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Was war nochmal Dukkha?

  • Verrückter
  • 27. Februar 2014 um 23:58
  • Zum letzten Beitrag
  • Kusala
    Gast
    • 5. März 2014 um 08:03
    • #151

    Der Edle Achtfache Pfad bietet für jeden Platz.
    Jeder beginnt den Weg da wo er gerade steht im Leben.

    Die Silas (ethischen Grundregeln) dienen u.A. dazu, um Geistesruhe (kein schlechtes Gewissen) zu entfalten,
    damit die Meditation erst möglich wird, wodurch erst Weisheit aufsteigen kann.

    Je weiter man auf dem Weg fortschreitet, wird man aus eigener Erkenntnis heraus
    immer mehr sein lassen (können).

    So kann es auf dem Pfad Menschen jeder Berufsrichtung geben.
    Manche Berufe werden aber sehr wenig zur Geistesruhe beitragen
    und darunter zählen Berufe, die anderen Lebewesen Schaden zufügen.
    Diese Berufe sind unheilsam (akusala) und tragen nicht zur "Heilung des Geistes"/Weisheit bei.

    Und darüber braucht man auch nicht zu diskutieren oder den Buddha in Frage zu stellen.
    Dies kann jeder!!! selber nachprüfen, indem er seine Achtsamkeit schult
    und seinen Geist (vor allem in der Medi) betrachtet.
    Jeder wird zu dem selben Ergebnis kommen, wie der Buddha.

    Das ist ja das schöne am Buddha-Dhamma.
    Man braucht nichts Glauben.
    Man kann alles selber überprüfen und die Ergebnisse sind die Selben.

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Noreply
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    • 5. März 2014 um 11:17
    • #152

    Das mit dem töten/schlachten von Tieren ist für mich ein erster sehr wichtiger Schritt gewesen Dukkha zu verstehen.
    Ich habe das von meinem Opa gelernt. Ohne irgendwelche Ausreden zu töten. Das ist so und fertig.
    Obwohl ich schon über vierzig Jahre kein Tier mehr geschlachtet habe weiss ich noch ganz genau wie das gemacht wird, auch die geistige Haltung.
    Das Schlachten ist Technik, die geistige Haltung ist wesentlich wichtiger, seine Gedanken ausschließlich auf das Tier zu richten.
    Weiter möchte ich mich nicht dazu äußern, weil ich schon jetzt meinen Kopf rollen sehe.
    Der Henker ist der der noch nie Tiere geschlachtet hat und darum auch nicht, aus eigener Erfahrung, weiss wie schmerzhaft es ist bis man mit Mitgefühl töten kann.
    Ich habe nicht mehr darunter gelitten, doch unter der Verachtung derer die das Fleisch gegessen haben schon.
    Ich leide immer unter denen die glauben frei von Schuld zu sein. Und das ist für mich kein Dukkha denn das betrifft mich nicht mehr weil ich es erwähne aber nicht spüre.

  • Kusala
    Gast
    • 5. März 2014 um 11:28
    • #153
    Ellviral:

    unter denen die glauben frei von Schuld zu sein

    Wenn wir nicht karmisch Unheilsames aus Verblendung heraus taten, wären wir nicht wieder im Samsara aufgetaucht.

    Ich mag das Wort "Schuld" nicht so sehr.
    Es gibt heilsame Gedanken/Taten, unheilsame Gedanken/Taten und karmisch neutrale Gedanken/Taten.
    Heilsam und Unheilsam haben Konsequenzen (Saat und Ernte).
    Ursache bedingte Entstehung.
    Dazu gehört auch die Einsichtsfähigkeit eben unheilsame Dinge nicht mehr zu tun.
    Es ist wie es ist und alles darf so sein wie es ist.
    Keine Verurteilung von wem auch immer.

    ()

  • fotost
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    • 5. März 2014 um 13:36
    • #154
    Ellviral:

    ....
    Ich habe nicht mehr darunter gelitten, doch unter der Verachtung derer die das Fleisch gegessen haben schon.

    Liebe Grüße Helmut,

    was für ein richtiger Satz.

    Liebe, thailändische Buddhisten, die gerne bei jeder Gelegenheit Fleisch essen, das Schlachten aber gern unreinen Chinesen (oder ähnlichem Gesindel) überlassen. Politisch korrekte deutsche Supermarktkunden, die natürlich niemals ein Tier töten würden, aber sich auf den nächsten Grill-Abend freuen.
    (Hinweis http://www.chefkoch.de/rs/s0t32/grill…ch-Rezepte.html)

    Die Macht der Buddha Einsicht ist manchmal erschlagend

    Zitat


    Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll.
    Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung.
    Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden.
    Zum Erlöschen des Leidens führt der Edle Achtfache Pfad.

  • Verrückter
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    14. November 2012
    • 5. März 2014 um 14:42
    • #155

    Ein sehr interessanter Widerspruch, der gerade erkennbar wird. Es geht um die Ursache allen Übels - die Unwissenheit (bzw. Verblendung).

    Was ist Unwissenheit? Ist nicht letztendlich jeder Mensch zur unendlichen Unwissenheit verdammt und der Kreislauf aus dem dukkha daher letztendlich das Fort Knox des Buddhismus? Oder ist mit Unwissenheit nicht das Nicht-Wissen, sondern vielmehr das Nichtwissen-Wollen (Ignoranz/Ausschluss jeglicher Art) gemeint...

    Doch wohin führt so eine Ansicht im Zeitalter der Information, in der man die Möglichkeit hat mithilfe des Internets zu erkennen, dass man mit den eigenen Verhaltensweisen letztendlich auch an Massenmord, Krieg, Hungertod und uerträglichem Leid beteiligt ist? Ist unter solch gravierenden Umständen ein Weg der Mitte überhaupt möglich? Diese Antwort muss letztendlich wohl jeder für sich finden.

  • Noreply
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    • 5. März 2014 um 15:19
    • #156
    Verrückter:

    Ein sehr interessanter Widerspruch, der gerade erkennbar wird. Es geht um die Ursache allen Übels - die Unwissenheit (bzw. Verblendung).

    Was ist Unwissenheit? Ist nicht letztendlich jeder Mensch zur unendlichen Unwissenheit verdammt und der Kreislauf aus dem dukkha daher letztendlich das Fort Knox des Buddhismus? Oder ist mit Unwissenheit nicht das Nicht-Wissen, sondern vielmehr das Nichtwissen-Wollen (Ignoranz/Ausschluss jeglicher Art) gemeint...

    Doch wohin führt so eine Ansicht im Zeitalter der Information, in der man die Möglichkeit hat mithilfe des Internets zu erkennen, dass man mit den eigenen Verhaltensweisen letztendlich auch an Massenmord, Krieg, Hungertod und uerträglichem Leid beteiligt ist? Ist unter solch gravierenden Umständen ein Weg der Mitte überhaupt möglich? Diese Antwort muss letztendlich wohl jeder für sich finden.


    Entweder redest Du von Unwissenheit oder von Verblendung.
    Unwissenheit ist eben so. Verblendung ist meine Vorstellung die ich vertrete obwohl ich wissen kann das es nur meine Vorstellung ist und nicht das Wahrgenommene.
    Was ich berichtet habe ist mein Wahrgenommenes das sowohl an dem Wahrgenommenen meines Opa als auch an dem meines Onkels geprüft habe. Das Schlachten meines Onkels war eher eine Hinrichtung. Das hab ich mir nur ein Mal angetan. die Unwissenheit meines Opa war das er nicht erkennen konnte wie stark er mich formte, die Verblendung meines Onkels war das er was in den Topf haben wollte egal wie.

  • mukti
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    • 6. März 2014 um 10:07
    • #157
    Verrückter:

    Ein sehr interessanter Widerspruch, der gerade erkennbar wird. Es geht um die Ursache allen Übels - die Unwissenheit (bzw. Verblendung).

    Was ist Unwissenheit? Ist nicht letztendlich jeder Mensch zur unendlichen Unwissenheit verdammt und der Kreislauf aus dem dukkha daher letztendlich das Fort Knox des Buddhismus? Oder ist mit Unwissenheit nicht das Nicht-Wissen, sondern vielmehr das Nichtwissen-Wollen (Ignoranz/Ausschluss jeglicher Art) gemeint...

    Unwissenheit oder Verblendung (moha) ist dass wir die Dinge nicht klar sehen können, so wie sie sind. Der Geist ermöglicht kein Sehen der Wirklichkeit, sondern erzeugt eine Vorstellungswelt.

    Verrückter:


    Doch wohin führt so eine Ansicht im Zeitalter der Information, in der man die Möglichkeit hat mithilfe des Internets zu erkennen, dass man mit den eigenen Verhaltensweisen letztendlich auch an Massenmord, Krieg, Hungertod und uerträglichem Leid beteiligt ist? Ist unter solch gravierenden Umständen ein Weg der Mitte überhaupt möglich? Diese Antwort muss letztendlich wohl jeder für sich finden.

    Wenn der Geist gereinigt ist, können wir alles klar sehen wie es wirklich ist, dann sind die Fragen alle beantwortet. Man kann in diese Richtung hinarbeiten, nur wir selber können das tun, soweit es uns möglich ist. Dass diese Fragen in uns auftauchen ist bereits ein Zeichen dass sich der Schleier der Unwissenheit schon ein wenig zu lüften beginnt. Sonst würden wir einfach dahinleben ohne jemals an die Möglichkeit eines Erwachens zu denken.

    _()_

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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