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Regeln für Laienanhänger

  • Evolver
  • 5. Oktober 2008 um 12:26
  • Zum letzten Beitrag
  • Evolver
    Gast
    • 5. Oktober 2008 um 12:26
    • #1

    Ich suche das Sutra (ich weiß nicht, gibt es ein eigenes Sutra?) bzw. die Rede zu den fünf Regeln für Laienanhänger (nicht töten, lügen, stehlen, kein sexuelles Fehlverhalten und keine Drogen). Wie heißt es, wo kann ich das nachlesen?

  • Snake_Dance
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    • 5. Oktober 2008 um 12:32
    • #2

    Hallo Evolver,

    Zitat

    Eine Nonne - eine Klosterschülerin - ein männlicher oder weiblicher Novize - ein Laienjünger - eine Laienjüngerin, bei denen fünf Dinge anzutreffen sind, die gelangen, wie sie sichs erwirkt, zur Hölle. Welches sind diese fünf Dinge?

    Das Töten, das Nehmen von Nichtgegebenem, der Ehebruch (*1), das Lügen und der Genuß von Rauschmitteln.

    Wer aber von diesen Dingen absteht, der, o Mönche, gelangt, wie er sich's erwirkt, in himmlisches Dasein.

    (*1) kāmesu micchācāra, 'unrechter Wandel in Sinnenlüsten': Dies bezieht sich in diesem, auch im Orig. gekürzten Text offenbar nur auf die letztgenannten zwei Personengruppen; für die erst genannten vier gilt die Regel völliger Keuschheit.


    http://www.palikanon.com/angutt/a05_231-303.html#a_v286

    Liebe Grüße

    Durch Daseinslust gefesselt ist die Welt. Ihr Treibwerk das ist der Gedanke.
    Wenn man Begehren läßt, kann vom Nibbāna man dann sprechen.

  • nikaya
    Gast
    • 5. Oktober 2008 um 12:40
    • #3

    A.VIII. 25

    Zitat

    "Inwiefern aber, o Herr, ist man als Laienjünger sittenrein?"

    "Wenn, Mahānāma, der Laienjünger sich des Tötens enthält; wenn er sich davon enthält, Nichtgebenes zu nehmen; sich vom schlechten Wandel in Sinnenlüsten enthält; sich der Lüge enthält und des Genusses von Rauschmitteln, die Lässigkeit verursachen - insofern, Mahānāma, ist ein Laienjünger sittenrein."

    Quelle: http://www.palikanon.com/angutt/a08_021-030.html#a_viii25

    namaste,nikaya

  • Evolver
    Gast
    • 5. Oktober 2008 um 12:57
    • #4

    Ich danke euch beiden. Ich hatte gehofft, detailierte Erläuterungen zur Wichtigkeit der Regeln zu finden. Könnt ihr mir auch da weiter helfen? Ich würde gerne mit einem Menschen über den Punkt Rauschmittel sprechen, da ich der Meinung bin, Alkohol und Buddhismus passen nicht zusammen. Als "Gegenargument" kam das altbekannte "hin und wieder mal" und "nur in Maßen".
    Ich suche nun Darlegungen, die sich mit dem Thema befassen. Eventuell auch zum Thema sexuelles Fehlverhalten.

  • nikaya
    Gast
    • 5. Oktober 2008 um 13:14
    • #5
    Evolver:

    Ich würde gerne mit einem Menschen über den Punkt Rauschmittel sprechen, da ich der Meinung bin, Alkohol und Buddhismus passen nicht zusammen. Als "Gegenargument" kam das altbekannte "hin und wieder mal" und "nur in Maßen".
    Ich suche nun Darlegungen, die sich mit dem Thema befassen. Eventuell auch zum Thema sexuelles Fehlverhalten.

    Zum Thema "Sex" wurde hier schon einiges diskutiert:
    Wie ist Sila Nr. 3 zu interpretieren?

    Sexuelles Fehlverhalten im Mahayana

    Zum Thema Alkohol:
    http://www.phathue.de/buddhismus/gru…zum-buddhismus/

    Zitat

    Warum sollte man keine Drogen, Alkohol oder sonstige berauschenden Mittel zu sich nehmen?

    Nochmals sei darauf hingewiesen, dass Buddha nichts verboten hat, wohl aber Ratschläge und Hinweise gegeben hat. Buddha hat immer die Eigenverantwortung betont:

    Man muss für sich selbst entscheiden, ob man bereit ist, seinen Verstand zu benebeln.

    Wenn man Alkohol in einem gesunden Maß konsumieren könnte, ohne seiner geistigen und körperlichen Gesundheit zu schaden hätte Buddha sicherlich nichts dagegen. Doch wer kann schon sicher sagen, wann Alkohol uns gut tut und wann er sich bereits unheilsam auf Körper und Geist auswirkt? Wir wissen auch, wie unheilsam sich ein benebelter Geist für andere auswirken kann: Menschen unter Alkohol – oder Drogeneinfluss sind sich nicht mehr über ihre eigenen Handlungen und Gefühle im Klaren. Sie verletzen in diesen Zuständen nicht nur sich selbst, sondern oft auch andere. Das ist mit dem buddhistischen Weg nicht vereinbar. Buddha rät daher, Abstand von Rauschmitteln zu nehmen.


    Unser Geist ist schwach und gibt auf den ersten Blick angenehmen Verführungen wie Alkohol oder Drogen sehr schnell nach. Im Buddhismus geht es darum, Klarheit zu erlangen und die vollkommene Wahrheit zu erkennen. Wer seinen Geist aber mit Rauschmitteln benebelt, ihn unruhig und unklar hält, wird in dieser Richtung keinerlei Fortschritte machen.

    Alles anzeigen

    namaste,nikaya

  • gruenkern
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    8. Mai 2008
    • 5. Oktober 2008 um 13:15
    • #6

    Thich Nhat Hanh hat die sila ein wenig moderner und ausführlicher beschrieben, bei ihm heißen sie "Achtsamkeitsübungen":

    Zitat


    1. Achtsamkeitsübung

    Im Bewusstsein des Leids, das durch die Zerstörung von Leben entsteht, gelobe ich, Mitgefühl zu entwickeln und Wege zu erlernen, um das Leben von Menschen, Tieren, Pflanzen und Mineralien zu schützen. Ich bin entschlossen, nicht zu töten, das Töten durch andere zu verhindern und keine Form des Tötens zu dulden, sei es auf der Welt, in meinen Gedanken oder in meiner Lebensweise.

    2. Achtsamkeitsübung

    Im Bewusstsein des Leids, das durch Ausbeutung, soziale Ungerechtigkeit, Diebstahl und Unterdrückung entsteht, gelobe ich, liebevolle Güte zu entwickeln und Wege zu erlenen, die zum Wohlergehen der Menschen, Tiere, Pflanzen und Mineralien beitragen. Ich gelobe Großzügigkeiten zu üben, indem ich meine Zeit, Energie und materiellen Mittel mit denen teile, die sie wirklich brauchen. Ich bin entschlossen, nicht zu stehlen und mir nichts anzueignen, was anderen zusteht. Ich will das Eigentum anderer achten, aber auch andere davon abhalten, sich an menschlichem Leiden oder am Leiden anderer Lebensformen auf der Erde zu bereichern.

    3. Achtsamkeitsübung

    Im Bewusstsein des Leids, das durch sexuelles Fehlverhalten entsteht, gelobe ich, Verantwortungsgefühl zu entwickeln und Wege zu erlernen, die Sicherheit und Integrität von Individuen, Paaren, Familien und der Gesellschaft zu schützen. Ich bin entschlossen, keine sexuellen Beziehungen einzugehen, die nicht von Liebe und der Bereitschaft zu langfristigem Zusammensein getragen sind. Ich bin entschlossen, meine Bindungen und die Bindungen anderer zu respektieren, um unser aller Glück zu erhalten. Ich will alles tun, was in meiner Macht steht, um Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen und verhindern, dass Paare und Familien durch sexuelles Fehlverhalten auseinander brechen.

    4. Achtsamkeitsübung

    Im Bewusstsein des Leids, das durch unachtsame Rede und aus der Unfähigkeit, anderen zuzuhören, entsteht, gelobe ich, liebevolles Sprechen und tief mitfühlendes Zuhören zu entwickeln, um meinen Mitmenschen Freude und Glück zu bereiten und ihr Leid lindern zu helfen. In dem Wissen, dass Worte sowohl Glück als auch Leid hervorrufen können, gelobe ich, wahrhaftig und einfühlsam reden zu lernen und Worte zu gebrauchen, die Selbstvertrauen, Freude und Hoffnung fördern. Ich bin entschlossen, keine Neuigkeiten zu verbreiten, bevor ich nicht sicher bin, dass sie der Wahrheit entsprechen, und nichts zu kritisieren oder zu verurteilen, worüber ich nichts Genaues weiß. Ich will keine Worte gebrauchen, die Uneinigkeit oder Zwietracht säen oder zum Zerbrechen von Familien und Gemeinschaften beitragen können. Ich will mich stets um Versöhnung und um die Lösung aller Konflikte bemühen, so klein sie auch immer sein mögen.

    5. Achtsamkeitsübung

    Im Bewusstsein des Leids, das durch unachtsamen Umgang mit Konsumgütern entsteht, gelobe ich, für mich selbst, meine Familie und die Gesellschaft auf körperliche und geistige Gesundheit zu achten, indem ich achtsames Essen, Trinken und Konsumieren übe. Ich will nur das zu mir nehmen, was das Wohl und den Frieden meines Körpers und meines Geistes fördert und was ebenso der kollektiven körperlichen und geistigen Gesundheit meiner Familie und der Gesellschaft dient. Ich bin entschlossen, auf Alkohol oder andere Rauschmittel zu verzichten und keine Nahrungsmittel oder andere Dinge zu konsumieren, die mir schaden könnten, wie z.B. bestimmte Fernsehprogramme, Zeitschriften, Bücher, Filme und Gespräche. Ich bin mir bewusst, dass ich meinen Vorfahren, Eltern, der Gesellschaft und künftigen Generationen Unrecht tue, wenn ich meinen Körper und meinen Geist solch schädigenden Einflüssen aussetze. Ich will daran arbeiten, Gewalt, Angst, Ärger und Verwirrung in mir selbst und in der Gesellschaft zu transformieren, indem ich eine maßvolle Lebensweise übe. Mir ist bewusst, dass eine maßvolle Lebensweise entscheidend ist, für meine eigene Veränderung und die Veränderung der Gesellschaft.

    Alles anzeigen

    Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter.

    "If you can learn to make the mind still, it will be the greatest help to the world."
    (Ajahn Chah)

  • Snake_Dance
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    3. Juni 2007
    • 5. Oktober 2008 um 13:17
    • #7
    Evolver:

    Ich danke euch beiden. Ich hatte gehofft, detailierte Erläuterungen zur Wichtigkeit der Regeln zu finden. Könnt ihr mir auch da weiter helfen? Ich würde gerne mit einem Menschen über den Punkt Rauschmittel sprechen, da ich der Meinung bin, Alkohol und Buddhismus passen nicht zusammen. Als "Gegenargument" kam das altbekannte "hin und wieder mal" und "nur in Maßen".
    Ich suche nun Darlegungen, die sich mit dem Thema befassen. Eventuell auch zum Thema sexuelles Fehlverhalten.

    ...keine Ursache. Die Wichtigkeit liegt wohl darin, daß das konsumieren von Rauschmittel prinzipiell nicht zur Befreiung der Fesseln von Samsara dient, denn die Dinge klar zu sehen ist die grundlegende Voraussetzung dafür. In einem "benebelten" Zustand ist es nunmal deutlich schwieriger.

    Hier was aus dem Palikanon:

    Zitat

    Sechserlei Elend, Bürgersohn, bringt der Gebrauch von berauschenden und berückenden Getränken, betäubenden und betörenden Mitteln mit sich:

    * merkliche Geldeinbuße,
    * zunehmende Zänkerei,
    * kränkliches Befinden,
    * in üblen Ruf kommen,
    * Scham und Heimlichkeit preisgeben, und
    * an Weisheit lahm werden endlich zum sechsten noch.

    http://www.palikanon.de/digha/d31.html

    Liebe Grüße

    Durch Daseinslust gefesselt ist die Welt. Ihr Treibwerk das ist der Gedanke.
    Wenn man Begehren läßt, kann vom Nibbāna man dann sprechen.

  • byang.chub.sems
    Gast
    • 5. Oktober 2008 um 14:05
    • #8
    Evolver:

    Ich würde gerne mit einem Menschen über den Punkt Rauschmittel sprechen, da ich der Meinung bin, Alkohol und Buddhismus passen nicht zusammen. Als "Gegenargument" kam das altbekannte "hin und wieder mal" und "nur in Maßen".
    Ich suche nun Darlegungen, die sich mit dem Thema befassen.


    Darlegungen können keine zitiert werden. Es wurden aber bereits ausreichend Zitate gepostet, um zum Schluss zu kommen, dass Alkohol und Buddhismus grundsätzlich nicht zusammen gehen (von einzelnen Ritualen, in denen geringe Mengen als "gesegnete" "Essenzen" verwendet werden mal abgesehen).
    Aber der Umstand, dass das Thema überhaupt ein Diskussionsthema ist, kann zu denken geben. Alles, was Anhaftung erzeugt, alles was im weltlichen Bereich mit "Genuss" in Verbindung gebracht wird, wird notwendigerweise zum Diskussionsthema unter Laien-Buddhisten.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 5. Oktober 2008 um 16:54
    • #9
    byang.chub.sems:
    Evolver:

    Ich würde gerne mit einem Menschen über den Punkt Rauschmittel sprechen, da ich der Meinung bin, Alkohol und Buddhismus passen nicht zusammen. Als "Gegenargument" kam das altbekannte "hin und wieder mal" und "nur in Maßen".
    Ich suche nun Darlegungen, die sich mit dem Thema befassen.


    Darlegungen können keine zitiert werden. Es wurden aber bereits ausreichend Zitate gepostet, um zum Schluss zu kommen, dass Alkohol und Buddhismus grundsätzlich nicht zusammen gehen (von einzelnen Ritualen, in denen geringe Mengen als "gesegnete" "Essenzen" verwendet werden mal abgesehen).
    Aber der Umstand, dass das Thema überhaupt ein Diskussionsthema ist, kann zu denken geben. Alles, was Anhaftung erzeugt, alles was im weltlichen Bereich mit "Genuss" in Verbindung gebracht wird, wird notwendigerweise zum Diskussionsthema unter Laien-Buddhisten.

    Ich Grüsse Euch Ganz Rechtherzlich ,

    grüsst mir den Drugpa Künleg falls ihr ihn jemals treffen solltet .

    Mit Ganz Freundlichen Grüssen
    Dorje Sema

  • byang.chub.sems
    Gast
    • 6. Oktober 2008 um 08:24
    • #10
    Dorje Sema:


    grüsst mir den Drugpa Künleg falls ihr ihn jemals treffen solltet .


    Einer deiner Märchenhelden?

  • 05102008
    Gast
    • 6. Oktober 2008 um 10:58
    • #11

    Hallo Evolver,

    Suttanipata II, 14 (Vers 393-399) ist vielleicht hilfreich:

    Zitat

    Von Hausners Regel will ich euch nun sprechen.
    Befolgend sie, wird man ein rechter Jünger.
    Doch nicht ist's möglich, mit Besitz behaftet
    Des Mönchtums ganze Satzung zu erfüllen.

    Kein atmend Wesen soll er töten oder töten lassen
    Und billige es nicht, wenn andere töten.
    Er lasse von Gewalt bei allen Lebewesen,
    Bei starken und bei schwachen in der Welt.

    Dann soll ein Jünger gänzlich meiden
    Was irgend er als Nicht-Gegebenes weiß.
    Er stehle nicht und billige nicht das Stehlen.
    Was nicht gegeben, soll er gänzlich meiden.

    Unkeuschen Wandel meide der Verständige,
    Wie eine Kohlengrube, die in Flammen steht.
    Doch ist er nicht imstande, völlig keusch zu leben,
    An eines andern Weib soll er sich nicht vergehen.

    In der Gerichtsversammlung oder anderen Zusammenkünften,
    Auch einer zu dem anderen allein, soll Falsches nimmer sprechen.
    Zu falscher Rede stifte er nicht an und stimme solcher auch nicht zu.
    Alles, was unwahr, soll er gänzlich meiden.

    Berauschendes Getränk soll er nicht zu sich nehmen,
    Der Hausner, welcher dieser Lehre anhängt,
    Zum Trinken lade er nicht ein und stimme nicht den Trinkern zu.
    Denn er weiß wohl, daß dies in Wahnsinn endet.

    Im Rausche nämlich tun die Toren Übles,
    Verführen andere auch, die leicht sich gehen lassen.
    Man meide daher diese Quelle vieler Schuld,
    Solch Wahnsinn und Verblendung, die der Toren Freude.

    Alles anzeigen
  • Dorje Sema
    Gast
    • 6. Oktober 2008 um 12:11
    • #12
    byang.chub.sems:
    Dorje Sema:


    grüsst mir den Drugpa Künleg falls ihr ihn jemals treffen solltet .


    Einer deiner Märchenhelden?

    Ich Grüsse Dich Ganz Rechtherzlich byang.chub.sems

    Nein , nicht Drugpa Künleg - Keine Bange , die Position macht Dir keiner
    streitig :grinsen: !

    Mit Ganz Freundlichen Grüssen
    Dorje Sema

  • Silver
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    • 1. November 2008 um 18:34
    • #13

    Vielleicht sehe ich das ja als Anfänger viiiiieeeel zu locker, aber ...... Wenn der Buddhismus keine Religion ist, wieso wird dann aus dieser Alkoholgeschichte quasi ein Glaubensbekenntnis gemacht? Ich persönlich lasse mir jedenfalls mein Glas spanischen Rotwein zu einem schönen Essen nicht vermiesen. 8)

  • nikaya
    Gast
    • 1. November 2008 um 18:44
    • #14
    Silver:

    Wenn der Buddhismus keine Religion ist, wieso wird dann aus dieser Alkoholgeschichte quasi ein Glaubensbekenntnis gemacht?


    Einige mögen es als Glaubensbekenntnis ansehen und auch so handhaben. Es sollte aber mehr eine Sache der Erkenntnis sein. Achtsamkeit und Sinneszügelung ist mit benebelten Sinnen ungleich schwerer als ohne. :roll:

  • ByangChub
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    12. Oktober 2008
    • 1. November 2008 um 18:47
    • #15
    Silver:

    Vielleicht sehe ich das ja als Anfänger viiiiieeeel zu locker, aber ...... Wenn der Buddhismus keine Religion ist, wieso wird dann aus dieser Alkoholgeschichte quasi ein Glaubensbekenntnis gemacht? Ich persönlich lasse mir jedenfalls mein Glas spanischen Rotwein zu einem schönen Essen nicht vermiesen. 8)


    Erstens ist Buddhismus eine Religion und zweitens praktiziert man diese oder man lässt es bleiben. Wenn man sie aber praktizieren will, dann nicht indem man sich das rauspickt, was einem gefällt, und das bleiben lässt, was einem nicht gefällt.

    Es gibt eine Rechte Ansicht. Daneben gibt es Ansichten und Meinungen, die so zahlreich sind wie die Sandkörner am Ufer des Ganges. - Warum lehrt der Tathàgata was er lehrt? "Weil der Tathàgata Mitgefühl für die Wesen hat." MN58

  • Sacred
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    • 1. November 2008 um 19:00
    • #16

    http://www.palikanon.com/buddhbib/01wrt…wortbuddhas.htm

    Der Weg ist zwischen allen Gegensätzen und in der Veränderung. (Buddha)

  • accinca
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    • 1. November 2008 um 23:18
    • #17
    Sacred:

    Der Weg ist in der Veränderung und zwischen allen Gegensätzen. (Buddha)

    Genau, das ist der Weg den die Welt immer weiter geht.

  • Sacred
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    • 2. November 2008 um 01:54
    • #18
    accinca:
    Sacred:

    Der Weg ist in der Veränderung und zwischen allen Gegensätzen. (Buddha)

    Genau, das ist der Weg den die Welt immer weiter geht.

    Das ist meine Signatur :)

    Der Weg ist zwischen allen Gegensätzen und in der Veränderung. (Buddha)

  • gabi.voelkel
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    • 2. November 2008 um 11:32
    • #19

    Hallo Silver,

    Wie schon oft vorher zitiert wurde, geht es darum Erkenntnis zu erlangen. z.B. auch darüber dass das sinnliche Wohl ( also gut essen und trinken etc. ) nicht das letztendliche Wohl ist, sondern überwunden werden muss. Das kann man aber nur , wenn man das mit klarem Bewusstsein und durch Nachdenken erkannt hat. Und wenn man sich eben an sinnlichen Dingen "berauscht"- das kann ausser dem Alkohol auch Konsum von z.B. schlechten Filmen etc. sein - dann wird es einem schwer fallen, das wirkliche Wohl zu finden.

    Lb.Gruss
    gabi

    "Das bin ich nicht, das gehört mir nicht, das hat für mich kein Selbst"

  • Silver
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    • 2. November 2008 um 15:03
    • #20
    ByangChub:

    Erstens ist Buddhismus eine Religion und zweitens praktiziert man diese oder man lässt es bleiben. Wenn man sie aber praktizieren will, dann nicht indem man sich das rauspickt, was einem gefällt, und das bleiben lässt, was einem nicht gefällt.

    Diese Ganz-oder-gar-nicht-Strategie habe ich noch nie verstanden. Sowas gleitet nach meinem Empfinden einfach zu schnell in Fanatismus ab. Wenn man eine Religion/Philosophie nur ganz oder gar nicht ausüben kann (ich möchte hier nochmal betonen, dass ich erst angefangen habe, mich mit Buddhismus zu beschäftigen), dann gäbe es nur Mönche, Nonnen und Ungläubige. Das kann nicht funktionieren.

    @ Nikaya und die anderen Poster: Danke für Eure Erläuterungen. Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann lautet die Erkenntnis für mich im Moment, dass ich den Daseinskreislauf noch gar nicht überwinden will. Ich würde eher noch ein paar Leben dranhängen wollen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass meine Existenz so von Leid dominiert wird, dass ich das alles gleich abwerfen möchte. Eigentlich hab ich durchaus viel Spaß. Ich weiß nicht, ob das konkret im Gegensatz zur buddhistischen Lehre steht. Im Prinzip geht es - soweit ich es verstanden habe - ums Erreichen des Nirvana. Die Richtung ist also klar. Aber das Tempo ist doch nicht so direkt vorgeschrieben. Oder doch? :?:

  • nikaya
    Gast
    • 2. November 2008 um 15:14
    • #21
    Silver:

    Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann lautet die Erkenntnis für mich im Moment, dass ich den Daseinskreislauf noch gar nicht überwinden will. Ich würde eher noch ein paar Leben dranhängen wollen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass meine Existenz so von Leid dominiert wird, dass ich das alles gleich abwerfen möchte. Eigentlich hab ich durchaus viel Spaß. Ich weiß nicht, ob das konkret im Gegensatz zur buddhistischen Lehre steht. Im Prinzip geht es - soweit ich es verstanden habe - ums Erreichen des Nirvana. Die Richtung ist also klar. Aber das Tempo ist doch nicht so direkt vorgeschrieben. Oder doch? :?:


    Du must nichts. Wenn das Vergnügen am Dasein überwiegt ist es in der Tat schwer der Buddhalehre konsequent zu folgen. Aber, wie der Buddha sagte:
    "Es bleibt nicht so".

  • acinteyya
    Gast
    • 2. November 2008 um 15:19
    • #22
    Silver:
    ByangChub:

    Erstens ist Buddhismus eine Religion und zweitens praktiziert man diese oder man lässt es bleiben. Wenn man sie aber praktizieren will, dann nicht indem man sich das rauspickt, was einem gefällt, und das bleiben lässt, was einem nicht gefällt.

    Diese Ganz-oder-gar-nicht-Strategie habe ich noch nie verstanden. Sowas gleitet nach meinem Empfinden einfach zu schnell in Fanatismus ab. Wenn man eine Religion/Philosophie nur ganz oder gar nicht ausüben kann (ich möchte hier nochmal betonen, dass ich erst angefangen habe, mich mit Buddhismus zu beschäftigen), dann gäbe es nur Mönche, Nonnen und Ungläubige. Das kann nicht funktionieren.

    @ Nikaya und die anderen Poster: Danke für Eure Erläuterungen. Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann lautet die Erkenntnis für mich im Moment, dass ich den Daseinskreislauf noch gar nicht überwinden will. Ich würde eher noch ein paar Leben dranhängen wollen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass meine Existenz so von Leid dominiert wird, dass ich das alles gleich abwerfen möchte. Eigentlich hab ich durchaus viel Spaß. Ich weiß nicht, ob das konkret im Gegensatz zur buddhistischen Lehre steht. Im Prinzip geht es - soweit ich es verstanden habe - ums Erreichen des Nirvana. Die Richtung ist also klar. Aber das Tempo ist doch nicht so direkt vorgeschrieben. Oder doch? :?:

    alles braucht seine zeit. wenn es soweit ist, weiß man dass es soweit ist.
    Wie nikaya schon sagt: "Es bleibt nicht so."
    Nichts bleibt ewig so wie es ist.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 2. November 2008 um 15:22
    • #23
    nikaya:
    Silver:

    Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann lautet die Erkenntnis für mich im Moment, dass ich den Daseinskreislauf noch gar nicht überwinden will. Ich würde eher noch ein paar Leben dranhängen wollen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass meine Existenz so von Leid dominiert wird, dass ich das alles gleich abwerfen möchte. Eigentlich hab ich durchaus viel Spaß. Ich weiß nicht, ob das konkret im Gegensatz zur buddhistischen Lehre steht. Im Prinzip geht es - soweit ich es verstanden habe - ums Erreichen des Nirvana. Die Richtung ist also klar. Aber das Tempo ist doch nicht so direkt vorgeschrieben. Oder doch? :?:


    Du must nichts. Wenn das Vergnügen am Dasein überwiegt ist es in der Tat schwer der Buddhalehre konsequent zu folgen. Aber, wie der Buddha sagte:
    "Es bleibt nicht so".

    Grüss Dich Nikaya ,

    ' wie kann man da ankommen wo man" schon längst ist ' und erlangen
    was von jeher anfangslos ohne Mitte und Ende schon vorhanden war ?

    Mit lieben und herzlichen Grüssen
    Dorje Sema

  • nikaya
    Gast
    • 2. November 2008 um 15:36
    • #24
    Dorje Sema:


    Grüss Dich Nikaya ,

    wie kann man da ankommen wo man" schon längst ist ' und erlangen was von jeher anfangslos ohne Mitte und Ende schon vorhanden war ?


    Was meinst Du genau damit?

  • Sacred
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    Mitglied seit
    25. Oktober 2008
    • 2. November 2008 um 15:40
    • #25
    Silver:

    Diese Ganz-oder-gar-nicht-Strategie habe ich noch nie verstanden. Sowas gleitet nach meinem Empfinden einfach zu schnell in Fanatismus ab. Wenn man eine Religion/Philosophie nur ganz oder gar nicht ausüben kann (ich möchte hier nochmal betonen, dass ich erst angefangen habe, mich mit Buddhismus zu beschäftigen), dann gäbe es nur Mönche, Nonnen und Ungläubige. Das kann nicht funktionieren.

    Ich verstehe was du meinst und es ist auch in Ordnung sich nur einzelne Dinge raus zu picken oder sich nur langsam anzunähern, was meiner Ansicht nach eher dazu dienen sollte die edlen Wahrheit selbst zu erkennen/sehen (zuerst die Wahrheit vom Leiden). Wenn man aber nur einbisschen was macht, dann mag sich als buddhist bezeichnen und sich dabei gut fühlen, aber dabei geht man einen Weg, der möglicherweise nichts verbessert oder nur sehr wenig. Nun, wenn man noch nicht anders kann, dann ist das in Ordnung, niemand wird gedrängt oder gezwungen, jeder wird es sowieso auf seine Weise "leben" oder praktizieren.
    Nun ob das Leben wirklich leiden ist, wird ja schon einen anderem Tread diskutiert. Und es ist auch für viele schwer das zu sehen, wenn man gerade seine Utopie vor Augen hat und/oder verfolgt - aber jeder Zustand ist vergänglich, wie nikaya es bereits mit dem Zitat sagte. Ich werde es an dieser Stelle nicht weiter ausführen...

    Silver:

    Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann lautet die Erkenntnis für mich im Moment, dass ich den Daseinskreislauf noch gar nicht überwinden will. Ich würde eher noch ein paar Leben dranhängen wollen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass meine Existenz so von Leid dominiert wird, dass ich das alles gleich abwerfen möchte. Eigentlich hab ich durchaus viel Spaß.

    Es könnte in jedem Augenblick dir dein "Glück" und "Spass" weg genommen werden. Hast du dich selbst mal bei diesem Spass haben beobachtet? Was du denkst? Wie du dich verhälst? Was empfindest du? Was willst du in dem Moment nicht? Welchen Sinn hat es alles? Wenn ich Buddhas Lehre richtig verstanden habe (korregiert mich sonst), so hat es eben nur den Grund/Wirkung uns am "Leben" haften zu lassen, damit wir wieder und wieder geboren werden. Hast du schon mal von irgendwelcher Art Spass genug oder zu viel bekommen? Wir haften nicht nur an Spass, sondern auch daran, dass irgendwas falsch gemacht wird,wurde oder gemacht werden soll - nach unseren Vorstellungen.
    Leute, die eines Tages ihr Leid mehr oder weniger erkennen, müssen bitterlich darüber weinen was die doch früher gemacht haben.

    Silver:

    Ich weiß nicht, ob das konkret im Gegensatz zur buddhistischen Lehre steht. Im Prinzip geht es - soweit ich es verstanden habe - ums Erreichen des Nirvana. Die Richtung ist also klar. Aber das Tempo ist doch nicht so direkt vorgeschrieben. Oder doch? :?:

    Ich denke vorgeschrieben ist nichts. Aber in Buddha Lehre ist gewissermassen der "schnellste" und "beste", wahrscheinlich sogar der einzige Weg beschrieben. Man darf nur was er schreibt nicht falsch deuten und sich nicht in Illusionen und in eigenen Trieben wälzen.

    Mögen alle Lebenwesen ihr wahres Glück finden.

    Der Weg ist zwischen allen Gegensätzen und in der Veränderung. (Buddha)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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