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Böse sein

  • Son
  • 18. April 2013 um 08:23
  • Zum letzten Beitrag
  • Kirschbluete
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    Beiträge
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    10. Februar 2013
    • 24. April 2013 um 09:12
    • #26

    Hallo Kevin,

    wie es sich im Ausland mit Therapie verhält, weiß ich natürlich nicht.
    Glücklicherweise habe ich noch nie die Erfahrung machen müssen, dass "alles was kostenlos ist, nicht viel wert ist." - ganz im Gegenteil!
    Sei es bei der Beratung, die ich mir damals in der benannten Krise geholt habe, sei es aber auch im Bezug auf Unterweisungen, Dhammagespräche u.dgl.
    Was man mir (und ganz sicher auch anderen) angedeihen hat lassen, war kostenfrei und dennoch unbezahlbar!

    Überheblich wirkt Dein Beitrag ganz und gar nicht auf mich - eher resigniert.

    Was meine bisherige Vergangenheit betrifft kann ich für den Moment sagen, dass sich meine derzeitige Lebensqualität deutlich besser anfühlt.
    Es gibt natürlich "Hochs" und "Tiefs" in meinem Leben und ich gehe davon aus, dass die auch noch lange kommen werden.

    Was mir aber in meinen 43 Jahren in diesem Leben sehr hilfreich war, war eine scheinbar "mitgebrachte" Tendenz, dass ich ein Mensch mit einer verhältnismäßig "geringen" Erwartungshaltung bin.
    Das heißt ganz sicher nicht, dass ich "gar nichts erwarte" oder dass ich mir denke: "Was habe ich schon zu erwarten?"
    Ich reise auch immer wieder mal ins "Phantasialand meiner Träumereien" - aber ich habe eine tendenzielle Haltung zum Leben, dass ich (seit ich mich erinnern kann) dann auch bei "zerplatzten Träumen" die Bälle auffangen konnte, die mir das Leben zugespielt hat ohne, dass ich völlig resigniert hätte und keinen Mut mehr fassen konnte, "es" immer wieder neu zu versuchen oder mich von gewissen Dingen (Vorstellungen, Träumen...) einfach zu lösen.
    Manchmal gehört auch Mut dazu, sich von etwas zu lösen.

    Für mich war es nie ein gefühlter Weltuntergang, wenn sich Dinge "anders entwickelt" haben, als ich mir erhofft habe.
    Selbst wenn ich mal über die eine oder andere "Negativ"-Entwicklung traurig oder niedergeschlagen war: ich habe mich nie daran lange "aufgehängt", wie schön es doch gewesen wäre, wenn.....(bei der einen oder anderen Sache sicherlich mal länger als bei anderen Sachen, kommt drauf an, wie stark der Kleber der Sehnsüchte geklebt hat : ;) )

    Das ist für mich recht kompliziert in Worte zu fassen - ich hoffe, ich kann es einigermaßen transportieren, was ich ausdrücken möchte.

    Herzliche Grüße von der

    Kirschblüte


    Der vielleicht größte Vorteil des Ruhms besteht darin, daß man ungestraft die größten Dummheiten sagen darf.

    André Gide

  • Mirco
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    5. September 2011
    • 24. April 2013 um 16:17
    • #27
    Kevin05:

    Wenn jemand "böse oder unfreundlich" zu mir oder euch ist (gehen wir mal davon aus ohne eigenes Verschulden) wäre in so einem Fall eure Reaktion darauf wie? Würdet ihr reagieren? Wie stand Buddha zu dem Thema?

    <woltlab-metacode-marker data-name=:

    Majjhima Nikāya 21- Das Gleichnis von der Säge - Kakacūpama Sutta" data-link="">

    Wenn andere euch ansprechen, mag ihre Rede

    • zur rechten Zeit oder zur falschen Zeit erfolgen;
    • wahr oder unwahr sein;
    • sanft oder schroff sein
    • mit Gutem oder mit Schaden verbunden sein;
    • mit einem Geist von Wohlwollen gesprochen sein oder mit innerer Ablehnung.

    Darin, ihr Mönche, solltet ihr euch so üben:

    • Unser Geist wird unbeeinträchtigt bleiben, und wir werden keine bösen Worte äußern;
    • wir werden in Mitgefühl für ihr Wohlergehen verweilen, mit einem Geist voll Wohlwollen, ohne innere Ablehnung.
    • Wir werden verweilen, indem wir jene Person mit einem Herzen durchdringen, das von Wohlwollen durchtränkt ist;
    • und mit dieser Person als Objekt werden wir verweilen, indem wir die allumfassende Welt mit einem Herzen durchdringen, das von Wohlwollen durchtränkt ist, unerschöpflich, erhaben, unermesslich, ohne Feindseligkeit, ohne Übelwollen.

    Auf solche Weise solltet ihr euch üben, ihr Mönche.

    Das bedeutet nicht, das mir nicht fast wie automatisch noch inneren Reaktionen entstehen. Wie ich dann damit umgehe, ist allerdings meine Sache. Wenn mich jemand anblafft, habe ich immer noch einen zusammenziehenden, reaktionären Impuls vom Zurückgeben. Nur kann ich diesen inzwischen meistens beobachten und mich entscheiden, wie es weiter gehen soll. Lasse ich die Reaktion los und wende mich mit meiner geistigen Aufmerksamkeit wieder dem Wohlwollen zu oder blaffe ich zurück? :) Das ist sehr schön und ich bin sehr dankbar für diese gewonnene innere Freiheit.

    :) Gruß

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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