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Ordensspaltung

  • Kusala
  • 24. Dezember 2013 um 08:48
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  • accinca
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    • 28. Dezember 2013 um 10:46
    • #26
    Losang Lamo:
    accinca:

    ....
    Wer sich bei falschen bzw. verkehrten Dingen anstrengt, ist schlechter dran,
    als der, der sich bei falschen Dingen nicht anstrengt.


    Ja, aber da geht es um eindeutig unheilsame Sachen, die karmisch negative Folgen bewirken. Also die "10 unheilsamen Handlungen" und dergleichen.
    Nicht um Spitzfindigkeiten in der Auslegung der Lehre. Nur ein kurzer Einwurf.


    Das kommt natürlich immer darauf an was man unter "Spitzfindig" versteht.
    Grundsätzlich halte ich es nicht für "Spitzfindig" wenn jemand
    glaubt man könne die Lehre auch völlig falsch verstehen
    und könnte immer noch ein Vorteil davon haben oder keine
    entsprechenden Nachteile.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 28. Dezember 2013 um 11:38
    • #27
    accinca:

    ...
    Das kommt natürlich immer darauf an was man unter "Spitzfindig" versteht.
    Grundsätzlich halte ich es nicht für "Spitzfindig" wenn jemand
    glaubt man könne die Lehre auch völlig falsch verstehen
    und könnte immer noch ein Vorteil davon haben oder keine
    entsprechenden Nachteile.


    Natürlich. Das Hoffen auf persönlichen Vorteil ist immer Glatteis, allerdings besonders, wenn er in Verbindung zum Nachteil für andere besteht. Das Problem ist nicht zwangsläufig der eigene Vorteil sonder ganz klar der Nachteil für andere. An "win-win"-Situationen ist nichts Anrüchiges.

    Was aber auch - unverhofft - sehr nach hinten losgehen kann (negative Folgen), ist wenn man sich leider nur einbildet, man hätte die Lehre als Einziger recht verstanden und alle anderen seien einfach nur unterbelichtet und minderbemittelt. Findet man sich in solch einer Situation vor, sollte man innehalten und gut nachdenken, ob Wahrnehmung und Wirklichkeit übereinstimmen.
    Dies schreibe ich ehrlich ganz allgemein und meine weder Dich, accinca, noch User perkele persönlich.
    Das Besserwissen ist ein allgemeines großes Problem, von dem ich selber nicht verschont bin.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • accinca
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    • 28. Dezember 2013 um 11:45
    • #28
    Losang Lamo:


    Was aber auch - unverhofft - sehr nach hinten losgehen kann (negative Folgen), ist wenn man sich leider nur einbildet, man hätte die Lehre als Einziger recht verstanden und alle anderen seien einfach nur unterbelichtet und minderbemittelt. Findet man sich in solch einer Situation vor, sollte man innehalten und gut nachdenken, ob Wahrnehmung und Wirklichkeit übereinstimmen. Dies schreibe ich ehrlich ganz allgemein und meine weder Dich, accinca, noch User perkele persönlich. Das Besserwissen ist ein allgemeines großes Problem, von dem ich selber nicht verschont bin.


    Du meinst sicher das "Autobahnsyndrom":
    Alle fahren in die verkehrte Richtung nur ich nicht.
    Was beim "Autobahnsyndrom" natürlich immer fatal ist,
    das mag auf die Lehre bezogen allerdings nicht immer so simpel sein.
    Aber rein theoretisch hat ja jeder die Möglichkeit zu lernen.

  • Doris
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    • 28. Dezember 2013 um 11:48
    • #29
    Zitat

    Ein Ordensspalter für Äonen lang
    gehört der Hölle an, der Abgrundwelt.
    An Zwist erfreut, ergeben falscher Lehre,
    irrt er vom Friedensziele immer weiter ab.

    Für mich sind Ordensspalter alle diejenigen, die einen Keil treiben zwischen die verschiedenen Richtungen. Das sind diejenigen, die das Trennende sehen und betonen, und nicht das Verbindende. Das sind diejenigen, die auf einer "reinen Lehre" bestehen und alle anderen exkommunizieren wollen.
    Sie stehen deshalb am Abgrund der Hölle, weil die wesentliche Aussage Buddhas, das alles im Geist entsteht, ignoriert wird. Sie baden sich in ihrer vermeintlichen Treue, wie alle Fundamentalisten. Ich habe leider noch nie beobachten können, dass ein Fundamentalist von seinen Annahmen abgelassen hat. Dazu fehlen ihm die Offenheit und die Erkenntnis über das eigene Funktionieren. Sein Fundamentalismus verstärkt das, so dass ein Ausweg kaum möglich wird. Er hat eine feindliche und abwehrende Haltung, diese Haltung kennt keinen Frieden, denn sie ist auf Abgrenzung und Verteidigung fixiert. Jede abweichende Meinung, Erfahrung, Auslegung, wird er als Angriff verstehen und sich immer weiter in seine Welt zurückziehen. Er wird für Äonen, und das ist eine verdammt lange Zeit, in seinem Saft schmoren.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • accinca
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    • 28. Dezember 2013 um 12:28
    • #30
    Doris Rasevic-Benz:

    Für mich sind Ordensspalter alle diejenigen, die einen Keil treiben zwischen die verschiedenen Richtungen. Das sind diejenigen, die das Trennende sehen und betonen, und nicht das Verbindende. Das sind diejenigen, die auf einer "reinen Lehre" bestehen und alle anderen exkommunizieren wollen.
    Sie stehen deshalb am Abgrund der Hölle, weil die wesentliche Aussage Buddhas, das alles im Geist entsteht, ignoriert wird. Sie baden sich in ihrer vermeintlichen Treue, wie alle Fundamentalisten. Ich habe leider noch nie beobachten können, dass ein Fundamentalist von seinen Annahmen abgelassen hat.


    Und was lernen wir daraus?
    Fundamentalist sind die wahren Ordensspalter und wer es glaubt wird selig.

  • nibbuti
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    • 28. Dezember 2013 um 14:14
    • #31
    Doris Rasevic-Benz:

    die wesentliche Aussage Buddhas, das alles im Geist entsteht,


    Unsinn, liebe Doris.

    Hier wurde die 1. Zeile des Dhammapada nicht richtig verstanden.

    Der Buddha sagte: "den Dingen geht der Geist voran". Yogacara sagt: "alles entsteht im Geist".

    Der Buddha lehrte hingegen an vielen Stellen, dass die Dinge, also Wahrnehmung, Empfindung usw. erst beim Kontakt von 3 Dingen entstehen:

    (1) Sinnestor, (2) Objekt, (3) Sinnesbewusstsein


    Doris Rasevic-Benz:


    Für mich sind Ordensspalter alle diejenigen, die einen Keil treiben zwischen die verschiedenen Richtungen. Das sind diejenigen, die das Trennende sehen und betonen, und nicht das Verbindende. Das sind diejenigen, die auf einer "reinen Lehre" bestehen und alle anderen exkommunizieren wollen.
    Sie stehen deshalb am Abgrund der Hölle, weil die wesentliche Aussage Buddhas, das alles im Geist entsteht, ignoriert wird. Sie baden sich in ihrer vermeintlichen Treue, wie alle Fundamentalisten. Ich habe leider noch nie beobachten können, dass ein Fundamentalist von seinen Annahmen abgelassen hat. Dazu fehlen ihm die Offenheit und die Erkenntnis über das eigene Funktionieren. Sein Fundamentalismus verstärkt das, so dass ein Ausweg kaum möglich wird. Er hat eine feindliche und abwehrende Haltung, diese Haltung kennt keinen Frieden, denn sie ist auf Abgrenzung und Verteidigung fixiert. Jede abweichende Meinung, Erfahrung, Auslegung, wird er als Angriff verstehen und sich immer weiter in seine Welt zurückziehen. Er wird für Äonen, und das ist eine verdammt lange Zeit, in seinem Saft schmoren.


    Basierend auf einem unvollständigen Verständnis der Buddhalehre (siehe oben) ist in diesem Text ein 'Strohmann-Trugschluss' vorhanden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument

    Zitat

    Es ist besser, ihr Bhikkhus, wenn ein ununterrichteter gewöhnlicher Mensch diesen Körper, der aus den vier groben Elementen gebildet ist, als sein Selbst annimmt, nicht aber das Denken.

    Warum das? Man sieht, ihr Bhikkhus, wie dieser Körper, der aus den vier groben Elementen gebildet ist, ein Jahr besteht, wie er zwei Jahre besteht, wie er drei Jahre besteht, wie er vier Jahre besteht, wie er fünf Jahre besteht, wie er zehn Jahre besteht, wie er zwanzig Jahre besteht, wie er dreißig Jahre besteht, wie er vierzig Jahre besteht, wie er fünfzig Jahre besteht, wie er ein Jahrhundert besteht, wie er noch länger besteht. Was aber da, ihr Bhikkhus, Denken heißt und Geist und Bewußtsein da entsteht bei Nacht und bei Tag eines und ein anderes wird aufgehoben.

    ~ Assutavā Sutta

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Doris
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    • 28. Dezember 2013 um 14:27
    • #32

    Ich habe die These des Sutras nicht widerlegt, sondern sie bestätigt, werter nibutti. Und meine Lesart dargelegt. Natürlich kannst Du das anders sehen.
    Und über den Rest musstest Du mich nicht belehren, das ist mir wohlbekannt. Aber Dank für die Wiederholung.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • nibbuti
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    • 28. Dezember 2013 um 14:35
    • #33
    Doris Rasevic-Benz:

    Ich habe die These des Sutras nicht widerlegt, sondern sie bestätigt


    Das ist zweifelhaft.

    (Begründung siehe oben.)

    Desweiteren ist "alles entsteht im Geist" so nie vom Buddha gelehrt worden, sondern eher ein Hintertürchen für den Glauben an ein Selbst.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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