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Regeln, "in denen man sich schulen soll"

  • Geronimo
  • 18. August 2012 um 11:47
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  • Geronimo
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    • 18. August 2012 um 11:47
    • #1

    Als Mönch zumindest.

    Ich find's interessant und zum Teil auch amüsant ^^

    http://www.palikanon.com/vinaya/patimokkha/14_patimok8.htm

    Zitat

    PĀTIMOKKHA

    <8. Sekhiyā-dhammā – Regeln, "in denen man sich schulen soll">

    Ehrwürdige, nun kommen die Regeln, "in denen man sich schulen soll" (<75> SEKHIYĀ) zur Rezitation.169

    Rundherum: der erste Abschnitt

    1. "Ich werde <das Untergewand> rundherum anziehen170", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    2. "Ich werde <das Obergewand> rundherum anlegen171", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    3. "Ich werde in bewohnter Gegend32 gut bedeckt gehen," ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    4. "Ich werde in bewohnter Gegend gut bedeckt sitzen," ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    5. "Ich werde in bewohnter Gegend selbstbeherrscht gehen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    6. "Ich werde in bewohnter Gegend selbstbeherrscht sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    7. "Ich werde in bewohnter Gegend mit niedergeschlagenen Augen gehen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    8. "Ich werde in bewohnter Gegend mit niedergeschlagenen Augen sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    9. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit hochgezogenem Gewand gehen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    10. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit hochgezogenem Gewand sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    Das laute Lachen: der zweite Abschnitt

    11. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht laut lachend herumgehen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    12. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht laut lachend sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    13. "Ich werde in bewohnter Gegend leise sprechend gehen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    14. "Ich werde in bewohnter Gegend leise sprechend sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    15. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit schwenkendem Körper gehen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    16. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit schwenkendem Körper sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    17. Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit schwingenden Armen gehen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    18. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit schwingenden Armen sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    19. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit wiegendem Kopf gehen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    20. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit wiegendem Kopf sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    In die Seite gestemmte Arme: der dritte Abschnitt

    21. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit in die Seite gestemmten Armen gehen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    22. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit in die Seite gestemmten Armen sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    23. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit verhülltem {Kopf und Schultern}172 gehen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    24. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit verhülltem {Kopf und Schultern} sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    25. "Ich werde mich in bewohnter Gegend nicht in der Hocke fortbewegen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    26. "Ich werde in bewohnter Gegend nicht mit umfaßten Knien sitzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    27. "Ich werde die Brockenspeise mit Würde entgegennehmen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    28. "Ich werde die Brockenspeise mit auf die Schale gerichteter Aufmerksamkeit entgegennehmen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    29. "Ich werde gewürzte Hülsenfrüchte165 höchstens <zu einem Viertel> der Menge des Reises173 entgegennehmen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    30. "Ich werde die Brockenspeise höchstens bis zum Rand der Schale entgegennehmen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    Mit Würde: der vierte Abschnitt

    31. "Ich werde die Brockenspeise mit Würde genießen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    32. "Ich werde die Brockenspeise mit auf die Schale gerichteter Aufmerksamkeit genießen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    33. "Ich werde die Brockenspeise aufeinanderfolgend174 <nicht auswählend> genießen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    34. "Ich werde gewürzte Hülsenfrüchte höchstens <zu einem Viertel> der Menge des Reises173 genießen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    35. "Ich werde die Brockenspeise nicht in der Mitte <der Schale> zusammendrücken175 und genießen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    36. "Ich werde nicht gewürzte Hülsenfrüchte oder Gemüse, aus dem Wunsch heraus mehr zu erhalten, mit gekochtem Reis166 bedecken", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    37. "Ich werde nicht um gewürzte Hülsenfrüchte oder gekochten Reis für mich selbst bitten und sie genießen, wenn ich nicht krank bin", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    38. "Ich werde nicht in der Absicht herumzumäkeln in die Schale anderer <Bettelmönche> schauen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    39. "Ich werde nicht einen sehr großen Bissen formen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    40. "Ich werde einen runden Bissen formen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    Der Bissen: der fünfte Abschnitt

    41. "Ich werde den Mund nicht öffnen, wenn ich den Bissen noch nicht davor gebracht habe", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    42. "Ich werde beim Genießen <von Brockenspeise> nicht die Hand <Finger>176 in den Mund stecken", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    43. "Ich werde nicht sprechen, wenn ich einen Bissen im Mund habe", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    44. "Ich werde nicht <die Brockenspeise> genießen, indem ich Brocken hoch oder in dem Mund werfe", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    45. "Ich werde nicht <die Brockenspeise> genießen, indem ich einen Bissen abbeiße", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    46. "Ich werde nicht <die Brockenspeise> genießen, indem ich die Wangen vollstopfe", ist ell1e Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    47. "Ich werde nicht <die Brockenspeise> genießen und dabei die Hand abschütteln", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    48. "Ich werde nicht < die Brockenspeise> genießen und dabei Reiskörner verstreuen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    49. "Ich werde nicht <die Brockenspeise> genießen und dabei die Zunge herausstrecken", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    50. "Ich werde nicht <die Brockenspeise> genießen und dabei schmatzen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    Das Schlürfen: der sechste Abschnitt

    51. "Ich werde nicht <die Brockenspeise> genießen und dabei schlürfen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    52. "Ich werde nicht <die Brockenspeise> genießen und mir dabei die Hand ablecken", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    53. "Ich werde nicht <die Brockenspeise> genießen und dabei die Schale auslecken", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    54. "Ich werde nicht <die Brockenspeise> genießen und mir dabei die Lippen ablecken", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    55. "Ich werde kein Trinkgefäß <entgegen-> nehmen, wenn meine Hand mit Essen beschmiert ist", ist eine Schulungsregel die befolgt werden soll.

    56. "Ich werde in bewohnter Gegend kein Schalenspülwasser, das Reiskörner enthält, wegschütten", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    57. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er einen Regenschirm in der Hand hält und nicht krank ist177", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    58. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er einen Stock in der Hand hält und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    59. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er eine Hiebwaffe178 in der Hand hält und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    60. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er eine Schußwaffe179 in der Hand hält und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    Die Schuhe: der siebte Abschnitt

    61. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er Schuhe trägt und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    62. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er Pantoffeln trägt und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    63. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er sich auf oder in einem Fahrzeug befindet und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    64. "Ich werde nicht jemandem die Lehne vortragen, wenn er sich niedergelegt hat und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    65. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er die Knie umfaßt und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    66. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er eine Kopfbedeckung trägt180 und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    67. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er Kopf {und Schultern} verhüllt hat und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    68. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn ich auf dem Boden sitze, er aber auf einer Sitzgelegenheit sitzt und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    69. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn ich auf einer niedrigen Sitzgelegenheit sitze, er aber auf einer hohen sitzt und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    70. Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, während ich stehe, er aber sitzt und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    71. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn ich hinter ihm gehe, er aber vor mir geht und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    72. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn ich auf dem Nebenweg gehe, er aber auf dem Hauptweg geht und nicht krank ist", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    73. "Ich werde nicht stehend Kot absetzen oder urinieren, wenn ich nicht krank bin", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    74. " Ich werde nicht auf Grünes Kot absetzen, urinieren oder spucken, wenn ich nicht krank bin", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    75. "Ich werde nicht in Wasser Kot absetzen, urinieren oder spucken, wenn ich nicht krank bin", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    Ehrwürdige, die Regeln, "in denen man sich schulen soll", sind rezitiert worden.

    Hier nun frage ich die Ehrwürdigen: Sind Sie hierin rein?

    Zum zweiten Male frage ich: Sind Sie hierin rein?

    Zum dritten Male frage ich: Sind Sie hierin rein?

    Die Ehrwürdigen sind hierin rein, deshalb schweigen sie. So fasse ich es auf.

    Die Regeln, "in denen man sich schulen soll", sind beendet.

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    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Geronimo
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    • 18. August 2012 um 11:49
    • #2

    57. "Ich werde nicht jemandem die Lehre vortragen, wenn er einen Regenschirm in der Hand hält und nicht krank ist177", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll. :D

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Onyx9
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    • 18. August 2012 um 14:13
    • #3

    Muß man sich das eigentlich alles merken ? :roll:

  • malsehen
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    • 18. August 2012 um 14:16
    • #4
    Onyx9:

    Muß man sich das eigentlich alles merken ? :roll:

    Vielleicht reicht erst einmal "Predige nicht zu gesunden Schusswaffenträgern."?


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • Geronimo
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    • 18. August 2012 um 14:21
    • #5
    Onyx9:

    Muß man sich das eigentlich alles merken ? :roll:

    Ich denke wenn als Ordinierter damals ging das irgendwann in Fleisch und Blut über. Du konntest ja auch sehen wie es deine Brüder und Schwestern machten und wirst so nach und nach instinktiv ein Gespür dafür entwickelt haben was geht und was nicht.

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  • wusheng
    Gast
    • 18. August 2012 um 16:34
    • #6

    Das Einhalten der Regeln... Nun ja, wenn es nutzt...
    Wichtiger finde ich zu wissen, warum man selbst den Buddhadharma praktiziert und was man selbst bereit ist, zu tun.
    Grüße,
    Wusheng

  • Syia
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    • 18. August 2012 um 17:00
    • #7

    Und so sieht das heute in Kurzfassung an der Tür im Kloster aus:

    Dateien

    Mönchsregeln.jpg 100,8 kB – 0 Downloads
  • Grund
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    • 18. August 2012 um 18:12
    • #8

    Ich werde das Untergewand unten rum anziehen
    Ich werde das Obergewand oben rum anziehen

    Nie anders rum 8)


    . "Ich werde in bewohnter Gegend kein Schalenspülwasser, das Reiskörner enthält, wegschütten", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    Daran hab ich mich bisher intuitiv gehalten. War wohl Mönch im letzten Leben 8)


    73. "Ich werde nicht stehend Kot absetzen oder urinieren, wenn ich nicht krank bin", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.
    :lol:
    ein Angriff auf die Stehpinkler

    75. "Ich werde nicht in Wasser Kot absetzen, urinieren oder spucken, wenn ich nicht krank bin", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.
    Das Ende der Spültoilette


    Jetzt mal im Ernst, gibt es da etwas Zeitgemäßes?

  • Geronimo
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    • 18. August 2012 um 19:53
    • #9

    Aktueller wirstes im Pali Kanon wohl nicht finden. Höchstens in der Kommentarliteratur, die sich mit dem späteren Leben der Theravadins befasst, vermutlich.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Sukha
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    • 18. August 2012 um 20:08
    • #10

    Der Vinaya ist heute noch genau so aktuell wie vor 2500 Jahren und wird auch so gelebt. Sollte zumindestens 8)

    Wie die Regeln entstanden sind findet man im Mahavagga (erscheint übrigens demnächst in einer ganz neuen Übersetzung).

    ()

  • Onyx9
    Gast
    • 18. August 2012 um 20:13
    • #11

    38. "Ich werde nicht in der Absicht herumzumäkeln in die Schale anderer <Bettelmönche> schauen", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    Da hilft nur eins: Vordrängeln wenn s was Gutes gibt.
    Davon steht nichts in den Regeln :P

  • Sukha
    Gast
    • 19. August 2012 um 17:34
    • #12

    Braucht gar nicht zu witzeln über den Vinaya :grinsen:

    Warum es all diese Regeln gibt und warum sie noch genauso aktuell wie damals sind, zeigt u.A. dieser Thread http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=12&t=9881

    Ebenso könnte ich über fast alle bekannten "Lehrer", die nicht nach Vinaya leben so einiges berichten 8)

    Der Vinaya gibt dem Ordinierten die Muße sich nicht mit alltäglichen immerwiederkehrenden Dingen auseinandersetzen zu müssen, was zu mehr Geistesruhe fürhrt und der Vinaya schützt den Ordinierten.

    Oft wird es z. B. als frauenfeindlich angesehen/ausgelegt, dass z.B. ein Mönch nicht mit einer Frau alleine in einem geschlossenen Raum sein darf.

    Dies ist aber nur zum Schutz. Wieviele abgewiesene Frauen (auch Männer) haben schon verleumdet usw.

    Dies ist nur ein Beipiel. Ein weiteres Beispiel, wäre der Umgang mit Geld usw.

    ()

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    • 19. August 2012 um 18:02
    • #13
    Sukha:

    Braucht gar nicht zu witzeln über den Vinaya :grinsen:

    Warum es all diese Regeln gibt und warum sie noch genauso aktuell wie damals sind, zeigt u.A. dieser Thread http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=12&t=9881

    Stimmt, hätten die mal z.B. diese nicht missachtet:
    . "Ich werde in bewohnter Gegend kein Schalenspülwasser, das Reiskörner enthält, wegschütten", ist eine Schulungsregel, die befolgt werden soll.

    dann wäre das alles vielleicht nicht passiert 8)

  • Sukha
    Gast
    • 19. August 2012 um 18:17
    • #14

    Nun überlege mal selber, welchen Sinn diese Regel haben könnte :)

    ()

  • malsehen
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    • 19. August 2012 um 18:50
    • #15

    Ich meine, unterhalten wir uns jetzt auf wirklich auf einer Basis von "was will mir das als Wohlstandswessi konkret und als übernehmbare Regel für meine buddhistische Alltagspraxis 2012 sagen"?

    Ordensregeln, die in ihrer Akribie an die Dienstvorschriften eines Militärs gemahnen …
    Ob ich nun mit den Armen schwinge oder sie irgendwohin stemme, den Körper schwenke, den Kopf wiege , wie die Kleidung zu stizen hat, all das mag auch seinen übertragenen Sinn haben z.B. als "Mach Dich nicht wichtig" aber das steht doch irgendwo in den Texten auch noch mal konkret. Da muss man sich doch nicht wirklich ernsthaft vor den Kleidungs- und Hygienevorschriften aus einer anderen Welt verneigen.

    Sorry, komm ich nicht mit…


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • Sukha
    Gast
    • 19. August 2012 um 18:54
    • #16
    malsehen:

    Ordensregeln, die in ihrer Akribie an die Dienstvorschriften eines Militärs gemahnen …
    Ob ich nun mit den Armen schwinge oder sie irgendwohin stemme, den Körper schwenke, den Kopf wiege , wie die Kleidung zu stizen hat, all das mag auch seinen übertragenen Sinn haben z.B. als "Mach Dich nicht wichtig"

    Dies sind Übungsregeln. Das bedeutet, sei ordentlich gekleidet. Damit schult und daran erkennt man die Achtsamkeit.

    ()

  • Grund
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    • 19. August 2012 um 19:11
    • #17

    Also von mir aus kannste auch unordentlich gekleidet und achtsam sein. Ich leg da keinen Wert auf Äußerlichkeiten. Das "ordentlich gekleidet" nach Vorschriften geht ja doch dann meist mit Uniform einher, da brauchst dir nichts vormachen. So hat halt dann alles seine "göttliche" Ordnung und mit dem ordentlich kommt dann "Was sollen denn die Leute denken" ... da geht es dann darum, dass jeder seine gesellschaftliche Gruppe (Mönchsorden) durch seine Ordentlichkeit repräsentiert 8)

    Einmal editiert, zuletzt von Grund (19. August 2012 um 19:16)

  • malsehen
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    • 19. August 2012 um 19:15
    • #18
    Sukha:

    Dies sind Übungsregeln. Das bedeutet, sei ordentlich gekleidet. Damit schult und daran erkennt man die Achtsamkeit.


    Mag alles sein. Mag sogar heute als monasterischer Dress- und Achtsamkeitscode seinen Belang haben.
    Dafür war es ja nun auch gedacht.
    Sagt uns das irgendwas über die Appelle hinaus, die da viel klarer und sich deutlicher an uns richtend im Textwerk vorkommen?

    Ich meine, in der Bibel die genealogsichen Auflistungen der Stämme im Buch der Könige zu lesen kann man auch als Übung im Sinne von "Ehre Deine Ahnen" nehmen. Oder herzlich langweilig finden im Vergleich zu den konkreteren Stellen.


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • Grund
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    • 19. August 2012 um 19:23
    • #19
    Grund:

    Also von mir aus kannste auch unordentlich gekleidet und achtsam sein. Ich leg da keinen Wert auf Äußerlichkeiten. Das "ordentlich gekleidet" nach Vorschriften geht ja doch dann meist mit Uniform einher, da brauchst dir nichts vormachen. So hat halt dann alles seine "göttliche" Ordnung und mit dem ordentlich kommt dann "Was sollen denn die Leute denken" ... da geht es dann darum, dass jeder seine gesellschaftliche Gruppe (Mönchsorden) durch seine Ordentlichkeit repräsentiert 8)


    Und so kommen dann die weltlichen Wertvorstellungen mit rein und das Gefallen-wollen und Anerkennung finden, denn schließlich will man ja Spenden erwirtschaften .... ne bleib mir mit dem ganzen Käse bloß weg. Das Ganze hat Letztenendes nur die Funktion, die in westlichen Gesellschaften der Staat übernimmt: Ordnung im Kollektiv herstellen. Das kann der Staat besser, und es ist transparenter und nicht mit irgendwelchen religiösen Vorstellungen überlagert, da brauchen wir keine so komischen Mönchsregeln zu. 8)

  • malsehen
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    • 19. August 2012 um 19:34
    • #20
    Sukha:

    Dies sind Übungsregeln. Das bedeutet, sei ordentlich gekleidet. Damit schult und daran erkennt man die Achtsamkeit.

    Nee, gefällt mir nicht. Je ausgefeilter jede Kleineigkeit regelnd das Regelwerk, desto weniger eigene Frage des Benutzers. Daher kam auch meine Assoziation zu Vorschriften im Militär. Die erklären einem auch gerne alles, weil man ja dumm wie 100 meter Landstraße ist.
    Achtsamkeit schulen muss aber doch was mit eine eigenen Entwickung bezüglich der Objekte der Achtsamkeit zu tun haben
    Wenn man mir das vollständige Kompendium der Achtsamkeit in 28 Bänden vorlegt, wo alles geregelt beschrieben ist, muss ich nicht mehr achtsam sein. Dann muss ich nur noch eine Checkliste abarbeiten.
    Geht für mich nicht zusammen.


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • Sukha
    Gast
    • 19. August 2012 um 19:43
    • #21
    malsehen:


    Nee, gefällt mir nicht.


    :lol:

    Musst ja nicht ordinieren. :)

    malsehen:

    Die erklären einem auch gerne alles, weil man ja dumm wie 100 meter Landstraße ist.

    Das hat nichts mit Dummheit zu tun. Du sollst die geistige Freiheit und die Kapazitäten für "Dhammaarbeit" haben.
    Du hast dann mit Dir selber erst einmal genug zu tun. Alles andere ist Ablenkung. :)

    Anyway .. wie gesagt man muss ja nicht in den Orden,

    ()

  • malsehen
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    • 19. August 2012 um 19:48
    • #22

    Was jetzt, freie Kapazität durch standardisierten Dresscode oder Übung der Achtsamkeit durch den Dresscode?


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • Sukha
    Gast
    • 19. August 2012 um 19:54
    • #23

    Beides ..... die Achtsamkeit wird geschult. Die Achtsamkeit auf die täglichen Verrichtungen geht in Fleisch und Blut über.
    Achtsamkeit bringt Freiheit ;)

    ()

  • Geronimo
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    • 19. August 2012 um 20:18
    • #24

    Es hat doch seine Gründe warum die einen Haushälter sind und die anderen Mönche und Nonnen. Ich finde man sollte sich über Dinge, die man nicht wirklich einschätzen kann, kein Urteil erlauben, ganz gleich ob sie einem nun zusagen oder nicht.

    Ich persönlich übernehme davon so gut wie nichts für meinen persönlichen Alltag, und ich erwarte das auch nicht von anderen Haushältern die diesem Weg folgen, aber ich habe allergrößten Respekt vor den Mönchen, die diese Dinge ernst nehmen. Es wird seine Gründe haben, so wie alles in der Lehre des Buddha seine Gründe hat.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • malsehen
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    • 19. August 2012 um 20:22
    • #25

    Achtsamkeit in Fleisch und Blut übergegangen.
    Dadurch dass man alles vorgeschrieben hat, und sich auch gut unachtsam rein im befolgen der fein ziselierten Regeln achtsam zeigen kann, ohne das aus sich selbst heraus gewesen zu sein.
    Sehe nur ich da allein im ersten Satz einen Widerspruch?
    :doubt:


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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