Es ist schön und befreiend sich darüber zu freuen dass sich jemand freut, Neid oder Gleichgültigkeit ist dagegen etwas Einengendes und Quälendes.
Beiträge von mukti
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Ich glaub ich habe den Dreh . Also ich versuch mal. Ein auch gutes Beispiel ist das mit dem Lebensraum des Fisches und den Lebensraum des Menschen. Für den Fisch ist das Element Luft ja eher unangenehm .Es bereitet ihm Schmerzen. Dem Menschen geht es andersherum auf Dauer ähnlich. Der Lebensraum des einen Wesens wird für das andere Wesen bedrohlich unangenehm. Schlussfolgernd. Ich mag nicht bitter. Das heißt aber noch lange nicht das das unangenehme Gefühl von Bitter der Wahrheit entspricht. Also ist die Empfindung eher die reine Fähigkeit die Dinge gefühlsmäßig einzuordnen , ob nun positiv oder negativ spielt keine Rolle. Nur eins spielt eine Rolle , nämlich der Geist macht es einfach weil er es kann. Die Fähigkeit dazu ist die Empfindung.
Ich denke der Geist hängt ja auch vom Körper ab und macht das nicht willkürlich. Also wenn dem Menschen die Luft ausgeht entscheidet er sich nicht das als unangenehm einzuordnen, er nimmt es so wahr daran lässt sich nichts ändern.
Was der Geist dann draus macht ist veränderbar. Er kann z.B. in Panik verfallen oder mittels Sati Ruhe bewahren usw.
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Empfindung, im tibetischen Buddhismus definiert als Erleben des Objektes als angenehm unangenehm oder indifferent. Es gibt ja zahlreiche Empfindungen körperlicher und geistiger Art, die in diesen drei Kategorien erlebt werden. Mein Problem ist die Definition mit den Eigenschaften ( es sind ja Eigenschaften ) angenehm, unangenehm und weder noch. Diese Eigenschaften tue ich doch dazu. Im Grunde sind Eigenschaften Benennungen und existieren nicht wahrhaft. So passt die Definition nicht, oder lieg ich da falsch. Gut Definitionen für Geistesfaktoren sind Benennungen. Also aus Sicht der konventionellen Wahrheit. Aus Sicht der endgültigen Wahrheit würde ich etwa formulieren: Der grundlegende Geistesfaktor Empfindung ist das Erleben des Objektes und bildet zusammen mit dem Gf Wille, Berührung, Aufmerksamkeit und Unterscheidung die Grundlage für die Benennung als angenehm ,unangenehm und weder noch. Denn die Einordnung erfolgt ja zeitverzögert. Liege ich da richtig ?
Nach dem Abhidhamma sind es sieben Geistesfaktoren die immer zusammen mit jedem Bewusstsein entstehen: Kontakt, Gefühl, Wahrnehmung, Wille, Konzentration, Lebensfähigkeit und Aufmerken. Das entsteht alles gleichzeitig in gegenseitiger Bedingung, eines kann nicht ohne dem anderen sein. Gefühl wird also angenehm, unangenehm oder neutral wahrgenommen, Benennung ist eine gedankliche Aktivität die nachher dazukommen kann, so wie auch Emotionen. Soweit ich das bislang verstehe.
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Hallo Deepa,
Jetzt wieder zu der Eingangsfrage: Wie definiert ihr Sinnenlust, wie sie im „Achten Pfad“ erwähnt wird?
Und: Wie geht ihr damit um, wenn ihr sie aufsteigen seht?
Der Buddha definiert sie so:
[lz]Des Herzens Gier gilt als des Menschen Sinnenlust, doch nicht die lieblichen Objekte dieser Welt.
Des Herzens Gier gilt als des Menschen Sinnenlust, das Schöne in der Welt bleibt dabei stets sich gleich, doch Weise wenden ihren Willen davon ab.
A.VI.63[/lz]
Das verstehe ich so dass man den Willen besser nicht den angenehmen Objekten zuwendet, also Begierde entwickwlt um sie besitzen und ausbeuten zu können. Ist das bereits passiert, wendet man den Willen besser allmählich ab, weil Gier Leid nach sich zieht:
[lz]Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung der Sinnenlüste führende Weg, nämlich:
Rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Tun, rechter Lebensunterhalt, rechtes Streben, rechte Achtsamkeit und rechte Sammlung.[/lz]
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Die Unwissenheit macht blind für die Konsequenzen die aus dem Begehren erwachsen. Weil der Grundzustand des Daseins dukkha ist, nämlich Mangel, entsteht das Bedürfnis nach Leidbeseitigung und Glückserfahrung - Hunger braucht Nahrung. Sättigung ist ein angenehmes Gefühl das man möglichst oft und lange haben will, so dreht sich das ganze Leben um Bedürfnisbefriedigung, die Zivilisation ist darauf aufgebaut. Das Bewusstsein versinkt zunehmend in Sinnesfreuden und ihrer Beschaffung, die Geistestrübungen (kilesa) nehmen immer mehr zu. So entstehen unnatürliche geistige Leiden wie Ängste, Gier, Zorn, Frustration, Gefühl der Sinnlosigkeit usw. Indem man es sich verbessern will macht man es schlechter.
In den vier edlen Wahrheiten ist in einmaliger Klarheit zusammengefasst was da falsch läuft. -
Aber wie toll ist ein Lebewesen wirklich, wenn das Leben irgendwie vor allem aus Annahmen besteht und man vor allem gerne Enttäuscht wird?Immerhin kann es einsehen dass es sich getäuscht hat, das Abhandenkommen von Illusionen positiv bewerten und die Wirklichkeit erkennen.
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Das ist halt alles nicht so einfach. Wenn jemand in die Wohnung einbricht und und was stiehlt oder gar behauptet das wäre jetzt seine Wohnung, was wird man tun? Genau, die Polizei bemühen. Obwohl man tausendnal mit bedächtigem Kopfnicken über Vergänglichkeit und Nicht-Selbst gelesen und gehört hat und zu wissen glaubt dass "Ich und Mein" nur falsche Vorstellungen sind.
Wenn wieder mal irgendwo ein Krieg ausbricht schlägt man die Hände zusammen: Ach diese verblendeten Menschen! Da erfinden sie Waffen, andere erfinden noch wirkungsvollere Waffen usw. bis alle Atombomben zusammen die Welt gleich ein paarmal vernichten könnten. So musste es aber kommen aufgrund von Gier, Hass und Verblendung, wie hätte sich das anders entwickeln können. Und wenn ich nicht einem Einbrecher die Wohnung überlasse bin ich nicht besser. Es sind aber immer die Anderen schuld und selber muss man sich halt leider verteidigen.
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Unwissenheit hat eine Bedingung:
[lz](61) Nicht läßt sich, ihr Mönche, ein erster Anfang der Unwissenheit derart erkennen, als ob Unwissenheit vordem nicht dagewesen und erst später entstanden wäre. Wohl aber läßt sich erkennen. daß die Unwissenheit eine bestimmte Bedingung hat (idapaccayā). Auch die Unwissenheit, sage ich, hat eine sie ernährende Bedingung (sāhāram, wtl: mit Nährstoff), ist nicht ohne solche Bedingung. Und was ist die ernährende Bedingung der Unwissenheit? »Die fünf Hemmungen«, hätte man zu antworten. A.X.[/lz]
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Im Dhammacakkappavattana Sutta sagt der Buddha nach der Erklärung der vier edlen Wahrheiten:
[lz]Und solange ich, ihr Mönche, bei diesen vier edlen Wahrheiten nicht der Wirklichkeit gemäß die dreifache Wissensklarheit in 12 Begriffen wohl geläutert gewonnen hatte, war ich mir auch nicht klar darüber, ihr Mönche, ob ich in der Welt mit ihren Göttern, ihren Māros und Brahmas, mit ihrer Schar von Asketen und Brahmanen, mit ihren Göttern und Menschen in der unvergleichlichen vollkommenen Erwachung auferwacht war.[/lz]
die dreifache Wissensklarheit ist das Wissen um die 4 Wahrheiten, das Wissen dass sie zu erkennen bzw. zu verwirklichen sind und das Wissen dass sie verwirklicht wurden. Dreimal Wissensklarheit mal 4 Wahrheiten ergibt 12 "Begriffe".
Hier wird das so erklärt:
[lz]Die „dreifache Wissensklarheit in 12 Begriffen“ –genauer: die drei Phasen in 12 Modi. BikkhuBodhi erläutert zur englischen Übersetzung: «Die drei Phasen (tiparivaṭṭa) sind: (i) das Wissen von jeder Wahrheit, z. B:, „Dies ist die edle Wahrheit vom Leiden“; (ii) das Wissen von der zu leistenden Aufgabe hinsichtlich dieser Wahrheit, z.B., „Diese edle Wahrheit vom Leiden muss umfassend verstanden werden“; und (iii) das Wissen von der Verwirklichung jeder dieser Wahrheiten, z.B., „Diese edle Wahrheit vom Leiden ist nun umfassend verstanden.“ Die zwölf Modi (dvādasākāra) erhält man, indem die drei Phasen auf jede der vier Wahrheiten angewandt werden.» Zitiert aus: The Conneced Discourses of the Buddha. A Translation of the Saṃyutta Nikāyaby Bhikkhu Bodhi. Boston: Wisdom Publications 2000, S. 1962, Anm. 38[/lz]
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Über die vier edlen Wahrheiten ist hier bestimmt schon vieles gesagt worden. Ich möchte hier einen Gedanken, den mein Lehrer bei der letzten Unterweisung zu den vier edlen Wahrheiten und den zwölf Gliedern des abhängigen Entstehens formuliert hat, weitergeben.
Er hat gesagt, der Buddha hat seine erste Unterweisung nicht mit der Aufforderung, ihr müsst dieses und jenes praktizieren begonnen, sondern er hat als erstes gesagt, ihr müsst dieses und jenes erkennen. Was muss erkannt werden:
- Wir müssen erkennen worin die Leiden Samsaras bestehen;
- Wir müssen erkennen ob sie Ursachen haben und worin diese bestehen;
- Wir müssen erkennen ob es eine Beendigung der Leiden und ihrer Ursache gibt;
- Wir müssen erkennen auf welche Art und Weise die Beendigung der Leiden erfolgen kann wenn diese möglich ist.
Erst wenn wir dieses erkannt haben, können wir sinnvoll praktizieren und dadurch Befreiung / Nibbana / Nirvana / Buddhaschaft erlangen.
Gruß Helmut
Ohne die vier Wahrheiten zu erfassen hat man wohl keinen Grund zu praktizieren. Wenn man darüber nachdenkt oder kontempliert hat man den achtfachen Pfad eigentlich schon begonnen, mit der Entwicklung von Wissen und Sammlung. Je mehr man davon versteht und in seinem Leben wiedererkennt desto mehr praktiziert man dann auch.
Die erste Unterweisung, das Anwerfen des Rades der Lehre, ist überliefert im Dhammacakkappavattana Sutta.
Die vier edlen Wahrheiten
[lz]Dies nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Leiden: Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsinn und Verzweiflung sind Leiden; vereint sein mit Unliebem ist Leiden, getrennt sein von Lieben ist Leiden; was man verlangt, nicht erlangen, ist Leiden. Kurz gesagt: die fünf Faktoren des Ergreifens sind Leiden.
Dies nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von der Leidensentwicklung: Es ist dieser Durst, der Wiederdasein säende, Genügens-reiz-verbundene, dort und dort sich ergötzende, nämlich der sinnliche Durst, der Daseinsdurst, der Nichtseinsdurst.
Dies nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von der Leidensauflösung: Es ist eben dieses Durstes restlose Entreizung und Auflösung, von ihm zurücktreten, ihn loslassen, sich von ihm lösen, nicht mehr an ihm haften.
Dies nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von dem zur Leidensauflösung führenden Vorgehen: Es ist eben dieser edle achtfältige Pfad, nämlich rechte Erkenntnis bis rechte Einigung.[/lz]
Anschließend sagt der Buddha dass die erste Wahrheit zu durchschauen ist, die zweite zu überwinden, die dritte zu verwirklichen und die vierte zu entfalten.
Die erwähnten "zwölf Glieder des abhängigen Entstehens" dürften sich nicht auf das Paticcasamuppāda beziehen, sondern es heißt in diesem Sutta dass der Buddha "bei diesen vier edlen Wahrheiten der Wirklichkeit gemäß die dreifache Wissensklarheit in 12 Begriffen gewonnen" hat.
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Nur kurz gefragt... Ich bin schon seit langen von der Sinnlosigkeit alles seienden überzeugt. Durch diese Einstellung habe ich jedoch Probleme im Alltag bzw. Mit anderen Menschen... Geht es nur mir so? Kennt ihr das evtl selbst und habt Tipps?
Kurz geantwortet - die Einstellung ändern, dann verschwinden die Probleme die durch sie verursacht werden.
Nachtrag:
Wenn alles Seiende sinnlos wäre, dann würde es auch keinen Sinn machen diese Probleme zu lösen. Weil es Probleme bzw. Leiden gibt kommt die Frage auf wie sie zu beseitigen sind. Demnach liegt ein Sinn des Daseins darin die Probleme zu lösen und Leiden zu beseitigen. Danach streben alle Wesen.
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[lz]
Ja wenn Achtsamkeit und Wertschätzung zu einem allgemeinen Konsens der Menschheit wird, kann sich das Blatt ja wenden.
[/lz]Wenn sie nicht jedem einzelnen Menschen entgegengebracht wird nützt Die Ausrede "Menschheit" überhaupt nichts.
Die Bemühungen um Befreiung kann ich ja noch teilen aber um Nibbana entlarvt dich als Unwissenden.
Oha ich bin entlarvt
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Ich wollte nicht sagen, dass eine echte Wertschätzung eine Kleinigkeit ist. Nur, dass sie notwendig und auch machbar ist. Wahrscheinlich muss erst die Wirtschaft zusammenbrechen und die Städte in Küstennähe müssen unbewohnbar werden, bevor es auch der Letzte begreift. Genau das meine ich mit mangelnder Schwarmintelligenz. Dass die Augen verschlossen werden, bis den Leuten das Wasser bis zum Hals steht und sie Angst um ihre warme Stube und ihren Arsch haben.
Ja wenn Achtsamkeit und Wertschätzung zu einem allgemeinen Konsens der Menschheit wird, kann sich das Blatt ja wenden. Es ist oft so, dass Besinnung erst durch einen unmittelbaren Leidensdruck veranlasst wird.
Es hat sich so entwickelt durch die enorme Zunahme der Weltbevölkerung, die technischen Errungenschaften und der unrechten Gesinnung, die daraus resultiert dass der Mensch halt nicht frei von Gier, Hass und Veblendung auf die Welt kommt. Da stehen wir jetzt wohl an einem Scheideweg, entweder es setzt sich die Vernunft durch und wir kriegen die Kurve, oder es wird nur noch chaotisdcher, sogar wenn das Wasser bis zum Hals steht.
Aber alles ist Vergänglich und es gibt ohnehin keine bleibende Heimat und keine Unsterblichkeit, das Beste was man tun kann ist wohl in jedem Fall die Bemühung um Befreiung und Nibbana.
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Was das Thema betrifft, so gibt es im Buddhismus zwar Formen des Gebets, es richtet sich aber nicht an einen ewigen Schöpfergott wie im Christentum und auch nicht an das Nirvana. Zu einer detaillierten und umfassenden Ausführung über Gebetsformen im Buddhismus ist es in diesem Thread bislang nicht gekommen, stattdessen hat sich eine Diskussion darüber entwickelt ob Nirvana ein Glaube ist der mit dem Glauben an Gott gleichzusetzen wäre.
Dazu wurde auf die unterschiedlichen Erfahrungen auf diesen beiden Wegen hingewiesen: Während ein Theist seine Erfahrungen Gott zuschreibt und auf ihn bezieht, bestehen die Erfahrungen des Buddhisten in Erkenntnissen und Beseitigung bzw. Erleichterung von Dukkha. Damit ist aber die Frage, ob vollkommene und endgültige Befreiung möglich oder nur ein Glaube ist, nicht gelöst worden. Diese Problemstellung wurde besonders von ARYA DHARMA aufgebracht der Nirvana als bloßen Glauben ansieht.
Ich selber habe das nicht grundsätzlich verneint, weil ich Nirvana tatsächlich nicht erfahren habe und wahrscheinlich auch niemanden kenne, der es erreicht hat. Obwohl ich also so recht und schlecht einen Weg gehe der mir Erkenntnisse ermöglicht, ein Durchschauen von allerhand Illusionen und Befreiung von damit verbundenen Leiderfahrungen, weiß ich nicht mit absoluter Sicherheit ob er am Ende zu Nirvana führt. Weil sich aber diese Resultate zeigen und zu erwarten ist dass sie sich mehren, je mehr Erkanntes zu tatsächlicher Erfahrung wird, vertraue ich darauf. Den Unterschied zum Glauben sehe ich darin, dass ich das Vertrauen auf Nirvana jederzeit aufzugeben bereit bin falls es sich als falsch erweisen sollte, während ein Glaubensbekenntnis ein unbedingtes Festhalten impliziert. Es geht um die Wahrheit.
Es wird sich also erweisen ob es ein endgültiges, vollkommenes Erlöschen von Gier, Hass und Verblendung gibt oder nicht. Bis dahin ist jede erfolgreiche Bemühung am achtfachen Pfad wert ihn zu gehen. Es gibt dabei nichts zu verlieren als Irrtümer und Leiden, da ist es nicht weiter schlimm wenn die Zielvorstellung auch verloren ginge falls sie ein Irrtum wäre.
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Mir scheint das trotzdem so: mitgefangen, mitgehangen. Was läuft nicht alles an Unheilsamen damit wir jetzt unsere Computer haben, oder Autos, ja bis zum Gewand und den Lebensmitteln ist es eine Kette der Ausbeutung. Wir gehen auf versiegelten Böden auf denen alles Leben vernichtet wurde zwischen Auslagen mit neuester Mode die in ein paar Wochen durch neuere Mode ersetzt wird. Damit wir immer eine große Auswahl an frischen Lebensmitteln haben, teils aus fernen Ländern hertransportiert, werden sie tonnenweise weggeworfen während in den ausgebeuteten Ländern Menschen hungern. Das Plastik das wir verwenden verunreinigt Erde und Gewässer bis zu den Weltmeeren und wir atmen verunreinigte Luft, täglich sind in der Welt weit mehr als 100 000 Flugzeuge unterwegs, es gibt über eine Milliarde Autos, dazu die Industrieanlagen, usw. usw.
Wir sind mit jedem Schritt an diesem gigantischen industriealisierten Kreislauf von Produktion und Konsum mitbeteiligt, da führt Wertschätzung und achtsame Behandlung der Lebensgrundlagen eben nur zu ein wenig Schadensbegrenzung.
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Rechte Achtsamkeit ist ja noch umfangreicher als die Achtsamkeit beim Handeln:
[lz]Er beobachtet wie der Körper entsteht, beobachtet wie der Körper vergeht, beobachtet wie der Körper entsteht und vergeht. <Der Körper ist da>: diese Einsicht ist ihm nun gegenwärtig, soweit sie eben zum Wissen taugt, zur Besinnung taugt; und uneingepflanzt verharrt er, und nirgends in der Welt ist er angehangen.D.22.[/lz]
Dasselbe bei Gefühl, Geist und Geistobjekte.
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Ja aber es ist nun mal wie es ist und man steckt da mit drin und bemüht sich halt um Schadensbegrenzung, wenn man es nicht schafft ein entsagter Yogi zu werden.
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Was wen Steine und pflanzen einfach nur Zasen praktizieren
der stein hat for milionen von Jahren begonnen und ist nun ganz tief versenkt und die pflanze hat for 1000den jahren begonnen und ist auch ziemlich versenkt. Der Mensch und die Tiere haben alldo erst an der oberfläche des zen gerütelt
Ach ja, deshalb bleibt ein Stein auch immer ganz cool wenn er etwa in kleine Kiesel zertrümmert wird, er hat ja die Alleinheit realisiert
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Unabhängig vom Wert kann man Eigenschaften feststellen. An Mineralien sind kaum innewohnende Eigenschaften erkennbar, ein Stein reagiert auf äußere Umstände wie Schwerkraft, Wasser, Feuer, usw., davon scheint er gänzlich abzuhängen. An der Flora zeigt sich eine Art Eigenleben, indem z.B. die Wurzeln einer Pflanze dorthin wachsen wo Feuchtigkeit ist und vieles mehr. In der Fauna ist dieses Eigenleben noch mehr vorhanden indem sich Tiere im Allgemeinen frei bewegen und z.B. nach Wasser suchen können anstatt zu verdursten wenn es in der unmittelbaren Umgebung keines mehr gibt. Der Mensch kann mehr Zusammenhänge erkennen und deshalb z.B. austüfteln wie man Wasser an einen beliebigen Ort leiten kann.
Mir scheint dass die Annahme, der Mensch wäre über mehr bewusst als das Tier, das Tier über mehr als die Pflanze, das Mineral über gar nichts, nicht allzu verwegen ist. Es liegt wohl an der unterschiedlichen Beschaffenheit, Zusammensetzung und Komplexität der jeweiligen Körper, wieviel Bewusstsein da drin ist.
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Hier noch als Ergänzung
[lz]Die Wahrheit der Pflanzen werden wir so lange nicht verstehen, so lange wir aus der Perspektive des Tieres sprechen, das wir sind. Wir denken, dass alles, was lebt, so leben muss, wie Tiere es tun – mit Nerven, Blutbahnen, Neuronen und Gehirn. Aber über all das verfügen Pflanzen nicht, trotzdem werden sie von elektrischen Signalen durchquert. Das Verhalten einer Pflanze hängt erwiesenermaßen von ihrem inneren Zustand ab. Wie kann das sein? Wie lässt sich das vorstellen?
Pflanzen habe keine Augen – und können dennoch sehen. Pflanzen haben kein Gehirn – und besitzen dennoch ein Gedächtnis. Pflanzen haben eine Vorstellung davon, wo sie sich befinden, denn ihre Wurzeln weichen Hindernissen nicht nur aus, sondern sie tun das auf vernünftige Weise. Müssen sie dann nicht über eine Art Selbstbewusstsein verfügen? Pflanzen haben Intelligenz und sprechen in Dialekten, so dass eine Sonnenblume aus Europa nicht unbedingt die Signale einer aus den USA versteht. All das ist wissenschaftlich nachgewiesen.
Emanuele Coccia räumt nun mit diesem weitgehend und gerade von Veganern unerkannten Anthropozentrismus gründlich auf. Und wird das erst einmal begriffen sein, werden die Naturwissenschaften nicht mehr das sein können, was wir heute unter ihnen verstehen. Und auch der Mensch wird gegenüber den vegetativen Phänomenen, von denen er umgeben ist, ein paar deutliche Schritte zurücktreten müssen.
[/lz]Und noch viel mehr Hier: Emanuele Coccia: "Die Wurzeln der Welt" - Pflanzen atmen aus, was Tiere einatmen (Archiv)
Man kann halt nur aus einer menschlichen Perspektive sprechen wenn man ein Mensch ist, auch wenn man keine anthropozentrische Weltanschauung hat. Wie soll man über ein eventuelles Pflanzenbewusstsein etwas wissen, etwa ob sie ein Sehbewusstsein haben usw., wenn sie auch offensichtlich höher entwickelt sind als die Mineralienwelt.
Dass sie eine bewusste Wahrnehmung haben ist eine schöne Vorstellung und man fühlt in der Natur oder im Wald ja auch Frieden und Ruhe, der von ihnen auszugehen scheint. Andererseits aber auch entsetzlich wenn sie Leiden fühlen etwa beim Mähen einer Wiese und all dem Unbill dem die Flora permanent hilflos ausgesetzt ist. Das wäre ja eine Hölle, einen gequälten Eindruck machen die Pflanzen aber eigentlich nicht. Naja was weiß man schon.
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Mein Vater hat immer gesagt Wissen bedeutet zu wissen wo man nachsehen muss
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aber z.B. was Daseinsgruppen (khandha) und Nicht-Selbst (anatta) bedeutet sollte schon einigermaßen bekannt sein um besser zu verstehen was mit Nirvana gemeint ist.
Ja, hab ich noch nie im Leben gehört davon, dann muss ich erst mal lernen was das ist, vielen Dank für den Tip. Obwohl, ich hab ja schon Beiträge dazu verfasst...ach nee geht ja gar nicht, weil ich mich mit der Lehre Buddhas noch nicht richtig befasst habe.
Aha, ich lese nicht alles. Dann haben wir anscheinend ein sehr verschiedenes Verständniis, daran würde auch eine seitenlange Diskussion kaum was ändern.
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Ja ich sehe das als Ausrede von dir. Wir müssen hier nicht die gesamte Lehre Buddhas aufrollen ("Grundwissen") sondern es geht doch hier nur um Nirvana als absoluten Zustand. Ohne jegliche Erfahrung davon, sagt jeder hier, wie selbstverständlich, dass es so was gibt. Das respektiere ich, aber es ist eben nichts anderes, als wenn ein Christ sagt, dass das Himmelreich ihm irgendwann Frieden schenkt.
Hab ich nicht gesagt, sondern dass ich Nirvana viel eher für möglich halte als ein ewiges Leben.
Die gesamte Lehre müssen wir hier nicht aufrollen, aber z.B. was Daseinsgruppen (khandha) und Nicht-Selbst (anatta) bedeutet sollte schon einigermaßen bekannt sein um besser zu verstehen was mit Nirvana gemeint ist.
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Im Endeffekt weiß ich ja was du sagen willst: Der christliche Himmel ist vollkommen erdacht und kann nicht erfahren werden, während wir Zustände des Nicht-Begehrens sehr wohl erfahren können. Hier stimme ich ja vollkommen zu. Aber da macht der Buddhist ja nicht Halt, er will ja die komplette Auslöschung. Und dies als Absolutum ist eben auch erdacht, das wäre ja quasi "der Himmel auf Erden". Du sagst ja in etwa, weil wir die Ekstase von Sex oder einer wilden Party kennen, gäbe es auch eine andauernde Ekstase. Das glauben auch viele. Aber gesehen hab ich noch keinen.
Wenn ich dich recht verstehe stimmst du zu dass ein Zustand des Nicht-Begehrens erfahren werden kann, bist aber überzeugt dass Begehren wieder entstehen muss. Sicher, wenn es sich um den Zustand eines erfüllten Wunsches handelt, der dauert wie gesagt nicht an.
Aber wenn erst gar kein Wunsch entsteht? Dazu bedarf es ja eines Mangelgefühls, andernfalls würde kein Wunsch entstehen.
Nun ja, du hältst Nirvana (Verlöschen von Gier, Hass und Verblendung) für unmöglich, reines Wunschdenken. Mein Eindruck ist dass du dich mit diesen Fragen, besonders mit der Lehre des Buddha, nicht gründlich auseinandergestzt hast und vorschnell urteilst. So kann man das Problem nicht näher beleuchten, wenn Grundwissen fehlt. Aber das wirst du vielleicht als Ausrede von mir sehen. Da kann man halt nichts machen.