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  1. Buddhaland Forum
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Vorahnung?

  • Thomas
  • 3. Mai 2014 um 23:05
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1. offizieller Beitrag
  • Thomas
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    • 3. Mai 2014 um 23:05
    • #1

    Hallo,
    im Chat hier bin ich gerade auf folgende Frage gekommen.
    Durch entsprechendes (rechtes) tun kann ich wohl mein Karma und vieleicht auch meine Lebensspanne beinflussen.
    Konkret meine ich folgendes Erlebnis, zu einem Zeitpunkt, an dem mich mit Buddhismus nicht die Bohne interessiert hat.
    Ich war damals Drachenflieger, das Wetter war perfekt und das Auto gepackt . Vor der Abfahrt habe ich noch auf der Terrasse einen Kaffee getrunken und war mir auf einmal absolut sicher, wenn ich nun losfahre komme ich im Sarg zurück. Ich war schon ein recht erfahrener Flieger und das war keine Anfänger-Angst oder so. Einfach so eine Gewissheit die mich gepackt hat. Seither bin ich nicht mehr mit dem Drachen gefogen. Hat meine damalige Empfindung überhaupt was mit Buddhismus bzw meinem persönlichem Karma zu tun?

    Danke schon mal für Eure Antworten

    Thomas

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
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    • 4. Mai 2014 um 09:39
    • #2

    Die Frage kann Dir anonym keiner korrekt beantworten, wie das bei Dir im Einzelfall genau gelagert ist.
    Ja oder Nein ist beides gut möglich.
    Einerseits gibt es sowas wie Vorahnung. Jeder hat das, ganz egal welcher Religion er angehört. Manche sind darauf auch sehr fixiert und hören dann das Gras wachsen - andere schütteln die Vorahnungen nur so locker aus dem Ärmel.
    Es gibt aber auch Ängste, die versteckt liegen und das Denken beeinflussen. Ich laboriere mit Vorahnungen herum und sehe, es ist für mich schwierig zwischen echter Vorahnung und kaschierten Ängsten/Sehnsüchten zu unterscheiden.

    Durch letzteres konstruieren sich die Realitäten dann nachher selbst. Z.B. Dass man jemanden heiratet, weil man die Beziehung für vorherbestimmt hält...
    Versteckte Ängste jedenfalls sind keine Lappalie, die man einfach wegwischen könnte.
    Ob das nun eine Angst oder eine Vorahnung war: es hätte Dich in beiden Fällen das Leben kosten können, wenn Du es ignoriert hättest.

    Es werden wahrscheinlich noch einige Antworten kommen, die sowas wie Vorahnung vollkommen ablehnen wollen und lieber die hanebüchensten Erklärungen hervorholen, um die Möglichkeit "Vorahnung" auszuschließen. Das sehe ich nicht so.
    Die skurrilsten Eingebungen können bisweilen vorkommen, die man sich nicht erklären kann, die aber im Nachhinein einen Sinn ergeben. Besonders echt, wenn für einen selbst nichts dran hängt, also keine Gier, kein Hass und keine Selbsterhöhung.
    Deshalb klappt es auch nicht, die Lottozahlen zu träumen. :)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • nyalaana
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    • 4. Mai 2014 um 13:27
    • #3
    Thomas:

    Durch entsprechendes (rechtes) tun kann ich wohl mein Karma und vieleicht auch meine Lebensspanne beinflussen.

    Ja auf jeden Fall. Aber halt auch auf eine sehr profane Weise. Wenn Du keinen Alkohol trinkst, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit dass Du im betrunkenen Zustand einen tödlichen Autounfall hast. Wenn Du nicht rauchst, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Du an Lungenkrebs stirbst. Wenn Du nicht in eine kriminelle Gang einsteigst, dann ist die Gefahr dass Du bei einer Gangschiesserei ums Leben kommst viel geringer. Wenn Du also das Karma dieser (schädlichen/"unrechten") Dinge nicht aufbaust, dann können sie Deine Lebensspanne nicht verkürzen.

  • Thomas
    Themenautor
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    • 5. Mai 2014 um 18:05
    • #4

    @ Losang Lamo

    Zitat

    Versteckte Ängste jedenfalls sind keine Lappalie, die man einfach wegwischen könnte.
    Ob das nun eine Angst oder eine Vorahnung war: es hätte Dich in beiden Fällen das Leben kosten können, wenn Du es ignoriert hättest.

    Danke für Deine Antwort. Im Grunde genommen habe die Angst/Vorahnung doch tatsächlich nur weggewischt. Ich habe mich der Angst/Vorahnung ja niemals gestellt, sondern habe lieber das Drachenfliegen bleiben lassen. Wäre ich dennoch zum Fliegen gegangen so hätte sich meine Vorahnung vieleicht als völliger Unsinn herausgestellt, oder ich hätte mir kurz vor dem Aufschlag noch gedacht, "blöder Depp, warum hörst du nicht auf dein Gefühl" Ich habe indess wohl auch meine Frage zu unpräzise gestellt. Ich meinte, soweit ich das verstanden habe, das das gegenwärtige Denken und Tun Auswirkungen auf die Zukunft hat oder haben kann. Nicht nur im nächsten Leben, sondern auch in diesem. (Ursache und Wirkung) Alleinige Stellschraube ist natürlich nur die Gegenwart will sagen das Hier und Jetzt.
    Was würde ein erfahrener Buddhist in so einer Situation tun, obwohl das Beispiel zwar wirklich so von mir erlebt wurde, doch zugebenermassen natürlich ein bischen extrem ist. Sich einer Angst/Vorahnung einfach stellen oder einen Bogen darum herum machen?

    @ nyalaana

    auch dir Danke für Deine Antwort.
    Ich wusste noch gar nicht, das ungesundes oder kriminelles Leben lebensverkürzend sein könnte.
    Könnte es sein, das Du mit einem Augenzwinkern meine Frage beantwortet hast?
    Wenn dem so war, so schmunzle ich gerne zurück.

    Viele Grüße

    Thomas

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 6. Mai 2014 um 09:38
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    In vielen Kulturen die Unterscheidung zwischen dem Natürlichen und dem Übernatürlichen sehr wichtig genommen wird und oft mit dem Gegesatzpaar materiell/spirituell gleichgesetzt .

    Im Buddhsimus ist dagegen die Unterscheidung zwischen spiritueller Praxis (dem Weg hin zur Befreiung) und weltlichen Angelegenheiten entscheidend. Ob irgendwas natürlich oder übernatürlich ist, ist also volllkommen egal. So wie es natürlich schön ist, wenn man das absolute Gehör oder einen grünen Daumen hat, ist es bestimmt eine gute Sache, wenn man zutreffende Vorahnungen hat.

    Wie man in den Harry Potter Büchern sieht, kann man sich gut eine Welt vorstellen, in der Magie allgegenwärtig und Wahrsagen ein Unterrichtsfach ist. Es kommt aber sehr gut rüber, dasss die Tatsache, dass man mit einem Zauberspruch statt mit einem Lichtschalter für Beleuchtung sorgt, im Bezug auf die Befreiung vom Leid vollkommen belanglos ist.

  • Noreply
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    • 6. Mai 2014 um 10:28
    • #6

    Mit Vorahnungen/Vorhersagen gehen Menschen meiner Erfahrung nach sehr eigenartig um.
    Bei guten Vorahnungen glauben sie sie brauchen nichts machen, das ist ja so bestimmt.
    Bei schlechten Vorahnungen verfällt er in Aktionismus der genau den Handlungen entspricht die die Vorahnung erst möglich macht.
    Vorahnungen sollten auf den mittleren Weg führen zwischen Aktionismus und Lethargie.
    Da mir nicht möglich war die Menschen dazu zu bringen den mittleren Weg zu erkennen habe ich das Vorahnen und Vorhersagen aufgegeben.
    Das heißt nicht das es nicht weiterhin geschieht doch nun spreche ich es nicht mehr aus sondern zeige Handlungen auf die zu Achtsamkeit führen.
    Beide Arten, die guten wie die schlechten Vorahnungen lösen Gefühle aus die durch Bedenken erhöht werden und somit zu weniger Achtsamkeit.
    Ein Autofahrer der befürchtet einen Unfall zu haben wird einen Unfall haben weil er nicht mit fahren beschäftigt ist sonder mit seinem Bedenken.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 6. Mai 2014 um 12:51
    • #7
    Thomas:

    ... Ich meinte, soweit ich das verstanden habe, das das gegenwärtige Denken und Tun Auswirkungen auf die Zukunft hat oder haben kann. Nicht nur im nächsten Leben, sondern auch in diesem. ...

    Dein Denken und Handeln, alles was du willentlich mit Körper, Rede und Geist machst, hat Auswirkungen.
    Wie diese Auswirkungen genau aussehen, weißt du nicht.

    Wenn ich Land bearbeite und Mais darauf sähe, habe ich die Bedingungen, die ein Maisfeld möglich machen, verändert. Ob da wirklich ein Maisfeld entsteht, habe ich nicht in der Hand. Da kommt noch vieles hinzu.

  • goldie
    Gast
    • 6. Mai 2014 um 15:40
    • #8

    Ich möchte dazu sagen, ich war mir auch schon mal sicher, zu sterben, habe mich aber getäuscht, wie man sieht. Dann gibt es die Situationen, die wir meiden, also werden wir nie wissen, ob unsere Ahnung stimmte, eben weil wir die betreffende Situation gemieden haben. Aber auch so etwas kenne ich, wo ich überzeugt bin, eine Vorahnung hat mir den Hals gerettet. Ich glaube, diesen siebten Sinn kann man trainieren, er wird durch Achtsamkeit, also größere Aufmerksamkeit auf Details verfeinert, und indem man mehr zu einem Instinktmenschen wird, wie die Tiere, die den Tsunami erspüren und sich auf Anhöhen flüchten. Letzlicht geht es womöglich um den Wiedererwerb einer verschollenen menschlichen Eigenschaft, die dem (möglichst langen) Überleben dient. Es ist wahrscheinlich etwas ganz profanes, eine körperliche Funktion, da ja auch Tiere sie haben können. Allerdings ändert das nichts an einer Restunsicherheit und der Tatsache, dass wir irgendwann doch sterben.

  • Tara4U
    Gast
    • 6. Mai 2014 um 15:58
    • #9

    Klar, dass unser Handeln schon unsere Zukunft bestimmt, in vieler Weise, direkt und indirekt. Daher ist es generell wichtig, achtsam und aufmerksam in Wort und Tat zu sein.
    Und wir haben schon so unsere Befuerchtungen und Aengste, sei es aufgrund Erfahrungen oder Eindruecke und das Unterbewusstsein spielt da auch eine gewaltige Rolle. Im Fall des Drachenfliegens koennte ich mir z.B. eine unbewusste Schreckenssituation vorstellen im Laufe des letzten Fluges, die eine ungute „Vorahnung“ fuer den naechsten Flug dann ausgeloest hat. Zumindest kenne ich mehrere aehnliche Situationen aus meinem Leben.

    Nach meiner Erfahrung gibt es tatsaechlich auch echte Vorahnungen, die sich nicht rational herleiten lassen, so wie wir auch Intuitionen haben, die unser Handeln und Denken bestimmen.

    Ich denke, man sollte das Leben erkennen und authentisch leben, es zu mindest versuchen.
    Alles Uebel, jede Ungerechtigkeit, jeder Schicksalsschlag welche uns im Laufe unseres Lebens ereilt, muss nicht immer schaden. Manchmal kann sehr viel Zeit vergehen, bis man den Nutzen daraus ersieht. Wichtig finde ich es in diesen Faellen immer nicht zu hardern –„warum ICH? Warum gerade MIR?- und zu verzweifeln, weil wir es eben nicht verstehen. Denn dieses Hardern, dieses Verweilen in unserem Schmerz, Zorn, dem Gefuehl der Ungerechtigkeit, dem Verlangen nach Rache oder zumindest ausgleichender Gerechtigkeit, all das beeinflusst massiv unser zukuenftiges Handlen in gerichteter Weise. Dann befinden wir uns unweigerlich in einem Kreislauf, den wir fast nicht mehr mehr durchbrechen koennen.
    Und aus dieser Situation, in der wir verzweifelt versuchen, das UNS zu beschuetzen bringt oft vermeintliche Vorahnungen mit sich.

    Deine Theorie:

    Zitat

    Durch entsprechendes (rechtes) tun kann ich wohl mein Karma und vieleicht auch meine Lebensspanne beinflussen.

    sehe ich vergleichbar mit allgemein bekannten Gebete:…und wenn Du mir das erfuellst, dann will auch immer artig sein!“

    Ich denke nicht, das berechnendes (also nicht authentisches) tugendhaftes Leben und Streben unter vorauseilendem Gehorsam mit Selbstvergewaltigung zum Erreichen eines guten Karma funktioniert. Denn Energie folgt immer den Gedanken, und wenn man sich zum guten Menschen zwingen muss, ist das Ziel von Anbeginn nicht zu erreichen.

    Wir sind nicht in der Position einen Deal mit den Goettern auszumachen.

    Aber wir koennen um Hilfe bitten, koennen uns bemuehen, in jeder Partie unsere Karten bestmoeglich und ehrlich –v-a-gegen uns selbst- auszuspielen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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