1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

„im Hier & Jetzt“ Leben?

  • Joram
  • 4. März 2014 um 12:33
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 4. März 2014 um 12:33
    • #1

    Was bedeutet es „im Hier & Jetzt“ zu Leben?
    Ist es eine Sekunde, vielleicht drei Sekunden?
    Gehören Erinnerungen und Hoffnung dazu,
    oder muss man "Erinnerungen und Hoffnung" aus dem „im Hier & Jetzt“ ausschließen?

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 4. März 2014 um 12:40
    • #2

    Es gibt nichts anderes nur hier und jetzt.
    Dein Denken solltest Du mal beobachten es ist meistens nicht im hier und jetzt.
    Das ist die Übung, mein Denken ins hier und jetzt zu bringen. Wenn ich Esse esse ich.

  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 4. März 2014 um 12:51
    • #3
    Ellviral:

    Es gibt nichts anderes nur hier und jetzt.
    Dein Denken solltest Du mal beobachten es ist meistens nicht im hier und jetzt.


    Das ist doch ein Paradox:
    Wenn mein Denken meistens nicht im hier und jetzt ist, gibt es DOCH was anderes als hier und jetzt…
    Auch Erfolgs/Reichtums/Machtfantasien sind letztendlich im hier und jetzt. Oder?

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 4. März 2014 um 13:03
    • #4
    Joram:

    Was bedeutet es „im Hier & Jetzt“ zu Leben?
    Ist es eine Sekunde, vielleicht drei Sekunden?
    Gehören Erinnerungen und Hoffnung dazu,
    oder muss man "Erinnerungen und Hoffnung" aus dem „im Hier & Jetzt“ ausschließen?

    _()_


    hallo Joram,

    ich lese gerade von Alan Watts "Weisheit des ungesicherten Leben".
    in dem Kapitel "Über das Gewahrsein" behandelt er die thematik sehr klärend(aus meiner sicht)
    leider sehe ich mich momentan nicht in der lage es so klar zu formulieren aus welchem grund ich auf das buch verweise.

    LG
    _()_
    .

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 4. März 2014 um 13:30
    • #5

    Hallo Joram,
    hast Du diese Frage nicht schon mal vor Jahren gestellt. Was hat sich jetzt geändert?

    Wenn ich darüber nachdenke, wohin ich im Sommer fahre, und mir dieses Denkens bewusst bin, dann bin ich präsent, also HIER UND JETZT. Wenn ich darüber nachdenke, warum ich früher anders gedacht habe, und mir dieses jetzigen Denkens darüber bewusst bin, dann bin ich HIER UND JETZT.
    _()_ Monika

  • Matthias65
    Gast
    • 4. März 2014 um 13:32
    • #6

    Die Vergangenheit ist schon vorbei, die Zukunft hat noch nicht begonnen.
    Was also bleibt ?

  • Verrückter
    Punkte
    1.475
    Beiträge
    279
    Mitglied seit
    14. November 2012
    • 4. März 2014 um 13:45
    • #7

    Hallo Joram, ich verstehe das so: Im "Hier und Jetzt" zu leben bedeutet nicht, sich nicht auch Gedanken über die Vergangenheit oder Zukunft zu machen. Es bedeutet lediglich, die Gedanken nicht ständig um vergangene Fehler oder zukünftige Ereignisse kreisen zu lassen. Es geht letztendlich darum, die Konzentration auf die Gegenwart zu erhöhen und die Gedanken über Vergangenheit und Zukunft lediglich zum Zwecke einer erfüllten Gegenwart zu haben.

  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 4. März 2014 um 13:56
    • #8
    MonikaMarie1:

    hast Du diese Frage nicht schon mal vor Jahren gestellt. Was hat sich jetzt geändert?


    Vielleicht ist die beste Antwort die Gegenfrage: Gibt es etwas was sich nicht verändert hat? ;)
    Ich stelle Fragen nicht um schlauen Antworten zu bekommen, suche also keine abschließende Antwort, meine Fragen sind eine Auseinandersetzung mit einem Thema, eine Kontemplation, so zu sagen. Daher empfinde ich sie immer als frisch, auch wenn sie schon mal gestellt worden sind.
    Eigentlich erkenne ich gerade beim Schreiben, dass das ganze Forum (Buddhaland) nur Sinn macht, wenn das Geschriebene als Kontemplation und nicht als Wissen betrachtet wird.

    MonikaMarie1:

    Wenn ich darüber nachdenke, wohin ich im Sommer fahre, und mir dieses Denkens bewusst bin, dann bin ich präsent, also HIER UND JETZT. Wenn ich darüber nachdenke, warum ich früher anders gedacht habe, und mir dieses jetzigen Denkens darüber bewusst bin, dann bin ich HIER UND JETZT.


    Sagst Du also dass es um das „sich bewusst sein“ geht, egal was man denkt?

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 4. März 2014 um 13:56
    • #9
    Matthias65:

    Die Vergangenheit ist schon vorbei, die Zukunft hat noch nicht begonnen.
    Was also bleibt ?


    Nichts.

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.707
    Punkte
    61.999
    Beiträge
    10.737
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 4. März 2014 um 14:01
    • Offizieller Beitrag
    • #10
    Joram:

    Was bedeutet es „im Hier & Jetzt“ zu Leben?
    Ist es eine Sekunde, vielleicht drei Sekunden?
    Gehören Erinnerungen und Hoffnung dazu,
    oder muss man "Erinnerungen und Hoffnung" aus dem „im Hier & Jetzt“ ausschließen?

    Das ein wenig irreführend. Den Begriff "Hier& Jetzt" kann man ja sehr verschieden interpretieren. Bis hin zu der Idee, sie bedeute, spotan alle Regungen zu folgen und an kein Morgen zu denken.

    Im buddhitischen Kontext bezieht sich das mit dem "Hier & Jetzt" auf die Sammlung. Also dass der Geist nicht durch alles mögliche abgelenkt ist, sondern in einem Zustand des konzentrierten Einsseins verweilt. In der Geschichte des Buddhismus ist die Sammlung sehr stark mit der Meditation verbunden aber gerade im Zen wird betont, dass das nichts von Alltagsleben getrenntes sein sollte.

    Formen der "Sammlung" gibt es auch in anderen weltlicheren Bereichen. Immmer dort, wo die normale Subjekt-Objekt Trennung dadruch schwächer wird, dass man ganz in dem was man tut aufgeht udn man deswegen ganz und gar präsent ist. Also z.B wenn man ein Extremkletterer ist und ganz im Klettern aufgeht, weil man -wenn man eine Fehler macht -abstürzt. In so einem Moment hat man eine ganz tiefe Beziehung zu dem was abgeht. So eine tiefe, im Augenblick verwurzelte Beziehung, kann man sich natürlich auch im Bezug auf Erinnern und Hoffen vorstellen. Aber dazu muss man mit seinem ganzen Wesen "Erinnern" oder "Hoffen". Also vielleicht wie Moses "tief" auf seinen Gott hoffte oder wie man sich "tief" an einen über alles geliebten Menschen erinnert. Da normale Erinnern und Hoffen ist dagegen etwas, was einen ablenkt und zerstreut.

    Joram:

    Wenn mein Denken meistens nicht im hier und jetzt ist, gibt es DOCH was anderes als hier und jetzt…
    Auch Erfolgs/Reichtums/Machtfantasien sind letztendlich im hier und jetzt. Oder?

    Sind solche Phantasien etwas, in dem man vollkommen aufgehen kann? Die Szene in dem Film "Der grosse Diktatator", wo Chaplin mit der Weltkugel spielt( link hätte so eine Kombination zwischen konzentrierter, meditativer Aufmerksamkeit und Grössenwahn.

    Weil Sammlung im Buddhismus so wichtig ist, vergisst man manchmal, dass es neben der "rechten Sammlung" die auf die Befreiung gerichtet ist, auch alle möglichen anderen Formen der tiefen Sammlung gibt, die ganz anderen Zielen dienen.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 4. März 2014 um 14:02
    • #11
    Verrückter:

    Hallo Joram, ich verstehe das so: Im "Hier und Jetzt" zu leben bedeutet nicht, sich nicht auch Gedanken über die Vergangenheit oder Zukunft zu machen. Es bedeutet lediglich, die Gedanken nicht ständig um vergangene Fehler oder zukünftige Ereignisse kreisen zu lassen. Es geht letztendlich darum, die Konzentration auf die Gegenwart zu erhöhen und die Gedanken über Vergangenheit und Zukunft lediglich zum Zwecke einer erfüllten Gegenwart zu haben.


    Dann ist es ja förderlich, wenn ich doch versuchen sollte meine Ex wieder zu gewinnen "um einer erfüllten Gegenwart zu haben".
    Ne, es fühlt sich nicht ganz stimmig an… ;)

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Verrückter
    Punkte
    1.475
    Beiträge
    279
    Mitglied seit
    14. November 2012
    • 4. März 2014 um 14:06
    • #12

    Deine Frage dreht sich darum was es bedeutet im Hier und Jetzt zu leben.

    Joram:

    Dann ist es ja förderlich, wenn ich doch versuchen sollte meine Ex wieder zu gewinnen "um einer erfüllten Gegenwart zu haben".

    Deine Gedanken kreisen um die Vergangenheit, als du deine Ex hattest und meinst glücklich gewesen zu sein. Du stellst dir vor, wie du sie in der Zukunft zurückgewinnen könntest. Du lebst also nicht im Hier und Jetzt. Im Hier und Jetzt würdest du all deine Konzentration dafür aufbringen zu begreifen was es bedeutet, im Hier und Jetzt zu leben.

    2 Mal editiert, zuletzt von Verrückter (4. März 2014 um 14:14)

  • Matthias65
    Gast
    • 4. März 2014 um 14:07
    • #13
    Joram:
    Matthias65:

    Die Vergangenheit ist schon vorbei, die Zukunft hat noch nicht begonnen.
    Was also bleibt ?


    Nichts.


    Nein, es bleibt das vollkommene Gewahrsein im "Hier und Jetzt". Das ist durchaus "etwas" und nicht "Nichts":

    Spätestens dann wenn Du gekniffen wirst, wirst Du merken: "Es hat mich irgendetwas gekniffen".

    Meißtens werden wir halt nicht "gekniffen" sondern Leben das samsarische Leben unbewußt und unachtsam und wundern uns dann wenn es irgendwann vorbei sein sollte.

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 4. März 2014 um 14:07
    • #14

    @ Joram,

    exact in dem moment da du einatmest, ist noch platz für was anderes?

    _()_
    .

  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 4. März 2014 um 14:11
    • #15
    void:

    Weil Sammlung im Buddhismus so wichtig ist, vergisst man manchmal, dass es neben der "rechten Sammlung" die auf die Befreiung gerichtet ist, auch alle möglichen anderen Formen der tiefen Sammlung gibt, die ganz anderen Zielen dienen.


    Ein Extremkletterer, egal wie achtsam, egal wie gesammelt, ist noch lange nicht auf dem Weg der "rechten Sammlung".
    Also sagst auch Du, dass es nicht um das "Hier& Jetzt" geht, sondern dass das "Hier& Jetzt" ein Ausdruck für Achtsamkeit sei. Oder?

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 4. März 2014 um 14:11
    • #16
    Matthias65:

    Spätestens dann wenn Du gekniffen wirst, wirst Du merken: "Es hat mich irgendetwas gekniffen".


    du spürst das kneifen im jetzt, merken das du gekniffen wurdest ist schon vergangenheit in bezug auf das spüren des kneifens...
    _()_
    .

  • Matthias65
    Gast
    • 4. März 2014 um 14:13
    • #17
    Zorița Câmpeanu:

    @ Joram,

    exact in dem moment da du einatmest, ist noch platz für was anderes?

    _()_
    .

    Ja - für die Arbeit, die muss zwischendurch auch erledigt werden - neben dem Atmen :D
    (Scherz)

  • Matthias65
    Gast
    • 4. März 2014 um 14:14
    • #18
    Zorița Câmpeanu:

    du spürst das kneifen im jetzt,

    Das meinte ich.

  • Verrückter
    Punkte
    1.475
    Beiträge
    279
    Mitglied seit
    14. November 2012
    • 4. März 2014 um 14:15
    • #19
    Matthias65:

    (Scherz)

    Warum ist das ein Scherz? Stimmt doch :)

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 4. März 2014 um 14:15
    • #20
    Joram:
    Matthias65:

    Die Vergangenheit ist schon vorbei, die Zukunft hat noch nicht begonnen.
    Was also bleibt ?


    Nichts.


    Du bist ja schon wieder mit deinen Gedanken woanders. :roll:
    :D

  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 4. März 2014 um 14:16
    • #21
    Zorița Câmpeanu:

    @ Joram,exact in dem moment da du einatmest, ist noch platz für was anderes?


    Je tiefe die Konzentration, desto mehr Platz. Das Einatmen wird zu grob um als Konzentrationsobjekt zu dienen – die Antwort ist echt gemeint.

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 4. März 2014 um 14:16
    • #22
    Zorița Câmpeanu:
    Matthias65:

    Spätestens dann wenn Du gekniffen wirst, wirst Du merken: "Es hat mich irgendetwas gekniffen".


    du spürst das kneifen im jetzt, merken das du gekniffen wurdest ist schon vergangenheit in bezug auf das spüren des kneifens...
    _()_
    .

    so ein mist :D
    natürlich ist das spüren des kneifens vergangenheit bezüglich des merkens das ich gekniffen wurde.......oh mann deutsche sprak.....

    _()_
    .

  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 4. März 2014 um 14:19
    • #23
    Ellviral:
    Joram:


    Nichts.


    Du bist ja schon wieder mit deinen Gedanken woanders. :roll:
    :D


    Es gibt keinen Moment ohne Vergangenheit und Zukunft, besonders wenn ich ganz hier bin.

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 4. März 2014 um 14:19
    • #24
    Joram:
    Zorița Câmpeanu:

    @ Joram,exact in dem moment da du einatmest, ist noch platz für was anderes?


    Je tiefe die Konzentration, desto mehr Platz. Das Einatmen wird zu grob um als Konzentrationsobjekt zu dienen – die Antwort ist echt gemeint.

    _()_


    ich meinte nicht atmen als konzentrations objekt, einfach nur das ganz normale atemn...du kannst nicht gleichzeitig atmen und denken "ich atme jetzt" z.b.
    _()_
    .

  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 4. März 2014 um 14:21
    • #25
    Zorița Câmpeanu:

    du kannst nicht gleichzeitig atmen und denken "ich atme jetzt" z.b.


    Na, wer das nicht kann wäre schon längst tot ;) Aber ich weiß was Du meinst :)

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download