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Sportschiessen

  • KarlderFuchs
  • 15. Oktober 2014 um 21:24
  • Zum letzten Beitrag
  • KarlderFuchs
    Themenautor
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    15. Oktober 2014
    • 15. Oktober 2014 um 21:24
    • #1

    Hallo liebe Freunde!

    Ich interessiere mich seit einiger Zeit für Buddhismus und möchte mein Leben gerne intensiver an den Lehren ausrichten. Ich habe diesbezüglich eine Frage an euch: Ich bin Mitglied eines Schützenvereins und schieße regelmäßig Großkaliber-Pistole. Zwar sind einige Mitglieder meines Vereins augenscheinlich das, was man einen "Waffennarr" nennen könnte, ich persönlich zähle mich jedoch nicht dazu. Ich betreibe das Schießen lediglich aus sportlichen Gesichtspunkten, sprich wegen der Liebe zur Konzentration, der Genauigkeit, die erfordert wird, und letztlich weil es sich um eine "Sportart" handelt, die keine allzugroße körperliche Anforderung stellt, sondern mehr eine geistliche. Der Selbstverteidigungszweck, der bei einigen Mitgliedern eine Rolle spielt, die Waffen besitzen und zu Hause lagern, spielt bei mir ebenfalls keine Rolle, da ich 1. noch keine eigene Waffe besitze, und diese, wenn es einmal dazu kommen sollte 2. auch nicht bei mir zu Hause lagern möchte.

    Nun hat jedoch Buddha gesagt, dass man, unter anderem, seinen Lebensunterhalt nicht mit Waffen verdienen soll. Liegt hierin eine prinzipielle Ablehnung von Waffen, weil sie sich -prinzipiell- dazu eignen, Leid hervorzurufen? Oder ist darin lediglich die Ablehnung eines Lebensstiles zu sehen, "der mit dem Leid andere handel treibt und Geld verdient"?

    Ich würde den Schießsport nur ungern aufgeben, zumal ich auch meinen Bruder, der ebenfalls Sportschütze ist, nicht alleine lassen will. Aber wenn es die Lehre zwingend vorsieht, wäre ich bereit, mich dem zu fügen.

    Mit freundlichen Grüßen und Dank für eure Antworten

    Karl

  • EinGedanke
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    • 16. Oktober 2014 um 14:44
    • #2
    KarlderFuchs:

    Oder ist darin lediglich die Ablehnung eines Lebensstiles zu sehen, "der mit dem Leid andere handel treibt und Geld verdient"?

    Genauso sieht es damit aus, denke ich. Wenn du konzentriert auf die Zielscheibe schießt, dann tust du es ja nicht mit Hass oder der Absicht jemanden zu töten. Auch denke ich nicht, dass du jemals auf die Idee kommst Probleme "so" zu lösen :P
    Nicht gut wäre, wenn du dabei einer Phantasie des Tötens nachgehst oder bei Heckler und Koch arbeitest und Werbung für Waffen machst usw. Würde ich jedenfalls mal so spontan dazu sagen.

  • Noreply
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    • 16. Oktober 2014 um 15:04
    • #3

    Ich sehe keinen Unterschied zum Bogenschießen im Zen.

  • solaris
    Gast
    • 16. Oktober 2014 um 15:36
    • #4

    Offenbar gibt es die Kombination buddhistischer Sportschütze öfters denn ich habe auch so einen Freund, der beides seit Jahrzehnten mit großer Ausdauer verfolgt. Ehrlichgesagt, mich interessiert es auch schon lange, raffe mich aber nie dazu auf. Hab noch viel Spaß damit! :P
    solaris

  • Monika
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    • 16. Oktober 2014 um 16:41
    • #5

    Auch mir fiel dazu gleich das Bogenschießen ein. So viel ich weiß, bauen die Zen-Bogenschützen ihren Bogen selbst.
    Durch das Schießen mit Gewehren und Pistolen wird aber die Waffenindustrie gestärkt.
    Das wäre für mich ein Konflikt.
    _()_ Monika

  • djay
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    • 16. Oktober 2014 um 17:46
    • #6

    Meiner Ansicht nach kein Problem. Es kommt doch auf die Absicht an, da es sich um einen Sport handelt und du nicht auf Lebewesen schießt ist doch alles gut. Ist bestimmt auch förderlich fur Konzentration usw.

    Gruß

  • crazy-dragon
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    16. Dezember 2007
    • 16. Oktober 2014 um 19:33
    • #7
    Ellviral:

    Ich sehe keinen Unterschied zum Bogenschießen im Zen.

    Ich auch nicht- nur wird im Zen nicht mit Bogen geschossen, sondern gesessen. Du meinst Kyudo, den Weg des Bogens. Aber seit Eugen Herrigel wird das verquickt- dabei saß der einem Irrtum auf, und sein Lehrer hatte nie im Leben Zen praktiziert.

    Zum Thema: Bei Deiner geistigen Einstellung würde ich das auch weiterbetreiben. Man könnte es aber auch durch Bogenschiessen ersetzen, und hätte diesselbe Konzentrationsübung. Oder Minigolf bzw. Golf. :P

    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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