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Enthaltsamkeit im weltlichen Leben - eure Erfahrungen

  • Geronimo
  • 16. April 2011 um 11:54
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  • Geronimo
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    • 16. April 2011 um 11:54
    • #1

    Hi, mit zunehmender Erfahrung auf dem buddhistischen Pfad
    hat sich bei mir gleichermaßen eine zunehmende Enthaltsamkeit
    und Zurückhaltung gegenüber fast allen sinnlichen Freuden
    entwickelt und ich muss sagen das sich das nun wesentlich
    angenehmer und freier anfühlt als ich es mir hätte vorstellen
    können.

    Zu Beginn meines Weges dachte auch ich das mir durch die
    Lehre erst einmal etwas an Freude und Genuss genommen
    werden würde, das man sich zur Enthaltsamkeit zwingen müsste,
    aber so ist es garnicht. Eher verliert mit zunehmendem Verständnis
    der Lehre, und der entsprechenden inneren Gelassenheit die sich
    dabei einstellt, vieles dem man normalerweise so hinterherjagt
    mit der Zeit einfach an Reiz.
    Das ganze passiert aber sehr organisch und fließend, so das einem
    plötzlich klar wird, das man die früheren Freuden garnicht mehr
    vermisst, Ja das man sie eigentlich nie wirklich gebraucht hat...
    eine sehr befreiende Feststellung... Ruhe stellt sich ein.

    Soweit meine Erfahrungen :)

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

    3 Mal editiert, zuletzt von Geronimo (18. April 2011 um 19:49)

  • Erdmaus
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    • 16. April 2011 um 12:02
    • #2

    weniger ist halt oft mehr.

  • brigittefoe
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    • 16. April 2011 um 12:13
    • #3

    Am besten ist der von mir erfahrene Rückzug
    des Kaufrausches, des Konsumwahns.
    Brauche nur noch sehr wenisch und bin sehr genügsam geworden.
    Wieviel Weidewiesen innerhalb von 20 Jahren
    den PennyLäden, Lidl-Märkten und family-Einkaufszentren
    weichen mußten, treibt mir die Tränen in die Augen.
    Die ehemaligen Feuchtwiesen, wo der Storch und Reiher Platz fanden,
    allet verschwunden.
    Der Falke, der Bussard, die einfache Feldmaus- und Lerche,
    wo sind sie geblieben ?
    Da ich noch ziemlich ländlich wohne, ist mir diese schreckliche Entwicklung
    jeden Tag vor Augen.
    Augenblicklich werden noch weitere schöne Rückzugsgebiete der Bauwut
    anheim gegeben.
    ...ach ich schweife vom Thema ab . . ., sorry
    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Geronimo
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    2. April 2011
    • 16. April 2011 um 12:26
    • #4
    brigittefoe:

    Am besten ist der von mir erfahrene Rückzug
    des Kaufrausches, des Konsumwahns.
    Brauche nur noch sehr wenisch und bin sehr genügsam geworden.
    Wieviel Weidewiesen innerhalb von 20 Jahren
    den PennyLäden, Lidl-Märkten und family-Einkaufszentren
    weichen mußten, treibt mir die Tränen in die Augen.
    Die ehemaligen Feuchtwiesen, wo der Storch und Reiher Platz fanden,
    allet verschwunden.
    Der Falke, der Bussard, die einfache Feldmaus- und Lerche,
    wo sind sie geblieben ?
    Da ich noch ziemlich ländlich wohne, ist mir diese schreckliche Entwicklung
    jeden Tag vor Augen.
    Augenblicklich werden noch weitere schöne Rückzugsgebiete der Bauwut
    anheim gegeben.
    ...ach ich schweife vom Thema ab . . ., sorry
    LG

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    Aber auch ein guter Einwand mit dem Konsumwahn.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Milou
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    • 16. April 2011 um 21:27
    • #5

    Ach wäre doch alles nur so einfach.

    Ich beobachte bei mir leider, dass ich alle die Dinge, die ich zum Leben brauche (das ist deutlich mehr als manch andere haben) bereits besitze. Wenn ich nun an solch glitzernden Glasperlen vorbeikomme, bin ich enthaltsam und verachte das als weltlichen Abfall - nunja - möglicherwise aus einer eher dekadenten Position heraus. Wenn ich dann weniger, aber teurere Dinge kaufe, so kann man das als Schätzen von Werten definieren, oder als selbstverliebtes Statusdenken (obwohl ich nicht damit protze). Ich arbeite aber an mir, wirklich! :grinsen:

    Die Frage die sich aber dennoch stellt: Ergibt sich die Enthaltsamkeit aus einer Position der Stärke und der Sättigung, aus einer Position der Schwäche und Armut:

    Zitat

    Äsop:
    Ein Fuchs, der auf die Beute ging,
    fand einen Weinstock, der voll schwerer Trauben
    an einer hohen Mauer hing.
    Sie schienen ihm ein köstlich Ding,
    allein beschwerlich abzuklauben.
    Er schlich umher, den nächsten Zugang auszuspähn.
    Umsonst! Kein Sprung war abzusehn.
    Sich selbst nicht vor dem Trupp der Vögel zu beschämen,
    der auf den Bäumen saß, kehrt er sich um und spricht
    und zieht dabei verächtlich das Gesicht:
    Was soll ich mir viel Mühe nehmen?
    Sie sind ja herb und taugen nicht.

    Alles anzeigen


    oder aber aus einem tiefen inneren Bedürfnis seine Begierden zu überwinden?

    Könnt ihr diese Frage ehrlich beantworten?

    LG,

    Milou

    "... Wer jedoch nur Ochsenscheiße hat im Geist, der sieht nur Ochsenscheiße überall."

  • crazy-dragon
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    • 16. April 2011 um 21:28
    • #6

    Für meine Bekannten bin ich Asket, für mich lebe ich gut und freue mich über einiges... :P Ich hänge aber nicht daran.
    Da aber alles vergänglich ist, vergeht eben auch diese Erde- samt Aldi, Lidl und Co. Ob wir deswegen weinen oder nicht, einkaufen muß man eben wo...Und den PC kauft man auch, bezieht Strom, also man konsumiert. Dann aber sollte man nicht darüber lästern, keiner lebt auf der Insel der Seeligen und ist ob seiner " Enthaltamkeit " besser als Otto Normalverbraucher.

    In unserem Garten ist munteres Treiben, eine Igelfamilie, diverse Vögel baden und werden im Winter gefüttert und fressen die Eibe-Beeren weg, oben kreist der Milan, und Mäuse haben wir noch genug zum Verschenken, Elstern und einen Marder. Also sooo kaputt ists bei uns nicht.
    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Geronimo
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    • 16. April 2011 um 22:20
    • #7
    Milou:


    Die Frage die sich aber dennoch stellt: Ergibt sich die Enthaltsamkeit aus einer Position der Stärke und der Sättigung, aus einer Position der Schwäche und Armut
    oder aber aus einem tiefen inneren Bedürfnis seine Begierden zu überwinden?

    Könnt ihr diese Frage ehrlich beantworten?

    LG,

    Milou

    Weder noch muss ich für mich sagen. Wie schon eingangs beschrieben,
    entwickelte sie sich ganz von selbst in dem Maße, wie sich mit zunehmendem
    Verständnis zunehmender innerer Frieden eingestellt hat. "Außen" verliert dabei
    einfach immer mehr den Reiz, den es früher besaß. Nicht jedoch in Form von
    Überdruss oder Sättigung, sondern tatsächlich Reizlosigkeit, da die innere Freude erfüllender ist, als es von außen bedingte es je zu bieten vermag.

    Nicht zu verwechseln mit depressiver Interessenlosigkeit. Diese ist ja eine Form
    der Ablehnung. Das gibt es bei friedlicher Zurückhaltung nicht.
    Es ist eher eine sehr positive Reizlosigkeit die von den Sinnesobjekten
    zunehmend ausgeht.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Milou
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    • 16. April 2011 um 22:53
    • #8

    Lieber Geronimo,

    bist Du auch dem Buddhismus gegenüber enthaltsam. Oder hast Du die Glasperle "Außen" durch die Glasperle "Buddhismus" ersetzt? Ist Enthaltsamkeit nun Deine neue, zelebrierte Leidenschaft?

    LG,

    Milou

    "... Wer jedoch nur Ochsenscheiße hat im Geist, der sieht nur Ochsenscheiße überall."

  • Geronimo
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    • 16. April 2011 um 23:29
    • #9
    Milou:

    Lieber Geronimo,

    bist Du auch dem Buddhismus gegenüber enthaltsam. Oder hast Du die Glasperle "Außen" durch die Glasperle "Buddhismus" ersetzt? Ist Enthaltsamkeit nun Deine neue, zelebrierte Leidenschaft?

    LG,

    Milou

    Ich gehe damit nicht hausieren, falls du das meinst.
    Zelebrieren ist auch nicht ganz der richtige Begriff.
    Ich es eher als eine gewisse Zwangsläufigkeit auf
    dem Weg bezeichnen. Aber eine sehr angenehme :)

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  • Milou
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    • 16. April 2011 um 23:42
    • #10

    Ich meinte hier durchaus das innere Zelebrieren. Das Genießen die Fähigkeit zu besitzen, enthaltsam sein zu können und nicht anzuhaften, d.h. letztendlich eine Meta-Anhaftung.

    Hypothetisches inneres Zitat: "Wat bin ich ein guter Kerl wo ich heute wieder so schön enthaltsam war!" :grinsen: Wuff :grinsen:

    LG,

    Milou

    "... Wer jedoch nur Ochsenscheiße hat im Geist, der sieht nur Ochsenscheiße überall."

    Einmal editiert, zuletzt von Milou (16. April 2011 um 23:51)

  • sumedhâ
    Gast
    • 16. April 2011 um 23:50
    • #11
    Milou:

    Ich meinte hier durchaus das innere Zelebrieren. Das Genießen die Fähigkeit zu besitzen, enthaltsam sein zu können und nicht anzuhaften, d.h. letztendlich eine Meta-Anhaftung.

    Hypothetisches inneres Zitat: "Wat bin ich ein guter Kerl wo ich heute wieder so schön enthaltsam war!" :grinsen:

    LG,

    Milou


    :grinsen: wuff, haste vergessen...

  • Aiko
    Gast
    • 17. April 2011 um 00:11
    • #12
    Geronimo:


    Das ganze passiert aber sehr organisch und fließend, so das einem
    plötzlich klar wird, das man die früheren Freuden garnicht mehr
    vermisst, Ja das man sie eigentlich nie wirklich gebraucht hat...
    eine sehr befreiende Feststellung... Ruhe stellt sich ein.

    Soweit meine Erfahrungen :)

    Super!
    Ich vermute mal - bitte korrigiere mich - du praktizierst noch nicht sehr lange.
    Spannend wird es, wenn es schwierig wird und man seine Ruhe vermisst, oder seine Gelassenheit, dieses Gefühl von Befreiung und überhaupt einem so richtig die Fragen überfallen, ob das denn alles so richtig ist.
    Man kann sich das als Strom vorstellen - alles schön easy und gleichmäßig und dann wird es schneller und schneller die Strömung und um eine Biegung siehst du plötzlich einen Haufen Stromschnellen und - was du nicht weißt - da kommt es noch ganz dicke - da ist ein Wasserfall.
    Aber das macht nicht nur nass - sondern da kommt Freude auf - ob du da durch kommst - lebend oder anders gesagt - gelassen.

    _()_

  • Geronimo
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    2. April 2011
    • 17. April 2011 um 00:23
    • #13
    Milou:

    Ich meinte hier durchaus das innere Zelebrieren. Das Genießen die Fähigkeit zu besitzen, enthaltsam sein zu können und nicht anzuhaften, d.h. letztendlich eine Meta-Anhaftung.

    Hypothetisches inneres Zitat: "Wat bin ich ein guter Kerl wo ich heute wieder so schön enthaltsam war!" :grinsen: Wuff :grinsen:

    LG,

    Milou

    Nee, solche Anwandlungen tauchen bei mir zum Glück nicht auf.
    Ich glaube ich würde sie sogar ziemlich hart rannehmen, wenn sie es
    doch mal wagen sollten :D

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Geronimo
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    • 17. April 2011 um 00:31
    • #14
    Aiko:
    Geronimo:


    Das ganze passiert aber sehr organisch und fließend, so das einem
    plötzlich klar wird, das man die früheren Freuden garnicht mehr
    vermisst, Ja das man sie eigentlich nie wirklich gebraucht hat...
    eine sehr befreiende Feststellung... Ruhe stellt sich ein.

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    Super!
    Ich vermute mal - bitte korrigiere mich - du praktizierst noch nicht sehr lange.
    Spannend wird es, wenn es schwierig wird und man seine Ruhe vermisst, oder seine Gelassenheit, dieses Gefühl von Befreiung und überhaupt einem so richtig die Fragen überfallen, ob das denn alles so richtig ist.
    Man kann sich das als Strom vorstellen - alles schön easy und gleichmäßig und dann wird es schneller und schneller die Strömung und um eine Biegung siehst du plötzlich einen Haufen Stromschnellen und - was du nicht weißt - da kommt es noch ganz dicke - da ist ein Wasserfall.
    Aber das macht nicht nur nass - sondern da kommt Freude auf - ob du da durch kommst - lebend oder anders gesagt - gelassen.

    _()_

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    6 oder 7 Jahre, und das loslassen schüttelt mich auch das ein oder andere mal durchaus heftig durch, wenn ich die Kontrolle abgebe. Der Frieden nimmt dadurch jedoch immer mehr zu, gerade nachdem einen die heftigsten Krämpfe heimgesucht haben, als man da etwas in seinem Inneren berührt hat, das über Jahrzehnte verschüttet war...

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  • 2dA
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    • 17. April 2011 um 15:36
    • #15
    Aiko:


    Super!
    Ich vermute mal - bitte korrigiere mich - du praktizierst noch nicht sehr lange.
    Spannend wird es, wenn es schwierig wird und man seine Ruhe vermisst, oder seine Gelassenheit, dieses Gefühl von Befreiung und überhaupt einem so richtig die Fragen überfallen, ob das denn alles so richtig ist.


    Heroismus.

    (Ernest Becker)

    :)

  • 2dA
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    • 17. April 2011 um 16:26
    • #16
    Geronimo:

    Nicht zu verwechseln mit depressiver Interessenlosigkeit. Diese ist ja eine Form
    der Ablehnung. Das gibt es bei friedlicher Zurückhaltung nicht.
    Es ist eher eine sehr positive Reizlosigkeit die von den Sinnesobjekten
    zunehmend ausgeht.


    Depressive Interessenlosigkeit kann auftreten, wenn man an gar nichts mehr festhält. Sinnenobjekte und alles, was von ihnen ausgeht sind illusionhafte Erscheinungen.

    Einmal editiert, zuletzt von 2dA (17. April 2011 um 16:40)

  • Kapitulation
    Gast
    • 17. April 2011 um 16:34
    • #17

    Meine Erfahrungen sind gemischt, vermutlich weil ich noch nicht so lange ernsthaft praktiziere. Seit etwa 3 Jahren meditiere ich meist täglich, verzichte auf Alkohol,Fleischkonsum, TV (außer zusammen mit meinen Kindern :D ),Kinio, Konzertbesuche, Shopping, Musik machen, Musik hören (wenige Außnahmen, nur Musik, die die meditative Arbeit unterstützt, wie bei mir z.B. Ravi Shankar). Ich versuche die Sila zu halten, die auch Fliegen, Käfer u.co. berücksichtigen und versuche auch die Sila schon gedanklich zu üben.
    Für die Meditation war das zum Teil sehr inspirierend und ich konnte die Zeit sinvoll mit Textstudium usw. nutzen.
    Aber insgesamt habe ich da wohl meinen Triebhaushalt etwas überschätzt, da ich etwas unkreativ und ausgelaugt bin, meine Meditation stagniert.
    Ein Problem ist, dass ich damit natürlich nicht ganz der Norm entspreche und etwas "außerhalb" stehe. Zudem ist bei mir die Gefahr auf meine Mitmenschen manchmal herab zu schauen oder Aversionen zu entwickeln, wenn diese die Sila brechen (z.B. Fremdgehen in der Partnerschaft). Das zeigt mir wiederrum, dass ich viel mehr Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Verständnis kultivieren muss, aber auch dass ich innere Kämpfe nach außen verlagere. Das hat meine Mitwelt aber nicht verdient. Es ist jetzt nicht so schlimm dass ich dann etwsa herablassendes sagen würde, aber ich vermeide den Kontakt mit solchen Personen und entwickle ein schlechtes Bild von ihnen. Das beruht natürlich nur auf meiner Unwissenheit darüber, dass sie genau wie auch ich das Glück suchen auf die Weise, die aus ihrer momentanen Sicht die beste ist, bzw, die am wenigsten Leid aus ihrer Sicht verursacht. Ich arbeite dran, denn mein Herz wird dadruch nicht gerade veredelt und darum sollte es denke ich gehen in meiner Praxis.

  • Aiko
    Gast
    • 17. April 2011 um 16:59
    • #18
    Geronimo:


    6 oder 7 Jahre, und das loslassen schüttelt mich auch das ein oder andere mal durchaus heftig durch, wenn ich die Kontrolle abgebe. Der Frieden nimmt dadurch jedoch immer mehr zu, gerade nachdem einen die heftigsten Krämpfe heimgesucht haben, als man da etwas in seinem Inneren berührt hat, das über Jahrzehnte verschüttet war...

    Allein schon, dass du das Thema für erwähnenswert findest und um die Erfahrungen anderer ersuchst, zeigt deine Zweifel. Dieser Friede, der zunimmt, ist bedingt, von deiner Selbstwahrnehmung nämlich.

    http://www.palikanon.com/angutt/a10_061_070.html#a_x61
    http://www.meditationthailand.com/bojjhanga.htm

    _()_

  • Geronimo
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    2. April 2011
    • 17. April 2011 um 17:35
    • #19
    Aiko:
    Geronimo:


    6 oder 7 Jahre, und das loslassen schüttelt mich auch das ein oder andere mal durchaus heftig durch, wenn ich die Kontrolle abgebe. Der Frieden nimmt dadurch jedoch immer mehr zu, gerade nachdem einen die heftigsten Krämpfe heimgesucht haben, als man da etwas in seinem Inneren berührt hat, das über Jahrzehnte verschüttet war...

    Allein schon, dass du das Thema für erwähnenswert findest und um die Erfahrungen anderer ersuchst, zeigt deine Zweifel. Dieser Friede, der zunimmt, ist bedingt, von deiner Selbstwahrnehmung nämlich.

    http://www.palikanon.com/angutt/a10_061_070.html#a_x61
    http://www.meditationthailand.com/bojjhanga.htm

    _()_

    Ich denke du interpretierst da etwas über das Ziel hinaus.
    Erfahrungen teilen, etwas weitergeben, sich austauschen,
    das hat doch von Fall zu Fall ganz individuelle Voraussetzungen.
    Es war eine nett gemeinte Anregung meinerseits.

    Und das obige erwähnte ich, weil du danach fragtest.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • sumedhâ
    Gast
    • 17. April 2011 um 17:43
    • #20
    Geronimo:

    Erfahrungen teilen, etwas weitergeben, sich austauschen,
    .......
    Ea war eine nett gemeinte Anregung meinerseits.


    mal wieder zeit Kodo Sawaki zu wort kommen zu lassen :D

    Zitat

    Mein verstorbener Meister, Kodo Sawaki Roshi, sagte, dass wir nicht einmal einen Furz tauschen können und dass jedermann sein eigenes Leben zu leben hat.
    Dies mag als überraschendes Beispiel für seinen Humor gelten, es drückt aber ganz klar die Wahrheit des Lebens aus.
    Wir können uns keinen Furz ausleihen, selbst wenn wir einen kleinen Furz als Zinsen zahlen.
    Quelle: Zen für Küche und Leben von Kosho Uchiyama Roshi

    _()_

  • 2dA
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    • 17. April 2011 um 18:15
    • #21

    Bravo. Nicht mal den Furz. So ist es. Warum macht ihr das Forum?

  • Aiko
    Gast
    • 17. April 2011 um 18:22
    • #22
    Geronimo:
    Aiko:

    Allein schon, dass du das Thema für erwähnenswert findest und um die Erfahrungen anderer ersuchst, zeigt deine Zweifel. Dieser Friede, der zunimmt, ist bedingt, von deiner Selbstwahrnehmung nämlich.

    http://www.palikanon.com/angutt/a10_061_070.html#a_x61
    http://www.meditationthailand.com/bojjhanga.htm

    _()_

    Ich denke du interpretierst da etwas über das Ziel hinaus.
    Erfahrungen teilen, etwas weitergeben, sich austauschen,
    das hat doch von Fall zu Fall ganz individuelle Voraussetzungen.
    Es war eine nett gemeinte Anregung meinerseits.

    Und das obige erwähnte ich, weil du danach fragtest.

    Das mag sein - ich schieße ja einfach in die Gegend und woher soll ich wissen, wo das Ziel ist.
    Ich teile meine Erfahrungen seit fast 20 Jahren mit meinem Zen-Lehrer und da klären sich so Fragen der Enthaltsamkeit und was da gefühlsmäßig so dran hängen mag.
    Ich fragte auch genau aus diesem Grunde - weil mit der Zeit sich solche Bedürfnisse nach dieser Art von Erfahrungsaustausch von selbst legen - entweder man hat mit der Praxis aufgehört, weil sie ohne Lehrer sowieso nur schlecht läuft oder man vertieft das endlich und dann weiß man auch, was da mit einem los ist.

    _()_

  • Aiko
    Gast
    • 17. April 2011 um 18:24
    • #23
    2dA:

    Bravo. Nicht mal den Furz. So ist es. Warum macht ihr das Forum?

    Frag mal ajung - hat irgendwas mit Werbung zu tun, oder so. Vielleicht auch was humanes? Dann also den Furz.
    Empfehlenswert:
    Hiraga Gennai
    Zwei Diskurse über den Furz

    _()_

  • sumedhâ
    Gast
    • 17. April 2011 um 18:34
    • #24
    Aiko:

    Hiraga Gennai
    Zwei Diskurse über den Furz


    und das verrätst du erst jetzt.... :o:D

  • 2dA
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    • 17. April 2011 um 18:46
    • #25
    Aiko:


    Empfehlenswert: Zwei Diskurse über den Furz


    Was tuts? Ein Schein nur Körper und Seele sind.

    So-gen

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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