1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Tibetischer Buddhismus

Verschiedene Ngöndro-Versionen

  • raterZ
  • 14. Mai 2013 um 14:19
  • Zum letzten Beitrag
  • raterZ
    Gast
    • 14. Mai 2013 um 14:19
    • #1

    Da das ja gerade hier ein Thema ist, habe ich mal ein bisschen recherchiert und heraus gefunden, dass es wohl verschiedene Versionen des Ngöndros gibt.
    Interessant ist vielleicht diese Version: "Eine kurze Rezitation der vorbereitenden Übungen gemäß den neuen Schätzen von Dudjom."

    Inhalte sind:

    1. Die Vorbereitung: Rezitieren der vier Betrachtungen, die den Geist neu ausrichten
    2. Die Hauptpraxis der vorbereitenden Übungen
    2.1 Zufluchtnahme
    2.2 Bodhicitta: Das Entwickeln des Erwachten Geistes
    2.3 Maṇḍala-Opfer zur Ansammlung von Verdienst und Weisheit
    2.4 Die Meditation und Rezitation von Vajrasattva, durch die Verdunklungen gereinigt werden
    2.5 Der rasche Segen durch die Vereinigung mit dem Geist des Guru + Phowa
    2.7 Die Großzügigkeit, den eigenen Körper hinzugeben und zu widmen

    http://www.lotsawahouse.org/de/tibetan-mas…-tersar-ngondro

    Interessant dabei: Das ganze ist eine Praxis und nicht gestückelt in 111.111, sondern wird in einem Stück praktiziert.
    Vielleicht kann sich ja der ein oder andere damit eher anfreunden. Ich werde wohl diese Art von Ngöndro praktizieren.

  • tobias
    Gast
    • 14. Mai 2013 um 14:34
    • #2

    Danke Matthias,
    Das sieht schön und schlüssig aus.
    Auch wenn ich Phowa in diesem Zusammenhang ungewöhnlich finde. Aber ok in einigen Traditionen wie Nigma z.B. mag das schlüssig sein.

    Schön zu sehen wie andere Traditionen die Dinge angehen.

    Liebe Grüße
    Tobias

  • raterZ
    Gast
    • 14. Mai 2013 um 15:02
    • #3

    ich bin nicht matthias :lol:

    zu welcher tradition das gehört, weiß ich auch übrigens auch nicht :roll:

    -edit-
    aja es ist die nyingma-schule

  • tobias
    Gast
    • 14. Mai 2013 um 15:07
    • #4

    hallo rater Z
    ich verwechsle euch beide irgendwie oft. Jetzt ist es einmal öffentlich passiert :shock:
    Naja ist ja auch lustig ich stehe zu meinem schlechten Gedächtnis :)

    Danke jetzt weiß ich zu welcher Schule es gehört.

  • raterZ
    Gast
    • 14. Mai 2013 um 15:14
    • #5

    ganz unten steht auch: Dies ist eine genaue Rezitation der Praxis der vorbereitenden Übungen von Jikdral Yeshe Dorje, die die essentielle Bedeutung klar erhellt und für jene gedacht ist, die die umfangreichen vorbereitenden Übungen gemäß den neuen Schätzen nicht verstehen oder nicht in der Lage sind, sie zu rezitieren.

    die umfangreichen sind wirklich umfangreich und wohl eher was für mönche, die sonst nix am tag zu tun haben :D

  • Amdap
    Reaktionen
    1.316
    Punkte
    11.244
    Beiträge
    1.903
    Mitglied seit
    1. November 2012
    • 15. Mai 2013 um 09:28
    • #6

    Hallo raterZ,

    schön, von einer speziellen Ngöndro-Version als Beispiel zu lesen! Vielen Dank!

    Ich kenne die Hauptpraxis so, dass Bodhicitta in der Zufluchtnahme - als abschließende Rezitation - integriert ist.

    Und nach meinem Gefühl tendiere ich auch eher dazu, die Mandala-Opferung vor Vajrasattva zu setzen, so, wie es Deine Aufstellung zeigt, obwohl es in der mir aufgegebenen Version andersherum ist.
    Da ich Schwierigkeiten mit der mir aufgegebenen Reihenfolge habe, mache ich die Mandala-Version nicht äußerlich, sondern innerlich, und integriere sie dabei in Vajrasattva. Das geht sehr gut, weil der Visualisationsteil, kurz bevor man Vajrasattva zur Erscheinung bringt, einem Mandala ähnelt. Dieses verstärke ich individuell.

    Bedeutsam ist auch, dass die einzelnen Teile in sich unterschiedlich sein können, je nach Tradition.
    Ich zum Beispiel habe bei den Karma-Kagyüs gelernt, mir Vajrasattva nicht in der Gestalt vorzustellen, wie man ihn üblicherweise klassisch auf Thangkas sieht, also im vollständigen Lotossitz, sondern im ähnlichen Sitz wie die Grüne Tara: das rechte Bein, der rechte Fuß ist vorgeschoben. Dazu berührt er mit dem großen Zeh die Brahma-Öffnung oben auf dem (meinem) Kopf.
    Längere Zeit glaubte ich, dass das immer so sein müsse, aber dann erhielt ich mal einen Literatur-Tipp: Dilgo Khyentse Rinpoche weist an, dass man sich im Rahmen des Ngöndro Vajrasattva in Yab-Yum-Version vorzustellen hat, und dass der Stiel der Lotosblüte, auf der diese (Zweifach-)Gottheit sitzt, die Brahma-Öffnung auf dem (meinem) Kopf berührt.

    Sehr wichtig finde ich dazu, dass beide Arten von Versionen zwar verschieden sind, aber dass in beiden Fällen eine Berührung der eigenen Brahma-Öffnung vorzustellen ist. Das zeigt, dass die Visualisation letztendlich nur ein Hilfsmittel dazu ist, dass man sehr lebhaft diese Berührung, oben auf dem Kopf, fühlen soll.

    Wenn ich jetzt noch weiter gehe, kann ich daraus ableiten, dass tatsächlich solche Bilder nicht mehr nötig sind, wenn man imstande ist, sich diese Berührung augenblicklich korrekt vorzustellen und sie auch wirklich zu fühlen.
    Dazu bedarf es großer Hingabe, Vertrauen und auch Einfühlungsvermögen in andere Wesen, denn sonst wäre eine solche Empfindung nur mit großem Kraftaufwand zu erzeugen und da wäre es tatsächlich ratsamer, sich lieber an die Visualisation zu halten.

    Ja, mich überrascht es auch, dass in der von Dir übermittelten Version die Chöd-Praxis als Teil des Ngöndro (2.7) dargestellt ist.
    Aber warum nicht? Das hat auch seine Logik.

    Nochmals vielen Dank und liebe Grüße! - Amdap

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • Turmalin 1
    Reaktionen
    722
    Punkte
    16.647
    Beiträge
    3.135
    Mitglied seit
    22. Dezember 2012
    • 15. Mai 2013 um 13:25
    • #7

    ich kann aus dem Programm von Khen Rinpoche keine großen Details entnehmen, was das Ngöndo betrifft. Es kann nicht weit entfernt sein von den Anweisungen Dilgo Kyentses.

    http://www.palyul.de/programm/Dzogc…t%202013_DE.pdf
    ganz bestimmt werde ich ihn nie fragen, was für eine Fuss-Stellung ich mir bei Varjasattva vorstellen muss. ich glaube, er geht davon aus, dass man in der Lage ist, so eine Frage selbst zu entscheiden.

  • Amdap
    Reaktionen
    1.316
    Punkte
    11.244
    Beiträge
    1.903
    Mitglied seit
    1. November 2012
    • 15. Mai 2013 um 15:33
    • #8

    Hallo liebe Turmalin,

    lies bitte noch einmal gründlich meinen heutigen Beitrag von 9.28 Uhr.
    Bitte meine Schlussfolgerung!
    Denn ich sehe, Du hast mich nicht richtig verstanden.

    Die Schlussfolgerung lautet: mir ist durch den Vergleich klar, dass das Wesentliche an der Übung ist, dass man die Berührung auf der eigenen Brahma-Öffnung fühlen soll.

    Also bitte nicht ablenken, um über Fußstellung - ja oder nein - zu diskutieren.
    Es geht doch hier darum, was man fühlen soll, dazu gibt die Visualisation, die einem der Lehrer aufgegeben hat, die Hilfestellung!

    Übrigens, die Gottheit buchstabiert sich in unserer Schrift: VAJRASATTVA - in Lautschrift: VADSCHRASATTVA,
    wobei das "J" hier also als "D" mit anschließendem weichen "SCH" gesprochen wird. Das "R" dann direkt hinterher. Das ist gar nicht so schwer auszusprechen.
    Wenn man es in unserer Schrift als "VARJASATTVA" schreibt, so wie Du, dann spricht man es unweigerlich falsch aus.

    Nichts für ungut! - und liebe Grüße,

    Amdap

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • tobias
    Gast
    • 15. Mai 2013 um 15:58
    • #9
    Zitat

    Übrigens, die Gottheit buchstabiert sich in unserer Schrift: VAJRASATTVA - in Lautschrift: VADSCHRASATTVA,
    wobei das "J" hier also als "D" mit anschließendem weichen "SCH" gesprochen wird. Das "R" dann direkt hinterher. Das ist gar nicht so schwer auszusprechen.
    Wenn man es in unserer Schrift als "VARJASATTVA" schreibt, so wie Du, dann spricht man es unweigerlich falsch aus.

    Diese Belehrung ist unnötig. Du machst aus einem flüchtigen Rechtschreibfehler mehr als nötig.

    Liebe Grüße
    Tobias

  • Amdap
    Reaktionen
    1.316
    Punkte
    11.244
    Beiträge
    1.903
    Mitglied seit
    1. November 2012
    • 16. Mai 2013 um 18:36
    • #10

    Hallo Tobias,

    es war nicht als Belehrung gemeint. Ich bin auch keine Lehrerin.
    Mir ist nur aufgefallen, dass Turmalin es generell immer so schreibt, also war es kein einmaliger Flüchtigkeitsfehler.

    Es war meinerseits also keine Maßregelung, sondern nur eine Korrektur.
    Weißt Du, es ist in den meisten Fällen schon richtig, das Sanskrit korrekt auszusprechen, und es hat seinen Sinn, den wir einfaches Fußvolk zwar nicht durchschauen, aber auf die richtige Aussprache wird immer großer Wert gelegt.

    Man kann doch vorbeugend darauf achten, dass man es richtig ausspricht, damit vergibt man sich doch nichts und es tut nicht weh.

    Liebe Grüße! - Amdap


    P.S. übrigens, es gibt als 100-Silben-Mantra von Vajrasattva die Sanskrit- und die tibetische Version. Die Sanskritversion ist die ursprüngliche. Die Tibeter haben es nach ihrer Aussprache modifiziert, aber dadurch, dass es auch hier bereits eine jahrhundertealte Tradition hat, kann man auch diese Version als korrekt betrachten, im Sinne von Rupert Sheldrake (sein Buch: "Das Gedächtnis der Natur", das von der Wirkungsweise der Morphogenetischen Felder handelt. Spannend geschrieben, kann ich hier allen sehr empfehlen)

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • tobias
    Gast
    • 16. Mai 2013 um 22:53
    • #11

    Hi Andap na war auch nicht böse gemeint.
    Du scheinst ja Spaß an einer gewissen Exaktheit zu haben.

    Liebe Grüße
    Tobias

  • Amdap
    Reaktionen
    1.316
    Punkte
    11.244
    Beiträge
    1.903
    Mitglied seit
    1. November 2012
    • 17. Mai 2013 um 07:41
    • #12

    Ja, Tobias, Du hast es genau erfasst! Toll!

    LG - Amdap

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • Kalden Yungdrung
    Gast
    • 18. Mai 2013 um 11:10
    • #13
    raterZ:

    Da das ja gerade hier ein Thema ist, habe ich mal ein bisschen recherchiert und heraus gefunden, dass es wohl verschiedene Versionen des Ngöndros gibt.
    Interessant ist vielleicht diese Version: "Eine kurze Rezitation der vorbereitenden Übungen gemäß den neuen Schätzen von Dudjom."

    Inhalte sind:

    1. Die Vorbereitung: Rezitieren der vier Betrachtungen, die den Geist neu ausrichten
    2. Die Hauptpraxis der vorbereitenden Übungen
    2.1 Zufluchtnahme
    2.2 Bodhicitta: Das Entwickeln des Erwachten Geistes
    2.3 Maṇḍala-Opfer zur Ansammlung von Verdienst und Weisheit
    2.4 Die Meditation und Rezitation von Vajrasattva, durch die Verdunklungen gereinigt werden
    2.5 Der rasche Segen durch die Vereinigung mit dem Geist des Guru + Phowa
    2.7 Die Großzügigkeit, den eigenen Körper hinzugeben und zu widmen

    http://www.lotsawahouse.org/de/tibetan-mas…-tersar-ngondro

    Interessant dabei: Das ganze ist eine Praxis und nicht gestückelt in 111.111, sondern wird in einem Stück praktiziert.
    Vielleicht kann sich ja der ein oder andere damit eher anfreunden. Ich werde wohl diese Art von Ngöndro praktizieren.

    Alles anzeigen

    Tashi delek rZ,

    Wenn ich so frei sein darf um hieran zuzufügen den Dzogchen Ngöndro, weil es ist auch eine Vorbereitung oder Methode für den Geist zu preparieren.
    Es gibt auch Dzogchenpas die den Ngöndro von die 4 mal 100.000 Sachen oder mehr hinter sich haben UND es gibt welche die das nicht gemacht haben.
    Es liegt hier an dem Level of Understanding , Karma etc. :D

    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=56&t=11703

    Es ist ein bischen unterschiedlich zu dem Vajrayana Ngöndro und nicht so arbeitsintensiv, darum etwas schneller.
    Aber beiden Ngöndros haben sicher seinen Wert für den Liebhaber davon und sind sehr sicher eine Vorbereitung die für den Praktizierende dieser Form von Ngöndro sehr wichtig ist als Vorbereitung was kommen wird. Was da kommt das kann verschiedend sein, das scheint mir klar.

    Vieles gute für unsere individulle Praxis
    KY

  • Amdap
    Reaktionen
    1.316
    Punkte
    11.244
    Beiträge
    1.903
    Mitglied seit
    1. November 2012
    • 19. Mai 2013 um 09:13
    • #14

    Liebe Leute,

    schaut bitte noch einmal auf meine Antwort vom 15.5. um 9.28 Uhr.
    Dort erwähnte ich die Ngöndro-Version von Dilgo Khyentse Rinpoche (Nyingma), indem ich u.a. Vajrasattva so, wie ich es gelernt hatte, mit seiner Version verglich und dann Rückschlüsse daraus zog.

    Dieses ist in Buchform erhältlich und heißt: "Der vortreffliche Pfad zur Erleuchtung", Manjugosha Edition, ISBN 978-3-9812827-0-2 .
    Falls es jemanden von Euch interessiert!

    Außerdem gibt es noch ein sehr schönes Buch von Dagyab Kyabgön Rinpoche/ Regine Leisner (Gelug) über Guru-Yoga ("Das sechsfache Guru-Yoga"), aber ich glaube, das ist nicht im Buchhandel erhältlich, sondern man muss es im Tibet-Haus Frankfurt bestellen.

    Ganz liebe Grüße!

    Amdap

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download