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Abdriftung bei der Achtsamkeitsmeditation

  • Schnolsch
  • 16. Juni 2013 um 10:57
  • Zum letzten Beitrag
  • Schnolsch
    Themenautor
    Punkte
    180
    Beiträge
    31
    Mitglied seit
    31. Mai 2013
    • 16. Juni 2013 um 10:57
    • #1

    Hallo Freunde des zufrieden Lächelnden,

    ich praktiziere Achtsamkeitsmeditation seit circa 2, 3 Monaten und konnte nach einer gewissen Zeit von 10 Minuten vielleicht 5 achtsam sein.
    Egal, ob ich auf Gedanken achtete, auf Geräusche oder auf die Atmung.
    Aber mittlerweile habe ich mich verschlechtert, drifte alle paar Sekunden ab, abends schneller als morgens.
    Bei der Achtsamkeitsübung, wo man auf die Atmung achtet, verwickel ich mich ständig in belanglosen Gedanken, sage mir dann: dies und das mach ich dann so und so, bis ich wieder einmal merke, dass ich abgedriftet bin.
    Der Tipp "Immer wenn du merkst, dass du abdriftest, fokusierst du dich wieder auf das Gedankenbeobachten" funktioniert bei mir nicht so gut.
    Ich mache es zwar (welche andre Möglichkeit bleibt mir auch?), aber es bessert sich nicht.

    Ich kenne zwei Tipps, die ich noch nicht ausprobiert habe: Gedankenzählen und Gedankenbenennen.
    Beides werde ich demnächst ausprobieren, aber so oder so, würde ich gern mehr Meinungen dazu hören.

    mit Grüßen, Schnolsch

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 11:04
    • #2

    Das, was du da erlebst, ist völlig normal. Hab Geduld und übe weiter. Du nimmst nur immer besser wahr, was gerade los ist.
    Setz dich nicht unter Druck.
    Einen Grashalm kann man nicht in die Länge ziehen. Man muss ihn wachsen lassen.
    Mal sehen, wie es in ein paar Jahren aussieht. :D

  • indolariawest
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 12:04
    • #3
    Schnolsch:


    Bei der Achtsamkeitsübung, wo man auf die Atmung achtet, verwickel ich mich ständig in belanglosen Gedanken, sage mir dann: dies und das mach ich dann so und so, bis ich wieder einmal merke, dass ich abgedriftet bin.

    Du driftest schnell ab, weil dein Fokus zu stark und eingeengt ist. Kräftige Einspitzigkeit unterdrückt klarerweise das was kommen will. Das sammelt sich dann eben an, erreicht eine kritische Masse und bricht durch. Ein zu starker Fokus lässt sich eben nicht lange halten. Geh' einfach etwas natürlicher an die Sache ran. Du weißt wenn du atmest? Genau dieses Gewahrsein ist gemeint. Bleib dabei und lass dadurch kommen was will. Unterdrückst du, wirst du nichts lernen und die Praxis ist für die Katz'.

    Tip für Angestrengte

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 15:53
    • #4
    Schnolsch:


    ...
    Aber mittlerweile habe ich mich verschlechtert, drifte alle paar Sekunden ab, abends schneller als morgens.
    Bei der Achtsamkeitsübung, wo man auf die Atmung achtet, verwickel ich mich ständig in belanglosen Gedanken, sage mir dann: dies und das mach ich dann so und so, bis ich wieder einmal merke, dass ich abgedriftet bin.
    ...

    Hallo Schnolsch,
    ich übe dies schon Jahre und drifte immer wieder ab. Gerade dadurch wurde mir ja bewusst, wie stark der "Affengeist" ist. Ich mach mir da nichts mehr draus, lass Gedanken kommen und gehen und registrier dies immer wieder. Der Moment, in dem Dir klar wird, dass Du "abdriftest" ist Achtsamkeit. Es geht hier nicht um einen Rekord, es geht um Einsicht in das Wesen der Dinge und es geht darum, sich bewusst zu werden, wann Du "ergreifst" und Dich davon vereinnahmen lässt. Nur Gedankenketten zu haben, sich immer wieder dieser Abläufe bewusst zu werden, ist kein Problem. Deshalb bin ich ja auch dankbar darüber geworden, wenn ich mich stoße oder etwas vergessen habe, weil es mir zeigt, wie weit ich schon wieder "abgedriftet" oder unbewusst bin. Diese Übung führt immerhin dazu, dass ich bei Überraschungseffekten nicht mehr spontan unheilsam spreche oder handle. Der Abstand und Gleichmut werden immer größer.
    _()_ Monika

  • vimokkha
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 23:44
    • #5

    Schnolsch:

    Zitat

    Egal, ob ich auf Gedanken achtete, auf Geräusche oder auf die Atmung.
    Aber mittlerweile habe ich mich verschlechtert, drifte alle paar Sekunden ab, abends schneller als morgens.
    Bei der Achtsamkeitsübung, wo man auf die Atmung achtet, verwickel ich mich ständig in belanglosen Gedanken, sage mir dann: dies und das mach ich dann so und so, bis ich wieder einmal merke, dass ich abgedriftet bin.
    Der Tipp "Immer wenn du merkst, dass du abdriftest, fokusierst du dich wieder auf das Gedankenbeobachten" funktioniert bei mir nicht so gut.
    Ich mache es zwar (welche andre Möglichkeit bleibt mir auch?), aber es bessert sich nicht.

    Man muss erst lange Atemachtsamkeit üben und sämtliche Gedanken fallenlassen
    und Geräusche, Empfindungen usw. ignorieren .
    Das heißt, das konzentrative Element steht sehr lange im Vordergrund .
    Und ist sowieso immer die Basis .
    Es ist sowieso normal, wenn Du abdriftest , aber wenn Du einen Wechsel zw. Meditations,-und Betrachtungsobjekten
    unternimmst ohne Sammlung über die Atemachtsamkeit erlangt zu haben,
    dann zerstreut sich das Bewusstsein nur .

    Was ist das für eine "Schule" ?

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 17. Juni 2013 um 11:43
    • #6
    Schnolsch:


    ich praktiziere Achtsamkeitsmeditation ... wo man auf die Atmung achtet


    Meditation ist immer gut. Aber natürlich macht die Vergänglichkeit auch nicht vor unseren Meditationserfahrungen halt. Aber warum praktizierst du Atem-Achtsamkeit? Warum nicht mal etwas anderes, wie Metta, die Schnellstrasse zum jhana?

    Gruß
    Florian

  • raterZ
    Gast
    • 18. Juni 2013 um 01:03
    • #7

    2 monate? ich würd sagen nach 2 jahren wirds besser :D

    ne wirklich: das ist irgendwann kein problem mehr, wenn du dran bleibst. es gibt viele möglichkeiten da ran zu gehen. die grundlegenste ist aber das verstehen, dass das was du da erlebst dukkha ist. versuche die situation von dieser seite zu erkennen. wenn du die leidhaftigkeit des affengeistes erkennst, wirst du ganz von selbst ruhiger, da ein ruhiger geist ein glücklicher geist ist.
    dementsprechend kann ich nur zustimmen: übe dich auch regelmäßig in den 4 brahmavihara!

    andere möglichkeiten: den scheiss aufschreiben, damit er aus dem kopf verschwindet.. sein leben ordentlicher gestalten und die silas beachten.. oder die meditationszeit erhöhen. unter einer stunde habe ich früher auch nie gemacht, weil erst nach 45 min. das gedankenkarussel einfach leer gedreht war. wenn man täglich dabei bleibt, gibt es irgendwann eh keinen so großen zündstoff mehr.
    ansonsten ist auch die anweisung vom buddha das entstehen & vergehen von diesen ganzen dingen zu beobachten. wo ist der anfang des gedanken und wo hört er wieder auf?

  • Schnolsch
    Themenautor
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    31. Mai 2013
    • 19. Juni 2013 um 12:58
    • #8
    Ji'un Ken:

    Das, was du da erlebst, ist völlig normal. Hab Geduld und übe weiter. Du nimmst nur immer besser wahr, was gerade los ist.
    Setz dich nicht unter Druck.
    Einen Grashalm kann man nicht in die Länge ziehen. Man muss ihn wachsen lassen.
    Mal sehen, wie es in ein paar Jahren aussieht. :D

    hehe, danke für deinen Kommentar. Bis zum Bambusrohr brauch ich wohl noch einige Jahre.^ ^


    indolariawest:
    Schnolsch:


    Bei der Achtsamkeitsübung, wo man auf die Atmung achtet, verwickel ich mich ständig in belanglosen Gedanken, sage mir dann: dies und das mach ich dann so und so, bis ich wieder einmal merke, dass ich abgedriftet bin.

    Du driftest schnell ab, weil dein Fokus zu stark und eingeengt ist. Kräftige Einspitzigkeit unterdrückt klarerweise das was kommen will. Das sammelt sich dann eben an, erreicht eine kritische Masse und bricht durch. Ein zu starker Fokus lässt sich eben nicht lange halten. Geh' einfach etwas natürlicher an die Sache ran. Du weißt wenn du atmest? Genau dieses Gewahrsein ist gemeint. Bleib dabei und lass dadurch kommen was will. Unterdrückst du, wirst du nichts lernen und die Praxis ist für die Katz'.

    Tip für Angestrengte

    Danke, ich versuche z.B. 10 Minuten auf Geräusche zu achten, aber das sollte ich vielleicht natürlicher probieren, aber ohne Anstrengung (verbissen bin ich dabei aber nicht), habe ich den Eindruck, schneller abzudriften. Irgendwas sollte ich doch auch investieren, sonst döse ich nur vor mich hin. ;)
    Den Link hab ich kurz angeklickt und den Text gespeichert, aber ich zig von solchen ungelesenen Texten ... wer soll das denn alles lesen?^^


    MonikaMarie1:
    Schnolsch:


    ...
    Aber mittlerweile habe ich mich verschlechtert, drifte alle paar Sekunden ab, abends schneller als morgens.
    Bei der Achtsamkeitsübung, wo man auf die Atmung achtet, verwickel ich mich ständig in belanglosen Gedanken, sage mir dann: dies und das mach ich dann so und so, bis ich wieder einmal merke, dass ich abgedriftet bin.
    ...

    Hallo Schnolsch,
    ich übe dies schon Jahre und drifte immer wieder ab. Gerade dadurch wurde mir ja bewusst, wie stark der "Affengeist" ist. Ich mach mir da nichts mehr draus, lass Gedanken kommen und gehen und registrier dies immer wieder. Der Moment, in dem Dir klar wird, dass Du "abdriftest" ist Achtsamkeit. Es geht hier nicht um einen Rekord, es geht um Einsicht in das Wesen der Dinge und es geht darum, sich bewusst zu werden, wann Du "ergreifst" und Dich davon vereinnahmen lässt. Nur Gedankenketten zu haben, sich immer wieder dieser Abläufe bewusst zu werden, ist kein Problem. Deshalb bin ich ja auch dankbar darüber geworden, wenn ich mich stoße oder etwas vergessen habe, weil es mir zeigt, wie weit ich schon wieder "abgedriftet" oder unbewusst bin. Diese Übung führt immerhin dazu, dass ich bei Überraschungseffekten nicht mehr spontan unheilsam spreche oder handle. Der Abstand und Gleichmut werden immer größer.
    _()_ Monika

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    Danke, gut sowas von jemandem zu hören, der schon so lange meditiert ;-).


    vimokkha:

    Schnolsch:

    Zitat

    Egal, ob ich auf Gedanken achtete, auf Geräusche oder auf die Atmung.
    Aber mittlerweile habe ich mich verschlechtert, drifte alle paar Sekunden ab, abends schneller als morgens.
    Bei der Achtsamkeitsübung, wo man auf die Atmung achtet, verwickel ich mich ständig in belanglosen Gedanken, sage mir dann: dies und das mach ich dann so und so, bis ich wieder einmal merke, dass ich abgedriftet bin.
    Der Tipp "Immer wenn du merkst, dass du abdriftest, fokusierst du dich wieder auf das Gedankenbeobachten" funktioniert bei mir nicht so gut.
    Ich mache es zwar (welche andre Möglichkeit bleibt mir auch?), aber es bessert sich nicht.

    Man muss erst lange Atemachtsamkeit üben und sämtliche Gedanken fallenlassen
    und Geräusche, Empfindungen usw. ignorieren .
    Das heißt, das konzentrative Element steht sehr lange im Vordergrund .
    Und ist sowieso immer die Basis .
    Es ist sowieso normal, wenn Du abdriftest , aber wenn Du einen Wechsel zw. Meditations,-und Betrachtungsobjekten
    unternimmst ohne Sammlung über die Atemachtsamkeit erlangt zu haben,
    dann zerstreut sich das Bewusstsein nur .

    Was ist das für eine "Schule" ?

    Alles anzeigen

    Danke, also ist die Atemachtsamkeit der entscheidende Pylon für alles andere?
    Ich richte mich bisher nach keiner Schule. Die vier Bücher, die ich über den Buddhismus las, sprachen nicht viel über Schulen, sondern eher von den gemeinsamen Nennern aller Schulen.^^


    Buddhaghosa:
    Schnolsch:


    ich praktiziere Achtsamkeitsmeditation ... wo man auf die Atmung achtet


    Meditation ist immer gut. Aber natürlich macht die Vergänglichkeit auch nicht vor unseren Meditationserfahrungen halt. Aber warum praktizierst du Atem-Achtsamkeit? Warum nicht mal etwas anderes, wie Metta, die Schnellstrasse zum jhana?

    Gruß
    Florian

    Danke, ja vielleicht probiers ich es mal über Metta, auch wenn mir davon manches merkwürdig vorkommt.
    Hab mich da schon gut informiert, also dann, setz ich wohl mal die Segel des Mettaboots.^^


    raterZ:

    2 monate? ich würd sagen nach 2 jahren wirds besser :D

    ne wirklich: das ist irgendwann kein problem mehr, wenn du dran bleibst. es gibt viele möglichkeiten da ran zu gehen. die grundlegenste ist aber das verstehen, dass das was du da erlebst dukkha ist. versuche die situation von dieser seite zu erkennen. wenn du die leidhaftigkeit des affengeistes erkennst, wirst du ganz von selbst ruhiger, da ein ruhiger geist ein glücklicher geist ist.
    dementsprechend kann ich nur zustimmen: übe dich auch regelmäßig in den 4 brahmavihara!

    andere möglichkeiten: den scheiss aufschreiben, damit er aus dem kopf verschwindet.. sein leben ordentlicher gestalten und die silas beachten.. oder die meditationszeit erhöhen. unter einer stunde habe ich früher auch nie gemacht, weil erst nach 45 min. das gedankenkarussel einfach leer gedreht war. wenn man täglich dabei bleibt, gibt es irgendwann eh keinen so großen zündstoff mehr.
    ansonsten ist auch die anweisung vom buddha das entstehen & vergehen von diesen ganzen dingen zu beobachten. wo ist der anfang des gedanken und wo hört er wieder auf?

    Danke, also bisher mache ich höchstens 15 Minuten Achtsamkeitsmeditation, aber zwischen 3-6 mal am Tag.
    Hm, dann versuch ichs vielleicht mal ne Stunde^^ und Brahmavihara ist auch nicht schlecht, dazu hab ich eh einige Übungen aus Büchern gefiltert,
    die ich aber noch nicht probiert hab, weil ich von abertausenden Informationen umgeben bin und versuche Prioritäten zu setzen. ;)

    mit Grüßen, Schnolsch^^

  • Tsultrim Dorje
    Gast
    • 19. Juni 2013 um 13:53
    • #9

    Es ist doch ein Großer Erfolg zu bemerken das man abdriftet. Vielleicht hast Du es vor einiger Zeit nur nicht bemerkt und du dachtest du bist achtsam. Aber jetzt bemerkst du das Abdriften. Eines der Ziel bei dieser Meditation ist es zu merken das man abdriftet, das ist Achtsamkeit.

  • Schnolsch
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    Mitglied seit
    31. Mai 2013
    • 23. Juni 2013 um 12:42
    • #10
    Tsultrim Dorje:

    Es ist doch ein Großer Erfolg zu bemerken das man abdriftet. Vielleicht hast Du es vor einiger Zeit nur nicht bemerkt und du dachtest du bist achtsam. Aber jetzt bemerkst du das Abdriften. Eines der Ziel bei dieser Meditation ist es zu merken das man abdriftet, das ist Achtsamkeit.

    Jawoll ;) Manchmal ist es schwer bei der Menge an Informationen klar zu sehen, erst jetzt wird mir da ganz klar, dass das Bemerken der Abdriftung Achtsamkeit ist.
    Es wurde hier zwar schon von anderen auf die ein oder andere Weise gesagt, auch las ich wahrscheinlich darüber, auch habe ich mir gerade bei der Achtsamkeitsmeditation in etwa gesagt, als ich abdriftete "aha, Achtsamkeit", aber nun ist es amtlich, ich hab es erfasst.

    Vielen Dank ;)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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