Hallo liebe Freunde!
Ich interessiere mich seit einiger Zeit für Buddhismus und möchte mein Leben gerne intensiver an den Lehren ausrichten. Ich habe diesbezüglich eine Frage an euch: Ich bin Mitglied eines Schützenvereins und schieße regelmäßig Großkaliber-Pistole. Zwar sind einige Mitglieder meines Vereins augenscheinlich das, was man einen "Waffennarr" nennen könnte, ich persönlich zähle mich jedoch nicht dazu. Ich betreibe das Schießen lediglich aus sportlichen Gesichtspunkten, sprich wegen der Liebe zur Konzentration, der Genauigkeit, die erfordert wird, und letztlich weil es sich um eine "Sportart" handelt, die keine allzugroße körperliche Anforderung stellt, sondern mehr eine geistliche. Der Selbstverteidigungszweck, der bei einigen Mitgliedern eine Rolle spielt, die Waffen besitzen und zu Hause lagern, spielt bei mir ebenfalls keine Rolle, da ich 1. noch keine eigene Waffe besitze, und diese, wenn es einmal dazu kommen sollte 2. auch nicht bei mir zu Hause lagern möchte.
Nun hat jedoch Buddha gesagt, dass man, unter anderem, seinen Lebensunterhalt nicht mit Waffen verdienen soll. Liegt hierin eine prinzipielle Ablehnung von Waffen, weil sie sich -prinzipiell- dazu eignen, Leid hervorzurufen? Oder ist darin lediglich die Ablehnung eines Lebensstiles zu sehen, "der mit dem Leid andere handel treibt und Geld verdient"?
Ich würde den Schießsport nur ungern aufgeben, zumal ich auch meinen Bruder, der ebenfalls Sportschütze ist, nicht alleine lassen will. Aber wenn es die Lehre zwingend vorsieht, wäre ich bereit, mich dem zu fügen.
Mit freundlichen Grüßen und Dank für eure Antworten
Karl