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Mitfreude und Neid

  • Lucky Luke
  • 9. September 2014 um 07:25
  • Zum letzten Beitrag
  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. September 2014 um 07:25
    • #1

    Gestern habe ich mich ertappt. Mein Geist war eine kurze Zeit voller Neid und Gier. Und dann auch noch aufgrund einer Banalität: Weil eine Kollegin für andere Kuchen ausgegeben hatte. Nur nicht für mich. Anstatt mich für die Kollegen zu freuen, die diesen Kuchen genießen durften, formte mein Geist den Wunsch, auch einen haben zu wollen und fragte sich warum die Kollegin mich bei ihrer Kuchen Verteilung nicht berücksichtigt hatte. Das Ego lässt grüßen. Eigentlich kann wahre Mitfreude so schön und so einfach sein, aber wenn der Neid ganz plötzlich den Geist verdunkelt ist es alles andere als einfach. Jedenfalls ist es mir schwer gefallen der Kollegin, die den Kuchen aß, ehrlich einen guten Appetit zu wünschen. Ich zog es vor, zu schweigen und zu beobachten wie der Neid sich langsam aber sicher verzog.

  • Tara4U
    Gast
    • 9. September 2014 um 07:48
    • #2

    Würde mir so etwas passieren, dann würde ich auf die Kalorienbombe pfeifen und ich müsste zunächst alles tun, um meinen Affengeist zu beschwichtigen:
    -warum hat sie den anderen einen ausgegeben nur mir nicht?
    -will sie mich ausgrenzen, oder hat sie es unabsichtlich getan?
    -was hat sie gegen mich?

    Und bei diesen Gedanken, wäre mir jede Lust auf das Hüftgold vergangen. Neid würde nicht in mir aufkommen, sondern eine Mischung aus Agression gegen die Spendiererin und Zweifel an mir, das Gefühl, die Traurigkeit, nicht gemocht zu werden.
    Dann jedoch, mit heruntergefahrenem Ego, würden mir folgende Überlegungen kommen:
    Diese Kollegin hat ein Problem mit mir. Armes Hascherl, muss es so demonstrieren, sie kommt nicht damit klar.
    Sie bedient sich der Kollegen, um mit ihrem Problem fertig zu werden. Die sind ahnungslos, wie halt Nutztiere, die grad Futter bekommen. Guten Appetit.

    Dann würde ich mich selbst für meine erfolgreiche Zähmung belohnen und hätte mir ganz alleine ein leckeres Stück Kuchen oder ein Eis gegönnt, das ich ganz alleine und in aller Ruhe mit den freundlichen Gedanken der Besserung an die Kollegin wirklich geniessen würde ...möge auch sie einmal ihr eigenes Leid mindern können, anstelle es nach aussen zu tragen und es zu vermehren.
    -

  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. September 2014 um 07:56
    • #3

    Normalerweise verstehe ich mich mit der Kollegin recht gut. Ich habe mal angenommen, dass sie ihre Gründe gehabt hatte, so ist sie mit meiner Kollegin, die mit mir im Zimmer sitzt, auch privat befreundet. Wer den Rest des Kuchens bekommen hat, weiß ich nicht. Bei Neid ist immer viel Spekulation dabei.
    Es ist gut, dass es solche Menschen gibt, die uns die Möglichkeit bieten, unseren Geist zu beobachten !

  • Lirum Larum
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    • 9. September 2014 um 08:12
    • #4

    Ja, der Kuchen wär mir ganz egal, aber die Ausgrenzung würde mich etwas befremden. Solche Situationen lassen mir oft keine Ruhe, bis ich sie verstehe.
    Vielleicht musst Du selber öfter Kuchen für alle mitbringen, wenn Du ihn gern isst. :lol: SO funktioniert Altruismus!

    Kuchen ist ja auch so eine zweischneidige Sache: sieht lecker aus, ist nett gemeint, aber essen darf man es eigentlich gar nicht. Das finde ich immer schwierig, wenn einer lieb gebacken hat, dann nicht von meiner Diät zu erzählen. :roll: Das Thema ist dann grad unpassend.
    Dass jemand richtig scharf auf ein Stück Kuchen ist, ist heutzutage selten. Vielleicht kam die Kollegin nicht drauf.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


    Einmal editiert, zuletzt von Lirum Larum (9. September 2014 um 08:15)

  • Tara4U
    Gast
    • 9. September 2014 um 08:14
    • #5
    Zitat

    Es ist gut, dass es solche Menschen gibt, die uns die Möglichkeit bieten, unseren Geist zu beobachten !

    Sicher....zu beobachten, wenn Du Dich darauf beschränken magst....aber auch um uns zu üben in Mitgefühl und Gleichmut, sei es nun abgebracht oder nicht, sei die Situation real oder nur eine Projektion unsererseits.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. September 2014 um 08:20
    • #6
    Tara4U:

    Sicher....zu beobachten, wenn Du Dich darauf beschränken magst..

    Nein, den Geist zu beobachten ist keine Beschränkung.

    Losang Lamo:

    Vielleicht musst Du selber öfter Kuchen für alle mitbringen, wenn Du ihn gern isst

    Das geht bei meinen "Backkünsten" wahrscheinlich nach hinten los :lol:
    Da ich mit der Bahn zur Arbeit fahre ist der Transport auch etwas kompliziert, aber nicht unmöglich.

    Losang Lamo:

    Dass jemand richtig scharf auf ein Stück Kuchen ist, ist heutzutage selten. Vielleicht kam die Kollegin nicht drauf.

    Der sah sowas von lecker aus. Pflaumenkuchen ! Sie sollte mittlerweile wissen, dass ich gerne Kuchen essen.

  • Tara4U
    Gast
    • 9. September 2014 um 08:33
    • #7
    Zitat

    von Sherab Yönten am 09.09.2014, 07:20

    Tara4U hat geschrieben:Sicher....zu beobachten, wenn Du Dich darauf beschränken magst..


    Nein, den Geist zu beobachten ist keine Beschränkung.

    Ich meinte, dass man solche Situationen zu mehr als nur einer Beobachtung nutzen kann,zur Übung von o.g.

    Na, da hab ich mich wohl wieder einmal falsch ausgrdrückt, wie ich an Deiner Reaktion erkenne.

    Bin raus :doubt:

  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. September 2014 um 08:43
    • #8
    Tara4U:
    Zitat

    von Sherab Yönten am 09.09.2014, 07:20

    Tara4U hat geschrieben:Sicher....zu beobachten, wenn Du Dich darauf beschränken magst..


    Nein, den Geist zu beobachten ist keine Beschränkung.

    Ich meinte, dass man solche Situationen zu mehr als nur einer Beobachtung nutzen kann,zur Übung von o.g.

    Na, da hab ich mich wohl wieder einmal falsch ausgrdrückt, wie ich an Deiner Reaktion erkenne.

    Bin raus :doubt:

    Alles anzeigen

    Dann versuche doch, Dich so auszudrücken, dass ich es verstehe, anstatt zu flüchten.
    Beobachtung des Geistes ist für mich halt nicht "herkömmliche" Beobachtung, sondern schon eine Form von einer umfassenden Meditation.

  • Lirum Larum
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    • 9. September 2014 um 09:05
    • #9

    Vielleicht meint Tara4U, dass es nicht nur das Innen gibt, sondern das Außen auch einen Faktor darstellt, der zu der Situation beiträgt. Also nicht nur: was geht in meinem Geist nun vor? Sondern auch: Was bewegt die anderen?
    Das Innen zu betrachten ist eine gute Methode, wenn man dazu neigt, die "Schuld" stets im Außen zu suchen. Wenn aber vielleicht solche Situationen dadurch entstehen, dass man die anderen nicht mehr im Blick hatte, sondern nur noch sich selbst und die eigenen Befindlichkeiten - dann ist die Selbstbeobachtung zweitrangig.

    Also, je mehr ich drüber nachdenke, desto ernster meine ich den Vorschlag: bring mal lieber öfter selbst eine Ladung Kuchen mit. Das wäre mal eine buddhistische Übung, die allen Spaß macht.
    Es sei denn, sie sind alle auf Diät. :doubt:

    (Ich meine auch immer, ich könne nicht backen - aber manchmal schmeckt das Zeugs den Leuten dann doch erstaunlicherweise.)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


    Einmal editiert, zuletzt von Lirum Larum (9. September 2014 um 09:11)

  • Tara4U
    Gast
    • 9. September 2014 um 09:09
    • #10

    Sherab Yönten, ich flüchte nicht.

    Wenn ich erkenne, dass ich mich einigen gegenüber trotz meiner Bemühungen des öfteren missverständlich ausdrücke, dann ist es halt besser, ich lasse es. Das gilt mal ganz allgemein.
    Ich muss nicht mehr immer alles bis ins Haarkleinste auflösen und alle Gedanken der anderen unbedingt verstehen und nachvollzien oder mich seitenlang erklären. Das meisste geht doch wieder in dem Kopf des/der anderen verloren und so ist es mir dann auch zu aufwendig, Friedefreudeeierkuchen bis zum nächsten Missverständnis schaffen zu wollen.

    Geistesbeobachtung/Meditation ist toll.
    Alles gut.
    Diese Situation hätte ich halt auch zur Übungen meiner Entwicklung von Gleichmut und Mitgefühl ergriffen, so, wie bei jeder Gelegenheit. Auch virtuell, wie manche hier wissen.
    Diese "Tugenden" ermöglichen mir auch selbst ein besseres Leben, dass sich dann nach aussen spiegelt.
    Ich dachte, ich hätte das auch durch :

    Zitat

    ...ein leckeres Stück Kuchen oder ein Eis gegönnt, das ich ganz alleine und in aller Ruhe mit den freundlichen Gedanken der Besserung an die Kollegin wirklich geniessen würde ...möge auch sie einmal ihr eigenes Leid mindern können, anstelle es nach aussen zu tragen und es zu vermehren.


    verständlich machen können.

    Ich verpuffe mich dann nicht in nutzlose oder gar schädliche Egosachen, innere Diskussionen oder gegen mich selbst gerichtete Gefühle.

    Das ist alles.
    winkewinke

    Einmal editiert, zuletzt von Tara4U (9. September 2014 um 09:55)

  • Tara4U
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    • 9. September 2014 um 09:23
    • #11

    Hallo Losan Lamo

    Zitat

    ? Sondern auch: Was bewegt die anderen?

    ja und nein, das ist etwas zweischneidig, denke ich.

    Ich finde es richtig, das eigene Verhalten und die Beweggründe der anderen zu betrachten. Und sich daraufhin selbst zu überprüfen.

    Aber das habe ich schon in meiner Vergangenheit soooooooo oft gemacht und mich dadurch auch selbst zerfleischt, auch vorauseilenden Gehorsam entwickelt.
    Und ich konnte die Situation nur in den seltensten Fällen auflösen, habe sie eher noch durch mein dann unsicheres Verhalten verschlimmert.
    Und dann habe ich begriffen, dass viele Menschen selbst sehr grosse Probleme haben, und sie gerne auf dem Rücken anderer austragen.

    Nun ist es so, dass ich zunächst einen Kurzcheck bei mir mache und bedenke dabei, dass ich nicht direkt das Verhalten der anderen ändern kann, sondern nur durch mein eigenes Verhalten einen Einfluss auf die anderen haben kann. Also, anstelle Ärger in meinem Herzen zu tragen, der sich durch andere Situationen schleppt und immer mehr aufbauscht, Mitgefühl für die Qual des anderen zu entwickeln, die jenen zu so einem unverschämten Verhalten zwingt, seine Kurzsichtigkeit, sein eindimensionales Denken und Geistesunreife zu erkennen.
    (Das meine ich ganz allgemein, keineswegs auf jemanden hier jetzt bezogen!!!)

    Dann halt lebe ich einfacher und kann ein Gefühl der -hm Unbefangenheit/Fröhlichkeit? (ich suche nach einem Begriff, der die Nichtinvolviertheit treffend beschreibt) auch anderen vermitteln.

    Freilich, alles hat seine Grenzen, und irgendwann sind halt Leute einfach eliminiert aus meinem Leben... bin ja keine Heilige oder so
    :lol:

  • crazy-dragon
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    • 9. September 2014 um 12:31
    • #12

    Klingt jetzt eventuell überheblich oder unwahr, aber Neid kenne ich kaum, weder als Kind noch als Erwachsener. Und denke ich manchmal, der oder die hat es aber gut erwischt im Leben, sehe ich gleichzeitig das Leid wieder vor mir, das auch latent da ist, und sei es "nur" Krankheit, Vergänglichkeit und der Tod.

    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Lucky Luke
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    • 9. September 2014 um 12:34
    • #13
    crazy-dragon:

    Klingt jetzt eventuell überheblich oder unwahr, aber Neid kenne ich kaum, weder als Kind noch als Erwachsener. Und denke ich manchmal, der oder die hat es aber gut erwischt im Leben, sehe ich gleichzeitig das Leid wieder vor mir, das auch latent da ist, und sei es "nur" Krankheit, Vergänglichkeit und der Tod.

    _()_c.d.

    Würdest Du sagen, dass das bei Dir schon immer so war oder war es eine innere Entwicklung, die auch mit dem Buddhismus zusammenhing ?

  • crazy-dragon
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    • 9. September 2014 um 13:41
    • #14

    Das war schon immer so, das weiß ich ganz genau. Bevor ich Buddhismus buchstabieren konnte.
    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Monikamarie
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    • 9. September 2014 um 15:54
    • #15

    Dem kann ich nur zustimmen. Meine Schwester ist 27 Jahre älter und betont immer wieder, dass ich weder "gierig noch neidisch" war. Woran das liegt, weiß ich nicht. Aber ich bin bis heute nicht neidisch, sondern freue mich für das Glück anderer, und das hat eben auch bei mir keinen buddhistischen Hintergrund.
    Allerdings geht es in diesem Eingangsposting darum, dass eine Kollegin in unmittelbarer Nähe einer anderen einen Kuchen ausgibt. Und da wüsste ich nicht, wie ich das fände. Einfach deshalb, weil es Fragen aufwirft, z.B. warum werde ich ausgeschlossen? Und das ist dann kein Neid, sondern Betroffenheit.

    Zitat

    Normalerweise verstehe ich mich mit der Kollegin recht gut. Ich habe mal angenommen, dass sie ihre Gründe gehabt hatte, so ist sie mit meiner Kollegin, die mit mir im Zimmer sitzt, auch privat befreundet. Wer den Rest des Kuchens bekommen hat, weiß ich nicht.

    _()_

  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. September 2014 um 16:12
    • #16
    Monikadie4.:

    Dem kann ich nur zustimmen. Meine Schwester ist 27 Jahre älter und betont immer wieder, dass ich weder "gierig noch neidisch" war. Woran das liegt, weiß ich nicht. Aber ich bin bis heute nicht neidisch, sondern freue mich für das Glück anderer, und das hat eben auch bei mir keinen buddhistischen Hintergrund.
    Allerdings geht es in diesem Eingangsposting darum, dass eine Kollegin in unmittelbarer Nähe einer anderen einen Kuchen ausgibt. Und da wüsste ich nicht, wie ich das fände. Einfach deshalb, weil es Fragen aufwirft, z.B. warum werde ich ausgeschlossen? Und das ist dann kein Neid, sondern Betroffenheit.

    Zitat

    Normalerweise verstehe ich mich mit der Kollegin recht gut. Ich habe mal angenommen, dass sie ihre Gründe gehabt hatte, so ist sie mit meiner Kollegin, die mit mir im Zimmer sitzt, auch privat befreundet. Wer den Rest des Kuchens bekommen hat, weiß ich nicht.

    _()_


    Da verstehe ich jetzt den Unterschied nicht zwischen Betroffenheit und Neid.

  • Monikamarie
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    • 9. September 2014 um 17:30
    • #17
    Sherab Yönten:
    Monikadie4.:

    Dem kann ich nur zustimmen. Meine Schwester ist 27 Jahre älter und betont immer wieder, dass ich weder "gierig noch neidisch" war. Woran das liegt, weiß ich nicht. Aber ich bin bis heute nicht neidisch, sondern freue mich für das Glück anderer, und das hat eben auch bei mir keinen buddhistischen Hintergrund.
    Allerdings geht es in diesem Eingangsposting darum, dass eine Kollegin in unmittelbarer Nähe einer anderen einen Kuchen ausgibt. Und da wüsste ich nicht, wie ich das fände. Einfach deshalb, weil es Fragen aufwirft, z.B. warum werde ich ausgeschlossen? Und das ist dann kein Neid, sondern Betroffenheit.


    _()_


    Da verstehe ich jetzt den Unterschied nicht zwischen Betroffenheit und Neid.

    Betroffenheit ist für mich noch kein Neid, sondern eher ein Gefühl der Traurigkeit, nicht dazuzugehören. Oder die Sorge, etwas falsch gemacht zu haben, nicht gemocht zu werden ... vielleicht mag ich noch nicht einmal Kuchen, darum geht es mir nicht.
    Neid hat für mich eine gewisse Schärfe, ist m.E. negativer und hat mit Missgunst zu tun.

    Jedenfalls differenziere ich diese Gefühle.
    _()_

  • crazy-dragon
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    • 9. September 2014 um 18:29
    • #18

    Da stimme ich zu: Neid ist negativ besetzt, also das Gegenteil von Mitfreude. Und bei Monika`s- und meiner zugegebenermassen- Betroffenheit spielt das Gefühl eine Rolle, nicht akzeptiert/ geliebt/ ausgegrenzt zu werden. Also hat man etwas falsch gemacht? Dabei strengt man sich doch echt an. :oops: Da sehe ich auch einen gewaltigen Unterschied.

    Früher habe ich das weggedrückt nach dem Motto: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebste völlig ungeniert." Jetzt durch langjährige Praxis nehme ich zwar dieses Aufhorchen wahr, lasse es aber zu, das es so ist, wie es ist. Und manchmal frage ich nach, aber nicht unbedingt.
    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Monikamarie
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    • 9. September 2014 um 18:57
    • #19
    crazy-dragon:

    Jetzt durch langjährige Praxis nehme ich zwar dieses Aufhorchen wahr, lasse es aber zu, das es so ist, wie es ist. Und manchmal frage ich nach, aber nicht unbedingt.

    Genau so
    _()_

  • Jojo
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    • 9. September 2014 um 20:29
    • #20
    abel:

    Deine Geschichte hat mir sofort auch Lust auf Pflaumenkuchen gemacht. :P Das scheint ein natürlicher Reflex zu sein. ...

    beim Essen kenn ich Gier, Hass und Verblendung!


    :D Ich auch.

    Wollt ihr Euch nicht einen Pflaumenkuchen backen? Es ist jetzt die richtige Zeit dafür.
    Es ist einfach, braucht nur etwas Zeit, wegen dem Pflaumen-Entsteinen.
    Also eine seeeehr meditative Tätigkeit, genau das Richtige für einen Sonntag.

    Und als aktive Vorsorge für den Winter: Einfach ein ganzes Blech backen, in Stücke schneiden, die Stücke einzeln in Alufolie einwickeln, und ab damit in die Tiefkühltruhe. Im Winter dann bei Lust und Laune ein Stück rausholen, die Alufolie oben öffnen, gefroren in den Ofen schieben und den Kuchen auf der Folie 5 min. bei 200 Grad aufbacken.

    ---------
    Und hier ist das Rezept. Die Mengen sind für eine runden Standardkuchenform. Für ein Blech die Mengen verdoppeln.
    ---------
    - 300 g Mehl mit 1 Pck. Trockenhefe und 2-3 Esslöffel Zucker mischen
    - 1 Ei reinschlagen und mit der Gabel ins Mehl einrühren
    - Schlückchenweise lauwarmes Wasser (oder Milch) dazu geben, und mit der Hand weiterkneten, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
    - Soviel Flüssigkeit zugeben, bis alles Mehl verknetet ist - aber nicht zuviel Flüssigkeit, damit der Teig nicht klebrig wird. Vielleicht ein halbes Glas insgesamt.

    - Teig in eine Schüssel legen, abdecken, an einen Ort ohne Zugluft stellen, und für die nächsten zwei bis vier Stunden vergessen.
    - 1 kg Pflaumen entsteinen (die spitzen Früchte, nicht die runden): Pflaume oben kreuzweise bis zum Kern einschlitzen, dabei einen der beiden Schnitte in die "Naht" setzen. Den Schnitt in der Naht bis nach unten durchziehen. Hälften aufklappen, Stein rausholen.
    ----------
    - Ofen auf 225 Grad vorheizen
    - Die Kuchenform einfetten, ein bisschen Mehl über das Fett stäuben.
    - Der Hefeteig sollte sich verdoppelt haben. Ausrollen und in die Form legen. Einen kleinen Rand rundum hochziehen.
    (- Den Teig schön flach rollen, damit der Boden dünn wird. Aus eventuellen Teigresten kann man fein ein kleines Brötchen backen)
    - Die Pflaumen dachziegelartig in die Form legen.
    - 15-20 Minuten backen (bis der Rand die richtige Farbe hat)
    - Nach dem Backen mit ordentlich Zucker und Zimt bestreuen.
    -----------
    Njam njam. http://de.wikipedia.org/wiki/Zwetschgenkuchen

  • Samten
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    • 9. September 2014 um 20:41
    • #21

    bei uns wird der immer mit nem ganz dünnen Boden aus Mürbeteig gemacht und mit Streusel,ich glaub heut abend gibts wohl noch welchen, es sind noch zwei Körben mit Zwetschgen da, vom Bodensee.....:)))

  • Lucky Luke
    Gast
    • 10. September 2014 um 06:49
    • #22

    Kurz noch mal erklärend: Die beiden Kolleginnen um die es ging, sind auch privat miteinander befreundet. Ich bin "nur" ihr Kollege. Auf kollegialer Ebene verstehe ich mich gut mit ihnen ! Ich möchte gar nicht privat mit ihnen befreundet sein. Da war also wirklich kein Gefühl der "Ausgrenzung" oder Betroffenheit sondern da war wirklich "nur" blanker Neid, es ging ausschließlich um diesen dämlichen Pflaumenkuchen.... Und anschließend habe ich mich auch noch geärgert über diesen Neid, weil ich ja theoretisch genau weiß, dass Neid nicht heilsam ist und das Gegenmittel dafür Mitfreude ist. Es war also nicht nur Neid in diesem Moment sondern auch der Mangel an Mitfreude.

    Vielen, lieben Dank für die Rezepte :lol:

  • Lirum Larum
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    • 10. September 2014 um 07:18
    • #23
    Sherab Yönten:

    ... Da war also wirklich kein Gefühl der "Ausgrenzung" oder Betroffenheit sondern da war wirklich "nur" blanker Neid, es ging ausschließlich um diesen dämlichen Pflaumenkuchen....


    Männer sind manchmal so unfassbar einfach gestrickt! :lol: Fast beneidenswert!

    Jojo:


    Und als aktive Vorsorge für den Winter: Einfach ein ganzes Blech backen, in Stücke schneiden, die Stücke einzeln in Alufolie einwickeln, und ab damit in die Tiefkühltruhe. Im Winter dann bei Lust und Laune ein Stück rausholen, die Alufolie oben öffnen, gefroren in den Ofen schieben und den Kuchen auf der Folie 5 min. bei 200 Grad


    Genialst! Danke. Solch ein Tipp hat mir gefehlt.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Punk
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    • 10. September 2014 um 07:36
    • #24

    Nach meinem Empfinden war deine Kollegin schlicht unhöflich. Sie hätte dir auch etwas vom Kuchen anbieten müssen. Sie war zu wenig aufmerksam. Auch wenn ihr nicht eng befreundet seid so arbeitet ihr doch in der gleichen Firma.

    Auch deine Kollegin, die den Kuchen bekam benahm sich ungeschickt. Ich hätte mich an ihrer Stelle unwohl gefühlt den Kuchen vor deinen Augen zu verspeisen und dir deshalb etwas von meinem Stück angeboten.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 10. September 2014 um 08:04
    • #25
    Punk:

    Nach meinem Empfinden war deine Kollegin schlicht unhöflich. Sie hätte dir auch etwas vom Kuchen anbieten müssen. Sie war zu wenig aufmerksam. Auch wenn ihr nicht eng befreundet seid so arbeitet ihr doch in der gleichen Firma.

    Auch deine Kollegin, die den Kuchen bekam benahm sich ungeschickt. Ich hätte mich an ihrer Stelle unwohl gefühlt den Kuchen vor deinen Augen zu verspeisen und dir deshalb etwas von meinem Stück angeboten.

    Ja. So dachte ich auch. Wenn ich Kuchen mitbrachte (zum Geburtstag) , dann war immer für jeden Kollegen genug da. Ich habe nicht unterschieden zwischen Kollegen, mit denen ich privat Kontakt habe und anderen Kollegen. Einmal waren sogar drei Stückchen von meinem Kuchen übrig, die haben die Damen vom Empfang bekommen, die sich riesig darüber gefreut haben. :)

    In diesem Fall war es sogar ein recht großes Stückchen gewesen war, kein Problem es nochmal zu teilen.
    Trotzdem hatte ich die Wahl gehabt, mit Mitfreude zu reagieren und nicht mit Neid.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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