Um mal diesen Ausdruck, diese Begrifflichkeit Leiden mal zu durchleuchten.
Ich meine, ist es nicht eher die Angst, die hinter all den vielen, verschiedenen Mängeln in unserem täglichen Leben stehen.
Sei es das geistige oder das rein materielle Leben ?
Es ist die Angst vor dem Leiden, die zum Leidenszustand führt ?
Unbewusst mag da eine Unzufriedenheit sein, aber das ist noch längst kein Leiden.
Leiden tut weh und schmerzt.
Wenn ich darunter leide, dass ich dies und das nicht habe, geht dem die Angst voraus, etwas nicht zu haben oder haben zu können, was ich meine haben zu müssen.
Klar gibt es auch jede Menge Formen des Leidens. Wir sollten unter schlechter Laune bewusst leiden, so lange, bis wir damit klargekommen sind. Allerdings kann auch hinter oder unter diesem Leiden eine Angst sein, also als Grund der Laune.
So z.B., wenn ich wütend werde, habe ich Angst, nachzugeben oder was auch immer.
Wenn ich unter Depression leide, ist immer darunter die Angst verborgen, den Grund dafür zu suchen und gegen die Depression was zu tun, weil der Grund/Ursache ja zu sehr unter die Haut geht, weil die Ursache meistens bei einem Selber liegt. Und danach kommt dann der Leidenszustand.
Die Begrifflichkeit Leiden hört sich zu sehr nach einem Grund nach ärztlicher Konsultation an.
Mit Angst kann ich allein umgehen und fertig werden.
Leiden führt zu jammern und sich aufgeben, Angst eher dazu, zum mutigen Menschen zu werden.