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Anapanasati -Fokusgröße

  • Philsen123
  • 30. März 2014 um 14:15
  • Zum letzten Beitrag
  • Philsen123
    Themenautor
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    • 30. März 2014 um 14:15
    • #1

    Hallo liebe Meditierende! :)

    Obwohl ich jetzt schon über ein Jahr regelmäßig meditiere (1-2 Std pro Tag), habe ich immer noch Probleme mit der Praxis. Das führt dazu, dass ich während der Meditation immer wieder von Zweifeln bezügl. der Ausführung geplagt werde. Leider finde ich auch in den unendlichen Weiten des Webs und mithilfe sonstiger Literatur keine Antwort, sodass ich mir gerne Rat von den erfahrenen Meditierenden hier einholen möchte.
    Die meiste Zeit habe ich mich mit Vipassana beschäftigt, bin dann aber zu dem Schluss gekommen, dass diese Meditationsform für mich nur Sinn macht, wenn man zumindest die angrenzende Sammlung erreicht hat.

    Daher befasse ich mich seit ca. 3 Monaten mit Samatha-Meditation bzw. Anapana Sati im engeren Sinne. Meine Frage an euch ist nun :

    Wie eng muss das Fokusfeld bei der Atembetrachtung sein, damit es sich für Samatha eignet?

    Die Angaben, die man dazu finden kann, sind nämlich sehr widersprüchlich. Ajahn Brahm beispielsweise empfiehlt, denn Atem nicht an einem bestimmten Punkt zu lokalisieren, sondern auf das Gesamtgefühl zu achten. Laut Buddhadasa wiederum, solle man den Atem an der Nase beobachten etc. ... Gesamtgefühl vs. Beobachtung an der Nase - das ist ein großer Unterschied was die Größe des Fokus angeht. Ich frage mich auch, wie nimitta entstehen soll, wenn ich nur auf das Gesamtgefühl achte... :?:

    Ich wäre euch wirklich dankbar, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilen würdet. Es wäre mir auch wichtig, gerade von denjenigen zu erfahren, die bereits große Fortschritte gemacht habe (angrenzende Sammlung + Jhanas).
    Mir ist auch klar, dass es bei der Samatha-Praxis sehr stark ums "Loslassen" geht. Wenn die Praxis aber nicht eindeutig ist, kann es auch kein Loslassen geben.

    Ok, jedenfalls freue ich mich über eure Antworten. Vielen Dank schonmal im Voraus !


    Philsen

  • Mab
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    27. September 2013
    • 30. März 2014 um 15:05
    • #2

    Lieber Philsen,

    ich habe mich über viele Jahre mit einem sehr kleinen Fokusfeld herumgeplagt, bis ich diesen Artikel laß. Es scheint da keine feste Regel zu geben. Bei Manchen funktioniert ein kleines Fokusfeld besser, bei anderen ein Großes. Bei mir ist es das Große.

    Probier doch einfach aus, bei welcher Variante dein Geist eher zur Ruhe kommt. :)

    Liebe Grüße
    Mab

    Das Geschriebene entspricht meinem derzeitigen Verständnis. Bitte weist mich barmherzig darauf hin, wenn Etwas unangemessen ist.

  • Philsen123
    Themenautor
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    14. Juli 2013
    • 30. März 2014 um 22:31
    • #3

    Hallo Mab ! Vielen Dank für den Link ! :)


    Ja, es scheint wohl wirklich auf den jeweiligen Typus anzukommen. Ich bin für mich auch zu dem Schluss gekommen, dass ein weites Fokusfeld wesentlich angenehmer ist und auch zu mehr Ruhe führt. Ich war mir nur nicht ganz sicher, ob das auch zu den Jhanas führt... Schließlich war immer die Rede von einem nimitta, welches nur dann entsteht wenn man auf die Berührung der Luft an den Nasenlöchern achtet. Dazu wird ja gerne dieses Gleichnis des Sägeblatts bemüht..
    Nunja, offensichtlich geht's auch so :D -Zweifel beseitigt.. danke nochmals :)

  • Jikjisa
    Gast
    • 1. April 2014 um 23:39
    • #4
    Zitat

    dass diese Meditationsform für mich nur Sinn macht, wenn man zumindest die angrenzende Sammlung erreicht hat.

    nein, die jhanas. "erreichen " kannst du die allerdings nicht mit WOLLEN .

    Zitat

    Daher befasse ich mich seit ca. 3 Monaten mit Samatha-Meditation bzw. Anapana Sati im engeren Sinne.

    sehr gut. bleib dabei .

    Zitat

    Ajahn Brahm beispielsweise empfiehlt, denn Atem nicht an einem bestimmten Punkt zu lokalisieren, sondern auf das Gesamtgefühl zu achten.

    bist du sicher ? mir schien, als ob er die achtsamkeit auf die atembewegung der bauchdecke favorisierte .

    Zitat

    Ich frage mich auch, wie nimitta entstehen soll, wenn ich nur auf das Gesamtgefühl achte... :?:

    das kann dann nicht entstehen, denn offensichtlich braucht ein nimitta ein äußeres oder inneres objekt und zwar eines, das weder zu starr und eng fokusiert wird, noch zu weit und ausufernd .

    was atemachtsamkeit betrifft, so braucht sie zuerstmal eine ruhepunkt oder nennen wir es: hafen. es spricht nichts gegen einen wechsel, der geistigen nivarana-situation entsprechend: stirn, nase, bauch, körper.
    im allgemeinen sollte man die achtsamkeit, das bewusstsein, eher "nach unten hin" ausrichten, finde ich ( und andere ). der atem ist dann am ehesten in der bewegung der bauchdecke zu lokalisieren .

    MFG

  • xxx
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    11. Mai 2011
    • 2. April 2014 um 00:16
    • #5

    Diese Anleitung finde ich auch ganz gut:

    http://library.dhammasukha.org/uploads/1/2/8/…ti-ger-2006.pdf

  • raterZ
    Gast
    • 2. April 2014 um 23:08
    • #6

    es ist genau beides wichtig imo. der kleine fokus um die konzentration zu bündeln - der große fokus um den geist zu weiten und zu beruhigen.
    aber es nützt nichts: mach deine eigene erfahrungen. man muss den scheiss selber heraus finden. was wir hier schreiben, muss für dich nicht stimmen :grinsen:

    ich bspw. meditiere heute gerne so, dass ich einfach gar nichts mache.. sammlung durch nichts tun :D

  • boehnchen
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    • 3. April 2014 um 06:29
    • #7

    Du fragst ja auch nicht: Ist der dünne Pinsel gut? Ist der dicke Pinsel gut?

    Was erfordern die Umstände?

  • Philsen123
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    • 3. April 2014 um 23:56
    • #8

    Danke für eure Antworten. Ich bin bis jetzt immer davon ausgegangen, dass die Vertiefungszustände nur durch starke Konzentration auf ein kleines Fokusfeld zu "erreichen" :lol: sind. Das scheint wohl nicht zwingend so zu sein, wenn man sich die Ansätze von Bhante Vimalaramsi und anderen ansieht. Es scheint völlig egal zu sein, ob ich den Atem nun an der Nasenspitze, am Bauch oder sonst wo wahrnehme.

    Prinzipiell geht es wirklich nur darum :

    Zitat


    Atmet er lang ein, weiß er: ›Ich atme lang ein‹; atmet er
    lang aus, weiß er: ›Ich atme lang aus‹; atmet er kurz ein,
    weiß er: ›Ich atme kurz ein‹; atmet er kurz aus, weiß er: ›Ich
    atme kurz aus.

    Es zählt also nur dasjenige körperliche Feedback, welches mir klar macht, dass ich atme und wie ich atme. Mit dieser "undogmatischen" Herangehensweise bezügl. der Atembetrachtung komme ich nun am besten klar, alles andere war für mich "Stress" in der Meditation...

  • accinca
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    • 6. April 2014 um 18:11
    • #9
    Philsen123:

    Es zählt also nur dasjenige körperliche Feedback, welches mir klar macht, dass ich atme und wie ich atme. Mit dieser "undogmatischen" Herangehensweise bezügl. der Atembetrachtung komme ich nun am besten klar, alles andere war für mich "Stress" in der Meditation...


    Es heißt im Satipatthāna - Sutra ja auch:

    Zitat

    Den ganzen Körper empfindend, will ich einatmen,
    den ganzen Körper empfindend, will ich ausatmen, so übt er sich.

    Aber davor (also zuerst) und natürlicher Weise wird
    jeder normale Mensch der sein Aus- und Ein-atmen
    aktuell feststellen will, zu allererst da nachsehen, wo
    die Luft raus und rein geht. Wer hätte das gedacht?

  • Jikjisa
    Gast
    • 6. April 2014 um 19:56
    • #10

    philsen:

    Zitat

    dass die Vertiefungszustände nur durch starke Konzentration ...

    Überhaupt nicht. Das stärkt Starrheit/Mattheit . Auch ist das Begehren .
    Es heißt aber:

    Zitat

    18. "Freund, was ist die erste Vertiefung?"

    "Freund, da tritt ein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Dies nennt man die erste Vertiefung."

    19. "Freund, wieviele Faktoren hat die erste Vertiefung?"

    "Freund, die erste Vertiefung hat fünf Faktoren. Wenn da ein Bhikkhu in die erste Vertiefung eingetreten ist, treten anfängliche Hinwendung des Geistes, anhaltende Hinwendung des Geistes, Verzückung, Glückseligkeit und Einspitzigkeit des Geistes auf. Auf diese Weise hat die erste Vertiefung fünf Faktoren."

    20. "Freund, wieviele Faktoren sind in der ersten Vertiefung überwunden, und wieviele Faktoren sind darin enthalten?"

    "Freund, in der ersten Vertiefung sind fünf Faktoren überwunden und fünf Faktoren sind darin enthalten. Wenn da ein Bhikkhu in die erste Vertiefung eingetreten ist, ist Sinnesbegierde überwunden, Übelwollen ist überwunden, Trägheit und Mattheit ist überwunden, Rastlosigkeit und Gewissensunruhe ist überwunden und Zweifel ist überwunden; und es treten anfängliche Hinwendung des Geistes, anhaltende Hinwendung des Geistes, Verzückung, Glückseligkeit und Einspitzigkeit des Geistes auf. Auf diese Weise sind in der ersten Vertiefung fünf Faktoren überwunden und fünf Faktoren sind darin enthalten."

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    Samadhi heißt Sammlung . Man sammelt den Geist an einem Punkt, zertreut er sich führt man ihn wieder zurück.
    Man führt die Achtsamkeit immer wieder auf ein Feld des Ein,-und Ausatmens zurück . Wenn die anfänglich-anhaltende Hinwendung ( Konzentration ) des Geistes sich ergibt, wirst du es schon merken - und "verstehen". Es ist notwendig sich von allen Gedanken und Konzepten zu lösen. Wenn du etwas ergreifst, lass es fallen und die Aufmerksamkeit wieder auf dem Feld ruhen . Das ist Geistesruhe. Wenn dir langweilig ist - seltsamerweise - oder wenn du vernünftig bist, schau dir deine Haltung an. Löse Verspannungen, lass die Schultern fallen, richte dich ganz gerade auf, finde den richtigen Sitz, korrigiere die Haltung. Das ist Wachsamkeit .Übe Metta, lass jedes Begehren und Übelwollen fallen. Geht das nicht, kontempliere die Ursachen. Das ist Betrachtung und Durchdringung und Auflösung . Auf dieser Ebene -vor der Angrenzenden und der Angrenzenden - ist das alles was "getan" werden kann . Die verfeinerte Wahrnehmung des ganzen Körpers... ( Satipatthana ) ergibt sich erst in Dhyana . Deswegen gehört das Satipatthana Sutra zum Bereich der Jhana . Es war früher den Menschen sehr viel leichter zügig in die vertiefte Sammlung zu finden; ihr Körper,-und Bewusstseinsschwerpunkt lag tiefer, gelöster,kraftvoller . Die Sutten beschäftigen sich nicht mit "spirituellen Krankheiten " des "modernen" , kopflastigen, stets unruhigen und müden leistungsorientierten konkurrierenden Menschen; sie setzen lehrtechnisch an einer vertieften, erweiterten Sammlung an. Ich finde das meiste was dazu halb,-oder ganz theoretisch ausklamüsert wurde irreführend. Am besten man studiert bei jemanden oder liest von jemandem von dem man überzeugt ist, daß er/ sie eine gewisse Meisterschaft errungen hat und geht nach diesen Anweisungen. Niemals, niemals halte man sich an GELEHRTE. Niemals ! :|;)

    MFG

  • Mirco
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    • 7. April 2014 um 05:29
    • #11
    accinca:

    Es heißt im Satipatthāna - Sutra ja auch:

    Zitat

    Den ganzen Körper empfindend, will ich einatmen,
    den ganzen Körper empfindend, will ich ausatmen, so übt er sich.

    Dieser Teil, finde ich, sollte nicht aus dem Zusammenhang zitiert werden:

    Zitat

    Wenn er lang einatmet, weiß er: 'Ich atme lang ein;'
    oder wenn er lang ausatmet, weiß er: 'Ich atme lang aus.'
    Wenn er kurz einatmet, weiß er: 'Ich atme kurz ein;'
    oder wenn er kurz ausatmet, weiß er: 'Ich atme kurz aus.'
    Er übt sich so: 'Den Atem empfindend atme ich ein;'
    er übt sich so: 'Den Atem empfindend atme ich aus.'
    Er übt sich so: 'Die Erscheinung des Körpers² beruhigend atme ich ein;'
    er übt sich so: 'Die Erscheinung des Körpers beruhigend atme ich aus.'

    ² den Körper

    Alles anzeigen

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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