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Gefühle im Buddhismus

  • isu
  • 13. Juli 2008 um 13:29
  • Zum letzten Beitrag
  • isu
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 13:29
    • #1

    Hallo,

    mein Name ist Michael und ich bin Student.
    Ich beschäftige mich jetzt schon eine lange zeit mit dem Buddhismus und mir ist jetzt letztens etwas aufgefallen was mich ins Grübeln gebracht hat.
    Die lehren Buddhas sagen ja man muss von allem ablassen was leid verursacht, dazu gehören ja auch Gefühle wie Liebe, Hass, Traurigkeit, Freude etc.
    Aber ich konnte in meinem bisherigen leben feststellen das Grade diese Sachen wichtig für einen Menschen, sie sind das was einen Menschen zu Menschen macht und wir brauchen sie um ein Gesundes leben führen zu können, und dann soll man von ihnen ablassen so das man irgendwann keine mehr hat?
    Ich habe lange Jahre ohne Gefühle gelebt und kann nur sagen das es keine schöne Erfahrung ist und ich mich ohne sie nicht mehr als Mensch bezeichnen würde.

    Deswegen wollte ich fragen ob ich da etwas falsch verstanden habe oder ob das wirklich so ist.

    Gruß Michael

  • bel
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 13:52
    • #2

    Hallo Michael,

    Gefühle kann man nicht überwinden oder ausschalten, sie gehören nun mal zum Menschsein - wahres Gefühl entsteht mit der Manifestation von Karuna, Mudita, Metta, Upekka.
    Normalerweise ist aber das, was für "Gefühl" halten, nur von Ich-Sucht geprägt. Bleispiel, man sagt: "Ich liebe Dich", tatsächlich ist es aber eine selbstbezogene Gier, als eher: "Gehöre mir!" - etwas besitzen wollen, was nicht zu besitzen ist. Aus diesem Begehren, etwas Unmögliches zu wollen, entspringt das ganzen Leiden.

    http://www.palikanon.com/samyutta/sam36.html#s36_6

    _()_

  • bombo
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 13:54
    • #3

    hallo michael,

    das ist eine gute frage!

    es geht im buddhismus nicht darum von gefühlen abzulassen, sie zu verdrängen oder zu ignorieren. Es geht einfach darum Gefühle in ihrem wahren Zusammenhang zu sehen. Das heisst, wann, wie und wieso Gefühle auftreten. Und darauf folgend dann zu erkennen, inwieweit es möglich ist, Gefühlen nicht einfach so ausgeliefert zu sein.

    Oft ist es ja so, das Gefühle unbewußt "entstehen" und diese uns dann zu irgendwelchen Handlungen, Haltungen, Gedanken, oder auch neuen Gefühlen quasi zwingen. Sich davon zu befreien und etwas mehr "Spielraum" zu haben, von Gefühlen nicht vereinnahmt und gezwungen zu werden, ist ein, wenn nicht sogar das Ziel des Buddhismus. Das heisst ja aber nicht, das man aufhört zu fühlen!

    Du schreibst du hättest jahrelang ohne Gefühle gelebt. Magst du dazu etwas erzählen? Interssiert mich sehr. Kannst mir auch per PN schreiben, wenn du darüber hier nicht so öffentlich reden magst.

    Danke für die inspirierende Frage und ein gute Zeit dir, mit angenehmen Gefühlen :D

    gasshô

  • nikaya
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 14:56
    • #4

    Wie "bel" und das von ihm zitierte Samyutta schon sagen ist das unheilsame an den Gefühlen nicht das Gefühl an sich sondern die Verflechtung des Gefühls mit einem "Ich-Selbst-Mein".Dieses "Ich" möchte natürlich nur Wohlgefühl und auf der Jagd danach setzt eine mehr oder weniger geschäftige Aktivität ein.Leider kommt immer wieder die Vergänglichkeit dazwischen so dass jedes Wohlgefühl (wie auch Wehgefühl) irgendwann wieder vergeht und die Jagd von vorne beginnt.Statt einfach wahrzunehmen "Gefühl ist da" wird vom Geist nach den Sinnesursachen für Wohl/Weh/Weder-wohl-noch-weh-Gefühl geforscht. Bestimmte Sinneswahrnehmungen werden mit angenehmen,andere mit unangenehmen Gefühlen verbunden.Dementsprechend wird an bestimmten Sinneswahrnehmungen angehaftet,andere werden abgelehnt.So entsteht neues Leiden.

    Die Gefühls-Betrachtung ist ein wichtiges Glied in der Achsamkeitsmeditation und sollte nicht unterschätzt werden.Nyanaponika hat es in seinem Buch "SATIPATTHANA,GEISTESTRAINING DURCH ACHTSAMKEIT" sehr schön beschrieben:

    Zitat

    «Gefühl» (Pāli: vedanā) bezeichnet hier, sowie stets in der buddhistischen Psychologie, lediglich die angenehmen, unangenehmen und neutralen Empfindungen körperlichen oder geistigen Ursprungs. Gefühl im hier verstandenen Sinne hat nicht die vielfältigen Inhalte der Emotion, an der auch Lust, Haß, Stolz, Liebe, reflektierendes Denken usw. teilhaben können.

    Im hier verstandenen Sinne gehört die gefühlsmäßige Bewertung eines Objektes zu den ersten Reaktionen des Geistes auf einen Sinneneindruck (auch einen geistigen) und verdient daher die besondere Aufmerksamkeit derer, die eine Kenntnis und Meisterung des Geistes erstreben. In der Reihe der «Bedingten Entstehung» (paticca-samuppāda), in welcher der Buddha die «Entstehung dieser ganzen Leidensfülle» aufzeigt, ist Gefühl durch den sechsfachen Sinneneindruck bedingt und kann seinerseits eine Entstehungsbedingung für das Begehren (tanhā) sein, woraus wiederum das starke Anhangen oder Greifen (upādāna) erwächst. Das unvermischte Gefühl selber ist jedoch ein moralisch noch undifferenzierter Zustand. Gelingt es nun, bei einem empfangenen Bewußtseinseindruck bei der ersten einfachen Gefühlreaktion innezuhalten und diese dem Reinen Beobachten zu unterziehen, so kann die Weiterentwicklung des Gefühls zum Begehren oder zu anderen Leidenschaften unterbunden werden.

    Diese Phase in der Reihe der «Bedingten Entstehung» ist daher von entscheidender Wichtigkeit. Denn an diesem Einsatzpunkte kann man durch Rechte Achtsamkeit jene unheilvolle, zur Leidentstehung führende Verkettung brechen. Wenn man sich darin übt, beim Aufsteigen eines Gefühls bei der Feststellung «angenehm», »unangenehm» oder «neutral» stehenzubleiben, so wird die Wissensklarheit genügend Zeit haben, über eine der Situation angemessene Einstellung oder Handlung zu entscheiden. Beobachtet man immer wieder und mit zunehmender Klarheit, wie Gefühle entstehen, allmählich verblassen und von anderen Gefühlen abgelöst werden, so wird es zur eigenen Erfahrung, daß in den Gefühlen keinerlei Notwendigkeit liegt, zu Begehren oder Hassen zu führen, und daß es daher möglich ist, sie von dieser gewohnheitsmäßigen Assoziation zu befreien. Wenn man bei den anfänglichen angenehmen oder unangenehmen Empfindungen innehalten kann, so werden sie keine Gelegenheit haben, einen üblen Nachwuchs in die Welt zu setzen. So kann diese unscheinbare Gefühlsbetrachtung zur Geburtstätte der inneren Freiheit werden. Daher nimmt sie auch im buddhistischen Schrifttum eine ähnlich wichtige Stellung ein wie die Meditation über die vier Elemente in der Körperbetrachtung.


    Quelle:http://www.palikanon.com/diverses/satip…atipatt_04.html

    namaste,nikaya

  • isu
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 16:41
    • #5

    Ich glaube ich verstehe, man soll sich nicht von seinen Gefühlen abkapseln oder sie ignorieren.

    Man muss lernen das sie etwas vergängliches sind und als das akzeptieren was sie sind und sollte ihnen nicht anhaften, da dies zu Leid führt.
    Auch sollte man nicht nach ihnen streben, weil dies auch eine Art anhaften ist.

    Aber das Leidenschaft nicht unbedingt etwas gutes ist sagt ja schon der Begriff in sich "Leiden-schaft" :grinsen: Ein Bekannter von mir hatte mal gesagt: Die Leidenschaft ist wie eine Hure. Und ich glaube da hatte er recht.

    Nur das mit der Ich-Sucht verstehe ich noch nicht so ganz. Wie ist das genau gemeint?

    Das mit der Sache über meine Zeit wo ich keine Gefühle hatte werde ich bald hier reinstellen hab nur grad keine Zeit das zu schreiben.

  • Mahakala
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 16:55
    • #6
    Zitat

    ..Vielmehr sind die Darlegungen gemacht, um Verwirrung zu klären und zum
    Zweck der gründlichen Untersuchung, so wie Gold getestet wird durch schneiden, reiben
    und brennen. Aber wenn die Nachfolgenden der Schüler, nur ein wenig Wissen
    besitzend, sind sie selbst involviert in Kritik über andere aus Gründen des Hasses oder
    der Anhaftung; wenn sie texte erstellen in welchen sie andere kritisieren; und wenn sie
    dem gegenseitigen Gespött nachgeben; sie kreieren Gruppen in ihrer Gemeinschaft und
    führen andere in die Verwirrung. Diese unheilvollen Taten die über den Dharma kommen
    sind bösartig.

    Alles anzeigen
  • Taishan
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 17:01
    • #7
    Mahakala:
    Zitat

    ..Vielmehr sind die Darlegungen gemacht, um Verwirrung zu klären und zum
    Zweck der gründlichen Untersuchung, so wie Gold getestet wird durch schneiden, reiben
    und brennen. Aber wenn die Nachfolgenden der Schüler, nur ein wenig Wissen
    besitzend, sind sie selbst involviert in Kritik über andere aus Gründen des Hasses oder
    der Anhaftung; wenn sie texte erstellen in welchen sie andere kritisieren; und wenn sie
    dem gegenseitigen Gespött nachgeben; sie kreieren Gruppen in ihrer Gemeinschaft und
    führen andere in die Verwirrung. Diese unheilvollen Taten die über den Dharma kommen
    sind bösartig.

    Alles anzeigen
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    Du hilfst uns hier , wenn du deine Zitate mit den Quellenangaben kennzeichnest.

    Zitat


    Es ist die Verantwortung von Mahayana Praktizierenden generell die Liebenswürdigkeit
    aller fühlenden Wesen zu erkennen und diese Liebenswürdigkeit zu kontemplieren, so
    wie es unanständig ist, Gedanken zu beherbergen von Klammern oder Hass. Wir müssen
    uns zurückhalten vom Ansammeln der Negativitäten in Bezug auf Dharma und Aktionen
    vermeiden, die uns veranlassen Dharma zu entsagen. Wir sollten nicht diskriminieren im
    benennen “dies ist ein Nyingma” “dies ist ein Kagyü” “er ist ein Asket” oder “er ist ein so
    und so”. In der Vergangenheit wurde gesagt “Schüler werden in strenger Beobachtung
    gehalten von anderen Schülern”.
    Wenn Schüler Kritiken machen und andere
    Behauptungen, Logik und Texte benutzen, für den Gefallen an der Erhaltung, schützend,
    werbend und ihr eigenes Dharma verfeinernd, ist dies nicht aus Hass und oder Anhaftung
    gemacht. Vielmehr sind die Darlegungen gemacht, um Verwirrung zu klären und zum
    Zweck der gründlichen Untersuchung, so wie Gold getestet wird durch schneiden, reiben
    und brennen. Aber wenn die Nachfolgenden der Schüler, nur ein wenig Wissen
    besitzend, sind sie selbst involviert in Kritik über andere aus Gründen des Hasses oder
    der Anhaftung; wenn sie texte erstellen in welchen sie andere kritisieren; und wenn sie
    dem gegenseitigen Gespött nachgeben; sie kreieren Gruppen in ihrer Gemeinschaft und
    führen andere in die Verwirrung. Diese unheilvollen Taten die über den Dharma kommen
    sind bösartig.
    So sollten wir uns dem Gegenteiligen zuwenden und unser Mind trainieren in reinem
    Aussehen hinsichtlich eines täglich Praktizierenden. Wir mögen glauben einige
    besondere Fähigkeiten oder Talente zu haben, aber wir sollten sie nicht vor anderen zur
    Schau stellen. Wir sollten sie stattdessen benutzen um die inneren Feinde der Täuschung
    zu unterwerfen. Dies ist ein guter Ratschlag der hier ausgedrückt wird in einer hilfreichen
    und wünschenswerten Art.

    Alles anzeigen

    Dies ist der ganze Abschnitt -
    Die 37 Praktiken eines Bodhisattvas - Kommentar von Tenzin Gyatso -

    und er bezieht sich auf die 32. Praktik.

    Was willst du damit sagen?

  • Shiko
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 17:22
    • #8
    isu:

    Nur das mit der Ich-Sucht verstehe ich noch nicht so ganz. Wie ist das genau gemeint?

    Hi Isu, aus meiner Sicht macht Ich-Sucht den Menschen schwach und unfrei. Deshalb bemühe ich mich, die übermäßige Selbstbezogenheit zu überwinden.

  • shui-jiao
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    4
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    5. Juni 2008
    • 13. Juli 2008 um 17:34
    • #9
    Shiko:

    ... macht Ich-Sucht den Menschen schwach und unfrei.


    Deshalb bemühe ich mich, die übermäßige Selbstbezogenheit zu überwinden.


    :!:

    Ohne Brennholz kein Feuer.

  • nikaya
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 17:49
    • #10
    isu:

    Nur das mit der Ich-Sucht verstehe ich noch nicht so ganz. Wie ist das genau gemeint?


    http://www.palikanon.com/wtb/anatta.html

  • Mahakala
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 18:06
    • #11
    Zitat

    Dies ist der ganze Abschnitt -
    Die 37 Praktiken eines Bodhisattvas - Kommentar von Tenzin Gyatso -

    und er bezieht sich auf die 32. Praktik.

    Was willst du damit sagen?

    Ja, was will er wohl damit sagen? So ist das mit der Lehre Buddhas: wer die Zusammenhänge sieht, sieht den Weg.

    Zitat

    In allen Aktiviäten, möge ich in meinem Mind suchen, und so früh
    wie Leidenschaften entstehen oder mentale Störungen, die mich oder andere gefährden,
    möge ich sie sofort erkennen und abwenden.

    Also, nur Mut! 8) Frag Dich selbst, Sucher, der Lehrer sein will. :|
    Und hör auf mich anzuposten...Du kriegst Dein "Fleisch" nicht.

  • accinca
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    • 13. Juli 2008 um 18:19
    • #12
    isu:

    Ich glaube ich verstehe, man soll sich nicht von seinen Gefühlen abkapseln oder sie ignorieren.
    Man muss lernen das sie etwas vergängliches sind und als das akzeptieren was sie sind und sollte ihnen nicht anhaften, da dies zu Leid führt.
    Auch sollte man nicht nach ihnen streben, weil dies auch eine Art anhaften ist.
    Aber das Leidenschaft nicht unbedingt etwas gutes ist sagt ja schon der Begriff in sich "Leiden-schaft" :grinsen: Ein Bekannter von mir hatte mal gesagt: Die Leidenschaft ist wie eine Hure. Und ich glaube da hatte er recht.
    Nur das mit der Ich-Sucht verstehe ich noch nicht so ganz. Wie ist das genau gemeint?
    Das mit der Sache über meine Zeit wo ich keine Gefühle hatte werde ich bald hier reinstellen hab nur grad keine Zeit das zu schreiben.

    In letzter Konsequenz ist das hinsichtlich der Gefühle
    schon richtig und wichtig, aber der praktische Weg ist
    es nicht. Da lehrte der Buddha die Gefühle zu pflegen
    und zu entwickeln die heilsam sind und die zu überwinden
    die unheilsam und hinderlich sind.

    mfg.
    accinca

  • Taishan
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 18:26
    • #13
    Mahakala:
    Zitat

    Dies ist der ganze Abschnitt -
    Die 37 Praktiken eines Bodhisattvas - Kommentar von Tenzin Gyatso -

    und er bezieht sich auf die 32. Praktik.

    Was willst du damit sagen?

    Ja, was will er wohl damit sagen? So ist das mit der Lehre Buddhas: wer die Zusammenhänge sieht, sieht den Weg.

    Also - du siehst sie nicht. Hast du Fieber? Was "er " damit sagen will läßt sich leicht verstehen, nur du kannst nur kopieren. Der Weg ist nicht zu sehen, er offenbart sich aber, dem der ihn geht.
    Auch mit rhetorischen Krücken kann man ein Stück weit gehen :lol:

    Ngulchu Gyalsas Thogmed Zangpo:

    In allen Aktiviäten, möge ich in meinem Mind suchen, und so früh
    wie Leidenschaften entstehen oder mentale Störungen, die mich oder andere gefährden,
    möge ich sie sofort erkennen und abwenden.

    Mahakala:


    Also, nur Mut! 8) Frag Dich selbst, Sucher, der Lehrer sein will. :|

    Ich bin kein Sucher - und auch kein Finder - ich bin ein Übender. Fortwährend. Und selbstverständlich ist das hier auch Praxis und Übung des Weges. Aber offenbar stört dich das, der selber L. sein will. Ich mache dich hiermit zu meinem Lehrer.

    Mahakala:


    Und hör auf mich anzuposten...Du kriegst Dein "Fleisch" nicht.


    Warum nimmst du denn an - wenn ein post kommt?
    Hast du sonst noch irgendwelche Probleme? Können wir dir helfen?

  • Mahakala
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 18:33
    • #14
    Zitat

    Hast du sonst noch irgendwelche Probleme? Können wir dir helfen?


    Zitat

    Kyôsei fragte einen Mönch: "Was für ein Geräusch ist das da draußen?" Der Mönch
    sagte: "Das sind Regentropfen." Kyôsei sagte: "Die Leute leben in Verkehrtheit; sie
    verlieren sich in Illusionen über sich selbst und verfolgen bloß die [äußeren] Dinge." Der
    Mönch sagte: "Wie steht es mit Euch, Meister?" Kyôsei sagte: "Beinahe hätte ich mich in
    solchen Illusionen verloren." Der Mönch sagte: "Was meint ihr damit: 'Beinahe hätte ich
    mich in solchen Illusionen verloren'?" Kyôsei sagte: "Es mag einfach sein, [in die
    Wesenswelt] durchzubrechen. Aber schwierig ist es, die Sache voll und ganz
    darzustellen."

    Alles anzeigen
  • Mahakala
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 18:37
    • #15
    Zitat

    Ich bin kein Sucher - und auch kein Finder - ich bin ein Übender. Fortwährend. Und selbstverständlich ist das hier auch Praxis und Übung des Weges. Aber offenbar stört dich das, der selber L. sein will. Ich mache dich hiermit zu meinem Lehrer.


    Zitat

    Von den Unsterblichen steigen manche mit hochaufgerichtetem Körper zu den
    Wolken empor und fliegen dort ohne Flügelschlag umher, manche reiten auf dem
    Dunst mit vorgespannten Drachen bis hinauf an die Stufen des Himmels, manche
    verwandeln sich in Tiere und durchstreifen die blauen Wolken, manche tauchen tief
    in die Flüsse und Meere oder flattern zu den Gipfeln berühmter Berge.

  • Taishan
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 19:08
    • #16

    Du liest zuviel und verdaut nichts - deshalb bist du so mißmutig. Kopf hoch. Wird schon wieder.

    Mahakala:
    Bauer:

    Von den Unsterblichen steigen manche mit hochaufgerichtetem Körper zu den
    Wolken empor und fliegen dort ohne Flügelschlag umher, manche reiten auf dem
    Dunst mit vorgespannten Drachen bis hinauf an die Stufen des Himmels, manche
    verwandeln sich in Tiere und durchstreifen die blauen Wolken, manche tauchen tief
    in die Flüsse und Meere oder flattern zu den Gipfeln berühmter Berge.


    China und die Hoffnung auf Glück; S.157)

    Ja.Ja. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Ich hab auch was :

    Zitat


    DER WEG ENTSPRICHT DER URSACHE,
    DAS GESETZ ENTSPRICHT DER WIRKUNG.
    DIE ARBEIT AN DER ÜBEREINSTIMMUNG VON ANFANG UND ENDE
    IST ENTSCHEIDEND.

    Die Wirkung von Worten und Taten, Innen und Außen, Wissen und Handeln hängt von
    nichts anderem ab als dem gemeinsamen Bemühen um Weg und Gesetz. Wenn nicht in die
    Einseitigkeit von Weg oder Gesetz verfallen wird und man sich nur um den rechten Weg
    bemüht, wird man das rechte Maß des Gesetzes ganz von selbst erlangen; wenn man jedoch
    nur nach dem Gesetz trachtet, schließt dies die Erlangung des Weges nicht unbedingt ein.
    Hier besteht also eine Ungleichheit. Denn der Weg ist die Ursache und der Herrscher, das
    Gesetz ist diesem untergeordnet und entspricht der Wirkung. Wenn man solcherart Früheres
    und Späteres zusammenführt, folgen daraus Ort, Zeit und Umstände; dann kann es auch sein,
    dass das Gesetz zuerst ist. Auch wenn der Weg immer das Frühere und das Gesetz das
    Spätere ist, kann dieses Verhältnis in seinen Auswirkungen doch häufig umgekehrt
    erscheinen. Daher müssen Wurzel und Zweige sorgfältig und gemeinsam angeeignet werden,
    ohne in Einseitigkeit zu verfallen; dann können Ort, Zeit und Umstände flüssig und ganz von
    selbst in die Wirkung eingehen. Dieses Bemühen darf nicht ins Stocken geraten

    Alles anzeigen


    HEIHÔ OKUGI KÔROKU - ONMYÔHEIGEN

  • MiraBai
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    6. November 2007
    • 13. Juli 2008 um 20:14
    • #17

    Hallo zusammen,

    möchte nicht viel stören, nur mal kurz auf die Frage/das Thema von isu zurück kommen.

    Danke an nikaya. Der Link aus dem Pali war sehr treffend und ich hoffe, dass isu ihn verstanden hat. :)

    Alles Liebe
    MiraBai

    Wenn man seine Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.
    Francois de La Rochefoucauld

  • isu
    Gast
    • 13. Juli 2008 um 21:06
    • #18

    Ja, jetzt ist mir einiges Klarer geworden und ich erkenne jetzt auch ein paar zusammenhänge.

    Danke euch.

  • crazy-dragon
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    16. Dezember 2007
    • 18. Juli 2008 um 21:31
    • #19

    [quote='isu'] Isu schrieb:
    Nur das mit der Ich-Sucht verstehe ich noch nicht so ganz. Wie ist das genau gemeint?

    Das Anhaften an Leidenschaften wie Macht, Habgier, Geld, Sex und Materielles machen den Mensch unfrei und führen ihn in Leid und Verblendung. Diese Leidenschaften machen das eingebildete ICH groß- dabei gibt es überhaupt kein ICH... :shock:

    Lieber Gruß, crazy dragon

    Tag für Tag ein guter Tag

  • stippe
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    Mitglied seit
    26. Dezember 2008
    • 27. Dezember 2008 um 11:37
    • #20

    hallo ich bin neu in dem forum und froh, dass ich es gefunden habe....

    ich hab vor drei wochen angefangen zu meditieren... die meditation hat begonne mir angst zu machen... ich bin ein mensch mit starken emotionen, starken gefühlen ich denke den ganzen tag ununterbrochen kreisen meine gedanken, all das ist seit dem ich meditiere klarer in meiner wahrnehmung geworden... doch auch ich habe angst meine gefühle zu verlieren... ja ich habe angst so komisch das klingt...

    währen der meditation habe ich erkannt, dass farben nur farben sind, das ding nur ein ding ist (egal in welcher form), es hat keine attribute rundherum... ich kann es nicht halten es ist nichts, das macht mir angst... wenn eine farbe nur eine farbe ist und sonst nichts, kann ich sie dann überhaupt schön finden? alle attribute sind zuschreibeungen, attribute (die farbe ist schön, leuchtet, erfreut usw) aus diesen entstehen gefühle oder etwa nicht?

    ohne emotion kann ich gefühle doch nicht zuordnen oder? was ist der unterschied zwischen emotion und gefühlen und wieso sind gefühle rein und emotion nicht...wieso sind emotionen nicht gut?

    was ist mit liebe wieso ist begehren schlecht? ich möchte ein freundin haben ich möchte nicht allein sein? ich merke aber das ich weniger probleme damit habe allein zu sein, wenn ich meditiere... höre ich dann auf mich für andere leute zu interessieren... wenn sex auch nur ein begierde ist. was ist dann sex?

    ich hab so viel fragen und ich bin total verunsichert und ich hätte gern einen lehrer aber ich hab kein geld....mir ist es lange schlecht gegangen und mir geht es seit dem herbst wieder recht gut und nun hab ich zu meditieren angefangen. viele gefühle die mich immer so beschäftigt haben sind weg auch schon vor der meditation irgendwie ist da leere und emotionale langeweile!!

    lg,, stephan

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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