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Mein Leben

  • Penpa
  • 25. Januar 2014 um 13:16
  • Zum letzten Beitrag
  • Penpa
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    • 25. Januar 2014 um 13:16
    • #1

    Ich möchte mein Leben verändern.
    Ich bin zu verbissen und schaffe dann gar nichts.Dann kommt die Verzweiflung.
    Ich bin zu ungeduldig.
    Ich möchte mehr Frieden ,Ruhe,Geduld,Mitgefühl,Gelassenheit und Liebe spüren.
    Ich möchte mehr Energie und nicht so oft die Trägheit in mir spüren und sie dann auch ausleben.

    Meine Wege dazu ,habe mich bis jetzt nicht weitergebracht.
    Ich habe lange gebetet,aber das war nur halbherzig.
    Ich habe eine Reikieinweihung,habe sehr lange jeden Tag Selbstbehandlung durchgeführt.Nichts habe ich dabei gespürt oder irgendetwas hat sich verändert.
    Diese Wege haben mich geleitet,aber ich kann diesen Weg nicht beschreiten.

    Ich möchte einen Weg für mich finden ohne das mich etwas von aussen leitet oder führt.

    Der Weg für mich soll sein,ich tue etwas.
    Passt der buddhistische Weg?

    Meine Frage scheint für einige merkwürdig klingen,aber ich kenne mich in diesem Thema noch zu wenig aus.

  • Syia
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    • 25. Januar 2014 um 13:24
    • #2
    Penpa:


    Der Weg für mich soll sein,ich tue etwas.
    Passt der buddhistische Weg?

    Du tust doch schon etwas. Im Moment lernst du Meditation. :D

    Ob der Weg für dich passt ? Das wird sich fügen oder auch nicht.

  • Ji'un Ken
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    • 25. Januar 2014 um 13:28
    • #3
    Penpa:

    ...Der Weg für mich soll sein,ich tue etwas.
    Passt der buddhistische Weg?...


    Nein.

    Du willst so viel tun, dass du gar nicht mehr zum Leben kommst.
    Wie wär's denn mit: "Der Weg für mich soll sein, ich kenn ihn nicht, aber ich geh in trotzdem."

    Bei deiner Idee ist der Weg doch schon vorgegeben und du willst ihm nur einen Namen geben. Und buddhistisch passt halt gerade so gut in deine Vorstellungswelt. Das ist nicht Sinn derÜbung. :)
    Aber könnte es nicht gerade darum gehen, die eigene Vorstellungswelt einmal hinter sich zu lassen?
    Ich bin so gut, ich bin so schlecht, ich will dieses und jenes....

  • Penpa
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    • 25. Januar 2014 um 13:33
    • #4
    Ji'un Ken:
    Penpa:

    ...Der Weg für mich soll sein,ich tue etwas.
    Passt der buddhistische Weg?...


    Nein.

    Du willst so viel tun, dass du gar nicht mehr zum Leben kommst.
    Wie wär's denn mit: "Der Weg für mich soll sein, ich kenn ihn nicht, aber ich geh in trotzdem."

    Bei deiner Idee ist der Weg doch schon vorgegeben und du willst ihm nur einen Namen geben. Und buddhistisch passt halt gerade so gut in deine Vorstellungswelt. Das ist nicht Sinn derÜbung. :)
    Aber könnte es nicht gerade darum gehen, die eigene Vorstellungswelt einmal hinter sich zu lassen?
    Ich bin so gut, ich bin so schlecht, ich will dieses und jenes....

    Ich kann auch ohne Name,kein Problem. Der Weg ist sicherlich nicht vorgeben,sonst wäre ich nicht hier.
    Ich habe keine Vorstellungswelt ,ich habe geschildert wie es mir geht.Und mir geht es nicht gut.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 25. Januar 2014 um 13:47
    • #5
    Penpa:

    ...Und mir geht es nicht gut.

    Dann hast du doch schon mal einen Ansatzpunkt.
    Auch dieses "mir geht es nicht gut" lässt sich in der Meditation betrachten.
    Buddhismus kein Allheilmittel. Vielleicht kannst du herausfinden, wo bei dir der Knackpunkt liegt. Für sich allein ist dies oft schwierig. Eine Gemeinschaft kann einen da unterstützen, ein guter Freund oder Freundin und manchmal auch ein Therapeut. Was bei dir hilfreich wäre, weiß ich nicht. Ich kenne dich ja nicht.
    Ich weiß nicht, mit welchem Inhalt du den Satz "mir geht es nicht gut" füllst.

    Auf mich wirkt das, was du schreibst sehr unzufrieden. Du möchtest unbedingt irgend etwas verändern und hast schon einiges probiert und probierst immer weiter.
    Nicht immer erreicht man eine Veränderung dadurch, dass man etwas tut. Manchmal muss man auch so einiges lassen.

    Was bei dir da sinnvoll ist, kann ich dir nicht sagen, da ich dich ja nicht kenne.

  • Doris
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    • 25. Januar 2014 um 13:52
    • #6

    Hallo Penpa,

    ich finde das erst mal gar nicht wichtig, ob die buddhistische Praxis als solche für Dich wichtig ist. Das kann niemand sagen, auch Du kannst das nicht wissen ohne damit zu beginnen.
    Was aber ganz ohne Religion usw. bei vielen Menschen hilft, das sind Entspannungstechniken, die von der buddhistischen Tradition inspiriert sind. Beispielsweise MBSR. Google mal ein wenig, dann findest Du sicher einige Informationen. Es gibt eine Reihe von Psychotherapeuten, die auch mit dieser Methode arbeiten. Oftmals finden Menschen, die z.B. MBSR geübt haben später einen Zugang zum Buddhismus. Aber das finde ich erst mal unwichtig. Und wie wäre es mit Yoga? Oder eine Kampfkunst, z.B. Tai Chi. Oder mit Chi Gong? Richtig geübt und mit einem wirklich qualifiziertem Lehrer ist das eine richtig tolle Sache, mehr als nur ein wenig Gymnastik.

    Eine ganz wunderbare Sache finde ich ist, den Kontakt zur Natur. Das kann ganz gemütlich angegangen werden.
    Mitgefühl kann sich auch entfalten, wenn wir uns mit Menschen beschäftigen, die unsere Hilfe benötigen, z.B. alte Menschen. Vielleicht eine regelmäßige aber nicht überfordernde Tätigkeit in einem Altersheim, z.B. einmal die Woche mit Leuten spazieren eben oder ihnen beim Essen helfen. Nur nicht zuviel am Anfang.

    Übrigens … hast Du Dich schon mal ärztlich untersuchen lassen im Hinblick auf Deine Trägheit? Das klingt absurd, weil es widersprüchlich ist, aber Nervosität und Trägheit können dieselbe Ursache haben, eines das andere bedingen bei bestimmten Erkrankungen.

    Wenn Du den Rat einer alten Frau hören möchtest: Geh es langsam an. Einen Schritt nach dem anderen. Scheitern ist übrigens ein Normalzustand und eine Grundvoraussetzung um zu lernen.

    Ganz liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Penpa
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    • 25. Januar 2014 um 20:49
    • #7
    Ji'un Ken:
    Penpa:

    ...Der Weg für mich soll sein,ich tue etwas.
    Passt der buddhistische Weg?...


    Nein.

    Du willst so viel tun, dass du gar nicht mehr zum Leben kommst.
    Wie wär's denn mit: "Der Weg für mich soll sein, ich kenn ihn nicht, aber ich geh in trotzdem."

    Bei deiner Idee ist der Weg doch schon vorgegeben und du willst ihm nur einen Namen geben. Und buddhistisch passt halt gerade so gut in deine Vorstellungswelt. Das ist nicht Sinn derÜbung. :)
    Aber könnte es nicht gerade darum gehen, die eigene Vorstellungswelt einmal hinter sich zu lassen?
    Ich bin so gut, ich bin so schlecht, ich will dieses und jenes....

    Merkwürdig das gleich nein gesagt wird.Ich habe schon einige Beiträge gelesen mit ähnlichen Problemen,da hast du anders geantwortet.
    Für mich soll es kein Allheilmittel sein,sondern mich bewusster werden lassen und einiges mit Gelassenheit hinnehmen lassen.Mich unterstützen und dadurch Veränderungen entstehen lassen.Oder auch nicht,dann ist es so.

    Und ausserdem denke ich ,dass viele die in nicht so guten Zeiten stehen,nach einer Richtung schauen,die evtl. passen könnte.

    Du beeinflusst mich jetzt nicht.Ich werde weiter machen und mich mit Buddhismus auseinandersetzen.

  • Penpa
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    • 25. Januar 2014 um 20:57
    • #8

    :evil:

    Doris Rasevic-Benz:

    Hallo Penpa,

    ich finde das erst mal gar nicht wichtig, ob die buddhistische Praxis als solche für Dich wichtig ist. Das kann niemand sagen, auch Du kannst das nicht wissen ohne damit zu beginnen.
    Was aber ganz ohne Religion usw. bei vielen Menschen hilft, das sind Entspannungstechniken, die von der buddhistischen Tradition inspiriert sind. Beispielsweise MBSR. Google mal ein wenig, dann findest Du sicher einige Informationen. Es gibt eine Reihe von Psychotherapeuten, die auch mit dieser Methode arbeiten. Oftmals finden Menschen, die z.B. MBSR geübt haben später einen Zugang zum Buddhismus. Aber das finde ich erst mal unwichtig. Und wie wäre es mit Yoga? Oder eine Kampfkunst, z.B. Tai Chi. Oder mit Chi Gong? Richtig geübt und mit einem wirklich qualifiziertem Lehrer ist das eine richtig tolle Sache, mehr als nur ein wenig Gymnastik.

    Eine ganz wunderbare Sache finde ich ist, den Kontakt zur Natur. Das kann ganz gemütlich angegangen werden.
    Mitgefühl kann sich auch entfalten, wenn wir uns mit Menschen beschäftigen, die unsere Hilfe benötigen, z.B. alte Menschen. Vielleicht eine regelmäßige aber nicht überfordernde Tätigkeit in einem Altersheim, z.B. einmal die Woche mit Leuten spazieren eben oder ihnen beim Essen helfen. Nur nicht zuviel am Anfang.

    Übrigens … hast Du Dich schon mal ärztlich untersuchen lassen im Hinblick auf Deine Trägheit? Das klingt absurd, weil es widersprüchlich ist, aber Nervosität und Trägheit können dieselbe Ursache haben, eines das andere bedingen bei bestimmten Erkrankungen.

    Wenn Du den Rat einer alten Frau hören möchtest: Geh es langsam an. Einen Schritt nach dem anderen. Scheitern ist übrigens ein Normalzustand und eine Grundvoraussetzung um zu lernen.

    Ganz liebe Grüße
    Doris

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    Er werde es langsam angehen lassen.

    Spazierengehen mache ich jeden Tag mit meinen Hunden.

    Ich muss jetzt grinsen,ich bin Krankenschwester und arbeite in der ambulanten Pflege.Also habe ich jeden Tag mit vielen älteren Menschen zu tun.

    Yoga habe ich lange gemacht und regelmässig,ist mir nicht bekommen,jedesmal war mir übel und ich habe sehr gefroren danach.

    Ich werde nicht zusätzlich noch etwas neues anfangen,da ich orientalischen Tanz mache.

    Ob Buddhismus richtig ist,keine Ahnung ,aber es spricht mich sehr an.

    Vielen Dank

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 25. Januar 2014 um 20:58
    • #9
    Penpa:

    ...Du beeinflusst mich jetzt nicht.Ich werde weiter machen und mich mit Buddhismus auseinandersetzen.

    :lol: Sehr gut.
    Dann mach weiter so und lass dich nie von deinem Weg abbringen. Es geht immer nur um dich.

  • Doris
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    • 25. Januar 2014 um 21:01
    • #10

    Hallo Penpa,

    bist Du ärgerlich geworden?

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Penpa
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    • 25. Januar 2014 um 21:08
    • #11
    Doris Rasevic-Benz:

    Hallo Penpa,

    bist Du ärgerlich geworden?

    Liebe Grüße
    Doris

    Nein überhaupt nicht.
    Das geschriebene Wort,ohne die Mimik des anderen zu sehen.

  • Doris
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    • 25. Januar 2014 um 21:14
    • #12

    Ok, gut … Ich dachte schon, wegen des Teufelchens. :D

    Mich interessiert das:
    Du schreibst, dass Du Krankenschwester bist. Und Du schreibst:

    Zitat

    Ich möchte mehr Frieden ,Ruhe,Geduld,Mitgefühl,Gelassenheit und Liebe spüren.
    Ich möchte mehr Energie und nicht so oft die Trägheit in mir spüren und sie dann auch ausleben.

    Hast Du den Eindruck, Du könntest bei der Arbeit das nicht in notwendigem Maße aufbringen und/oder bist Du womöglich auch erschöpft?

    Liebe Grüße
    Doris

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  • Penpa
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    • 25. Januar 2014 um 21:20
    • #13
    Doris Rasevic-Benz:

    Ok, gut … Ich dachte schon, wegen des Teufelchens. :D

    Mich interessiert das:
    Du schreibst, dass Du Krankenschwester bist. Und Du schreibst:

    Zitat

    Ich möchte mehr Frieden ,Ruhe,Geduld,Mitgefühl,Gelassenheit und Liebe spüren.
    Ich möchte mehr Energie und nicht so oft die Trägheit in mir spüren und sie dann auch ausleben.

    Hast Du den Eindruck, Du könntest bei der Arbeit das nicht in notwendigem Maße aufbringen und/oder bist Du womöglich auch erschöpft?

    Liebe Grüße
    Doris

    Ich bin erschöpft .Ausgepowert.

    Ich habe im letzten 1/2 Jahr eine Ausbildung zur QMB und QM gemacht und dabei auch gearbeitet.
    Teilweise habe ich 13 Tage gearbeitet und am 14 Tag Schule gehabt.

  • Penpa
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    • 25. Januar 2014 um 21:28
    • #14
    Ji'un Ken:
    Penpa:

    ...Du beeinflusst mich jetzt nicht.Ich werde weiter machen und mich mit Buddhismus auseinandersetzen.

    :lol: Sehr gut.
    Dann mach weiter so und lass dich nie von deinem Weg abbringen. Es geht immer nur um dich.

    Der Weg ist das Ziel. :)

  • Doris
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    • 25. Januar 2014 um 21:40
    • #15

    Boa! Das ist heftig.
    Dein Beruf ist schon anspruchsvoll genug – mein Mann ist Altenpfleger und ich bekomme das täglich mit, welche Herausforderung das ist, körperlich und psychisch, wenn man es einigermaßen ordentlich machen will.
    Dann auch noch eine Ausbildung zusätzlich ... Alle Achtung! Familie? Kinder?

    Ich kenne solche Lebensphasen sehr gut, aber dann geht halt nicht mehr und ich verlange das auch nicht von mir – Trägheit ist dann mein inneres Erholungsprogramm. Alles, was ich irgendwie unwichtig finde, das schiebe ich dann vor mich her, mittlerweile ohne schlechtes Gewissen. Wenn diese Phase dann beendet ist, kommt eine große Leere. Das ist nicht so wie bei einem einzelnen anstrengenden Tag oder eine Woche. Wenn der Zeitraum so lange dauert, dann dauert es eben bis Normalität zurückkehrt.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Penpa
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    • 26. Januar 2014 um 06:37
    • #16

    Hallo,
    ich bin verheiratet und habe 3 Hunde.
    Die 4 sind mein Ruhepol.

    Du hast Recht es ist so wie es ist.
    Und ich werde es jetzt einfach annehmen und nicht versuchen dagegen zu kämpfen.
    Nach dem Motto ,ich muss jetzt funktionieren ,für andere.

    Nein,ich bin so wie ich bin.

  • Penpa
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    • 26. Januar 2014 um 06:52
    • #17
    Penpa:

    Hallo,
    ich bin verheiratet und habe 3 Hunde.
    Die 4 sind mein Ruhepol.

    Du hast Recht es ist so wie es ist.
    Und ich werde es jetzt einfach annehmen und nicht versuchen dagegen zu kämpfen.
    Nach dem Motto ,ich muss jetzt funktionieren ,für andere.

    Nein,ich bin so wie ich bin.

    Ich bin eine die immer voll da war ,auf der Arbeit länger geblieben bin,eingesprungen und zusätzliche Arbeit gemacht habe.
    Das werde ich jetzt ändern
    Muss mein handeln und meine Gedanken aber noch erziehen. :D

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 26. Januar 2014 um 09:11
    • #18

    Für mich klingt das alles allzu bekannt. Wenn ich erschöpft bin, dann ziehen gern mal schwarze Wolken auf und geben allem eine bittere Note. Hab gelernt, diese Gedanken nicht mehr so sehr für voll zu nehmen. Gedanken und Einschätzungen sind nichts Unumstößliches und haben auch nicht unbedingt so viel mit der Realität zu tun, wie sie erscheinen.
    Meine wichtigste Methode, um aus so einem Pfuhl von Unzulänglichkeitsgefühlen heraus zu kommen: ich schaue immer drauf, was ich schon geschafft habe und lobe mich dafür. (Tut ja sonst keiner ;) )

    In Deinem Fall wäre es wohl auch sinnvoll, wenn Du Dich für's Ausruhen lobst, anstatt es "Trägheit" zu nennen. Man schimpft ja auch nicht mit einem Auto, wenn es zur Tankstelle muss (obwohl das bei diesen Benzinpreisen gerechtfertigt wäre.)

    Deinen Ansatz im Eingangsposting, wo Du schreibst, was Du alles willst, finde ich gut. Es ist notwendig zu wissen, was man will und nicht will. Nur muss man an solches nicht mit dem Gefühl des Mangels herangehen.
    Also, nicht immer drauf schauen, was alles noch nicht perfekt ist, sondern lieber sich selbst ermutigen, wenn man sieht, wo man schon mal die richtige Richtung genommen hat und welche Kleinigkeit heute mal gelungen ist.
    Darauf kann man dann viel besser aufbauen.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Doris
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    • 26. Januar 2014 um 09:29
    • #19
    Zitat

    Ich bin eine die immer voll da war ,auf der Arbeit länger geblieben bin,eingesprungen und zusätzliche Arbeit gemacht habe.
    Das werde ich jetzt ändern

    Ich bin auch so Eine. Weil es mir Freude macht so zu arbeiten. Weil ich es immer eigentlich für andere mache, für mich hauptsächlich deshalb, weil ich von was leben muss und ich an der Herausforderung Spaß habe. Diese Freude an der Arbeit, dieses Schenken meiner Fähigkeiten, hab ich mit der Muttermilch aufgesogen. In dieser Gesellschaft kann ich damit leicht in die Falle der Totalüberforderung geraten, wenn ich den Anspruch an mich habe, so zu funktionieren wie es der angenommene Durchschnitt tut (ich sag "angenommen", weil natürlich nur über den Ausschnitt berichten kann, den ich sehe). So habe ich mich Jahre lang mit Verve in die Arbeit gestürzt. Ich habe vergeblich versucht, es so zu machen, wie es mir jeder ans Herz gelegt hat. Aber wenn jemand kommt, und der benötigt seine Sachen einfach dringend, und da geht es um einen Haufen Geld, um Termine von Veranstaltungen, Ausstellungseröffnungen, Buchmessen usw., da kann ich das nicht auf morgen verschieben. Da muss ich durch. Und es ist neben der Anstrengung, auch ein tolles Gefühl, das Unmögliche möglich gemacht zu haben. Auf diesen Mega-Stress folgt eben eine große Befriedigung, und immer habe ich was Neues dazugelernt.

    Diese Allerweltstipps: "Du musst Nein sagen. Du musst pünktlich gehen. Du musst Dir mehr Pausen gönnen. Du musst alle Fünfe gerade sein lassen. ..." Ich habe immer versucht es so zu machen, aber das hat mich in große Bedrängnis gestürzt, denn das bin ich nicht und hat meinen Stress sogar noch verstärkt. Dass ich an diesen Ansprüchen gescheitert bin, hat mir mehr Kummer und Stress verursacht als die Arbeit.

    Irgendwann habe ich diese Faktoren akzeptiert: meine Haltung zur Arbeit, mein Temperament und die Bedingungen meines Berufes. Damit ich damit gut leben kann, habe ich dann die Konsequenzen gezogen und mich selbständig gemacht. Das war die Entscheidung einer Sekunde, ohne Netz und doppelten Boden. Ich kann nicht "von Nine to Five", das ist nicht mein Ding. Ich kann nicht einfach fürs Geld arbeiten – wenn es ginge, würde ich gar nichts verlangen. Ich kann es nicht "halb" machen und mit dem Gefühl von "lasst mich in Ruhe, heute ist Sonntag". Ich kann nicht mit dieser Taktung leben, sie ist für mich so künstlich wie die Uhrzeit. Und weil das alles nicht geht bei mir, ohne dass ich gegen mich lebe, habe ich es mir so eingerichtet, dass ich weitgehend mein eigenes Ding machen kann. Das ist wirklich Glück. Seitdem habe ich zwar immer noch Stress, klar, aber er läuft nicht mehr gegen mein Wesen, sondern steht im Einklang zu dem, was ich bin. Der Unterschied zu früher ist, dass ich es als meine Entscheidung betrachte mich so zu verhalten. Wenn ich einen Job für über die Nacht annehme, dann mache ich das, weil ich es will und akzeptiere diese Entscheidung, egal ob sie auf finanziellem Zwang beruht, die Umstände, dem Wunsch jemanden aus der Patsche zu helfen oder oder.

    Verstehst Du in etwa, was ich ausdrücken will?

    Das Wesentliche ist, ich habe mich und mein Temperament akzeptiert, die Umstände, die Berufsbedingungen usw. Ich versuche nicht mehr anders zu sein als ich bin. Seitdem liebe ich jeden Tag, und jeder ist wunderbar. Wenn ich Wurstverkäuferin wäre, dann wäre das genauso (das weiß ich, denn ich habe natürlich viele Jahre in allen möglichen Bereichen gejobbt, u. a. Grillhendl verkauft :D und mir hat jede Arbeit Spaß gemacht.) Ich würde meine Wurst mit Leidenschaft verkaufen, einen kleinen Plausch mit den Käufern halten, den Kindern eine Scheibe Gelbwurst reichen, die Leute über die Qualität und den Geschmack der Wurst beraten, mich um die Hygiene kümmern usw. In jeder Handlung drücke ich mich aus. Ich bin immer am richtigen Platz. Das ist der entspannende Faktor, den ich für mich entdeckt habe.

    Noch etwas: Es heißt immer, man vereinsamt, wenn man so viel arbeitet. Ich kann das nicht bestätigen.
    Jahrelang habe ich keine Verabredungen gehabt, bin nie ausgegangen, habe mich nie mit jemandem getroffen, da ich Termine ohnehin nicht einhalten konnte. Wenn ich frei hatte, mache ich Sport. Dennoch war ich niemals einsam. Dort wo ich war, waren überall Menschen, mit denen ich teilen konnte, den Kontakt zu meinen Freunden habe ich dann eben per Telefon gehalten, manchmal nur "Hallo. Ich wollte mich nur kurz melden und dir sagen, dass ich an dich denke."

    Ich schreibe das alles, weil meine eigenen Erfahrungen nicht mit der Ratgeberliteratur konform gehen und ich für mich erkannt habe, dass ich nicht irgendwelchen Vorstellungen entsprechen muss, und dass schon diese Erkenntnis genügt, um mich zu entspannen. Da hat sich äußerlich noch gar nichts geändert. Das geht nämlich oft genug überhaupt nicht. Dann erlebe ich, wie die Leute an diesen Vorstellungen scheitern und deshalb noch mehr leiden, statt in der momentanen Situation so gut zu leben wie es eben geht und alles rauszuholen: Das Leben ist ein Abenteuer.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 26. Januar 2014 um 10:06
    • #20

    Ja, danke Doris, die Entspannung beginnt im Kopf. :D
    _()_ Monika

  • ZENtrifugalkraft
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    • 26. Januar 2014 um 17:39
    • #21

    Ich ferndiagnostiziere dir mal einen (zumindest) latenten Burnout. Ergo eine stressinduzierte Depression. Die muss noch nicht vollsymptomatisch zum Tragen kommen, aber wenn du deinen bisherigen Weg so weiter beschreitest, wird sie dir vielleicht schon bald in ihren gesamten Facettenreichtum die Hand schütteln.
    Es ist nötig das du die Turbinen schnellstmöglich auf Umkehrschub stellst, denn sonst geht eines Tages garnichts mehr und DU bist der Pflegefall.
    Ich stimme Doris zu: Helfen, Geben, Arbeiten, ja sogar sich "hetzen"… kann durchaus entspannend sein und sofern du es tatsächlich gerne machst, bekommst du auch direkt etwas zurück, und sei es nur die intrinsische Rückmeldung "gut, das ich das gerade mache".
    Stress ist primär eine Bewertungsfrage und vom Aktivitätslevel nahezu unabhängig. Er beginnt wenn aus Helfen Ausgenutzfühlen, aus Geben ungewürdigte Selbstverständlichkeit, aus Arbeit Schinderei, aus "Machen" Termindruck… kurz wen aus Schaffen wollen Schaffen müssen wird. Halte dir immer vor Augen, das du auf Dauer nur Gutes tun kannst, wenn du dir selbst Gutes gönnst.
    Einer der brutalsten Stressoren ist Leistungsdruck. Permanent mit sich ins Gericht gehen, weil man Fähigkeit A, Tugend B, Eigenschaft C… nicht oder nur rudimentär hat, stresst nachhaltiger als 16 Stunden-Tage mit ausgewachsener Grippe. Es torpediert komplett dein Selbstvertrauen und unterminiert massiv dein Selbstwertgefühl.
    3 Monate hochintensiv exerziert und du bist ein mentales Wrack, das beim kleinsten Störgeräusch zusammenzuckt. Du musst nicht unbedingt zum Exzesser werden, bereits "normaler" Perfektionismus, über Jahrzehnte zelebriert, sichert dir einen Logenplatz in der Unzufriedenheits-Arena.
    Diese internen Stressoren, sind leider nicht schnell mittels Rotstift ausstreichbar. Und oft so tiefsitzend, das sie einstweilen Entspannung/Meditation unmöglich machen.
    Mit Leistungsdruck Entspannung erzwingen wollen, ist Feuer mit Öl löschen. Ich schätze einer der heilenden Effekte der Meditation besteht darin, das man irgendwann erkennt, das man mit weniger Wollen (neurotisches Erzwingen) mehr erreicht. Diese Erfahrung ist nichts anderes als ein Vertrauenszuwachs und daraus resultierend ein lockern des Kontrollzwanges. Es initiiert mglw. Transfer-Effekte auf das "richtige" Leben. Es schwächt das Kontrollverlangen und erhöht das (Ur) Vertrauen, was seinerseits in mehr Ruhe und Gelassenheit resultiert und final in mehr Zufriedenheit mündet.

    Wenn du es bisher den Anderen immer Recht gemacht hast und nun auf Basis der beiden Prämissen "ich kann mich nur dauerhaft gut um andere kümmern, wenn ich mich als erstes gut um mich kümmere" und "ich kann es nicht allen recht machen" dein Leben neu ausrichtest, solltest du ein paar Erwägungen beherzigen.
    Lass es behutsam angehen. Ansonsten könnte Inharmonie, Gezänk, Ärger, Manipulationen, Wut… dich mehr stressen, als du letztendlich gewinnst. Soziale Gebilde tendieren stark dazu die inhärente Hierarchie so statisch wie möglich zu halten. Und die meisten Menschen erwarten von uns Konsistenz. Das heisst, wenn ein äusserst hilfsbereiter Mensch von heute auf morgen plötzlich Nein sagt, zeigen sich nur die wenigsten verständnissvoll - dieser Mensch handelt erwartungs-unkonform, nachgerade unzuverlässlich. Oft wird kollektiv mit allen Mitteln versucht, ihn wieder "ordnungsgemäs" einzugliedern.
    Abhängig von Dauer des alten Status Quo, psychopatischer Energie, Verlustintensität und weiteren externen Faktoren, vor allem aber der Entschlusskraft und Vermittlungsgeschicklichkeit des "Revoluzzers" kann dieser Neugestaltungsprozess kurz oder lang, sanft oder heftig, fair oder giftig… werden. Auf die externen Faktoren hasst du keinen direkten Einfluss, wohl aber auf dich. Insbesondere wenn du zum anstauen und explosiven entladen, zur Wankelmütigkeit, zum Kleinbeigeben, zum schlechten gewissen… neigst. Virtuosen der Manipulationsklaviatur werden dich an deinen Achillesfersen packen.
    Es empfiehlt sich also dieses Szenario erstmal mental durchzuspielen und Reaktionen und Einwände zu antizipieren. Je kühler dein Kopf und je freundlicher, aber bestimmter du bist, umso schneller, schmerzfreier und schadensbegrenzter das Ganze.

  • Penpa
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    22. Januar 2014
    • 26. Januar 2014 um 18:55
    • #22

    Ich danke euch für die zahlreichen Antworten.

    Ich muss dies erst mal alles sacken lassen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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