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Woher hatte Buddha all sein Wissen

  • kerrinchen
  • 25. April 2014 um 20:55
  • Zum letzten Beitrag
  • kerrinchen
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    13. April 2014
    • 25. April 2014 um 20:55
    • #1

    Ich beschäftige mich gerade mit den Ursprung des Buddhismus und bin auf einige Fragen gestoßen, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

    1. Woher hatte Buddha all sein wissen?
    Was ich gelesen habe war ja seiner Zeit, v.a. im Physikalischen Bereich, sehr weit voraus.
    Gibt es Hinweise das er hierbei von jemanden inspiriert wurde?
    Auf welchen wissenschaftlichen Stand war die dort damals lebende Bevölkerung.

    2. Von den einzelnen Konsilen habe ich gelesen. Kann man heute davon ausgehn das alles in Buddhas Sinne überliefert wurde?
    Gab es damals evtl. Personen/Religionen/Gruppen die ein Interesse daran eghabt hätten das überlieferte zu verändern.

    3. Zu dem Thema habe ich auch das unterschiedlichste und abenteurlichste gelesen.
    War Jesus ein Buddhist?
    Könnte Jesus damals irgendwie Kontakt zum Buddhismus gehabt haben.
    Es gibt ja auch die Theorie das Jesus nach seiner "Wiederauferstehung" sich Richtung Indien gemacht hat.

  • Bettler
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    31. März 2013
    • 25. April 2014 um 22:18
    • #2

    1. Er hat mit einiger Wahrscheinlichkeit in Taxila, der Hauptstadt von Gandhara, eine Provinz des Achämenidenreichs studiert, wie seine Jahrgangsgenossen.

    2a. Nein. 2b. Ja.

    3. Die Konstruktion eines "Buddhismus" als Bekenntnisreligion ist eine westliche Idee des 19. Jahrhunderts. In Asien mischt jede Hütte ihre eigene Suppe. Und Jesus war Jude.

  • fotost
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    • 25. April 2014 um 22:43
    • #3

    1.) Ich halte die Beschreibung 'seiner Zeit weit voraus' für unglücklich. Das klingt irgendwie wie ein Zugang zu geheimen Wissensquellen. Das die naturwissenschaftlich umsetzbaren Beschreibungen Buddhas nicht im Widerspruch zu heutigen Erkenntnissen stehen liegt in hohem Maß auch in ihrer Interpretierbarkeit. Über den Stand der wissenschaftlichen Bildung seiner Zeitgenossen würde ich mir keine optimistischen Vorstellungen machen. Analphabeten vermutlich >90%, Aberglaube und Geisterdenken in den weitesten Bereichen.

    2.) Konzile habe die Eigenart, daß da Leute mit unterschiedlichsten Interessen zusammenkommen. Einige davon hatten bestimmt massive Eigeninteressen

    3.) Vielleicht hat es einen jüdischen Rabbi Jeshua gegeben. Falls ja, hat dieser nichts mit dem biblischen Jesus zu tun gehabt und die Idee, daß er Buddhist gewesen wäre ist eher wirr.

  • goldie
    Gast
    • 25. April 2014 um 23:42
    • #4

    zu 1) Auch Heraklit sagte schon: Alles fließt. Was meinst du denn mit "physikalisch"? Ich meine, Wasser zu Wein machen hat eigentlich mehr drauf, physikalisch.

    zu 3) http://www.jesusisbuddha.com/ (mit Vorsicht zu genießen)
    Fazit: Gottes Wort ist ursprünglich Buddhas Wort, die vier Evangelien wurden im Wesentlichen aus dem Sanskrit ins Griechische übersetzt.

  • Mirco
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    • 26. April 2014 um 09:42
    • #5

    Hallo kerrinchen,

    kerrinchen:

    Ich beschäftige mich gerade mit den Ursprung des Buddhismus und bin auf einige Fragen gestoßen, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

    kerrinchen:

    1. Woher hatte Buddha all sein wissen?
    Was ich gelesen habe war ja seiner Zeit, v.a. im physikalischen Bereich, sehr weit voraus. Gibt es Hinweise das er hierbei von jemanden inspiriert wurde? Auf welchen wissenschaftlichen Stand war die dort damals lebende Bevölkerung.


    Als Sohn eines reichen Fürsten wurde Siddhattha Gotama vermutlich von Privatlehrern in allen Künsten und Wissenschaften der Zeit unterrichtet, z.B. Kriegsführung, Philosophie, Mathematik, Musik, Dichtung, usw. Auf welchem wissenschaftlichen Stand die damals waren, weiß ich nicht, musste vielleicht noch mal recherchieren.
    Das entscheidende beim späteren Buddha war aber nicht unbedingt sein vorheriges Wissen, auch wenn er intellektuell begabt war. Das entscheidende an ihm war, dass er durch die und in der meditativen Geistesschulung der fortgeschrittenste Mensch seiner Zeit war. Die wirklich entscheidenden Einsichten (und die darauf folgende Weisheit) hat er nicht durch sein Schulwissen und Nachdenken erlangt. Das war ihm nur durch die fortgeschrittene Geistesschulung möglich, eingebettet in den Verhaltensweisen auf dem Achtfachen Pfad.
    Wenn Du konkret nach der modernen Physik fragst: ich habe schon aus verschiedenen Ecke vernommen, das durch einen fortgeschritten meditativen Geist Einsichten möglich sind, welche die Einsichtsmöglichkeiten der modernen Physik übertreffen. Weil dies aber nicht wissenschaftlich ist, kann nur der Einsehende damit etwas anfangen. Darüber hinaus ist solches Wissen nur Beiwerk, denn es gwht ja ums Erkennen und Verstehen des Bedingten Entstehens (und der Vier Edlen Wahrheiten).

    kerrinchen:

    2. Von den einzelnen Konzilen habe ich gelesen. Kann man heute davon ausgehen, dass alles in Buddhas Sinne überliefert wurde?
    Gab es damals evtl. Personen/Religionen/Gruppen die ein Interesse daran gehabt hätten das überlieferte zu verändern.


    Ob es solche Gruppen gab, weiß ich nicht. Bin aber kein Geschichtskenner. Es sind im Kanon Geschichten überliefert, wo zu Lebzeiten des Buddha noch versucht wurde, den Orden zu Spalten, warum dann nicht auch später. Da kommt bestimmt noch jemand mit der guten Quelle über die späteren Streitigkeiten.

    Es sollen sich aber hier und da später Übertragungen Ungenauigkeiten während der Weitergabe der ursprünglichen Lehrreden Eingeschlichen haben. Auf dem ersten Konzil waren laut der Überlieferung ja nur Arahats, also vollkommen Erwachte, zugelassen. Schreibkultur gab es damals in Indien eh nicht, die Dinge wurden immer mündlich weitergegeben. Zu dem hatten einige ein besonders ausgeprägte Erinnerungsvermögen (andere wiederum übersinnliche Kräfte). Da sitzen auf dem ersten Konzil also einige Hundert Arahats und rezitieren und kontrollieren so gleichzeitig die Lehrreden des Buddha. Da laut Überlieferung alle Erwacht waren, konnte es da also keine Fehler geben. Bis heute gibt es Menschen, die den gesamten Pāḷi 90% auswendig können. Da Die Arahats im verlauf der Zeit aber weniger wurden, wurde dann halt aufgeschrieben. Und es waren dann vermutlich bei späteren Konzilen, die der Neuzeit eingeschlossen, eben nicht nur noch Arahats zugegen, wodurch sich ein Einschleichen der Fehler erklärt. Und wenn damals vielleicht ein Bhikkhu mitgewirkt hat, der früher ein gelehrter Brahmane (Hindu) war aber nicht viel Meditationserfahrung hatte, könnte das schon eine Rolle spielen.

    kerrinchen:

    3. Zu dem Thema habe ich auch das unterschiedlichste und abenteuerlichste gelesen. War Jesus ein Buddhist? Könnte Jesus damals irgendwie Kontakt zum Buddhismus gehabt haben. Es gibt ja auch die Theorie das Jesus nach seiner "Wiederauferstehung" sich Richtung Indien gemacht hat.


    Ich glaube nicht, das Dir hier jemand mehr darüber sagen kann, als sich durch die üblichen Quellen im Internet darüber finden lässt.


    Schöne Grüße

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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