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Richtig !

  • Onyx9
  • 6. April 2013 um 23:08
  • Zum letzten Beitrag
  • Sukha
    Gast
    • 8. April 2013 um 10:50
    • #26
    Matthias65:
    Sukha:

    Wie meinst Du begründen?

    Warum Du das so siehst ?
    Warum nach deiner Meinung Mönche sich weniger sozial engagieren als Nonnen ?
    Oder habe ich es falsch verstanden ?

    Ich kenne eben nicht soviele (Vinaya-) Mönche die sich sozial engagieren. Spontan fällt mir da nur Bhikkhu Bodhi ein.

    Ich kenne zwar noch ein paar asiatische Mönche die für Schulen und so sammeln, aber da geht es oftmals mehr um das eigene Kloster das sich dann im Familienbesitz befindet.
    Aber es wird mit Sicherheit noch einige Mönche geben die sich sozial betätigen.
    Ich habe halt seltener Mönche z.B. auf Krankenbesuch gehen sehen.

    ()

  • sarvamitra
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    • 8. April 2013 um 12:30
    • #27
    Zitat

    sukha hat geschrieben:
    Wir sind nun mal keine Christen, wo Ora et labora (bete und arbeite) gilt.

    Das Ora et Labora ist der Weg vieler Orden im Christentum, orientiert an Benedikt von Nursia. Das Labora schließt aber Kontemplation nicht aus. Es muß Zeit für Gebet, Meditation und Studium geben. Und das fordere ich auch für die buddh. Nonne, die Du beschrieben hast. Es gibt im Christentum durchaus rein kontemplative Orden! Extrembeispiel die Kartäuser, ein Einsiedlerorden.( Bei Nachfrage gerne mehr dazu). Diese völlige Enhaltung gesellchaftlicher Teilhabe, keinerlei Engagement, nur das kontemlative lehne ich ab;egal ob Buddhist oder Christ, Mönch, Nonne oder Laien. Das bezeichne ich als "Erleuchtungsegoismus")

    "Warum muß eine Sache oder ein Gedanke, um richtig zu sein, unbedingt sein?"
    Mircea Eliade

  • accinca
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    • 8. April 2013 um 12:37
    • #28
    Mirco:

    Nein. dass heißt "Natürlich sind Jhanas im Familienleben möglich, solange wirklich nach den fünf Silas gelebt wird." An welcher Stelle verunmöglicht Dir Dein Familienleben Dana, die fünf Silas und Bhavana?:-) Gruß


    Dana und Silas genügen für die Jhanas nicht. Alle 5 nivaranas (Hindernisse, Hemmungen)
    müssen aufgehoben sein.

  • Sukha
    Gast
    • 8. April 2013 um 12:39
    • #29
    sarvamitra:

    Das bezeichne ich als "Erleuchtungsegoismus

    Das mag sein, dass Du das tust :)
    Der historische Buddha sah das aber etwas anders.
    Ich übrigens auch.

    Nun, so nebenbei wird ja beim "Erleuchtungsegoismus" die Lehre erhalten und weiter gegeben. ;)

    ()

    Zitat

    Itivuttakam 100. Der Brahmane

    Ich bin der Brahmane, an Opfer gejocht, allzeit mit offener Hand, trage den letzten Leib, bin ein unvergleichlicher Arzt, ziehe den Pfeil heraus. Und ihr seid meine edlen Söhne, aus dem Munde geboren, in der Lehre erzeugt, in der Lehre gebildet, Erben der Lehre, nicht Erben des Materiellen. (Satz 2 = M 111)

    Diese zwei Gaben gibt es: die materielle Gabe und die Gabe der Lehre. Von diesen beiden Gaben ist die Gabe der Lehre die höchste.

    Diese zwei Spenden gibt es: die materielle Spende und die Spende der Lehre. Von diesen zwei Spenden ist die Spende der Lehre die höchste.

    Diese zwei Hilfen gibt es: die materielle Hilfe und die Hilfe der Lehre. Von diesen zwei Hilfen ist die Hilfe der Lehre die höchste.
    (= It 98)

    Diese zwei Opfer gibt es, das materielle Opfer und das Opfer der Lehre. Von diesen zwei Opfern ist das Opfer der Lehre das höchste. (= A II.66)

    Der Lehre Opfer, wer es darbringt, ohne Geizen,
    Vollendeter, der aller Wesen nimmt sich an,
    der beste, der er unter Göttern, Menschen, ihm,
    dem Entrückten, beugen alle Wesen sich.

    Alles anzeigen
    Zitat

    Itivuttakam 107. Symbiose

    Viel tun für euch die brahmanischen Hausväter, die euch mit den Bedarfsgegenständen wie Kleid, Nahrung, Wohnung und Arznei für den Fall einer Krankheit versorgen. Aber auch ihr tut viel für die brahmanischen Hausväter, indem ihr ihnen die Lehre zeigt, die am Anfang begütigt, in der Mitte begütigt, arn Ende begütigt, die sinn- und wortgetreue, das vollkommen geläuterte, geklärte Asketentum aufweist. So wird in gegenseitiger Unterstützung das Asketentum geführt, um der Flut zu entrinnen, völlig dem Leiden ein Ende zu machen:

    Hausleute und auch Hauslose,
    sie beide unterstützen sich,
    vollenden gute Lehre so,
    zur allerhöchsten Sicherheit.

    Hauslose von den Hausnern hier
    erhalten ihren Kleidbedarf
    und Wohnung und was sonst noch not,
    um Klippen da zu überstehn.

    Auf Gutgegangne wiederum
    sich stützen Häuslich-Wünschende,
    sind voll Vertraun zu Heiligen,
    in edler Wahrheit Schauungsfroh'n.

    Nachdem der Lehre sie gefolgt,
    dem Pfad, der führt zu gutem Gang,
    genießen sie die Götterwelt
    und freun der Wunscherfüllung sich.

    Alles anzeigen


    Zitat

    A.IV.34 Das höchste Vertrauen

    Vier Arten des höchsten Vertrauens gibt es, ihr Mönche. Welche vier?

    Was es auch an Wesen gibt, ihr Mönche, an Fußlosen, an Zweifüßern, Vierfüßern oder Vielfüßern, an körperlichen oder körperlosen Wesen, an bewußten, unbewußten oder halb bewußten Wesen: als höchster unter ihnen gilt der Vollendete, der Heilige, der vollkommen Erleuchtete. Jene nun, ihr Mönche, die auf den Erleuchteten vertrauen, die vertrauen auf das Höchste. Denen aber, die auf das Höchste vertrauen, ist höchster Segen (aggo vipāko, 'höchstes Karma-Ergebnis') beschieden.

    Was es auch an Gestaltetem (dhammā sankhatā) gibt, als höchstes darunter gilt der edle achtfache Pfad. Jene nun, die dem edlen achtfachen Pfade vertrauen, die vertrauen auf das Höchste. Denen aber, die auf das Höchste vertrauen, ist höchster Segen beschieden.

    Was es auch an Gestaltetem und Ungestaltetem (asankhatā) gibt, als höchstes darunter gilt die Entsüchtung, nämlich die Dünkelzerstörung, die Stillung des Durstes, die Vernichtung des Haftens, das Durchbrechen der Daseinsrunde, das Versiegen des Begehrens, die Entsüchtung, das Erlöschen, das Nibbana. Diejenigen nun, die der Lehre der Entsüchtung vertrauen, die vertrauen auf das Höchste. Denen aber, die auf das Höchste vertrauen, ist höchster Segen beschieden.

    Was es auch an Jüngerschaften oder Mönchsgemeinden gibt, als höchste unter ihnen gilt die Jüngerschaft des Vollendeten, als da sind die vier Paare der Heiligen, die acht Arten der Heiligen. Diese Jüngerschaft des Erhabenen ist würdig des Opfers, würdig der Gastspende, würdig der Gaben, würdig des ehrfurchtsvollen Grußes, der beste Boden in der Welt für gute Werke. Diejenigen nun, die der Jüngerschaft vertrauen, die vertrauen auf das Höchste. Denen aber, die auf das Höchste vertrauen, ist höchster Segen beschieden.

    Diese vier Arten des höchsten Vertrauens gibt es, ihr Mönche.

    »Wer Vertrauen hat zum Höchsten
    und die höchste Lehre kennt;
    wer dem Buddha, als dem Höchsten,
    der der größten Ehrung würdig;

    wer der Lehre, als dem höchsten
    Friedensglücke der Entsüchtung;
    wer dem Orden, als dem höchsten,
    besten Boden guter Werke -
    diesen dreien wer vertraut,
    auch dem Höchsten Gaben spendet,
    dem erwächst der höchste Segen,
    hohes Alter, Schönheit, Ruhm,
    Glück und Kraft und hohes Ansehen.

    Ein Weiser, der dem Höchsten gibt,
    ergeben ist der höchsten Lehre,
    als Götterwesen oder auch als Mensch
    wird höchste Freude ihm zuteil.«

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  • sarvamitra
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    • 8. April 2013 um 13:36
    • #30
    Sukha:
    sarvamitra:

    Das bezeichne ich als "Erleuchtungsegoismus

    Das mag sein, dass Du das tust :)
    Der historische Buddha sah das aber etwas anders.
    Ich übrigens auch.

    Nun, so nebenbei wird ja beim "Erleuchtungsegoismus" die Lehre erhalten und weiter gegeben. ;)

    ()

    Jetzt versteh ich nichts mehr!
    Du magst das ja anders sehen, aber Buddha? Warum ist er 45 Jahre durch Nordwestindien gewandert ,nach seiner Erleuchtung. Hätt er ja zurückgezogen, rein kontemplativ bis zu Ende weiter leben können. War das kein Engagemet seine Lehre zu verbreiten um seinen Mitmenschen den Weg aus dem "Leiden" aufzuzeigen? Oder wars Größenwahn?
    Allein die vermutlich endlosen Diskussionen mit Vertretern anderer Auffassungen, Brahmanen, dem grade auch entstandenem Jainismus etc. . Hätt er sich doch alles sparen können. Meditiert hat nebenbei ja auch noch.
    Denke grade an Buddha als "Arzt" (nicht medizinisch).

    Viele Grüße
    Sarvamitra :doubt:

    "Warum muß eine Sache oder ein Gedanke, um richtig zu sein, unbedingt sein?"
    Mircea Eliade

  • sarvamitra
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    • 8. April 2013 um 13:43
    • #31

    An Sukha: das hat sich jetzt überschnitten ! blöd ! Aber was solls...

    Gruß
    Sarvamitra

    "Warum muß eine Sache oder ein Gedanke, um richtig zu sein, unbedingt sein?"
    Mircea Eliade

  • Sukha
    Gast
    • 8. April 2013 um 13:58
    • #32
    sarvamitra:

    Warum ist er 45 Jahre durch Nordwestindien gewandert ,nach seiner Erleuchtung. ......

    Was anderes habe ich ja auch nicht gesagt.

    Dhamma lehren und vorleben ja!!!!, sofern man dazu fähig ist und es möchte.
    Auch der Buddha musste erst zum lehren überredet werden.

    sarvamitra:

    Diese völlige Enhaltung gesellchaftlicher Teilhabe, keinerlei Engagement, ....

    ... da dachte ich, dass Du mehr meinst als Dhamma lehren.

    Übrigens, nicht alle im Kloster werden eigene Einsichten erlangen, sodass sie lehren können.
    Auch das ist o.k. und diese werden halt überwiegend nur selber üben.

    ()

  • sarvamitra
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    • 8. April 2013 um 14:45
    • #33

    Noch so als kleinen Anstoß zum bisher Gesagten:

    http://www.satinanda.de/thema-03/zerbr…-buddha%20v.htm

    Sarvamitra

    "Warum muß eine Sache oder ein Gedanke, um richtig zu sein, unbedingt sein?"
    Mircea Eliade

  • Mirco
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    • 8. April 2013 um 16:22
    • #34
    accinca:
    Mirco:

    Nein. dass heißt "Natürlich sind Jhanas im Familienleben möglich, solange wirklich nach den fünf Silas gelebt wird." An welcher Stelle verunmöglicht Dir Dein Familienleben Dana, die fünf Silas und Bhavana?:-) Gruß

    Dana und Silas genügen für die Jhanas nicht. Alle 5 nivaranas (Hindernisse, Hemmungen) müssen aufgehoben sein.


    Das Aufheben der nivaranas ist aber nicht durch einen Willensakt möglich.
    Es geschieht, wenn die Bedingungen dafür die rechten sind, unter anderem, wenn durch Dana und Sila genügend vorbereitet wurde.

    :) Gruß

  • Mirco
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    • 8. April 2013 um 16:30
    • #35
    Mirco:

    Nein, dass heißt "Natürlich sind Jhanas im Familienleben möglich, solange wirklich nach den fünf Silas gelebt wird."

    Sukha:

    Was denn jetzt? Ja oder nein.


    Ja, aber nicht alle.
    P.S.: In welchem Sutta steht das mit dem "meistern" eigentlich?

    Mirco:

    An welcher Stelle verunmöglicht Dir Dein Familienleben Dana, die fünf Silas und Bhavana?

    Sukha:

    Wir sprachen doch von Jhana und nicht von Dana, Sila, Bhavana oder?
    Das Sila eine Voraussetzung sind ist klar, aber .......?


    Dana ebenfalls und Jhana ist doch Bhavana.

    :) Gruß

  • accinca
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    • 8. April 2013 um 17:19
    • #36
    Mirco:

    Das Aufheben der nivaranas ist aber nicht durch einen Willensakt möglich.
    Es geschieht, wenn die Bedingungen dafür die rechten sind, unter anderem, wenn durch Dana und Sila genügend vorbereitet wurde.:-) Gruß


    Wie auch immer, jedenfalls sind Dana und Sila dazu nicht ausreichend.
    Mehr hatte ich nicht gesagt.
    Im Übrigen alles geschieht nur wenn die Bedingungen dafür die rechten sind.
    Auch der Willensakt macht da keine Ausnahme. Und auch die Beruhigung der
    ständigen Willensakte ist von Willensakten abhängig.

  • Mirco
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    • 8. April 2013 um 17:41
    • #37
    accinca:

    Im Übrigen alles geschieht nur wenn die Bedingungen dafür die rechten sind. Auch der Willensakt macht da keine Ausnahme. Und auch die Beruhigung der ständigen Willensakte ist von Willensakten abhängig.


    Das ist nicht falsch. Mir ging es in diesem Zusammenhang um das sog. 'Meistern' der Jhanas, bei welchem der Eintritt und Austritt vorher willentlich festgelegt wird. Auch bei vielen anderen Handlungen des Alltags tritt eine Teil-Wirkung direkt ein. So kann von außen der Eindruck einer starken Kontrolle entstehen.

    :) Gruß

  • Sukha
    Gast
    • 8. April 2013 um 18:03
    • #38
    Mirco:

    Das Aufheben der nivaranas ist aber nicht durch einen Willensakt möglich.

    Lieber Mirco,

    wie würdest Du denn z.B. Stumpfheit und Mattheit (thīna-middha) entgegen wirken.

    Mirco:

    P.S.: In welchem Sutta steht das mit dem "meistern" eigentlich?

    Ob das irgendwo steht ist nicht von Belang. Wenn man etwas bis zur Perfektion beherrscht/kann, hat man diese Sache gemeistert, ist Meister in dieser Sache. So auch in der Meditation. Deswegen kann man durchaus von "Meisterung der Jhanas" sprechen.
    Samyutta Nikaya34. Jhāna Saṃyutta

    ()

  • Mirco
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    • 8. April 2013 um 18:23
    • #39
    Sukha:
    Mirco:

    Das Aufheben der nivaranas ist aber nicht durch einen Willensakt möglich.

    wie würdest Du denn z.B. Stumpfheit und Mattheit (thīna-middha) entgegen wirken.


    Durch ein wenig mehr Begeisterung (für das Meditationsobjekt).

    Sukha:


    Ob das irgendwo steht ist nicht von Belang. Wenn man etwas bis zur Perfektion beherrscht/kann, hat man diese Sache gemeistert, ist Meister in dieser Sache. So auch in der Meditation. Deswegen kann man durchaus von "Meisterung der Jhanas" sprechen. Samyutta Nikaya34. Jhāna Saṃyutta


    Wenn Du meinst. Meistern klingt in meinen Ohren zu sehr nach dem Visuddhi Magga, das steht doch auch irgendwo so etwas. Da dachte ich mir, das käme aus der Ecke.

    Zitat

    4. Da ist, ihr Mönche, ein Sich-Vertiefender bei der Sammlung der Sammlung kundig, nicht ist er des Eintritts in die Sammlung kundig. 5. Da ist, ihr Mönche, ein Sich-Vertiefender des Eintritts in die Sammlung kundig, nicht ist er bei der Sammlung der Sammlung kundig. 6. Da ist, ihr Mönche, ein Sich-Vertiefender weder bei der Sammlung der Sammlung kundig, noch ist er des Eintritts in die Sammlung kundig. 7. Da ist, ihr Mönche, ein Sich-Vertiefender bei der Sammlung der Sammlung kundig, und er ist auch des Eintritts in die Sammlung kundig. 8. Dieser Sich-Vertiefende nun, ihr Mönche, der da bei der Sammlung der Sammlung kundig ist und auch des Eintritts in die Sammlung kundig ist, der ist unter den vier Sich-Vertiefenden der Höchste, Erste, Führende, Beste und Vorzüglichste. 9. Wie, ihr Mönche, von der Kuh Milch kommt, aus der Milch Dickmilch wird, aus der Dickmilch Butter, aus der Butter Ghee, aus dem Ghee die Ghee-Creme: ebenso ist dieser Sich-Vertiefende, der bei der Sammlung der Sammlung kundig ist und auch des Eintritts in die Sammlung, unter den vier Sich-Vertiefenden der Höchste, Erste, Führende, Beste und Vorzüglichste."


    Das verstehe ich gut. Es bedeutet einfach, ich bin in jedem Moment ruhig, klar und gelassen bei der Sache.

    :) Gruß

  • Sukha
    Gast
    • 8. April 2013 um 18:54
    • #40
    Mirco:
    Sukha:

    wie würdest Du denn z.B. Stumpfheit und Mattheit (thīna-middha) entgegen wirken.


    Durch ein wenig mehr Begeisterung (für das Meditationsobjekt).

    Nun, oftmals reicht auch einfach ein wenig "gehen" oder sich recken und strecken.
    Man erkennt, da ist das Hemmnis Stumpfheit und Mattheit vorhanden. Achtsam nimmt man sich vor z.B. aufzustehen und ein wenig zu gehen. Achtsam steht man auf und geht. Man bemerkt achtsam die Veränderung des Geistes usw.

    Siehst Du bei diesen Vorgängen irgendwo "Willenskraft"? Ich schon.

    Mirco:

    Meistern klingt in meinen Ohren zu sehr nach dem Visuddhi Magga, das steht doch auch irgendwo so etwas. Da dachte ich mir, das käme aus der Ecke.


    Habe direkt verstanden wo Deine Aversion gegen das Wort herrührte :lol:

    Zitat

    Durchschauung und Verwindung, Verwirklichung, Entfaltung
    Zu jener Zeit, wo man die Meisterschaft erreicht:
    Solch vierfache Funktion der Pfaderkenntnisse
    Sollt' ganz man kennen, wie in Wirklichkeit sie ist.
    Visuddhi Magga XXII

    Liebe Grüße
    Sukha

  • accinca
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    • 8. April 2013 um 19:10
    • #41
    Mirco:
    accinca:

    Im Übrigen alles geschieht nur wenn die Bedingungen dafür die rechten sind. Auch der Willensakt macht da keine Ausnahme. Und auch die Beruhigung der ständigen Willensakte ist von Willensakten abhängig.


    Das ist nicht falsch. Mir ging es in diesem Zusammenhang um das sog. 'Meistern' der Jhanas, bei welchem der Eintritt und Austritt vorher willentlich festgelegt wird. Auch bei vielen anderen Handlungen des Alltags tritt eine Teil-Wirkung direkt ein. So kann von außen der Eindruck einer starken Kontrolle entstehen.
    :) Gruß


    Ja, das gibt es auch. Wenn der Geist die Fähigkeit zur Kontrolle hat,
    dann klappt es "nach Wunsch und Wille" wie es ihm belieben mag.
    Fähigkeiten können aber auch schwanken. Das heißt mehr oder weniger
    zur Verfügung stehen. Es gibt eben alles mögliche.

  • Mirco
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    • 8. April 2013 um 19:22
    • #42
    accinca:

    Ja, das gibt es auch. Wenn der Geist die Fähigkeit zur Kontrolle hat,
    dann klappt es "nach Wunsch und Wille" wie es ihm belieben mag.
    Fähigkeiten können aber auch schwanken. Das heißt mehr oder weniger
    zur Verfügung stehen. Es gibt eben alles mögliche.


    *lach* Ja.

  • Onyx9
    Gast
    • 8. April 2013 um 19:42
    • #43

    Ich bin jetzt mal voll konkret provokant :D :

    Die Nicht-Gleichberechtigung der ( ordinierten ) Frau,
    besonders die Benachteiligung hinsichtlich der Versorgung und Achtung,
    führt auch zu Hemmnissen der spirituellen Entfaltung,
    da diese Art der Ungleichbehandlung immer etwas Negierendes an sich hat
    und damit Gewaltformen sind. Und sei es noch so subtil und zu "vernachlässigen",
    es ist doch zumindest Vertrauenslosigkeit und Misstrauen und damit Aversion.

  • Mirco
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    • 8. April 2013 um 19:43
    • #44
    Sukha:

    Nun, oftmals reicht auch einfach ein wenig "gehen" oder sich recken und strecken. Man erkennt, da ist das Hemmnis Stumpfheit und Mattheit vorhanden. Achtsam nimmt man sich vor z.B. aufzustehen und ein wenig zu gehen. Achtsam steht man auf und geht. Man bemerkt achtsam die Veränderung des Geistes usw.


    Mich wegen Stumpfheit und Mattheit bei der Medi bewegen ist erst das allerletzte Mittel, wenn so gar nichts nichts mehr geht. Bewegen ist gefährlich ;) Da werden so viele gewohnheitsmäßige Tendenzen getriggert.

    Sukha:

    Siehst Du bei diesen Vorgängen irgendwo "Willenskraft"? Ich schon.


    Ja, die Entscheidung wirkt aber nicht das Hemmnis, Los, geh weg! und weg ist es, sondern auf eine Aktion, die eventuell dazu beitragen kann, das sich etwas verändert.

    :) Gruß

  • Mirco
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    • 8. April 2013 um 19:44
    • #45
    Onyx9:

    ...und damit Aversion.


    Was sollte es sonst sein, als Anhaftung?

    :) Gruß

  • Onyx9
    Gast
    • 8. April 2013 um 21:28
    • #46
    Zitat

    Was sollte es sonst sein, als Anhaftung?

    Das macht es nicht legaler.
    Man stelle sich vor, daß es statt Frauen Farbige oder ein Behinderte wären.

    Zitat

    Das Aufheben der nivaranas ist aber nicht durch einen Willensakt möglich.

    Doch natürlich.
    Das ist Viriya, im jap. Shoji.

    Gerade durch Trägheit ( Müdigkeit ) verfällt man schnell in Mano Layo.
    Das ist wirklich gefährlich. Achtsam gehen, sich achtsam eine runterhauen :D oder es achtsam
    erstmal mit dem Sitzen lassen, ist dagegen weiterüben.

    Bei noch leichter Mattheit hilft auch grüner Tee ganz gut.

  • Mirco
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    • 9. April 2013 um 03:28
    • #47

    :OT:

    Onyx9:
    Zitat

    Was sollte es sonst sein, als Anhaftung?


    Das macht es nicht legaler. Man stelle sich vor, dass es statt Frauen Farbige oder ein Behinderte wären.


    Farbig? Hast Du etwa keine Farbe?
    :OT: Ende.


    Onyx9:
    Zitat

    Das Aufheben der nivaranas ist aber nicht durch einen Willensakt möglich.


    Doch natürlich. Das ist vīriya, im jap. shoji.


    Habe ich oben doch geschrieben, etwas mehr Begeisterung für's Meditationsobjekt.


    Onyx9:

    Gerade durch Trägheit (Müdigkeit) verfällt man schnell in Mano Layo. Das ist wirklich gefährlich. Achtsam gehen, sich achtsam eine runterhauen :D oder es achtsam erst mal mit dem Sitzen lassen, ist dagegen weiter üben. Bei noch leichter Mattheit hilft auch grüner Tee ganz gut.


    Das, und vīriya, ist immer noch kein Willensakt zur direkten Aufhebung der Mattheit. Ich/Du/wir/man können Müdigkeit nicht direkt Wegdenken, wegwünschen. Es kann etwas unternommen werden, was dann indirekt und nur bedingt Einfluss auf den Geisteszustand haben kann.

    :) Gruß

    P.S.: Was soll mano layo sein?
    P.P.S.: Ich halte "achtsames" eine runterhauen für kompletten Schwachsinn.

  • Onyx9
    Gast
    • 9. April 2013 um 06:44
    • #48

    "Wir" nehmen doch jeden Tag zichmale Einfluß auf unseren Zustand,
    da ist es nur recht und billig, der Läuterung nachzuhelfen.
    Natürlich ist viriya eine saubere Kraft die im inneren entsteht,
    während der weltliche Wille zutiefst befleckt ist und neue nivarana hervorbringen kann.
    begeisterung für das objekt setzt auch einen entschluß voraus.
    aber zur wachheit, zu sati zurückkehren, ist nicht immer möglich.

  • Sukha
    Gast
    • 9. April 2013 um 07:23
    • #49
    Onyx9:

    Ich bin jetzt mal voll konkret provokant :D :

    Die Nicht-Gleichberechtigung der ( ordinierten ) Frau,
    besonders die Benachteiligung hinsichtlich der Versorgung und Achtung,
    führt auch zu Hemmnissen der spirituellen Entfaltung,
    da diese Art der Ungleichbehandlung immer etwas Negierendes an sich hat
    und damit Gewaltformen sind. Und sei es noch so subtil und zu "vernachlässigen",
    es ist doch zumindest Vertrauenslosigkeit und Misstrauen und damit Aversion.

    Darüber jammern hilft nix :)

    Besser machen ist angesagt.
    Spenden (Dana) für Ordinierte und für ein neues Kloster oder Kutis nimmt gerne
    http://www.satinanda.de entgegen.

    ()

  • Onyx9
    Gast
    • 9. April 2013 um 19:27
    • #50

    Geb dir gern mein letztes Hemd.
    Ansonsten bin ich Aufstockerin ( Harz4 welches nicht dhammatauglich sein soll )
    Aber ich weiß, es ist nicht explizit Onyx gemeint,
    nur, daß Onyx sich jetzt wieder mal fühlt
    wie schuldig, weil Onyx zitiert wurde.

    PS:
    Ich glaub nicht wirklich daran, daß Dana speziell an Sanghas mir einen besonderen Erleuchtungsbonus
    oder gute Geburt Bonus verleiht so als Zen-Buddhistin. Möglicherweise ist Onyx aber gerade deswegen bereits ein faules Ei ?! :D

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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