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Innerhalb der indischen Philosophie postulierten verschiedene an den Veden orientierte philosophische Strömungen (s. Astika und Nastika) die Existenz eines Atman (sanskrit), bzw. Atta (pali), was häufig mit Seele übersetzt wurde. Buddha jedoch verneinte die Existenz von Atman und sprach von Anatman (sanskrit) bzw. Anatta (pali), dem Nicht-Selbst.
Im Buddhismus wird unter Wiedergeburt also nicht das Weitergehen einer Seele wie in manchen anderen religiösen Überlieferungen zur Reinkarnation verstanden, sondern ein neues Entstehen des Prozesses der Existenz. Dazu steht in der Milindapanha:
„Wieso aber, o Herr, kann es Wiedergeburt geben ohne eine Seelenwanderung? Erkläre mir dies.
Wenn zum Beispiel, o König, ein Mann eine Lampe an einer anderen Lampe anzündet, würde da wohl das Licht der einen Lampe zur anderen Lampe hinüberwandern?"
Nicht doch, o Herr.
Ebenso auch, o König, wird man wiedergeboren, ohne daß dabei irgend etwas hinüberwandert.“
– Nagasena: Mil. 3.2.5. Wiedergeburt ohne Seelenwanderung
Unsere Philosophie zeichnet sich ja durch ihre Abstraktionen aus:
Jeder Erleber ist gleich, in seinem Prinzip, überhaupt zu erleben.
Ich stell mir das als Knotenpunkte des Universums vor. Reflexion, ein sich selbst schließender Kreislauf.
Nun kann aber niemand abstreiten, dass, auch wenn es sich um ein nicht unterscheidbares Prinzip handelt, wir einander räumliche Distanz zueinander besitzen und eigene Impulsgeber sind. Das scheint sich auch nicht für jene zu ändern, deren Bewusstsein die herkömmlichen Wahrnehmungsfilter gesprengt hat.
Wenn wir an Karma glauben und der Raum der Erleber ein Spiegel ihrer Handlungen ist, bekommen wir ein logisches Problem, wenn die Erleber auf einmal weg sind.
Dann können die Reaktionen nämlich nicht wieder bei ihnen ankommen. Ist für unser Weltverständnis aber irgendwo notwendig.
Die Wirkungen die wir im Raum lassen, bevor wir unsere Struktur ändern und (in materieller Hinsicht) nicht-reflektierender Raum bleiben, werden an einen neuen reflektierenden Knotenpunkt weitergegeben. Damit sich der Kreislauf überhaupt schließt müsste man sogar sagen, dass das Ende des einen Erlebers zum Anfang des anderen führt.
Maybe Buddha:Und nach meiner Erfahrung ist die Bedingung für den Geist, der Körper. Vergeht der Körper, vergeht auch der Geist...
Davon geht unsere Kultur seit dem 17. Jahrhundert zunehmend aus. Ist ein wenig kopflastig, finde ich.
Unser derzeitiges wissenschaftliches Weltbild legt glasklar fest, dass alles mit allem Informationen austauscht. Auf definitiv jeder denkbaren Ebene.
Dein Geist konstruiert sich ja nicht bloß aus der Fähigkeit deines neuronalen Netzes, den Kosmos betrachten zu können. Sondern dein Geist, das Erlebnis, ist ein Konstrukt aus unbeschreiblich vielen Faktoren, die miteinander interagieren. Zum Beispiel das Erdmagnetfeld. Oder das der Sonne. Warum ist nun deine Hand ein Teil deines Bewusstseins/Geistes, weil sie zu deinem Körper gehört, die Erde aber nicht?
Es gibt keine Trennung. Nirgends. Alles hängt zusammen.
Warum dann nicht der Schluss, dass das reine Informationsmeer, als ganzes, ein Bewusstsein ist und wir nur Aspekte dieses einen einnehmen?
Materie ist offensichtlich nur ein Informationsträger. Geronnene Energie.
Könnte es nicht auch andersrum sein?
Vielleicht ist Geist die Bedingung für Körper?
Da ist die Wissenschaft mindestens sosehr auf meiner Seite wie auf deiner.
Es hängt von dem Blickwinkel ab, den du einnimmst. Von den Modellen, die du deinen Verstand benutzen lassen willst.
Man kann sich dann aber auch mal wieder hinsetzen und solange meditieren, bis man es (ich erhebe nicht den Anspruch zu wissen, was) einfach erfährt.