    wie gesagt, manche Menschen brauchen eben Authorisierungen

    oder keine Authorisierungen, oder sowohl-Authorisierung-als-auch-keine-Authorisierung, oder weder-Authorisierungen-noch-keine-Authorisierungen

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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  • fotost
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    • 11. Januar 2015 um 20:11
    • #6
    nibbuti:

    ...
    aber kA, ich kenne keinen Namarama und auch Ayya Khema ist mir nicht wirklich bekannt (habe nichts von ihr gelesen oder gelauscht)

    Tante Google hilft http://en.wikipedia.org/wiki/Matara_Sri_Nanarama_Mahathera

    Ich gebe Dir Recht. Inhalte sollten zählen. Authorisierungen, die man kaum überprüfen kann haben eher symbolischen Wert für den/die Betroffenen selbst.

  • nibbuti
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    • 12. Januar 2015 um 00:57
    • #7
    fotost:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Matara_Sri_Nanarama_Mahathera


    „forest monk of the 20th century"

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  • blue_apricot
    Gast
    • 12. Januar 2015 um 10:24
    • #8

    @Micha:

    Zitat

    Wie ist das möglich? Im Palikanon ist eindeutig geregelt, dass es so etwas nicht gibt.


    Es wird auch von AnhängerInnen viel verbreitet ( und formuliert ). In den Sutten steht auch, man solle Kundige ( Lehrer und Meister ) aufsuchen, Meditationskundige und Schriftkundige.

    "Zuflucht" bezieht sich auf "Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha"- man nimmt also keine Zuflucht bei einem Kundigen. Wohl aber kann man welche aufsuchen und prüfen lassen, ob man "auf dem richtigen Dampfer ist".

  • blue_apricot
    Gast
    • 12. Januar 2015 um 13:46
    • #9
    thigles:


    Um nibutti partiell zu zitieren:

    1) Sangha sind kalyanamittas (edle Freunde) auf dem Pfad.
    2) Ein kalyanamitta ist jeder der ein sotapanna (die ersten 3 Fesseln überwunden hat).
    3) Lehrer ist für alle Buddhisten der erhabene Buddha.
    4) Persönliche Beifügung: Dharma ist die auf tatsächlichem Erleben gründende gemeinsam geteilte Endoperspektive der Lehre.

    Was das allseits bekannte Lehrer/Schüler-Zeug stark relativiert.

    Danke.

    Nummer 4 dürfte denn aber auch auf den Sangha zutreffen. Bei einem Einzelnen nimmt man keine Zuflucht. Der Begriff Kalyanamitta kommt glaub ich allein im Abidhamma so vor (bitte evtl korrigieren) und ist ziemlich "bedeutungsoffen" gehalten. Oft werden einfach auch Menschen so bezeichnet, die einen integeren Ruf haben oder mit denen man eine spirituelle Freundschaft pflegt, was dann " kalyâna mittattâ " genannt werden möchte. Manche bezeichnen sich auch einfach selber so. Schon alleine deswegen sollte man "Zuflucht" a persönlich sehen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (12. Januar 2015 um 14:01)

  • Raphy
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    • 12. Januar 2015 um 13:58
    • #10

    Hallo ihr Lieben,

    so wie ich das verstanden habe und wie es für mich rüber kam aus Büchern und/oder Vorträgen von Ayya Khema, war sie sich anfangs eher unsicher ob das mit den Vertiefungen und der Meditation die sie da machte, auch richtig wäre.
    Also suchte sie einen Lehrer auf, den sie später auch öfter besuchte. Und er bestätigte ihr, dass sie auf dem richtigen Weg war. Und er hat ihr dann sozusagen als Auftrag oder auch nur die Erlaubnis mitgegeben die Jhanas, also die Vertiefungen, im Westen zu lehren, weil sie da kaum gelehrt würden.

    Für mich kam es nicht so rüber als hätte dieser Lehrer für den gesamten Theravadabuddhismus gesprochen. Sondern er hat sie einfach ermutigt. Sie hat sich sozusagen von jemandem den sie für Erfahrener hielt die Erlaubnis vor allem für sich selbst geben lassen. Als Bestätigung, dass sie auf dem richtigen Weg ist.

    Aber ich war nicht dabei. Nur meine Sichtweise und mein Gefühl dazu.

    Leider habe ich keine Links oder Quellen dazu. Ist mir nur so im Gedächtnis geblieben, von damals als ich das las oder hörte. Also ohne Gewähr. Könnte sein, dass es in ihrem Buch "Die Kunst des Loslassens" angesprochen wird.

    Hier doch noch ein Zitat aus der Buchbeschreibung zu "Die Kunst des Loslassens":

    Zitat


    "Ayya Khema hatte die außergewöhnliche Gabe, die meditativen Vertiefungen anhand der kurzen Erklärungen des Buddha selbst zu erlernen und darin eine Meisterin zu werden. Von ihrem Lehrer, dem Ehrwürdigen Nyanarama, wurde sie in ihren Erfahrungen bestärkt und aufgefordert, diese verlorene Kunst der Jhanas im Westen zu lehren. ..."

    Quelle: http://www.buddha-haus-shop.de/Buecher/Buddha…Loslassens.html - Buddha-Haus-Shop

    Letztendlich ist es wohl eine Vertrauensfrage ob man ihr Unehrlichkeit unterstellt oder nicht. Keiner von uns war dabei, denke ich.

    Liebe Grüße

  • blue_apricot
    Gast
    • 12. Januar 2015 um 14:07
    • #11

    Lieber Raphy,

    Im Wiki-Zitat steht :

    Zitat

    ..diese meditative Entfaltung der Geistesruhe (samatha-bhavana) systematisch im Westen zu lehren.


    und hier:
    Zitat aus der Buchbeschreibung zu "Die Kunst des Loslassens":

    Zitat

    wurde sie in ihren Erfahrungen bestärkt und aufgefordert, diese verlorene Kunst der Jhanas im Westen zu lehren. ..."

    Da kann man mal sehen, was als notwendige Anpreisung auf Buchdeckeln angesehen wird. Da bin ich mir nicht sicher, ob sie an solchen Formulierungen beteiligt war.
    "Kunst der Jhana" - "lehren" - Auweia.

  • Raphy
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    • 12. Januar 2015 um 14:19
    • #12
    blue_apricot:

    Lieber Raphy,

    Im Wiki-Zitat steht :

    Zitat

    ..diese meditative Entfaltung der Geistesruhe (samatha-bhavana) systematisch im Westen zu lehren.


    und hier:
    Zitat aus der Buchbeschreibung zu "Die Kunst des Loslassens":

    Zitat

    wurde sie in ihren Erfahrungen bestärkt und aufgefordert, diese verlorene Kunst der Jhanas im Westen zu lehren. ..."

    Da kann man mal sehen, was als notwendige Anpreisung auf Buchdeckeln angesehen wird. Da bin ich mir nicht sicher, ob sie an solchen Formulierungen beteiligt war.
    "Kunst der Jhana" - "lehren" - Auweia.

    Alles anzeigen

    Danke liebe blue_apricot,

    Autorisierung klingt auch so offiziell. Vielleicht muß man das Wort nicht überbewerten oder es ist unglücklich gewählt.
    Ist mir im Grunde auch egal. Wollte nur sagen was ich dazu weiß.
    Ob und wer da wie Geschäfte macht, interessiert mich nicht so.
    Ich habe mit mir und meiner Praxis genug zu tun. :)

    Liebe Grüße

  • Raphy
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    • 12. Januar 2015 um 16:55
    • #13

    Und vielleicht noch zur weiteren Recherche:

    http://www.buddha-haus.de/HOERPROBE-DHAMMA-TEXTE.44.0.html - Dhammatexte

    http://www.buddha-haus-shop.de/info/Audiovort…d36b39bdedf7abf - kostenlose Audiovorträge

    Ich denke da kann man sich fürs Erste ein gutes Bild machen, über Ayya Khemas Art zu lehren.

    Liebe Grüße

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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