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  1. Buddhaland Forum
  2. peema

Beiträge von peema

  • Anhaftung und Bindung

    • peema
    • 10. Mai 2012 um 08:51
    Mascha:

    ...eines meiner größten Fragezeichen in den Jahren theoretischen Auseinandersetzung - wie geht das zusammen? Sich binden und dennoch nicht anhaften?


    Liebe Meike,

    diese Frage hat sich mir bei bestimmten Gelegenheiten auch immer mal wieder aufgetan. Gerade in Bezug auf meine Familie - hier insbesondere in Bezug auf meine Kinder- habe ich mich am Anfang, als ich mich mit dem Buddhismus beschäftigte, gefragt, wie hier ein "Nicht-Anhaften" funktionieren kann. Auch dem Buddha war dieser Zusammenhang sehr wohl bewußt, ansonsten hätte er seinen Sohn wohl nicht "Fessel"(Rahula) genannt...

    Ich habe im Laufe der Jahre bemerkt, dass durch die Beschäftigung mit der Lehre meine Liebe zu meinen Kindern nicht weniger geworden ist, sich aber doch geändert hat: Je mehr sich mir das Wissen um das "Nicht-ich" erschließt, kann ich -stückchenweise- die Welt immer mehr von einer Warte aus sehen, die nicht beurteilt, die erst einmal wahrnimmt. In Bezug auf meine Mitmenschen und gerade auch in Bezug auf meine Kinder bedeutet dies, dass ich sie immer mehr einfach "sein lassen" kann, mich weniger aufdränge (um meine Vorstellungen durchzusetzen). Insoweit würde ich schon sagen, dass ich hier immer weniger "anhafte", "gebunden" bin ich aber natürlich an meine Kinder schon deswegen, weil diese aufgrund ihres Alters noch von mir in vielerlei hinsicht (auch emotional) abhängig sind (wobei ich es als eine wichtige Aufgabe von mir ansehe, sie in eine äußere und aber gerade auch innere Unabhängigkeit zu begleiten). Außerdem werde ich als Mutter meine Kinder sicherlich in diesem Leben -bei allem Bestreben nach weniger Anhaftung- immer lieben. Für dieses "Gebundensein" habe ich mich bei meinem Wunsch nach Kindern damals entschieden (auch wenn ich da noch nichts von der Lehre Buddhas wußte); Buddha hat diesbezüglich ja auch immer wieder zwischen "Haushälter" und "Hauslosigkeit" unterschieden.

    LG peema

  • Verantwortung muß man entweder tragen oder abgeben

    • peema
    • 7. Mai 2012 um 13:21

    Hallo Bakram, auch mich hat das von Hanzze angesprochene Thema (wieder einmal) zum Nachdenken über meinen spirituellen Alltag gebracht. Ich stimme Dir zu, dass die Aufgaben, die das "weltliche" Alltagsleben uns stellt, sowohl in zeitlicher als auch in inhaltlicher Hinsicht immer wieder die Gefahr für mich birgt, mich hierin zu verstricken. Mir hilft hier immer wieder die Rückbesinnung auf die Ausübung der Achtsamkeit bei allem, was ich im Alltag unternehme. Als Hilfsmittel habe ich mir jetzt angewöhnt, einen Timer zu stellen und in gewissen Abständen im Alltag -auch außerhalb der festen Meditationszeiten- innezuhalten.

    In Hinblick auf den Umgang mit den Mitmenschen denke ich, dass auch hier achtsames/heilsame Handeln und z.B. leitendes Tätigwerden sich nicht unbedingt ausschließen muss. Es kommt da meiner Ansicht nach aber auf den Stand der Verwirklichung bei dem Einzelnen an. Allerdings merke ich in Bezug auf meine Person, dass mich eine berufliche Tätigkeit, die überdurchschnittlichen Einsatz von mir verlangen würde, eher von meinem spirituellen Weg fortführen würde.

    LG peema

  • Die Heilung des Bullen

    • peema
    • 19. April 2012 um 19:19

    Vielen Dank für diese wunderschöne Erzählung!

  • Ajahn Martin Piyadhammo - "Portrait eines Westlers"

    • peema
    • 7. April 2012 um 10:45

    Danke für die Einstellung dieses Berichtes!

  • Vorstellung und Frage zur "Schule"

    • peema
    • 11. März 2012 um 18:52

    Hallo Guido,

    auch wenn ich jetzt (aus zeitlichen Gründen) nicht direkt auf Deine Frage eingehe, auf jeden Fall ein herzliches Willkommen bei uns!

  • Sotapanna

    • peema
    • 29. Februar 2012 um 08:38
    Bambus:
    Smirnoff:

    Die Vernichtung des Persönlichkeitsglaubens ist also nicht die Vernichtung des Stachels, sondern nur des Glaubens.

    Ist es eine rein intellektuelle Erkenntnis wenn man

    - Persönlichkeitsglaube
    - Zweifel
    - Anhaften an Regeln und Riten

    vernichtet hat?

    Und wenn nein, wo genau ist der Unterschied zur rein analytisch erlangten Erkenntnis das erwähnte Fesseln unheilwam sind?

    Ich zumindest bin wohl kein Stromeingetretener. Den Zweifel (Zweifelsucht) lasse ich so schnell nicht los :D

    Alles anzeigen

    Hallo Bambus,

    bei mir zeigt sich am Beispiel des Persönlichkeitsglaubens immer wieder aufs Neue, dass ich ihn vom Denken her oftmals "entzaubern" kann, im Alltag (gerade im intensiven Kontakt mit Menschen) aber immer wieder zwischen Ablehnung-Zuneigung hinundherschwankt und mein vermeintliches "ich" dadurch immer wieder neue Nahrung erhält.

    LG peema

  • Forum = Dukkha?

    • peema
    • 25. Februar 2012 um 20:19

    Ich schließe mich muktis Beitrag an: hier im Forum können wir uns genauso gut oder schlecht wie "draußen" in der rechten Rede üben und somit dukkha vermeiden üben (oder leider auch verursachen). Wobei ich die Zeit, die ich hier im Forum verbringe, meistens als für mich wertvoll erachte, da ich immer wieder neue Denkanstöße erhalte und hier gerade auch gelernt habe, einfach mal zu schweigen und nachzudenken und evtl. erst dann etwas zu schreiben. "Draußen" passiert es mir leider viel häufiger, dass ich (mündlich) spontan nicht wirklich heilsam reagiere; ist mir leider erst heute wieder passiert... :doubt:

    LG peema

  • Schulung des Denkens

    • peema
    • 19. Februar 2012 um 13:49
    Sukha:

    Ich verstehe Deine Frage nicht liebe peema.

    Möchtest Du wissen wie man Satipatthana übt und daraus Erkenntnisse zieht, oder möchtest Du wissen, wie man die volle Sammlung erlangt, die eine Voraussetzung für Vipassana (Klarblicksmeditation) ist.

    Hallo Sukha,

    eigentlich weder das eine noch das andere (die verschiedenen Meditationsformen sind mir bekannt und werden -über die Jahre mit unterschiedlichen Schwerpunkten- von mir geübt). Mich würden vielmehr die praktischen Erfahrungen der Buddhaland-Mitglieder mit dem Entstehen des unter 3. der zitierten Textstelle genannten Wissens interessieren: Ist es bei anderen Usern auch "plötzlich" außerhalb von Meditation entstanden oder z.B. in Zeiten intensiver Meditationspraxis? In meinem Fall konnte ich das Entstehen dieses Wissens nicht willentlich beeinflussen - es fühlte sich eher an, als würden ganz viele Puzzleteile plötzlich passen (ich weiß, auch dieses Wissen ist wieder vergänglich :) )- habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder das auf Geistesentfaltung beruhende Wissen ganz anders erfahren?

    LG peema

  • Schulung des Denkens

    • peema
    • 19. Februar 2012 um 12:47
    mukti:
    wusheng:

    An dieser Stelle möchte ich Samma Sankappa und Cinta-Maya Panna nennen.
    Grüße, Wusheng ;)

    Dem bin ich etwas nachgegangen.

    Samma Sankappa:

    2. Element des achtfachen Pfades. Das Denken, Überdenken und Sinnen, das Richten und Festigen der Gedanken, die gedankliche Einstellung, die sprachliche Tätigkeit des Geistes (vitakka-vicara), das gilt als die überweltliche rechte Gesinnung.

    Vitakka-vicara ist Gedankenfassung und diskursives Denken, die im Geiste sich vollziehende sprachliche Funktion, das innere Sprechen.
    Vitakka (Gedankenfassung) ist das Aufgreifen eines Gedankens und bezeichnet ein Aufmerken. Es festigt das Bewusstsein in der Vorstellung des Objektes.
    Vicara ist das Umherwandern des Geistes, die fortgesetzte Tätigkeit des Geistes.
    B.Wörterbuch

    Das ist hier sehr gut beschrieben finde ich. Das Denken ist immer in Tätigkeit. Erkenntnis entsteht wenn die Geistestätigkeit bewusst zu ihrer Erlangung eingesetzt wird. Eine Sache wird herausgegriffen, also ein Begriff oder Gedanke, über den Klarheit gewünscht wird. Dann wird alles was damit zusammenhängt herangezogen und es entsteht eine klare Vorstellung über einen Sachverhalt, die Erkenntnis, die mit der Wirklichkeit übereinstimmt.

    Cinta-maya panna:

    Auf Nachdenken beruhendes Wissen, durch eigenes Nachdenken zustande gekommen.
    Suta-mayā paññā ist auf Lernen beruhendes Wissen, das was man von anderen gehört hat.
    Bhāvanā-mayā paññā ist auf Geistesentfaltung beruhendes Wissen, das den vollen Grad der Sammlung erreicht hat.
    http://www.palikanon.com/wtb/panna.html

    Alles anzeigen

    Ich habe mir die hier zitierte Textstelle noch einmal angeschaut, in welcher wie folgt unterschieden wird:

    "1. Auf Nachdenken beruhendes Wissen (cintā-mayā paññā),
    2. auf Lernen beruhendes Wissen (suta-mayā paññā),
    3. auf Geistesentfaltung beruhendes Wissen (bhāvanā-mayā paññā)« (D.33).

    zu 1. Auf Nachdenken beruhend' (cintā-mayā) ist dasjenige Wissen, das man, ohne es von Anderen gehört zu haben, durch eigenes Nachdenken zustande gebracht hat.
    zu 2. Auf Lernen beruhend' (suta-mayā) ist dasjenige Wissen, das durch Hören von Anderen erlangt wurde, dadurch also daß es durch Erlernung zustande gekommen ist
    zu 3. Auf Geistesentfaltung beruhend' (bhāvanā-mayā) ist dasjenige Wissen, das auf diese oder jene Weise durch Geistesentfaltung zustande gekommen ist und den Grad der vollen Sammlung erreicht hat.
    (Vis. XIV)."

    Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass ich sowohl auf Lernen beruhend (Lesen von Büchern, hier im Forum :) , Vorträgen etc) als auch auf Nachdenken beruhend (z.B. bei einer entsprechenden Tagesrückschau am Abend; durch Durchdenken einer bestimmten Lebenssituation) Wissen sammeln durfte. Interessant ist für mich aber jetzt in diesem Zusammenhang die Frage, wie aus diesem auf zweierlei Art gesammelten Wissen tatsächlich das auf "Geistesentfaltung beruhende Wissen" werden kann. Bislang habe ich in einigen wenigen Momenten in Bezug auf bestimmte Themen auch schon das "ohne Worte und Begrifflichkeiten verstehende Wissen" (meine Definition für diese von mir gemachte Erfahrung) erleben dürfen - ich habe diese Art von Wissen aber bislang nicht gezielt angestrebt oder irgendwie darauf hingearbeitet. In meinem Fall fanden die Momente, in denen ich dieses unter 3. bezeichnete Wissen ansatzweise kennenlernen durfte, auch nicht während einer Meditation statt, sondern eher anscheinend "plötzlich", mitten im Alltag. Wobei ich aber doch denke, dass Meditation und Achtsamkeit (samt Befolgung des 8fachen Pfades) der "Nährboden" für diese Art des Wissens sein dürfte. Wie sind hier Eure Erfahrungen?

    LG peema

  • Achtsamkeit und Ruhe während unvermeidlicher äußerer Hektik

    • peema
    • 15. Februar 2012 um 15:34

    Hallo Jan,

    mit der Thematik "Achtsamkeit" und "hektischer Alltag" beschäftige ich mich auch immer wieder aus gegebenen Anlaß. Genau wie Du gibt es bei mir immer wieder Tage, an denen ich am Abend erst so richtige registriere, wie ich durch die äußeren Eindrücke bedingt, unmittelbar gehandelt habe -ohne wirklich achtsam bei mir gewesen zu sein . Ein "Trick",den ich in solchen Phasen dann versuche anzuwenden ist das geplante Einlegen von Pausen (eine Minute zwischendurch reicht oftmals schon aus). Heute z.B. ist bei mir auch so ein Tag, an dem bisher alles anders gekommen ist als noch am Morgen gedacht -dies hat mich doch ganz gut aus dem Konzept gebracht (von Achtsamkeit war da zwischendurch nichts mehr zu merken :D ). Aus diesem Grund habe ich eben gezielt beschlossen, mir Zeit für das Buddhaland zu nehmen - und bin dann auch noch auf dies auch für mich gerade heute relevante Thema gestoßen ;) . Ich bin da ganz guter Hoffnung, dass mir diese Unterbrechung und die Beschäftigung mit dieser Thematik hilft, den Rest des Tages ruhiger (auch wenn es "draußen" stressig ist) und achtsamer zu handeln/sein....

    LG peema

  • Schulung des Denkens

    • peema
    • 12. Februar 2012 um 21:57

    Dem schließe ich mich voll und ganz an!

    LG peema

  • Die Welt verändern

    • peema
    • 7. Februar 2012 um 08:58

    Guten Morgen,

    die Diskussion hier hat mich an unsere Beiträge im Sommer zum Thema "Ehrenamt und Buddhismus" erinnnert:

    von peema am 18.06.2011, 18:18 :
    Hallo alle zusammen,

    aus gegebenen Anlaß greife ich dieses Thema einmal wieder auf: in unserer kleinen Gemeinde bin ich punktuell immer mal wieder kommunalpolitisch "in Erscheinung getreten". Bislang habe ich mich allerdings noch nicht kontinuierlich (partei)politisch gebunden - ich kann mich nach Bedarf also immer wieder zurückziehen. Dieses Zurückziehen fand ich bisher auch für mich immer sehr wichtig, da ich gerade in Zeiten großen Engagements merkte, dass ich Abstand brauche, da ich ansonsten von den verschiedenen Eindrücken, Meinungen etc. gleichsam "mitgerissen" werde und mich von einer gelassenen Grundhaltung noch weiter entferne. Nun bin ich von sehr engagierten Menschen hier im Ort angesprochen worden, welche meinten, dass ich aufgrund bestimmter (beruflich erlangter) Kenntnisse gerade für die Menschen hier vor Ort viel tun könne und dass es sehr schade sei, wenn ich mich immer nur kurz an gerade aktuellen Diskussionen beteilige. Nun bin ich dabei, alles neu zu überdenken: Kommunalpolitisch tätig würde ich aus der Motivation werden, etwas für die Menschen in meinem Umfeld zu tun - und damit nicht aus Gründen, mich selbst als "wichtig" oder "Dankbarkeit erwartend" zu sehen. Insoweit sehe ich hier auch keinen Widerspruch zwischen "Ehrenamt" und "Buddhismus". Allerdings sehe ich für mich die Gefahr, nicht den nötigen inneren Abstand zu einer derartigen Tätigkeit zu haben (es gibt in diesem Bereich doch immer sehr viele -nicht sachorierentierte- zwischenmenschliche "Scharmützel"). Gibt es in diesem Forum vielleicht jemanden, der politisch aktiv ist und diese Tätigkeit mit seinem buddhistischen Weg (gerade was die Frage der "Gelassenheit" angeht) in Übereinstimmung bringen kann? Oder hat jemand entsprechend negative Erfahrungen gemacht? Über Antworten freue ich mich! Liebe Grüße peema

    von peema am 19.06.2011, 08:54 : Interessanterweise habe ich im Strang: Der große „4 unermeßlichen ???“ Beschreibungswettkrampf folgenden Beitrag von Onda (17.06.2011) gefunden: " Ānanda, ein Bhikkhu zeichnet sich nicht aus, indem er Geselligkeit liebt, indem er sich mit Geselligkeit vergnügt, indem er sich der Vorliebe für Geselligkeit hingibt, indem er Gesellschaft liebt, indem er sich mit Gesellschaft vergnügt, indem er sich über Gesellschaft freut. In der Tat, Ānanda, es ist nicht möglich, daß ein Bhikkhu, der Geselligkeit liebt, der sich mit Geselligkeit vergnügt, der sich der Vorliebe für Geselligkeit hingibt, der Gesellschaft liebt, der sich mit Gesellschaft vergnügt, der sich über Gesellschaft freut, jemals nach Belieben, ohne Problem oder Schwierigkeit, die Glückseligkeit der Entsagung, die Glückseligkeit der Abgeschiedenheit, die Glückseligkeit des Friedens, die Glückseligkeit der Erleuchtung erlangen wird. Es kann aber erwartet werden, daß ein Bhikkhu, wenn er allein, von der Gesellschaft zurückgezogen lebt, nach Belieben, ohne Problem oder Schwierigkeit, die Glückseligkeit der Entsagung, die Glückseligkeit der Abgeschiedenheit, die Glückseligkeit des Friedens, die Glückseligkeit der Erleuchtung erlangen wird [1]."

    Die Beschäftigung mit Politik führt immer dazu, dass man in häufiger Gesellschaft mit sehr vielen Menschen ist und sich darin -auch wenn es so anfangs nicht beabsichtigt war- darin "verzetteln" kann. Es gehört schon sehr viel innere Gelassenheit dazu, aktiv in diesem Bereich mitzuwirken, ohne sich innerlich in irgendeiner Form zu binden. Ich werde hier die nächsten Tage noch sehr viel überlegen/meditieren.....

    Einen schönen Sonntag wünscht peema

    Ich habe mich im Sommer -auch aufgrund der Diskussion hier im Forum- dazu entschieden, mich nicht kommunalpolitisch zu betätigen (nun kam im Herbst auch noch eine längerfristige Erkrankung meinerseits dazu - daran sieht man: alles ändert sich ständig.... ;) ). Dies heißt aber für mich nicht, dass ich nun "meine Hände in den Schoß lege"- vielmehr versuche ich, den 8fachen Pfad und die Silas im Alltag zu beachten/umzusetzen- da gibt es nicht wirklich eine Trennung von "außen" und "innen" :D . Ich versuche aber zu unterscheiden: Was sind die Motive meines Handelns/Nichthandelns? Erkenne ich klar, dass diesen Konzepte zugrunde liegen (Gier/Ablehnung/Verblendung), gehe ich noch einmal sehr tief in mich und entscheide dann (dabei kann es durchaus auch Situationen geben, in denen ich in der "äußeren Welt" aufgrund meiner Konditionierungen nicht handeln würde, bei Bedenken des 8fachen Pfades aber mich für ein Handeln entscheide - der "Buddhismus" muss also nicht gleichbedeutend mit Passitivität sein; es läßt sich nach meiner Erfahrung im Bereich "Handeln oder Nichthandeln" nichts verallgemeinern.

    LG peema

  • Cetanā Sutta

    • peema
    • 6. Februar 2012 um 12:43

    "Wenn einer nicht denkt, ihr Bhikkhus, und nichts beabsichtigt, aber doch (bei den Dingen) verharrt"

    Mir ist noch nicht ganz klar, wann ich nicht denke/nicht beabsichtige und dennoch (bei den Dingen) verharre: kann dies jemand an einem Beispiel erklären?

    Vielen Dank - peema

  • Selbsterkenntnis

    • peema
    • 30. Januar 2012 um 08:51

    Guten Morgen Nikita,

    ich erlebe es auch so, dass der Fokus meiner Aufmerksamkeit sehr viel stärker als früher auf das gerichtet ist, was bei mir gerade geschieht. Gleichzeitig nehme ich aber deutlicher das wahr, was ich um mich her geschieht; ich erlebe z.B. die Wechselwirkungen meines Handelns/Nichthandelns in Bezug auf meine Umwelt/Mitmenschen sehr viel klarer.

    LG peema

  • psychoknacks durch achtsamkeit?

    • peema
    • 24. Januar 2012 um 08:52
    Onyx9:

    "In der Übung der Achtsamkeit" wendet man sich umgekehrt mit ungeteilter Aufmerksamkeit seinem gesamten zur Verfügung stehenden Wahrnehmungsspektrum zu, "erweitert" dabei den Bereich, auf den man sich aufmerksam richtet, immer mehr – bis zu jener "unbegrenzten" und deswegen weit-offenen Achtsamkeitshaltung, die mit "Achtsamkeit" gemeint ist und gelegentlich auch als "Gewahrsamkeit" bezeichnet wird.

    Genau dies ist es, was ich mit "Freiheit" versucht habe zu beschreiben: Durch die "unbegrenzte" Achtsamkeitshaltung ist gar kein Platz mehr für eine stark bewertende, konzentrative Sichtweise; dies schließt aber gleichzeitig nicht aus, dass in diesem Zustand gerade "auch" Heilsames und Unheilsames registriert wird (insofern gibt es dann wohl doch eine Bewertung, aber eine viel subtilere als die übliche "Alltagsbewertung").

    LG peema

  • psychoknacks durch achtsamkeit?

    • peema
    • 23. Januar 2012 um 08:42
    monikamarie:
    odysseus05:


    ...
    Man kann sich sogar achtsam unterhalten
    und stellt dabei fest, wie nonverbale Kommunikation wirkt.

    ...

    Aber häufig lösen wir durch unsere Reaktion Leid aus,
    Leid was eigentlich total überflüssig ist,
    denn die Erde braucht nicht noch mehr Leid,
    davon haben wir doch genug.

    Achtsamkeit bringt mir mehr Klarheit in mein Leben,
    führt mich zum Hier und Jetzt und
    gibt mir die Chance so zu reagieren,
    wie ich es für sinnvoll halte
    und eben nicht so,
    wie ich es seit eh und je getan habe.

    Professor Howard Gardner spricht hier von "emotionaler Intelligenz".

    ...

    Alles anzeigen

    Guten Morgen Stefan,
    und vielen Dank für Deinen guten Beitrag. Ich habe nur einige Zitate nochmal mit reingenommen, aber insgesamt "Daumen hoch".
    _()_ Monika

    Alles anzeigen


    Dem schließe ich mich auf jeden Fall an!

    LG peema

  • psychoknacks durch achtsamkeit?

    • peema
    • 22. Januar 2012 um 08:55
    darkwave:

    die frage die ich stellte war:

    was bedeuted achtsamkeit eigentlich?
    was ist wertfreies betrachten, gibt es das überhaupt?
    welche effekte hat diese dauerkontrolle auf uns?

    im grunde stört mich das irgendwie einfach ein bischen so getan wird als würde diese selbstbetrachtung uns zu besseren menschen machen, dann wüsste ich gerne wie das gehen soll? oder ist es nicht die gleiche scheinheiligkeit die wir von der kirche kennen, man ist sich zwar bewusst was man alles besser tun könnte, aber man hat sich dann doch nicht im griff.

    gruss zenbo

    Achtsamkeit erfahre ich nicht als Dauerkontrolle eines "Betrachters" über ein "ich"; die Momente wirklicher Achtsamkeit empfinde ich eher als ein Ineinanderfließen von außen und innen (wobei "ich" aber z.B. aufkommende Gedanken etc. wahrnehme - aber ihnen nicht mehr nachkommen "muss", wie es sonst oft der Fall ist (dies meinte ich mit "Freiheit" in meinem letzten Beitrag)). Diese wirklich achtsamen Momente mit Worten zu beschreiben, empfinde ich im übrigen als wirklich schwierig, da unsere Sprache diese Aufhebung des "ich" bzw. der Dualität nicht wirklich leisten kann.Achtsamkeit und Dauerkontrolle schließen sich meinem Erleben nach aber auf jeden Fall aus!

    LG peema

  • psychoknacks durch achtsamkeit?

    • peema
    • 21. Januar 2012 um 15:39
    darkwave:
    nibbuti:


    Hi Dark Wave

    Echte Achtsamkeit ist kein Eingriff in die Natur.

    Aber Neigungen wie Gier, Hass und Unwissenheit sind störende Eingriffe in die Natur der Dinge.

    Achtsamkeit richtig angewandt verursacht das Beenden schädlicher Neigungen. Das hat keinen Psychoknacks zur Folge, sondern ein Loslassen und dankbare Ausgeglichenheit. Dazu braucht es aber Einsicht in die Natur des Geistes, die im obigen Text nicht vorhanden ist.

    Glaubst du wirklich zu wissen was Achtsamkeit ist?

    :?:

    Alles anzeigen

    ja ich denke schon, ich bin übrigens nicht pauschal gegen achtsamkeit, aber auch wenn du im ersten moment nichts tust, die wertung des beobachteten folgt auf der hand, oder?

    gruss zenbo

    Alles anzeigen


    Wir werten aber auch ständig, ohne dass uns dies bewußt ist, wenn wir nicht-achtsam durch den Alltag gehen. Achtsamkeit hat bei mir die Folge, dass ich diese -ansonsten unbewußten Wertungen und Vorurteile- überhaupt registriere.

    LG peema

  • An Sich Arbeiten [Trainings-Karten]

    • peema
    • 20. Januar 2012 um 16:38
    Petra:
    peema:

    Neben dem achtfachen Pfad und dem Befreien des Geistes von energieraubenden Gedanken und Mustern gehört für mich auch das Reduzieren meiner Aktivitäten auf das Wesentliche (welches zu entdecken eine Sache für sich ist... :D ) zu den Energie bringenden Dingen.

    LG peema


    Das scheint Ähnlichkeit zu haben, mit dem, was Mukti sagte, nämlich eine gewisse Konzentration auf das Wesentliche oder das/ein Ziel hin aufzubringen. Könnte das eine positive Definition von "Entsagung" sein?

    Liebe Grüße,
    Petra

    Ich denke schon...

  • psychoknacks durch achtsamkeit?

    • peema
    • 20. Januar 2012 um 16:24
    darkwave:
    Ji'un Ken:

    Ist das der Punkt, auf den du hinaus willst?

    LG
    Ji'un Ken

    ja, man übt meinetwegen zweimal eine halbe stunde pro tag, und danach vergisst man die ganze sache und versucht einfach mensch zu sein. das finde ich gesund.

    gruss zenbo

    Gerade wenn ich wirklich zweimal eine halbe Stunde pro Tag übe, nehme ich diese Übung -zumindest "unbewußt", sozusagen als "Hintergrundmusik" mit in meinen Alltag. Im Laufe der Jahre habe ich mich sicherlich hierdurch verändert; introvertierter bin ich aber sicherlich hierdurch nicht geworden. Das achtsame Registrieren, was gerade geschieht (z.B. in meiner Wahrnehmung/meinen Gedanken) und mein eventuell darauf folgendes Handeln folgt immer noch unmittelbar aufeinander. Nur -im Unterschied zu früher- weiß ich (nicht immer, aber immer häufiger :D ) warum ich wie handele; genau dies gibt mir aber eine größere Freiheit. LG peema

  • An Sich Arbeiten [Trainings-Karten]

    • peema
    • 20. Januar 2012 um 08:51

    Neben dem achtfachen Pfad und dem Befreien des Geistes von energieraubenden Gedanken und Mustern gehört für mich auch das Reduzieren meiner Aktivitäten auf das Wesentliche (welches zu entdecken eine Sache für sich ist... :D ) zu den Energie bringenden Dingen.

    LG peema

  • wann Buddhist?

    • peema
    • 25. Dezember 2011 um 08:48

    Guten Morgen Anna,

    auch ich habe immer mal wieder darüber nachgedacht, wie ich mich bezeichnen soll/kann: der Ausdruck "Buddhistin" erscheint mir selbst gegenüber auf der einen Seite zu einengend, auf der anderen Seite sehr mit Ansprüchen behaftet (an denen ich mich dann selbst messen möchte und so an bestimmten Vorstellungen "kleben bleibe"). Auf dem Weg sein - so sehe ich mein Leben zur Zeit. Ein Zurück kann es auch für mich nicht mehr geben - und schon dieses Wissen gibt mir eine große Motivation und Kraft (trotz aller Rückschläge, z.B. durch Abgelenktsein, Rückfall in alte Gewohnheiten etc.).

    LG peema

  • Lockerheit & Kampf

    • peema
    • 22. Dezember 2011 um 21:30

    Liebe Brigitte,

    das Plakat finde ich einfach klasse! Gerade das Gefühl des immer "Müssens" (in meinem Fall sicherlich ein Erbe meiner Kindheit) hinter sich lassen zu können, könnte sich bei mir zu einem guten Vorsatz für 2012 herausbilden (obwohl hinter Vorsätzen wohl auch wieder ein "Müssen" steckt und das Ganze damit paradox werden lässt...).

    LG peema

  • Achtsamkeit im Alltag

    • peema
    • 22. Dezember 2011 um 21:22

    Während des Tippens am Computer kann ich mich (da ich auch "blind" schreibe), schlecht auf jeden einzelnen Anschlag konzentrieren (ich würde mich dann viel öfter vertippen!). Was ich allerdings jetzt verstärkt übe, ist, regelmäßig Pausen zwischen einzelnen Arbeitsgängen einzulegen (z.B. Atemmeditation/lesen im Buddhaland :D ). Danach versuche ich wieder achtsam meine nächste Aufgabe in Angriff zu nehmen (allerdings auf den Inhalt bezogen, nicht auf das Tippen).

    Eine andere Baustelle ist bei aber sicherlich -auf den Computer bezogen- das Lesen im Internet (gerade wenn man von einer Verlinkung zur nächsten gelangt und soviele interessante Dinge findet...). Ich merke, dass ich hier oft das achtsame Lesen verlasse und die Zeit dann wie im Flug vergeht. Hier bin ich dabei, mir auch noch "Pausenideen" zu überlegen (z.B. sobald ich von einem Thema zum nächsten "klicke".)

    LG peema

  • Sila Nr 6

    • peema
    • 18. Dezember 2011 um 19:50

    Liebe Brigitte,

    mich würde einmal sehr interessieren, welche Auswirkungen Deine Ernährung auf Dein Körpergewicht hat: kann man durch einmal gut essen + Kekse am Nachmittag genügend Kalorien zu sich nehmen, ohne abzunehmen? Ich habe auch schon öfter daran gedacht, ab Mittag nicht mehr zu essen. Allerdings möchte ich nicht abnehmen und bin mir nicht sicher, ob dies mit dieser Ernährungsform gut geht.

    LG peema

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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