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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von Lux

  • Bodhicitta

    • Lux
    • 11. Februar 2020 um 16:48

    Im englischen Sprachgebrauch wird wie im deutschen zwischen relativen und absoluten bodhicitta unterschieden.

    absolutely, absolut, ultimate bodhicitta.

    absolute bodhicitta ~ Mingyur Rinpoche

    Absolute bodhicitta is the direct insight into the nature of mind. Within absolute bodhicitta, or the absolutely awakened mind, there is no distinction between subject and object, self and other; all sentient beings are spontaneously recognized as perfect manifestation of buddha nature.

    The Joy of Living: Unlocking the Secret and Science of Happinessir?t=jusdhaquo-20&l=as2&o=1&a=0307347311
  • Genaue Anleitung zum Beobachten

    • Lux
    • 14. November 2019 um 17:08
    DerUnglaubliche:

    Ich möchte keinen neuen Thread eröffnen. Ich habe eine Frage zur Sitzhaltung. Gibt es einen Unterschied zwischen den Sitzhaltungen(Stuhl oder Kissen)? Also ob man mehr Achtsamkeit entwickelt.


    Die einen sagen so die anderen so ...

    Es findet sich immer der Ratschlag mit einigermaßen geraden Rücken zu sitzen und den Kopf auf dem Rückgrat auszubalancieren. Die Hände liegen ineinander, die Daumen können sich leicht berühren. Sollte man zu Schläfrigkeit neigen, wird man meistens diese ausbalancierte Haltung verändern. Die äußere Haltung kann dadurch hilfreich sein. Diesen Mediationssitz kann man auf dem Stuhl oder dem Boden einnehmen. Beim Stuhl sollte man sich wie gesagt nicht anlehnen.

    Ob du anfänglich im vollen Lotus, halben Lotus oder der burmesischen Sitzhaltung praktizierst macht erstmal keinen Unterschied. Allerdings ist es für längere Praxisphasen sehr nützlich einen stabilen Sitz für eine längere Zeit, mehrmals am Tag einnehmen zu können. Ein Meditationsbänkchen kann hierfür auch sehr nützlich sein. Ich würde mich für eine Sitzform entscheiden und dann dabei erstmal bleiben.

    Ein unkomfortabler Sitz kann deine Achtsamkeit beeinträchtigen aber möglicherweise lehrt er dich auch das bis zu einem bestimmten Grad unkomfortable Gefühle in den Beinen variabel und vergänglich sind. Das gehört mit zur Sitzpraxis, ist sozusagen inklusive.

    Praktizierende die schon etwas länger üben, für die ist das alles egal. Beim Zen wird das jedoch anders gesehen.

  • Suttanta-Fernkurse

    • Lux
    • 21. Oktober 2019 um 19:06

    Ich gebe jetzt auch noch meinen Senf dazu.

    Ein Studienkurs lebt von der Teilnahme, im Theravada geht es auch um edle Freundschaft, Studium und Praxis. Auf der Website ist von 40 - 50 Sitzungen die Rede die aufeinander aufbauen. Ich kann den Wunsch seitens der Sangha verstehen das sich neue Teilnehmer oder Interessenten die einen Kurs besuchen möchten, sich ab einem bestimmten Augenblick committen möchten.

    Die Inhalte und die Vermittlung würde ich ohne das ich die Gemeinschaft kenne, aber seitens der Webpräsenz und der Videos, als klassisches Theravada Studienprogramm bezeichnen. Positiv zu erwähnen ist auch der Bezug auf den erw. Bhikkhu Bhodi.

    Ich schätze das Buddha Haus und es gibt den einen oder anderen Lehrer in der Nachfolge von A.K. den ich sehr empfehlen kann.

    Letztendlich muss jeder für sich selber einen Weg finden, für eine Methode die einen dann trägt.

    Hier noch ein kleiner Tip für Maho.

    »Nur einen einzigen Weg gibt es, ihr Mönche, der zu der Wesen Reinheit führt, zur Überwindung von Sorge und Jammer, zum Untergange von Schmerz und Kummer, zur Gewinnung des rechten Pfades und zur Verwirklichung des Nirwanas, nämlich die vier Grundlagen der Achtsamkeit.« Aus dem Sattipathana Sutta

    Der direkte Weg von Bhikkhu Analayo

    https://de.wikipedia.org/wiki/bhikkhu_analayo

    direkte-weg.pdf

  • Genaue Anleitung zum Beobachten

    • Lux
    • 20. Oktober 2019 um 16:05
    DerUnglaubliche:

    Wie wird der Atem in der Meditation genau beobachtet?

    Es gibt welche, die nehmen den Bauch und andere die Lungen, Nasen.

    Ich nahm bis jetzt immer die Nase. Ich habe immer den Kontakt mit dem Atemstrom und der Oberlippenbereich genommen bzw. versucht zu spüren. Also nur einschließlich versucht zu spüren, ohne die Ein-und Ausatmung wahrzunehmenden. Doch jetzt habe ich meine Zweifel, ob dieser Fokusbereich richtig ist.

    Muss man den Atem an den Lippenbereich(unter der Nase) spüren? Oder beobachtet man das Einströmen und - Aus? Also bewusst visualisiert(ohne jetzt wirklich, was großes daraus zumachen) man einen fließenden Atemstrom durch die Nase.

    Es gibt Lehrer die das so empfehlen. Es ist ein sehr, sehr enger Focus sich für die förmliche Praxis ausschließlich auf die ein- und ausströmende Atemluft auf der Oberlippe zu konzentrieren. Nach einiger Zeit bemerkt man auch die Unterscheidung aus welcher Nasenöffnung die Luft, mehr oder weniger ausströmt. Das Atemvolumen, die -frequenz wird mit der Zeit immer ruhiger und die Wahrnehmung im Bereich der Oberlippe immer subtiler. Wie gesagt, es ist eine sehr focussierte Praxis um sich in Konzentration zu üben.

    Üblicherweise fängt man mit einem weiteren Focus an. Beides läßt sich auch idealerweise kombinieren, erst eng und dann das Aufmerksamkeitsfeld aufweiten oder umgekehrt. Kommt auf die spezielle Situation drauf an. Was deine Zweifel betrifft, eine enge Konzentration kann sich verspannt/angestrengt anfühlen, ein weiter Focus kann wiederum zu Abgelenktheit und deren Folgen führen. In den Lehrreden wird oftmals das Beispiel von einem Saiteninstrument angeführt, das nur seiner Beschaffenheit nach richtig klingt, wenn die Saiten nicht zu straff aber auch nicht zu schlaff gespannt sind.

    Zu deiner Eingangsfrage: wie wird der Atem in der Meditation genau beobachtet? Das ist letztendlich abhängig von der Art der Praxis und der Tradition der du folgst. Meine Ausführungen beziehen sich auf die Praxis von samatha/vipassana.

  • Buddhistische Lehrer und Meister, die ich authentisch und integer finde

    • Lux
    • 12. August 2019 um 16:59

    Keith Dowman

  • Repräsentant

    • Lux
    • 30. Juni 2019 um 19:53

    Jetzt habe ich eine Gedächtnislücke :) Im Zuge dieser Diskussion wurde einiges gelöscht, andere Infos stehe auf dem bekannten Blog. Letztendlich ging es auch um die Urkunde der Dharmaübertragung und das die nur vor Ort einsehbar ist aber nicht veröffentlicht wird.

  • Repräsentant

    • Lux
    • 30. Juni 2019 um 16:37

    "Dharma-Übertragung" Nolting

    Ist doch gar nicht so lange her, schon vergessen?

  • Repräsentant

    • Lux
    • 30. Juni 2019 um 16:18

    Die Frage nach der Dharmaübertragung, dem Dokument oder was auch immer übertragen worden ist, wurde hier schon vor drei oder vier Jahren ausführlichst diskutiert. Ich denke selbst Hr. H. hat sich damals persönlich zu Wort gemeldet.

  • Freude

    • Lux
    • 28. Mai 2019 um 17:03
    Ellviral:
    no name:

    Na klar!

    Es geht darum Dukkha in Sukha zu wandeln.

    Sukha: Das Glücksgefühl

    Damit man sich damit rumschlagen kann? Das sind alles unbeständige Dinge und die bringen immer Vergänglichkeit mit sich. Das einzige was da hilf ist lmaA.

    Für diese Erkenntnis hätte es dann auch keine 80 000 Lehrreden benötigt ;) Es ging mir darum die Frage im Sinne des Theravada halbwegs zu beantworten.

  • Freude

    • Lux
    • 28. Mai 2019 um 16:33
    Thorsten Hallscheidt:

    Guten Morgen.

    Im Samyutta Nikaya 35.19 sagt Buddha folgendes:

    [lz]

    "Wer, ihr Mönche, sich am Auge freut, an Ohr, Nase, Zunge, Körper, Geist und Formen, Tönen, Düften, Säften, Gegenständen, Dingen, der freut sich am Leiden.

    Wer sich aber, ihr Mönche, nicht daran freut, der freut sich nicht am Leiden. Wer sich nicht am Leiden freut, der ist befreit vom Leiden, sag ich."

    [/lz]

    Einverstanden?

    Viele Grüße

    Thorsten

    Alles anzeigen

    Na klar!

    Es geht darum Dukkha in Sukha zu wandeln.

    Sukha: Das Glücksgefühl

  • Klares-Licht-Bewusstsein

    • Lux
    • 25. Mai 2019 um 12:46
    SGM:
    Aravind:

    Das stimmt nach meiner Erfahrung nicht immer. In der Klarsichtsmeditation kann es Wahrnehmung ohne Gedanken geben.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Wahrnehmung ohne Gedanken gibt es nicht, denn sie bedingen einander. Bei jedem Menschen.

    Buddhisten benennen diesen Umstand in der Folge entstanden...des sechsten Sinnesorgans entsprechend.

    Bist doch ein Mensch, oder ?.....:):hug:

    ********

    Klares Licht

    Das Klare Licht von dem der DL hier im Text spricht wird nicht in einer Klarsichtmediation erreicht, sondern in einer Jhana.

    Ganz genau in der vierten Vertiefung.

    Alles anzeigen

    Wenn von Licht im Zusammenhang mit den Jhanas gesprochen wird, ist damit das Nimitta gemeint. Optics können in den Vertiefungen jederzeit erscheinen, haben aber keine Bedeutung.

    Das klare Licht ist aber nicht ein Merkmal des 4. Jhana,

    Die Praxis der Jhanas nach der Visuddhi Magga nutzen das Nimitta/Licht als Focus. Dieses Nimitta erscheint im Zustand der angrenzenden Sammlung also vor der Vertiefung und wird über die Vertiefungen hinweg gehalten.

    SGM:

    Der Buddha benannte das Klare Licht zb >>> in MN -19-...

    „Dies war das erste wahre Wissen, das ich zur ersten Nachtwache erlangte. Die Unwissenheit war vertrieben und wahres Wissen erschien, die Dunkelheit war vertrieben und Licht erschien, wie es in einem geschieht, der umsichtig, eifrig und entschlossen lebt.“


    Majjhima Nikāya 19

    Der Buddha erklärt hier seinen Mönchen wie ihm in der zweiten Nachtwache sprichwörtlich ein Licht aufging, er also die Unwissenheit überwunden hat.

    21. "Dies war das zweite wahre Wissen, das ich zur zweiten Nachtwache erlangte. Die Unwissenheit war vertrieben und wahres Wissen erschien, die Dunkelheit war vertrieben und Licht erschien, wie es in einem geschieht, der umsichtig, eifrig und entschlossen lebt."


    Das klare-Licht-Bewußtsein von dem der DL spricht ist wohl hiermit mMn nicht gemeint.

  • "Hard Breathing" nach Sunlun Sayadaw

    • Lux
    • 13. Mai 2019 um 22:18
    kilaya:
    Grashuepfer:

    Dann ist also die Hypothese, dass dieses "Hard Breathing" mit holotropem Atmen vergleichbar ist?

    Holotropes Atmen wurde von Lux ins Spiel gebracht, ob man das vergleichen kann, weiss ich nicht. Aber zumindest spielt bei einigen tibetischen Methoden die Atmung auch eine sehr wichtige Rolle. Und über Pranayama brauchen wir ja gar nicht reden. Atemtechniken können einiges auslösen, manche sind aber nicht ganz ungefährlich, zumal ohne Anleitung oder Begleitung.

    Auf dem Video sieht es nach sehr intensiven zyklischen Atemvorgängen aus, verbunden mit dem Hinweis bis zu 60 Minuten Gesamtzeit. Ob man das nun hyperventilieren oder holotropes Atmen nennen möchte, ist eigentlich egal bei der angezielten Zeit und dem eigentlichen Ziel eine gewisse Einsicht zu gewinnen. Mukti hat beschrieben was intensives Atmen auslösen kann. In keinem Yoga Kurs wird Anfängern empfohlen eine so lange Zeitspanne Pranayama zu betreiben.

    Das leichte Körperübungen, Pranayama und diverse Entspannungstechniken vor der Praxis hilfreich sind, keine Frage.

  • "Hard Breathing" nach Sunlun Sayadaw

    • Lux
    • 12. Mai 2019 um 11:47

    Etwas Sukha fürs Dukkha!

    Das Ergebnis dieses hyperventilierens oder der holotropen Atmung wird ein halluzinogener Rauschzustand sein, freigesetzt durch das körpereigene DMT. Die Arbeit mit bewußtseinserweiternden körpereigenen Zuständen, also Transpersonale Erfahrungen wird mitunter auch erreicht durch ekstatische meditative Zustände, ekstatische Tänze.

    Die gezielte Einnahme von natürlichen halluzinogenen Substanzen und eine mögliche Kombination mit Tanz und Klang oder meditativer Arbeit wird seit Ewigkeiten beispielsweise durch Schamanen genutzt.

    Stanislav Grof hat die Anwendung von LSD in der Psychotherapie erforscht, als das dann iwann nicht mehr statthaft war, hat er eine Alternative gesucht und ist beim Thema Atmung gelandet.

    Von halluzinogener Atmung zum Klarblick. Sachlich, geordnet in Reih und Glied :)

  • Frage zur Primärliteratur

    • Lux
    • 19. Dezember 2018 um 17:49
    Alaya:
    no name:

    Für einen sehr guten Überblick wird die Arbeit mit der Mittleren Sammlung empfohlen. Das sind glaube ich rund 147 Lehrreden die sich auch thematisch sortieren lassen. Nach diesem Studium bist du Bibelfest :)

    Jetzt zu meinen Erfahrungen. Die MN habe ich ein halbes dutzend mal durchgearbeitet. Bin der Empfehlung gefolgt die ersten ein- zweimal schnell Querzulesen, was nicht viel Zeit in Anspruch nimmt.

    Mir hat das einen guten Überblick verschafft und geholfen eine Vorsortierung vorzunehmen, also die wirklichen Lehrreden einzugrenzen. Diese ständigen Wiederholungen mehrzeiliger Absätze in denen nur die letzte Zeile verändert ist, hat mich Anfangs mehr als irritiert. Letztendlich hilft das anfängliche schnelle Querlesen die immer wiederkehrenden Absätze auch in verschiedenen Lehrreden schnell zu erkennen, zu überspringen und damit hat das für mich dieses nervende Potenzial etwas aufgelöst.

    Ich war stellenweise schon am überlegen, diese Passagen alle zu löschen ...

    BTW, Neumann hat sicherlich seine Verdienste aber ist absolut nicht mehr zeitgemäß da viel zu weit weg vom Textkörper übersetzt.

    kann es sein, dass es nur 2 Ausgaben der mittleren Sammlung auf deutsch gibt?

    Alles anzeigen

    Die neuere Ausgabe, also aktualisiert vor ein paar Jahren ist vom ehrw. Zumwinkel. Soweit ich weiß hat er vom ehrw. Bodhi übersetzt. Es gibt die Empfehlung wer keine Probleme mit englischer Literatur hat, die Übersetzung von Bhikkhu Bodhi zu nutzen.

    Habe mir die Ausgabe in Buchform aus dem Jhana Verlag besorgt aber auch die online Seiten als PDF genutzt.

  • Frage zur Primärliteratur

    • Lux
    • 19. Dezember 2018 um 16:57

    Für einen sehr guten Überblick wird die Arbeit mit der Mittleren Sammlung empfohlen. Das sind glaube ich rund 147 Lehrreden die sich auch thematisch sortieren lassen. Nach diesem Studium bist du Bibelfest :)

    Jetzt zu meinen Erfahrungen. Die MN habe ich ein halbes dutzend mal durchgearbeitet. Bin der Empfehlung gefolgt die ersten ein- zweimal schnell Querzulesen, was nicht viel Zeit in Anspruch nimmt.

    Mir hat das einen guten Überblick verschafft und geholfen eine Vorsortierung vorzunehmen, also die wirklichen Lehrreden einzugrenzen. Diese ständigen Wiederholungen mehrzeiliger Absätze in denen nur die letzte Zeile verändert ist, hat mich Anfangs mehr als irritiert. Letztendlich hilft das anfängliche schnelle Querlesen die immer wiederkehrenden Absätze auch in verschiedenen Lehrreden schnell zu erkennen, zu überspringen und damit hat das für mich dieses nervende Potenzial etwas aufgelöst.

    Ich war stellenweise schon am überlegen, diese Passagen alle zu löschen ...

    BTW, Neumann hat sicherlich seine Verdienste aber ist absolut nicht mehr zeitgemäß da viel zu weit weg vom Textkörper übersetzt.

  • Waldkloster Muttodaya

    • Lux
    • 25. August 2018 um 18:26

    https://de.wikipedia.org/wiki/thailändische_waldtradition

    Ich denke hier ist das kurz und knapp erklärt. Es war wohl in den Anfängen eine Art Reformbewegung. Jetzt wird in Thailand unterschieden zwischen Wald- und Stadtmönchen.

  • Buddhistisches Tantra

    • Lux
    • 13. August 2018 um 15:20

    Da es hier gerade um Wut und Zorn geht und wie im Tantra damit umgegangen wird. Empfinde ich folgenden Text aber insbesondere die Erklärungen von Prof. Thurman ganz hilfreich:

    zornvoll.htm

  • Sexualität und Befreiung: Ist die kritische Sicht des Buddha auf Sexualität für heutige Praktizierende relevant?

    • Lux
    • 22. Mai 2018 um 17:53
    Arthur1788:
    Frieden-und-Freude:

    1. Sinnliche Berührung als Quelle von Glücksempfindung und Zufriedenheit

    Kaum jemand, den ich kenne, verzichtet vollständig auf die Sinnlichkeit von Berührungen. Zärtlichkeit und gegenseitige Berührungen müssen natürlich kein expliziter Ausdruck von Sexualität sein. Es gibt aber durchaus Ähnlichkeiten etwa zwischen der Zärtlichkeit zwischen Mutter und Kind und der Zärtlichkeit eines Liebespaars.

    Mein Eindruck: Je weniger die gierige Form von Sexualität im Vordergrund steht, desto ähnlicher wird zärtliche Erotik der Zärtlichkeit von Mutter und Kind.

    Während ich einige Menschen kenne, die kein Bedürfnis nach Geschlechtsverkehr haben, kenne ich niemand, der kein Bedürfnis nach zärtlichen Berührungen hat. (Die einzigen Berichte über solche Menschen ohne Bedürfnis nach zärtlichen Berührungen, die ich kenne, sind Berichte über Menschen mit bestimmten psychischen Erkrankungen, bei denen die Angst oder Ablehnung von Berührungen ein Krankheitssymptom darstellt.)

    Offenbar ist das Bedürfnis nach Zärtlichkeit tief in unserer menschlichen Natur verwurzelt. Ein Leben ohne zärtliche Berührungen scheint kaum möglich zu sein. Menschen werden krank, wenn ihnen das fehlt.

    Entsprechend finden sich sogar bei Mönchen, die nach den Vinaya-Regeln praktizieren, Formen zärtlicher Berührung. Da die Berührung von Personen des anderen Geschlechts tabuisiert ist, finden die zärtlichen Berührungen in Form gegenseitiger Massage statt.

    Thich Nhat Hanh ist einen Schritt darüber hinaus gegangen, indem er Umarmungen auch von Mönchen und Nonnen als "Umarmungs-Meditation" (hugging meditation) einführte, also auch Zärtlichkeit zwischen den Geschlechtern.

    Dass jemals ein Mensch durch den Verzicht auf sinnliche Berührung irgendeine "Befreiung" erlangt hat, ist mir nicht bekannt. Das Gegenteil scheint zuzutreffen.

    Das alles weist darauf hin, dass Menschen Zärtlichkeit benötigen, noch viel mehr als Sexualität im engeren Sinne. Zärtlichkeit "überwinden" zu wollen, scheint also alles andere als weise zu sein.

    Damit ist nicht gesagt, dass Zärtlichkeit mit einer Ausübung von Sexualität im engeren Sinne verbunden werden muss. Das kann eine Rolle spielen, muss es aber nicht.

    Alles anzeigen

    Sorry, aber das ist Unsinn. Du projizierst dein eigenes Empfinden auf andere. Ich lebe seit Jahren ohne "zärtliche Berührungen", erfreue mich bester körperlicher und geistiger Gesundheit und habe auch überhaupt kein Bedürfnis mehr danach - und nein ich habe keine psychische Erkrankung, sondern hatte früher ganz normale Beziehungen. Deine Schilderungen aus dem Kloster finde ich offen gesagt verstörend. Wenn da Massagen tatsächlich als "Ersatz-Sex" herhalten müssen ist da wohl gehörig was schief gelauf

    Alles anzeigen

    Ich kann das bestätigen, habe ich ebenfalls so gehört. Ist wohl eher in der Waldkloster-Tradition zu finden. Deine Schlußfolgerung diese Massagen als "Ersatz-Sex" zu bezeichnen empfinde ich als schief.

    Ansonsten, Ausnahmen bestätigen die Regel ...

  • Ehemalige Klosterschüler werfen buddhistischem Abt sexuellen Missbrauch vor

    • Lux
    • 20. Mai 2018 um 17:48
    jianwang:

    Sie wird sich (leider) immer wieder zutragen, solange es Menschen gibt, die jeden spirituellen oder esoterischen Quatsch glauben.

    _()_

    Ich sehe hier die DBU in der Pflicht die leider nicht Willens ist zu liefern. Es gibt bei der Deutschen Buddhistischen Union keinen Ansprechpartner an den sich Betroffene wenden können. Die DBU verschleppt gefasste Beschlüsse und glänzt leider durch Nichtstun. Die gefaßten Beschlüsse des buddhistischen Dachverbandes sind im übrigen von 2011. Es ging dabei darum einen Ethik-Rat, einen Ombudsmann und eine Ethik-Charta in Dienst zu stellen.

    Der verlinkte Text von Spiegel Online findet sich leider hinter einer Bezahlschranke: Frankfurt: Buddhistischer Abt soll Klosterschüler sexuell belästigt haben - SPIEGEL ONLINE

    jianwang

    Ich möchte dir deine Worte nicht verdrehen, da ich in etwa glaube zu verstehen was du meinst.

    Dein Beitrag ist allerdings ärgerliches victim-blaming, die klassische Opfer-Täter-Umkehr. Dieser ehemalige Abt der Pagode Phat Hue hat unter anderem einen minderjährigen sexuell missbraucht. Es ist abwegig zu behaupten, der Junge ist selber daran Schuld, da er eventuell eine spirituelle Ader hat.

    Dein Post klingt für mich unsachlich. Sind Menschen die eine Vorliebe für Esoterik haben und eine wie auch immer gewisse Spiritualität leben, willkommene Opfer von Scharlatanen und der ganze Mist geht immer so weiter? Also selber daran Schuld? Karmisches Bedingungsgefüge?

    Was nach dem lesen des Spiegelartikels festzuhalten ist, es liegt hier klassischer sexueller Missbrauch vor, der aus unterschiedlichen Gründen von der Staatsanwaltschaft nicht geahndet worden ist.

  • Ehemalige Klosterschüler werfen buddhistischem Abt sexuellen Missbrauch vor

    • Lux
    • 18. Mai 2018 um 16:41

    Der buddhistische Abt Thich Thien Son soll sich nach SPIEGEL-Informationen in Klöstern in Frankfurt am Main und im Odenwald an mehreren Schülern sexuell vergangen haben. Er bestreitet das. (Quelle: spiegel.de)

    Nicht wirklich neu aber aktuell im Spiegel. Frankfurt: Buddhistischer Abt soll Klosterschüler sexuell belästigt haben - SPIEGEL ONLINE


    Hier die Darstellung von Tenzin. Der Fall des Zen-Meisters Thich Thien Son

    Der Fall des Zen-Meisters Thich Thien Son – Buddhismus auf Abwegen


  • Brahmaviharas - wohn führen sie?

    • Lux
    • 18. Mai 2018 um 15:23
    Losang Lamo:
    void:

    Karuṇā and Mettā sind ja zunächst Motivationen/Wünsche. Karuṇā der Wunsch, dass jemand frei von Leid sein möge, und Mettā, dass er glücklich sein möge. Von daher wäre "Glückwunsch" eigentlich gar nicht schlecht, wenn es nichtt nach kitschiger Postkarte klingen würde.


    Sind Karuna und Metta im Theravada tatsächlich ausschließlich dualistische Sichtweisen, wo es um "Ich und Andere" geht?

    Oder gibt es auch eine "absolute" Komponente, wo das Konzept "Ich und Andere" sich auflösen kann?

    Stimme Void soweit zu. Allerdings ist Metta auch ein bewußtseinszustand der in unterschiedlicher Intensität in der sogenannten Metta-Meditation/Jhanas erfahren werden kann. Da das Ich-Bewußtsein in dieser Art der Meditation sehr stark abschmelzen kann, ist es dann für diesen Augenblick keine dualistische Erfahrung mehr. Ganz nebenbei: der Metta-Meditation oder besser Geistesentfaltung wird ja auch allerhand mystisches, was sich in der Innen- und Außenwirkung manifestieren kann, nachgesagt.

    Die dualität zwischen "ich und andere" löst sich meiner Meinung nach mit der Ich-Anhaftung auf. Also mit zunehmender Ich-Losigkeit erkennt man "sich im anderen" und entwickelt "absolutes Mitgefühl" das nicht nur als Vorstellung existiert.

    Da relative und absolute Wirklichkeit im PK nicht weiter thematisiert sind, würde ich aber dennoch sagen, ist dieser Auflösungsprozess eine Folge der Theravada Praxis.

  • Hat hier jemand schon einmal den kompletten Pali-Kanon gelesen?

    • Lux
    • 2. Februar 2018 um 13:17

    Im allgemeinen wird empfohlen am Anfang mit der Mittleren Sammlung zu arbeiten. Der Majjhima-Nikaya besteht aus 152 Lehrreden. Idealerweise arbeitet man die Sammlung mit unterschiedlicher Intensität mehrmals (!) durch. Sollte englisch kein Problem sein, ist die aktuelle Übersetzung vom ehrw. Bhikku Bohdi unbedingt zu empfehlen. Ansonsten die aktuelle Übersetzung vom ehrw. Mettiko Bhikkhu (Kay Zumwinkel).

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Majjhima-Nikaya

    Nach dem ausgiebigen Studium können die längeren Lehreden interessant sein oder aber die Visuddhimagga. Zur VM gehen die Meinungen dann wieder aus unterschiedlichen Gründen auseinander. Ich halte jedoch große Teile davon für wichtig genug um das Buch nicht links liegen zu lassen.

    Die Einlassungen von Kesamkambolo zum Thema PK sind nur als Running Gag zu verstehen und keinesfalls ernst zu nehmen. Seine lustige Einzelmeinung wurde hier schon mehrmals, ausführlichst widerlegt.

  • Sakya, Diamantweg und andere...Entscheidungshilfen, Unterschiede.

    • Lux
    • 22. März 2017 um 16:19
    Dharmapa:
    no name:


    Eventuell ist es hilfreich sich mit Tenzin in Verbindung zu setzen. Er hat möglicherweise auch zu einer anderen Großorganisationen in deiner Region eine Meinung. Ich kenne Tenzin über einen anderen Ordinierten und halte ihn daher für Vertrauensvoll.

    Ich habe sehr viele blogs gelesen. Allerdings schon verwirrend, daß er nicht immer unter gleichem Namen postet (in Diff Cult heiß er tenpel...).
    Wenn er es war, also Tenzin Peljor, dann hat er die Informationen zum Missbrauch bei FWBO/Trirata sagen wir mal, "gebündelt" zusammengetragen.
    (Ob oder wo er auch etwas (kritisches) zu Ole Nydahl gepostet hat, war für mich zumindest nicht zu finden.)


    Bei der anderen Großorganisation hatte ich eigentlich nicht an LON gedacht. Hier ist noch ein Beitrag auf der Seite von Tenzin zu LON: http://info-buddhismus.de/lama_ole_nydahl.html

    Da hier letztens die Gemüter so hochkochten beim Thema Bier, hier verschiedene Beiträge von ON zum Thema Drogen. http://www.lama-ole-nydahl.de/fragen/?tag=drogen

    Aber die Verwendung von bewußtseinserweiternden Mitteln, Handlungen und von Alkohol in Bezug auf Ganachakra ist ein anderes Feld.

  • Sakya, Diamantweg und andere...Entscheidungshilfen, Unterschiede.

    • Lux
    • 21. März 2017 um 17:57
    Turmalin:

    Residenzmönch bei Bodhicharya Berlin.Er ist hier für so einiges zuständig, ich kann ihn trotzdem nicht so einfach sprechen. Er hat wie gesagt zuviele Anfragen.


    Eventuell beim Frühstück :)

    http://bodhicharya.de/2015/11/06/11-…-laden-ein.html

  • Sakya, Diamantweg und andere...Entscheidungshilfen, Unterschiede.

    • Lux
    • 21. März 2017 um 16:24
    Dharmapa:

    (dann poste ich die Frage unter neuem Titel) :
    Ich habe gelesen, daß die Kadampa -Gruppe in Stuttgart, die mich noch interessieren würde (habe einen link eingefügt...vor der Alk-Dissusion ) der New Kadampa Tradition folgt. Da gibt es ja viel Beschuss, interessanterweise aus einer ähnlichen Ecke (Tenzin Peljor, der auch unter diversen anderen Nicknamen in buddhistischen blogs, diffi-Cults etc.. schreibt).
    NKT hat sich gewehrt, eine Gegendarstellung geschrieben.
    Ich will nicht vom Regen in die Traufe kommen. Gibt es hier Leute, die positiv oder negativ berichten können?


    Finde ich nicht so interessant! Es gibt in der Sache zu viele Berichte über diesen Verein.

    Eventuell ist es hilfreich sich mit Tenzin in Verbindung zu setzen. Er hat möglicherweise auch zu einer anderen Großorganisationen in deiner Region eine Meinung. Ich kenne Tenzin über einen anderen Ordinierten und halte ihn daher für Vertrauensvoll.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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