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  1. Buddhaland Forum
  2. Askan

Beiträge von Askan

  • Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation

    • Askan
    • 4. Januar 2012 um 16:23

    @Onyx9:

    Onyx9:


    [...] Mein Problem ist, dass ich generell ein Problem habe mit Machtmenschen habe; ich hatte hier mal einen Thread dazu,
    der sehr ergiebig war und mir auch sehr weitergeholfen hat. Es fällt mir sehr schwer Mitgefühl für solche Leute zu entwickeln,
    obwohl ich natürlich weiß, das sie ein Selbstwertproblem haben, nur reflektieren sie es eben nie. [...]

    Früher war ich auch ein Mensch, der seinen Sinn in der Macht gesucht hatte. Ich habe sehr viele Bücher gelesen in diesem Themenbereich. Von Rhetorik, über Körpersprache bis hin zur Manipulation. Einige Menschen habe ich sogar durch mein manipulatives Wissen sogar sehr verletzt. Aber nicht weil ich sie verletzen wollte. Mein Ego wollte einfach nur unangreifbar werden. Glücklicherweise halte ich heute von Macht nichts. Ich lehne jegliche Manipulation ab, genauso wie ich jede Art von politischen Ämtern und Modellen ablehne. Gleiches gilt für Politik. Letztendens ist es ein Streben des Egos, das in unserer Welt ein Samen für viel Leid ist. Ich bin froh über diese Erfahrungen. Heute sehe ich in den Fernseher und sehe diese Gesichter, die sich Politiker nennen. In diesem Moment überkommt mich in leichtes Schmunzeln und Lächeln. Nichtsdestrotz ist es schön zu sehen, wie manche Menschen sich in der Politik für Frieden einsetzen.

    @Smirnoff: Zum Thema gewaltfreie Kommunikation:

    Du sprichst dich für gewaltfreie Kommunikation aus, aber betreibst selbst Werbung für eine Droge? Eine Droge ist eine Substanz,die die Physilogie des Gehirns angreift. Da kann doch etwas nicht stimmen. Muss man das verstehen?

  • Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation

    • Askan
    • 3. Januar 2012 um 02:04

    @Smirnoff

    Man sieht das, was man sehen will. Oder bidlicher ausgedrückt: der Mensch liebt es im Allgemeinen wie Don Quichotte gegen Windmühle zu kämpfen, was nicht nötig ist. Ich wollte dich nicht angreifen. Das war nicht mein Absicht. Mein Anliegen war es, deine wertvollen Gedanken und Überlegungen für andere in noch konzentrierter Form so auf zu bereiten, dass sie leichter aufgenommen werden. Viele deiner Beiträge lese ich gerne.
    Schade eigentlich, dass du dich bei der Zitierung meines Posts so austobst. Ich verspüre nicht den Drang, jemanden derart zu zerflücken zu wollen. Warum auch. Aber vielleicht hab ich das auch nur in falsch aufgefasst. Ich sehe es jedenfalls gelassen.
    Manche meiner Äußerungen wecken den Anschein, dass sie gegen das Ego anderer gerichtet sind. Daran ist mir so gar nicht gelegen. Für mich ist nur "Klarheit" wichtig. Abschweifend, aber nicht wirklich zum Thema passend, muss ich sagen, dass ich Menschen achte und ehre, die mir die Wahrheit direkt ins Gesicht sagen. Nichts kränkt mich mehr, als wenn ein Jemand mir versucht Honig um den Mund zu schmieren wobei er ja keine Sympathie für mich hägt. Ab dem Zeitpunkt eines offenen Gesrpäches mit vielleicht unschönen Ansichten, aber ernst gemeinten Anliegen, stellt sich automatisch ein gewisse Sympathie oder Status Quo ein. Schon ein winziges Teilchen an Achtung kann der Funke für eine Freundschaft sein.

    Ich habe früher oft selbst die "unmöglichsten" Schachtelsätze gebildet. Ich weiß wo von ich spreche. Für Leser sind kurze Sätze besser verständlich.
    Nach dieser Erkenntnis habe ich aufgehört, lange Sätze, die Rattenschwänze gleichen, zu bilden.

  • Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation

    • Askan
    • 1. Januar 2012 um 19:44

    In der Stelle sagt er nur, dass es möglich sei. Normalerweise vertritt Buddha die Auffassung, dass die meisten Menschen zum Erreichen des anderen Ufers mehrere Leben (gewidmet in einem achtsamen Leben voller Meditation) nötig sind. Vergleichend wie mit einer Brücke. Zen hingegen sieht das einwenig anders. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen. Hier geht es nicht um richtig oder falsch. Eine Verhärtung in Gedanken, Worten und Regeln, auch wenn sie von Buddha kommen, war nicht Buddhas Anliegen.

  • Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation

    • Askan
    • 1. Januar 2012 um 18:36

    @Smirnoff

    Ich finde deinen Text sehr interessant zu lesen. Ein wirklich denkwürdiger und hilfreicher Text. Könntest du deinen Text nicht kürzen und deine Gedanken dazu neu ordnen? Ein Text in konzentrierter Form eben. Leider muss ich Kritik dennoch äußern, denn dein Text ist nicht "angenehm" zu lesen. Zu viele Schachtelsätze innerhalb eines Textes können dem Leser einen Eindruck von wirren Gedanken vermitteln, obwohl der Autor ja weiß wo von er spricht. Es ist nur so, dass der Geist unbewusst gerne viele Schachtelsätze produziert, da er sich in seiner Unvollkommenheit dieser Welt nicht besser zu äußern weiß.

    Die Achtsamkeits-Methode ist umbedingt nicht der falsche Weg. Im Zen beispielsweise kann jemand innerhalb eines Leben es schaffen. Buddha hingegen meinte, dass mindestens mehrere Leben nötigen seien.
    Es ist eben wie ein "Trojaner" in der Informatik. Dieser fragt nicht nach Benutzerrechten oder Zugriffsrechten, er durchschlägt "einfach" brachial die Prozesse und Sicherheitsstufen und lässt sich nicht "limitieren". Es zeigt sich selbst als Wesen mit aller höchsten nötigen Rechten (gottgleich) um höchste Gewalt über das System zu erlangen.
    Nun aber wird wieder ersichtlich, wie unbedeuten das Erlangen der höchsten Gewalt in einer Welt der Leerheit ist, denn im Endeffekt ist es ein Kampf zwischen Individuen, die die Produkte eines wunschlosen Bewusstsein sind. Wo wir stehen, was wir sind, wohin wir gehen. Alles unerheblich im Hier & Jetzt, genauso wie in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Es spielt im wahrsten Sinne des Wortes keine Rolle und bringt uns Kopfzerbrechen bei der Analyse dieser beider Unterschiede, die wir als Paradoxe wahrnehmen, aber zugleich müssen wir "nur" schaffen sie sie als Oxymorone zu erkennne. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist die wahre und schwerste Kunst der Buddhaschaft.

    Kleine Anmerkung zur Achtsamkeitsmethode: Ein Läufer der zu seinem Ziel sprintet muss die Sachen um sich herum ausblenden, sonst würde er niemals ankommen. Es reicht völlig aus, die Informationen in Silhouetten wahr zu nehmen.

  • man tötet was man wertschätzt und findet sich selbst?

    • Askan
    • 28. Dezember 2011 um 20:59

    Liebe als Wort wird oft missverstanden. Liebe ist ein sehr mannigfaltiger Begriff.
    Es gibt viele verblendete Menschen - nach meinem Geschmack viel zu viele, insbesondere unter Christen und Buddhisten, - die sich von der Liebe so sehr verleiten lassen, dass sie selbst vom rechten Pfad abkommen.
    Sie bauen sich viel positives Karma auf. Mit der Liebe im Gepäck als Droge kommen sie in wunderbaren Welten, doch eines vergessen sie stets, dass mit jedem Hochpunkt auch der Fall kommen muss.
    Sie befreien ihr Wesen nicht wirklich von Anhaftigkeiten sowie Leid.
    Und wenn dann so einer wie ich daher kommt, der ihre Anschauung miesmacht, haben sie Angst vor mir.
    Aber warum haben sie Angst? Warum zittern sie sodann? Ich tue ihnen nichts.
    Ein wahrhaft erlauchtestes Wesen hat vor nichts Angst.
    Wenn die Liebe, so wie sie sie sehen, richtig wäre, gäbe es gar keinen Grund Angst zu haben.
    Liebe als Wort wird viel zu stark mystifiziert.
    Eindringlich muss ich nochmals vor der verblendeten Eigenschaft der Liebe warnen.
    Das will aber nicht heißten, dass Liebe etwas Schlechtes ist! Im Gegenteil sogar!

    Hierzu ein wichtiges Zitat von einem Christen ( Dietrich Bonhoeffer ):

    Code
    Seelische Liebe liebt den Anderen um seiner selbst willen, geistliche Liebe liebt den anderen um Christi willen

    Der Autor "Udo Kern" hat dazu ausführlich Thesen in seinem Buch "Liebe als Erkenntnis und Konstruktion von Wirklichkeit "beschrieben:
    http://www.books.google.de/books/about/Li…id=nkQhFGjVUakC

    =>am besten im Buch Blättern und u.a. nach den Schlagwörtern "geistliche Liebe" und / oder "seelische Liebe" suchen

  • perfektionismus und neurose

    • Askan
    • 28. Dezember 2011 um 19:22

    Ihr seid ganz schön Voreingenommen über meine Aufsicht. Als ob ein sogenannter "Selbst-mörder", ein Verbrecher ist. Für mich ist es ein selbstloser Akt anderen nicht zur Last zu fallen. Es gibt sogar Regionen in in Fern-Ost, die diese Form der Selbstaufgabe praktizieren um nicht mehr ihren Mitmenschen zur Last zu fallen.
    Liegt wohl an der europäische Auffassung über Leben und Tod sowie am "Nicht-Loslassen-Können".

    Dieses Thema erinnert mich einwenig an Zen-Buddhismus und Samurais, die als Bushidos keine Furcht vor dem Tode kennen. Genauso sollte man seinem eigenen Ende gegenüberstehen können. Das will aber nicht heißen, dass irgendjemand diesem Beispiel folgen sollte.

  • man tötet was man wertschätzt und findet sich selbst?

    • Askan
    • 28. Dezember 2011 um 15:55

    @frank1

    Ja, ich verstehe deine Gedanken sehr gut. Dabei könnte sich ein weiterer Gedanken auftun. Wenn alles schon das Buddhabewusstsein erlangt hat, sind wir vielleicht die Reste (Erfahrungen) um nicht zu vergessen?

    accinca:


    Tut mir Leid, aber das halte ich alles für unausgegorenen wirren Kram den man sich schenken kann.

    Je mehr Orden sich jemand umhängt, desto mehr ist er im Recht etwas zu sagen ohne es zu begründen? Vergleichend mit einer Befehlshierarchie?
    Wenn du schon meine Aussage negierst, wäre eine Begründung durch aus wünschenswert.
    Ansonsten sehe ich es als bloßen Akt des Widerwillens aus deinem Ego heraus an.
    Jedes Ego hat sein ganz eigenes persönliches Weltbild.
    So auch deines.
    So auch meines.

    Ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Stetig Wachsamkeit ist von Nöten bei Jedem von uns.
    Wir dürfen nicht aufhören, die Weltbilder, die unsere Egos schaffen, zu prüfen.

  • wann Buddhist?

    • Askan
    • 28. Dezember 2011 um 14:23

    Alles das, was nach Wahrheit sucht, kann sich Buddhist nennen.

  • man tötet was man wertschätzt und findet sich selbst?

    • Askan
    • 28. Dezember 2011 um 14:17
    accinca:
    Frank1:

    Beim Buddha denke ich, wenn Du rechtmäßig ohne Schuld einen Buddha umbringen kannst, ist das eine Freude und Lehre für einen Buddha.


    Was einem Menschen alles so im Kopf rum gehen kann ist schon erstaunlich.


    Keineswegs. Mit diesem Ausspruch hat er sehr wohl recht. Es sagt ja nicht, es ist Pflicht (Regel) einen Buddha zu töten. Es ist eben nur eine tiefsinnige Aussage, die zum Begreifen Erkenntnis bedarf.
    Natürlich weiß jeder halbwegs gute Mensch, wie auch jeder Buddhist, dass jegliches Töten nicht gut ist. Auf jeden Fall ist es immer eine schlimme Tat.
    Das Buddhabewusstsein, das weder urteilt, noch Zeit und Raum wahrnimmt, kann ohne Folgen einen Buddha töten und dabei "fröhlich" sein.
    Dies ist aber nur wirklich grober Ansatz dem Menschen gedanklich zu vermitteln, wie das andere Ufer der Wunschlosigkeit, wo es kein Leid gibt, sein muss.
    Die Aussage "rechtmäßig ohne Schuld" ist eine Deutung dafür, dass jener bereits im erleuchteten Buddhabewusstseins angekommen ist.
    Es gibt in Wahrheit keinen Grund einen Buddha am anderen Ufer zu töten, wo es keinen gibt.

  • perfektionismus und neurose

    • Askan
    • 28. Dezember 2011 um 13:57

    @all

    Danke an alle. Ja, ihr habt recht. Meine Theorie ist sehr zweifelhaft. Jede Sekunde Erfahrung, ob alt oder jung, bringt einen etwas näher an die Buddhaschaft. Wenn derjenige am Scheideweg steht, ist er eben bereit oder nicht. Da helfen die Lehren des Buddha auch nicht weiter, wenn derjenige sie zwar begreift, aber das Innerste, das wir oft Herz nennen, sie nicht annimmt.

    Aber sagt mir. Wie seht ihr es, wenn ein Buddhist die Demenz in Form von Alzheimer heimsucht? Aus Achtung und Respekt vor meiner Umwelt ertrüge ich die Scham nicht anderen auf diese Weise zur Lust zu fallen. Mit meinem Leid der Demenz, leiden auch meine Mitmenschen. Zudem möchte ich, dass sie mich in Erinnerung halten, die schön sind. Diese Erinnerungen sollen nicht mit Lastern und Qualen verbunden sein. Die Zeit sollte nicht künstlich verlängert werden. Ereilt mich dieses Schicksal im Alter, so werde ich es selbst beenden. Ich sehe es als selbstlosen Akt an.

    monikamarie:
    sumedhâ:

    Angstlosigkeit ist für mich, mich den dingen zu stellen so wie sie sind unabhängig von gefallen, nichtgefallen......
    Erwachen ist kein Pflaumenbaum bei dem ich die einen Pflaumen schätze weil sie "makellos" sind und die anderen verwefe weil sie eine "macke" haben.
    diese sortieren aufzugeben ist teil des Erkenntnisweges.
    so sehe ich es.

    _()_

    Früher habe ich geglaubt, Erwachen wäre ein Zustand, in dem ich plötzlich eine völlig andere, wundervolle, strahlende Welt vor mir habe. Niemand, der mich mehr ärgert, keine Süchte, keine Plackerei mehr ...
    Dann erkannte ich, dass alles bleibt wie es ist, nur ich nicht. Und - welch Wunder - es ist eine wundervolle, strahlende Welt - auch wenn sie von viel Leid gepeinigt wird, grundsätzlich ist sie erstmal schön. Und nächstes Wunder, da ist niemand mehr, der mich ärgert - außer ich, wenn ich drauf reinfalle :lol: . Und keine Süchte mehr nach Kompensation von Unwohlsein, keine Plackerei mehr - ich arbeite einfach ...

    Ich wünsche einen schönen Tag ohne neurotische Perfektion
    _()_ Monika

  • perfektionismus und neurose

    • Askan
    • 27. Dezember 2011 um 22:53

    Entschuldigung, aber ich werde meinen Account hier wieder löschen. Ich dachte hier würde anständig diskutiert werden. Es ist das letzte, dass jemand meinen letzten Beitrag anscheinend absichtlich mit "Fehlern" ediert hat. Ich hatte sogar bei dem Beitrag den SpellChecker an und ihn mir vor dem Abschicken durchgelesen. :evil:

    Selbsttötung ist natürlich immer abzulehnen. Es ist letztlich eine unverzeihliche Tat. Gleiches Schicksal muss dann nochmalig durchlebt werden. Das bisher gelebte Leben, das willentlich beendet wurde, wäre somit ganz ohne Sinn gewesen. Nur steht da die Hypothese im Raum, dass wenn ein Mensch mit einer gewissen geistlichen Reife, durch aus einen Nutzen haben könnte, mit "erquickten" Geiste von dieser Welt zu gehen als Vorbeugung gegen das Vergessen im Jenseits. Ich denke, dass diese Ansicht schon ein Diskussionsthema ist. Insbesondere in Betracht auf das diesseitige Leben. Ich sehe es als großen Akt der Angstlosigkeit so eine Tat üben sein Ego hinweg zu gehen. Aber ich denke mal, dass diese Ansicht sehr fehlinterpretiert werden kann und sich wie eine Aufforderung zum Suizid anhört, was es auf keinen Fall sein sollte.

  • perfektionismus und neurose

    • Askan
    • 27. Dezember 2011 um 19:05

    Ich glaube jeder Buddhist versteht die Gefühle der Todessehnsucht. Nur leider ist das wirklich keine Lösung.

    Dazu könnte aber ein neuer Topic eröffnet werden. Es gibt da eine Auslegungssache. Ich glaube, dass es ab einem Alter ziwschen 45 und 70 oder älter supoptimal ist, sich selbst zu töten. Denn was bringt das Weiterleben, wenn der Geist sich ab 50 verhärtet und gar später noch ab beginnt sich slbst ab zu bauen (Beginn des Nichtwissen durch Vergessen). Wissentschaftlich wurde sogar bewiesen, dass sich mitte 30 ein Charakterprofil verfestigt, dass danach fast nicht mehr änderbar ist. Auch ein Grund warum Pesonalcheffs dazu neigen, Bewerber ab einem Alter um die 38 Jahre nicht mehr einstellen, da sie nicht mehr flexibel genug sind sich in die Firma "ordentlich" zu integrieren. Er schwächt den Willen "weiter" zu machen und die reinste Wahrheit zu erkennen.

    Aber in wie Weit hätte ich den Willen des Buddha zu gehen. Hätte ich dann den Mut dem eigenen Leben den Entpunkt zu setzen, den Anhaftigkeiten und Gewohnheiten zu entsagen, um dann nicht zu vergessen. Ich erachte das Siechtum im Alter als sehr gefährlich und sehe es als Hauptknotenpunkt für das Vergessen und wieder Eintreten ins Samsara an. Ich denke, spästestens ab dem Zeitpunkt, an dem man realisiert, dass die Demenz eintritt, ist dieses Vorgehen für einen Buddhisten, der wirkliche Erleuchtung sucht, fast schon eine Pflicht? Hört sich hat an. Was sagt ihr dazu? Wie seht ihr das?

  • perfektionismus und neurose

    • Askan
    • 27. Dezember 2011 um 14:01
    mukti:


    ... Es entsteht aufgrund der Begierde nach schneller Erlösung. ...

    Ich bedanke mich für diesen Beitrag.

  • perfektionismus und neurose

    • Askan
    • 27. Dezember 2011 um 04:16

    @zenbo

    Dein erster Betrag erklärt alles. Früher wollte ich auch immer idealistisch und perfektionistisch sein. Ich bin zu der Erkenntnis erlangt, dass alles der Vergänglichkeit unterliegt. Auch das Ideal ist vergänglich.
    Bestes Beispiel ist hierfür der "Dreck" der sich im Haushalt bildet. Blitze blank soll das Bad und die Küchen glänzen. Kein Staubkorn soll von draußen herein in die gute Behausung fliegen.
    Und wehe wenn das eigene Körperfett an den Fingern auf glatten Oberflächen auf Glastischen zu sehen ist. => Was für ein Affront der physiaklischen Welt gegen unseren Geist, der die Reinheit doch so liebt.

    Es ist nicht möglich sich eine perfekte Umwelt (Umgebung) zu schaffen.
    Wer es denn noch versucht, beraubt sich seiner eignen Freiheit, weil seine Zwägne ihn unterdrucken und zu Handlugne treiben, die unnötig sind.
    Aus diesme Grund putze ich nur noch rudimentär unter der Woche und ein mal gründlich im Monat.

    Dennoch achte ich darauf, dass alles ordentlich ist.
    Hat aber seinen Grund. Ich fühle mich wohler mit freien ordentlichen Flächen.
    Feng-Shui meint dazu: durch freie Flächen könne die Energie besser fließen.

  • Tricky Erkenntnis

    • Askan
    • 26. Dezember 2011 um 12:19

    Ah okay. Letztendlich habe ich mich mich an den bildlichen Begriff "gut" und "böse" wie "Gott und Teufel" aufgehängt und mir selbst einen Streich gespielt.
    Es ist nur wichtig kein Leid hervorzurufen. Demnach sind "Leid vermeiden" und "gutes Tun" Synonyme, aber keine äquipollenten Worte.

  • Tricky Erkenntnis

    • Askan
    • 26. Dezember 2011 um 02:28

    Heute hatte ich eine Erkenntnis. Ich hatte so eine schon vorher nur aber bringt sie mehr Kopfzerbrechen als Zuversicht.
    Alles ist Eins. Es gibt weder gut noch böse.
    Es ist unerherblich ob wir:
    Bettler oder Dieb,
    Kindsmörder oder guter Vater,
    Schänder oder Krankenschwester
    Soldat oder Mönch
    sind? (!)

    Unerheblich im Sinne für die Gesamheit.

    Dadurch, dass es weder Hell,noch Dunkel gibt. Weder schwarz noch weiß. Weder gut noch böse, besteht alles aus dem ein und dem selben Element.
    Es ist die Gegebenheit der Gesamtheit. Es tut einfach. Es läuf einfach. Es ist so. Das scheint mir fast die "wahre" Natur von der Existenz zu sein.

    Ein Buddhis versucht das zu durchdringen. Er versucht das anscheinend ganz normale auf zu halten zu wollen oder sich davon zu befreien.
    Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass der Buddhist wie ein Kapitän ohne Steuermann ist. Er weiß genau wohin er will. An das Ufer, wo das Paradis ist ohne Leid.
    Aber mir scheint so, dass er auf dieser abenteuerlichen Reise niemals sein Ziel finden wird.
    Aus seinem "Ego" heraus agiert er und versucht das Leiden zu beenden (unterdrücken).(?)
    Dabei half ihm sein rationaler Verstand.
    Ganz schön "egoistisch" könnte man ihm nun unterstellen. (Etwa wie Spielverderber?).

    Einfach alle Anhaftigkeiten loslassen? Klingt einfach, ist es aber nicht.
    Das ist ziemlich schwer. Das treiben lassen im Meer birgt viele Gefahren.
    Wird jener an das andere Ufer gespült?
    Oder ertrinkt er im Wasser?

    Es ist ganz schön schwer dem Weg des Buddah zu gehen.
    Überall lauern Gefahren in diesem Nebel.
    Manchmal habe ich Angst, dass ich es nicht schaffe.
    Das alles so bleibt ist wie es ist.
    Dass das Leiden einfach von vorne beginnt.

    Ich glaube es ist ziemlich gefährlich, das Leiden im Leben als normale Gegebenheit hinzunehmen.
    Es würde bedeuten, sicht damit abzufinden und immer wieder das Samsara zu durchleben,
    das es ja gilt zu verlassen.

    Ich weiß, diese Zeile hören sich verwirrt und chaotisch an. Nur denke ich, dass eine Verhärtung des Geistes in einen Glauben immer Anhaftigkeit und Leiden induziert. Stets sollte man sich prüfen und die Wachheit vor Augen halten, denn ich bin mir selbst der größte Feind und der größte Lügner, der sich selbst belügt.

  • Sila Nr 6

    • Askan
    • 26. Dezember 2011 um 00:34

    Es spricht nichts dagegen, Fleisch zu essen. Auf der Stufe des Menschen ist Fleisch aus evolutionären Sicht ein Lebensmittel, das der menschliche Organismus bisher gut angenommen hat. Ein feiner Unterschied. Der Mensch wird irgendwann" In-Vitro"-Fleisch (aus dem Labor) zu sicht nehmen und dabei einen Baum betrachten wie dieser von Wasser und Erde lebt. Ich sehe es für meinen Teil als einen guten Schritt in die richtige Richtung. Es ist eben nur eine Stufe. Ich glaube, dass der massive Genuss von Fleisch für die Weiterentwicklung nicht förderlich ist. Irgendwann sollte darauf gänzlich verzichtet werden. Jemanden aber zu verurteilen wegen Fleischverzehr ist wie das Aufbauen neuer Grenzen, wo keine sind.

  • Sila Nr 6

    • Askan
    • 25. Dezember 2011 um 14:05

    Bis jetzt esse ich als Anfänger nur so viel wie nötig. Keine Völlerei. Dabei beschneide ich mich nicht krampfhaft. Buddha hat für eine gewisse Zeit gehungert bis er sich selbst ausgezehrt vor fand. In diesem kraftlosen Zustand war es ihm nicht möglich Fortschritte zu machen. Daher kam er zum Schluss, dass Essen wichtig ist und extremes Fasten nicht förderlich ist. So lebte er vor seiner wahren Erleuchtung.

    Wenn ich Fleisch esse, dann mit Genuss. Mit dem Genuss bekunde ich die Dankbarkeit, dass das Tier sich für mich geopfert hat damit ich leben kann. In Gedanken an das Tier bedanke ich mich nochmals persönlich, dass es mir Energie spendet und wünsche diesem Wesen in der nächsten Welt, wo es ankommt, ein Dasein, das einen Schritt näher zur Buddhaschaft liegt.

  • Ein paar Zeilen Text

    • Askan
    • 25. Dezember 2011 um 13:45

    Oh das ist wirklich schön.

    So ein Gefühl hatte ich schon sehr lange nich mehr.
    Zeilen die einem beim Blick in diese Welte in diesem Wimpernschlag das Gefühl von Einklang und Frieden geben.

  • Ein paar Zeilen Text

    • Askan
    • 22. Dezember 2011 um 01:40

    Ich war sehr müde und dachte an das Leiden. In tiefer Gedankenversunkenheit an Buddha kamen mir ein paar Zeilen, die ich aufschrieb.
    Vielleicht gefallen sie euch. Vielleicht kann jemand damit etwas anfangen.

    Code
    Unser Geist ist ein Tropfen dieser Welt.
    Der Tropfen fällt vom Jenseits ins Diesseits.
    Beim Verlassen und Ankommen,
    trifft der Tropfen das Meer.
    Das ist Gut, aber auch schlecht.
    Ein Gebilde von schwarzen und weißen Balken, 
    umgeben den Tropfen.
    Seine Form bleibt nun beständig.
    Der Tropfen ist ein Regenbogen.
    Die Balken sind es nicht.
    Der Bewahrenswillen ist nichtig.
    Der Bewahrenswillen ist wichtig.
    Alles anzeigen

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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