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Beiträge von mukti

  • Buddha lehrte keine Wiedergeburt

    • mukti
    • 10. Januar 2026 um 14:58

    Es ist möglich, dass es nach dem Tod weitergeht oder dass dann nichts mehr ist. Da gibt es viele Gründe, das Eine oder das Andere für wahrscheinlicher zu halten. Wichtig scheint mir zu sein, nicht zu behaupten dass man es sicher weiß, obwohl man es nicht weiß.

    Ich halte es für wahrscheinlicher, dass sich das Dasein nach dem leiblichen Tod fortsetzt und fasse die Buddhalehre dementsprechend auf. Es wäre sehr mühsam und umfangreich, meine Beweggründe im Einzelnen zu erklären. Mögen alle, denen diese Frage etwas bedeutet, zu einem für sie befriedigenden Ergebnis gelangen.

  • Sichtwechsel auf der Autobahn: War das ein Moment des Erwachens?

    • mukti
    • 26. Dezember 2025 um 11:54
    Dirk_:

    Vor ein paar Tagen hatte ich beim Autofahren auf der Autobahn einen sehr interessanten Perspektivwechsel. Normalerweise nehme ich es so wahr, dass ich mich durch die Welt bewege. Doch plötzlich drehte sich das um: Ich bewegte mich nicht mehr, sondern ich war das feste Zentrum, an dem die Welt vorbeiflog.

    So etwas Ähnliches kenne ich während des Gehens. Ich stelle mir den Weg so vor als wäre er eine Art Laufband, wo man immer an der selben Stelle bleibt, während man geht. Daraufhin entsteht diese Wahrnehmung, dass ich immer am selben Punkt bleibe, während die Landschaft an mir vorüberzieht. Das macht Spaß, ist nicht schwer zu erreichen und vermittelt eine kleine Ahnung davon wie es ist im Samadhi ist, wenn der auf einen Punkt gesammelte Geist in sich ruht.


    Dirk_:

    Alles wirkte irgendwie entkoppelt. Das Sehen, das Hören und die Kopfbewegungen gehörten zwar zusammen, standen aber doch separat für sich. Im Zentrum war absolute Stille, während die Welt außen wild drumherum wirbelte.

    Das ist bei mir das (meist unvollkommene) Ergebnis einer anderen Übung, nämlich das bloße Beobachten von allem, was im Bewusstsein erscheint. Also nichts ergreifen, nirgends dranhängen, einfach nur wahrnehmen.

    Dirk_:

    Nun meine Frage dazu: War das ein Vorgeschmack auf das „Erwachen“? Geht es darum, diesen Kern der Ruhe wahrzunehmen, während das Leben passiert?

    Darum geht es in der Samatha-Praxis. Man konzentriert sich auf nur ein Objekt, etwa den Atem oder einen Mantra. Dadurch sammelt sich der Geist und kommt zur Ruhe. Je tiefer diese Geistesruhe ist, desto größer wird das Glücksgefühl, bis man erkennt, dass man eigentlich von der ganzen Welt nichts braucht, weil das ein Glück ist, das größer oder höher ist als jedes Sinnesglück.

    Allerdings kann man da nicht bleiben, der Geist wendet sich schließlich wieder der Außenwelt zu. Für eine nachhaltige innere Loslösung wird Samatha mit Vipassana kombiniert, das ist das Erkennen der drei Daseinsmerkmale Dukkha, Anicca und Anatta: Alle Phänomene sind mit Leid verbunden, vergänglich und ohne Selbst. Je weniger der Geist zerstreut ist, desto klarer lässt sich das wahrnehmen. Bis es so klar ist, dass alle Triebe versiegen, das ist dann das Erwachen.

    Gewöhnlich ist das nicht so einfach wie es klingen mag, ein kleiner Vorgeschmack kann immerhin dazu anregen, diese Meditation zu üben.

    samatha - vipassanā

  • Was versteht ihr unter Buddhismus?

    • mukti
    • 24. Dezember 2025 um 17:55

    Unter Buddhismus verstehe ich die Lehre des Buddha und sie scheint mir in den wesentlichen Grundzügen im Palikanon überliefert zu sein.

  • Freigebigkeit - nein Danke ... ?

    • mukti
    • 18. Dezember 2025 um 11:26

    Geben aus Mitgefühl ist eigentlich nicht egoistisch. Z.B. wenn jemand nichts zu essen hat, oder keine Unterkunft, nicht einmal einen Schlafsack und selber hat man viel mehr als man braucht, dann möchte man ihm doch ein wenig helfen, einfach damit er nicht soviel leiden muss. Was wäre das für eine Welt, wenn es kein Mitgefühl gäbe.

  • Freigebigkeit - nein Danke ... ?

    • mukti
    • 17. Dezember 2025 um 23:33
    Monikamarie:

    Was ist denn mit Buddhas Empfehlung, großzügig zu sein?

    Da gibt es interessante Lehrreden, z.B.:

    Zitat

    Acht Gaben eines guten Menschen

    1. Reines gibt er,
    2. Auserwähltes gibt er,
    3. zur rechten Zeit gibt er,
    4. Erlaubtes gibt er,
    5. mit Überlegung gibt er,
    6. häufig gibt er,
    7. beim Geben erheitert sich sein Herz und
    8. nach dem Geben fühlt er sich zufrieden.

      A.VIII.37

    Zitat

    Acht Arten des Gebens gibt es.

    1. Aus Liebe (chandā; K: pemena, d.i. aus persönlicher Zuneigung) gibt man Gaben;
    2. im Ärger gibt man Gaben;
    3. aus Verblendung gibt man Gaben;
    4. aus Furcht gibt man Gaben;
    5. oder man gibt im Gedanken: 'Was da früher vom Großvater gegeben und getan wurde, von diesem alten Familienbrauche darf ich nicht abgehen';
    6. oder man gibt im Gedanken: 'Wenn ich diese Gabe gebe, werde ich beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode auf guter Fährte, in himmlischer Welt wiedererscheinen';
    7. oder man gibt im Gedanken: 'Wenn ich diese Gabe gebe, erheitert sich mein Herz, und Zufriedenheit und Frohsinn steigen in mir auf';
    8. oder der Herzensveredlung, der Herzensläuterung wegen gibt man Gaben.

      A.VIII.33

  • Freigebigkeit - nein Danke ... ?

    • mukti
    • 17. Dezember 2025 um 16:48
    Helmut:

    Meine These:


    Freigebigkeit ist doch schädlich

    Kommt darauf an, z.B. das Finanzieren von Terrorakten schon.

  • Abgrenzung und Ausgrenzung (im Buddhismus) - u.U. geboten?

    • mukti
    • 10. Dezember 2025 um 11:32
    Anna Panna-Sati:

    Natürlich gab es wohl auch "hoffnungslose Fälle"

    (z.B. mit hirnphysiologischen Störungen, Veränderungen der Hirnstruktur etc., als Ursache für Psychopathologie oder Menschen, die aus anderen, egoistischen, Motiven Anschluss an den Orden suchten),

    vor denen der Sangha schlicht geschützt werden musste...


    Aber - zumindest nach heutigem Verständnis - verdien(t)en auch diese Menschen Mitgefühl...

    Sie werden wohl nicht als Menschen abgelehnt, nur als Ordensmitglieder. Wer die Regeln nicht befolgen kann, kann Laienanhänger werden.


    Bis dahin gibt es nach dem Vinaya mehrere Verfahren, die auf bestimmte Weise durchgeführt werden, wie Verwarnung, Verzeihung erbitten, Unterwerfung, Versöhnung, Suspendierung, Verbannung. Diese Maßnahmen werden wieder aufgehoben, wenn sie erfolgreich sind. Wenn gar nichts hilft oder bei bestimmten schweren Vergehen erfolgt der Ausschluss aus dem Orden, vom Mitgefühl wird kein Wesen ausgeschlossen. Es hat auch jeder Mönch die ersten Jahre einen persönlichen Lehrer und Berater, mit dem er alles besprechen kann.

  • "Dürfen" Buddhisten das?

    • mukti
    • 9. Dezember 2025 um 14:44

    Eigentlich tue ich nichts, was Dukkha nach sich zieht, aus guten Gründen. Nur aus Unwissenheit, Begehren oder Aversion. Eine Liste mag ich jetzt aber nicht veröffentlichen.

  • Resultate aus der Praxis

    • mukti
    • 9. Dezember 2025 um 14:37

    Die Einsicht, dass ich mich nicht an alles dranhängen muss was im Geist vor sich geht, finde ich besonders wertvoll und langsam nimmt sie zu.

    Viel Leid geschieht ja durch das Ergreifen unheilsamer Gedanken und Gefühle, das kann sogar die ganze Welt in Brand stecken.

  • Abgrenzung und Ausgrenzung (im Buddhismus) - u.U. geboten?

    • mukti
    • 9. Dezember 2025 um 13:51

    Hab noch mal nachgesehen, mögliche Übersetzungen von niddhamati und apaneti  sind nach Klaus Mylius ausstoßen, wegführen, entfernen. Man muss nicht mit fortjagen, ausreißen, den Unrat fortfegen übersetzen.

  • Abgrenzung und Ausgrenzung (im Buddhismus) - u.U. geboten?

    • mukti
    • 9. Dezember 2025 um 09:05
    Anna Panna-Sati:

    ... aber herzlos erscheint es mir schon, wenn man einen Menschen als "Unkraut" tituliert (wobei ja niemand weiß, ob der Buddha dies wirklich so gesagt hat oder ob da gewisse Nachfolger "Strenge" zeigten...).

    Zitat

    "Im Umgang möget ihr erfahren,

    ob er voll Haß und Habsucht ist,

    ein Heuchler, Starrkopf, Eiferer,

    voll Neid und Geiz und Hinterlist.


    Zwar unter Leuten redet er

    gar milde wie ein wahrer Mönch,

    doch heimlich übt er böse Tat,

    respektlos, falscher Ansicht hold;


    Ein unaufricht'ger und verlog'ner Mensch.

    wen ihr als so geartet kennt,

    so tut euch alle da zusammen

    und jaget diesen Menschen fort!

    Das Unkraut reißet völlig aus!

    Fegt weit den Unrat von euch fort!

    Beiseite blaset diese Spreu:

    Den Nichtmönch, der als Mönch sich dünkt!


    https://www.palikanon.com/angutt/a08_001-010.html#a_viii10

    Alles anzeigen
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    Das Paliwort Kāraṇḍava ist hier mit Unkraut übersetzt, Klaus Mylius übersetzt mit Spreu.

    Soweit ich mich erinnere, ist es auch eine Ordensregel jemanden mehrmals auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen, erst wenn er es einfach nicht ändern will, ist der Ausschluss die letzte Maßnahme. Die genannten Eigenschaften Hass, Habsucht, Heuchelei usw. passen ja nun nicht in den Mönchsorden. Ich glaube nicht, dass der Buddha so aggressiv war, wie es in dieser Übersetzung den Anschein hat. Die Reinhaltung des Ordens war ihm halt ein Anliegen, zu Recht finde ich.

  • Abgrenzung und Ausgrenzung (im Buddhismus) - u.U. geboten?

    • mukti
    • 8. Dezember 2025 um 13:04
    Anna Panna-Sati:

    Der Buddha setzt hier klare Prioritäten - der Schutz des Sangha vor "Unreinheit" steht klar über dem Mitgefühl für den Ausgegrenzten.

    Was soll der Buddha machen, wenn jemand das Mitgefühl nicht annehmen will? Er grenzt sich ja selber aus.


    Zitat

    Überhaupt:

    Grenzt "der" Buddhismus Menschen aus? Und, wenn ja, wo, wann und warum?


    Was für Erfahrungen, An- und Einsichten habt IHR bezüglich des Themas?

    Es muss schon was sehr Arges passieren, dass ich einen Menschen fallen lasse. Als ich z.B. einmal bei Bekannten zu Besuch war, hat einer einen abgeschnittenen Hundekopf auf einem Tablett aus dem Kühlschrank genommen, ist damit lachend herumgetanzt und hat ihn mir ins Gesicht gehalten. Die Wohnungstür hat er vorher zugesperrt, damit ich nicht flüchten kann. Das waren Sadisten, die Tiere zu Tode gefoltert haben. Da war für mich der Ofen aus. Das wollte er nicht akzeptieren, hat mich dauernd angerufen, ist schließlich in meine Wohnung gestürmt und ich habe ihn hinausgeworfen.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • mukti
    • 5. Dezember 2025 um 11:53
    JoJu91:

    Misstrauen gegenüber Angehörigen fremder Gruppen liegt wohl in der Natur des Menschen.


    :cry:

    Ich denke Misstrauen ist von Natur aus allen Wesen als Selbstschutz zu eigen.

    Man kann ja nicht in andere hineinschauen und weiß nicht genau, wie man dran ist. Sogar innerhalb inniger Gemeinschaften kann das Vertrauen enttäuscht werden, der Freund verrät den Freund, der Ehemann tötet seine Frau usw. Auch in spirituellen Angelegenheiten gibt es Enttäuschungen, so dass naives Glauben bzw. Vertrauen in einen Lehrer unangebracht erscheint.


    Das angeborene Misstrauen lässt sich durch Verbreitung von Gerüchten und das Herausstellen negativer Einzelbeispiele zugunsten eines kollektiven Egoismus ausnutzen. Wenn eine Gruppe oder ein Volk einmal diffamiert ist, findet sich immer jemand unter ihnen, der etwas Schlechtes getan hat und so entsteht die Ansicht "Von denen kann ja nichts Gutes kommen".

    Gleichzeitig wird der Boden vorbereitet, auf dem die Diffamierung fruchtet: Übertriebene Heimatliebe. Das sieht so aus, als wäre jemand, der alles für sein Volk tut, sogar bereit ist im Krieg sein Leben zu opfern, alles andere als ein Egoist. In Wirklichkeit ist das ein erweitertes Ego, von "Ich" zum "Wir" und wir gegen die Anderen. Weil wir eben besser sind und mehr Rechte haben, das Recht des Stärkeren oder Klügeren über andere zu herrschen und sie für unser eigenes Gedeihen auszunutzen. Mit uns ist alles in Ordnung, wir folgen ja nur einem Naturgesetz.


    So wird die Verblendung zur Normalität, oder eigentlich ist sie ja normal, Weisheit ist eher selten. Wenn so ein besonderer Mensch wie der Buddha erscheint, verbreitet sie sich etwas mehr, aber niemand kann die Herzen der Menschen ändern, die dazu nicht bereit sind.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • mukti
    • 4. Dezember 2025 um 18:13

    Das Wohlwollen im Buddhismus ist offenbar ein Wert, der ihn von der AFD unterscheidet, indem es allen Wesen gleichermaßen gilt.

  • Welche buddhistische Idee nervt dich?

    • mukti
    • 4. Dezember 2025 um 17:23

    Wenn mich ein Konzept nervt, interpretiere ich es, bis es mir passt. :erleichtert:

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • mukti
    • 4. Dezember 2025 um 16:09
    Samadhi1876:


    Österreich war ja auch mal lange Zeit eine „Großmacht“. Siehe Österreich-Ungarn, Habsburger.


    Und bei AfD hat man auch das Gefühl es geht da um alte Ideologie oder „wieder richtig deutsch“ zu sein.

    Die FPÖ war auch Deutschnational, später sind sie offiziell auf die Linie "O du mein Österreich" umgeschwenkt. Ein kluger Schachzug, der ihnen viele Anhänger eingebracht hat.

    Samadhi1876:

    Solange man das Gefühl hat von etwas selbst auch zu profitieren, wie damals die Gastarbeiter in D die beim Wiederaufbau mit halfen, mag man etwas auch einfacher akzeptieren. Als wenn man etwas als eine zusätzliche Belastung empfindet.

    Die Gastarbeiter gab es bei uns noch in den siebziger Jahren, ich erinnere mich an Bemerkungen wie "Irgendwer muss ja die Drecksarbeit machen".

    Samadhi1876:


    Aber hauptsächlich denke ich, geht es vielen (auch in der Politik) im Grunde nur um Macht über andere oder anderes (auch über mehr Geld) zu bekommen. Um Existenz. Um Bewahrung seiner „Identität“.

    Die Identität scheint mir eine große Rolle zu spielen. Als Angehöriger eines Volkes fühlt man sich natürlich wohler und sicherer als alleine. Das kann halt dazu führen, dass es als richtig und ehrenvoll empfunden wird, einer Nation unter allen Umständen treu zu bleiben, auch wenn sie so entgleist, dass man dabei Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit mit Füßen treten muss.

    Besser ist es wohl, sich als Angehöriger der Menschheit zu empfinden. Da hat man auch mehr Auswahl, mit welchen Exemplaren man viel oder wenig zu tun haben will.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • mukti
    • 4. Dezember 2025 um 00:44

    Mein politisches Interesse geht ja nicht so weit, dass ich hier viel mitreden könnte. Auch geht es um eine Partei in Deutschland, aber ich denke es gibt da Ähnlichkeiten mit der FPÖ in Österreich, die übrigens gegenwärtig eine hohe Zustimmung in der Bevölkerung genießt.


    Der renommierte Politikwissenschaftler Anton Pelikan hat einmal gesagt: "Die FPÖ wurde gegründet von Nazis für Nazis". Ich weiß nicht genau wie das mit der AFD ist, aber wenn ich auf irgendeine Lehre stoße, und sei es auch eine politische Ideologie, schaue ich mir zuerst ihren Ursprung an. Wo kommt das her, wie ist es entstanden? Es ist ja kaum der Fall, dass sich eine Gruppierung komplett von ihrem Ursprung löst um eine ganz andere Richtung einzuschlagen. Und alles, was irgendwie mit der Nazi-Ideologie zu tun hat, ist für mich vollkommen indiskutabel.


    Die FPÖ hat sich davon nicht eindeutig distanziert, sondern hat argumentiert, dass es in andere Parteien ja auch ehemalige Nazis gegeben hat. Das stimmt, sogar die Sozialdemokraten haben so manche in die Regierung geholt. Das lag aber daran, dass es damals einen Mangel an anderen Politikern gab, weil ja die Opposition im sogenannten dritten Reich weitgehend aus dem Weg geräumt wurde. Die neue, demokratische Regierung hat sich aber unisono und mit Nachdruck von den Nazis distanziert, während sich im Umfeld der FPÖ bis heute solche Sympathisanten herumtreiben. Das macht die Sache einfach: Was die Politik betrifft, sind sie für mich unten durch.

    Tja, "Just my two cents".

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • mukti
    • 2. Dezember 2025 um 18:59
    Aravind:
    mukti:

    Um Buddhas Willen ist das jemand, "der mit unbeirrbarer Klarheit dem Erwachten, der Lehre, der Jüngerschaft und den Tugenden nachfolgt".

    Klingt haarspalterisch, aber da habe ich Einwände. Als Buddha gelebt hat, gab es keine Buddhisten. Man könnte diese Worte auf "Praktizierender" oder "Lernender"oder Mönch statt auf "Buddhist" anwenden. Aber das klingt dann doch sehr viel mehr nach Weg als nach "gut sein".

    Unter "Buddhist" verstehe ich jemand, der den Weg praktiziert, der vom Buddha gelehrt wurde. Aber man kann natürlich dieses Wort auch etwas anders verstehen.

    Aravind:


    Ein guter Praktizierender zu sein, und politischen Extremen das Wort zu reden, das geht durchaus. Bedeutet Praxis doch Untersuchung und Entwicklung, nicht "schon perfekt sein".

    Wenn die Untersuchung und Entwicklung allmählich von Extremen weg und zum mittleren Weg hinführt, ist es eine gute Praxis, würde ich sagen.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • mukti
    • 2. Dezember 2025 um 18:30
    void:

    Ich sehe es so, dass Buddhismus nicht mit Gier und Hass kompatibel ist. Aber vielleicht mit Unwissenheit im Bezug auf Dinge die nichts mit Buddhismus zu tun haben. Ein Buddhist kann genauso gut glauben dass die Erde rund ist wie das sie flach ist. Und genauso gut dass eine Gesellschaft dann prosperiert, wenn alle mitreden wie das eine Gesellschaft einen König oder starken Mann braucht. Buddhismus hilft ja nur gegen ganz bestimmte Arten des Unwissens.

    Meines Erachtens hilft der Buddhismus insbesondere gegen das Unwissen über die vier edlen Wahrheiten und alles was damit zusammenhängt. Je mehr eine Regierung darüber bewusst ist, desto weniger Fehler macht sie wohl bei der Verwaltung des Staates.


    Politische Systeme ändern sich gemäß den Umständen, auch Sicherheit und Wohlstand haben keinen Bestand. Die Wahrheit bleibt zwar immer dieselbe, aber das Interesse daran bleibt nicht gleich.

    Überhaupt: "Die Weisen der Welt haben stets dasselbe gesagt und die Mehrheit der Menschen hat stets das Gegenteil getan." (Schopenhauer)


    In einer Demokratie sehe ich nur die Möglichkeit, das geringste Übel zu wählen. Und von Rechtsnationalisten ist doch oft sehr großes Übel ausgegangen.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • mukti
    • 2. Dezember 2025 um 17:06
    Aravind:
    mukti:

    Da mag sich die Frage stellen, ob das wirklich ein sehr guter Buddhist ist.

    IMHO: Die Frage vorher ist doch: Was um Maras Willen sollte ein "guter Buddhist" sein?


    Liebe Grüße, Aravind.

    Um Buddhas Willen ist das jemand, "der mit unbeirrbarer Klarheit dem Erwachten, der Lehre, der Jüngerschaft und den Tugenden nachfolgt".

    S.55

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • mukti
    • 1. Dezember 2025 um 17:15
    Igor07:


    Aber ich kenne persönlich einen sehr guten Buddhisten, der für diese Partei schwärmt und felsenfest überzeugt ist, dass alle Massenmedien nur glatte Lügen verbreiten.
    Das macht mich sprachlos.

    Da mag sich die Frage stellen, ob das wirklich ein sehr guter Buddhist ist.

  • Vorstellung

    • mukti
    • 30. November 2025 um 18:30
    LalDed:

    mukti da muss noch mehr sein. Wer/was leidet denn? Wo es kein "ich" (wie und ob unterscheidet es sich vom Ego?) gibt, gibt es auch kein Leiden.

    Ego ist einfach das lateinische Wort für Ich. Wenn ich am Vergänglichen hafte, entsteht Leid, Loslösung ist das höchste Glück.

  • Vorstellung

    • mukti
    • 30. November 2025 um 13:33
    LalDed:

    ...
    So bin ich hier gelandet auf der Suche nach... "mir"? Was macht "ich" aus und gibt es das überhaupt? Ich "weiss", dass es ein Sein jenseits der Dualität gibt.
    Ich glaube zu "wissen", dass nicht "ich" existiere, sondern "ich" eine Spielart des Allumfassenden, Alleinen, Ewigen (wie auch immer man es nennen will) ist.

    Es zog mich in dieses Forum.
    Ob ich hier richtig bin, wird sich zeigen.

    Hallo und willkommen LalDed,


    das Ziel im Buddhismus ist Nirvana, was meistens mit "verlöschen" übersetzt wird. Was da erlischt sind die Ursachen der Leiden, nämlich Gier, Hass und Verblendung. "Nichts anderes lehre ich, als das Ende des Leids", sagt der Buddha.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • mukti
    • 30. November 2025 um 13:08

    Grundlage ist die Verblendung, die Verdrehtheit der Wahrnehmung (vipallāsa), Falsches für richtig halten. Was dann in so gefährlichen Ansichten gipfelt wie "Mitgefühl ist Schwäche". Je mehr sich so verkehrte Ideologien durchsetzen, desto mehr entsteht kollektives Leid.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • mukti
    • 30. November 2025 um 12:24

    In Österreich ist die FPÖ so eine nationalistische Partei wie die AFD. Wenn sie zu Wort kommen, im Parlament, bei Interviews usw., beginnen sie sofort auf andere hinzuhacken, alle runterzumachen und sich selber als die einzige Rettung darzustellen. Leider wird das gegenwärtig von dem Land, das den größten Einfluss auf Europa hat, vorgemacht, man nennt es inzwischen "Trumpismus". Durch Erniedrigung und Verfolgung anderer sich selber erhöhen, durchsetzen mit allen Mitteln. Was für ein ekelhafter Egotrip.


    Eine Entwicklung, welche die unheilsamen Instinkte im Menschen anspricht und fördert und viele lassen sich mitreißen. Gerade in unseren Ländern sollten wir aus der Geschichte gelernt haben, wo so eine Hetze hinführen kann.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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