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  1. Buddhaland Forum
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Praxis im Alltag

  • djay
  • 15. September 2014 um 12:37
  • Zum letzten Beitrag
  • djay
    Themenautor
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    • 15. September 2014 um 12:37
    • #1

    Hallo Zusammen, ich lese schon seit längerem hier im Forum und muss sagen das ich schon viele gute Tips gefunden haben.

    Nun zu meiner Frage, wie wendet ihr den Buddhismus in eurem Alltag an? Wie geht ihr zum Beispiel mit unheilsamen Gedanken oder Ängsten um die während des Tages in allen möglichen Situationen auftreten? Ich denke gerade für Anfänger eine sehr interessante Frage.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 15. September 2014 um 13:32
    • #2
    djay:

    ...Wie geht ihr zum Beispiel mit unheilsamen Gedanken oder Ängsten um die während des Tages in allen möglichen Situationen auftreten? ...

    Wenn welche auftreten nehme ich wahr, dass sie auftreten,beobachte sie eine Weile und registriere, wie sie wieder verschwinden.

    Wobei wir hier natürlich schon wieder stundenlang darüber diskutieren könnten, wenn wir wollten, was unheilsam ist.
    Wenn ich so an meine ganzen "Umwege" und Fettnäpfchen zurück denke. Ich muss sagen, es gibt Schlimmeres. :lol:

  • fotost
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    • 15. September 2014 um 14:23
    • #3
    djay:

    ...
    Nun zu meiner Frage, wie wendet ihr den Buddhismus in eurem Alltag an? Wie geht ihr zum Beispiel mit unheilsamen Gedanken oder Ängsten um die während des Tages in allen möglichen Situationen auftreten? Ich denke gerade für Anfänger eine sehr interessante Frage.

    Hi djay,

    ja, ich vermute, das ist für Anfänger eine interessante Frage. Ich definiere mich seit etwa 15-20 Jahren selbst als Buddhisten. Und ich hätte Probleme, Deine Frage 100% aus einem buddhistischen Blickwinkel zu betrachten. Vielleicht gelingt es mir in weiteren 20 Jahren :lol:

    Ich bin eben nicht nur Buddhist, sondern nebenbei auch noch Mann, Mitteleuropäer, Frührentner, Klassikmusikliebhaber, Hobbyfotograph etc. etc. Früher habe ich daran gedacht buddhistische Mönch zu werden, der nichts anderes sieht, heute nicht mehr.

    Wie gehe ich mit unheilsamen Gedanken oder Ängsten um? Besser. Immer besser! Jeden Tag, hoffentlich :D

  • Monikamarie
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    • 15. September 2014 um 16:42
    • #4

    Hallo Djay,
    darüber wurde hier im Forum schon häufig diskutiert.
    Für mich war die Entdeckung wichtig, dass ungute Gefühle sich durchaus auflösen, wenn sie fokussiert werden. Natürlich ist es wichtig, sich im klaren über ihre Realität zu sein. Mir wurde irgendwann einsichtig, dass nicht der äußere Anlass verändert werden muss, sondern dass sich nur mein innerer Zustand, meine Re-Aktion darauf verändern muss. Natürlich wusste ich das intellektuell schon lange, aber es ist eben der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. So habe ich dieses Gefühl irgendwann nicht mehr "weghaben" wollen, sondern es ganz genau betrachtet. Die Empfehlung hierzu habe ich durch Analayo "Der direkte Weg - Satipathana". Dabei geht es um eine von Buddha praktizierte Meditationsform.

    Beim Reflektieren darüber und Anwenden dieser Beobachtungsmethode fiel mir auf, dass sich dieses Gefühl immer mehr verflüchtigte, desto öfter ich damit "arbeitete". Es war eine Art Wegbrennen wie mit einem Laserstrahl durch die Konzentration und das absolute Hinwenden zum Gefühl und nicht zum "Auslöser", über den ich sonst vielleicht traurig oder wütend gewesen wäre. Ich habe meine Trauer/Zorn etc. wahrgenommen und solange im Visier behalten, bis sie sich auflöste. Es ist ein Gefühl wie beim Zuschauen eines Tropfens auf dem heißen Stein. Heute gelingt es mir fast augenblicklich. Durch das Verschwinden dieser Emotionen sehe ich klar, "wie die Dinge wirklich sind". Ich erkenne immer deutlicher meinen eigenen Anteil an jedwedem Dilemma, ich erkenne die Ursachen und kann mich entsprechend zurückhalten und danach richten. Durch dieses Verhalten hat sich meine Welt erneut verändert - s. Spiegelneuronen.

    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?…euronen#p271653

    _()_

  • stiller_raum
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    22. November 2013
    • 15. September 2014 um 21:17
    • #5
    djay:

    Hallo Zusammen, ich lese schon seit längerem hier im Forum und muss sagen das ich schon viele gute Tips gefunden haben.

    Nun zu meiner Frage, wie wendet ihr den Buddhismus in eurem Alltag an? Wie geht ihr zum Beispiel mit unheilsamen Gedanken oder Ängsten um die während des Tages in allen möglichen Situationen auftreten? Ich denke gerade für Anfänger eine sehr interessante Frage.

    Ich versuche einfach keinen Unterschied mehr zu machen zwischen Praxis und Alltag. Gedanken und Ängste einfach beobachten. Wichtig dabei finde ich auch sie nicht zu bewerten oder zu sagen "das sind schlechte Gedanken" Denn das kurbelt die ganze Maschine eher noch weiter an. Und wenn doch ein Gedanke kommt der sagt: " das waren jetzt aber schlechte Gedanken" ? Auch das einfach beobachten und in einem Gewissen Maße auch annehmen. Es ist vielleicht so wie in einer freien Gesellschaft. Jeder darf sagen was er will, solange er sich dabei an die Gesetze hält und niemanden schadet. So ähnlich kann mann auch Gedanken beobachten. Mann lässt einfach eine Vielfalt zu und schaut sich manche vielleicht etwas länger an, aber irgendwann werden sie einfach langweilig und verschwinden dann von alleine. wirkliche Freiheit beginnt, wenn man über die Ebene der Gedanken hinausgeht. Das bedeutet, dass man in einem friedlichen Zustand des nicht-denkens verweilt und dabei sehr aufmerksam ist und sogar viel besser und klarer denken kann wenn es notwendig ist

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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