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Wiedergeburt als Baum?

  • TenzinTashi
  • 28. September 2008 um 10:22
  • Zum letzten Beitrag
  • TenzinTashi
    Themenautor
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    Beiträge
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    20. September 2008
    • 28. September 2008 um 10:22
    • #1

    Hallo,

    hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, ob man auch als Baum oder Pflanze wiedergeboren werden kann?

    Gruß

    TenzinTashi

    O Sariputra - Die Form ist leer. Die Leere wird zur Form.

  • Equilibrium
    Gast
    • 28. September 2008 um 10:37
    • #2
    TenzinTashi:

    Hallo,

    hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, ob man auch als Baum oder Pflanze wiedergeboren werden kann?

    Gruß

    TenzinTashi


    Ich habe mir die Frage schon mal gestellt, ich bin mir sicher, dass dies möglich ist.
    Lieben Gruß

    Equilibrium _()_

  • Dorje Sema
    Gast
    • 28. September 2008 um 10:44
    • #3
    Equilibrium:
    TenzinTashi:

    Hallo,

    hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, ob man auch als Baum oder Pflanze wiedergeboren werden kann?

    Gruß

    TenzinTashi


    Ich habe mir die Frage schon mal gestellt, ich bin mir sicher, dass dies möglich ist.
    Lieben Gruß

    Equilibrium _()_

    Alles anzeigen

    Ich Grüss Euch Ganz Rechtherzlich Tenzin Tashi und Equilibrium ,

    soweit ich informiert bin verneinte der Buddha dies mit einer Begründung
    des Bewusstseins trotz Empfindungsfähigkeit von Pflanzen , müsste sich
    doch in einer Suchmaschine erfragen lassen ?
    Ich wünsche Euch weiterhin viel Freude und empfehle mich .

    Mit Ganz vielen Freundlichen Grüssen
    Dorje Sema

  • Buddhismus-N00b
    Gast
    • 28. September 2008 um 11:37
    • #4

    Ja, es ist möglich. Auch Pflanzen haben eine Seele, deswegen kann man auch als Pflanze wiedergeboren werden.

    Ich weis nicht mehr geenau, wo ich das gelesen habe, aber in einer Geschichte des Buddha, in dem er einige Kinder belehrte, das jeder der grausam zu anderen ist, selbst grausam behandelt werden wird, war der Buddha selbst ein Baum. Also müsste es eigentlich möglich sein, als Pflanze wiedergeboren zu werden.

    MfG Buddhismus-N00b

  • gruenkern
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    • 28. September 2008 um 11:44
    • #5
    Buddhismus-N00b:

    Ich weis nicht mehr geenau, wo ich das gelesen habe, aber in einer Geschichte des Buddha, in dem er einige Kinder belehrte, das jeder der grausam zu anderen ist, selbst grausam behandelt werden wird, war der Buddha selbst ein Baum. Also müsste es eigentlich möglich sein, als Pflanze wiedergeboren zu werden.


    Das stammt glaube ich aus einem Buch von Thich Nhat Hanh, indem er auch schreibt (wenn ich mich richtig erinnere), dass sich der Buddha an ein Leben als Stein zurückerinnern konnte. Auch eine schöne Daseinsform.

    "If you can learn to make the mind still, it will be the greatest help to the world."
    (Ajahn Chah)

  • Songhi
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    • 28. September 2008 um 19:33
    • #6
    gruenkern:
    Buddhismus-N00b:

    Ich weis nicht mehr geenau, wo ich das gelesen habe, aber in einer Geschichte des Buddha, in dem er einige Kinder belehrte, das jeder der grausam zu anderen ist, selbst grausam behandelt werden wird, war der Buddha selbst ein Baum. Also müsste es eigentlich möglich sein, als Pflanze wiedergeboren zu werden.


    Das stammt glaube ich aus einem Buch von Thich Nhat Hanh, indem er auch schreibt (wenn ich mich richtig erinnere), dass sich der Buddha an ein Leben als Stein zurückerinnern konnte. Auch eine schöne Daseinsform.

    Aber wie will er denn als Stein gestorben sein?

  • gruenkern
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    • 28. September 2008 um 19:48
    • #7
    Songhi:

    Aber wie will er denn als Stein gestorben sein?


    Ein Stein nutzt auch ab, bis er nur noch Sand ist :D
    Ich weiß aber nicht ob es möglich ist als Stein geboren zu werden. Hat ein Stein auch Begierde, Hass, Verblendung? Ich weiß es nicht.

    Übrigens: Laut Dieter Nuhr werden Buddhisten, welche sich unethisch verhalten haben als Spreewaldgurke wiedergeboren :lol:


    Aber back-to-topic: Eine Wiedergeburt als Baum kann ich mir vorstellen.

    "If you can learn to make the mind still, it will be the greatest help to the world."
    (Ajahn Chah)

  • Songhi
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    • 28. September 2008 um 20:11
    • #8

    Als Spreewaldgurke stelle ich mir auch echt unangenehm vor... :lol:

  • Tenzin.Dorje
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    • 28. September 2008 um 20:27
    • #9

    kein problem ihr werdet alle als computer wiedergeboren :lol:

  • Equilibrium
    Gast
    • 29. September 2008 um 09:15
    • #10
    Tenzin.Dorje:

    kein problem ihr werdet alle als computer wiedergeboren :lol:


    Also zunächst Stein, dann Sand, dann Silizium. :/ Ich kann mir erfreulicheres vorstellen! :D
    Da ist das Mensch-Sein schon wirklich weitaus besser, trotz aller Höhen und Tiefen! :)

    Lieben Gruß

    Equilibrium _()_

  • Evolver
    Gast
    • 29. September 2008 um 10:06
    • #11

    Ich denke es ist eine Frage der Ansicht. Ich kann mit dem sehr indisch geprägten Verständnis von Wiedergeburt nicht viel anfangen. Es gibt kein festes Selbst, kein 'Ich' das isoliert von anderen Dingen existiert, also nicht soetwas wie eine Seele im z.B. christlichen Sinn. Also was soll den wiedergeboren werden?

    'Mein Leben' hat nicht vor 25 Jahren begonnen, als ich aus dem Körper meiner Mutter kam. Die zwei Zellen, die Anstoß zu meiner Entwicklung gaben, lagen schon lang in den Körpern meiner Eltern. Darüber hinaus bin besteht mein Körper aus Pflanzen und Tieren und befindet sich im Kreislauf der Natur, es ist unvermeidlich, dass der Körper "stribt". Aber was heißt das schon, dass er stribt? Doch nur, dass er transformiert wird. Verwesung wird einsetzen, Würmer und Insekten verwerten ihn, er wird zu Erde, dann zu Pflanzen, Tieren usw.

    Und mein Geist, verhält es sich da anders? Wurde er geboren, kann er sterben? Unser Geist ist ebenso wenig von der Welt isoliert, wie es unser Körper ist. Er wird genährt von Wahrnehmungen, transformiert sich beständig, die Ergebnisse des Denkens beeinflussen alles, womit wir in Berührung kommen.

  • accinca
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    • 29. September 2008 um 12:41
    • #12
    Evolver:

    Ich denke es ist eine Frage der Ansicht. Ich kann mit dem sehr indisch geprägten Verständnis von Wiedergeburt nicht viel anfangen. Es gibt kein festes Selbst, kein 'Ich' das isoliert von anderen Dingen existiert, also nicht soetwas wie eine Seele im z.B. christlichen Sinn. Also was soll den wiedergeboren werden?

    'Mein Leben' hat nicht vor 25 Jahren begonnen, als ich aus dem Körper meiner Mutter kam. Die zwei Zellen, die Anstoß zu meiner Entwicklung gaben, lagen schon lang in den Körpern meiner Eltern. Darüber hinaus bin besteht mein Körper aus Pflanzen und Tieren und befindet sich im Kreislauf der Natur, es ist unvermeidlich, dass der Körper "stribt". Aber was heißt das schon, dass er stribt? Doch nur, dass er transformiert wird. Verwesung wird einsetzen, Würmer und Insekten verwerten ihn, er wird zu Erde, dann zu Pflanzen, Tieren usw.

    Und mein Geist, verhält es sich da anders? Wurde er geboren, kann er sterben? Unser Geist ist ebenso wenig von der Welt isoliert, wie es unser Körper ist. Er wird genährt von Wahrnehmungen, transformiert sich beständig, die Ergebnisse des Denkens beeinflussen alles, womit wir in Berührung kommen.

    Mit so einer Vorstellung kann man Wiedergeburt auch gar nicht
    verstehen, denn so eine Vorstellung von einer materiellen Basis
    des Lebens, liegt ihr auch nicht zugrunde.
    Was wiedergeboren werden soll wenn es kein Ich gibt, wenn nichts
    da ist mit dem man eine Person ein für alle Ewigkeit identifizieren
    und fest machen könnte, ist eine häufig gestellte Frage, so daß es
    schon verwunderlich ist, daß es dafür noch keine FAQ gibt. Jedenfalls
    keine die ich kenne.
    Man könnte sich schon Gedanken darüber machen was wohl dahinter
    steht, das es nicht allgemein bekannt ist, was da wiedergeboren wird,
    denn das wird ja schon in der dritten der vier Heilswahrheiten vom Buddha
    gelehrt und ja oft genug gesagt was da wiedergeboren wird.

    Jedenfalls auch wenn es kein Ich gibt, so lehrte der Buddha doch,
    das sich der jeweilige Durst der die eigentliche Ursache und Kraft des
    Lebens und Leides ist, sich von Dasein zu Dasein fortsetzt. Die
    Vorstellungen von ICH und MEIN sind alleine seine Folgen. Und so ist
    Wiedergeburt zu verstehen als die Fortsetzung der jeweiligen nach
    Befriedigung dürstenden Triebe und deren Wirkungen.

    "Und was, ihr Mönche, ist die Wurzel des Übels?
    Es ist dieses Begehren (Durst), das Wiedergeburt erzeugende,
    mit Lust-Gier verbundene, hier und dort sich erfreuende,
    nämlich das Begehren nach Sinnlichkeit, nach Dasein,
    nach Nichtsein. Dies, ihr Mönche, wird die 'Wurzel des Übels' genannt." S.22.31

    "Dieser Durst da, Bruder Visākho, der Wiederdasein säende,
    gnügensgierverbundene, bald da bald dort sich ergetzende,
    als da ist der Sinnlichkeitsdurst, der Daseinsdurst, der
    Nichtdaseinsdurst, das, Bruder Visákho, hat der Erhabene
    gesagt, ist die Enstehung der Persönlichkeit." M 44

    "Es ist dieser Durst, der Wiederdasein säende, gnügensgierverbundene,
    bald da bald dort sich ergetzende.
    Weil er ergetzt ist, sich anschließt, sich verlocken läßt, das Labsal
    beharrlich erspäht, schichten sich ihm die fünf Daseinsgruppen weiterhin
    auf; und sein Durst, der Wiederdasein säende, gnügensgierverbundene,
    bald da bald dort sich ergetzende, der wächst ihm weiter.

    Dem wachsen körperliche Spaltungen weiter, wachsen geistige Spaltungen
    weiter, wachsen körperliche Qualen weiter, wachsen geistige Qualen weiter,
    wachsen körperliche Brünste weiter, wachsen geistige Brünste weiter; und
    körperlichen Schmerz und geistigen Schmerz erfährt er an sich. " M 149

    mfg.
    accinca

    Einmal editiert, zuletzt von accinca (29. September 2008 um 14:02)

  • gruenkern
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    • 29. September 2008 um 13:05
    • #13

    Hier versucht Bhikkhu Bodhi die Wiedergeburt anhand des alten Beispiels der Kerze(n) zu erklären: http://www.beyondthenet.net/dhamma/rebirth.htm

    "If you can learn to make the mind still, it will be the greatest help to the world."
    (Ajahn Chah)

  • Evolver
    Gast
    • 29. September 2008 um 13:07
    • #14

    accinca
    Da liegen wir doch garnicht so weit auseinander. Wo siehst du den Widerspruch?

  • accinca
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    • 29. September 2008 um 14:04
    • #15
    Evolver:

    accinca
    Da liegen wir doch garnicht so weit auseinander. Wo siehst du den Widerspruch?

    War von Widerspruch die Rede?

    mfg.
    accicna

  • Evolver
    Gast
    • 29. September 2008 um 15:38
    • #16
    accinca:
    Evolver:

    accinca
    Da liegen wir doch garnicht so weit auseinander. Wo siehst du den Widerspruch?

    War von Widerspruch die Rede?

    mfg.
    accicna

    Du zittierst meine Antwort, schreibst dann ...
    "Mit so einer Vorstellung kann man Wiedergeburt auch gar nicht verstehen"
    ... und bringst dann eine Erläuterung.

    Wie anders soll ich das verstehen, als dass du anderer Auffassung seist, wie ich?

  • Akuma
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    • 29. September 2008 um 16:54
    • #17

    Zur Ursprungsfrage:
    Weiss nicht ob es jmd. überprüfen kann oder will -> Milindapanha III.5 Rukkha a-cetana bhavapanha.

  • accinca
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    • 29. September 2008 um 21:57
    • #18
    Evolver:
    accinca:

    War von Widerspruch die Rede?

    mfg.
    accicna

    Du zittierst meine Antwort, schreibst dann ...
    "Mit so einer Vorstellung kann man Wiedergeburt auch gar nicht verstehen"
    ... und bringst dann eine Erläuterung.

    Wie anders soll ich das verstehen, als dass du anderer Auffassung seist, wie ich?

    Ja und wie weit liegen wir auseinander?

    du schriebst ja:
    "Ich kann mit dem sehr indisch geprägten Verständnis von Wiedergeburt nicht viel anfangen. Es gibt kein festes Selbst, kein 'Ich' das isoliert von anderen Dingen existiert, also nicht soetwas wie eine Seele im z.B. christlichen Sinn. Also was soll den wiedergeboren werden?"

    Dies klang sehr danach, das du nicht mit Wiedergeburt rechnetest.

    mfg.
    accinca

  • Evolver
    Gast
    • 30. September 2008 um 08:48
    • #19
    accinca:

    Dies klang sehr danach, das du nicht mit Wiedergeburt rechnetest.


    Ich rechne nicht in dem Sinne mit Wiedergeburt, wie manche Leute glauben, sie seien einmal diese oder jene Person gewesen. Meine Charakteristika mögen sich fortsetzen, mein Streben und Mühen und Begehren. Eben so wie es beschrieben ist. Aber ich glaube nicht, dass dies im Zusammenhang mit dem Ende meines Lebens steht. Solange ich dem Durst (ich übernehme mal dieses Ausdruck der Deutlichkeit wegen) folge, säe ich ihn aus, denn er ist irgendwie wie eine Kettenreaktion. Doch das passiert zu Lebzeiten. Die Wiedergeburt bezieht sich auf das Begehren, welches ständig wiedergeboren nicht, nicht den, der das Begehren empfindet.

  • accinca
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    • 30. September 2008 um 17:30
    • #20
    Evolver:
    accinca:

    Dies klang sehr danach, das du nicht mit Wiedergeburt rechnetest.


    Ich rechne nicht in dem Sinne mit Wiedergeburt, wie manche Leute glauben, sie seien einmal diese oder jene Person gewesen. Meine Charakteristika mögen sich fortsetzen, mein Streben und Mühen und Begehren. Eben so wie es beschrieben ist. Aber ich glaube nicht, dass dies im Zusammenhang mit dem Ende meines Lebens steht. Solange ich dem Durst (ich übernehme mal dieses Ausdruck der Deutlichkeit wegen) folge, säe ich ihn aus, denn er ist irgendwie wie eine Kettenreaktion. Doch das passiert zu Lebzeiten. Die Wiedergeburt bezieht sich auf das Begehren, welches ständig wiedergeboren nicht, nicht den, der das Begehren empfindet.

    Nicht den der das Begehren empfindet?
    Wer soll das denn sein? Es gibt zwar das
    Empfinden von Begehren auf Grund eben
    des Begehrens, aber keinen der es jetzt
    empfindet. Trotzdem wird es so gedacht und
    empfunden als sei jetzt ein Empfinder vorhanden.
    Genau das passiert Aufgrund von Begehren und
    Nichtwissen und genau das ist im nächsten Leben
    auch so. Immer wieder entsteht die Empfindung
    eines Empfinders - so wie jetzt auch und jeden
    Morgen neu - ja in jedem Augenblick neu und im
    nächsten Leben auch neu usw. usw. Jede Wiedergeburt
    erscheint genau so viel und genau so wenig real
    wie die gegenwärtige auch.

    mfg.
    accinca

  • Evolver
    Gast
    • 1. Oktober 2008 um 10:31
    • #21
    accinca:

    Nicht den der das Begehren empfindet?
    Wer soll das denn sein? Es gibt zwar das
    Empfinden von Begehren auf Grund eben
    des Begehrens, aber keinen der es jetzt
    empfindet. Trotzdem wird es so gedacht und
    empfunden als sei jetzt ein Empfinder vorhanden.
    Genau das passiert Aufgrund von Begehren und
    Nichtwissen und genau das ist im nächsten Leben
    auch so. Immer wieder entsteht die Empfindung
    eines Empfinders - so wie jetzt auch und jeden
    Morgen neu - ja in jedem Augenblick neu und im
    nächsten Leben auch neu usw. usw. Jede Wiedergeburt
    erscheint genau so viel und genau so wenig real
    wie die gegenwärtige auch.

    mfg.
    accinca

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    Darüber muss ich ein bisschen nachdenken. Aber wie ist das: Stimmst du mir in dem Punkt zu, dass Wiedergeburt nichts ist, was nach dem (körperlichen) "Tod" (im klassichen Sinn) geschieht, sondern jederzeit? Es ist ja in dem Sinne nicht "mein Begehren", sondern einfach nur "Begehren".

  • accinca
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    • 1. Oktober 2008 um 16:42
    • #22
    Evolver:
    accinca:

    Dies klang sehr danach, das du nicht mit Wiedergeburt rechnetest.


    Ich rechne nicht in dem Sinne mit Wiedergeburt, wie manche Leute glauben, sie seien einmal diese oder jene Person gewesen. Meine Charakteristika mögen sich fortsetzen, mein Streben und Mühen und Begehren. Eben so wie es beschrieben ist. Aber ich glaube nicht, dass dies im Zusammenhang mit dem Ende meines Lebens steht. Solange ich dem Durst (ich übernehme mal dieses Ausdruck der Deutlichkeit wegen) folge, säe ich ihn aus, denn er ist irgendwie wie eine Kettenreaktion. Doch das passiert zu Lebzeiten. Die Wiedergeburt bezieht sich auf das Begehren, welches ständig wiedergeboren nicht, nicht den, der das Begehren empfindet.

    Wie auch immer, jedenfalls lehrte der
    Buddha ja ganz klar:

    „Solchen Gemütes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt,
    geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtet und lenkt er das Gemüt
    auf die erinnernde Erkenntnis früherer Daseinsformen.

    So kann er sich an manche verschiedene frühere Daseinsform erinnern,
    als wie an ein Leben, dann an zwei Leben, dann an drei Leben, dann an
    vier Leben, dann an fünf Leben, dann an zehn Leben, dann an zwanzig
    Leben, dann an dreißig Leben, dann an vierzig Leben, dann an fünfzig
    Leben, dann an hundert Leben, dann an tausend Leben, dann an
    hunderttausend Leben, dann an die Zeiten während mancher Weltenentstehungen,
    dann an die Zeiten während mancher Weltenvergehungen, dann an die
    Zeiten während mancher Weltenentstehungen - Weltenvergehungen.

    'Dort war ich, jenen Namen hatte ich, jener Familie gehörte ich an,
    das war mein Stand, das mein Beruf, solches Wohl und Wehe habe ich
    erfahren, so war mein Lebensende; dort verschieden trat ich anderswo
    wieder ins Dasein: da war ich nun, diesen Namen hatte ich, dieser
    Familie gehörte ich an, dies war mein Stand, dies mein Beruf, solches
    Wohl und Wehe habe ich erfahren, so war mein Lebensende; da
    verschieden trat ich hier wieder ins Dasein': so erinnert er sich mancher
    verschiedenen früheren Daseinsform, mit je den eigentümlichen Merkmalen,
    mit je den eigenartigen Beziehungen.

    „Gleichwie etwa, großer König, wenn ein Mann von seinem Orte nach
    einem anderen Orte ginge und von diesem Orte wieder nach einem anderen
    Orte und von diesem Orte nach seinem eigenen Orte zurückkehrte; der
    sagte sich nun: 'Ich bin von meinem Orte nach jenem Orte gegangen,
    dort bin ich also gestanden, also gesessen, habe also gesprochen, also
    geschwiegen; von jenem Orte bin ich aber nach diesem Orte gegangen,
    da bin ich nun also gestanden, also gesessen, habe also gesprochen, also
    geschwiegen; dann bin ich von diesem Orte nach meinem eigenen Orte
    wieder zurückgegangen': ebenso auch, großer König, kann nun der Mönch
    sich an manche verschiedene frühere Daseinsform erinnern, mit je den
    eigentümlichen Merkmalen, mit je den eigenartigen Beziehungen. Das
    aber, großer König, ist ein sichtbarer Lohn der Asketenschaft, vortrefflicher
    noch und erlesener als es der frühere war. (D 2)

    mfg.
    accinca

  • 05102008
    Gast
    • 5. Oktober 2008 um 17:10
    • #23
    TenzinTashi:

    hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, ob man auch als Baum oder Pflanze wiedergeboren werden kann?

    Hallo TenzinTashi,

    der Buddha spricht von 5 Daseinsbereichen, in denen Wiedergeburt stattfinden kann*: Hölle, Tierreich, Gespensterwelt, Menschenwelt, Himmelswelt. Die Pflanzenwelt gehört nicht dazu. Allerdings soll es Himmelswesen geben, die in Pflanzen wohnen**.

    Viele Grüße

    * siehe z. B. Majjhimanikaya 12
    ** siehe z. B. Majjhimanikaya 45

  • Mabuttar
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    16. September 2008
    • 13. Oktober 2008 um 19:16
    • #24

    Richtig! Wiedergeburt nur als Wesen, nicht als Pflanze oder Stein, Pflanzen handeln nicht, sondern werden behandelt, sie haben keinen Geist sag ich mal, sie sind programmiert. Sie haben das Programm zu sterben und reichen Nachwuchs oder Nahrung zu geben.

    Beispiel auch: Rose von Jericho, kippt man wasser drauf, lebt es, lässt man es trocknen "stirbt" es, tränkt man wieder, wirds grün und "lebt"............

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • Buddhismus-N00b
    Gast
    • 13. Oktober 2008 um 20:29
    • #25
    Mabuttar:

    Richtig! Wiedergeburt nur als Wesen, nicht als Pflanze oder Stein, Pflanzen handeln nicht, sondern werden behandelt, sie haben keinen Geist sag ich mal, sie sind programmiert. Sie haben das Programm zu sterben und reichen Nachwuchs oder Nahrung zu geben.

    Beispiel auch: Rose von Jericho, kippt man wasser drauf, lebt es, lässt man es trocknen "stirbt" es, tränkt man wieder, wirds grün und "lebt"............


    Das gleiche könnte man aber auch von Tieren und letztendlich auch von Menschen sagen.

    Ich glaube man kann auch als Pflanze wiedergeboren werden, da sie ja auch Lebewesen sind und auch ihr eigenes Bewusstsein haben, was neue Studien beweisen. Auserdem können Pflanzen ebenfalls leiden und sich gut fühlen, ebenfalls "anhaften" und "loslassen". Nach einer sehr vagen Theorie können Pflanzen sogar denken, und sind sogar so intelligent wie "niedere Lebewesen" (hier nur wegen dem Fachbegriff in der Naturwissenschaft so bezeichnet).

    Die Sutra über die 4 Daseinsbereiche findet man übrigens auch nicht in jeder Buddhistischen Schule.


    In diesem Thema stellt sich dazu auch noch zusätzlich die Frage, was man unter Wiedergeburt versteht, aber dafür gibt´s ´nen anderen Thread. ;)

    MfG N00b :)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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