Hallo liebe Meditierende!
Obwohl ich jetzt schon über ein Jahr regelmäßig meditiere (1-2 Std pro Tag), habe ich immer noch Probleme mit der Praxis. Das führt dazu, dass ich während der Meditation immer wieder von Zweifeln bezügl. der Ausführung geplagt werde. Leider finde ich auch in den unendlichen Weiten des Webs und mithilfe sonstiger Literatur keine Antwort, sodass ich mir gerne Rat von den erfahrenen Meditierenden hier einholen möchte.
Die meiste Zeit habe ich mich mit Vipassana beschäftigt, bin dann aber zu dem Schluss gekommen, dass diese Meditationsform für mich nur Sinn macht, wenn man zumindest die angrenzende Sammlung erreicht hat.
Daher befasse ich mich seit ca. 3 Monaten mit Samatha-Meditation bzw. Anapana Sati im engeren Sinne. Meine Frage an euch ist nun :
Wie eng muss das Fokusfeld bei der Atembetrachtung sein, damit es sich für Samatha eignet?
Die Angaben, die man dazu finden kann, sind nämlich sehr widersprüchlich. Ajahn Brahm beispielsweise empfiehlt, denn Atem nicht an einem bestimmten Punkt zu lokalisieren, sondern auf das Gesamtgefühl zu achten. Laut Buddhadasa wiederum, solle man den Atem an der Nase beobachten etc. ... Gesamtgefühl vs. Beobachtung an der Nase - das ist ein großer Unterschied was die Größe des Fokus angeht. Ich frage mich auch, wie nimitta entstehen soll, wenn ich nur auf das Gesamtgefühl achte...
Ich wäre euch wirklich dankbar, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilen würdet. Es wäre mir auch wichtig, gerade von denjenigen zu erfahren, die bereits große Fortschritte gemacht habe (angrenzende Sammlung + Jhanas).
Mir ist auch klar, dass es bei der Samatha-Praxis sehr stark ums "Loslassen" geht. Wenn die Praxis aber nicht eindeutig ist, kann es auch kein Loslassen geben.
Ok, jedenfalls freue ich mich über eure Antworten. Vielen Dank schonmal im Voraus !
Philsen