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  1. Buddhaland Forum
  2. Geronimo

Beiträge von Geronimo

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 17. April 2011 um 21:07
    bel:
    Geronimo:

    Das erste wird als erinnern übersetzt, das zweite als Wissen durch direkte Erfahrung.
    Ich sehe dich jetzt nun auf 6 Seiten so vorgehen und sehe noch immer nicht was du eigentlich sagen möchtest. Sag es doch klar ohne Gegenfrage.

    Es nützt Dir zwar überhaupt nix, wenn ich Dir das sage - Du mußt Dich schon selber anstrengen, und das machst Du offensichtlich nicht.
    Um das zu einem Ende zu bringen:

    Wenn es um die Erinnerung an eine eigene direkte Erfahrung handelt, wird abhijanati verwendet. Beispielsweise erinnert sich der Buddha (im selben Sutta) an Begebenheiten seiner Kindheit, wie er z.B. unter einem Baum saß - also mit abhijanati.
    Es müßte auch abhijanati stehen, wenn er sich in dieser Weise an seinen Wohnort oder Beruf in "seinen früheren Leben" stehen. Tuts aber nicht - anussarati hat dagegen die Bedeutung "bear in mind"; "be aware" - also einer Sache bewusst, gewahr, gewärtig sein, dieses beachtend; berücksichtigend. Das ist eine völlig andere Art von Erinnern - im Deutschen wie im Englischen umfaßt "erinnern" auch dieses Bedeutungsfeld.
    Genau so kannst Du es von mir schon im Archiv nachlesen und in dem von mir verlinkten Artikel wirde es auch so erklärt.

    Lieber Geronimo - Du hast in Deinem ersten Beitrag sehr für Kenntnis des PK plädiert - aber Dich mit einem Text wirklich intensiv auseinanderzusetzten, dafür fehlt es Dir entweder Talent und/oder die notwendige Entschlossenheit, wie man schon an diesem einfachen Beispiel sieht. Letzteres kann man ändern oder man macht was anderes - ohne mit habverdautem PK tumzuwedeln. Viel Glück auf dem Weg.

    _()_

    Entschuldigung, aber ich wusste die ganze Zeit garnicht was du überhaupt wolltest. Ich sah nur Fragen und Gegenfragen ohne für mich ersichtlichen Bezug.
    Deine Aussage jetzt macht die Sache klar, aber ich kann nicht sehen
    welchen Nutzen diese Darlegung jetzt hatte, da ich gegen diese Darstellung
    überhaupt nichts einzuwenden habe.

    Das "ich" nicht einfach von Geburt zu Geburt wandere, ist doch verständlich.
    Es ist immer ein neuer Mensch, jedoch grundlegend bedingt durch die Taten in
    vorigen Leben, daher "sind die Wesen Erben ihrer Taten, Kinder ihrer Taten...", und somit sind auch die Erinnerungen an vorige Leben verschieden von den
    Erinnerungen innerhalb eines Lebens. Es gibt ja auch kein abgeschlossenes, unabhängiges Wesen an sich, sondern nur den Prozess "Wesen". Somit erschließen sich manche Sachverhalte leichter.

  • Enthaltsamkeit im weltlichen Leben - eure Erfahrungen

    • Geronimo
    • 17. April 2011 um 17:35
    Aiko:
    Geronimo:


    6 oder 7 Jahre, und das loslassen schüttelt mich auch das ein oder andere mal durchaus heftig durch, wenn ich die Kontrolle abgebe. Der Frieden nimmt dadurch jedoch immer mehr zu, gerade nachdem einen die heftigsten Krämpfe heimgesucht haben, als man da etwas in seinem Inneren berührt hat, das über Jahrzehnte verschüttet war...

    Allein schon, dass du das Thema für erwähnenswert findest und um die Erfahrungen anderer ersuchst, zeigt deine Zweifel. Dieser Friede, der zunimmt, ist bedingt, von deiner Selbstwahrnehmung nämlich.

    http://www.palikanon.com/angutt/a10_061_070.html#a_x61
    http://www.meditationthailand.com/bojjhanga.htm

    _()_

    Ich denke du interpretierst da etwas über das Ziel hinaus.
    Erfahrungen teilen, etwas weitergeben, sich austauschen,
    das hat doch von Fall zu Fall ganz individuelle Voraussetzungen.
    Es war eine nett gemeinte Anregung meinerseits.

    Und das obige erwähnte ich, weil du danach fragtest.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 17. April 2011 um 14:47
    bel:
    Geronimo:

    "to remember, recollect, have memory of..." = "sich erinnern"

    Reicht das nicht?

    Nein, ganz und gar nicht. Vergleich doch mal die Einträge sorgfältig.

    _()_

    Das erste wird als erinnern übersetzt, das zweite als Wissen durch direkte Erfahrung.

    Ich sehe dich jetzt nun auf 6 Seiten so vorgehen und sehe noch immer nicht was du eigentlich sagen möchtest. Sag es doch klar ohne Gegenfrage.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 17. April 2011 um 13:52
    bel:
    Geronimo:

    anussarati:

    http://www.sinhaladictionary.org/index.php/print/,59557,18.xhtml

    abhijanati:

    http://www.sinhaladictionary.org/index.php/print/,60968,18.xhtml


    Genau. Und wie gut sprichst Du Englisch?

    Alles anzeigen

    "to remember, recollect, have memory of..." = "sich erinnern"

    Reicht das nicht?

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 17. April 2011 um 13:26
    bel:


    Nö, das wäre ganz klar abhijanati. Wir haben das ja schon ausgiebig dikutiert und müssen es nicht wiederholen. Kann man ja im Archiv nachlesen. Inzwischen fand ich auch eine sehr ausführliche Besprechung auf einem Theravada-Blog - leider wieder verlegt. Ersatzweise habe ich jetzt das schnell mal rausgesucht http://dharmadana.wordpress.com/2009/03/23/ch-2/

    _()_

    anussarati:

    http://www.sinhaladictionary.org/index.php/print/,59557,18.xhtml

    abhijanati:

    http://www.sinhaladictionary.org/index.php/print/,60968,18.xhtml

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 17. April 2011 um 10:13

    Warum geht ihr nur immer aufeinander los...

  • Enthaltsamkeit im weltlichen Leben - eure Erfahrungen

    • Geronimo
    • 17. April 2011 um 00:31
    Aiko:
    Geronimo:


    Das ganze passiert aber sehr organisch und fließend, so das einem
    plötzlich klar wird, das man die früheren Freuden garnicht mehr
    vermisst, Ja das man sie eigentlich nie wirklich gebraucht hat...
    eine sehr befreiende Feststellung... Ruhe stellt sich ein.

    Soweit meine Erfahrungen :)

    Super!
    Ich vermute mal - bitte korrigiere mich - du praktizierst noch nicht sehr lange.
    Spannend wird es, wenn es schwierig wird und man seine Ruhe vermisst, oder seine Gelassenheit, dieses Gefühl von Befreiung und überhaupt einem so richtig die Fragen überfallen, ob das denn alles so richtig ist.
    Man kann sich das als Strom vorstellen - alles schön easy und gleichmäßig und dann wird es schneller und schneller die Strömung und um eine Biegung siehst du plötzlich einen Haufen Stromschnellen und - was du nicht weißt - da kommt es noch ganz dicke - da ist ein Wasserfall.
    Aber das macht nicht nur nass - sondern da kommt Freude auf - ob du da durch kommst - lebend oder anders gesagt - gelassen.

    _()_

    Alles anzeigen

    6 oder 7 Jahre, und das loslassen schüttelt mich auch das ein oder andere mal durchaus heftig durch, wenn ich die Kontrolle abgebe. Der Frieden nimmt dadurch jedoch immer mehr zu, gerade nachdem einen die heftigsten Krämpfe heimgesucht haben, als man da etwas in seinem Inneren berührt hat, das über Jahrzehnte verschüttet war...

  • Enthaltsamkeit im weltlichen Leben - eure Erfahrungen

    • Geronimo
    • 17. April 2011 um 00:23
    Milou:

    Ich meinte hier durchaus das innere Zelebrieren. Das Genießen die Fähigkeit zu besitzen, enthaltsam sein zu können und nicht anzuhaften, d.h. letztendlich eine Meta-Anhaftung.

    Hypothetisches inneres Zitat: "Wat bin ich ein guter Kerl wo ich heute wieder so schön enthaltsam war!" :grinsen: Wuff :grinsen:

    LG,

    Milou

    Nee, solche Anwandlungen tauchen bei mir zum Glück nicht auf.
    Ich glaube ich würde sie sogar ziemlich hart rannehmen, wenn sie es
    doch mal wagen sollten :D

  • Enthaltsamkeit im weltlichen Leben - eure Erfahrungen

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 23:29
    Milou:

    Lieber Geronimo,

    bist Du auch dem Buddhismus gegenüber enthaltsam. Oder hast Du die Glasperle "Außen" durch die Glasperle "Buddhismus" ersetzt? Ist Enthaltsamkeit nun Deine neue, zelebrierte Leidenschaft?

    LG,

    Milou

    Ich gehe damit nicht hausieren, falls du das meinst.
    Zelebrieren ist auch nicht ganz der richtige Begriff.
    Ich es eher als eine gewisse Zwangsläufigkeit auf
    dem Weg bezeichnen. Aber eine sehr angenehme :)

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 22:34
    bel:
    Geronimo:

    Es tut mir leid, aber ich komme einfach nicht darauf was du eigentlich
    sagen möchtest.


    Was ich Dir sagen möchte, soll Dich wirklich nicht kümmern. Du hast was geschrieben - ich hatte dazu ne Frage - Du kannst sie zu Deiner Frage machen, oder auch nicht.

    _()_

    Ich weiß nicht was lebt, was stirbt und was neu geboren wird.
    Ich sehe nur das es andauernd passiert, und ich höre
    das der Buddha einen Ausweg daraus entdeckt haben soll.

  • Enthaltsamkeit im weltlichen Leben - eure Erfahrungen

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 22:20
    Milou:


    Die Frage die sich aber dennoch stellt: Ergibt sich die Enthaltsamkeit aus einer Position der Stärke und der Sättigung, aus einer Position der Schwäche und Armut
    oder aber aus einem tiefen inneren Bedürfnis seine Begierden zu überwinden?

    Könnt ihr diese Frage ehrlich beantworten?

    LG,

    Milou

    Weder noch muss ich für mich sagen. Wie schon eingangs beschrieben,
    entwickelte sie sich ganz von selbst in dem Maße, wie sich mit zunehmendem
    Verständnis zunehmender innerer Frieden eingestellt hat. "Außen" verliert dabei
    einfach immer mehr den Reiz, den es früher besaß. Nicht jedoch in Form von
    Überdruss oder Sättigung, sondern tatsächlich Reizlosigkeit, da die innere Freude erfüllender ist, als es von außen bedingte es je zu bieten vermag.

    Nicht zu verwechseln mit depressiver Interessenlosigkeit. Diese ist ja eine Form
    der Ablehnung. Das gibt es bei friedlicher Zurückhaltung nicht.
    Es ist eher eine sehr positive Reizlosigkeit die von den Sinnesobjekten
    zunehmend ausgeht.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 22:03
    bel:
    Geronimo:

    Ich weiß immer noch nicht wo du etwas anderes aus meinen Worten
    herausgelesen hast? Ich meinte doch eigentlich nur das die Aussagen
    des Palikanon für mich verbindlich sind, solange ich noch keine
    eigenen wahren Erkenntnisse "besitze".

    Das ist doch keine Antwort auf meine Frage - schon überhaupt nicht angesichts Deiner vorherigen Einlassung.
    Was bedeutet denn "dort war ich, diesen Namen hatte ich, diesen Beruf usw"?

    _()_

    Es tut mir leid, aber ich komme einfach nicht darauf was du eigentlich
    sagen möchtest.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 22:01
    bishafu:
    Geronimo:

    Ich meine, das ich dem Wort des Buddha (im Palikanon) reinen
    Glauben schenke, welche Bedeutungen seine Worte auch immer
    haben mögen. Solange ich nicht wirklich weiß und wirklich sehe,
    sind sie absolut richtungsgebend für mich.


    Interessantes Denken! Wenn ich etwas nicht verstehe und nachvollziehen kann, dann
    weiß ich nicht und verstehe ich nicht. Da habe ich keine Meinung. Aber einfach das glauben, was
    ein anderer sagt (oder irgendwo geschrieben steht), liegt mir persönlich nicht ... aber jeder hat da sein eigenes Vorgehen.
    Gruß
    Bishafu

    Alles anzeigen

    Oh, ich mache mir in einem solchen Fall die Meinung des Buddha auch
    nicht einfach zu eigen. Wenn ich etwas nicht sicher weiß, dann sage auch ich,
    ich weiß das nicht. Mein Geist neigt sich jedoch in diesen Fällen tendenziell zu
    den Aussagen Buddhas, so das ich eine gewisse Richtung beibehalte.
    Aber ich verkaufe nicht sein Wissen als das meine :)

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 21:51
    bel:


    Na siehste, geht doch.
    Darf ich dann auch sagen, "dort war ich, diesen Namen hatte ich, diesen Beruf usw".

    _()_

    Ich weiß immer noch nicht wo du etwas anderes aus meinen Worten
    herausgelesen hast? Ich meinte doch eigentlich nur das die Aussagen
    des Palikanon für mich verbindlich sind, solange ich noch keine
    eigenen wahren Erkenntnisse "besitze".

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 21:11
    bel:
    Geronimo:

    accinca's Darlegung kann ich folgen, aber was du, bel, sagen möchtest erschließt sich mir noch nicht.


    Dabei habe ich mir so große Mühe gegeben. :) Findest Du, daß es zwischen "die Wesen" und "dieses Wesen" einen Unterschied gibt - oder nicht?

    _()_

    Ich denke, da nichts gesondert, für sich, existiert, sondern alles
    letztendlich nur eine Fluktuation des Raumes darstellt, macht es
    letztendlich nicht so einen großen Unterschied, da alle den gleichen
    Spielregeln folgen müssen.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 20:41

    accinca's Darlegung kann ich folgen, aber was du, bel, sagen möchtest erschließt sich mir noch nicht.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 20:04
    bel:
    Geronimo:

    Davon habe ich keine persönliche Kenntnis,
    aber ich vertraue dem Buddha dahingehend,
    das die Wesen ernten was sie säen, auch in einem
    anderem Leben, selbst ohne Ich und Wesenskern.


    Ich finde, Du könntest Dir schon n bissel Mühe geben - zumal Du ja die Diskussion vom Zaun gebrochen hast, bei anderen zu mutmaßen, daß sie "Wiedergeburt .. auch gerne als Übersetzungsfehler" abtun. Die Wahrheit ist doch einfach, daß Deine Vorstellungen von Wiedergeburt nicht überall geteilt werden. Und zwar mit guten Gründen, die sich gerade aus den Pali-Überlieferungen ergeben.

    _()_

    Entschuldigung, so war das nicht gemeint. Ich bezog das eher
    auf Aussagen die Konsequenzen nach diesem Leben komplett
    ausschließen. Zu deiner Ansicht habe ich kein Wissen.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 19:59
    Bishafu_2:
    Geronimo:


    Davon habe ich keine persönliche Erkenntnis,
    aber ich vertraue dem Buddha dahingehend,
    das die Wesen ernten was sie säen, auch in einem
    anderem Leben, selbst ohne Ich und Wesenskern.

    Ich weiß nicht! Lese ich da ein wenig Genugtuung oder Schadenfreude in deiner Aussage?
    Wenn jemand von Anhaftung getrieben, sein Leben in Hass und Gier verbringt, empfinde ich das als traurig und empfinde Mitgefühl mit ihm/ihr.

    Der Gedanke, dass diese schädlichen Gedanken ein weiteres Leben in einer solchen Form bestehen werden, schafft keine Genugtuung. Es ist nicht leicht ein vernünftiges Leben im Sinne des Buddhas zu leben und es ist sehr leicht ein ganzes Leben zu versaubeuteln.
    Zudem habe ich das Gefühl, dass dabei doch ein wenig "Da muß der Ar... noch ne Runde drehen, weil er die Menschen schlecht behandelt hat" mitschwingt?
    Kann das sein?
    Liebe Grüße
    Bishafu

    Alles anzeigen

    ?

    Da schwingt weder Genugtuung noch sonst irgendwas
    In der Art mit. Das einzige was ich damit sagen wollte,
    war das ich all das was "Wiedergeburt" betrifft noch nicht
    "mit eigenen Augen" gesehen habe, das ich darüber nichts
    wahres sagen kann, außer meinen Ahnungen dazu, die aber
    auch nicht weiter von Bedeutung sind.
    Ich meine, das ich dem Wort des Buddha (im Palikanon) reinen
    Glauben schenke, welche Bedeutungen seine Worte auch immer
    haben mögen. Solange ich nicht wirklich weiß und wirklich sehe,
    sind sie absolut richtungsgebend für mich.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 18:52
    bel:
    Geronimo:

    Wozu, frage ich dich, all die Anstrengung des Lehrens und Nachfolgens,
    wenn es mit dem Tod endet?


    Wenn was endet?

    i.Ü. ist es doch vollkommen müßig über etwas zu reden, dessen Begriff nicht bestimmt ist - ich hatte Dir ja schon die Frage gestellt.

    _()_

    Davon habe ich keine persönliche Kenntnis,
    aber ich vertraue dem Buddha dahingehend,
    das die Wesen ernten was sie säen, auch in einem
    anderem Leben, selbst ohne Ich und Wesenskern.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 15:20
    Erdmaus:
    Zitat

    Die Wesen wandern ihren Taten nach weiter

    Die Wesen wandern weiter? Wie gesagt, eine Seelenwanderung gibt es nicht. Wenn ein Lebewesen stirbt zerfällt es und das wars. Dieses Lebewesen ist vergangen und zwar für alle Zeiten. Es gibt aber häufig Leute die sogar sagen, dass sie schonmal gelebt haben (also mehrere Leben hatten). Ich halte diesen Gedanken nicht mit der Lehre vereinbar und auf einer großen Illusion basierend --> Stichtwort Identität und Wesenskern :)

    gruß
    maus

    "Die Wesen sind die Erben ihrer Taten, sind die Kinder ihrer Taten... So wandern die Wesen ihren Taten nach weiter." Auszug einer Lehrrede. Kann die Nummer gerne noch nachreichen.

    Im Palikanon erinnert sich der Buddha übrigens immer mal wieder an frühere Leben.
    Und das ist ein ganz interessantes Beispiel. Denn entweder man nimmt den Palikanon als Wort des Buddha an, in Gänze, oder eben nicht. Halb/Halb ist nicht so gut.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 14:28
    Erdmaus:
    Zitat

    Nehmen wir die Wiedergeburt als Beispiel,

    Die Wiedergeburt ist eines der ganz großen Missverständnisse wenn es darum geht die Überlieferungen zu deuten. Es gibt sie nämlich gar nicht. Alleine der Gedanke, dass eine Person wiedergeboren wird, ist hochgradig illusionär. Jedes Lebewesen lebt nur ein einziges Mal und wärend es lebt erzeugt es Ursachen für einen Nachfolger. Dieser Nachfolger ist aber nicht mit dem Verursacher identisch (genau in diesem Gedanken der Identität ist bereits die Ich-Illusion in Reinstform enthalten ^^). Das Einzige was sie verknüpft ist die Kausalität. Es gibt keine Seelenwanderung (geschweige denn eine Seele) und auch keine Wiedergeburt von Irgendwas. Es gibt keinen Wesenskern und auch keine Wiedergeburt. Es gibt eine neue Geburt, welche kausal mit einem zuvor gelebten Lebewesen verknüpft ist. Das ist etwas bedeutend anderes. Die Diskussion lief aber schonmal in einem anderen Thread.

    bel deutet mit seiner Gegenfrage "Was wird wiedergeboren?" bereits in die entsprechende Richtung. Es sei jedem empfohlen sich diese Frage für sich genommen zu beleuchten und zu hinterfragen ;)

    gruß
    maus

    Das ist richtig, und anders sollte "Wiedergeburt" auch garnicht verstanden werden.
    Die Wesen wandern ihren Taten nach weiter. Es gibt jedoch auch viele die selbst das leugnen.

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 13:26
    bel:
    Geronimo:

    Die gesamte buddhistische Lehre macht ohne weitere Geburten
    überhaupt keinen Sinn. Das muss man mal klar so sagen.


    Wenn Du das so klar sagen kannst, kannst Du sicher auch eine Begründung nachliefern.

    _()_

    Der Buddha lehrte über 40 Jahre lang, das die Wesen ihren Taten nach
    weiterwandern und er ermahnte seine Schüler immer wieder sich in der Lehre
    zu schulen: "Strengt euch an, seid nicht nachlässig, sonst werdet ihr es bereuen."

    Wozu, frage ich dich, all die Anstrengung des Lehrens und Nachfolgens,
    wenn es mit dem Tod endet? Es hätte kein Wort des Buddha zum Leid und dem
    Weg seiner Aufhebung gebraucht. Er hätte sich in Ruhe zurückziehen können und
    seinen Frieden genießen. Der Palikanon zeichnet jedoch ein ganz anderes Bild...

  • "Buddhismus praktizieren" ohne Kenntnis des Palikanon?

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 12:54

    Ich halte das ehrlich gesagt für suboptimal. Es gibt so viele
    Ansichten bei vielen Buddhisten vor denen der Buddha
    ausdrücklich gewarnt hat, aber aus Unwissenheit oder gar
    Leugnung werden sie beibehalten.

    Nehmen wir die Wiedergeburt als Beispiel, oft auch gerne
    als Übersetzungsfehler abgetan: Die gesamte buddhistische
    Lehre macht ohne weitere Geburten überhaupt keinen Sinn.
    Das muss man mal klar so sagen. Ist aber auch nur ein Beispiel
    von vielen...

    Selbst andere große Schulen, wie z.B. Mahayana sind ohne Kenntnisse
    des Palikanons nur unzureichend zu verstehen, da auch sie aus
    ihm hervorgegangen sind.

    Wie steht ihr dazu?

  • Enthaltsamkeit im weltlichen Leben - eure Erfahrungen

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 12:26
    brigittefoe:

    Am besten ist der von mir erfahrene Rückzug
    des Kaufrausches, des Konsumwahns.
    Brauche nur noch sehr wenisch und bin sehr genügsam geworden.
    Wieviel Weidewiesen innerhalb von 20 Jahren
    den PennyLäden, Lidl-Märkten und family-Einkaufszentren
    weichen mußten, treibt mir die Tränen in die Augen.
    Die ehemaligen Feuchtwiesen, wo der Storch und Reiher Platz fanden,
    allet verschwunden.
    Der Falke, der Bussard, die einfache Feldmaus- und Lerche,
    wo sind sie geblieben ?
    Da ich noch ziemlich ländlich wohne, ist mir diese schreckliche Entwicklung
    jeden Tag vor Augen.
    Augenblicklich werden noch weitere schöne Rückzugsgebiete der Bauwut
    anheim gegeben.
    ...ach ich schweife vom Thema ab . . ., sorry
    LG

    Alles anzeigen

    Aber auch ein guter Einwand mit dem Konsumwahn.

  • Enthaltsamkeit im weltlichen Leben - eure Erfahrungen

    • Geronimo
    • 16. April 2011 um 11:54

    Hi, mit zunehmender Erfahrung auf dem buddhistischen Pfad
    hat sich bei mir gleichermaßen eine zunehmende Enthaltsamkeit
    und Zurückhaltung gegenüber fast allen sinnlichen Freuden
    entwickelt und ich muss sagen das sich das nun wesentlich
    angenehmer und freier anfühlt als ich es mir hätte vorstellen
    können.

    Zu Beginn meines Weges dachte auch ich das mir durch die
    Lehre erst einmal etwas an Freude und Genuss genommen
    werden würde, das man sich zur Enthaltsamkeit zwingen müsste,
    aber so ist es garnicht. Eher verliert mit zunehmendem Verständnis
    der Lehre, und der entsprechenden inneren Gelassenheit die sich
    dabei einstellt, vieles dem man normalerweise so hinterherjagt
    mit der Zeit einfach an Reiz.
    Das ganze passiert aber sehr organisch und fließend, so das einem
    plötzlich klar wird, das man die früheren Freuden garnicht mehr
    vermisst, Ja das man sie eigentlich nie wirklich gebraucht hat...
    eine sehr befreiende Feststellung... Ruhe stellt sich ein.

    Soweit meine Erfahrungen :)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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