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  1. Buddhaland Forum
  2. Raphy

Beiträge von Raphy

  • Freigebigkeit - nein Danke ... ?

    • Raphy
    • 6. Februar 2026 um 20:22
    Anna Panna-Sati:
    Raphy:
    Anna Panna-Sati:

    [...]


    Mein Mann brachte ihr dann die Schüssel und sie stopfte ihm 5 Euro (!) in die Hosentasche...


    [...]

    Wie nett von der Frau, so ein großzügiges Dana zu geben. :)


    Liebe Grüße

    Alles anzeigen

    Ja, danke, lieber Raphy , so könnte man es auch betrachten, sorgt für inneren Frieden und ermöglicht weitere (gegenseitige) Danas...;)


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    Alles anzeigen

    Wenn man sich mal nicht sicher ist, kann man ja die verschiedenen Sichtweisen durchspielen und schauen was mehr Richtung Brahmavihara führt oder eben Richtung inneren Frieden.


    Sie hat euer Dana gleich mit einem Re-Dana gekontert. :)


    Liebe Grüße

  • Freigebigkeit - nein Danke ... ?

    • Raphy
    • 6. Februar 2026 um 19:23
    Anna Panna-Sati:

    [...]


    Mein Mann brachte ihr dann die Schüssel und sie stopfte ihm 5 Euro (!) in die Hosentasche...


    [...]

    Wie nett von der Frau, so ein großzügiges Dana zu geben. :)


    Liebe Grüße

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Raphy
    • 5. Februar 2026 um 17:11
    Igor07:

    [...]


    Wie gesagt, die Frage über diese Wiedergeburt spielt nur eine Rolle für die, welche den ganzen Buddhismus eher als Hobby betreiben, aber nicht für die, welche am eigenen Leib erfahren haben, dass es die einzige sichere Sache im Leben ist: der Tod._()_

    Aus die Maus.

    Kein Platz für Wohlfühlbuddhisten.


    Liebe Grüße

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Raphy
    • 5. Februar 2026 um 16:21
    Samadhi1876:

    Allah könne aber nur mittels eines „reinen Herzens“ gefunden werden. Häufig könne dieser Zustand erst nach dem Tod erreicht werden. Eine solche Interpretation des Todes findet sich auch in Rumis Masnawī Demnach würde durch das Sterben das Lebewesen in eine jeweils höhere Daseinsform getragen, bis es zum göttlichen Universum als Äon zurückkehre.

    Finde den Diamanten in dir.


    A.I.11. Das lautere Bewußtsein II (VI,1-2):

    Lauter, ihr Mönche, ist dieses Bewußtsein; doch es wird [zuweilen] verunreinigt von hinzukommenden Befleckungen. Doch der unkundige Weltling (*1) versteht dies nicht der Wirklichkeit gemäß. (*2) Darum, sage ich, gibt es für den unkundigen Weltling keine Entfaltung des Geistes. (*3)


    Lauter, ihr Mönche, ist dieses Bewußtsein; und [zuweilen] ist es frei von hinzukommenden Befleckungen. Der kundige, edle Jünger aber versteht dies der Wirklichkeit gemäß. Darum, sage ich, gibt es für den kundigen, edlen Jünger eine Entfaltung des Geistes. (*4)

    Quelle: https://www.palikanon.com/angutt/a01_011-033.html


    Liebe Grüße

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Raphy
    • 5. Februar 2026 um 15:13
    Qualia:

    Die eine Lehre (Dhamma) ist sehr einfach, nur ist es eine Qual, bevor man sie ganz durchdringt, versteht und lebt. Solange man in den Lehren gebunden ist, kann man die Lehre (Dhamma) nicht leben, bis dahin lebt man Lehren, die man loslassen muss, wenn man denn Dhamma leben will.

    Genau, es gibt immer auch den Gegenpol. Nennt sich Leerheit/Vollheit, Offenheit/Zuheit.


    Da die Dinge und Nicht-Dinge keine ewigen Eigenschaften aus sich selbst heraus besitzen.


    Wegen der grundlegenden Bedingtheit von Samsara.


    Die schönen Menschen können auch sehr häßlich sein.


    Das Fahrrad ist ein Fahrrad, wenn die Bedingungen dazu stimmen. Auf dem Ozean ist es nur ein Sinkrad. Es sei denn man heißt Jesus. Und in der Wüste ist es wohl ein Schieberad, wegen dem vielen Sand.


    Liebe Grüße

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Raphy
    • 5. Februar 2026 um 14:38
    Igor07:

    [...]


    Keine höchste Mathe, scheint mir.


    Viel Glück und LG.

    Alles sehr einfach.


    Liebe Grüße

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Raphy
    • 5. Februar 2026 um 13:07

    Was hat denn der Buddha zu der Thematik Wiedergeburt ja/nein gesagt?


    Im Palikanon erfahren wir es:

    A.III. 66 Die Rede an die Kālāmer - 5. Kesamutti Sutta:

    [...]


    »Es kommen da, o Herr, einige Asketen und Brahmanen nach Kesaputta; die lassen bloß ihren eigenen Glauben leuchten und glänzen, den Glauben anderer aber beschimpfen, schmähen, verachten und verwerfen sie. Wieder andere Asketen und Brahmanen kommen nach Kesaputta, und auch diese lassen bloß ihren eigenen Glauben leuchten und glänzen, und den Glauben anderer beschimpfen, schmähen, verachten und verwerfen sie. Da sind wir denn, o Herr, im Unklaren, sind im Zweifel, wer wohl von diesen Asketen und Brahmanen Wahres, und wer Falsches lehrt.« -


    »Recht habt ihr, Kālāmer, daß ihr da im Unklaren seid und Zweifel hegt. In einer Sache, bei der man wirklich im Unklaren sein kann, ist euch Zweifel aufgestiegen.


    Geht, Kālāmer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, (*1) nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters! Wenn ihr aber, Kālāmer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden', dann o Kālāmer, möget ihr sie aufgeben.


    [...]

    Alles anzeigen

    Achtung Spoiler:
    Es geht wohl vor allem um die Verminderung und Überwindung von Gier, Hass und Verblendung.


    Und dann ist auch die Frage nach Wiedergeburt ja/nein zweitrangig, weil man in beiden Fällen "sicher" ist.


    Wer hätte das gedacht?

    A.III. 66 Die Rede an die Kālāmer - 5. Kesamutti Sutta:

    [...]


    Derart von Begierde und Übelwollen befreit, unverwirrt, wissensklar und achtsam, durchdringt der edle Jünger mit einem von Güte - von Mitleid - von Mitfreude - von Gleichmut erfüllten Geiste die eine Himmelsrichtung, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte. So durchdringt er oben, unten, quer inmitten, überall, allerwärts, die ganze Welt mit einem von Güte, Mitleid, Mitfreude oder Gleichmut erfüllten Geiste, einem weiten, umfassenden, unermeßlichen, von Haß und Übelwollen befreiten.


    Mit einem derart von Haß und Übelwollen freien, also unbeschwerten, also geläuterten Geiste ist dem edlen Jünger noch bei Lebzeiten vierfacher Trost gewiß:


    'Gibt es eine andere Welt und gibt es eine Frucht, ein Ergebnis guter und schlechter Taten, so ist es möglich, daß ich beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Daseinsfährte erscheine, in himmlischer Welt' -dieses ersten Trostes ist er gewiß.


    'Gibt es aber keine andere Welt und keine Frucht, kein Ergebnis guter oder schlechter Taten, so lebe ich eben hier in dieser Welt ein leidloses, glückliches Leben, frei von Haß und Übelwollen' - dieses zweiten Trostes ist er gewiß.


    'Wenn nun einem Übeltäter Übles widerfährt, ich aber gegen niemanden Übles im Sinne habe wie kann da wohl mir, der ich nichts Übles tue, Unheil widerfahren?' - dieses dritten Trostes ist er gewiß.


    'Wenn aber einem Übeltäter nichts Übles widerfährt, so weiß ich mich hier eben beiderseits rein' - dieses vierten Trostes ist er gewiß.


    Mit einem derart von Haß und Übelwollen freien, also unbeschwerten, also geläuterten Geiste ist dem edlen Jünger noch bei Lebzeiten dieser vierfache Trost gewiß.« -


    [...]

    Alles anzeigen

    Quelle: https://www.palikanon.com/angutt/a03_062-066.html#a_iii66


    Igor07:

    [...]


    Sehr klar und eindeutig. Mit dem Tod ist Aus.. Es war auch woanders diskutiert.

    Plus MN 38.

    Ende Gelände.


    Außer beim Buddha, da kann man es nicht so genau sagen, was da ist oder nicht ist:

    Majjhima Nikāya 72 - An Vacchagotta über das Feuer - Aggivacchagotta Sutta:

    [...]


    20. "Ebenso, Vaccha, ist jene Form, die jemand, der den Tathāgata beschreibt, zur Beschreibung heranziehen könnte, vom Tathāgata überwunden worden, an der Wurzel abgeschnitten, einem Palmenstrunk gleich gemacht, beseitigt, so daß sie künftigem Entstehen nicht mehr unterworfen ist. Der Tathāgata ist von der Begrifflichkeit der Form befreit [3], Vaccha, er ist tiefgründig, unermeßlich, schwer zu ergründen wie der Ozean. Der Ausdruck 'wiedererscheinen' ist nicht zutreffend, der Ausdruck 'nicht wiedererscheinen' ist nicht zutreffend, der Ausdruck 'sowohl wiedererscheinen, als auch nicht wiedererscheinen' ist nicht zutreffend, der Ausdruck 'weder wiedererscheinen, noch nicht wiedererscheinen' ist nicht zutreffend.


    [...]

    Quelle: https://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m072z.html


    Viel Glück!


    YouTube: Benny Benassi Ft. Chris Brown - Beautiful People (Quantum remix)


    Das Original:

    YouTube: Chris Brown & Benny Benassi - Beautiful People


    Zugabe (weil ihr es seid):

    YouTube: Benny Benassi Ft. Chris Brown - Beautiful People (Zamli Summer Remix)


    Liebe Grüße

  • Was macht ein Erleuchteter in der Freizeit ?

    • Raphy
    • 1. März 2025 um 17:40
    JoJu91:

    [...]

    "Was macht eigentlich ein Erleuchteter in der Freizeit ?"

    [...]

    Freizeit? :)

    Neo & Trinity | Remember us (Youtube)

    (Man kann sich den englischen Untertitel auf deutsch und andere Sprachen übersetzen lassen.)

    Ansonsten stell dir Trinity und Neo einfach beim gemeinsamen Kochen vor.

    :)

    Liebe Grüße

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Raphy
    • 28. Februar 2025 um 16:41
    Amdap:

    [...]

    Wie bist Du dann trotzdem mit der Visualisation des Guru-Baums zurechtgekommen, und was hast Du Dir dabei vorgestellt? Falls Du nicht klarkommen konntest mit dem komplexen Guru-Baum, welche Ersatz-Visualisation hast Du gewählt oder Dir ausgedacht?

    Die Visualisation hatte ich einfach weggelassen.

    Das wäre für mich tatsächlich, damals wie heute, viel zu anspruchsvoll gewesen. Außerdem wußte ich auch nicht wie das geht!

    Möglicherweise stand in der Anleitung eine Alternative. Mantra oder so? Ist schon eine paar Jahre her, weiß ich nichtmehr ganz genau.

    Richtig, ich gehöre keiner Linie an.

    :)

    Liebe Grüße

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Raphy
    • 28. Februar 2025 um 14:13
    Amdap:

    [...]

    Ist doch nicht schlimm.

    [...]


    Dann ist ja alles gut. :)

    Amdap:
    [...]
    Raphy:

    Mit dem Ngöndro beschäftigte ich mich schonmal ein wenig und praktizierte auch etwas die Niederwerfungen.

    Das ist interessant. Inwiefern denn?

    Und nach persönlicher Anleitung oder nach Lektüre?

    Ich hatte ein PDF aus der Zeitschrift "Tibet und Buddhismus", wo eine Form des Ngöndro vorgestellt wurde.

    Und habe dann mal ein paar Tage, vielleicht auch Wochen, die Niederwerfungen nach der Beschreibung/Anleitung dort geübt.

    Eine Anleitung durch einen Lehrer hatte ich nicht.

    Tibetisches Zentrum e.V.: Zeitschrift

    Helau!!! :clown: :)

    Liebe Grüße

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Raphy
    • 28. Februar 2025 um 08:12
    Amdap:

    Lieber Raphy,


    Deine Anmerkung hier verstehe ich überhaupt nicht, es sei denn, Du scherzest:

    [...]

    Liebe Amdap.

    Gut, dass du es ansprichst.

    Ja, das war nicht sehr respektvoll von mir.

    Ich hätte besser schreiben sollen:

    "Bei mir sah eine Phase der inneren Reinigung/Läuterung etwas anders aus."

    Als ich es berichtigen wollte, war die Stunde Änderungszeit schon vorbei.

    Es tut mir sehr leid. _()_

    Ich habe eine große Wertschätzung für die tibetischen Traditionen, finde sie sehr interessant und habe auch viel von ihnen gelernt.

    Mit dem Ngöndro beschäftigte ich mich schonmal ein wenig und praktizierte auch etwas die Niederwerfungen.

    Danke dir für den Link und die Informationen.

    Die "sechs Vorbereitenden Übungen" kannte ich noch nicht, werde ich mir mal anschauen.

    Danke. :)

    Liebe Grüße

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Raphy
    • 27. Februar 2025 um 21:45
    Amdap:

    [...]

    Diese "innere Reinigung/Läuterung" ist bei den K.Kagyüs das Ngöndro, wie auch bei anderen (nicht allen) tibetischen Richtungen.

    [...]

    Bei mir sah das "Ngöndro" etwas anders aus. ;)

    The Ultimate Oldschool Hardcore Gabber Mix (Youtube)

    Ich rate dabei natürlich von Alkohol und anderen Drogen ab.

    Danke für deinen Erfahrungsbericht.

    Liebe Grüße

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Raphy
    • 26. Februar 2025 um 20:15

    @Probleme und Herausforderungen in und nach der Meditation

    Deswegen ist traditionell eigentlich eine innere Reinigung/Läuterung vorgesehen, bevor man sich intensiver Meditation unterzieht. Um solche herausfordernden Effekte von Meditation zu mindern und besser mit ihnen umgehen zu können.

    In der Buddhalehre des Palikanon geht das über Läuterung des körperlichen Verhaltens*, des sprachlichen Verhaltens*, des geistigen Verhaltens*, der Lebensweise**, von den 5 Hemmungen/Hindernissen*** und von weiteren unheilsamen Eigenschaften/Gewohnheiten.

    Und dann soll es sogar eine Erleichterung sein, im Wald zu wohnen.

    Majjhima Nikāya 4

    Aber wenn die Meditation nicht übertrieben wird (was sehr individuell ist), kann sie natürlich von Vielen auch schon während dieser Reinigungs-/Läuterungsphase praktiziert werden. Und wirkt dann auch sehr unterstützend.

    So zumindest meine Erfahrung bis jetzt.

    Majjhima Nikāya 4 - Furcht und Schrecken - Bhayabherava Sutta:

    [...]

    3. "Vor meiner Erleuchtung, als ich noch lediglich ein unerleuchteter Bodhisatta war, erwog auch ich so: 'Entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald sind schwer auszuhalten, Abgeschiedenheit ist schwierig zu praktizieren, und es ist schwer, sich an der Einsamkeit zu erfreuen. Man möchte meinen, der Dschungel müsste einem Bhikkhu den Verstand rauben, wenn er keine Konzentration hat.'"

    [...]

    Majjhima Nikāya 4

    Und Abgeschiedenheit ist nicht nur im Wald schwer auszuhalten für Ungeläuterte, sondern eben auch während intensiven Retreats oder einfach einer die persönlichen Kräfte überfordernden Meditation.

    Und das schreibe ich als selbst Ungeläuteter.

    Trotzdem sind natürlich Spaziergänge und Aufenthalte im Wald grundsätzlich eine sehr heilsame Sache.

    Jan Numen - WESEN DES WALDES (Youtube)

    Quellenarbeit:

    *

    Anguttara Nikaya X.123-177

    Majjhima Nikāya 41

    **

    Anguttara Nikaya V.171-180

    ***

    Nivarana – Wikipedia

    nívarana

    Liebe Grüße

  • Kopfschmerzen und laute Gedanken durch Meditation

    • Raphy
    • 23. Februar 2025 um 11:29
    Chico26:
    Raphy:

    Hallo Chico26.

    Bei mir traten solche Phänomene früher auf, wenn ich viel meditiert hatte.

    Allerdings meistens nicht so stark wie von dir beschrieben (außer ein Mal), weil ich vorher die Meditation reduzierte oder abbrach.

    Letztendlich hängt es von dir ab, ob du mit den Symptomen klar kommst oder ob es zu krass wird und in eine unheilsame Richtung geht.

    Es kann auch in ziemlich hässliche Geisteszustände gehen, die vielleicht nicht sofort wieder verschwinden.

    Also achte gut auf dich.

    Manchmal ist weniger mehr.

    Du musst die Meditation auch nicht komplett aufgeben.

    Zu dem Punkt schreibe ich weiter unten noch etwas.

    Man könnte zum Beispiel auch noch Geh- und Stehmeditation mit einbauen und dafür die Sitzmeditation verkürzen, falls du sehr lange am Stück sitzt.

    Zumindest die Gehmeditation wird in vielen buddhistischen Traditionen zusätzlich zur Sitzmeditation gelehrt.

    Als Stehmeditation praktiziere ich meist die daoistische (also nicht traditionell buddhistische) Variante des Zhanzhuanggong.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Zhan_Zhuang

    In meinen persönlichen Retreats praktiziere ich zur Zeit einen Wechsel aus Sitz-, Geh- und Stehmeditation. Und beim letzten Mal kam auch noch meditieren im Liegen als viertes hinzu. Ein fünfter und sechster Baustein kann auch Arbeit und Yogaübungen sein.

    Ich war nie der Typ der täglich meditierte, sondern ich hatte meistens Phasen wo ich ein bis zwei Wochen retreatmäßig allein zuhause meditierte (mit Spaziergängen draußen, Großstadt und Natur) und dann war wieder gut, auch wegen den krasser werdenden Symptomen.

    Letztendlich waren das alles innere Reinigungserfahrungen für mich, die aber vermutlich auch unheilsam wirken können, wenn man es übertreibt.

    Weder überfordern noch unterfordern.

    Es scheint auch ein Prinzip zu sein, dass nach einem nach innen gehen (wie in der Meditation) es irgendwann auch eine Gegenbewegung nach außen (mehr zur Welt hin) gibt. So war/ist es zumindest bei mir.

    Und umgekehrt, nach einer Zeit des nach außen Gehens, es dann wieder eine Bewegung nach innen gibt.

    Wie Yin und Yang oder eine Sinuswelle.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Yin_und_Yang

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sinus_und_Kosinus

    Diese Symptome verschwanden dann wieder oder wurden erträglich bis glückselig, wenn ich nach der Meditationsperiode mehr nach außen ging.

    Als super unterstützend habe ich dabei erfahren: Sport, Musik (selber machen oder hören), Tanzen, Kunst allgemein, Bewegung, Wandern, Natur, Großstadt -> baden in der Menge, Menschen allgemein, Arbeit allgemein, Viele mögen auch Gartenarbeit, ... .

    Ich habe zum Beispiel irgendwann wieder angefangen mit Klavierspielen (und später wieder aufgehört :grinsen: ).

    Die "Eine Minute Meditation"

    Seit ca. 1,5 Jahren habe ich es endlich! :) geschafft mir langsam eine tägliche Meditations-/Sitzpraxis aufzubauen.

    Zen-mäßig einfach sitzen.

    Ich habe nämlich gemerkt, dass wenn ich einmal sitze, es dann oft ganz gut geht und ich dann auch länger sitzen kann.

    Deswegen habe ich für mich die "Eine Minute Meditation" entdeckt.

    Das heißt ich nehme mir vor jeden Tag eine Minute zu sitzen/meditieren. Wenn die Minute vorbei ist, kann ich noch länger sitzen, wenn ich will, ich muss aber nicht.

    Die eine Minute ist sozusagen die Pflicht und was darüber hinaus geht die Kür.

    Und dieser Ansatz hat eben den Vorteil, dass die Einstiegshürde von einer Minute sehr niedrig ist und super leicht für mich zu schaffen ist.

    Das heißt ich bin immer einigermaßen motiviert jeden Tag zu sitzen, weil es ja nur eine Minute ist.

    Und selbst an Tagen wo ich überhaupt keine Lust habe, ist die Minute gut zu schaffen.

    Und letztendlich sitze ich dann eben oft auch länger als eine Minute.

    Gleichzeitig habe ich dadurch jeden Tag ein kleines Erfolgserlebnis, was psychologisch sehr motivierend wirkt.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass die Meditation dadurch eher zu einer Art zweiten Natur wird, als eine lästige Pflicht. Eine Selbstverständlichkeit wie das tägliche Zähne putzen.

    Außerdem lässt sich auf diese Weise Meditation wunderbar in den Alltag vieler Menschen einbauen, da es ja nur eine sehr kurze Sitzzeit als Pflicht ist. Das heißt der scheinbare Gegensatz Meditation und Alltag hebt sich dadurch leichter auf. Das tägliche Sitzen wird immer mehr Alltag.

    Und falls man durch die kurze Sitzzeit keine Wirkung der Meditation spürt, erlebt man auch gleich von Anfang an einen möglichen Ansatz im Zen: Zen ist für gar nichts gut.

    Langsam steigern

    Außerdem habe ich noch eine kleine Steigerung jedes Jahr eingebaut. Also im ersten Jahr war die Pflicht eine Minute, jetzt im zweiten Jahr ist die Pflicht immer noch eine Minute, aber ich versuche, wenn es geht, zwei Minuten zu sitzen und der Rest ist dann wieder die Kür.

    Ich bin jetzt im zweiten Jahr und werde versuchen jedes Jahr eine Minute dazu zu nehmen.

    Also im dritten Jahr würde ich eine Minute als Pflicht sitzen, aber versuchen insgesamt drei Minuten zu sitzen. Die drei Minuten als so eine Art Zwischenmission. Und wenn die geschafft ist, dann kann ich solange sitzen wie es geht, es mir gut tut oder ich stehe eben auf.

    Und so weiter.

    Es ist mir zur Zeit noch wichtig, nur die eine Minute als Pflicht festzulegen, damit die Einstiegshürde, sich überhaupt täglich hinzusetzen möglichst niedrig bleibt, damit ich es auch jeden Tag tue, auch an meinen ganz schlechten Tagen.

    Wenn ich zum Beispiel weiß ich muss jetzt 5, 10 oder 30 Minuten sitzen, dann werde ich das nicht lange durchhalten und mich irgendwann gar nicht mehr hinsetzen.

    Mit der "Eine Minute Meditation" geht das locker flockig und macht auch noch Spaß.

    Und wie gesagt, meist sitze ich sogar länger.

    Manchmal ging es sogar nahtlos in mehrtägige intensivere Rückzugszeiten über.

    Ich komme durch die kurze Zeit auch nicht so schnell in schwierige Geistes-Zustände.

    Mit der Zeit finde ich auch immer besser heraus, wieviel sitzen/meditieren mir gut tut und ab wann es problematisch wird.

    Ein langsames Herantasten.

    Meditation ist etwas für die Meisten Ungewohntes und deshalb ist es gut sich langsam daran zu gewöhnen, denke ich.

    Wem das zu wenig ist, der kann ja mehr und härter praktizieren.

    Jede/r wie sie/er mag.

    Welche Meditationsart?

    Bei den Symptomen hat mir auch geholfen, meine Meditation von Atem-Meditation auf "einfach sitzen nach Zenart" zu ändern.

    Das ist für mich leichter verträglich, als eine zu fokussierte Meditation, die mich eher angespannt und verkrampft macht.

    Diese "Eine Minute Meditation" habe ich bisher nur mit dem "einfach sitzen" praktiziert, müsste aber theoretisch mit jeder anderen Meditationsart funktionieren.

    Individuell anpassbar

    Man kann die Zeiten natürlich auch für sich anpassen. Also statt eine Minute Pflicht, nur 30 Sekunden oder 10 Sekunden. Oder 2 Minuten, 5 Minuten, ... .

    Wichtig ist dabei eine Zeit zu wählen, die man immer ganz locker schafft, auch an den schlechten Tagen.

    Wenn man nur bei dem Gedanken an die Pflichtzeit sich unwohl fühlt, ist es schon zuviel.

    Zumindest für den Ansatz den ich verfolge.

    Natürlich gehört zur Meditation auch dazu sich irgendwann dem unangenehmen Fühlen zu stellen und sich seine Schattenthemen anzuschauen, den ganzen inneren Müll. -> Vipassana (Einsicht, Weisheit)

    Eine andere Funktion ist aber eben auch die stabilisierende Wirkung auf den Herz-Geist. -> Samatha (Geistesruhe, innerer Frieden, Gleichmut)

    Mein Ansatz wäre eher ein langsamer Zugang für sensible Menschen. Oder so ähnlich. :grinsen:

    Langsam, aber dadurch auch nachhaltig und alltagstauglich.

    Die jährliche Steigerung könnte man auch noch ändern, wenn man will. Also statt jedes Jahr eine Minute dazunehmen, könnte man das auch jedes halbe Jahr oder jeden Monat. Oder alle 2, 3, 4, ... Jahre.

    Oder man steigert mehr oder weniger als eine Minute.

    Auch hier ist es wichtig einen Zeitraum zu wählen der weder überfordert noch unterfordert.

    Oder man lässt die Steigerung ganz weg.

    Und wenn es Tage gibt wo man es trotzdem nicht schafft zu meditieren/sitzen, kein Problem.

    Nicht dafür verurteilen und nächsten Tag wieder versuchen.

    Ansonsten ist das alles nur (m)eine Meinung und Erfahrung.

    Schau was davon für dich passt oder inspirierend wirkt und den Rest vergesse gerne. :grinsen:

    Es können auch Fehler dabei sein.

    Alles Gute dir.

    DIE LÄRMER - Herz auf @ Radio Hagen (Youtube Link)

    Liebe Grüße

    Alles anzeigen

    Vielen Dank für diese ausführliche Antwort!!

    [...]

    Alles anzeigen

    Gerne. :)

    Chico26:

    [...]

    Ich habe einige Fragen dazu

    Wenn du meditierst und dann wieder aus der Meditation raus gehst.. achtest du dann über den Tag noch immer auf deinen Kopf oder auf deine Gedanken? Oder wie verhältst du dich dann?

    [...]

    Also es geht bei meiner Meditation nicht darum auf meinen Kopf oder die Gedanken zu achten. Auch nicht nach der Meditation. Wenn überhaupt dann eher das Gegenteil. Mehr ins Fühlen zu kommen.

    Ich habe ja nun schon ein paar Jahre Meditationserfahrung, wenn auch erst seit kurzem als tägliche Meditation. Es gab da im Laufe der Zeit eine Entwicklung.

    Heute tue ich während und nach der Meditation nichts Besonderes und verhalte mich nicht auf eine bestimmte Weise.

    Ich sitze einfach. Bin mit dem was hier ist. Ich achte weder besonders auf meinen Kopf, noch besonders auf meine Gedanken.

    Gedanken können also heute viel stressfreier bei mir da sein und ich muss nicht gleich etwas dagegen tun.

    Sie steigen auf, wie auch Fühlen aufsteigen kann. Sie sind aber meist nicht so penetrant im Vordergrund, dass sie störend wirken. Und ich kann sie langsam immer besser neutral und gleichmütig wahrnehmen. Und ich habe auch keine Schlafstörungen deswegen.

    Das war früher anders. Da ging es mir eher so wie du es schilderst, wenn ich viel meditierte. Und wenn die Gedanken so sehr stark im Vordergrund waren, war Sitz-Meditation für mich eher kontraproduktiv und hat das noch verstärkt.

    Deswegen war meine Hauptpraxis Achtsamkeit im Alltag. Ich habe mir einen schön stressigen Job gesucht, wo ich den ganzen Tag in Bewegung war und immer zu tun hatte und nicht zu viel nachdenken mußte. Und wo auch immer viele Menschen um mich herum waren.

    War wie so eine innere Reinigung. Waches Arbeiten war meine Meditation.

    Und auch in der Freizeit Sport gemacht und gerne aktiv etwas unternommen. Also auch viel draußen gewesen.

    Alles so Sachen die mich aus den Gedanken und dem Kopf rausgeholt haben.

    Aber Vorsicht mit dem Begriff Achtsamkeit. Das könnte so aufgefasst werden, als wenn man da etwas Bestimmtes tun muss. Ich bin jetzt achtsam. Für mich ist das eher ein Hinweis darauf, dass ich ganz im Hier und Jetzt bin, im Moment bin. Man kann das nicht tun. Man ist achtsam oder nicht. Ich bin jetzt hier oder nicht. Im Grunde ist man aber immer im Hier und Jetzt ;) . Was das Ganze wieder ad Absurdum führt.

    Deswegen könnte man den Begriff Achtsamkeit auch ganz weglassen und sagen:

    Einfach arbeiten, einfach tun was zu tun ist, einfach leben, einfach lieben. Aber auch das kann wieder als eine bestimmte Handlungsanweisung aufgefasst werden und kann einen dadurch leichter in den Kopf und die Gedanken bringen.

    Aber wen das nicht stört im Kopf zu sein, auch gut.

    Es geht nicht unbedingt darum etwas anders als sonst zu machen. Kann man aber, wenn man will.

    Meditiert habe ich nur, wenn ich mich danach gefühlt habe und dann auch immer schnell reduziert oder ganz sein gelassen, wenn die Gedanken wieder zu krass wurden oder der Fokus zu stark auf den Kopf.

    Und wenn ich formal im Sitzen meditiert habe, war der Fokus eher auf dem Fühlen, den Körperempfindungen oder dem Körper. Gedanken konnten im Hintergrund auftreten, aber waren dann nicht so penetrant. Und ich habe mich natürlich gehütet den Gedanken oder dem Kopf unnötig Aufmerksamkeit zu schenken.

    Und wenn ich schreibe "Fokus", dann war das eher ein entspanntes Sein mit Fühlen, Körperempfindungen oder dem Körper. Oder auch mit den Sinneswahrnehmungen.

    Wenn es zu unentspannt wurde, habe ich die Meditation abgebrochen, weil sonst auch wieder die penetranten Gedanken stärker wurden.

    Deswegen hat mir auch die Musik und Kunst so geholfen, weil es mein Herz mehr geöffnet hat und das Fühlen deutlicher wurde und dadurch die Gedanken weniger penetrant.

    Ein Grund für den Link zu dem Song, am Ende meines letzten Posts.

    Und nach der Meditation das Gleiche. Entweder ich hatte keinen besonderen Fokus auf etwas und wenn dann eher auf Fühlen, Körperempfindungen oder Körper selbst. Oder auch auf die Sinneswahrnehmungen.

    Ansonsten wie ich schrieb: Sport, Bewegung, Unternehmungen, Musik, Kunst, Freunde, in der Großstadt in der Menge baden, Arbeiten, Wandern, Natur, die Liebe ... .

    Einfach leben.

    Irgendwann hatte ich dann eine Erfahrung von einem anstrengungslosen, tiefen inneren Frieden und seitdem ist alles anders und doch gleich.

    Es war wie ein nach Hause kommen.

    Dieser innere Frieden half mir dann auch in der Meditation und im Umgang mit meinen Gedanken und dem Kopf.

    Und wie ich schrieb, geht das heute alles schon viel besser.

    Im Zweifel und falls möglich suche Lehrer auf, die dich in Meditation schulen können. Das lebendige Beispiel zu erleben und auch die Mitübenden in der Sangha ist nochmal ein großer Unterschied zu Apps und Foren. Der direkte Kontakt mit Menschen und menschliche Zuwendung.

    Und dann siehst du auch an den Leuten dort, ob du so werden möchtest oder nicht. Ob es dich anspricht oder nicht.

    Edit 1:

    Es kann aber auch gut sein, Ungewohntem ersteinmal eine Chance zu geben und zu schauen ob es sich in eine heilsame Richtung entwickelt.

    Chico26:
    [...]

    Zu der 1-Minuten-Meditation

    Kannst du mir beschrieben wie genau du vorgehst?

    Also Z.b was du mit Gedanken machst in dieser kurzen Zeit?

    Wie gesagt, heute ist das bei mir alles viel entspannter.

    Ich mache nichts mit den Gedanken, weil sie nicht mehr so stören. Und falls es doch wieder krasser wird mit den Gedanken, breche ich vorher die Meditation ab.

    Ich sitze einfach und schaue was passiert. Bin einfach mit dem was hier ist. Gedanken und Fühlen weder haben wollen (Gier), noch weg haben wollen (Hass). Nichts dafür und nichts dagegen tun. Wenn Gedanken auftauchen, tauchen sie auf, wenn Fühlen auftaucht, taucht es auf.

    Wenn "etwas dafür oder dagegen tun" auftaucht, dann taucht das auf. Wenn "haben wollen oder weg haben wollen" auftaucht, dann taucht das auf.

    Wenn Widerstand auftaucht, taucht Widerstand auf. Wenn Freude auftaucht, taucht Freude auf. Wenn Angst auftaucht, taucht Angst auf. Wenn Liebe auftaucht, taucht Liebe auf. ...

    Wenn unangenehmes Fühlen auftaucht, taucht das auf, wenn angenehmes Fühlen auftaucht, taucht das auf. Wenn neutrales Fühlen auftaucht, taucht das auf.

    Das ist nicht wirklich etwas was ich "mache".

    Letztendlich nicht mit Worten ausreichend zu beschreiben.

    Und auch hier weder überfordern noch unterfordern. Das Fühlen kann auch ziemlich heftig und krass werden.

    Im Zweifel lieber die Meditation abbrechen.

    Wie ich früher meditierte, schrieb ich schon:

    " [...]

    Und wenn ich formal im Sitzen meditiert habe, war der Fokus eher auf dem Fühlen, den Körperempfindungen oder dem Körper. Gedanken konnten im Hintergrund auftreten, aber waren dann nicht so penetrant. Und ich habe mich natürlich gehütet den Gedanken oder dem Kopf unnötig Aufmerksamkeit zu schenken.

    Und wenn ich schreibe "Fokus", dann war das eher ein entspanntes Sein mit Fühlen, Körperempfindungen oder dem Körper. Oder auch mit den Sinneswahrnehmungen.

    Wenn es zu unentspannt wurde, habe ich die Meditation abgebrochen, weil sonst auch wieder die penetranten Gedanken stärker wurden.

    Deswegen hat mir auch die Musik und Kunst so geholfen, weil es mein Herz mehr geöffnet hat und das Fühlen deutlicher wurde und dadurch die Gedanken weniger penetrant.


    [...] "

    Allerdings kann es auch heute manchmal sein, wenn mir danach ist, dass ich wieder mehr auf Fühlen, Körperempfindungen oder Körper achte. Oder doch mal wieder eine klassische Atembetrachtung mache. Man hat immer alle Möglichkeiten und es ist nicht auf einmal grundsätzlich verboten, klassische Meditationstechniken anzuwenden.

    Und dabei wird mitunter ganz viel innerer Müll und ungelöste Themen hoch geschwemmt. Heute würde man wohl Trauma und Traumaheilung dazu sagen. Wobei ich mich da nicht so gut auskenne, als dass ich sicher sagen könnte, dass es wirklich das Gleiche ist, was ich mache.

    Pass also gut auf dich auf und überfordere dich nicht.

    Falls es dich anspricht, kannst du ja mal nach dem Thema Trauma und Traumaheilung recherchieren. Die emotionale Begegnung mit dem inneren Kind und die nicht einfache Kindheit, die du erwähnst, könnte auf diese Thematik hinweisen.

    Das aber nur als Hinweis, bin kein Fachmann. Deine Entscheidung.

    Yoga klingt ganz gut. Ich habe früher auch eher bewegte Meditationen gemacht und die traditionellen asiatischen Kampfkünste haben oft auch viele meditative Aspekte und Schulungsformen, wo man zum Beispiel immer die gleichen Bewegungen wiederholt.

    Qigong gäbe es auch noch, als eine andere Möglichkeit bzw. als Überbegriff zu den Kampfkunstübungen, laut Wikipedia.

    Qigong – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Bewegung an sich ist auch super, sei es als Sport, Wandern oder Spazieren Gehen.

    Tut mir leid, dass es wieder so viel zu lesen wurde. Aber kürzer ging nicht. :)

    Ich hoffe ich habe nicht zu sehr an deinen Fragen vorbei geantwortet.

    Rosenstolz - "Wir sind am Leben" (Youtube Link)

    Und wie immer alles nur (m)eine Meinung und Herangehensweise.

    Ich kann nicht für den Buddhismus an sich sprechen.

    Falls du dich näher damit beschäftigst, wirst du vermutlich eine große Vielfalt entdecken.

    Und das ist gut so. :)

    Liebe Grüße

  • Kopfschmerzen und laute Gedanken durch Meditation

    • Raphy
    • 21. Februar 2025 um 21:54

    Hallo Chico26.

    Bei mir traten solche Phänomene früher auf, wenn ich viel meditiert hatte.

    Allerdings meistens nicht so stark wie von dir beschrieben (außer ein Mal), weil ich vorher die Meditation reduzierte oder abbrach.

    Letztendlich hängt es von dir ab, ob du mit den Symptomen klar kommst oder ob es zu krass wird und in eine unheilsame Richtung geht.

    Es kann auch in ziemlich hässliche Geisteszustände gehen, die vielleicht nicht sofort wieder verschwinden.

    Also achte gut auf dich.

    Manchmal ist weniger mehr.

    Du musst die Meditation auch nicht komplett aufgeben.

    Zu dem Punkt schreibe ich weiter unten noch etwas.

    Man könnte zum Beispiel auch noch Geh- und Stehmeditation mit einbauen und dafür die Sitzmeditation verkürzen, falls du sehr lange am Stück sitzt.

    Zumindest die Gehmeditation wird in vielen buddhistischen Traditionen zusätzlich zur Sitzmeditation gelehrt.

    Als Stehmeditation praktiziere ich meist die daoistische (also nicht traditionell buddhistische) Variante des Zhanzhuanggong.

    Zhan Zhuang – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    In meinen persönlichen Retreats praktiziere ich zur Zeit einen Wechsel aus Sitz-, Geh- und Stehmeditation. Und beim letzten Mal kam auch noch meditieren im Liegen als viertes hinzu. Ein fünfter und sechster Baustein kann auch Arbeit und Yogaübungen sein.

    Ich war nie der Typ der täglich meditierte, sondern ich hatte meistens Phasen wo ich ein bis zwei Wochen retreatmäßig allein zuhause meditierte (mit Spaziergängen draußen, Großstadt und Natur) und dann war wieder gut, auch wegen den krasser werdenden Symptomen.

    Letztendlich waren das alles innere Reinigungserfahrungen für mich, die aber vermutlich auch unheilsam wirken können, wenn man es übertreibt.

    Weder überfordern noch unterfordern.

    Es scheint auch ein Prinzip zu sein, dass nach einem nach innen gehen (wie in der Meditation) es irgendwann auch eine Gegenbewegung nach außen (mehr zur Welt hin) gibt. So war/ist es zumindest bei mir.

    Und umgekehrt, nach einer Zeit des nach außen Gehens, es dann wieder eine Bewegung nach innen gibt.

    Wie Yin und Yang oder eine Sinuswelle.

    Yin und Yang – Wikipedia
    de.wikipedia.org
    Sinus und Kosinus – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Diese Symptome verschwanden dann wieder oder wurden erträglich bis glückselig, wenn ich nach der Meditationsperiode mehr nach außen ging.

    Als super unterstützend habe ich dabei erfahren: Sport, Musik (selber machen oder hören), Tanzen, Kunst allgemein, Bewegung, Wandern, Natur, Großstadt -> baden in der Menge, Menschen allgemein, Arbeit allgemein, Viele mögen auch Gartenarbeit, ... .

    Ich habe zum Beispiel irgendwann wieder angefangen mit Klavierspielen (und später wieder aufgehört :grinsen: ).

    Die "Eine Minute Meditation"

    Seit ca. 1,5 Jahren habe ich es endlich! :) geschafft mir langsam eine tägliche Meditations-/Sitzpraxis aufzubauen.

    Zen-mäßig einfach sitzen.

    Ich habe nämlich gemerkt, dass wenn ich einmal sitze, es dann oft ganz gut geht und ich dann auch länger sitzen kann.

    Deswegen habe ich für mich die "Eine Minute Meditation" entdeckt.

    Das heißt ich nehme mir vor jeden Tag eine Minute zu sitzen/meditieren. Wenn die Minute vorbei ist, kann ich noch länger sitzen, wenn ich will, ich muss aber nicht.

    Die eine Minute ist sozusagen die Pflicht und was darüber hinaus geht die Kür.

    Und dieser Ansatz hat eben den Vorteil, dass die Einstiegshürde von einer Minute sehr niedrig ist und super leicht für mich zu schaffen ist.

    Das heißt ich bin immer einigermaßen motiviert jeden Tag zu sitzen, weil es ja nur eine Minute ist.

    Und selbst an Tagen wo ich überhaupt keine Lust habe, ist die Minute gut zu schaffen.

    Und letztendlich sitze ich dann eben oft auch länger als eine Minute.

    Gleichzeitig habe ich dadurch jeden Tag ein kleines Erfolgserlebnis, was psychologisch sehr motivierend wirkt.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass die Meditation dadurch eher zu einer Art zweiten Natur wird, als eine lästige Pflicht. Eine Selbstverständlichkeit wie das tägliche Zähne putzen.

    Außerdem lässt sich auf diese Weise Meditation wunderbar in den Alltag vieler Menschen einbauen, da es ja nur eine sehr kurze Sitzzeit als Pflicht ist. Das heißt der scheinbare Gegensatz Meditation und Alltag hebt sich dadurch leichter auf. Das tägliche Sitzen wird immer mehr Alltag.

    Und falls man durch die kurze Sitzzeit keine Wirkung der Meditation spürt, erlebt man auch gleich von Anfang an einen möglichen Ansatz im Zen: Zen ist für gar nichts gut.

    Langsam steigern

    Außerdem habe ich noch eine kleine Steigerung jedes Jahr eingebaut. Also im ersten Jahr war die Pflicht eine Minute, jetzt im zweiten Jahr ist die Pflicht immer noch eine Minute, aber ich versuche, wenn es geht, zwei Minuten zu sitzen und der Rest ist dann wieder die Kür.

    Ich bin jetzt im zweiten Jahr und werde versuchen jedes Jahr eine Minute dazu zu nehmen.

    Also im dritten Jahr würde ich eine Minute als Pflicht sitzen, aber versuchen insgesamt drei Minuten zu sitzen. Die drei Minuten als so eine Art Zwischenmission. Und wenn die geschafft ist, dann kann ich solange sitzen wie es geht, es mir gut tut oder ich stehe eben auf.

    Und so weiter.

    Es ist mir zur Zeit noch wichtig, nur die eine Minute als Pflicht festzulegen, damit die Einstiegshürde, sich überhaupt täglich hinzusetzen möglichst niedrig bleibt, damit ich es auch jeden Tag tue, auch an meinen ganz schlechten Tagen.

    Wenn ich zum Beispiel weiß ich muss jetzt 5, 10 oder 30 Minuten sitzen, dann werde ich das nicht lange durchhalten und mich irgendwann gar nicht mehr hinsetzen.

    Mit der "Eine Minute Meditation" geht das locker flockig und macht auch noch Spaß.

    Und wie gesagt, meist sitze ich sogar länger.

    Manchmal ging es sogar nahtlos in mehrtägige intensivere Rückzugszeiten über.

    Ich komme durch die kurze Zeit auch nicht so schnell in schwierige Geistes-Zustände.

    Mit der Zeit finde ich auch immer besser heraus, wieviel sitzen/meditieren mir gut tut und ab wann es problematisch wird.

    Ein langsames Herantasten.

    Meditation ist etwas für die Meisten Ungewohntes und deshalb ist es gut sich langsam daran zu gewöhnen, denke ich.

    Wem das zu wenig ist, der kann ja mehr und härter praktizieren.

    Jede/r wie sie/er mag.

    Welche Meditationsart?

    Bei den Symptomen hat mir auch geholfen, meine Meditation von Atem-Meditation auf "einfach sitzen nach Zenart" zu ändern.

    Das ist für mich leichter verträglich, als eine zu fokussierte Meditation, die mich eher angespannt und verkrampft macht.

    Diese "Eine Minute Meditation" habe ich bisher nur mit dem "einfach sitzen" praktiziert, müsste aber theoretisch mit jeder anderen Meditationsart funktionieren.

    Individuell anpassbar

    Man kann die Zeiten natürlich auch für sich anpassen. Also statt eine Minute Pflicht, nur 30 Sekunden oder 10 Sekunden. Oder 2 Minuten, 5 Minuten, ... .

    Wichtig ist dabei eine Zeit zu wählen, die man immer ganz locker schafft, auch an den schlechten Tagen.

    Wenn man nur bei dem Gedanken an die Pflichtzeit sich unwohl fühlt, ist es schon zuviel.

    Zumindest für den Ansatz den ich verfolge.

    Natürlich gehört zur Meditation auch dazu sich irgendwann dem unangenehmen Fühlen zu stellen und sich seine Schattenthemen anzuschauen, den ganzen inneren Müll. -> Vipassana (Einsicht, Weisheit)

    Eine andere Funktion ist aber eben auch die stabilisierende Wirkung auf den Herz-Geist. -> Samatha (Geistesruhe, innerer Frieden, Gleichmut)

    Mein Ansatz wäre eher ein langsamer Zugang für sensible Menschen. Oder so ähnlich. :grinsen:

    Langsam, aber dadurch auch nachhaltig und alltagstauglich.

    Die jährliche Steigerung könnte man auch noch ändern, wenn man will. Also statt jedes Jahr eine Minute dazunehmen, könnte man das auch jedes halbe Jahr oder jeden Monat. Oder alle 2, 3, 4, ... Jahre.

    Oder man steigert mehr oder weniger als eine Minute.

    Auch hier ist es wichtig einen Zeitraum zu wählen der weder überfordert noch unterfordert.

    Oder man lässt die Steigerung ganz weg.

    Und wenn es Tage gibt wo man es trotzdem nicht schafft zu meditieren/sitzen, kein Problem.

    Nicht dafür verurteilen und nächsten Tag wieder versuchen.

    Ansonsten ist das alles nur (m)eine Meinung und Erfahrung.

    Schau was davon für dich passt oder inspirierend wirkt und den Rest vergesse gerne. :grinsen:

    Es können auch Fehler dabei sein.

    Alles Gute dir.

    DIE LÄRMER - Herz auf @ Radio Hagen (Youtube Link)

    Liebe Grüße

  • Musik (im Buddhismus)

    • Raphy
    • 29. Dezember 2024 um 15:18
    pano:

    Raphy Also diese Formulierungen mit besitzverlust hören sich ja eher danach an, sich nicht in der Disko besinnungslos zu trinken als danach, Musik als Laie komplett zu meiden.

    :grinsen:

    Ja, genau.

    Wobei auch der Ablenkungsaspekt in der Sutta genannt wird. Wenn das Disko- und Partyleben immer mehr zum Lebensmittelpunkt wird und man sich ständig fragt:

    "Wo wird getanzt? Wo wird gesungen? Wo wird musiziert? Wo werden Geschichten erzählt? Wo wird mit den Händen der Takt geklatscht? Wo wird getrommelt?"

    Ich will das aber garnicht perse verteufeln. Es mag auch Phasen im Leben geben wo das angesagt ist. Kann auch sehr reinigend wirken. Mal die ganze grobe Sch.... raustanzen. Ist halt die Frage ob man fähig ist, das als innere Reinigung zu nutzen, als wichtige Erfahrung und nicht auf Party und Drogen hängen zu bleiben.

    Muß jeder für sich entscheiden, ich verurteile das nicht. Die Menschen sind verschieden.

    Meine Sicht dazu:

    Als Laie der sich bewußt und freiwillig für die Buddhalehre entscheidet, geht es ersteinmal darum zu genießen, ohne daran zu haften. Das Elend am Anhaften zu erkennen:

    A.X.91 Die weltlich Genießenden - 1. Kāmabhogī Sutta:

    [...]

    (10) ...

    [...]

    Diese zehn weltlich Genießenden, Hausvater, sind in der Welt anzutreffen. Derjenige aber unter diesen zehn weltlich Genießenden, o Hausvater, der auf gesetzliche und gewaltlose Weise nach Vermögen sucht und, nachdem er sich auf gesetzliche, gewaltlose Weise Vermögen verschafft hat, sowohl sich selber glücklich und froh acht, als auch Geschenke gibt und gute Werke tut und, sein Vermögen genießend, nicht daran hängt, nicht dadurch betört wird, nicht davon eingenommen ist, da er das Elend merkt und den Ausweg kennt - dieser gilt unter den zehn weltlich Genießenden als der Erste, der Beste, der Edelste, der Höchste und der Vorzüglichste.

    [...]

    Anguttara Nikaya X.91-100

    Wem das nicht reicht, wem der Sinn nach Höherem steht, der kann sich langsam über die Zeit eine Basis von Sittlichkeit, Sammlung und Weisheit aufbauen.

    Und für die Laien welche ein strikteres, nonnen-/mönchsähnlicheres Leben möchten, gibt es freiwillige verschärftere Regeln. -> 8/10 Silas

    Wobei man unabhängig von festen Regeln sich auch das raussuchen kann, was für einen gerade am Besten passt.

    Der Palikanon oder andere Schriften/Lehrer bieten da ja viele Anregungen.

    So ist für jede/n etwas dabei und jede/r wird da abgeholt, wo sie/er gerade steht.

    Heilsam oder Unheilsam?

    Ich schaue immer: Tut es mir und anderen gut oder nicht. Ist es heilsam oder nicht. Verringert es Gier, Hass und Verblendung.

    Mehrt es Dukkha oder mehrt es Freude, Glück, Spaß, Liebe, Güte, Mitgefühl, Ausgeglichenheit, innere Erfüllung, ... .

    A.III.112 Tatenentstehung und Tatenversiegung - 9. Paṭhama-nidāna Sutta

    Wobei es da einen Stolperstein gibt:

    Das Heilsame ist nicht immer angenehm in der Ausführung und das Unheilsame nicht immer unangenehm.

    A.IV.115 Angenehme und unangenehme Handlungen - 5. Ṭhāna Sutta

    Ob etwas heilsam oder unheilsam ist, merkt man deshalb nicht immer gleich, sondern manchmal muß man den Dingen Zeit geben zu wirken oder sich als Sackgasse herauszustellen.

    Es hat also auch immer einen Aspekt von Versuch und Irrtum.

    Scheinbare Fehler werden auf dem Weg passieren und sind ok.

    Innerer Frieden und Loslassen

    Es kann auch sein, dass Dinge die mir letztes Jahr noch gut getan haben, es dieses Jahr oder Morgen nicht mehr tun.

    Auch da können die Vergänglichkeit und der Wandel jederzeit zuschlagen (anicca).

    Da hilft dann loslassen des Alten und einlassen auf das Neue.

    Im Idealfall findet im Laufe der jahrelangen Praxis also immer mehr ein Loslassen von der Anhaftung an angehmem, unangenehmem und neutralem Fühlen statt und man lernt den Frieden schätzen der z.B. im Gleichmut und der inneren Ausgeglichenheit liegt.

    Und dieser Gleichmut kann sehr lebendig sein, es bedeutet einfach, dass man so im Frieden ist, dass alles da sein kann bzw. immer mehr da sein kann. Auch Unfrieden kann auftauchen.

    Gleichzeitig kann man aúch immer sagen: Stopp das hier ist unheilsam, das unterstütze ich nicht!

    Oder auch: Das geht über meine Grenzen, das möchte ich nicht!

    Oder: Diese Sache ist mir so wichtig, dass ich alles dafür gebe!

    Und da fast niemand vollkommen frei von Gier, Hass und Verblendung ist, spielen die natürlich immer mit rein.

    Und das ist ok, wir sind auch unvollkommene Menschen.

    Man wird also nicht zum willenlosen Ja-Sager, zur willenlosen Ja-Sagerin, sondern im Gegenteil bekommt man eine immer größere Freiheit echte Entscheidungen zu treffen und sich immer weniger von angenehmem, unangenehmem und neutralem Fühlen und Verblendung blind hin und her treiben zu lassen.

    Alles ein jahrelanger bis lebenslanger Prozeß der viel Geduld, Liebe und Mitgefühl erfordert und gleichzeitig fördert.

    Daraus kann dann echte Stärke und Kraft erwachsen.

    Es reicht Raphy!

    Oder man wirft das von mir gerade Geschriebene auf den Müll und sitzt einfach.

    Einfach leben, einfach sein.

    Alles nur weitere Ansichten und Vorstellungen.

    :)

    Liebe Grüße

  • Musik (im Buddhismus)

    • Raphy
    • 28. Dezember 2024 um 11:50
    pano:

    Habe ich eigentlich noch recht in Erinnerung dass das Musikverbot im Pali Kanon in der Vinayapiṭaka zu finden ist und so in der Suttapiṭaka nicht vorkommt? Entsprechend also keine besondere Priorität für Laien hat? (Und ggf. jünger sein könnte als die Lehrreden des buddha).

    Hallo pano.

    Kann sein, dass es auch im Suttapitaka vorkommt.

    Die einzige Stelle die mir einfällt, wo es in eine ähnliche Richtung geht, ist DN31.

    Da geht es um den Besuch von Festlichkeiten, welche zu Besitzverlust führen sollen und nach meiner Interpretation von Absatz 10 eine ablenkende Wirkung haben:

    Digha Nikaya - 31. Die Belehrung des Siṅgālaka:

    [...]

    7. Was sind die sechs Wege des Besitzverlustes, denen er nicht frönt? Den zur Lässigkeit führenden berauschenden Getränken und Mitteln, Sohn des Hausherrn, sich hingeben ist ein Weg des Besitzverlustes. Sich dem zur Unzeit auf den Straßen Herumtreiben hinzugeben, ist ein Weg des Besitzverlustes. Festlichkeiten zu besuchen ist ein Weg des Besitzverlustes. Den zur Lässigkeit führenden Glücksspielen sich hingeben, ist ein Weg des Besitzverlustes. Sich hingeben an unheilsame Freundschaften ist ein Weg des Besitzverlustes. Sich der Faulheit hingeben ist ein Weg des Besitzverlustes.

    [...]

    10. Diese sechs Nachteile, Sohn des Hausherrn, bringt das sich Hingeben an das Besuchen von Festlichkeiten: 'Wo wird getanzt? Wo wird gesungen? Wo wird musiziert? Wo werden Geschichten erzählt? Wo wird mit den Händen der Takt geklatscht? Wo wird getrommelt?' Eben diese sechs Nachteile, Sohn des Hausherrn, bringt das sich Hingeben an das Besuchen von Festlichkeiten.

    [...]

    Belehrung des Siṅgālaka

    Eine Praxis für Bhikkhunis und Bhikkhus

    Grundsätzlich ist das aber Nonnen- und Mönchspraxis (Bhikkhuni/Bhikkhu).

    Für Laien gibt es kein Musik- oder Tanzverbot.

    Man kann als Laie die 5 Ethikregeln freiwillig auf 8 oder 10 Regeln erweitern.

    Wo dann diese "Verbote" wieder dabei sind.

    Das passiert normalerweise zeitlich begrenzt an den Uposatha-Tagen oder auf Retreats.

    Man könnte es als Laie aber auch immer praktizieren, wenn man mag.

    Wäre dann eine freiwillige Sache und kein generelles Verbot.

    Ihr könnt also wieder loslegen. :D

    Acht Silas:

    Die acht Tugendregeln (Pali: atthangasila) werden von vertrauensvollen Laienanhängern an den wöchentlichen buddhistischen Uposatha-Fastentagen eingehalten. An diesen Tagen versammelt sich die Laiengemeinschaft in den Klöstern oder Viharas, um Zuflucht und eine Erneuerung der Tugendregeln zu erbitten. Dort, wo diese mondphasenabhängigen Einhaltungstage gepflegt werden, treffen sich die Laienanhänger schon am Vorabend und verbringen die Nacht mit Dhamma-Gesprächen oder Meditation sowie den Vorbereitungen und Arbeiten in den Klöstern zur Unterstützung der Mönchs- oder Nonnengemeinschaft. Menschen, die sich einem meditativen Leben widmen und deren Lebensweise entsprechend ist, oder Personen, die sich einer Meditationsklausur unterziehen, nehmen diese Regeln als stete Begleitung in ihrem Alltag auf sich.

    Sie ergänzen die fünf Silas um drei weitere Regeln:[3]

    • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens von Essen zu verbotener Zeit (nach mittags zwischen Sonnenhöchststand und Sonnenaufgang[4]) an.
    • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens von Tanzen, Singen, Musik, Unterhaltungsveranstaltung zu besuchen, Tragen von Schmuck, Gebrauch von Duftstoffen, und Verschönerung des Körpers mit Kosmetik an.
    • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens vom Liegen auf hohen und üppigen Liegen an.

    Im Zuge einer Meditationsklausur wird die Übungsregel des Abstehens von sexuellem Fehlverhalten auf ein keusches Leben ausgeweitet bzw. ausgetauscht:[5]

    • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens von sexuellen Handlungen an.

    Fünf Silas – Wikipedia

    Ganz im Moment

    Achtsamkeit und Einhalten eines gesunden Maßes ist dabei vermutlich hilfreich.

    Wobei es auch gut sein kann, ganz im Tanzen, Musizieren und Musik hören aufzugehen.

    Sich ganz darauf einlassen.

    Ganz im Hier und Jetzt, wie man so schön sagt.

    Wirkt zumindest bei mir innerlich reinigend und entspannend.

    Und dannach kann man ja noch etwas sitzen/meditieren, wenn man will.

    Scheinbare Widersprüche vereinen

    Letztendlich kann man Weltabwendung und Weltzuwendung auch zusammenbringen.

    Es muß kein Widerspruch sein.

    Die beiden können sich ergänzen, wie Yin und Yang.

    Man kann Beides leben, je nachdem was gerade dran ist.

    Nach einer Phase des Rückzuges erblüht die Welt in neuem Glanz und wenn man von der Welt ganz ausgelaugt ist, kann ein Rückzug hilfreich und heilsam sein.

    Man kann angeblich sogar beides im gleichen Moment leben. Was dann in Worten zum Ausdruck kommt wie:

    "In der Welt sein, aber nicht von der Welt sein."

    Man ist Alles und gleichzeitig Nichts.

    Ohne Ich auch kein Nicht-Ich.

    Mit dem Verstand nicht greifbar.

    Passt dann wohl gut zum Bodhisattva-Ansatz im Mahayana. Man kann aber auch Stellen im Palikanon so interpretieren.

    Zum Beispiel wenn die Rechte Ansicht als der Mittlere Weg zwischen Sein und Nichtsein bezeichnet wird.

    S.12.15. Der Sproß aus dem Hause Kaccāyana - 5. Kaccānagotta Sutta

    Samyutta Nikaya 12.11-20

    Wobei da dann noch ein Schritt weiter gegangen wurde und auch die Vorstellung von Sein und Nichtsein, von Alles und Nichts, von Ich und Nicht-Ich, von Welt und Nicht-Welt losgelassen wurde.

    Und alles nur (m)eine Meinung, außer die Zitate.

    Es können auch Fehler dabei sein.

    Schaut was für euch passt.

    Liebe Grüße

  • Einsamkeit

    • Raphy
    • 3. Juli 2024 um 19:14
    Raphy:

    Hallo U123N.

    Nanu:

    [...]

    Die Angst ist meiner Meinung nach ein Gefühl, das uns sehr stark bestimmt. Angst kann zum Rückzug, aber auch dazu führen andere anzugreifen. Angst kann dazu führen, Macht über seine Mitmenschen erlangen zu wollen. Ich hatte immer Schwierigkeiten damit, dieses Gefühl ins buddhistische System der Geistesgifte einzuordnen, ist es Gier, Hass oder Verblendung?

    Hat der Buddha etwas zu Angst gesagt? Vielleicht weiss das ja jemand von Euch. Die Frage beschäftigt mich schon lange.

    [...]

    Zitate vom Buddha zur Angst kann ich leider keine bringen.

    Aber du hast es schon selbst eingeordnet (finde ich):

    " [...] Die Angst ist meiner Meinung nach ein Gefühl, das uns sehr stark bestimmt. Angst kann zum Rückzug, aber auch dazu

    führen andere anzugreifen. Angst kann dazu führen, Macht über seine Mitmenschen erlangen zu wollen. [...]"

    Klingt für mich vor allem nach Hass/Ablehnung/Weg-Haben-Wollen.

    Ayya Khema ordnet Angst ebenfalls dem Hass zu.

    Ich würde sagen, dass Hass/Ablehnung/Weg-Haben-Wollen der bestimmende Aspekt von Angst ist.

    Man meidet das wovor man Angst hat, weil man nicht vernichtet werden will. Oder man greift an, um vorher zu vernichten, bevor man selbst vernichtet wird.

    Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass es immer ein Zusammenspiel aller 3 Geistesgifte ist.

    Die 3 treten nicht getrennt voneinander auf, sondern bedingen sich gegenseitig.

    Angst ist also auch alles drei. Unwissenheit ist sowieso immer dabei.

    Wobei Unwissenheit die Wurzel von Gier und Hass ist.

    Vielleicht vergleichbar mit einer Mutter (Unwissenheit) welche Zwillinge bekommt (Gier und Hass).

    Die Unwissenheit bringt also Gier und Hass hervor. Diese Bedingtheit ist ersteinmal einseitig und nicht gegenseitig.

    Aber wenn Gier und Hass einmal da sind, dann beeinflußen sie auch die Unwissenheit.

    So wie die Kinder, wenn sie einmal geboren sind, auch Einfluß auf ihre Eltern ausüben.

    Ohne Unwissenheit/Verblendung und Gier/Haben-Wollen kann es keine Angst geben, aber Hass/Ablehnung/Weg-Haben-Wollen ist der Aspekt der am deutlichsten zum Tragen kommt.

    Gier und Hass halten sich gegenseitig am Leben und halten auch die Unwissenheit am Leben (oder verstärken sie -> Verblendung), welche beide hervorgebracht hat und beide ebenfalls am Leben hält.

    Das wäre so meine Ansicht dazu.

    Könnte auch falsch sein.

    Liebe Grüße

    Alles anzeigen

    Wobei der praktische Ansatz beim Umgang mit Angst für mich wäre die Angst zu fühlen/damit zu sein/damit in Frieden zu kommen, falls ich mich ihr mal stelle.

    Die Angst weder Haben-Wollen (Gier) noch Weg-Haben-Wollen (Hass). Gleichmut.

    Natürlich ohne sich dabei zu überfordern oder zu unterfordern.

    In der Regel wird man die Angst eher Weg-Haben-Wollen (Hass) was für die Einordnung unter das Geistesgift Hass spricht.

    Es gibt allerdings auch die "Adrenalinjunkies" welche gezielt Situationen suchen wo sie Angst fühlen.

    Da könnte es dann ins Gegenteil umschlagen, wenn einem ohne die Angst etwas fehlt. -> Gier/Haben-Wollen.

    Das ist auch die Erfahrung die ich mache, wenn ich mich der Angst stelle und fähig bin sie einfach nur zu fühlen.

    Die Angst wird eher eine Art belebende Energie die das ganze Körper-Geist-System in Schwung bringt.

    Trotzdem sollte man aus Praxissicht (und sogenanntem gesundem Menschenverstand) natürlich Dinge meiden die unnötig das Leben gefährden und einen auf dem Dhammaweg nicht weiterbringen.

    Also vorm Straße überqueren weiter nach links und rechts schauen.

    Siehe MN2 - Triebe die durch Vermeiden überwunden werden sollten.

    Majjhima Nikāya 2 - Alle Triebe - Sabbāsava Sutta:

    [...]

    (Triebe, die durch Vermeiden zu überwinden sind)

    19. "Welche Triebe, ihr Bhikkhus, sollten durch Vermeiden überwunden werden? Weise betrachtend vermeidet da ein Bhikkhu einen wilden Elefanten, ein wildes Pferd, einen wilden Bullen, einen wilden Hund, eine Schlange, einen Stumpf, ein Dornengestrüpp, einen Abgrund, eine Klippe, eine Müllgrube, eine Kloake. Mit weiser Erwägung vermeidet er, auf ungeeigneten Sitzen Platz zu nehmen, zu ungeeigneten Lagerstätten zu wandern [10], und sich mit schlechten Freunden abzugeben, da ihn weise Gefährten im heiligen Leben eines üblen Verhaltens verdächtigen könnten, wenn er dies täte. Während Triebe, Ärger und Fieber in einem entstehen könnten, der diese Dinge nicht vermeidet, gibt es keine Triebe, keinen Ärger oder Fieber in einem, der sie vermeidet. Diese nennt man die Triebe, die durch Vermeiden überwunden werden sollten."

    [...]

    Majjhima Nikāya 2

    Liebe Grüße

  • Einsamkeit

    • Raphy
    • 3. Juli 2024 um 16:25

    Hallo U123N.

    Nanu:

    [...]

    Die Angst ist meiner Meinung nach ein Gefühl, das uns sehr stark bestimmt. Angst kann zum Rückzug, aber auch dazu führen andere anzugreifen. Angst kann dazu führen, Macht über seine Mitmenschen erlangen zu wollen. Ich hatte immer Schwierigkeiten damit, dieses Gefühl ins buddhistische System der Geistesgifte einzuordnen, ist es Gier, Hass oder Verblendung?

    Hat der Buddha etwas zu Angst gesagt? Vielleicht weiss das ja jemand von Euch. Die Frage beschäftigt mich schon lange.

    [...]

    Zitate vom Buddha zur Angst kann ich leider keine bringen.

    Aber du hast es schon selbst eingeordnet (finde ich):

    " [...] Die Angst ist meiner Meinung nach ein Gefühl, das uns sehr stark bestimmt. Angst kann zum Rückzug, aber auch dazu

    führen andere anzugreifen. Angst kann dazu führen, Macht über seine Mitmenschen erlangen zu wollen. [...]"

    Klingt für mich vor allem nach Hass/Ablehnung/Weg-Haben-Wollen.

    Ayya Khema ordnet Angst ebenfalls dem Hass zu.

    Ich würde sagen, dass Hass/Ablehnung/Weg-Haben-Wollen der bestimmende Aspekt von Angst ist.

    Man meidet das wovor man Angst hat, weil man nicht vernichtet werden will. Oder man greift an, um vorher zu vernichten, bevor man selbst vernichtet wird.

    Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass es immer ein Zusammenspiel aller 3 Geistesgifte ist.

    Die 3 treten nicht getrennt voneinander auf, sondern bedingen sich gegenseitig.

    Angst ist also auch alles drei. Unwissenheit ist sowieso immer dabei.

    Wobei Unwissenheit die Wurzel von Gier und Hass ist.

    Vielleicht vergleichbar mit einer Mutter (Unwissenheit) welche Zwillinge bekommt (Gier und Hass).

    Die Unwissenheit bringt also Gier und Hass hervor. Diese Bedingtheit ist ersteinmal einseitig und nicht gegenseitig.

    Aber wenn Gier und Hass einmal da sind, dann beeinflußen sie auch die Unwissenheit.

    So wie die Kinder, wenn sie einmal geboren sind, auch Einfluß auf ihre Eltern ausüben.

    Ohne Unwissenheit/Verblendung und Gier/Haben-Wollen kann es keine Angst geben, aber Hass/Ablehnung/Weg-Haben-Wollen ist der Aspekt der am deutlichsten zum Tragen kommt.

    Gier und Hass halten sich gegenseitig am Leben und halten auch die Unwissenheit am Leben (oder verstärken sie -> Verblendung), welche beide hervorgebracht hat und beide ebenfalls am Leben hält.

    Das wäre so meine Ansicht dazu.

    Könnte auch falsch sein.

    Liebe Grüße

  • Warum es „Blödsinn“ ist den „Buddhismus studieren oder verstehen zu wollen“

    • Raphy
    • 11. Juni 2024 um 12:37
    Anna Panna-Sati:
    [...]

    Raphy:

    Macht euch keinen unnötigen Streß. :)

    Nee, nur nötigen.... :lol: Schließlich erstreben wir doch das Ende des Leidens... :)


    Liebe Grüße, Anna :) :heart: _()_

    Ausgezeichnet. :like: :)

    Ich habe das Gefühl du bekommst das jetzt schon ganz gut hin mit der Überwindung der Dualität von Dualität und Nicht-Dualität.

    Liebe Grüße

  • Warum es „Blödsinn“ ist den „Buddhismus studieren oder verstehen zu wollen“

    • Raphy
    • 10. Juni 2024 um 17:20
    Anna Panna-Sati:
    [...]
    Raphy:

    Wenn man sich in Non-Dualität üben will, sollte man auch die Dualität von Dualität und Nicht-Dualität überwinden.

    Genau...und wie stellt man das an? ;) :erleichtert:

    [...]

    Den Widerspruch als wichtigen Teil des Lebens ertragen bzw. schätzen zu lernen.

    Wir können hier im Forum nur lesen oder schreiben, weil es Kontraste gibt.

    Weiß im Gegensatz zu Schwarz.

    Da könnte man sagen: "Da ist doch ein Widerspruch. Weiß ist nicht Schwarz und Schwarz ist nicht Weiß."

    Und doch ermöglicht das Zusammenspiel von Schwarz und Weiß ein Buch zu lesen/schreiben.

    Es gibt diesen Witz:

    Sie: Ich habe mein neues Buch fertig geschrieben.

    Er: Cool! Zeig mal her. ... Das steht doch garnichts drin!!! Leere Seiten!!!

    Sie: Weiße Schrift auf weißem Grund.

    Liebe Grüße

  • Warum es „Blödsinn“ ist den „Buddhismus studieren oder verstehen zu wollen“

    • Raphy
    • 10. Juni 2024 um 15:04
    Anna Panna-Sati:
    Raphy:

    Er ist jetzt schon Meer. :) _()_

    Liebe Grüße

    Dann war er nie was anderes? :eek:

    Nichts Anderes, aber auch nicht das Gleiche.

    Nur mit Nachdenken nicht zu lösen, deswegen die Meditation und Achtsamkeit auf dem Weg.

    Und trotzdem (ähnlich zu dem was du schon schriebst):

    Der Fisch ist ein Produkt des Meeres. Dort geboren und dort aufgewachsen.

    Alles an ihm ist an diesen Lebensraum angepasst.

    Trenne ich den Fisch vom Meer, ist er ein toter Fisch.

    Es sei denn ich setze ihn in ein Aquarium.

    Ein Fisch in der Gefangenschaft des Aquariums ist aber ein anderer Fisch als der Fisch des Meeres. Auch wenn er äußerlich ähnlich aussehen mag. Er verhält sich anders.

    Für das Meer wird es keinen großen Unterschied machen, wenn der Fisch fehlt. Wenn alle Fische fehlen, wäre die Frage was dann mit dem Meer ist.

    Es wäre vermutlich ein anderes Meer, da sich ja das ökologische Gleichgewicht ohne Fische stabilisieren müßte.

    Im schlimmsten Fall sind Fische so wichtig für das Meer, dass es ohne sie nur noch eine Kloake wäre.

    Das große Kloaken-Meer.

    Der Fisch ist also durch und durch Meer.

    Er schmeckt sogar nach Meer.

    Und trotzdem macht auch die Unterscheidung Fisch und Meer Sinn.

    Es ist Beides.

    Meer ist der Oberbegriff, Fisch ist ein Teil davon.

    Das Absolute ist der Oberbegriff, das Relative ist ein Teil davon.

    Eine Teilmenge.

    Menge (Mathematik) – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Wenn man darauf besteht, dass der Fisch kein Meer ist, dann dürfte ich auch meine Körperorgane nicht Körper nennen.

    Blut ist nicht mein Körper, Haut ist nicht mein Körper, Knochen sind nicht mein Körper.

    Bleibt dann noch ein Körper übrig, wenn ich alles als Nicht-Körper bezeichne?

    Bleibt noch etwas vom Meer übrig, wenn ich alle seine Teile als Nicht-Meer bezeichne?

    Weht da ein Hauch von Leerheit über das Meer?

    :)

    Liebe Grüße

  • Warum es „Blödsinn“ ist den „Buddhismus studieren oder verstehen zu wollen“

    • Raphy
    • 10. Juni 2024 um 14:35
    Numisatojama:
    Anna Panna-Sati:

    Die Unterscheidung in "relative" und "absolute" Wahrheit (Samsara/Nirvana) im Buddhismus stellt auch wieder so eine Dualität her, um deren Auflösung es in der Lehre doch letztlich geht, oder?

    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Wird ein Fisch zum Meer?😘🙏

    Er ist jetzt schon Meer. :) _()_

    Liebe Grüße

  • Warum es „Blödsinn“ ist den „Buddhismus studieren oder verstehen zu wollen“

    • Raphy
    • 10. Juni 2024 um 13:38
    Qualia:
    Raphy:

    Vorstellungen können sehr reale und schmerzhafte Auswirkungen haben.

    Weil sie das können, müssen Vorstellungen von Gier, Hass und Glauben befreit werden. Die sind dann beim gehandelt werden nicht so selbst und andere schädigend.

    Ja.

    Vorstellungen weder haben-wollen (Gier) noch weg-haben-wollen / nicht-haben-wollen (Hass).

    Liebe Grüße

  • Warum es „Blödsinn“ ist den „Buddhismus studieren oder verstehen zu wollen“

    • Raphy
    • 10. Juni 2024 um 13:17
    Qualia:

    Raphy Dualität ist real. Keine Vorstellung.

    Körper ist nicht gleich Leere und Leere ist nicht gleich Körper.

    Dass etwas eine Vorstellung ist, bedeutet nicht unbedingt, dass es Nicht-Real ist.

    Vorstellungen können sehr reale und schmerzhafte Auswirkungen haben.

    Ich stelle mir ein leckeres Eis im Geist vor, ich gehe zum Eisstand und esse das Eis. -> Toll

    Ich bekomme von zuviel Eiskonsum Karies -> Nicht so Toll

    Liebe Grüße

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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