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Ist konsequente Achtsamkeit nicht hinderlich?

  • Loslassen
  • 20. Mai 2013 um 16:02
  • Zum letzten Beitrag
  • Loslassen
    Gast
    • 20. Mai 2013 um 16:02
    • #1

    Hallo,

    Achtsamkeit ist ja als Teil des edlen achtfachen Pfads elementar, das steht außer Frage. Und so wie ich das verstehe, ist Achtsamkeit nicht nur innerhalb von Meditationsübungen wichtig und empfehlenswert, sondern auch im Alltag allgemein. Sei es z.B. beim Kochen oder beim Duschen. Doch wenn ich ausschließlich im „jetzt“ verweile und loslasse, fehlt einem die Zeit, um Pläne für Die Zukunft zu schmieden. Viele Innovationen kommen einem plötzlich und ungeplant, eben unter der Dusche oder beim Kochen. Steht das nicht im Widerspruch?

    Wie handhabt ihr das? Versucht ihr konsequent achtsam den Alltag zu begehen oder lasst ihr euch auch Zeit zum Träumen und schweift ab?

  • nibbuti
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    23. April 2011
    • 20. Mai 2013 um 16:48
    • #2

    Hi & willkommen Loslassen

    Für Hausmenschen ist es unvermeidlich einige Pläne zu schmieden. Es ist notwendig um für einen Lebensunterhalt zu sorgen und ungestört von Schulden und Vorwürfen zu meditieren. Richtiger Lebensunterhalt ist ein Schritt auf dem Edlen Achtfachen Weg. Achtsamkeit (richtig angewandte Achtsamkeit aka samma samadhi) ist ein weiterer Schritt auf dem Buddhaweg.

    Die Crux ist wenn Verlangen ins Spiel kommt, ich will nur im Moment leben, ich will nicht, dass der Plan schiefläuft usw. Achtsamkeit ist immer eine Achtsamkeit von oder mit etwas, d.h. des Buddha-Dhamma oder des Verträumtseins.

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 20. Mai 2013 um 17:19
    • #3

    Hallo Loslassen,
    erstmal ein herzliches Willkommen. Wie Dein Name schon sagt - Loslassen. :D

    Achtsamkeit bedeutet nicht, irgend etwas Besonderes zu WOLLEN, sondern sich so oft wie möglich achtsam zu beobachten und so gut es geht "bei sich zu bleiben". Ob Du abwäschst oder Pläne schmiedest. Wenn ich Pläne schmiede WEIß ICH, dass ich Pläne schmiede. Wenn dies ausufert und ich das erkenne, bin ich ja bereits achtsam. Die Achtsamkeit dient der Konzentration auf das Wesentliche. Ich erkenne, wie ich funktioniere, wie und warum ich reagiere, ich erkenne wie die Dinge sind. Ich sehe, wie sich alles wiederholt, wie ich mich abzulenken versuche, weil ich mich unwohl fühle, wie ich mich freue, weil mich jemand lobt oder wie ich betrübt bin, weil mich jemand kritisiert. Völlig bewertungsfrei beobachte ich die gesamten Abläufe so gut es geht und erinnere mich so oft wie möglich daran, achtsam zu sein. Dadurch entstehen Lücken zwischen den durch Konditionierung entstandene Mustern. Ich kann innehalten und ändern, wenn ich will, weil durch die Einsichten, die ich gewinne, die nötige Distanz und Kraft aufkommt, eventuell das Ruder herumzureißen, um mit unheilsamen Gewohnheiten zu brechen.

    Auf diese Weise fiel beispielsweise der Zwang zu Rauchen von mir von einem Tag zum anderen ab. Ich hatte mich lange genug dabei beobachtet, ohne mich jedoch zu verurteilen.
    _()_ Monika

  • Loslassen
    Gast
    • 20. Mai 2013 um 19:42
    • #4

    Vielen Dank für eure Antworten und auch für die Begrüßungen!

    Wenn ich das richtig verstehe, ist es eurer Ansicht nach auch ok, neben lebenswichtigen Zukunftsplänen auch zu träumen und somit nicht achtsam zu denken, solange ich dies absichtsvoll tue? Ich rede hierbei absichtlich nicht von Achtsamkeit, da Träumen imho nicht achtsam geschehen kann. Achtsames Träumen erscheint mir als ein Widerspruch. Wenn ich also neben der Meditation auch achtsam spüle und esse, so ist dies sicherlich förderlich. Allerdings ist es auch gut und sinnvoll, mal aus dem Zugfenster zu schauen und einfach zu träumen oder? Allerdings ist es wichtig, dies gezielt und bewusst zu machen richtig? Ich gucke verträumt aus dem Fenster, weil ich es mit vorgenommen habe. So verstehe ich dich Monika. Oder findest du, ich habe dich missverstanden?

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 20. Mai 2013 um 20:06
    • #5
    Loslassen:

    ... Ich rede hierbei absichtlich nicht von Achtsamkeit, da Träumen imho nicht achtsam geschehen kann. Achtsames Träumen erscheint mir als ein Widerspruch.

    Hi Loslassen,
    es geht nicht darum, alles zu kontrollieren. Es geht - jedenfalls verstehe und handhabe ich es so - darum, sich immer wieder bewusst zu werden, wo ich mich bei welcher Beschäftigung geistig befinde. Bin ich da, wo ich jetzt stehe und handle, oder bin ich mit meinem Geist auf Welt-Reisen, obwohl ich gerade das Suppengrün schneide? Und dann lass ich möglicherweise los, entweder das Messer, aber auf jeden Fall die Unbewusstheit :lol: .

    Zitat

    Wenn ich also neben der Meditation auch achtsam spüle und esse, so ist dies sicherlich förderlich.

    Es sind einfach Gelegenheiten, sich zu zentrieren, wie zum Beispiel auch beim Warten in der Schlange im Supermarkt oder beim Zahnarzt usw., beim Fahren in der U-Bahn. All das sind Gelegenheiten, sich darin zu üben, PRÄSENT ZU SEIN. Und das ist förderlich, genau so wie körperliches Trainung nicht nur die Stunde im Fitnessstudio, sondern auch beim Treppensteigen, beim Radfahren zur Arbeitsstelle anstatt des Autos, wenn das möglich ist. So kann alles Mögliche sowohl der geistigen als auch der körperlichen Entwicklung dienen.

    Zitat

    Allerdings ist es auch gut und sinnvoll, mal aus dem Zugfenster zu schauen und einfach zu träumen oder? Allerdings ist es wichtig, dies gezielt und bewusst zu machen richtig? Ich gucke verträumt aus dem Fenster, weil ich es mit vorgenommen habe. So verstehe ich dich Monika. Oder findest du, ich habe dich missverstanden?

    Ich mache daraus kein Programm. Ich lebe und beobachte mich dabei, wenn ich achtsam bin. Ich nehme mir nicht vor, verträumt aus dem Fenster zu gucken. Ich gestehe, dass ich gern träume. Ich gucke oft "gedankenverloren" in den Himmel und dabei fällt mir dann so Manches auf und ein. Auch das hat mir so manche Einsicht gebracht.

    Ich bin keine Nonne, aber ich verfolge einen "roten Faden" und gehe den Pfad Schritt für Schritt, eigentlich anstrengungslos, manchmal gebe ich mir auch einen Tritt. Das ist alles. :D

    _()_ Monika

  • Mirco
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    • 20. Mai 2013 um 20:22
    • #6

    Hallo 'Loslassen',

    Loslassen:

    Allerdings ist es auch gut und sinnvoll, mal aus dem Zugfenster zu schauen und einfach zu träumen oder? Allerdings ist es wichtig, dies gezielt und bewusst zu machen richtig? Ich gucke verträumt aus dem Fenster, weil ich es mit vorgenommen habe.


    Wo ist die geistige Aufmerksamkeit während des 'einfach träumens' ?
    Da geht doch was vor sich...

    Herzlich,
    Mirco

  • Loslassen
    Gast
    • 21. Mai 2013 um 10:46
    • #7

    Hallo ihr beiden,

    Zitat

    Ich nehme mir nicht vor, verträumt aus dem Fenster zu gucken. Ich gestehe, dass ich gern träume. Ich gucke oft "gedankenverloren" in den Himmel und dabei fällt mir dann so Manches auf und ein. Auch das hat mir so manche Einsicht gebracht.

    mir geht es genauso. Und wenn ich dich richtig verstehe, ist deiner Ansicht nach nur entscheidend, dass einem hierbei auch bewusst ist, dass man tagträumt, richtig? Nicht alles muss achtsam geschehen (Tagträume sind also erlaubt), aber es muss bewusst geschehen. Kann man es so ausdrücken?

    Zitat

    Wo ist die geistige Aufmerksamkeit während des 'einfach träumens' ?
    Da geht doch was vor sich...

    na ja bei meinen Tagträumen ist die geistige Aufmerksamkeit im Gegensatz zum eigentlichen Träumen schon vorhanden...natürlich registriert man, was man denkt. Aber ich bin nicht achtsam, sondern bin geistig in der Vergangenheit oder Zukunft. Ich lasse Bilder Revue passieren oder stelle mir Szenarien vor. Es tobt ein Kopfkino, das sich kaum als achtsam beschreiben lässt. Und ich frage mich: Haben das selbst buddhistische Mönche oder sind diese konsequent achtsam?

    Beste Grüße,
    Loslassen

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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