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Faszination Mahayana !

  • Lucky Luke
  • 23. Juni 2014 um 17:21
  • Zum letzten Beitrag
  • Lucky Luke
    Gast
    • 23. Juni 2014 um 17:21
    • #1

    Liebe Freunde des Mahayana Buddhismus,

    (Dieser Thread sollte sich ausschließlich an die Praktizierenden des Mahayana richten !)

    Was ist für Euch das Faszinierende (speziell) am Mahayana ?
    Was sind Eure "Lieblings" -Sutren, - texte des Mahayana ?

    Für mich ist es (absolutes und relatives) Bodhicita , mein Lieblingsbuch ist (zur Zeit):

    http://www.amazon.de/Vollendetes-Wi…ege+des+stebens

    Und: Die Möglichkeit, im buddhistischen Tantra einen Weg der Meditation gefunden zu haben, der gut zu mir passt (Ergänzung: Und einen guten Lehrer gefunden zu haben, der ebenso gut zu mir passt !), insbesondere liebe ich den Gesang bestimmter Mantras
    wie z.B. das Mantra des großen Mitgefühls.

  • fotost
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    • 23. Juni 2014 um 17:47
    • #2

    Hallo SY,

    und dann ist der erste der antwortet, ausgerechnet ein eher säkularer Buddhist der mit Mahayana nie was am Hut hatte :lol:

    Für mich ist eine der Chancen so eines Forums, verschiedene Richtungen parallel sehen zu dürfen und von Kenners aus der anderen Schule zu lernen.

    Deshalb wünsche ich Dir viel Erfolg mit diesem Thread und viele interessante Antworten, die zum Nachdenken anregen.

    Ach, ich fang' einfach mal an - wenn ich etwas nennen sollte, was mich im Mahayana Umfeld interessieren/faszinieren könnte, dann würde ich die Beiträge der Mitglieder der Schule zur Kunst nennen. Oft fremd exotisch aber auch sehr oft intensiv und inspirierend 8)

  • Hotei
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    • 23. Juni 2014 um 23:14
    • #3

    Ich liebe Mahayana.Es ist wie ein ruhiger Fluss,klar,harmonisch,bescheiden,gütig,geduldig.Mahayana ist das lebendige Abbild des universellen Prinzips.

    Zitat

    Lobbgesang des Zazen

    Die Lebewesen sind ursprünglich Buddha.
    Es ist wie Wasser und Eis:
    ohne Wasser gibt es kein Eis,
    außerhalb der Lebewesen gibt es keinen Buddha.

    Das Nahe nicht kennend, suchen sie
    in der Ferne - wie töricht!
    Sie gleichen einem Menschen, der mitten im Wasser
    vor Durst schreit,
    und sind nicht anders als das Kind reicher Eltern,
    das in Armut umherirrt.

    Der Grund unserer Wiedergeburt in den Sechs Daseinsbereichen
    sind die dunklen Pfade unserer Unwissenheit.
    Pfad um Pfad im Dunklen wandernd,
    wann werden wir je Geburt und Tod entkommen?

    Die Zen-Übung des Mahâyâna aber
    kann nicht genug gepriesen werden.
    Geben, Einhalten der Gebote und andere Bodhisattva-Übungen,
    Rezitieren des Buddha-Namens, Reue, Schulung
    und dergleichen gute Taten mehr
    kehren alle zu dieser Quelle zurück.

    Sitzt jemand auch nur ein einziges Mal,
    tilgt das Verdienst unermessliche Sünden.
    Wo sollte es Bereiche des Bösen geben?
    Das Reine Land ist nicht fern.

    Wer durch ein gütiges Geschick
    diese Lehre hört
    und sie preist und sich daran erfreut,
    wird grenzenloses Glück erlangen.
    Um so mehr, wenn er sich selbst ganz hingibt
    und mittelbar die Eigen-Natur allen Seins bezeugt.

    Die Eigen-Natur ist Nicht-Natur
    und von hohler Argumentation gänzlich frei.
    Das Tor des Einsseins von Ursache und Wírkung öffnet sich,
    der Weg von Nicht-Zweiheit und Nicht-Dreiheit führt geradeaus,
    die Form der Nicht-Form wird zur Form,
    weder Gehen noch Zurückkehren sind einander fremd,
    das Denken des Nicht-Denkens wird zum Denken,
    und Gesang und Tanz werden zur Stimme des Dharma.

    Weit und ohne Hindernis ist der Himmel der Versenkung,
    hell leuchtet der volle Mond der vierfachen Weisheit.
    Wonach sollte man jetzt noch verlangen?
    Dieser unser Ort ist das Lotosland,
    dieser unser Leib ist Buddha.

    Quelle: Kazuaki Tanahashi, Der Zen-Meister Hakuin Ekaku, DuMont Buchverlag Köln 1989

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  • Lucky Luke
    Gast
    • 24. Juni 2014 um 06:44
    • #4
    fotost:

    Ach, ich fang' einfach mal an - wenn ich etwas nennen sollte, was mich im Mahayana Umfeld interessieren/faszinieren könnte, dann würde ich die Beiträge der Mitglieder der Schule zur Kunst nennen.

    Hallo fotost,

    kannst Du das bitte nochmal etwa erläutern ?
    Was meinst Du damit ?

  • fotost
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    • 24. Juni 2014 um 12:18
    • #5
    Sherab Yönten:
    fotost:

    Ach, ich fang' einfach mal an - wenn ich etwas nennen sollte, was mich im Mahayana Umfeld interessieren/faszinieren könnte, dann würde ich die Beiträge der Mitglieder der Schule zur Kunst nennen.

    Hallo fotost,

    kannst Du das bitte nochmal etwa erläutern ?
    Was meinst Du damit ?

    Ich bin jetzt kein Kunstexperte, aber da hier ja nur meine Meinung gefragt war, will ich es versuchen.

    Kunst (ich hatte hier bildende Kunst gemeint) entsteht im Schnittpunkt unterschiedlichster Einflüsse. Das was oft buddhistische Kunst'' genannt wird [blöder Begriff nebenbei - Kunst kann nicht buddhistisch sein, höchstens von Buddhisten geschaffen oder unter dem Einfluss der Lehre] ist entstanden auf der Grundlage bestehenden lokaler Kunststile, zeitlicher EInflüsse und eben unter der Prägung durch buddhistische Ideen.

    Soweit ich es kenne, sind wirklich neue und dynamische Ideen fast nur aus der Mahayana Richtung hervorgegangen und die sind oft sehr lebensfreudig und intensiv.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 24. Juni 2014 um 14:37
    • #6
    Hotei:

    Mahayana ist das lebendige Abbild des universellen Prinzips.

    Danke Hotei für die Einstellung des schönen Zitates !

    Vielleicht kannst Du noch was zum "universellen Prinzip" sagen (ich ahne was Du meinst, möchte aber nicht spekulieren) ?

    fotost:

    Kunst (ich hatte hier bildende Kunst gemeint) entsteht im Schnittpunkt unterschiedlichster Einflüsse. Das was oft buddhistische Kunst'' genannt wird [blöder Begriff nebenbei - Kunst kann nicht buddhistisch sein, höchstens von Buddhisten geschaffen oder unter dem Einfluss der Lehre] ist entstanden auf der Grundlage bestehenden lokaler Kunststile, zeitlicher Einflüsse und eben unter der Prägung durch buddhistische Ideen.

    Danke für die Erklärung fotost !

    Für mich als Mahayana - Praktizierender ist der Begriff "buddhistische Kunst" gar nicht mal so schlecht gewählt, denn die Figuren, die der "Künstler" herstellt drücken ja bestimmte buddhistische Qualitäten (Weisheit & Mitgefühl) aus. Sie nur als Kunstobjekt zu sehen wäre für mich daher zu kurz gegriffen. Aber es freut mich wenn sie für Dich inspirierend wirken können.

  • fotost
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    • 24. Juni 2014 um 15:21
    • #7
    Sherab Yönten:


    Danke für die Erklärung fotost !

    Für mich als Mahayana - Praktizierender ist der Begriff "buddhistische Kunst" gar nicht mal so schlecht gewählt, denn die Figuren, die der "Künstler" herstellt drücken ja bestimmte buddhistische Qualitäten (Weisheit & Mitgefühl) aus. Sie nur als Kunstobjekt zu sehen wäre für mich daher zu kurz gegriffen. Aber es freut mich wenn sie für Dich inspirierend wirken können.

    Hallo Sherab Yönten,

    schön, daß Du meine Erklärung so annehmen kannst :D

    Meine Probleme mit der Verknüpfung von Begriffen aus einer Ideologie oder Religion mit Gebieten, Ländern, Regionen gehen viel tiefer.

  • Syia
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    • 25. Juni 2014 um 10:23
    • #8
    Sherab Yönten:

    Was ist für Euch das Faszinierende (speziell) am Mahayana ?

    Ich habe eine Weile über diese Frage nachgedacht.

    Ich liebe die Offenheit des Mahayana. Die Art wie man versucht jedem auf Augenhöhe zu begegnen.

  • accinca
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    • 25. Juni 2014 um 10:44
    • #9
    Syia:
    Sherab Yönten:


    Was ist für Euch das Faszinierende (speziell) am Mahayana ?


    Ich habe eine Weile über diese Frage nachgedacht.
    Ich liebe die Offenheit des Mahayana. Die Art wie man versucht jedem auf Augenhöhe zu begegnen.


    Am besten auf "Augenhöhe" mit einem Buddha - wär das nicht schöön.
    Damit das klappt muß man ihm aber erst mal ähnlich werden. Bis dahin
    stellt sich dann die Frage ob es einem nur auf die "Augenhöhe" ankommt
    oder ob es nicht um was ganz anderes geht als nur "Augenhöhe". Trotzdem
    können auch solche Gründe im Falle eines Buddha ein hilfreiches Motiv
    sein ihm nachzueifern.

    "Triffst du auf deiner Wanderschaft
    Den Besseren, den Gleichen nicht,
    So wandre einsam, wackern Muts:
    Mit Toren schließt man keinen Bund." Dhammapada 61.

  • Syia
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    • 25. Juni 2014 um 10:54
    • #10

    (Dieser Thread sollte sich ausschließlich an die Praktizierenden des Mahayana richten !)

    Lieber accinca,

    ich mach die Schrift dann mal ein wenig grösser. Bist ja auch nicht mehr der Jüngste ( jedenfalls in meiner Vorstellung von dir).

    LG
    Syia

  • Bailong
    Gast
    • 25. Juni 2014 um 12:35
    • #11

    Für mich ist die Faszination Mahayana (Zen-Richtung) die unglaubliche Einfachheit. Das Direkte, das Unverbildete, Unverkopfte, Unmittelbare (leider auch UnVermittelbare...). Das NurErfahrbare, aber auch das SofortErfahrbare.
    Das direkte Ansprechen des Urgrundes, der Buddhanatur, des "Göttlichen". Kein Warten, kein Hoffen auf einen gnädigen Richter, keine Trennung zwischen Dir und mir.
    Zen ist immer, Zen hört nicht auf. Es gibt keine Trennung zwischen dem spirituellen und dem materiellen Leben. Zen IST. Einfach.
    Die Sekundenbruchteile, in denen mir das gelingt, sind... UnVermittelbar.
    Wirkliche Wirklichkeit.

    Bailong

  • Hotei
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    • 25. Juni 2014 um 13:20
    • #12

    BailonG:

    Zitat

    unglaubliche Einfachheit.

    & beinahe unglaubliche Klarheit über den Weg im Hier und Jetzt.Wenn ich mich in irgendwas ( konzeptuellem )verliere,brauch ich nur zwei Vers-Zeilen oder drei Atemzüge um das Wesentliche wieder-zu-erkennen.Und das ist recht erfreulich.

    @ Sherab:

    Zitat

    Gelehrte Versammlung, die grenzenlose Leere des Universums ist fähig, Myriaden von Dingen verschiedener Art und Gestalt in sich zu vereinigen, wie Sonne, Mond, Sterne, Flüsse, Welten, Quellen, Bäche, Gebüsche, Wälder, gute und schlechte Menschen, Güte und Bosheit, die Welt der Götter, Höllen, Ozeane und die höchsten Berggipfel. Der äussere Raum umfasst dies alles, und ebenso steht es um die Leere unserer Natur.

    Wir sagen, unsere wahre Natur sei unendlich, weil sie alle Phänomene umfasst und weil alle Phänomene in ihr sind. Wenn wir die Güte oder Bosheit anderer Leute sehen und davon weder angezogen noch abgestossen werden und wir nicht daran hangen, so ist der Zustand unseres Geistes so leer wie der Raum. so dass unsere wahre Natur ebenso leer ist wie der äussere Raum. Daher nennen wir das Wesen des Geistes « gross » (mahā).

    Das, wovon die Unwissenden nur reden, das verwirklicht der Weise in seinem Geiste.

    Gelehrte Versammlung, es gibt unvernünftige Leute, die sich damit begnügen, sich einfach hinzusetzen und in ihrem Geiste alles zu verneinen und abzulegen. Sie versuchen, an überhaupt nichts zu denken und meinen, so seien sie « gross ». Solches Tun ist ketzerisch ; aber es ist sehr schwierig, ihnen das klar zu machen.

    Verehrte Zuhörer, ihr sollt wissen, dass der Geist ein grosses Fassungsvermögen besitzt, denn er umfasst das ganze dharmadhātu (die Sphäre, wo das Gesetz herrscht, d.h. das Universum). Wenn wir uns seiner bedienen, können wir alles erkennen, aber wenn wir ihn in seiner ganzen Tiefe benützen, können wir alles wissen. Alles in einem und alles in allem. Wenn unser Geist ohne Hindernisse arbeitet und frei ist zu « kommen » und zu « gehen », dann ist dies prajñā (das ergibt mahā-prajñā-pāramitā)

    Hui-neng, 638-713

    http://www.carl-a-keller.ch/Stille_und_Lee…-Buddhismus.php


    ♥ Viele Grüße
    Hotei

  • Bailong
    Gast
    • 25. Juni 2014 um 17:27
    • #13
    Hotei:

    & beinahe unglaubliche Klarheit über den Weg im Hier und Jetzt.


    Ja. Ich bin zu wortarm, es zu beschreiben. Aber ja.


    Sherab Yönten:

    Was sind Eure "Lieblings" -Sutren, - texte des Mahayana ?

    Spezielle Sutren oder Texte habe ich nicht.
    Einzige Ausnahme ist das Monju Bosatsu (Manjushri) Mantra, nicht gerade zwingend Mahayana :D .
    Den hab' ich auf dem iPhone.
    http://www.youtube.com/watch?v=otvtR0kpWyk
    LG
    Bailong

  • accinca
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    • 25. Juni 2014 um 22:39
    • #14
    Syia:

    (Dieser Thread sollte sich ausschließlich an die Praktizierenden des Mahayana richten !)
    Lieber accinca,
    ich mach die Schrift dann mal ein wenig grösser. Bist ja auch nicht mehr der Jüngste ( jedenfalls in meiner Vorstellung von dir).LG Syia

    Sind das mahayanistische Gedanken?
    Wenn die praktizierenden Mahayana hier noch keine
    eigene Abteilung haben, sollten sie unbedingt eine bekommen.
    Da werden sie dann auch nicht mehr gestört werden und brauchen
    auch keine großen Buchstaben mehr benutzen.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 26. Juni 2014 um 08:11
    • #15
    Bailong:

    Einzige Ausnahme ist das Monju Bosatsu (Manjushri) Mantra, nicht gerade zwingend Mahayana

    Hallo Bailong,

    Das finde ich sehr schön. Danke ! Warum meinst Du, dass das nicht zwingend Mahayana ist ?
    Vielleicht kein Zen. Aber doch wohl Vajrayana !

  • Bailong
    Gast
    • 26. Juni 2014 um 08:32
    • #16
    Sherab Yönten:

    Vielleicht kein Zen. Aber doch wohl Vajrayana !


    Ja, da hast Du natürlich Recht. :)
    Manchmal beschränkt sich Mahayana in meinem Hirn auf Zen... Hat da gerade jemand "typisch" gesagt? :lol:

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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